Cuba
Provincia de Guantánamo

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Top 10 Travel Destinations Provincia de Guantánamo
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27 travelers at this place
  • Day14

    Boca de Yumurí

    December 11, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 26 °C

    Heute ging es mit Guide zur Kakaoplantage, zu einsamen Stränden und viel wilder Natur. In viel Ruhe konnten wir die Natur genießen und uns über das kubanische Leben erkundigen, da der Guide in der damaligen DDR arbeitete.Read more

    Ute Dö

    Was gibt's denn zu essen?

    12/11/19Reply
    Melanie Dö

    Geröstete Kakaobohnen

    12/11/19Reply
     
  • Day13

    Spontane Abreise nach Baracoa

    December 10, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 26 °C

    Da uns Santiago de Cuba nicht zusagte und die Casa auch nicht wirklich gut war, entschlossen wir uns kurzerhand nach Baracoa zu fahren. Also ein privates Taxi bestellt und eine der besagtesten schlimmsten Strecken in Kuba in Angriff genommen.Read more

  • Day15

    Parque National Alejandro de Humboldt

    December 12, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 26 °C

    Am Morgen ging es von Baracoa aus zu Kubas eindrucksvollsten Nationalpark, der mach dem deutsche Naturforscher benannt ist. Viele endemische Tiere und Pflanzen wachsen und leben nur in diesem Ökosystem. Auf dem stark eisenhaltigen Boden stehen mehr als 600 Quadratkilometer unberührter Regenwald, mit Ausnahme von ein paar Wegen, die mit natürlichen Mitteln errichtet worden sind. Vor knapp 220 Jahren erkundete Humboldt dieses Paradies, das schon seit einigen Jahren zum Unesco Weltkulturerbe gehört.Read more

  • Day6

    New Year's Eve

    December 31, 2017 in Cuba ⋅ ☀️ -12 °C

    We are staying in a lovely casa which is spotless. The hostess is very nice and has the most amazing collection of dresses.

    Bit of a chill day so after a leisurely start we head off to a hotel on the hill which has view and the main attraction wifi.

    Whenever you see lots of people standing around looking at their phones (usually in plazas) you know its a hotspot. There is no free wifi in Cuba. You buy an internet card for so many hours at $1US for an hour.

    We planned to catch a taxi but only a jeep was available which was impossible for mum to get in. After various charades the driver finally accepted this and got some random guy on the street to drive us in his car!

    Unfortunately mum left her backpack in the car. Nothing really of value except the actual backpack, mum's cancer council sunhat (borrowed from me) and my travelling umbrella which I also use to keep the sun off.

    So I bolt down the stairs that led to this hotel to where we caught the car but no luck finding this guy who I am not sure I would recognise from any other guy. Then I queue for an internet card but in cuba a queue doesn't mean much as the guard is letting lots of people skip the queue so I give up on that.

    Then back to the hotel. We attempt to order lunch but most stuff is unavailable (an indication it is state run!) so mum has a fruit salad and I have a nectar juice. State run.

    Then we sign onto the internet - yay! After leaving the hotel we hit the ice cream parlour and I walk around town abit.

    Dinner is at the tour guide's cousin's place abit out of town. The family didn't look very infused to have us even though we were paying quite alot for Cuban standards. We even had the sullen teenager who was obviously told he must sit through the whole thing!

    But the food and presentation were good. Our tour guide also gave us some salsa lessons. Next back to town to the only nightclub to see in the new year. Its a rooftop terrace with a view of the town square. A show was on.

    So happy new year to marge and I and everyone reading this blog!
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    Mary Maroske

    Yes the state run joints often run out of foodstuff

    1/5/18Reply
    Mary Maroske

    Bummer about the backpack as well. Luck must change soon

    1/5/18Reply
     
  • Day7

    New Years Day!

    January 1, 2018 in Cuba ⋅ 🌫 0 °C

    A lovely chill day at Maguana beach with white sand and palm trees - 20km west of Baracoa.
    I hired a top quality plastic sunlounge which had seen better days for $2. Later on they charged me $1 for picking up the lounge and taking it to the spot on the beach I had picked.

