Cuba
Municipio de Pinar del Río

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.
Add to bucket listRemove from bucket list
Travelers at this place
  • Day4

    Abreise aus Havana

    February 9, 2020 in Cuba ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute haben wir Havana hinter uns gelassen. Zeit mal die ersten Eindrücke festzuhalten. In meinen Gedanken schleicht sich schon oft der Vergleich in die DDR.. oder zumindest meine Vorstellung davon aus den Erzählungen der Eltern und Großeltern. Am Supermarkt muss man Schlange stehen und wenn man dann endlich reindarf sind die Regale leer oder mit den immer gleichen Sachen ausgefüllt. Viele Dinge die für uns selbstverständlich erscheinen suchen wir hier vergeblich und vermeintliche Luxusartikel aus dem Westen werden hinter Gittern für hohe Preise verkauft.
    Zudem gibt es leider eine Art Zweiklassengesellschaft, geschuldet durch die unterschiedliche Währung die es hier für Einheimische und Ausländer gibt. Was der Kubaner für 10 Pesos (nicht mal 50 ct) bekommt kostet für uns locker mal 3-5 CUC (in etwa das selbe in Euro). Das ist bei einem Grundgehalt von wohl so 18 Euro zwar verständlich, aber dennoch schafft es eine unangenehme Distanz.
    Trotz allen (vermeintlichen?) Mangels scheinen die Menschen aber allesamt glücklich zu sein und auch in gewisser Sicht freier von den uns westlich aufgelegten gesellschaftlichen Zwängen.
    Und glaubt man den uns wiederholt zugerufenen Komplimenten sind wir wohl die schönsten Frauen die Kuba je erblickt hat.. das ist doch auch mal was 😁
    Insgesamt gefällt es uns aber bisher sehr gut in Kuba und heute durften wir mit dem Bus gespannt zur nächsten Etappe aufbrechen. VINALES. Der kurze Blick aus dem Bus heraus, als wir bei Sonnenuntergang in die Stadt fuhren ist absolut atemberaubend. Was für eine Natur! Morgen ist ein Wanderausflug geplant.. man darf gespannt sein.
    Read more

    o'Hanna

    Ich denke diesen objektiven Meinungen könnt ihr ruhig Glauben schenken. 😘

    2/10/20Reply
     
  • Day10

    Vinales day 2 / Transfer to Havana

    May 3 in Cuba ⋅ ⛅ 30 °C

    Wake up call at 5.30.....

    We decided to go on a sunset hike. One hour walk uphill in the dark with a guide and Franca. Watch sunset, one hour walk down.

    Despite the punishment and the early hour, this was very much worth it. Amazing views, endemic birds, jungle mountain sights, it was everything we hoped for.

    After a well needed shower and a gargantuan breakfast, drive to Havana in a modern car with air conditioning! Nap time!

    Arriving in Havana we looked at an old fort. OK, had to be done.

    Back at hotel we decide to go to complete different part of town. Clean, nice, almost modern : vedado. Compare to the absolute wreck and poverty of old Havana, this feels like heaven.

    We have a decent dinner there on a rooftop and we walk back via the malencon, the beach strip to the hotel.

    Its where couple hangs, Cuban plays music and fish. We saw one guy fighting and bringing up a massive barracuda - just from the shore. Impressive!
    Read more

