Colombia
Santa Ana

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4 travelers at this place:

  • Day167

    Medellín

    November 13, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

    Im Vergleich zu der Anreise war die Ausreise aus Jadín total unspektakulär. Ein ganz normaler Bus brachte mich in nur 2 Stunden nach Medellín, setzte mich allerdings nicht wie gewohnt in einem Busterminal, sondern an einer Metrostation ab. Das war neu, denn Metros sind mir in Südamerika nicht so oft begegnet, nur einmal in Chile. Medellín muss also eine sehr fortschrittliche Stadt sein, hab ich gedacht. In jedem Fall, sollte es eine historisch super interessante und spannende Stadt, dem Hörensagen nach zumindest.

    Mein Hostel lag in der Nähe des Zentrums und damit relativ weit weg von der sicheren Gegend in dem die Touris üblicherweise unterkommen (El Poblado). Das war auch bewusst so gewählt, da ich mit den typischen Touri Orten nicht so viel anfangen konnte.
    Es war ein sehr schönes Hostel, eines der Schönsten sogar, die ich auf meiner Reise aufgesucht habe. Neu, modern, sauber, richtig schick eingerichtet, mit netten Menschen und einer tollen Dachterasse. Ich fühlte mich gleich wohl.
    Hier gab es dann auch ein Wiedersehen mit Jana, die einen Tag vor mir in die Stadt gekommen ist, aber auch früher wieder abgereist ist. Einen Tag hatten wir aber zusammen.

    An diesem Tag haben wir die Real City Tour gemacht. Eine Freewalking Tour durch das Zentrum von Medellín. Um 9.00 morgens ging es los. Als wir am Treffpunkt angekommen sind, wurde uns zunächste gesagt, dass die Tour bereits ausgebucht sei, wir könnten aber noch Glück haben, da manchmal Leute abspringen. Zum Glück hatten wir das Glück.
    Unser Guide hieß Pedro. Ein junger Mann, Ende Zwanzig/ Anfang Dreißig, aus Medellín, eigentlich Ingenieur, jetzt aber leidenschaftlicher Tourguide. Und diese Leidenschaft hat man ihm voll angesehen. Ich habe schon einige dieser Touren gemacht, aber keine war so gut wie die von Pedro.
    Das Erste was total beeindruckend war, bereits bei der großen Vorstellungsrunde konnte er aus dem Kopf die Namen und das Herkunftsland aller 30 Teilnehmer aufsagen. Gemerkt hat er sich diese als wir uns in die Liste eintragen sollten. Am Ende hat er auch jeden einzelnen mit Namen auch wieder verabschiedet. Verrückt.
    Das wirklich spannende waren aber die Geschichten, die er über Kolumbien und Medellín erzählt hat. Angefangen von der Eroberung Südamerikas durch die Spanier, über die Spaltung von Bolivien, Ecuador und Kolumbien und den bürgerkriegsartigen Zuständen in den 80er/90er Jahren bis hin zu der Entwicklung der innovativsten Stadt der Welt.
    Und Pedro hat das so gut erzählt, dass ihm jeder gebannt zugehört hat und ich sogar ein paar Mal Gänsehaut bekommen habe. Insbesondere als es um die jüngste Vergangenheit ging, als der große Drogenkrieg in Kolumbien herrschte und Medellín die Drogen-Hauptstadt und damit auch die gefährlichste Stadt der Welt war.
    Er erzählte von Granaten, die mitten am Tag explodiert sind, sich aber keiner drum geschert hat, da es normal war, dass hier und da mal was explodierte. Von Bomben, die hochgingen und mehrere Leute in den Tod rissen. Von engen Freunden, die von einem Tag auf den anderen verschwanden und nie wieder aufgetaucht sind. Von Familien, die über Nacht ausgerottet wurden. Von den vielen Toten auf der Straße, die irgendwann keiner mehr wahrgenommen hat….für uns alles unvorstellbar. Unvorstellbar auch, dass Pedro all das schon miterlebt hat und jetzt aber so positiv eingestellt war und sich des Lebens freute. Sicherlich gehörte das auch ein wenig zum Entertainment der Touris dazu. Man kaufte es ihm aber sofort ab. Zumal die Leute auf der Straße genauso positiv waren. Sie freuten sich ehrlich über die vielen Touris, die in ihre Stadt kamen, da es für sie ein Ende der Schreckenszeit bedeutete.

