Colombia
Medellín

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158 travelers at this place:

  • Day57

    Medellín

    December 6 in Colombia

    Die ehemals gefährlichste Stadt der Welt zeigt sich heute sehr offen, innovativ und auch - zumindest tagsüber - weitestgehend sicher. Über die angeblich längste Rolltreppe der Welt kommen wir in das zu Zeiten Pablo Escorbars berüchtigste Viertel Communa 13. Die Aussicht auf Medellín ist von hier oben spektakulär.Read more

  • Day33

    Medellín & Guatape (Kolumbien)

    October 24 in Colombia

    Nun sind wir die kommenden 2 Wochen komplett! In unserer Wohnung in Medellín konnten wir auch endlich unsere Corinna in Empfang nehmen ❤

    Die Wohnung ist klasse und nach langer Diskussion mit der Waschmaschine ist nun endlich mal wieder alles sauber und riecht auch einigermaßen gut 🙈

    Medellín ist eine kunterbunte Stadt mit vielen Graffitis, aber auch Hochhäusern und Geschäftsbezirken! Die Gondel, die hoch in den Park mit Blick über die Stadt führt, ist leider montags geschlossen und so haben wir uns mit Metro, Bus, Rolltreppe und zu Fuß nach San Javier (District 13) aufgemacht. Dieser Stadtteil war in den 80er Jahren bekannt geworden durch die höchste Moderate weltweit und die Drogengeschäfte um Pablo Escobar. Durch viele staatliche Projekte und nicht zuletzt durch die riesengroße Rolltreppe, die den Aufstieg vor allem älteren Menschen erleichtert, hat sich das Viertel in den letzten Jahren zu einem nach wie vor dicht besiedelten, aber sichereren Ort entwickelt. Viele Touren führen vor allem aufgrund der vielen kunterbunten Graffitis in diesen Stadtteil. Der Ausblick von hier oben ist wahrscheinlich mindestens so schön wie der aus dem Gondel-Park gewesen wäre 😍

    Am nächsten Tag sind wir noch ins 2 Stunden entfernte Guatape mit dem Bus gefahren. Eine Seenlandschaft und ein Fels, die wirklich wie von einer anderen Welt wirken, aber durch Erdbeben entstanden sind und somit einen wundervoll idyllischen und sehenswerten Flecken Erde darstellen. 🌎

    Medellín hat uns allen sehr sehr gut gefallen und jetzt freuen wir uns riesig auf die Karibikküste, ein bisschen surfen und vor allem Sonne und Strand! 🌴🏄‍♀️
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  • Day89

    Medellin, Kolumbien

    November 8 in Colombia

    Buenos días!

    Am Busbahnhof angekommen, wird erst einmal gefrühstückt. Wir versuchen herauszufinden, wie wir am besten zu unserem Hostel kommen und stellen fest, dass es super einfach ist: Medellin hat als erste Stadt Kolumbiens eine Metro!

    Unser erster Eindruck von Medellin ist nicht der Beste. Man sieht viele Menschen, die betteln und viele Venezuelaner, die versuchen mit dem Verkauf von Lutschern oder Bonbons auf der Straße ein wenig Geld zu bekommen. Die Häuser sind einfach und überwiegend vergammelt.

    Ungefähr so ist auch der erste Eindruck vom "City-Center". Wir sitzen auf einer Bank unter dem riesigen Bauwerk einer Metrostation und müssen einfach lachen - das ist Medellin! Das Touri-Viertel "Poblado" dagegen sieht anders aus: Viele trendige Bars und Restaurants, Hotels und Hostels. Die Einheimischen nennen es Gringo-Town!

    Die Geschichte mit den Fahrrädern!

    Wir wollen mehr von Medellin sehen und was gibt es besseres als mit Fahrrädern die Stadt zu erkunden. Der Plan: wir mieten "einfach" - bicicletas publica (öffentliche Fahrräder), die wie bei car-sharing in der Stadt verteilt stehen und kostenlos ausgeliehen werden können. Klingt gut, man benötigt NUR eine Karte dazu. Hmmm-hört sich gut an, also los, Karte im Internet beantragen und...
    ...hier wird es kompliziert!