    Isabelle Bistagne

    très intéressant avec des paysages magnifiques

    5/5/22Reply
    Isabelle Bistagne

    très belle

    5/6/22Reply
    Isabelle Bistagne

    belle pièce

    5/6/22Reply
    Isabelle Bistagne

    magnifique paysage

    5/6/22Reply
     
  • Day11

    Reise in die Vergangenheit

    August 15 in Cuba ⋅ ⛅ 25 °C

    Mittagshitze, nur wir und ein paar Farmer sind im Viñalestal unterwegs. Diesmal zeigt uns ein Guide von UNESCO den Weg, der uns einen informativen Einblick in die Pflanzen- und Vogelwelt hier in Viñales liefert. Fast minütlich wird uns eine Frucht oder ein Kraut gereicht. Selten konnten wir erraten, um welchen kubanischen Verwandten es sich handelte. Wir sahen ein Camäleon und ein paar Geckos, hörten den hier endemisch lebenden Kubafinken, der Nationalvogel der Insel.
    Wir laufen an Mais-, Reis- (sie haben in der Regenzeit Saison), Yuca- und Tarofeldern vorbei, denn neben asiatischen Einflüssen gibt es vor allem afrikanische. Der Weg war nicht weniger lang, nicht weniger matschig und nicht weniger von Wasserüberquerungen als gestern gekennzeichnet. Der mit großen, starken Stacheln übersähte Baumstamm des Sandbüchsenbaums sowie Stacheldraht waren manchmal der einzige Halt oder das einzig zu überwindende Hindernis dieser Tour. Beeindruckend ist, wie hier das Leben Jahrhunderte zurück versetzt scheint, sieht man hier nur Reiter ohne Sattel, Farmer und Ochsengespanne zur Bewirtschaftung.
    Trotz der Hitze umgab uns überall Wasser - das floss nämlich nicht nur literweise in uns, sondern auch an uns herunter. Bei fast 100% Luftfeuchtigkeit schwitzen wir alles, was wir trinken, direkt wieder aus. Glücklicherweise konnten wir auf dem Weg bei einem Farmer Rohrzuckerwasser mit Limetten und Honig trinken. Lecker!! Am Ende der 15km-Wanderung in der Hitze genau das Richtige.
    Auf der Wanderung besichtigten wir zudem noch eine Tabakfarm und konnten die Herstellung von eigenem Kaffee bewundern - in allem steckt so viel Handarbeit, Zeit und Mühe! Nur für das Drehen einer Zigarre werden 25 Minuten gebraucht und allein für das Rösten von 1kg Kaffeebohnen werden 30min benötigt! Da schätzt man den Kaffee morgens noch einmal mehr.
    Nach dem gestrigen 18-Stunden-Stromausfall und dem entsprechend noch mehr eingeschränkten Nahrungsangebot gab es heute wieder ein paar Stunden Strom und ein warmes Reisgericht und gegrillten Mais mit Mangosaft zu Abend.
    Wenn man bedenkt, dass das Durchschnittsgehalt im Monat hier bei ca. 20/30€ liegt und wir täglich für unser Abendessen zusammen 15€ zahlen, fehlen einem die Worte. Mit dem Luxus, satt zu sein und eine momentan kühlende Klimaanlage zu haben, senden wir liebe und zufriedene Grüße an euch!
    Read more

    Daniele Korzer

    15 Kilometer bei dem tropischen Klima? Respekt!

     
  • Day2

    Miau

    August 19, 2019 in Cuba ⋅ ☀️ 30 °C

    Gestern Abend habe ich eine neue Serie entdeckt: The Rook! Ich steige noch nicht ganz durch die Handlung aber eine junge Frau hat ihr Gedächtnis verloren und versucht nach und nach, dieses Puzzle zu lösen.

    Meine Nacht war gut und ich freute mich an einem absolut tollen Frühstücksbuffet- es gab eine unglaublich große Auswahl an allem!

    Um 8 traf ich die Reisegruppe und mich der Schlag: Es gibt eine Familie mit 2 Teenietöchtern und eine Familie mit 2 Teeniesöhnen (ich bin gespannt, was noch passiert! Ich sehe mich schon als Amor mit Pfeil, Bogen und Rum) und ein Paar in mittleren Alter. Und ich. Miau.

    „Biste gonz alleene hior?“ fragte mich die Teeniesohnmama aus Sachsen. Genauso fangen gute Gespräche an.

    Unser schöner Reiseleiter Alexis (hat dieser Ring am Ringfinger links irgendwas zu bedeuten??) erzählte uns 90 Minuten im Bus über Kuba aber mein Kopf ist wie ein Sieb und alles, was ich jetzt noch weiß, ist, dass Zigarren aus 4 Blättern hergestellt werden und dass Cuba Zucker ausschließlich nach China exportiert.
    „Jeder Kubaner hat einen Verwandten in den USA. Die USA hat für uns also 2 Gesichter: Politik (schlecht) und Familie (gut).“
    In den 90ern gab es ein Abkommen, dass jeder Kubaner, der es IRGENDWIE in die USA schaffte und sich dort als Kubaner ausweisen konnte, innerhalb von 90 Tagen einen Job, eine Krankenversicherung und einen amerikanischen Pass bekam. „Wir verloren viele Menschen an das Meer aber ein paar haben es geschafft.“ Diese Familienmitglieder schickten amerikanische Dollar aber es war verboten für Kubaner, mit ihnen zu zahlen oder sie zu besitzen. Somit erfanden die ausgewanderten Kubaner einfach eine neue Währung mit einen ähnlichen Wert wie der Dollar und schickten diese. Also hat Kuba nun 2 Währungen: die Einheimischen benutzen weiterhin Peso, die Touristen COC. Ein Coc ist etwa ein Euro, ein Euro sind etwa 8 Pesos.
    Ich bin gespannt was ich noch über die Beziehungen der USA zu Kuba herausfinden werde.

