Colombia
Puerto de Gaira

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13 travelers at this place:

  • Day109

    Verkehrszeichen in Südamerika

    March 18 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    Weil das Schlafaugenschild ein eher unbekanntes Schild ist muss ich jetzt nochmal das Thema aufgreifen. Arnd, mein Mitfahrer aus dem Norden meinte, ab da sei überholen wieder erlaubt. Natürlich Quatsch, in Südamerika ist überholen überall erlaubt. Auch direkt nach den Überholverbotszeichen, genauso wie über doppelte Mittellinien. Ich mache das jetzt seit 3 Monaten so, und alle Südamerikaner machen das so. Also kann es ja wohl nicht falsch sein. Sonst würde man auch nicht vorwärts kommen und überholen tut hier jeder jeden so gut er eben kann. Auch die LKW, wirklich jeder. Hier wird immer Anschlag gefahren. Sprit ist billig und jeder will vorne sein, obwohl er ja gleich wieder überholt wird. Da ist es auch ganz logisch die kreisrunden rotumrandeten Schilder mit zweistelligen Zahlen zu ignorieren. Die braucht hier nun wirklich kein Mensch, also wieso sich das Leben damit schwer machen. Auch sonst sind mir keine beachtenswerten Verkehrszeichen aufgefallen. In Chile und Argentinien gibt es allerdings ein paar Ausnahmen. Z.B. an Bahnübergängen, auch wenn sie bis zum Horizont einsehbar waren oder der Verkehr offensichtlich längst eingestellt. Da hielt fast jeder an. Da ich mich immer anpasse, habe ich eben auch angehalten. Schließlich haben wir Deutschen hier ein hohes Ansehen, das will man ja nicht beschädigen.
    Dann werden viele Tiere abgebildet, die man überfahren könnte. Manche waren gar nicht so einfach zu bestimmen.
    Und dann gibt es noch das Seitenwind-Schild in Patagonien. Sieht man das, hat man's meist auch schon gemerkt. Mit dem ist nicht zu spaßen, das mal zu überwachen wäre doch eine dankbare Aufgabe für die vielen Polizisten am Straßenrand. Sie sind aber oft gar nicht in der Lage zu kontrollieren, weil sie gerade so mit ihrem Handy beschäftigt sind.
    So gesehen hat der chaotische Straßenverkehr auch sein Gutes. Keiner erwartet vom andern, daß er sich an Verkehrsregeln hält. Also passt jeder auch viel besser auf.
    Und man braucht die Verkehrsregeln gar nicht zu kennen, irgendwie klappt es auch so.
    Die Vorfahrtsregeln z.B. scheinen vielen genauso fremd zu sein wie mir. Deshalb ist es auch vollkommen egal was das Zeichen mit den Schlafaugen bedeutet, es hat sowieso keine Bedeutung.
    So funktioniert das hier in Südamerika. Hat doch was, oder?

    Vielleicht zur Ergänzung: Ein Modell für Deutschland ist das nicht, es würde Mord und Totschlag auf der Straße geben.
    Erstaunlicherweise scheint sich nämlich in Südamerika niemand über die Fehler anderer aufzuregen. Man macht sie ja selbst auch. Diese Erkenntnis ist uns Deutschen ja bekanntlich fremd ( mitlesende natürlich ausgeschlossen).
    Es gibt keine verbalen Auseinandersetzungen, keine Stinkefinger, keine Oberlehrer. Man nimmt es hin, bremst, weicht aus (nachdem man gehupt hat) und damit ist die Sache erledigt.
    Sehr sympathisch, die Südamerikaner 😍
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  • Day108

    Das andere Ende des Kontinents

    March 17 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    Ich sitze im Sand, es ist 23 Uhr, es hat 25 Grad. Vor meinen Füßen plätschert das Karibische Meer. Ich bin am Strand Rodadendro bei Santa Marta. Um mich herum sitzen viele Kolumbianer mit lauter Musik, die alle 10 m aus einem anderen Lautsprecher kommt. Manche tanzen, manche singen mit.
    Für die letzten 260 km bis hierher, an das andere Ende Südamerikas habe ich lange gebraucht. Bin ich wirklich schon durch? Was in den letzten 3 1/2 Monaten Selbstverständlichkeit war soll hier enden? Ich halte immer wieder für irgend ein Foto an. Dann fahre ich links wahllos auf einer Piste vorbei an riesigen Rinderfarmen, höre das gleichmäßige an- und abschwellende Gezirpe der Grillen, welches hier eine Lautstärke hat, die wir uns nicht vorstellen können. Es übertönt alles. Ich sehe die Adler über mir und die Geier am Boden, die sich über die Reste eines Rindes hermachen. Dann taucht, unvermeidlich, doch das Meer vor mir auf. Mit Wehmut wird mir bewusst dass es hinter mir liegt, dass ich vom Fin del Mundo, dem Ende der Welt nach knapp 15000 km das nördliche Ende dieses Kontinents erreicht habe. Das muss ich erst noch verarbeiten.Read more

  • Day64

    Santa Marta, Gaira

    December 13, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir tanken an Kolumbiens Karibikküste noch etwa Sonne, bevor wir am Sonntag nach Peru weiterreisen. Hier in Gaira verbringt gerade halb Kolumbien die Weihnachsferien und wir sind offensichtlich die einzigen Europäer in diesem Getummel...