    Marge sat in a hut and we were charged $3 for her chair. I think they just made numbers up.

    We are learning in Cuba to order ahead if you have any chance of eating when you want to and it worked like a treat. Some places you can wait for hours. Very tasty chicken cooked perfectly and salad. The tomatoes here are full of flavour and we are eating loads of them.

    Eventually back to town and a miracle occured at 5.30pm in the telecommunications office - no queue!!! So I rushed in and loaded up on internet cards. You can buy them from guys on the street but the price is double. So I saved about $7!! Yes this is how much we have to watch our pennies! We tried another ice cream parlour and gave dinner a miss. The servings here are huge so its either two meals a day or you share a plate.

    I walked around the town abit. Nice little town with some ugly soviet style unit blocks down by the water. The waterfront strip or malecon as they call it is just ugly concrete and soviet style unit blocks. Prime real estate!
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    Mary Maroske

    Water is a beautiful blue

    1/6/18Reply
    Mary Maroske

    You are doing well with internet- we didn't get to buy too many cards!!!

    1/6/18Reply
    Meaghan Walsh

    Yes I scored big on new years day with the internet cards!

    1/7/18Reply
    Margy Walsh

    That Xmas tree had lights & covered with home made paper chains like I used to make as a child with the lights on it looked really pretty

    2/16/18Reply
     
  • Day16

    Abendstimmung

    June 18, 2017 in Cuba ⋅ 🌬 29 °C

    Am Abend gibt es ein paar Scheiben zart gegrilltes Schwein der Familie zum probieren für uns. Super lecker. Aber wir haben noch Hunger und gehen in einem kleinen Restaurant etwas essen. Uns begleitet ein 20 Jähriger den Freunde der Casa aufgenommen haben. Er ist halb Deutscher/ halb Kolumbianer und überlegt hier Medizin zu studieren.

    Als wir zurück kommen liegt unser Hausherr glücklich betrunken auf dem Wohnzimmerboden :-D ach wie schön wie entspannt hier alle sind. Und als wir eintreten gibt es noch ein paar Tanzrunden und Tanzlessons bei denen sich Reyner und Euganda nicht Lumpen lassen. Die haben das hier einfach im Blut. Wir haben alle sehr viel Spaß und können nicht oft genug betonen wie wohl wir uns hier fühlen.
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  • Day17

    Secret Playa

    June 19, 2017 in Cuba ⋅ 🌬 29 °C

    Der heutige Tag steht ganz unter dem Zeichen: Montag ist Schontag.

    Wir haben uns entschieden heute mal nichts grosses zu machen. Fabi hat noch ein paar Postkarten, die sie schreiben möchte und Olli nutzt den Tag um noch ein bisschen zu lesen. Die Zeit vergeht von ganz allein und wir machen uns am Nachmittag dann doch noch einmal auf den Weg ins Zentrum. Das ist diesmal die andere Richtung der Stadt.

    Baracoa ist und bleibt gemütlich. Am ersten positiven Eindruck ändert sich auch die folgenden Tage nichts. Einmal durch die Altstadt getigert, landet man an einer Bucht, die wir die letzten Tage schon mehrfach von oben gesehen haben, die Bahía de Baracoa, in der ein altes Schiffswrack zu bestaunen ist, welches da auf Grund gelaufen ist. Am Ende des Malecón befindet sich auch hier eine kleine Festung, von der aus Kuba einstmals verteidigt wurde. Ausserdem kommen wir noch in den Genuss einen geheimen Strand zu entdecken. Ein Einheimischer gibt uns den Tip, dass es in der kleinen Bucht eine kleine Badestelle gibt, die wie in einem Film erscheint.

    Bäume schlagen ihre Wurzeln am Gestein herunter, Lianen hängen von den Bäumen herab und im Fels sind auch hier riesige Fossilien von ehemaligen Meeresbewohnern zu entdecken. Wir tauchen noch kurz ein in diese Welt und sammeln noch die letzten Sonnenstrahlen, die sich durch die Wolkendecke kämpfen.

