Cuba
Provincia de Cienfuegos

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100 travelers at this place:

  • Day252

    Fremde Welt

    September 5, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 32 °C

    Nach 5 Stunden Taxifahrt kommen wir endlich bei Maricela an. Sie und ihr Mann Arturo vermieten den oberen Teil einer wunderschönen Villa auf dem Prado, der Hauptallee der Stadt. Wir nutzen eine Dachterrasse mit Blick auf das Leben. Dies ist vor allem abends schön, wenn die Einheimischen aufzuleben scheinen und Gitarre spielen, ein kleiner Wind die Mücken verjagt und wir die beleuchtete Stadt unter der Weinrebe genießen können.
    Der erste Eindruck ist ernüchternd. Trotz der vielen schönen und besser erhaltenen Bauten und sauberen Innenstadt, fühlen wir uns sehr fremd und treffen auf Menschen, die sich wahrscheinlich nur gegen uns stellen, weil wir weiß sind.
    Wir stellen uns brav in die Schlange für Internetkarten und werden immer wieder von einer Gruppe Einheimischer weg gedrängt. Ein Mann vor uns scheint nett zu sein und erzählt uns, dass, falls wir nur die Karten brauchen, diese es auch nebenan gäbe. Sebastian fragt nach, während ich in der Schlange hinter dem Mann bleibe. Er hat gelogen - danach würdigt er uns keines Blickes mehr. Der Versuch, uns aus der Schlange zu verjagen, ist missglückt. Eine Frau erscheint aus dem Nichts und behauptet, vor uns gewesen zu sein und nur schnell etwas besorgt zu haben. Eine Gruppe Einheimischer, die erst nach uns also definitiv nach dieser Frau ankamen, bestätigt dies und stellt sich auf ihre Seite. Es fühlt sich furchtbar an, so für dumm erklärt zu werden und jetzt mehr als sonst würde ich so gern etwas mehr Spanisch sprechen.
    Als wir die Telefonkarten mit dem 50 CUC-Schein (50€), der aus dem Automaten kam, bezahlen wollen, wird uns gesagt dass sie kein Wechselgeld haben. Sebastian ist sichtlich verärgert, sodass die Frau am Schalter unser Geld an einen vorbeikommenden Mann gibt, der damit ungefähr eine halbe Stunde verschwindet. Niemanden scheint es zu interessieren, dass wir auf unser Geld warten. Nach einer Ewigkeit kommt der Mann zurück mit gewechseltem Geld und wir glauben kurz daran, uns doch in den Menschen zu täuschen. Während Sebastian die Karten bezahlt, bittet mich der Mann erst höflich und dann sehr fordernd, ein altes Stofftier von ihm abzukaufen, weil er uns ja geholfen habe. Ich lehne dankend ab, weil ich kein Stofftier möchte, gebe ihm jedoch einen Peso (1€) für seine Mühe, um die wir ja nie gebeten haben (im Gegenteil - unser Geld war schneller weg, als wir gucken konnten). Verabscheuend nimmt er das Geld entgegen und lacht spöttisch, weil es ihm zu wenig ist - und ich ärgere mich erneut.
    Als wir diese Geschichte Maricela und Arturo berichten, beginnen sie über ihr Leben zu erzählen. Er ist Meteorologe und sie hat Kunst und Literatur studiert. Sie sind unheimlich unzufrieden in ihrem Land. Auch wenn wir nur ein Bruchteil seiner Rede verstehen, wird deutlich, was er sagen möchte. Der erste Satz fasst ganz gut zusammen, worum es geht: “Die ganze Welt dreht sich, nur Kuba bleibt stehen.” Es muss schwer sein, so intelligent in diesem Land festzusitzen. Das erste Mal wird uns klar, wie groß der Unterschied zwischen den Menschen hier ist. Arturo erklärt uns, dass der durchschnittliche Verdienst pro Tag hier weniger ist, als 1 Liter Diesel kostet. Mit 80 CUP (circa 3€) Rente in der Woche ist ein Leben kaum möglich - der zusätzliche Verdienst durch die Pension ist essenziell, obwohl er eine gute Ausbildung hat!
    Das Gesundheitssystem mag sich verbessert haben, eine gute medizinische Versorgung ist aufgrund mangelnder Ressourcen jedoch nicht möglich. Was nützt es denn schon, zu einem Arzt gehen zu können, der einen aufgrund mangelnder Medikamente kaum behandeln kann. Arturos Blutdruckmittel reichen noch bis November. Was danach ist, wird sich zeigen. Aktuell gibt es ihr Medikament nicht zu kaufen.
    Es ist schockierend, sich mit den beiden zu unterhalten, denn plötzlich sehen wir das Leben nicht mehr nur in den Menschen, die uns auf der Straße verärgern und dem ersten Anschein nach, oft kein anderes Leben kennen, sondern auch in denjenigen, die unerreichbare Wünsche und Ziele haben.
