Colombia
Quebrada Jordán

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Travelers at this place
    • Day68

      Tayrona Nationalpark - Beach & Jungle

      March 8 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

      Wir waren für zwei Tage im Tayrona Nationalpark, der im Osten des Landes liegt. Mit seinen paradiesischen Stränden, am Rande einer vielfältigen Dschungellandschaft, zählt der Tayrona Nationalpark zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Kolumbien. In dem Park gibt es auch ein indigenes Dorf. Meine Eltern entschieden in dem Park im Zelt zu übernachten, da wir eine sehr lange Wanderung vor uns hatten und wir den Weg nicht am gleichen Tag zurückgehen wollten. Wir wanderten ca. 3h (reine Wanderzeit) durch den grünen Dschungel, weitläufige Palmenfelder, auf Wegen die durch große Felsen führten und an langen Stränden entlang. Schon nach kurzer Zeit entdeckten wir die ersten Kapuzineräffchen, denen ich Stückchen von unsere Birne abgegeben habe.

      Mama und Papa waren stolz auf mich, da ich die lange Strecke in der Hitze so gut mitgelaufen bin. An einem Strand machten wir noch eine längere Pause, bevor es dann zu unserem Tagesziel, den beliebtesten Strand „Cabo San Juan del Guia“ ging. Er ist so beliebt, da sich zwischen den Stränden riesige Felsen befinden, von denen man auf beide Buchten schauen kann. Dort war unser Campingplatz und auch unser Empfangskomitee. Wir trafen uns wieder mit meinem Freund Ian und seiner Familie, die schon einen Tag zuvor im Park übernachteten. Wir verbrachten den restlichen Tag am Strand und wanderten am nächsten Morgen gemeinsam den Weg zurück zum Eingang des Parks. Kurz vor dem Eingang hatten die anderen ihren ersten Campingplatz. Diesen steuerten wir noch mal an, da er an einem tollen Strand gelegen war, einen riesigen Pool und einen weitläufigen Palmengarten hatte. Nach zwei ereignisreichen Tagen, holten Mama und Papa noch schnell ihre Backpacks ab (durften wir in unserer vorherigen Unterkunft lassen), bevor es dann für uns alle mit dem Bus nach Santa Marta ging. Von hier geht nämlich heute unser Flieger. Wohin, verrate ich nicht, das bleibt mein Geheimnis bis zum nächsten Beitrag!

      Nun habe ich aber keine Zeit mehr, ich brauche meine Hände um meine Süßigkeiten zu essen, die ich heute bekommen habe. Ich bin nun nämlich offiziell fünf Jahre alt!!! Ich denke jetzt habe ich das Sagen in der Familie. Mama und Papa wollen das nicht so ganz verstehen, aber das werden sie schon noch.

      Adios, euer Geburtstagskind, Mini-Erwachsener und Chef der Familie - Matti
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    • Day41

      Tayrona National Park

      October 14 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

      Igår stod vi tidligt op, så vi kunne komme afsted til Tayrona National Park til de åbnede klokken 8. Det lykkedes ret godt - vi tog bussen fra Santa Marta lidt i syv og stod ved indgangen til Tayrona omkring klokken 8. Det er meget turistet at tage herhen, og det kunne man mærke med det samme. Så snart vi kom ud af bussen stod der en dame klar til at hjælpe. Vi ville gerne sove en nat i parken, og det kunne hun hjælpe med at reservere. Hun viste os en masse forskellige muligheder og det viste sig ikke at være meget dyrere at få en hytte istedet for et telt, så vi gik med hytten. Så skulle vi over og købe indgangsbilletter, købe en eller anden obligatorisk forsinkring og tage en bus til starten af vandreruten. Så kunne vi endelig starte med at gå til stranden. Vi havde fået at vide at det tog omkring halvanden time til den første strand og 2 1/2 time til den sidste strand. Vi startede ud med at gå i en kø af mennesker, fordi colombianerne åbenbart har noget ferie de her dage, så alle havde bestemt sig for at tage på stranden. Det tyndede ud efter noget tid, og vi kunne gå mere i vores eget tempo. Efter ca. 1 1/2 time kom vi til vores hytte, hvor vi kunne ligge vores tasker. Så gik vi videre, og den første strand var virkelig flot så vi bestemte os for at blive der, så vi havde tid til at nyde stranden. Vi brugte resten af dagen på stranden og svømmede i bølgerne. Vi kom tilbage inden det blev mørkt og prøvede at sove i junglevarmen i den lille hytte.
      Idag vågnede vi ved lydene af aber og andre junglelyde, og gjorde os klar til at gå ud af parken igen. Det havde ikke regnet hele natten (hvilket ellers havde været rart så det ikke var så varmt) men det begyndte selvfølgelig at regne da vi skulle til at gå. Så det var på med regnponchoerne og så måtte vi bare afsted, for der var ikke rigtig andre veje ud af parken. Vi var meget hurtigere ude end vi havde troet, og vi kunne komme med bussen med det samme tilbage til Santa Marta. Her hentede vi vores store rygsække og fandt en anden bus videre til byen Minca, hvor vi er nu.
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    • Day127

      Sac à dos blindés

      July 19 in Colombia ⋅ 🌧 27 °C

      Matinée téléphone pour le duo Emma Tom. On quitte l'auberge vers 13h. Après avoir manger on prend le bus direction Santa Marta.

      Dans Santa Marta c'est une nouvelle fois mission retirer de l'argent. On marche dans la ville avec nos gros sacs et il fait très chaud. On doit retirer pour nous deux mais aussi pour Colette Gaëlle et Méli, autant que vous dire qu'on est des vrais fourgons de banque. On se balade avec 400€ avec l'impression que tous les regards sont portés sur nous.