    Nach dem Bad legen wir uns zum Trocknen in die Sonne auf die Kaimauer und lesen noch ein bisschen. Kurze Zeit später kommt ein Einheimischer vorbei, der uns herzlich zu sich einlädt, um seine vegetarischen und veganen Gerichte zu probieren, oder einfach nur um vorbei zu schauen und ihn zu bestärken.

    Er bekommt vom Staat keine Unterstützung für sein Restaurant und versucht alles aus recyceltem Materialien aufzubauen. Vorallem was durch den Zyklon zerstört wurde versucht er für die Konstruktion zu verwenden.

    Klingt alles sehr interessant und wir lassen es uns einfach offen, bei ihm nochmal vorbei zu schauen.

    Heute Abend werden wir noch einmal von Euganda verköstigt. Wir haben uns nach dem leckeren Fisch nun noch einmal zum Abendessen angemeldet. Heute gibt es Hühnchensuppe, Hühnchen in Ananassauce, als Beilage Reis mit Bohnen und Kartoffelbrei mit Kürbiskernöl.

    Als wir sieben Uhr am Tisch sitzen, steht das Essen pünktlich auf die Minute auf dem Tisch und so gross können unser Mund und unsere Augen garnicht werden, wie wir staunen. Es riecht sehr lecker, sieht lecker aus und als wir dann auch schließlich den ersten Happen probieren, sind wir vollends von Eugandas Kochkünsten überzeugt.

    Bereits der Fisch in Kokussauce war ein Gaumenschmaus und wird mit dem heutigen Gericht noch einmal unterstrichen, bzw. setzt es dem Ganzen das Krönchen auf.

    Wir können davon garnicht genug bekommen, schaffen es aber nicht ganz, alles aufzuessen. Ein letztes einsames Keulchen mit einer Portion Reis bleibt schließlich übrig. Das Fleisch ist zart und saftig, die Sauce kräftig, würzig und fruchtig. Der Reis und der Kartoffelbrei runden das ganze mit einem vollmundigen Geschmack ab. Wir sind beide kugelrund gemampft und können uns kaum noch bewegen. Nix geht mehr...

    Kuba hat uns übrigens einige Zeit fürs Lesen beschert. Heute hat Olli das Buch von Björn Kern: "Das beste was wir tun können, ist nichts" beendet. Der damit den Nagel auf den Kopf trifft.
    Mittlerweile das dritte vollendete Buch nach den anderen beiden Werken: Alexandros Sun Eagle Tagaras: "Wildnisfamilie" und Susanne Klingers : "Hab ich selbst gemacht". Allesamt sind sehr lesenswert und bereichernd.
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  • Day16

    Mirador Baracoa

    June 18, 2017 in Cuba ⋅ ⛅ 18 °C

    Wow was für ein Tag! Unsere Gastfamilie umsorgt uns wo sie nur kann. Am Morgen gibt's ein reichhaltiges Frühstück mit heißer Schokolade aus der Region, Spiegelei, frisches Obst, Saft, Brot und selbst gemachte Marmelade.

    Wir haben uns hier in Baracoa innerhalb kürzester Zeit eingelebt und fühlen uns hier pudelwohl. Wir entscheiden einfach ein bisschen länger hier zu bleiben und legen uns nun auf eine Woche fest.
    Unsere beiden Gastgeber freuen sich darüber sehr und wir uns noch viel mehr. 😂

    Nach unserem Frühstück wollen wir nun einmal etwas von der Gegend sehen und laufen entlang des Playa Baracoa in Richtung Playa Blanca. Das soll hier in der Gegend einer der schönen Strände sein. Am Playa Baracoa sieht es nicht wirklich einladend aus, da es hier wieder einmal vor Müll wimmelt.