    Cienfuegos wurde in seinen Blütezeiten im 19.Jhd als “Perla de la Sur” bezeichnet. Die Handelsstadt wurde als einzige Metropole in Kuba von Franzosen gegründet. Der französische Einfluss ist noch heute an der Architektur vor allem um den Hauptplatz “Parque Martí” mit seinem Triumphbogen sichtbar. Heute läuft täglich eine der größten Shrimpfangflotten der Welt aus dem Hafen der Stadt und aufgrund der zentralen Lage an einer gesicherten Bucht ist dieser noch heute der größte Zuckerexporthafen der Welt.
    So blitzsauber und edel sich das Zentrum zeigt, so enttäuscht sind wir vom Dreck im Meer. Ich glaube, bisher haben wir es so schlimm nur in “Mui Ne” in Vietnam erlebt. Sowohl an der beliebten Fußgängermeile entlang des Ufers, als auch am stadteigenen Strand etwas außerhalb, erschreckt uns die Ignoranz der Einheimischen. Dass sie der Müll hier tatsächlich nicht stört, merken wir daran, dass sie zwischen Scherben, Dosen und Plastikschalen ihre Handtücher ausbreiten und sich auf der Mauer an der Promenadenstelle fotografieren lassen, an der der meiste Müll angespült wurde. Völlig schockiert sind wir jedoch, als wir beim Schnorcheln zwischen riesigen wunderschönen Korallenformationen und bunten Fischen fast genauso viele Dosen und Plastiktüten finden wie am Strand. Maricela bestätigt beschämt die rückschrittlichen Verhältnisse Kubas und das mangelnde Verständnis für die Notwendigkeit des Recyclings.
    Insgesamt sind wir doch etwas enttäuscht von der so angepriesenen Stadt mit seiner verblichenen “Haute Culture”.
    Diesmal gefallen uns mehr die versteckten Ecken der Stadt, an denen wir freundlich angelächelt werden, Kinder Ball spielen und eine Portion Eis für 51 Cent tatsächlich 5 Kugeln beinhaltet - auch wenn es heute und auch jeden anderen Tag nur Vanille gibt: eine leckere Erfrischung, die sich zwischen Ansammlungen kubanischer Familien und Kindern wunderbar authentisch anfühlt. Als wir zu zweit wirklich nur eine Portion bestellen, werden wir komisch angesehen, denn anscheinend bringt man hier normalerweise ein ganzes Picknick an Kuchen oder anderen Leckereien mit, die in die mindestens zwei Portionen Eis getunkt werden. Ein herrliches Spektakel!
    An unserem letzten Morgen werden wir von Trommeln und Aufmarsch um 6:00Uhr früh geweckt. Als ich von unserer herrlichen Terrasse auf den Prado blicke, marschiert um 7Uhr früh die ganze Stadt einer Parade an Matrosen und Soldaten mit einer riesigen kubanischen Flagge hinterher. Maricela erklärt uns später, dass sich hier in Cienfuegos am 5.September 1957 Matrosen und Studenten gegen den Diktator Batista erhoben. Trotzdem der Aufstand schon nach wenigen Stunden niedergeschlagen wurde, behält er noch heute einen Ehrenplatz in der Geschichte Kubas.
    Wir spazieren heute entlang des Villenviertels mit prächtigen Bauten am Meer, die zum Teil wunderschön, manchmal wieder nur am sichtlichen Teil renoviert sind, bis zum Punta Gorda, einem kleinen Parkareal an der Spitze der Stadt.
    Nach einem entspannten Nachmittag und Abendessen auf dem Balkon über dem Prado, freuen wir uns auf die Weiterfahrt nach Trinidad und verabschieden uns erneut schweren Herzens von Arturo und Maricela.
    Im 1955er Plymouth-Retro Auto fahren wir mit drei Spaniern gemeinsam in die Berge der “Sierra del Escambray” zu den Wasserfällen des “El Nicho“. Bergauf hat das schwarze Elvis-Gefährt ganz schön zu kämpfen - aber wie immer, haben wir ja Zeit. Auf dem Weg erstrecken sich bereits wunderschöne Blicke auf die Berge, die wir bei der Geschwindigkeit so richtig genießen können.
    Im Naturpark ergießen sich zwischen Farnen, Orchideen, Kaffeepflanzen und Eucalyptus bis zu 15 Meter hohe Wasserfälle in traumhaft klare natürliche Swimmingpools. Der kurze, steile Aufstieg wird mit der tollen Aussicht auf den 36km2 großen Stausee „Hanabanilla“ und die Berge der Sierra Escambray belohnt. Auf dem Weg hinab finden wir einen kleinen Trampfelpfad, der uns zu einer einsamen Oase führt, die eine perfekte, aber ganz schön kalte Erfrischung bei der Hitze ist. Hier genießen wir eine Weile die Ruhe des Ortes und die Geräusche des Wassers, bevor wir zur Weiterfahrt zum kolonialen Juwel der Spanier aufbrechen.
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  • Day115