      Mission accomplie on monte dans le bus pour se rendre à notre auberge qui se situe à l'entrée du parc Tayrona. Misère de misère à notre arrivée la piscine de l'auberge vient d'être vidée. Pas de baignade aujourd'hui pour notre plus grand désespoir.

      En fin de soirée le trio Colette Gaëlle et Méli nous rejoint. On décide de se coucher tôt pour partir de bonne heure demain et être prêts pour deux jours entre jungle et mer. La suite au prochain épisode.
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    • Day216

      Sierra Nevada de Santa Marta

      September 13, 2019 in Colombia ⋅ ☁️ 31 °C

      Mit dem Minibus reisen wir weiter der Küste entlang bis nach Santa Marta. Die Kolonialstadt selbst ist keine Reise wert, jedoch ist die Stadt ideal gelegen, um tagsüber die schöne Umgebung zu erkunden, am Abend in dem guten Restaurant der Stadt zu Essen und einen leckeren Cocktail in einer der vielen Bars zu schlürfen. An unserem ersten Tag haben wir einen Ausflug zur bekannten Playa Blanca unternommen (hundert andere hatten die gleiche Idee) so badeten wir nur kurz im angenehmen karibischen Meer bevor wir uns wieder für die Rückreise entschieden. Wir empfanden den Strand als nicht besonders schön und die vielen Boote, welche all die Touristen an den Strand brachten, machten das Bild auch nicht schöner.

      Der nächste Tag widmeten wir der Stadt selbst und dem Hotelpool. Für den darauffolgenden Tag buchten wir eine Tour nach Palomino, wo wir dann mit einem Schlauchring den Fluss runter fahren sollten. Leider gab es zwischen der Agentur und unserem Hotel ein Missverständnis und so ging es dann nicht wie gewünscht nach Palomino sondern nach Taironaka, wo wir ein Museum besuchten und anschliessend mit einem Kajak auf dem Don Diego Fluss bis zur Einmündung des Meeres trieben. Wir waren im ersten Moment ziemlich enttäuscht als wir bemerkten, dass ein anderes Programm für uns gebucht wurde aber wir nahmen es dann wie es kam, denn ändern konnten wir’s so oder so nicht mehr.

      Mit dem Bus fuhren wir am nächsten Tag zu unserem Hotel, welches am Costeno Strand und nur unweit vom Tayrona Nationalpark gelegen ist.

      Am darauffolgenden Morgen, gehörten wir zu den ersten am Parkeingang, den wir wollten möglichst lange dem Schatten nach gehen. Die meisten Touristen (so taten es auch wir) bewandern den bekannten Küstenweg, welcher an drei Stränden entlang führt, wo von die letzten beiden zum Baden geeignet sind. Wir entschieden uns auf dem Rückweg am zweiten Badeort La Piscina zu baden. Das Meer war erstaunlicherweise sehr erfrischend und abkühlend. Auf dem Rückweg sahen noch zwei unterschiedliche Affenfamilien. Am nächsten Tag entspannten wir ein wenig und genossen die Zeit um etwas zu lesen.

      Am Tag darauf machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zurück nach Santa Marta und anschliessend mit dem Sammeltaxi weiter nach Minca. In den Bergen angekommen regnete es ein wenig, wie es hier zu dieser Jahreszeit immer am Nachmittag tut. Das Klima ist etwas kühler und angenehmer als an der Küste. Das kleine Dorf ist voll von Backpackern, Souvenirläden und Mopedfahrern. Am nächsten Tag wanderten wir zur Finca San Rafael und unternahmen unsere erste Kakaotour. Während der Tour regnete es in Strömen. Nichtsdestotrotz hat sich die Tour gelohnt, denn wir erhielten viele Informationen, einen Einblick in die Verarbeitung von Kakao und sogar ein Kakaogesichtspeeling. Nach dem der Regen etwas nachgelassen hatte, wanderten wir weiter zum bekannten Pozo Azul Wasserfall, wo sich viele Einheimische wie auch Touristen tummelten. Auf dem Rückweg nach Minca, wurden wir erneut vom Regnen durchnässt.
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    • Day235

      Tayrona National Park

      August 8 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

      We needed a break from cities and decided to stay in a hotel in a tiny town, El Zaino, situated just 3min drive from the entrance of Tayrona National Park. Walking within the forest of this park and on the beach was the breath of fresh air we needed, even if it wasn't always fresh and there was no air 😁

      The park itself is quite big, 150km², and includes the coast line of the Carribean and the foothills of the Sierra Nevada de Santa Marta. This park is home of 4 indigenous group and probably the most touristy beaches in Colombia. The beaches are all situated within walking distance of the entrance.

      Not daunted by a 8km walk to reach the first beach from the entrance, on the first day we decided to skip the little bus that drives you the first 5km on a small road. Little did we know that the last 3km were very up and down in a forest with (we think) had 100% humidity! We were well rewarded by a swim in the sea and a nice beach to chill, relax and cool down.
      Of course we had to walk back the 3km to the bus stop and this time, we took the bus. Instead of the sea, we found a cold shower to cool us down (also because there isn't hot water)!
      Next day, "rebelote" as French would say, we had to do this again and this time go even further to Cabo San Juan, the most famous beach. We left earlier that day, it didn't make the walk easier but we had more time to chill on the beach and as we found a nice spot in the shade it was an overall quite relaxing day. The water is really clear we could see little fish swimming around us!
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      Traveler

      toujours!

      8/13/22Reply
      Traveler

      and did you walk back or take the bus the second day ?