    Am nächsten Tag stand eine weitere Freewalking Tour auf dem Programm. Dieses Mal ging es in das Viertel San Javier bzw. in die berühmte Comuna 13.
    Comuna 13 ist eines der insgesamt 16 Viertel in Medellín. Ein Armenviertel, das als Hochburg des damaligen Drogenkrieges galt, in dem blutigen Schlachten auf offener Straße ausgetragen wurden. Wenn also Medellín die gefährlichste Stadt war, war Comuna 13 der gefährlichste Ort der Welt.
    Davon merkt man heute nicht mehr viel, zumindest tagsüber nicht. Man merkte aber schon noch, dass die Vergangenheit noch in den Knochen der Menschen steckt, sowie bei unserer Stadtführerin als sie ihre persönliche Geschichte erzählte und dabei versuchte den Kloß im Hals zu unterdrücken.
    Auch hier fiel es mir schwer mir vorzustellen, dass wo jetzt Spiel- und Sportplätze, Cafés und Geschäfte sind, wo tolle Graffitis das Viertel schmücken und wo täglich Massen an Touris die Straßen lang laufen noch vor weniger als 15 Jahren Kriegszustände herrschten. Tief beeindruckend.

    Die Tour endete damit, dass wir ein junges Café aufgesucht haben, wo wir einen typischen kolumbianischen Drink probieren konnten. Bier mit Limettensaft und Salzrand am Glas. Michelada nennt sich der Drink. Sehr gewöhnungsbedürftig.
    Da ich an dem Tag nur gefrühstückt hatte, war ich nach 2 Bieren schon leicht bedüdelt. Ich hätte danach auch besser aufhören sollen, aber ich hatte so nette Gesellschaft von 3 Deutschen, 2 Mädels und 1 junger Herr,, da kann man auch noch ein 3 Bier trinken. Danach war der Tag für mich eigentlich auch schon gelaufen.
    Am Abend habe ich mir dann aber noch weitere Freunde gemacht. Ich hatte Hunger. In der unmittelbaren Umgebung meines Hostels gab es keine wirklich guten Läden. Also bin ich zu dem Streetfood-Stand um die Ecke, der Arepas und Hamburger verkaufte. Und heute war guter Hambuger-Day.
    Die nette Dame hatte ihren Stand noch nicht eröffnet, für mich holte sie aber schnell alle Sachen raus und schmiss den Grill an. Und während ich auf den Burger wartete unterhielten wir uns ein wenig. Sie ist aus Venezuela geflüchtet, war gerade mal 3 Monate in Kolumbien zusammen mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn und lebte von dem Streetfood-Stand. Das Leben war für sie nicht einfach, aber sie war trotzdem happy, da sie eine Arbeit, ein Dach übern Kopf und ihre Familie hatte...Wieder so ne Schicksalsgeschichte und wieder dachte man, wo nehmen diese Menschen die Lebensfreude her?!

    Auch wenn Medellín nicht mehr so gefährlich ist, wie es mal war, so musste man da trotzdem vorsichtiger sein als in anderen Orten. Alleine schon, weil hier deutlich mehr Menschen waren und man sich gefühlt ständig in Massen bewegte. Sei es auf der Straße oder in der Metro. Und es gab schon viele Ecken, um die man besser einen großen Bogen machen sollte.
    Abends sollte man sich am besten gar nicht mehr draußen aufhalten und wurde von den EInheimischen sogar nach Hause geschickt. Als ich auf einem sehr belebten Platz um 18.00 Uhr auf einer Bank darauf wartete, dass eine Lichtinstallation, ein Kunstwerk, anging, hielt ein junger Mann auf dem Fahrrad vor mir an und fragte mich was ich denn noch hier machen würde? Es sei viel zu gefährlich für mich. Ich sollte besser entweder gleich Heim gehen oder mich wenigstens in die Nähe eines Sicherheitsmannes stellen. Er wirkte nicht so, als würde er mir Angst einjagen wollen oder mich gar veräppeln. Das war ehrliche Besorgnis. Es war auch nicht das erste Mal, dass mich Leute warnten, in Medellín nahm ich es aber tatsächlich ernster als in anderen Städten. Und wenn ich doch abends alleine rumgelaufen bin, dann immer mit einem sehr mulmigen Gefühl.