    Man benötigt für das Beantragen der einen Karte eine weitere Karte, die "Bürgerkarte", die man an bestimmten Metrohaltestellen beantragen kann. So wie dutzende Medelliner stehen wir dann also in der Schlange und füllen Formbögen aus. Dann wird der Pass natürlich wieder kontrolliert und Passnummer notiert. UND Fingerabdruck verlangt! Aber wir waren erfolgreich! Stolz mit der grünen Bürgerkarte in der Hand suchen wir uns einen Platz mit WiFi, da wir Scans dieser Bürgerkarte, unseres Reisepasses und eines Passfotos machen und all' dies im Internet hochladen müssen. Fertig!? Nö, haste gedacht! Das nächste Browserfenster ploppt auf und weitere Informationen werden abgefragt: Stromabrechnung, Wohnort, Beruf, Kontaktnummer der Arbeitsstelle, monatliches Einkommen und, wir wollen es kaum glauben, unsere Blutgruppe! Das alles nicht genug: Es wird nach dem sozialen Status gefragt - zwischen sozialer Stufe 1 und 6 kann man wählen. Unglaublich, ein Hoch auf unseren europäischen Datenschutz!

    Später bekommen wir heraus, dass alle Kolumbianer in eine soziale Stufe eingruppiert werden. Es ist wie in Indien, wo die Menschen im Kasten-System leben! Bei einer kolumbianischen Heirat müssen auch Braut und Bräutigam gleich viel Geld in die Ehe mitbringen. Man hat also eigentlich gar keine Chance, in seinem Leben in eine andere Stufe zu gelangen! Unvorstellbar! Die junge Frau, die in unserem Hostel arbeitet (sie hat 3 Jahre einen Job gesucht) hat deshalb für sich entschieden, nie zu heiraten und keine Kinder zu bekommen. Sie schläft im Hostel in einer Kajüte neben den anderen Gästen, arbeitet den ganzen Tag und wünscht sich irgendwann mal ein eigenes Zimmer mit eigenem Bett und Kochgelegenheit zu haben. Im Hostel arbeitet auch noch eine junge Frau aus Venezuela - sie erhält kein Lohn, hat aber dafür ein Dach über dem Kopf!

    Übrigens unsere Challenge mit dem Versuch der Fahradleihe haben wir verloren 😁 wir gehen zu Fuß, oder nehmen die Metro!

    Zu Hause ist uns Medellin als eine Stadt mit schlimmer Vergangenheit und extrem hoher Kriminalität im Kopf! Medellin-Kartell, Pablo Escobar, Drogenhandel, Banden und Morde. Uns interessiert wie es heute hier ist und fahren mit der Metrobahn in einen der armen Außenbezirke. Auf dem Weg, aber auch sonst in der Stadt, werden wir oft angesprochen und gefragt wie uns die Stadt gefällt. Die Medelliner sind freundlich und stolz auf ihre Stadt. Es ist ihnen wichtig, dass wir uns wohl fühlen.

    Es wird viel investiert. In den Armenvierteln wurden Schulen gebaut, Krankenhäuser und sogar eine der größten Bibliotheken Kolumbiens. Wir fahren mit einer der neuen Seilbahnen über eines dieser Viertel. Ein überaus interessanter Blick über die Stadt und die verwinkelten, in die steilen Hügel gebauten Viertel. Aber so perfekt ist es dann doch nicht. Schaut man ins Detail, zeigt sich das Leben der untersten Sozialschicht. Auch werden wir gebeten an den Zwischenstationen aus Gründen der Sicherheit nicht auszusteigen!

    Sein Name wir hier nicht offen ausgesprochen. Manche sagen nur P. E., oder nur "er". Die Rede ist von Pablo Escobar, während des Drogenkrieges der 80er und Anfang 1990 Jahre wurden fast 40.000 Menschen und pro Jahr bis zu 6.500 Menschen allein in Medellin auf sein Geheiß hin ermordet. Angeblich soll die Mordrate jedoch heute immer noch bei 700 Menschen liegen und das ebenfalls pro Jahr! Wir machen eine "free guided tour" und erfahren viel über die Historie der Stadt, interessante Orte und Geschichten aus der Zeit des Drogenkrieges.

    Obwohl der Besitz, wie auch der Konsum von Kanabis und Kokain in Kolumbien verboten ist, bekommen wir mehrfach Drogen angeboten. Erst bekommt man Früchte oder Snacks von scheinbar normalen Straßenverkäufern angeboten, dann folgt im zweiten Satz das Wort Kokain. Die junge Frau in unserem Hostel sagt, es wäre einfacher an Waffen und Drogen zu kommen, als an Kondome! Das sagt einiges...