      8/13/22Reply
      Traveler

      took the bus both ways 😁

      8/13/22Reply
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    • Day13

      Tayrona Nationalpark

      August 14 in Colombia ⋅ ⛅ 33 °C

      „Dieser Park gehört allen Kolumbianern. Allen die bereits verstorben sind und all denen die am Leben sind. Die meisten sind noch nicht geboren worden“
      Weisheit am Eingang des Nationalparkes.

      Ein Wochenende im Dschungel - der Wahnsinn. Bereichert mit so viele neuen Eindrücken, Bildern, Gerüchen und Geräuschen versuche ich die letzten Tage in Worte zu fassen. Mit dem Tayrona Nationalpark besuchten wir wohl den schönsten Ort Kolumbiens und blickten ganz aufgeregt auf unser neues Abenteuer, denn das wurde es in der Tat.
      Relativ früh machten wir uns gut ausgestattet auf den Weg zum Bus, der uns zum Shuttle brachte, um zum Haupteingang El Zaino zu gelangen. Dafür brauchten wir ca. anderthalb Stunden, bei nur 45km Wegstrecke. Im Bus gibt es schon ein erstes Highlight. Ein Mann, vermutlich aus dem indigenen Stamm der Kogi, steigte zu. Seine Erscheinung ist von einfacher, heller Kleidung und sehr bewundernswert. Ich bin sofort fasziniert und gleichzeitig voller Fragen: geht es dem noch übrig geblieben indigenem Volk gut? Wie leben sie und was heißt es für sie, mit einem, auf 16 Grad runter gekühlten Bus voller Gringos (Touris aus Mitteleuropa) in ihre marginal übrig gelassene Heimat zu fahren? Die Tairona-Indianer lebten seit Jahrtausenden in der Sierra Nevada und wurden im 17. Jhr. fast komplett von den Spaniern ausgelöscht. Die wenigen Überlebenden flohen in den Dschungel und zogen sich an die Hänge des Küstengebirges zurück. Die Kogi sehen die Tairona als ihre direkten Vorfahren an und sind zugleich das am wenigsten akkulturierte Volk im heutigen Tayrona Nationalpark. Der Mann wird nicht der Letzte sein, der ein Gefühl des Schames und zugleich Ehrfurcht bei uns beiden auslösen wird.

      Aber auch wir entscheiden uns dafür, in den Park zu fahren und die paradiesischen Strände aufzusuchen. Es lohnt sich früh da sein und viel Zeit einzuplanen, denn es gibt nur ca. 1.700 Tickets pro Tag und die Strände an denen man baden darf, sind begrenzt. Noch viel besser ist es, wenn man mind. eine Nacht (besser zwei) im Park verbringt, um einen Eindruck zu bekommen und die langen Wege meistern zu können. Wir bleiben auch über Nacht und reservieren uns Hängematten am Eingang. Es herrscht reges Treiben. Wir sind definitiv nicht die Einzigen, die in den Park wollen und es fühlt sich wie Massentourismus an. Wir zahlen unseren Eintritt, irgend eine Versicherung und lassen uns mit dem Minibus noch etwas weiter in den Dschungel fahren. Wir hofften sehr, dass mit dem Geld der Park unterstützt wird und das indigene Volk seinen Anteil davon bekommt.
      Es war ein irres Gefühl mitten in diesem Grün zu stehen, das so viele Nuancen hat und mit allen möglichen Formen und Gerüchen seine Bewunderung auf sich zieht. Von diesem Punkt hieß es zu Fuß, über Stock und Stein, den Hängemattenplatz finden. Es war schwül, tropisch und wir voll bepackt. Schon nach wenigen Metern blieben wir wie angewurzelt stehen, weil ein Äffchen im Baum saß. Noch nie war ich einem Affen so nah und dann noch in freier Wildnis (zumindest hoffe ich, dass diese das hier noch ist). Voller Bewunderung glotzten wir das kleine Kerlchen, ein Kapuzineraffe an, dass offensichtlich gern eine Banane bekommen hätte aber wie hielten uns zurück. Ein wunderbares Tier, an diesem magischen Ort. Wir stapften also weiter über Holzstege, Wurzeln und Matsch. Hielten immer wieder an, um Flora und Fauna zu bewundern. Sarah, die Biologin, war auch voller Faszination für alle Lebewesen und ich versuchte die Szenarien mit der Kamera einzufangen. Wir brauchten demnach drei Stunden zu unserem Schlafplatz und letztendlich zum Meer, um uns endlich zu erfrischen. Wir sind eben aber auch nicht wie so viele andere, die durch den Wald hetzen, um zum Strand zu kommen, um ihre Selfies zu machen, sondern wollen sehen und erleben. Die Strände des Nationalparks setzten zu der ganzen Dschungel-Schönheit noch einen oben drauf. Man läuft entlang der Küste, um zu den Badebuchten zu gelangen und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Wie drapiert liegen rund gelutschte Felsen am Strand herum und werden von Palmen und den grünen Bergen des Dschungels im Hintergrund umgeben. Es sieht aus wie auf Fotos von den Seychellen! Türkisblaues Meer schwingt sich an malerischen Strände, es ist warm und das Wasser einfach fantastisch. Man kann nicht überall baden, weil die Strömungen und Wellen zu stark sind oder Schildkröten an Land kommen. Die Wege von einem Strand zum Nächsten sind relativ lang und durch das humide Klima recht kräftezehrend. Am ersten Tag bleiben wir daher am nächstgelegenen und genießen die neuen Eindrücke. Dazu zählen auch unsere Beobachtungen der anderen BesucherInnen. Irritierender Weise gilt es wohl als völlig normal mit einer Musikbox und lautem Reggaeton durch einen Nationalpark zu laufen, um dann am Strand die knappeste Bademode zu präsentieren. Bikinis, die nur aus Stricken bestehen oder knappe bunte Badehosen scheinen das „Must-Have“ zu sein und wir fühlen uns mächtig underdressed. Die TikTok Szenen sorgen bei uns für große Unterhaltung aber lange kann man dem nicht zusehen. Es fing auch an zu regnen und gewittern, sodass wir unser Camp aufsuchten, um auch das Salzwasser abzuduschen. Wir fanden einen Schlauch in einer ziemlich heruntergekommenen Hütte, der uns Wasser von oben spendete und genossen die Abkühlung. Mittlerweile war es dunkel geworden und wir standen da, umgeben von den abgefahrensten Tierlauten, nackt, Glühwürmchen schwirrten umher und freuten uns unseres Lebens. Wir gingen relativ früh schlafen, weil es auch einfach umwerfend war, aus der Hängematte heraus den Geräuschen zu lauschen. Auch wenn die Bar des Camps laute Musik spielte, wurde diese zum Glück irgendwann abgedreht und das Gefühl mitten im Dschungel zu schlafen kam auf.