    Die Sicht auf das Naturschutzgebiet verspricht Besserung und wir stapfen weiter durch den Sand am Meer. Als wir an einer Flussmündung landen, ist erst einmal eine kurze Pause angesagt. Hier in der brütenden Hitze kommt die gerade recht.
    Nun heisst es warten auf das kleine Fährboot. Die Fähre ist ein Einmannbetrieb, der aus einem Ruderboot, einem Ruderer und einer kleinen Flasche Rum besteht. Heute ist hier Vatertag, da kann man durchaus auch mal tagsüber schon seinen Rum trinken.

    Als der Ruderer wieder bei uns anlegt, steigen wir ein und fahren, in dem schier überladenen, wackligen Ruderboot auf die andere Uferseite. Drüben angekommen erwartet uns ein ebenso wackliger Steg, auf dem man dann ans Festland gelangt.
    Die Menschen hier leben noch einmal etwas abgeschiedener und ruhiger. Kaum ein Auto ist hier zu sehen. Ein kleines friedliches Paradies. Gleich im Anschluss der Bucht, befindet sich der Nationalpark, der unser heutiges Ziel sein soll. Am Eingang hat man die Wahl, für den Mirador oder für den Playa Blanca zu bezahlen. Wir zahlen für dem Mirador und heute ist speziell für uns der Preis für den Playa Blanca inbegriffen. 😄
    Zunächst machen wir uns in der sengenden Hitze auf zum Mirador und schwitzen was das Zeug hält. Uns rinnt der Schweiß wo es nur geht. Auf dem Weg begegnen wir ein paar Einwohnern mit ihren Tragtieren, die hier tapfer den steinigen Pfad auf und ab marschieren.

    Oben angekommen werden wir vom Herr des Hauses in Empfang genommen, der uns zum Mirador begleitet. Dieser liegt nämlich auf seinem Privatgrundstück. Ein herrliches Grundstück, was er da hat. Hier wachsen Bananen, Passionsfrüchte und Palmen. Dazu hält er sich noch ein Schwein und so etwas wie Truthähne.
    Die Aussicht von hier oben ist einmalig. Wir können über das ganze Tal hinweg auf das Meer, die Buchten und die Bergkette schauen. Ein paradiesischer Anblick. Der Herr des Hauses scheint uns anzusehen, wie durstig wir sind und bietet uns einen frischen Maracujasaft an, den er schnell selbst zubereitet.

    Nun geniessen wir die Ruhe, den leckeren frischen Saft und diese herrliche Aussicht. Wir lassen das alles einfach mal auf uns wirken.

    An dem Aussichtspunkt wurde ein Haus errichtet, was komplett aus Baustoffen, nur von dem Land gebaut wurde. Die Bretter sind aus Bäumen gefertigt, die dem Zyklon letztes Jahr im Oktober zum Opfer gefallen sind. Das Dach wurde aus Palmenwedeln gefertigt, die ebenfalls von umgefallenen Palmen stammen.

    Der Zyklon muss ein sehr schlimmer Wirbelsturm gewesen sein, dem etliche Häuser zum Opfer gefallen sind. Hier wird noch viel davon erzählt und gerade hier auf dem Land, kann man auch die Spuren der Verwüstung noch sehr deutlich sehen.

    Reyner erzählte uns dass man sich schon auf etliche Tote vorbereitet hatte, aber nicht eine Person ist bei dem schweren Unwetter umgekommen. Lediglich die Infrastruktur ist zum Erliegen gekommen. Es gab kein Strom und kein Trinkwasser mehr.

    Wir machen uns nach der Verschnaufpause dann wieder an den Abstieg. Hinunter zu den Wasserhöhlen in der wir uns ein kühles Bad erhoffen.

    Wir verabschieden uns vom Herr des Hauses und laufen die Huckelpiste wieder hinunter.
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  • Day18

    Mirador Rio Yumurí

    June 20, 2017 in Cuba ⋅ 🌧 21 °C

    Wieder einmal geht's nach einem leckeren und frischen Frühstück auf ins Abenteuer. Heute wartet eine Tagestour zum Rio Yumurí auf uns.