    Zu einem der “must dos” in Südamerika stand unter anderem auch der Besuch eines Fußballspiels gabz oben auf der Liste. Bisher habe ich es nicht geschafft bzw. versäumt, jetzt, in Medellín, war es aber endlich so weit. Das Ticket habe ich mir bereits 2 Tage vorher besorgt, in einem Restaurant, in dem aus der Küche heraus die Tickets verkauft wurden. Ich war um die Mittagszeit da und die Schlange vor dem “Schalter” war recht lang. Egal, ich wollte zu dem Spiel und habe ich angestellt. Nach etwa 20 Minuten setzten sich auf einmal alle Leute vor mir hin. Ich war etwas irritiert und fragte was los sei? Mittagspause. Klar, was sonst. Es stehen nur sehr viele Menschen in der Hitze und warten aber so viel Zeit muss sein. Eine ¾ Stunde später ging es aber weiter und ich habe mein Ticket bekommen.
    Am Abend ging es dann mit der Metro zum Stadion. Ich hatte etwas bedenken, da das Spiel um 20 Uhr anfing und ich nur ungern alleine im Dunklen unterwegs sein wollte. Aber sowohl die Mitarbeiter im Hostel als auch die nette Streetfood-Dame gaben mir Entwarnung.
    Im Stadion angekommen nahm ich brav auf meinem Sitz Platz. Die Ecke in der ich saß war ruhig und es waren auch noch sehr viele Plätze frei, obwohl es hieß, das Spiel sei ausverkauft.
    Direkt neben mir war die Kurve der Indepediente Medellín Fans, die schon vor Beginn des Matches kräftig Stimmung machten. Und was für eine! Das war ein reines Samba-Fest. Als das Spiel dann los ging wurde es noch lauter, noch intensiver. Eine 90-Minuten Non-Stop-Fiesta. So cool!
    Ich habe mich daraufhin direkt umgesetzt um näher an dem Fanblock zu sein. In der 2. Hälfte bin ich dann mit 2 Amerikanerinnen, die ich auf der Comuna 13 Tour getroffen und jetzt auf der Tribüne entdeckt habe, auf die obere Ebene des Stadions. Von dort konnte man zwar besser das Spiel sehen, aber das hat mich ohnehin nicht wirklich interessiert. Die Stimmung unten war deutlich besser. Also wieder runter und mitfeiern.
    Medellín hat am Ende 3:0 gegen Bucaramanga gewonnen.
    Auf dem Rückweg bin ich noch bei meinen neuen venezolanischen Freunden vorbei, die mich zu ihrer kleinen Street-Party eingeladen haben. Eine Arepa und zwei kolumbianische Würstchen später bin ich dann nur noch ins Bett.

    Letzter Tag. Auch wenn ich kein großer Fan von den typischen Touri-Plätzen war, irgendwie war ich doch neugierig auf das vielgelobte Viertel EL Poblado.
    Also bin ich dahin und war erstaunter als erwartet. Es war so ganz anders als der Rest von Medellín. Super schick, hip, modern und total überteuert. Wie in so nem fancy Viertel von London, mit den vielen Boutiquen, den ausgefallenen Cafés und Restaurants und den Hipster-Leuten. Ich kam mir irgendwie fehl am Platz vor. Und wäre ich hier nicht verabredet gewesen, hätte ich das Viertel auch recht schnell wieder verlassen.
    Baltasar, der überdrehte Argentinier, den ich in Jardin getroffen habe, ist an dem Nachmittag in der Stadt angekommen und so haben wir El Poblado ein wenig zusammen erkundet.