      Am nächsten Tag wollten wir ein paar mehr Strände sehen und hatten uns drei aufeinander folgende herausgesucht. Wir wussten jedoch, dass wir nicht den ganzen Tag Zeit hatten, da uns ja der zweistündige Fußmarsch zurück bevor stand und der Park 17:00 Uhr schloss. Klar, es wird hier ja (leider) jeden Tag 18:00 dunkel und da möchte man nicht mehr durch einen Dschungel laufen. Der erste Strand „La Piscina“ war der Traum einer jeden Liebhaberin eines Sommer Sonne Sonnenschein Strandes. Ich war im Himmel. Den bekanntesten und wohl schönsten Strand „Playa del Cabo“ wollten wir uns auch nicht entgehen lassen und stiefelten wieder 40 Minuten durch den Dschungel. Es erwartet uns eine Horde an Menschen, Zelte dicht an dicht gestellt, überfüllte Restaurants und Sardinenformationen am Strand. Ohne all das sicherlich ein Naturhighlight aber für uns definitiv nicht zum Bleiben gedacht. Also machten wir trotz überhitzten und schwitzigen Körpern kehrt und freuten uns umso mehr auf die Erfrischung. Die Sonne blieb uns bis zu unserem Aufbruch erhalten und so war es nicht ganz so schlimm, das kleine Paradies zu verlassen. 15:00 liefen wir schon wieder durch den Dschungel, um zum Ausgang zu gelangen. Es fing an zu Donnern und in Strömen zu gießen. Irgendwie fühlte ich mich an mein letztes halbes Jahr zurück erinnert, wo es oft vor kam, bei Gewitter zu wandern. Gerade aber in einem Dschungel wird die Stimmung dadurch nochmal verstärkt und wir freuten uns klitschnass zu werden. Wir nahmen uns vor, etwas schneller zu laufen und schafften es genau in zwei Stunden am Shuttlebus zu sein. Dennoch durften wir zwischendurch noch einmal Affen sehen und blieben stehen, um die Familie zu beobachten. Die trugen ihre kleinen Äffchen auf dem Rücken, sprangen von Ast zu Ast und tollten rum. Wunderbar anzusehen!

      Einschließlich der zweistündigen Wanderung brauchten wir dann leider fünf Stunden zum Hostel. Es war ein großes Verkehrschaos nach Santa Marta, sodass wir im, mittlerweile schon gewohnt völlig übertrieben klimatisierten Bus fest saßen und wie verrückt froren. Völlig durchnässt stiegen wir in den abgekühlten Bus und die Klimaanlage pustete munter weiter. Es ist uns ein völliges Rätsel, wie man es bei dieser künstlichen Kälte noch kurzärmlig und bauchfrei aushalten kann, wo hingegen uns, eingepackt mit allem was geht, die Zähne klappern. Mal abgesehen von der Energieverschwendung… Sarahs Vermutung war, dass die schon mit einer klimatisierten Gebärmutter im Bauch aufwachsen und das Fruchtwasser runter gekühlt wird. Eine mir völlig logische Erklärung bei ganzjährigen Temperaturen über 30 Grad 😄
      Endlich angekommen im Hostel, wurden wir fast wie alte Bekannte begrüßt, man hatte uns vermisst und irgendwie tat es gut, ein wenig im hier und jetzt zurück zu sein. Es war irre aufregend und eine umwerfende Erfahrung, die mit einem Caipi von uns gefeiert wurde.

      Ich muss gestehen, dass ich den Dschungelaufenthalt im Vorhinein etwas romantisiert hatte, denn ich dachte, wir sind da alleine in einer Naturwildniss aber klar machen hier auch viele SüdamerikanerInnen Urlaub und wollen die Stände genießen. Ich hatte jedoch keine Gastronomie, Strom und Wifi erwartet. Wenn dann die geführten Touren von Menschen der indigenen Bevölkerung begleitet werden, die zum Kokosnuss-aufmachen benutzt werden, hinterlässt das einen faden Beigeschmack. Sicherlich haben sie dadurch die notwendigen Einnahmen aber warum das überhaupt notwendig ist, muss ich hier nicht erwähnen. Es fühlt sich so an, dass wir Weiße, die ihnen das Land weggenommen haben, nun auch noch den restlichen Platz streitig machen und sie dürfen unsere Sachen schleppen. Ich bin froh über solche Erfahrungen, in der Hoffnung, dass der Respekt für diese Kulturen wiederkehrt und dass man sich selbst immer wieder ins Bewusstsein ruft, was da damals durch den Kolonialismus passiert ist und nach wie vor passiert. Dadurch wächst hoffentlich die Demut bei Vielen und das unheimlich wichtige indigene Wissen wird anerkannt und geht nicht verloren.
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      Traveler

      Einfach Wahnsinn, tolle Erlebnisse und sehr interessante Beschreibung ! Danke.