    Die Gesellschaft Medellins ist gespalten. Diejenigen, die die Zeit Escobars miterleben mussten, erfreuen sich an der neuen Moderne der Stadt. Andererseits werden von jungen Männern auch T-Shirts mit dem Gesicht Escobars in den Straßen angeboten. Schließlich wurde er damals von vielen Robin Hood Kolumbiens genannt, da er in Armenviertel investierte (Häuser baute, Grundstücke verschenkte) um Stimmen zu fangen - hat geklappt: P. E. wurde kurz darauf in den Kongress gewählt! In diesen Armenvierteln wird er noch heute verehrt - die Infos zu den ganzen Morden seien nur "Geschichten/Gerüchte"!

    Wir sind jedoch angetan von der Historie und dem Wandel der Stadt, wie aktiv mit Sozialprojekten, Kunst im öffentlichen Raum der ärmeren Viertel, zum Teil guter Stadtplanung und Imagekampagnen, die Stadt sich entwickelt.

    Eigentlich mögen wir keine Millionenstädte, sind aber froh, die Stadt erlebt und einen Abstecher hierhin gemacht zu haben 😜

    Hasta luego
    Ariane & Marco
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  • Day439

    Medellin

    July 19 in Colombia

    Another quick flight and we arrived in Medellin.
    Most famous, in recent history, for being devastated by Pablo Escobar and the out-of-control violence that was part of life in the ‘80s up until his death in ‘93. Given the impact this had on the country, and the world, we wanted to learn more and took a private city tour with a father-daughter guide duo who explained how their family was impacted by Escobar’s “narco- terrorism”. There was a time when hundreds of bombs were going off in the city every year and young kids were hired by the narcos to assasinate people, making the police likely to shoot young kids who they thought were working for the narcos. Our guide had a memory of being lined up against a wall by the police as a kid, and was only saved from execution by his grandmother rallying the neighbors to come and stop the murder.
    Today, it’s a city that’s doing a wonderful job reinventing itself with many new buildings, clean and (generally) safe streets, and a mayor that locals seem to love. We thought San Francisco had hills, but much of Medellin is built on very big, steep hills. Walking here can be a major workout. We’ve enjoyed drinking in the local coffee culture here and walking through the leafy, green neighborhood. Even Christy is gaining a taste for cold-brew coffee with sparkling water added to it. Delicious!
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  • Day629

    Medellín

    September 28 in Colombia

    Honestly one of the ugliest and sketchiest cities I have ever visited but its history as well recent developments are truly interesting and impressive considering where it comes from (most dangerous city in the world not even 20 years ago)! The locals we met were simply amazing, kind, enthusiastic and proud of their new city that we almost got to enjoy it, too. Hope they keep heading into the right direction...

    We on the other hand will from now on avoid the crowds as good as we can and enjoy the beauty of nature and culture in and around smaller places;)
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  • Day102

    Pablo und seine Kaugummi-Buebe

    April 28 in Colombia

    Ja, was soll ich sagen? Medellin gefällt uns verdammt gut. Ab der ersten Minute. Nach über elf Stunden im Bus - Autobahnen scheint es hier leider nicht zu geben - werden wir überfreundlich in unserem Hostel empfangen. Der nette Sebastian läuft nach kurzem Check-In denn auch gleich mit uns die Strasse runter und weist auf allerlei empfehlenswerte Gaststätten hin. Nachdem wir unser bisher schönstes Hostel-Zimmer bezogen haben - das Hostel hat erst vor zwei Wochen seine Pforten geöffnet -, gönnen wir uns noch ein spätes Chicken-Wings-Dinner um die Ecke. Die Frage, ob wir einen Schlüssel für die Eingangstür brauchen, wird mit dem Hinweis auf Sebastians permanente Anwesenheit verneint. Äusserst müde aber froh im total tollen Medellin zu sein, klingeln wir also anderthalb Stunden später wieder beim total netten Sebastian. Und macht der Arsch auf? Natürlich nicht. Daran ändert auch zwanzigfaches Sturmläuten nichts. Ich bin eigentlich viel zu müde, um mich zu ärgern. Aber natürlich raffe ich mich auf und ärgere mich tierisch. Und das für knapp eine Stunde. So lange und zehn Sturmläuten dauert es nämlich, bis der dämliche Sebastian doch noch aus seinem Dornröschen- oder Drogenschlaf erwacht und uns tatsächlich die Türe aufmacht. Wir sind sprachlos. Er auch.