    Die Vermieter unseres Zimmers haben uns einen Fahrer organisiert mit dem wir bis zum Fluss fahren und der uns ausserdem ein bisschen über die Umgebung erzählen kann.
    Früh um neun geht's los. Eloi unser Fahrer fährt mit einem 35 Jahre alten Moskvic vor und macht gleich einen ganz netten Eindruck. Die Plätze im hinteren Bereich sind für uns reserviert. Um Olli ein bisschen Beinfreiheit zu verschaffen, wird der Beifahrersitz ganz nach vorn gekurbelt und so weit vor geschoben, wie es geht. 😂

    Eloi kennt hier scheinbar jeden und die Fahrt durch die Stadt ist sehr amüsant, da auf ein kurzes Hupen stets ein Grüssen mit der linken Hand aus dem Fenster folgt. Letztlich kennt hier sowieso jeder jeden und man scheint sich auch sehr zu vertrauen. Egal ob es der Strassenfeger, der Obstverkäufer mit seinem Karren ist, jeder kennt sich mit Vornamen und es wird geplaudert, wie einem der Schnabel gewachsen ist.

    Also fahren wir zunächst mit dem grünen Gefährt durch ein paar Palmenplantagen an denen auch die Folgen des Zyklon noch stark zu erkennen sind. Dieses Ereignis hat die Menschen hier schon sehr stark erschüttert, da es der stärkste Wirbelsturm in der Geschichte Kubas war. Er hatte einen Wert 5,0.

    Auch Eloi erzählt uns wieder davon und dass es keine Toten gegeben hat, da die Kommunikation über Funk und Fernsehen excellent funktioniert hat. Alle wurden vorgewarnt und konnten sich somit rechtzeitig in Sicherheit bringen. Auf der weiteren Fahrt halten wir an einer Kakaoplantage, an der wir einmal einen Einblick in die Herstellung des Baracoakakaos bekommen. Die Vorstellung des Fermentierens und der Verarbeitung der Kakaobohnen von der Pflanze bis zum Endprodukt wird hier sehr ausführlich und einleuchtend erklärt. Grösstenteils wird hier scheinbar alles noch von Hand gemacht und die Prozesse scheinen sehr schonend, mit wenig Hitze, wenn dann mit Hilfe der Sonne, für die Kakaoherstellung zu sein.
    Die Darstellung ist sehr informativ und Olli hat sogar die Möglichkeit sich später noch zu einer englischsprachigen Gruppe zu setzen. So versteht auch er etwas mehr vom Zauber der Schokoladenherstellung.

    Die Kakaobohnen werden hier zu verschiedenen Endprodukten, wie Tafelschokolade, Trinkschokolade, Kakaobutter und Pralinen, gefüllt mit einer Creme aus Honig verarbeitet. Die 100%-ige Schokolade ist nicht genießbar. Auch die wird für die Weiterverarbeitung als tennisballgroße Kugel verkauft.

    Während uns das Handwerk der Kakaobauern erklärt wird, geht hier ein gewaltiger Regen runter. Für die Pflanzen und das Klima ein notwendiger Regenguss. Hier in die Gegend sind die Klimabedingungen ganz besonders und das Wetter ist zwischen den Bergen sehr wechselhaft, was für eine gute Kakaoernte notwendig ist.

    Als der Regen nachlässt fahren wir weiter die Küste entlang und lassen unsere Blicke über die palmengesäumten Sandstrände schweifen.

    Hier und da halten wir an und Eloi erklärt uns, was speziell für einige Strände ist, oder was hier geschichtlich so passiert ist. Unter anderem halten wir an einer 2-köpfigen Palme, die hier einzigartig ist, da Palmen normalerweise nur einen Stamm und eine Krone aufweisen. Irgendwie sieht es schon eigenartig aus. Als nächstes halten wir an einer kleinen Bucht, an der die geernteten Bananen und Honig umgeschlagen wurden. Hier in der kleinen Bucht geht's vom Land aufs Wasser und damit dann Übersee. Von diesem regen Treiben ist im Moment nichts zu sehen. Die Erntesaison steht wohl noch nicht an. Ausserdem sind auch hier schwere Sturmschäden vom Zyklon zu verzeichnen, bei dem einige Pflanzen kaputt gegangen sind.