      8/16/22Reply
      Traveler

      Bezaubernd

      8/18/22Reply

      Ameisenbär grunzt laut: Verrat. Es gibt schon wieder Blattsalat. Irres Video! [humania]

      8/18/22Reply
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    • Day26

      Tayrona Nationalpark - Klappe die Zweite

      October 17, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

      Des Öfteren erwachten wir in der Nacht in der ungewohnten Umgebung. 5:30 Uhr klingelte bereits irgendein Handy. Da kam es Anne in den Sinn, dass dies der Sonnenaufgangswecker sein könnte und so machten wir uns beide, noch in langen Sachen gehüllt, auf an den Strand. Leider war es ziemlich bewölkt, dass wir einfach auf einem Ast am Strand sitzend den Wellen lauschten und langsam wach wurden. Am Abend zuvor stellte sich heraus, dass unsere Bekanntschaften am heutigen Tag das selbe Ziel verfolgten. So aßen wir gemeinsam, nach dem Taschepacken, eine frische Kokosnuss, die die Nacht von den Palmen purzelte und machten uns ins nächste Abenteuer auf. Obwohl es erst kurz nach 7 Uhr war, kamen wir schon nach den ersten Minuten bergauf ins schwitzen. Am Vortag erzählten die Östereicherinnen von einem Jaguargebrüll auf ihrem Weg. Ganz gespannt, welche Geräusche wir wohl heute hören werden, machten wir immer wieder einige Stops. Die Geräusche aus dem Wald wurden immer lauter, doch waren es keine Jaguare sondern Affen, die lautstark ihr Revier verteidigten. Nach 2 h kamen wir am verlassenen Playa Nudista an. Beigestert von dessen Schönheit, zogen wir unsere Badesachen an und sprangen in die Wellen. Nach der Abkühlung sollte es für uns weiter an den Playa San Juan gehen. Mit Flipflops ging es durch ein Flussbett, einige Sträucher und Mückenschwärme. Kurz verlaufen, kamen wir dennoch am touristischen Playa San Juan an. Nachdem wir herausfanden, dass alle Hängematten für die Nacht vergeben waren, entschieden wir uns mit Nüssen gestärkt und einer weiteren Abkühlung bis zum nächsten Platz zu wandern. Hungrig, geschwächt und ausgelaugt von der Sonne und dem bereits gewanderten Weg, entdeckten wir nach einer Stunde ein Restaurant. Anschließend trennten sich unsere Wege, da wir noch eine Nacht im Tayrona Nationalpark verbringen wollten. Wir entschlossen uns für die nächste Unterkunft und schnappten schnell unsere Badesachen. Am Meer verbrachten wir ein paar schöne Minuten, ließen uns von der Sonne verwöhnen und waren von den bunten Fischen beim Tauchen begeistert. Dicke blaue Wolken ließen uns aufbrechen. Leider war der Regen schneller, als wir laufen konnten. Der schlammige Weg rief nach einer sauberen Dusche, bevor wir uns zum Abendessen aufmachten. Ein Krötenkonzert sowie zwei große Krebse zogen unsere Aufmerksamkeit beim Rückweg auf sich, bevor wir uns in unseren Hängematten in den Schlaf wiegten.Read more

    • Day9

      Tayrona Nationalpark - 🚎🐒🏝🌊🪨

      August 12 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

      Unsere Mitbewohner im Hostel Aurora haben uns gestern mit ihrer Poolparty etwas länger auf Trab gehalten, als wir uns das wünschten... Wir verfluchten den Wecker, als er uns um 07.15 Uhr aus den Träumen riss. Nach einigem hin- und herwälzen standen wir dann doch auf und durften das klassische Hostelfrühstück geniessen: Schwarzer Kaffee, Rührei, 2 Scheiben Toast und ein (undefinierbarer) Saft. 🍳🍞
      Nach dieser Stärkung watschelten wir los zur "Bushaltestelle" und schnappten uns den ersten Bus der auftauchte. Für je 2000 COP (zusammen 88 Rappen) gings ins 20 Minuten entfernte Santa Marta, dort stiegen wir am "Centro Mercado" aus und suchten den Anschlussbus zum Eingang des Tayrona Nationalpark. 🌴 Kaum auf der Strasse stehend, rückte ein Bus an und der Fahrer schrie aus dem Fenster: "Chicos, Palomino?" Da der Eingang "El Zaino" in Richtung Palomino liegt, war dies der richtige Bus und wir stiegen ein. 🚎 Für je 8000 COP (zsm. 3.52 Franken) durften wir eine Stunde mitfahren, leider stehend, da der Bus schon gut gefüllt war. Unbeschadet erreichten wir den Eingang und machten uns auf, um die Schlacht um die Tickets zu gewinnen! Dies klingt etwas rabiat, so schlimm war es dann doch nicht - aber unnötig kompliziert:

      1 - Bändeli für medizinische Notfälle holen, je 5000 COP (zsm. 2.20 Franken) 💸
      2 - Anstehen 🧍‍♀️
      3 - bei der ersten Kasse Ausweise zeigen 🪪
      4 - bei der zweiten Kasse Ticket bezahlen, je 68000 COP (zsm. 29.92 Franken) 💸
      5 - zurück zur ersten Kasse, Bändeli abholen 🎗
      6 - zum Eingang des Parks laufen 🏃🏽‍♂️