    Die Enttäuschung wog schwer und wurde auch durch das vorzügliche Frühstück am nächsten Morgen nicht wirklich gelindert. Und nachdem wir für das Geschehene keinerlei Wiedergutmachung oder sonstige Anmerkungen durch den Schuldigen erfuhren, wechselten wir kurzerhand die Unterkunft. Hätten wir dies nicht aus grenzenloser Enttäuschung getan, wäre auch der nach wie vor omnipräsente Baulärm Grund genug gewesen. Ab dann gings nur noch bergauf. Steil bergauf - kleine Zwischenkater ausgenommen. Die Geschichte Medellins ist extrem eindrücklich und die beiden absolvierten Walking-Tours definitiv die fesselndsten und besten Touren die wir in den letzten drei Monaten erlebt haben. Die jüngste Geschichte der ehemaligen Narcos-Hochburg und der ganzen Region ist geprägt von äusserst blutigen und oft unübersichtlichen Konflikten zwischen mindestens vier Parteien - den linken Guerillas (ua FARC), den rechten Paramilitärs der reichen Oberschicht, diversen Drogenkartellen (allen voran Pablo Escobar) und der oft überforderten und passiven Regierung -, die untereinander nicht selten unheilige Allianzen schlossen, um ihre individuellen Ziele zu erreichen. Stets zum Leid der unbeteiligten Bevölkerung. Doch Kolumbianer - und Paisa, die etwas „eigenen“ Einwohner der Region rund um Medellin, im Speziellen - sind gut im Vergessen. Dürfte neben durchaus bewusstem selektiven Kollektivgedächtnis wohl auch an den äusserst leckeren und bisweilen übergrossen Cocktails liegen, denn ich kann mich irgendwie auch nicht mehr an jede Einzelheit unseres Aufenthalts erinnern. Und Sue schweigt.

    Wir sind auf jeden Fall ziemlich beeindruckt, mit wie viel Lächeln und Freude die Menschen einem begegnen. Denn gewaltsame Konflikte sind nach wie vor Teil dieser Stadt, insbesondere im Vorfeld der in wenigen Wochen anstehenden Präsidentschaftswahlen. So kommt es bei Bandenkriegen rund um den ehemals gefährlichsten Distrikt „Communa 13“ am Tag (bzw. in der Nacht nach) unserer Walking-Tour zu zahlreichen Toten. Trotz Rückschlägen waren und sind die Menschen hier voller Hoffnung und die Anwesenheit von Touristen und Reisenden wie uns wird als Zeichen der Veränderung zum Guten gefeiert. Und beim Feiern machen wir doch gerne mit. Sehr zu meiner Freude so ziemlich jeden Tag. Und da es unser Inkasso Team Encantada einen Tag nach uns ebenfalls nach Medellin geschafft hat, des Öfteren auch zu viert. Selten haben wir uns in einer Stadt so willkommen und wohl gefühlt. Auch wenn wir die Tage bezüglich Budget und Waage nicht gross an der „Galapagos-Kompensation“ gearbeitet haben, wären wir gerne noch etwas länger geblieben. Die Reaktionen der Leute auf der Strasse (oder im städtischen Fussballstadion beim siegreichen Heimspiel vom Samstag), die bis vor wenigen Jahren noch keine gross gewachsenen, blonde und blauäugige Touristen kannten, reichen von ungläubigem Nachschauen bis zu überschwänglichen „Welcome to Colombia“-Rufen und Daumen hoch Gesten. In Poblado kommt dann alle paar Meter noch die zuvorkommende und freundliche Frage hinzu, ob man denn gerne Kaugummi, Gras oder Koks kaufen möchte. Auf jeden Fall! Kaugummi ist ja eigentlich nie verkehrt.

    Wir verlassen Medellin nach fünf spannenden Tagen mit weinenden Augen. Also nassen Augen. Es regnet nämlich in Strömen und der verdammte Wecker klingelt zur unfassbarsten Unzeit überhaupt - um 03:45. Am Sonntag! Wer bucht denn so einen Scheiss? Zuerst „let it rain“ auf den Galapagos Inseln und jetzt wegen drei Fränkli auf den sechs Uhr Flug?! Am Sonntag? Zum Kotzen! Den nächsten Flug darf Sue wieder buchen.
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  • Day100

    Wie es sich für Menschen in unseren Positionen (arbeitslos bzw. „eternal sabbatical“) und unseren Gehaltsklassen (0.-) gehört, ziehen wir nach den ersten hundert Tagen Bilanz. Unterm Strich kann man sagen, dass es uns gefällt. Dieses Reisen. Und wir uns auch immer noch total lieb haben. Auch gegenseitig.