    „Bei uns steht man viel an. Wenn es Hühnchen gibt, kaufen wir 15 Kilo für einen ganzen Monat, denn das ist der Tag, an dem es Hühnchen gibt. Wenn es Eier gibt, kaufen wir 70 Stück, denn das ist der Tag, an dem es Eier gibt. Aber wir sind offener und mehr zusammengewachsen. Wenn man ansteht, dann unterhält man sich. Ich begrüße jeden Kubaner wie einen alten Freund.“

    Mit dieser Einstellung ging es zum Mittagessen. Als Alexis fragte, ob denn jemand Vegetarier sei, und sich eines der Teenies meldete, konnte ich mir ein „Dödömm“ nicht verkneifen. Jetzt denken alle, ich sei ein Freak. In solchen Ländern, wo Auswahl schwierig ist, finde ich persönlich es unmöglich, „Ansprüche“ ans Essen zu stellen, ohne dass eine echte Unverträglichkeit vorliegt. Als die Eltern vom Veggie-Teenie aber auch darüber gescherzt haben, war ich versöhnt. So verbrachten wir unser Mittag (Platten mit Huhn, Reis, Manjok, Avocado und Bohnen standen auf den Tischen, jeder durfte sich nehmen - wie ich sowas ja liebe! Essen mit Fremden teilen, ein Traum) bei Hollando Bier (aus den Niederlanden!) auf einer Zigarrenfarm.

    „Drink some rum, smoke a cigar, dance salsa- then you have been to Cuba.“
    In feinstem amerikanisch und mit Under Armour Shirt erklärte mir der Boss der Farm, wie die Blätter getrocknet werden und dass die Zigarren von der Farm mit 5/5 Punkten in diversen Fachzeitschriften bewertet wurden. Dann durfte probiert werden: Jeder konnte aus dem gleichen Glas einen Schluck Rum nehmen und dann an der gleichen Zigarre ziehen. Ich war raus aus der Nummer.
    Anschließend gingen wir in den „Humidor“ a.k.a. Bretterhaus (Zedernholz!) mit Klimaanlage und bekamen die Möglichkeit, Zigarren zu erwerben. Da ich mir nicht sicher bin wegen den Einfuhrbestimmungen in die USA, hab ich noch keine gekauft.

    Mit dem Bus fuhren wir über Stock und Stein und zwischen Pferdekutschen und Oldtimern hindurch nach Viñales. Hier sahen wir die Warenknappheit live: Im Supermarkt gab es kein Wasser oder Cola, dafür 10 Meter lang im Regal die gleiche Nudelsorte. Es gab Shops, die änderten ihr Sortiment je nach Verfügbarkeit. Man kann also nicht sagen: „Oh, ich betreibe eine Drogerie“, denn je nachdem was da ist, ändert sich das Sortiment und dann ist die ehemalige Drogerie plötzlich ein Klamottenladen. Die Apotheke hatte erschreckend leere Regale.
    Unsicher fühlte ich mich nicht, wurde auch nicht angesprochen oder belästigt. Ich denke die Kubaner sehen hier doch einige amerikanische Touristen.
    Read more

    La descripción tuya del viaje es mejor que cado los libros!! Besitos Kathy

    8/22/19Reply
    Gwendolynaway

    Dödömm! hahahaha :D

    8/22/19Reply
    The shady Penguin

    Manchmal passt halt dödömm am Besten!

    8/24/19Reply
     
  • Day3

    Kunst für Augen...