      Das Schlimmste daran? Sie nahmen nur Bargeld, Karte ging nicht... Da wir am Morgen die Frau, welche unsere Wäsche gewaschen hat, bereits in Bar bezahlt hatten, ging uns langsam aber sicher das Bargeld aus. 💸 Die Ausgaben bis hierhin waren 166'000 COP (36.52 Franken), im Portmonnaie von Lucas befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch ganze 21'000 COP (4.62 Franken), 20'000 brauchten wir für die Rückreise mit dem Bus. Ups... 😅

      Wir verzichteten gezwungenermassen auf den Shuttle vom Eingang zum Start der Wanderwege und liefen die 45 Minuten zu Fuss ab. War zwar nicht speziell schön, tat aber trotzdem gut. 😊 Anschliessend wanderten wir für 3 Stunden durch den Park, genossen ein einfaches Mittagessen (Karte ging!!!), sahen Affen, tolle Felsen, schöne Strände und machten uns gegen 13.30 Uhr wieder auf zum Eingang des Parks. Unterwegs quatschten wir noch mit einem britischen Paar und tauschten Reiseerfahrungen aus. 💬
      Die Busfahrt nach Santa Marta lief wie am Schnürchen, ebenfalls die nach Taganga. 🚎

      Am Abend genossen wir bei Burger und Bier den Sonnenuntergang und unterhielten uns für längere Zeit mit Lea und Armando, einem Pärchen aus der Schweiz, über Kolumbien und die Welt. 😊

      Das Packen für den "ciudad perdida Trek" rundete den Abend ab. Morgen geht es bereits los, wir sind gespannt! 😍 Da wir im Dschungel kein Internet haben, wird hier für 4 Tage Funkstille herrschen - natürlich wird nachträglich alles aufdatiert. 👩🏼‍💻
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      Traveler

      😂

      8/13/22Reply
      Traveler

      🥰

      8/13/22Reply
      Traveler

      cooli Wäge, meistens guet instand. 😅

      8/13/22Reply
      2 more comments
       
    • Day205

      Tayrona Nationalpark: Pech im Paradies

      October 18 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

      Eine Französin im Tukawa Hostel hatte uns empfohlen nicht am Haupteingang reinzugehen, sondern in Calabazo. Auf dem Weg würden wir in entgegengesetzter Richtigen durch den Park gehen und nicht zwischen den Touristenmassen untergehen. Es gab nur eine Hauptstraße, also dachten wir der Eingang dürfte nicht zu übersehen sein - falsch gedacht. Wir landeten also doch am Haupteingang.
      Ein Typ fing uns ab und verkaufte uns alles was für brauchten (wozu die verpflichtende Versicherung war, ist uns immer noch schleierhaft). Unser Plan war es bei San Cabo zu übernachten, leider waren dort alle Hängematten schon ausgebucht. Klar, wir waren ja auch die letzten, die in den Park gingen (mittlerweile war es fünf vor drei). Es waren auch keine fünf Hängematten am Arrecife Strand mehr zu buchen. Einer Person müsste im Zelt schlafen, naja egal hauptsache wir konnten im Park übernachten. Wir liefen los, erstmal knapp drei Kilometer über asphaltierte Straße bis der richtige Wanderweg begann.
      Nach knappen zwei Stunden durch den Urwald wandern, zusammen mit hunderten anderen Touristen, die uns auf dem Weg zum Ausgang entgegen kamen, kamen wir am Camp an.
      Was macht man jetzt da ohne Netz, ohne Spiele ohne alles? Zum Glück gab es einen Strand, der nur 10 Gehminuten entfernt war. Wir waren so geschwitzt von der kurzen Wanderung, dass wir uns so fühlten, als wären wir mit allen Klamotten ins Meer gesprungen. Das taten wir dann wenig später, allerdings mit Badesachen.
      Der Strand war wieder übersäht mit Holz, zum Glück! Wir sammelten es auf und genossen den ganzen Abend am Strand mit Lagerfeuer. Steffen und Julia verabschiedeten sich irgendwann Richtung Camp. Wir anderen drei hatten noch Lust weiter dort zu sitzen. Der Nachthimmel war traumhaft! Um ein Uhr ging der Mond auf, am Horizont kurz über dem Meer, leuchtend gelb! So viele Sternschnuppen wie in dieser Nacht habe ich noch nie gesehen 🌠🌠🌠 Es war einfach perfekt, ohne Wind, mit dem schönen Feuer und angenehmer Temperatur. Wir alle hatten keine Lust zurück zum Camp in die klammen Hängematten zu gehen, also entschieden wir ein paar Stunden auf unseren Handtüchern am Strand zu pennen. Um halb sieben wachten wir etwas verschallert auf. Was ein Morgen! Die Sonne stand tief am Horizont, das morgendliche Licht verlieh dem Strand eine warme Atmosphäre. Dominik und ich sprangen erstmal in die Wellen bevor wir zurückkehrten und uns noch kurz in die Hängematten legten. Julia und Steffen schliefen zudem noch.

      Ich hatte gedacht, wir würden früh losgehen, um den Tagestouristen auszuweichen, aber typischerweise waren wir wieder die letzten aus dem Camp, die frühstückten und so liefen wir von Touristentrauben begleitet los. Auf dem Weg musste man entweder den riesigen Schlammfützen ausweichen oder darauf achten, dass man nicht von einer Horde Pferde umgerannt wird, die die Touristen durch den Park tragen.