    In den vergangenen dreieinhalb Monaten haben wir 30‘000 km mit 13 Flugzeugen, 10 Schiffen und 25 Bussen zurückgelegt, um 38 Destinationen in 9 Ländern zu besuchen, an welchen wir in 48 verschiedenen Betten geschlafen und schon 6 Mal Pinguine gesehen haben. Gestritten haben wir uns 2 Mal - getrennt noch nicht. Wieso wissen wir nicht mehr. Ziemlich sicher wegen mir. Oder Sue. Vielleicht auch wegen den 5 Dingen, die wir schon verloren haben. Auf jeden Fall hiess die Lösung jeweils Gummibärchen.

    Für die Ewigkeit haben wir unsere bisherige Reise mit 3’509 Fotos, 27’796 Worten, 82 Wein-Reviews und 15 Clips produziert aus 78 Videos festgehalten. Die 2’361 Likes von Freunden und Familie freuen uns natürlich auch, denn die Minuten, in denen wir die Heimat dann doch ein wenig vermissen, zählen wir nicht. Wer will schon Depressionen? Dafür reicht ja die Statistik der Tage, an denen wir krank oder verletzt waren. Die völlig überraschende Bilanz? Sue war ganze 2 Tage ausser Dienst. Und das vermeintlich schwache Glied der Kette? Null. 0. Nix. Nada. Always up and running. Huere Maschine!

    Und last and least bläht das Thema Kohle die ganze Bilanz dann doch ein wenig auf. Die angepeilten hundert Stutz pro Person und Tag wurden um fast neun Stutz überschossen. Verschwenderisch wie wir sind, geben wir im Schnitt 29% für den Transport zwischen den Destinationen aus, 14% für Übernachtungen und die restlichen 57% für den ganzen Spass dazwischen. Dazu gehört natürlich auch die Verpflegung. Fest und flüssig. Im März dürfte also rund die Hälfte davon in Wein geflossen sein. Also für rund die Hälfte davon Wein geflossen sein. Oder wie auch immer. Den Rest haben wohl die Galapagos-Schildkröten gefressen. So oder so, wir geben zu viel aus. Das muss aufhören. Daher nochmals unsere Bitte, uns weitere Penthäuser kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das wäre echt toll. Danke.

    So, nun gönnen wir uns zur Abwechslung ein lukullisches Candle-Light-Dinner und stossen mit einer guten Flasche Rotwein auf die nächsten 100 Tage an. Prost und Hasta!
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  • Day7

    God bless you

    January 7 in Colombia

    Es wäre schön, spanisch zu sprechen. So ist die Kommunikation doch recht eingeschränkt. Dennoch gibt es immer wieder kleine Episoden der Begegnung. Wir halten an einem Schwimmbad, das direkt an einer Passstraße liegt. Das typische, bunte, durch laute Musik begleitete Treiben. Ein Junge streicht um die Motorräder, kommt dann auf mich zu, will mir etwas sagen, ich verstehe ihn nicht. Doch das dahingestotterte "hablas inglese?" führt zum Erfolg, denn er sagt: "God bless you". Seine guten Wünsche begleiten mich.

    Der Fahrtag führt von Monteria bis Medellin und ist mit über 400 km extrem lang. Ein erster Abschnitt führt durch eine Grünlandschaft mit Bananen, Palmen und Sümpfen. Dann folgen wir einem Fluss, dem Rio Cauca, der die Heimat der kolumbianischen car wash industry ist: mindestens 20 "Autowaschanlagen" = Wasserfontänen säumen die Straße, und man könnte sich mit dem aus dem Fluß abgeleiteten Wasser und fleißigen Händen das Fahrzeug reinigen lassen. Dann steigt das Gelände an, es wird fast alpin, sehr grün, sehr schön. Die Verkehrsteilnehmer halten mit dem Gelände nicht immer mit, ein Container-LKW liegt in einer Kehre im Graben. Es gilt einige Riesentrucks zu überholen, die sich den Berg hinaufquälen. Fahrerisch ähnelt das Ganze dem bekannten "in die Lücke fahren", das wir in den Alpen im Schlängelverkehr vieler Pässe ordentlich geübt haben.

    Endlich in Medellin angekommen, wäre es verlockend, einfach aufs Bett zu fallen. Ein Teil der Truppe rafft sich auf, wir fahren zur megavollen Gondelbahn und mit ihr hinauf. Medellin liegt auf 1600 m großartig in einem Talbecken, und mit den Gondeln gleitet man durch die Häuser. Dass< kennen wir Bergischen natürlich schon von der Wuppertaler Schwebebahn. Mit dem Unterschied, das hier das Leben sichtbar und hörbar ist - ein Gewirr an lauter südamerikanischer Musik.