    Cienfuegos

    January 6, 2019 in Cuba ⋅ 🌧 21 °C

    Next day next city,
    Cienfuegos - Cuba’s Paris!
    We spent one night here, what is totally enough.
    We did a sightseeing tour by bike to la Punta and enjoyed a sundowner.
    Surprisingly we found a nice restaurant with super good food, live music and cocktails! On the way home I saw this kind of garage, right in the living room!Read more

  • Day116

    Travel day Cuba style

    January 7, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 29 °C

    The plan was to leave Cienfuegos in the morning to Varadero, but our taxi collectivo didn’t show up! We tried to get another taxi but only for 2 it was to expensive so we decided to take the bus in the afternoon.
    We spend the morning with exploring the shopping possibilities (awesome 😂) and found a really nice place for lunch.
    Strengthened we started our 4h trip to Varadero!
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  • Day54

    Archipiéla go de los Canarreos.

    July 9, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 23 °C

    Oh boy what a week!
    We meet up with our group of 9 in Havana and jumped aboard a bus to Cienfuegos, a port town in the middle of Cuba at the bottom.
    We jumped aboard our 85ft catamaran that holds 16; grateful that we only had 9!!
    The group consisted of 4 oldies from New Zealand, 2 oldies from Hungary and 1 youngy from Wales. What a treat. We were very keen.
    The boat left the port and sailed all night while we slept soundly. We awoke to the sun and fresh air of the first island.
    The next week pretty much goes as follows; wake up, swim, brekky, snorkel, fish, lunch, kayak, swim, laze around, dinner, cards, bed time.
    A particularly special day was spent visiting a sea turtle conservation and then being able to release several turtles back into the wild!
    We feasted on freshly caught fish and lobster. Oftentimes eating what we had caught in the day. Deliciousssss.
    Sooo relaxed and sun drunk we’re ready for some more in California.
    So nice to meet you Brenda, Dave, Kaylene, Clive/ Vince, Amy, Akos, Katie, Lerdo, El Capitan and El Chef.
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  • Day5

    Cienfuegos

    August 22, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 31 °C

    Dear Diary, I‘m ready to go home.
    Der Klassiker an Tag 4: Mir reichts. Das Klima, das Essen, die Geschwindigkeit, die Geräusche. Ich will nach Florida.

    Ich weiß aber, morgen wird es wieder besser werden.

    Heute früh um 8.00 ging unsere Fahrt nach Cienfuegos los. Die Fahrt dauerte mit Unterbrechungen ca. 4,5 h. Im
    Yachthafen von Cienfuegos gab es erstmal Mittagessen, sogar zum auswählen und jeder auf seinem eigenen Teller 🤗 die Bucht könnte auch in Florida liegen und ein Ort dort heißt auch Punta Gorda. Ich bekam Heimweh.