    Die Fahrt zurück ins Hostel war dann ein kleines Abenteuer. Es war 18.00 und Rush-Hour und jeder, der die Bilder aus Japan kennt, wie die Leute dort in die überfüllte Metro einsteigen, so war das in Medellín auch. Die Leute wurden richtig in die Wägen reingepresst. War man erstmal drin, war die nächste Herausforderung wieder raus zu kommen. Ich war jedenfalls klatschnass, als ich die Metro wieder verlassen habe.

    Und so sind 4 aufregende Tage in einer Stadt vergangen, die wohl die Beeindruckendste ist, die ich bisher aufgesucht habe.
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  • Day46

    Medellin area

    October 21, 2016 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Меделін чи, правильніше, Медеїн колись було найнебезпечнішим містом світу, кількість вбивств тут зашкалювала. А все через сутички між наркокартелями і наркотрафік. Взагалі у 80-х роках це охопило всю країну, Колумбія була в ті часи дуже небезпечною. Але після того, як на початку 90-х вбили головного наркоторговця Пабло Ескобара, який власне з Медеїна, що і зробило це місто таким небезпечним, країна почала розвиватись і зробила дуже великий прогрес, чим колумбійці надзвичайно пишаються.
    Медеїн - єдине місто в країні, де є метро. До речі, поїздів в країні теж нема, крім кількох туристичних на маленькі відстані. Зате автобуси дуже комфортні, з вай-фаєм, телевізором, чисті і новенькі. І перельоти теж дуже доступні. Якщо летіти без багажа, то ціна майже така ж, як і на автобуси. Взагалі в Колумбії дивують контрасти: з одного боку багато бездомних, які миються у фонтанах, часті крадіжки, з іншого боку- дуже хороші дороги, транспорт, медицина і освіта (є університети, в яких навчання виключно віртуальне).
    Саме місто вдень таке собі, всі визначні місця ми спокійно обійшли за день, в тому числі покатались на канатній дорозі, хоча в Колумбії- це звичайний засіб пересування, яким активно користуються місцеві, а не туристична розвага.
    Рух транспорту - скажений! Ніхто не зупиняється перед тобою, бо ти дорогу переходиш. Пішохід - взагалі не учасник дорожнього руху тут. В мене таке враження, що ДТП - найчастіша причина смерті тут.
    Але по-справжньому місто живе вночі, як і більшість колумбійських міст - дуже багато людей в барах і в клубах, де вони співають і дуже красиво танцюють. Колумбійська фієста - це просто невід'ємна частина їх культури! Без танців і музики нікуди. Ну і Медеїн цим славиться, тож як було не заглянути на це свято життя))
    Наступного дня я довго чекала. Ми поїхали до Гуатапе, містечка, що оточене штучним озером. Такої прозорої води ще не доводилось бачити. Не доїжджаючи до нього знаходиться унікальна формація, природній феномен. Це велетенський камінь, який ніби взявся невідомо звідки, бо зовсім не вписується в навколишній ландшафт. І хоч розміри вражають, але це лише 1/3 його висоти, все решта - під землею. Вважають, що він вулканічного походження. На вершину каменя можливо піднятись, для цього треба подолати 750 сходинок. Сходи досить стрімкі, але багато часу це не зайняло. Внизу біля каменя стоїть табличка, яка обіцяє нам зверху найкращий вид у світі)) Вид справді заворожує, панорама відкривається звідти неймовірна...
    Саме містечко дуже гарне і кольорове, багато туристів, особливо з Колумбії. Видно, що тут проживають багаті люди. В свій час тут мав будинок і Пабло Ескобар, але після його смерті його будинок розбомбили.
    Ще одну вилазку ми здійснили до містечка Санта Фе де Антіокія, де добре збереглась колоніальна архітектура. Крім того, тут знаходиться старий міст, який на момент завершення будівництва у 1895 році був найбільшим мостом в Південній Америці і одним з 4-х найбільших в світі довжиною 400 м.
    Ми встигли зробити тут все, що планували, і вирушили до столиці.
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