    3-4 Millionen Menschen leben hier in Medellin, nach Bogota die zweitgrößte Stadt in Kolumbien. Laut lonely planet soll es nicht mehr die gefährlichste Stadt der Welt sein, sondern eine aufstrebende Großstadt. Trotzdem ist die Stadt natürlich untrennbar mit dem Namen Escobar verbunden. Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich die Netflix-Serie Narcos "bingen". Info für die älteren Leser, die noch dem öffentlich-rechtlichen TV-Pogramm anhängen: "Binge Watching" bedeutet Komaglotzen von Serien, z.B. auf Netflix. Habe das Wort vor 14 Tagen von Christoph gelernt.
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  • Day87

    Medellín, LA ville de Colombie

    August 8, 2017 in Colombia

    Bon l'arrivée a été chaotique ... nous avions pris le bus de 16h30 à Rincon... il nous a laissé à 5h30 à Medellin sans qu'on ait vraiment réussi à fermer l'oeil et on était tout bonnement CONGELES (ils ont un vrai problème avec la clim dans les bus....).

    Mais on avait réservé un airbnb pas cher et il nous a accueilli chez lui à 6h15 du mat un jour ferié avec café et croque monsieur, une douche et le lit dispo... PARADIS!
    Le temps de s'installer nous voilà reparti visiter la ville. Aujourd'hui est un jour très spécial : c'est LA clôture de la fête des fleurs (1 fois par an) donc la ville en ce jour férié s'est concentrée autour du défilé. Vu qu'il nous faut attendre 3h30 au milieu de la foule pour voir la même chose qu'au Carnaval de Nice on préfère passer notre chemin. Le reste de la ville est désert, tout est fermé ! Ça fait très bizarre. On marche jusqu'à 15h dans la ville, on croise pas mal de statues de Botero (qui est originaire d'ici) puis la nuit blanche de la veille se fait sentir du coup on rentre à l'appart.

    Vers 19h, notre hôte nous emmène en voiture faire un tour dans la Calle 70, au view point où nous découvrons l'immensité de cette ville illuminée (aux 5 millions d'habitants tout de même !!!) puis au resto.
    Retour à 23h pour un dodo bien mérité.

    Le lendemain grasse mat... et nous filons au quartier pauvre mais plein de vie, d'espoir, de couleurs et de street art : Comuna 13. Quartier meurtri par la drogue et les guerillas à l'époque de Pablo Escobar. Ils ont su retourner la situation avec un investissement d'un gouvernement pour leur mobilité (escalators dans le quartier pour passer d'une rue à l'autre vu que, comme tous les quartiers pauvres ici il est sur les collines et donc les rues sont trèèès pentues). On a beaucoup aimé le coin! On a sympathisé avec un groupe d'enfants adorables (on a même oublié de faire une photo tellement on était dans le moment), puis on a rencontré 2 graffeurs dont le fameux Chotah 13 dont on kiffait les graff depuis notre arrivée dans le quartier, une française de 18 ans en stage culturel qui aidait les graffeurs en question, ... bref une belle journée ! On est resté jusqu'à 16h!

    Puis on s'est rendu au Poblado, le quartier où réside la majorité des touristes de Medellin et qui du coup abrite bon nombre de restos. Après une ballade dans le Parque Lleras (très chou) on jette notre dévolu sur Alambique, un resto à la déco très nature chic qui revisite la cuisine colombienne. Ici la bouffe est plus chère mais très originale. On ne peut que recommander le ceviche de Chincharron. UN REGAAAALLL!!!

    Au final on n'est pas transportés par Medellin (c'est assez moche...) mais quand même il y fait bon vivre, il y a plein de bons resto/bar, de la musique live, plein d'équipements sportifs de qualité et c'est super propre. Et pour une ville de cette taille... les gens sont toujours aussi adorables.... on peut en prendre de la graine!
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  • Day302

    Medellín

    July 20, 2017 in Colombia

    Wanneer we grote steden bezoeken, doen we dit eigenlijk altijd in 2 á 3 dagen. We bezoeken de highlights, doen onze was en gaan snel weer door naar een rustigere bestemming. Medellín is een miljoenenstad met redelijk wat smog, we verblijven in de luxe buurt Pobablo waar we eigenlijk het eten niet 'kunnen' betalen en de buurt oogt als een nieuwere versie van een Lloret de Mar. Maar toch, hebben we ons verblijf in het YOLO (You Only Live Once) hostel 2 keer verlengt... Gelijk bij aankomst werden we enorm warm welkom geheten door de eigenaar van het hostel, Fede. We voelden ons gelijk thuis en helemaal toen bleek dat we de 4-persoons dorm die we hadden geboekt helemaal voor ons zelf was.