    Ich erheiterte alle mit meiner Offenbarung, nicht nur als Kind sondern auch jetzt noch Sascha Hehn heiraten zu wollen und ging auf unser „Traumschiff“ für eine Rundfahrt durch die Bucht. Das Schiff war ein spärlicher Touristendampfer aber Wasser lässt mich immer wieder „heimkommen“ und so genoss ich diese Rundfahrt doch.

    Nach der Rundfahrt ging es in das historische Zentrum von Cienfuegos, welches auch Weltkulturerbe ist. Die Stadt ist maritim gestaltet und sehr sauber. Leider auch super touristisch. Früher hätte ich diese Stunde Freizeit sehr genossen, wäre durch die kleinen Läden und hätte mich mit Tourikram eingedeckt. Jetzt ist es anders. Ich will mich nicht zumüllen sondern Erlebnisse. Liegt das an meiner eigenen Entwicklung oder an Kuba? 🤔 Und macht jeder, der reist und seine Welt damit öffnet, diese Entwicklung oder nicht?
    Jedenfalls war diese eine Stunde sehr lang (und nein, es gab auch kein schönes Café in das ich hätte gehen wollen).
    Irgendwann hat es noch in Strömen geregnet (Schirm im Bus, Reiseleiter kriegt es ja im Bus nicht auf die Kette zu sagen, wie lang wir da jetzt sein werden...) und ich hatte die Schnauze endgültig voll.
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  • Day6

    Facts

    August 23, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 31 °C

    Das habe ich über Kuba erfahren:

    1. Diesel ist seit einem Monat sehr knapp. Immer wenn es welchen gibt, stehen die Leute lange an.

    2. Ähnlich ist es mit Bargeld. Manchen Banken geht regelmäßig das Geld aus. Wenn sie dann wieder Lieferung bekommen, stehen die Leute in großen Menschentrauben an.

    3. In Kuba dürfen Polizisten die Geschwindigkeit der Autos schätzen und dann Strafen verteilen. Die Strafen sind einerseits billig (höchstens 3 cuc) andererseits sehr teuer, denn es gibt ein Punktesystem: jeder Kubaner hat 30 Punkte im Jahr zur Verfügung. Einmal anhalten wegen überhöhter Geschwindigkeit kostet etwa 12 Punkte. Das hat zur Folge, dass wenn Kubaner einen Polizisten sehen und 80 die Höchstgeschwindigkeit ist, sie höchstens 50 fahren, damit der Polizist nicht falsch schätzt.

    4. 70% der Touristen sind Kanadier

    5. Manche KFZ-Mechaniker fliegen nach Russland (easy mit Visum), kaufen sich dort ein altes Auto, nehmen die Teile mit, die sie sofort brauchen und verschiffen den Rest mit einem Kontainer. Es ist nicht erlaubt, ein komplettes Auto einzuführen.
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  • Day7

    Cienfuegos

    December 4, 2019 in Cuba ⋅ ☀️ 27 °C

    Naja, wohl doch kein Santa Clara, da kein Taxi Colectivo dort hin fährt. Also in der geplanten Casa für Cienfuegos eine Nacht dazugebucht. Wir erkunden nun mal die Stadt und haben schon etwas geplant für morgen früh.

  • Day8

    Laguna Guanaroca

    December 5, 2019 in Cuba ⋅ ☀️ 21 °C

    Auf dem Weg zur Lagune konnten wir Termitennester und deren Straßen beobachten. Diese sind durch eine selbstgebaute Sicherheitshülle geschützt, sodass Fressfeinde keine Chance haben. In der Lagune überwintern Flamingos und andere Zugvögel. Mit dem Ruderboot ging es nah an die Scharen dieser großen, aber zierlichen Tiere.Read more

  • Day6

    Hammock-life

    August 23, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 31 °C

    Ein Boot brachte uns in 2 Gruppen und mit Schwimmweste (anziehen weil vielleicht Kontrolle!) wieder zum Strand vom
    Hotel. Jetzt 5 h Freizeit bei voller Beschallung. Darf ich bitte zurück in meine Hängematte ?

    In meinem Zimmer dann die Genugtuung, dass mein Plan funktioniert hatte 😎 es ist pieksauber und kühl: Das Zimmermädchen habe ich mit Geld und Hotelkosmetik bestochen und die Fernbedienung zum Ausschalten der Klimaanlage versteckt😎Read more

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