      Der erste Strand, an dem wir ankamen und direkt in die Wellen sprangen, war wunderschön! So wie man sich die karibischen Strände vorstellt: Weißer Sand, kristallklares Wasser, bunte Fische und Palmen. Steffen verkündete, er würde vom hier aus wieder zurück zum Auto gehen. Er war am Vorabend im Dunkeln auf ein heißes Stück Holz vom Lagerfeuer getreten und sich den Fuß verbrannt.
      Wir vereinbarten, dass wir die geplante Strecke zum anderen Ausgang trotzdem laufen wollten und dann mit dem Bus zurück zum Auto kommen würden. Dieser Plan ging leider nicht auf. Von dem populärsten Strand San Cabo, an dem wir vier nochmal einen Schwimm- und Schnorchel-Stopp einlegten, führte der Weg Richtung Ausgang tiefer in den Dschungel rein als der erste Teil. Wir kamen mehrfach an einen Punkt, an dem wir nicht 100% sicher waren, ob das der offizielle Weg sein sollte. Zum Glück half die Wanderapp AllTrails bei der Orientierung. Nach einer kurzen Weile verabschiedete sich mein Handyakku. Als uns kurz darauf ein Zaun den Berg versperrte, entschieden wir umzudrehen, auch mit dem Hintergedanken, dass Steffen die ganze Zeit am Auto warten musste.
      Wir stiefelten los und es wurde später und später. Wir würden im Dunkeln ankommen, also müsste eine Lösung her. Die stand nach einer kurzen Trinkpause am Stand La Piscina, direkt neben uns: Zwei Guides mit einer Gruppe gesattelter Pferde. Für 40.000 Pesos pro Person würden sie uns bis zum Ausgangspunkt bringen, wo die asphaltierte Straße im Park wieder anfing. Eigentlich hatten wir keine Wahl, denn Steffen wartete und wir wollten noch zusammen in Santa Marta Essengehen als gelungener Abschluss der gemeinsamen Zeit. Unsere Wege würden sich an diesem Abend nach fünf Wochen trennen. Julia und Steffen würden in Santa Marta bleiben, Buck, Dominik und ich hatten eine Unterkunft in Minca gebucht, was nochmal eine weitere Stunde Fahrt bedeutete.

      Auch Jan, der laut demonstrierte, er wolle sich nicht auf ein Pferd setzen, war schnell umgestimmt. So trabten wir getrieben von unserem Guide etwas schneller als uns lieb war durch den Park. Teilweise war der Matsch so tief, dass sie fast bis zu den Knien versanken. Das musste echt anstrengend sein. Sobald es ging, gab der Guide den Pferden wieder den Befehl schneller zu laufen - sie taten mir echt leid. Die Strecke schien nicht enden zu wollen und ich fühlte mich mittlerweile echt unwohl auf dem Pferd. Es war schon zweimal fast hingefallen im Matsch und ich hatte das Gefühl, es war einfach ausgelaugt. Daher machten mir die Passagen, die sehr steil runter gingen etwas Angst. "Lean Back, lean Back!", rief der Guide hinter uns. Wir versuchten alles so gut es ging zu befolgen.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir endlich am Ziel an und konnten direkt den Bus Richtung Parkplatz nehmen. So durchgeschwitzt, müde, klebrig, gesprengelt von Matschspritzern und sandig hatte ich mich wahrscheinlich noch nie gefühlt. Eine Dusche war überfällig! Zum Glück wurden unsere Gebete, dass die Dusche am Parkplatz funktioniert, erhört und 30 Minuten später saßen wir alle müde aber zufrieden im Auto Richtung Santa Marta.

      Das Restaurant war dem letzten gemeinsamen Abend auf jeden Fall würdig! 😍
      Ich schrieb schnell zwischendurch eine Nachricht an das Hostel über Dominiks Handy, dass wir uns leider verspätet hatten und um Mitternacht erst ankommen würden.
      Da wir so trotzdem so früh ankommen wollten wie möglich, brachten wir den traurigen Abschied von Julia und Steffen schnell hinter uns.

      Ab hier beginnt die Pechsträhne: Wir waren schon eine ganze Weile den Berg hochgefahren (die Sierra Nevada hinter der Karibikküste Kolumbiens ist übrigens das höchste Küstengebierge der Welt), als wir ein Schild sahen, dessen Pfeil von der gepflasterten Straße wegzeigte, einen schlammigen, unbefestigten Weg hinunter. Manchmal weiß Google Maps es neben nicht besser, also folgten wir dem Schild. Es ging einige Minuten, die mir eindeutig länger vorkamen als sie waren (Spoiler: wir fuhren den Weg in den nächsten Stunden zwei weitere Male), den huckeligen Weg runter, bis wir am Ende angekommen waren. Vor uns, eine Cervecaria (Bierbrauerei), aber kein Hostel. Alles war verlassen und ich war mir sicher, dass das Schild versehentlich in die falsche Richtung gezeigt hatte. Wir kehrten also um und entschlossen Maps zu folgen. Am Ziel angekommen, waren wir aber immer noch nicht am Ziel angekommen. Die Route endete einfach auf der Straße, kein Hostel weit und breit. "Dann war das doch richtig gerade", stellten wir ernüchtert fest. Also: Wieder umdrehen und ein zweites Mal den beschwerlichen Weg runter. Wir stiegen ohne die Rucksäcke aus und inspizierten die Umgebung diesmal genauer. Neben der Brauerei fand Dominik ein weiteres Schild mit dem Namen des Hostels, auf dem ein Pfeil den Berg hoch zeigte. Mit dem Auto war kein Weiterkommen. "Geh du uns schon mal Einchecken, Sophia. Wir kommen mit den Rucksäcken nach.", schlug Dominik vor. Gesagt, getan. Ich machten mich, nur bewaffnet mit der Kopflampe, dem dunklen Berg hinauf. Ausgerechnet musste es in diesem Moment heftig anfangen zu schütten. Blitzschnell verwandelte sich der Boden in ein Meer aus rutschigem Matsch. Da die Wanderschuhe noch vom Park rampuniert waren, trug ich nur die Birkenstocks. Nachdem ich an zwei weiteren Schildern vorbeigekommen war, aber nach 10 Minuten Bergaufsteigen immer noch keinen Hinweis auf eine Gebäude sah, gab ich auf. Auf dem Weg nach unten rutsche ich noch dreimal aus, war komplett dreckig, klätschnass und müde von einfach allem. Dominik und Jan kamen mir mit dem Rucksäcken entgegen, die waren jetzt natürlich auch komplett durchgenässt - ein Traum!
      Was machen wir denn jetzt? Die Frage stand unbeantwortet im Raum und wir setzten uns erstmal kurz auf eine Bank an der Brauerei, um uns zu sammeln. Es gab nur zwei Optionen: Hochgehen im Regen, ohne zu wissen, wie weit der Weg ist, oder Umdrehen und eine Unterkunft in Santa Marta suchen. Die Wahl fiel auf letzteres, besonders vor dem Hintergrund, dass Dominik eh noch sein Handy abholen musste, da der Laden nach der späten Rückkehr aus dem Park schon geschlossen war.