    Medellín werd tot begin 2000 geteisterd door de drugsoorlog gevoerd door o.a. Pablo Escobar, en dit staat bij iedereen nog vers in het geheugen. Overal werd gevochten, gingen bommen af en kon men amper de straat op. De eerste dag gaan we met Fede mee op een tour en laat hij ons verschillende delen van de stad zien. Hij speelde vroeger met het zoontje van Pablo dus hij heeft menig maal op de domeinen van Pablo gespeeld. Genietend van de luxe maar natuurlijk verder niet beseffend hoe dit verder tot stand is gekomen. Hij laat ons een 'huis' zien van Pablo wat ons qua bouwstlijl en grootte meer doet denken aan de Bijlmer bajes. Daarna rijden we naar de 'echte' bajes van Pablo waar hij zichzelf heeft laten opsluiten en waar hij gewoon door kon gaan met zijn criminele praktijken en feestjes met de dames van lichte zeden. Omdat Fede geen geld wilt verdienen aan Pablo gaan de opbrengsten van zijn tour naar de stichting Niños de Colombia. Hij doet de tours voornamelijk om zijn verhaal te delen en men bewust te maken wat voor schade Pablo heeft aangebracht en om ook de andere kant van de stad te laten zien.

    Zo neemt hij ons ook mee naar een buurt achter het vliegveld waar de drugsoperatie nog in volle gang is. De politie komt hier niet en we moeten de ramen van het busje sluiten om ook niet op te vallen. Op elke hoek van de staat staan namelijk 'watchers' die controleren of er geen undercover politie de buurt in komt. We zien groepen mensen staan die veel geld onderling verdelen, waarschijnlijk om hun zaakjes af te handelen. Snel rijden we de buurt weer uit voordat men echt argwaan krijgt als ze ons busje zien. We vervolgen de tour naar voorheen de gevaarlijkste buurt van Medellín, Communa 13. Deze buurt is nu bekend door de mooie graffiti kunst, en is beter bereikbaar geworden voor de mensen omdat men roltrappen heeft aangebracht en het openbaar vervoer naar het centrum is verbeterd. Men begint er langzaam aan te wennen dat toeristen deze buurt bezoeken waar men alleen maar blij om is.

    Dit merken we ook tijdens de free walking tour door het centrum van de stad. Qua gebouwen en architectuur in het centrum van Medellín is er vrij weinig te zien, maar toch is de tour één van de beste tours die we tot nu toe gedaan hebben. De gids vertelt heel duidelijk de geschiedenis van Colombia en Medellín, en ook wat voor impact dit voor haar en de inwoners heeft gehad. Zo vertelt ze dat een een aanslag bij de metro (wat eigenlijk een monument is voor de inwoners omdat deze is gebouwd ondanks alle tegenslagen en te weinig financiële middelen) vrijwel door iedereen vergeten is omdat al het andere geweld dit heeft overstemd. Tijdens de tour komen heel veel locals bij de groep staan (ondanks dat men geen Engels verstaat - de naam Pablo wordt ook nooit in de tour genoemd) omdat men benieuwd is waarom wij, als toeristen, de stad bezoeken. We worden meerdere keren welkom geheten met de mededeling dat de stad ook voor ons is en dat men blij is dat we er zijn. Men weet namelijk dat, omdat wij de stad bezoeken, het niet meer gevaarlijk is en dat het beter gaat met de stad. Er komt zelfs een meneer een dansje voor ons doen nadat hij ons heeft welkom geheten. Onze harten zijn ondertussen wel gesmolten.

    Wat natuurlijk niet mag ontbreken in Colombia, is het bezoek aan een voetbal wedstrijd. We waren bang dat het seizoen al afgelopen was maar, gelukkig voor Robert, is het seizoen juist net weer begonnen! We gaan naar de wedstrijd van Atletico National natuurlijk moeten we in het sfeervak zitten en het blijkt dat dit ook het enige vak is wat wel vol zit. De show duurt 90 minuten naast ons op de tribune en het enige moment dat het stil is, is tijdens de rust en wanneer er gescoord is.