  • Day111

    Wie im Urlaub

    March 20 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    Endlich mal Urlaub, schließlich ist hier die Karibik und ich habe immer gesagt, diese Reise ist kein Urlaub. (Sonst wäre der für 2019 ja schon verbraucht). Aber jetzt kommen doch ein paar Urlaubstage.
    Auch Santa Marta hat natürlich einen Strand. Flach, klar, ziemlich sauber, Wasser gerade so warm dass ich nicht frieren muss, sofern ich mich bewege.
    Am Strand ist es laut, irgendwo läuft immer Musik und alle 15 Sekunden kommt ein fliegender Händler. Eis, Bier, Drinks, Massage, Kaffee, Busfahrten, Mittagessen, Lutscher, Spielzeug, einfach alles und wird sofort geliefert. Nur Liegestühle gibt's nicht. Aber Pavillons für den dringend nötigen Schatten, der Tag zu 8 € inklusive Stühlen, aber keine Liegestühle.
    Wir fahren einen Tag lang mit einem klapprigen vollgestopften Kleinbus in die Kristallbucht. Von da mit dem Boot in die nächste. Hier könnte Robinson gespielt haben. Ich schließe die Augen und stell mir das vor. Schön. Beim öffnen muss ich allerdings feststellen, das Robinson viele Anhänger gefunden hat.
    Hier gibt es ein Korallenriff und man kann schnorcheln.. Dazu muss man eine Schwimmweste anziehen. Abtauchen geht nicht mehr. Sonst wäre von den Korallen wahrscheinlich nichts mehr da. Wir essen toten Fisch zum Gringopreis, aber das ist immer noch billig und ich bewundere die vielen bunten ( lebendigen) Fische zwischen den Korallen beim schnorcheln. Muss man mal gesehen haben, ist beeindruckend schön. Dann gelingt es mir noch ein Bild am Strand ohne Menschen zu machen. Nicht so einfach. Aber ein ganz klein bisschen Südseefeeling kommt doch auf. Allein das schnorcheln hat sich schon gelohnt. Wie ein richtiger Urlaubstag.
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  • Day110

    Venezuela ist überall

    March 19 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    Dass es im Nachbarstaat Venezuela zur Zeit nicht zum Besten steht kann man auch im 10000 km entfernten Deutschland in den Nachrichten verfolgen. Aktuell scheint es dort gerade in den Hintergrund gerückt zu sein, verfolgt man die Tagesschau.
    Anders in Südamerika. Schon in Chile und Argentinien wurden immer wieder die vielen venezulanischen Flüchtlinge beklagt. Wahrgenommen habe ich die Venezulaner eigentlich nicht. In Peru erklärte uns eine Frau den Unterschied. Die Venezulaner seien lockerer gekleidet. Sie zeigte auf ihre hoch geschlossene Bluse und meinte, die Venezulanerinnen zeigten mehr Haut. Es gäbe viele hier im Ort. Überall ist das so. Im Servicebereich haben wir viele Flüchtlinge getroffen und auch mit ihnen gesprochen. In den Städten stehen ganze Familien und bitten um Hilfe. Kinder betteln, Frauen versuchen für Centbeträge Kleinstartikel an der Straße zu verkaufen.
    In Salento erklärt uns eine Englisch-Lehrerin aus Venezuela ausführlich die Probleme. Sie könne von ihrem Gehalt zu Hause nicht mehr leben. Auf den Banken gebe es kein Geld. Wir können uns das kaum vorstellen. Das Geld reicht nicht zum Leben.
    Spricht man mit Kolumbianern, hört man wenig Gutes. Die Flüchtlinge bekämen Geld vom kolumbianischen Staat und der Kirche, wollten aber nicht arbeiten.
    Kommt irgendwie bekannt vor. Auf jeden Fall ist das Problem viel größer, als es in deutschen Medien dargestellt wird. In ganz Südamerika ist das ein brennendes Problem.
    Nicht nur in Europa gibt es ein Flüchtlingsproblem und nicht nur dort gibt es dazu schlechte Stimmung.
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  • Day10

    Santa Marta, Colombia.

    April 26 in Colombia ⋅ ☀️ 30 °C

    Back to where we first conceived our travel plans - Santa Marta, capital city of Magdalena. We lived here for 3 months last year and regularly spoke of how we'd like to get the Bus over and drive to Uruguay. Well, here we are, exploring the area before heading inland towards the coffee region and the direction of Ecuador.Read more

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Puerto de Gaira

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