    August 20, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 26 °C

    Ich hab so gut geschlafen wie schon lange nicht und wachte gegen 7 Uhr auf. Um 8.00 machte uns Maritza ein wunderbares Frühstück mit Ei, Früchten, Käse, Wurst, süßen Teilchen,... es war grandios und völlig unerwartet!
    Eine Stunde später war der Bus bepackt und wir sind zu einer Tropfsteinhöhle gefahren. Ich bemerke immer mehr, wie sicher ich mich auch auf unsicherem Terrain bewege. Früher hätte ich bei jedem Schritt nach unten in diese Höhle Angst gehabt. Nun denke ich mir: „Es wird schon werden- uh- dieser Felsen siehe cool aus!“ Manche anderen in dieser Reisegruppe haben noch diesen Weg- wenn sie es denn wollen- vor sich. Man merkt ihnen an, dass sie noch nicht so weit sind, denn sie beschweren sich an kleinen Dingen. Sie machen sich im wahrsten Sinn schwerer! Das zieht sie nach unten.
    In der Tropfsteinhöhle schützte ich meine Kamera vor den Tropfen und freute mich, dass es keine Fledermäuse gab. Die Höhle an sich war prächtig und nach einem Spaziergang durch manchmal enge Stellen, setzten wir uns in ein Boot (mein mentaler Alf sagt: „Null Problemo!“) und der Fahrer zeigte uns herausstechende Felsformationen und sagte, was sie ähnelten. Das fand ich einerseits praktisch, andererseits hätte ich gerne meine eigene Fantasie benutzt, denn es gab so viel zu entdecken.

    Danach fuhren wir zu einer Wandzeichnung welche in den 70er - Jahren von einem Künstler angefertigt wurde. Sie ist sehr groß (70-120 Meter) und stellt die Geschichte der Menschheit dar. Ich stellte sie mir etwas filigraner vor.
    Read more

    Kathy Kinkel

    Como siempre, super interesante!!

    8/22/19Reply
    Gwendolynaway

    Morgäääään! :D

    8/22/19Reply
    Gwendolynaway

    Go Pengiun Go! Sei stolz auf dich!

    8/22/19Reply
     
  • Day8

    Travel day to Vinales

    May 1 in Cuba ⋅ ☀️ 23 °C

    It's a long travel day in front of us. Having said our last goodbye to our humble hosts, we stepped back into Orge's old-timer.

    Very bumpy road but now, direction. the west of Cuba. VINALES, an unesco world heritage, and the home of the tobacco.

    We stopped on the way at ciénaga de Zapata, an unesco biosphere reserve, the biggest swamp land area in Cuba.

    We made a stop at a "unfortunately touristy" spot called Guama a reconstructed indigenous village, where we did a small boat trip. Despite Nina's sadness of not seeing the "real thing", we still where able to see quite some bird species - a giant harron, emerald hummingbirds and the Cuban trogon.

    Back on the road we have some surprises for us.. Cuban style. For exemple half of the road is covered with grains.. So it can dry faster.

    No time for food. You can stop here on the middle of the highway, and buy local cookies, fruits from sellers who are standing there the whole day.

    Arriving in vinales we stopped first quickly at a tabacco farm, recommended by Orge, where we learned a part of the process of making a cigar.
    We knew the next day we would learn more about it so we didn't stay too long.

    At arrival on our new casa particulares, the most beautiful house on the street with again very friendly and humble Cubans. A few minutes later we also met franka (Francesca over here) a dutchie married to a cuban. She lives in this village and she will be our local guide for the next day's.

    Her parents are also visiting here right now so we decided to have dinner with them and try to figure out if there is any festivities happening since it is first of May (labour day). Except for a street market with cocktail stands unfortunately not much dancing going on, so we walked home, off to bed.
    Read more

  • Day4

    Dag 3

    July 29 in Cuba ⋅ ☀️ 30 °C

    Havana - Vinales

    Ontbijt in Havana wordt totaal niet gemist. Er is geen brood, maar wel kaas/vlees/fruit. Borden worden niet aangevuld, dus we geven deze door.
    Plan was om met de jeeps te gaan rijden de komende 3 dagen, aangekomen krijgen wij 5 campers. Zit samen met Kim, Kim, Marinda en Sherley in een camper. De reis gaat voorspoedig, totdat wij de bergen in gaan.
    Hebben op een prachtige plek gelunched en vervolgens geziplined door de mooie natuur.