    Via Fede kunnen we ook een dagje vrijwilligerswerk doen bij de San Nicolás school welke ver in een buitenwijk ligt. Via de stichting, waar ook twee Nederlanders bij betrokken zijn, hebben ze deze school kunnen bouwen. In Medellín heeft elke wijk een rating van 0 tot en met 7. Bij 0 heeft men vrijwel geen faciliteiten zoals water en elektriciteit en 7 is het meest ontwikkeld. Aan de hand van deze rating wordt bepaald waar men recht op heeft qua vergoedingen etc. De school ligt in een buurt met de rating 0. Wellicht schets dat een beeld van in welke omstandigheden deze kinderen zijn opgegroeid. Bij aankomst krijgen we eerst een rondleiding door de school. Helaas waren de Engelse lessen in de ochtend en zijn we te laat om mee te helpen met de lessen. Gedurende de dag worden we voorgesteld in de klassen en kunnen de kids vragen aan ons stellen over ons én over Nederland. Dit om hem een breder beeld te geven over verschillende landen. Zo krijgen we vele vragen die we nooit hadden verwacht zoals "hoe laat is het daar?", maar ook de indrukwekkende vragen als "of er bommen zijn of geweld is?". Per klas is de sfeer compleet anders en ook de leraren verschillen enorm. Zo zien wij de leraren meer als maatschappelijk werker dan als leraar, want binnen deze school komt er zo veel meer bij kijken dan alleen les geven. Het was een enorm indrukwekkende dag waar ook wij heel veel van geleerd hebben.

    Tot slot besluiten we om nog een tour te doen en dat is een paintball tour naar Guatapé, waar we onderweg gaan paintballen bij een voormalig landgoed van Pablo Escobar. Gelijk bij aankomst krijgen we al een beetje spijt, want het lijkt meer op een middelbare school tour dan een actieve /culturele tour... Niets is minder waar en bij aankomst bij het landgoed gaat de muziek aan in de bar, slaat iedereen bier in en wordt een 'voormalige bodyguard van Pablo' naar voren geschoven als de nieuwe eigenaar. Het lijkt alsof wij de enige twee zijn die hier een dubbel gevoelig hebben en we laten de biertjes even voor wat het is. We krijgen een rondleiding over het landgoed en zien de oude vervallen villa van Pablo. We moeten toegeven, het was wel een prachtige plek..

    Als de eerste groep klaar is met paintballen zijn wij aan de beurt en hijsen ons in de overalls en krijgen bescherming over onze borst en rug. Eerst spelen twee keer het spel om de vlag te veroveren en bij de laatste 2 spellen wordt er een Pablo aangewezen en deze moet natuurlijk vermoord zien te worden. Tijdens het eerste spel is Robert al hard geraakt op zijn vingers en benen en zwetend vragen we ons af of dit wel genoeg bescherming is. In het allerlaatste spel is Ellen nog als laatste 'sniper' in het veld en wacht eigenlijk tot de tijd voorbij is omdat haar balletjes al lang op zijn. Helaas komt er iemand vlak achter haar staan die het nodig vind om alsnog zijn laatste ballen te vuren, maar helaas niet op de minimale bescherming die we hebben gekregen. Kortom: met een ijskoud biertje voor op de wonden en voor de schrik kunnen we (eigenlijk alleen Ellen) concluderen dat paintballen niet de leukste sport is. We vervolgen de tour naar Guatapé wat een gloednieuw kleurrijk dorpje is. Het dorp is opnieuw gebouwd omdat de regering een dam heeft laten bouwen om hier elektriciteit uit te winnen wat goed is voor 30% van de energiebehoefte van Colombia. Het dorpje is dus iets opgeschoven en is goed uit de verf gekomen. Tot slot klimmen we ruim 700 treden op van El Peñol, een enorme rots, waar we een prachtig uitzicht hebben over het meer van Guatapé.

    Ons originele plan was om die avond de nachtbus te pakken, maar dit hebben we alweer omgegooid. Dit is maar goed ook want tijdens de tour met Fede ontmoeten we graffiti artiest Chota uit Communa 13. Hij gaat voor ons een schilderij maken met highlights van onze trip zo ver in Zuid Amerika. Super gaaf natuurlijk maar ook wel spannend wat hij er van maakt. Eerst krijgen we een foto doorgestuurd van het originele plan wat helaas een beetje tegenvalt.. Gelukkig kan hij nog het één en ander aanpassen en net een half uurtje voordat we echt moeten vertrekken (3 dagen later dan ons originele plan), komt hij langs het hostel om deze af te geven. Het resultaat is stukken beter en opgeluchht nemen we het doek in ontvangst. Fede is zo aardig om dit voor ons naar Nederland te sturen dus we hoeven ons ook geen zorgen te maken voor de laatste weken en de luchtvochtigheid. We krijgen een lift naar het vliegveld van de zus van Fede en we kijken terug op een enorme indrukwekkende en ook relaxte week in Medellín.
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You might also know this place by the following names:

Medellín, Medellin

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