      Das Pech riss auch nicht ab, als wir uns um ein Zimmer für die Nacht bemühten. Erst nach 5 gescheiterten Versuchen (als wenn 5 Hotels alle kein einziges Zimmer mehr frei hatten?!) fanden wir endlich ein Hotel, in das wir um halb drei nachts einchecken konnten. Es hatte sogar einen abgeschlossen Parkplatz! Aber das Unglück war immer noch nicht perfekt: Beim Auspacken der Taschen bemerkten wir, dass Dominiks wichtigste Tasche, der Packsafe mit Laptop und allen Kreditkarten, fehlte. Ich erinnerte mich, dass wir sie bei der Brauerei während unserer kurzen Pause neben die Bank gestellt hatten. Das auf auf jeden Fall nochmal der größte Downer.

      Dominik und ich setzten uns wieder ins Auto und los ging es. Zum Glück fiel mir nach 100 Metern auf, dass wir auch die Tasche, in der die Autopapiere waren, ausgeräumt hatten und wir drehten nochmal um. Keine 15 Minuten später ging das Blaulicht hinter uns an und wir würden angehalten - natürlich musste so etwas jetzt auch noch passieren. Ganz im Widerspruch zur eigentlichen Pechsträhne zogen sie uns kein Geld aus der Tasche und wir durften nach einigen komischen Fragen ("Wie teuer ist das Hotel, in dem ihr schlaft?") weiterfahren.

      Die Tasche war noch da - Halleluja!

      Nach zwei weiteren Autostunden, lagen wir also um 5 Uhr eeeendlich im Bett. Was ein Abend!

      Die Pechsträhne wurde am nächsten Tag damit fortgeführt, dass der Handyreparateur doch nicht den passenden Bildschirm bekommen konnte. Wir hatten noch keine Idee, wo wir als nächstes hinfahren wollten, also entschieden wir uns die viertgrößte Stadt im Land anzusteuern, Barranquilla. Hoffentlich dort mit mehr Erfolg!

      Die Nacht war super stressig und bestimmt eine der schlimmsten auf dieser Reise. Trotzdem kann man daraus Vieles ziehen: Der Satz schlimmer geht immer, passte irgendwie. "Stellt euch Mal vor, uns platzt jetzt ein Reifen.", "Was wäre, wenn wir jetzt angehalten und ausgeraubt werden würden." All die Horrorszenarien, die einfach viel viel schlimmer wären, als diese nervigen, aber nicht existentiellen, Dinge, sind nicht eingetreten! Langzeitfolgen von diesem ganzen Pech hatten wir also nicht, und das können wir auch wertschätzen.
      Am nächsten Tag war eigentlich auch schon wieder alles vergessen (zumindest bis die Unterkunft den vollen Betrag für die zwei nicht-angetretenen Nächte vom Konto einzog) und wir freuten uns auf den nächsten Stopp, für den wir uns vornahmen, nicht viel zu tun, zu kochen und einfach die Privatsphäre in einer Wohnung zu genießen.
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      Traveler

      Dass ist ja ein absoluter Horror gewesen , die letzte Nacht auf eurem Tripp🙈❤️

      Traveler

      Oh ja 😫😩

       
    • Day25

      An der Karibikküste angekommen

      January 30, 2020 in Colombia ⋅ ☀️ 26 °C

      Gerade noch den Flieger ✈️ erwischt, sind wir nun an der karibischen Küste angekommen.

      Hier hatten wir das Glück auf unserer Seite: die Unterkunft in Taganga war super und der nahegelegene Tayrona Nationalpark hatte noch zwei Tage bis zur einmonatigen Erholungspause geöffnet. Da täglich nur 1.300 Personen in den park gelassen werden, haben wir uns sehr früh auf den Weg gemacht und waren die ersten Besucher. 👍

      Nach einer 1,5 stündigen Wanderung durch den Regenwald, erreichten wir dann die traumhaften Strandbuchten. 🏝 Von hier aus sind wir dann pünktlich zum Sonnenuntergang mit dem Boot zurück nach Taganga gefahren. 🚤
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      Ah wie schön 🌴😎

      2/10/20Reply
       

    You might also know this place by the following names:

    Quebrada Jordán, Quebrada Jordan

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