    Morgen gaan we 60 km naar het strand rijden, dit wordt heel erg spannend met de campers. Het laatste stuk is zo slecht dat je maar max. 15 km/u kunt.
    Read more

    Marijke Vlas

    Machtig hoor, met de camper op pad👍👀

     
  • Day5

    Dag 5

    July 30 in Cuba ⋅ ⛅ 31 °C

    Paardrijden in Vinales

    De hele groep is vandaag op het paard gestapt, ook al vonden een aantal het erg spannend. Uiteindelijk heeft maar 1 iemand de tocht op het paard niet uitgereden. Met de paarden zijn wij naar een tabaksfarm gereden en hebben wij uitleg gekregen hoe de sigaren gemaakt worden.Read more

    Marijke Vlas

    Paardrijden kon je vast nog wel😅

     
  • Day188

    Alle wollen sie den Miro reiten

    July 23, 2018 in Cuba ⋅ ☀️ 31 °C

    Anstelle eines Reisecars entscheiden wir uns für ein am Vortag gebuchtes Collectivo, um nach Vinales zu kommen. Der mit neun Leuten beladene rote 52er Ford Station Wagon hat zwar keine Klimaanlage, fühlt sich dank karibischer Dauerbeschallung aber sehr authentisch an. Der Mann hinterm Steuer und sein Fahrstil erinnern mich irgendwie an meinen Lieblings-Ra... äh -Fahrer, Pedro Fictivo. Schnell, vermeintlich sicher und mit kubanischer Stimmung im Herzen erreichen wir unser nächstes Casa Particulares in einem malerisch bis kitschigen Städtchen. Wo Dealer einem in allen anderen Ländern Drogen andrehen wollen, bieten sie einem hier - und in jeder grösseren Stadt in Kuba - irgendwelche Wifi-Codes an. Wir verzichten aber auch hier dankend. Neun Tage ohne Internet sollte man überleben, ohne sich zu trennen. Hoffentlich. Und sonst sucht man sich im Internet halt was Neues. Oder versöhnt sich per Whatsapp. So oder so, das Leben geht weiter.

    Und was haben wir noch gar nicht gemacht auf dieser Reise? Genau, Reiten. Also auf Pferden. Und das Valle Vinales ist ein herrlicher Ort dafür. Also zum auf Pferden Reiten. Ein paar Stunden durch die wunderschöne Landschaft mit diversen und meist zu langen Pausen für eine Zigarren-Tour, eine Kaffee-Tour, eine Rum-Tour und eine Tortour. Wobei, nein, Tortour ist was für Pius. Irgendwie war das Ding dann schon ziemlich nah an einer Kaffeefahrt mit Rheuma-Kissen und so. Natürlich alles völlig unverbindlich. Probieren darf man alles und kaufen muss man nichts. Aber man wäre ja doof. Wenn nicht hier, wo dann? Wir sind doof und kaufen nix. Ausser einen Coco Loco, denn der macht lustig. Und da ich die offerierte und gar nicht mal so schlechte Tasting-Zigarre äusserst schnell vernichtet habe, schenkt mir der Capo tatsächlich noch eine für auf den Weg. Umsonst. Einfach so. In Kuba. Guter Mann!

    Ich reite auf Moro. Keine Ahnung wieso Moro, das Teil ist fast weiss. Ziemlich elegant, mit schönen Haaren. Ich nenne ihn darum Miro. Ich reite also auf Miro, etwas wovon viele Menschen unterschiedlichen Geschlechts träumen. Das kecke Cowgirl Sue sitzt auf Ramon Lauda dem Ersten (und sicher auch Letzten). Natürlich hiess der Esel anders, aber ich kann mir hier doch nicht jedes Detail merken. Auf jeden Fall hat das arme Viech nur ein Ohr und wird deshalb wohl des Öfteren gehänselt. Denn Ramon Lauda der Erste scheint auch sonst irgendwie kaputt. Mental. Er trägt diese subtile Aggressivität in sich, die sich immer dann bemerkbar macht, wenn Ramon Lauda der Erste von einem anderen Pferd überholt wird. Und das wird der lahme Gaul ständig. Zum Beispiel vom viel schöneren Miro. Kaum im Augenwinkel erspäht, will dieser offensichtlich immer als Letzter in ein Team gewählte Aggressor zuschnappen. Miro und die anderen schönen Pferde nehmen es gelassen und wie durch ein Wunder, haben wir auch diesen Ausflug überlebt. Danke. Miro.

    Und dann passiert es doch. Nach einem langen Wandertag und dem offensichtlich vom Mossad vergifteten Ananassaft - oder ist es Nowitschok? Verdammte Russen! -, ist die Statistik mit den null krankheitsbedingten Ausfalltagen wohl Geschichte. Traurig. Nachdem ich sechzehn Jahre Rauchen, noch mehr Jahre Alkohol und eine Dodge Viper überlebt habe, soll es nun ein Ananassaft richten? Die Nacht verbringe ich mehrheitlich im Bad und ohne nennenswerte Schlafphasen. Schreckliche Bauchkrämpfe halten mich wach und hetzen mich immer wieder aufs Töpfchen. So stelle ich mir Wehen vor. Uhh, ich weiss, Glatteis. Woher sollte Mann wissen, wie schmerzhaft Wehen sind? Schon klar, aber wer ausser mir weiss wie schmerzhaft meine Bauchkrämpfe waren?! Hä? Ich wollte mich schon an unseren Antibiotika- und Morphium-Reserven vergreifen, so schlimm war das. Im Laufe des Morgens verbessert sich mein Zustand völlig unerwartet. Wir halten also an unserem Plan fest und reisen mit etwas Verspätung weiter nach Pinar del Rio. So gesehen, war ich also keinen „Tag“ krank. Geburtsschmerzen waren das trotzdem. Sue sieht das natürlich ganz anders. War ja klar. Sie spricht von einem halben Tag Ausfall. Ich will dies umgehend meiner Rechtsschutz melden, wobei mein Hilfeschrei ohne Internet leider im Sand verläuft. Dann ist es eben ein halber Tag. Die schöne Sue gewinnt. Wie immer. Ausser mit Ramon Lauda dem Ersten.

    Der kleine Einbruch hindert uns natürlich nicht daran, in Pinar del Rio die in meiner Vorstellung heilig leuchtende Fabrikationsstätte von Cohibas, Montecristos und Romeo y Julietas zu besuchen. Die einmonatigen Umbauarbeiten in der Fabrica De Tabacos Francisco Donatien hingegen schon. Verdammt, darum bin ich doch hier! Und jetzt einfach zu?! Naja, es gibt ja noch eine Schnaps-Fabrik in der Stadt. Mir scheint das genau das Richtige, um die Stimmung wieder zu heben und den Käfern in meinem Magen/Darm-Trakt vollends den Gar auszumachen. Mit mässigem Erfolg. Mir ist schlecht. Kein Wunder bei der Hitze. Und dann ist da noch DIE Tabak-Plantage unter den unzähligen Plantagen rund um Pinar - Alejandro Robaina. Da fahren wir mit dem Taxi auch noch hin. Ich muss schliesslich meinen Reise-Humidor, mein wichtigstes Gepäckstück, mit Hinterhof-Material auffüllen. Obwohl die ausserhalb der Farm an einem Küchentisch angebotenen Zigarren und die Labels daran völlig offensichtlich Fake sind, kaufe ich mir unterschiedliche Exemplare. Als der umtriebige Verkäufer die dreissig Stutz mit zwei weiteren Stengel zum halben Preis voll machen will, greift dann auch Sue noch ins Geschehen ein. Während ich dankend ablehne, hält Sue dies für einen grossartigen Value-Deal, den ich auf keinen Fall verpassen darf. Also gut, gib her. Und danke Sue!

    Das dachte ich zu dem Zeitpunkt zumindest noch. Aber ein Fazit gibts erst am Schluss unserer Kuba-Kaffeefahrt und jetzt geht es zuerst weiter nach Trinidad.
    Read more

    Miro Fuchs

    Pacco rides Miro.. chunt mer doch grad wieder e story in sinn, oder mehreri :D PS: bis bald in Buda :)

    7/31/18Reply
    Sue and Pasci

    😄 logo! 😘

    7/31/18Reply

    dreierlei:

    8/1/18Reply
    4 more comments
     
  • Day7

    Vinales Hotel E Central

    December 25, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 22 °C

    Mitten in Vinales. Heute den kleinen Ort erschlendert und Österreicher kennen gelernt - die haben schon deutlich mehr gesehen als wir .... Fazit des Abends Mojito ist lecker und wir müssen uns jetzt dringend um Sightseeing kümmern 😉😂Read more

You might also know this place by the following names:

Municipio de Pinar del Río, Municipio de Pinar del Rio

Join us:

FindPenguins for iOSFindPenguins for Android

Sign up now