    Weiter geht's auf unserer Route. Wir fahren über den Paso de los Alemanes, dem Pass der Deutschen. Hier haben ehemals Deutsche gelebt, die scheinbar diesen Teil der Strecke befahrbar gemacht haben, um durch die Felsen hindurch zu gelangen. Das war noch vor der Revolution. Hier gibt es ausserdem auch noch einen schönen Strand unterhalb der Fahrbahn, den wir uns auf dem Rückweg genauer anschauen werden.

    Zuletzt halten wir an einer kleinen Hütte direkt am Meer, an der wir auf einen weiteren Guide treffen. Mit ihm zusammen, schauen wir uns die Gegend hier rings um die Flussmündung des Rio Yumurí an.
    Der Guide geleitet uns hinauf zu einer Baustelle, die hier gerade betrieben wird, um eine neue Umgehungsstraße zu bauen. Die alte scheint zu steil zu sein und ist für manche Vehikel nicht bezwingbar. Als wir gerade da waren, hatte sich ein LKW festgefahren, der mit dem Radlader angeschoben werden musste.

    Die neue Straße soll flacher sein und nur noch 2 Kurven statt Serpentinen haben. Als wir vor der Baustelle stehen, kann man das Ausmaß sehen, was dafür an Natur zerstört werden muss. Der Guide erzählt uns, dass noch vor kurzem eine grosse Höhle an Stelle der Baustelle war, in der die Menschen bei dem Zyklon Schutz gesucht haben. Nun klafft da eine riesige Schneise der Zerstörung. Die Höhle wurde weg gesprengt, dafür gibt es jetzt eine neue Strasse und keine Bäume mehr, die einen Zyklon Widerstand leisten könnten.
    Zudem soll an der Stelle ein grosses Resort für Touristen entstehen, mit direkten Blick aufs Meer. Wir fragen unseren Guide, ob das nicht auch Naturschutzgebiet ist, in dem die Baustelle betrieben wird. Ja aber er meint es sei eben notwendig eine bessere Strasse zu haben...

    Wir sind davon ein bisschen irritiert und gehen weiter unseres Weges. Von der Baustelle aus führt eine frisch eingefahrene Schneise durch ehemaligen Wald zu dem Aussichtspunkt. Olli geht dabei die ganze Zeit das Lied: "Karl der Käfer" durch den Kopf.

    In dem Lied ging es bereits schon vor mehreren Jahrzehnten um die Vertreibung von Tieren und Zerstörung von Natur aus Gier der Menschen. Nichts hat sich geändert.

    Nun also stehen wir am Aussichtspunkt und schauen in ein Tal voller Schönheit. Im Rücken haben wir die absolute Zerstörung. Eigentlich absurd was hier in einem Nationalpark passiert. Die Natur ist eben nur so lange schön, so lange der Mensch nicht daran rumgepfuscht hat.

    Hier oben bekommen wir eine Vorstellung von der Namensgebung des Canyons. Vor langer Zeit sind hier etliche Sklaven von den Klippen gesprungen, die geschrien haben sollen: "Ich sterbe!/Yo morir" - deshalb Yumuri
    Von hier aus sieht man den Flusslauf und seine natürlichen Böschungen und Ufer. Welch schönes beruhigendes Bild.

    Es gibt auch noch ein paar Schmuckstände dir wir aber nur kurz passieren, da auf dem danebenstehenden Baum schönere Schmuckstücke zu sehen sind. Die Polemitas. Eine Schneckenart die vom Aussterben bedroht ist da viele Leute richtigen Schmuck aus den Schneckenhäusern machen.
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  • Day16

    Cueva de Agua

    June 18, 2017 in Cuba ⋅ ☀️ 15 °C

    Auf dem Weg zu den Wasserhöhlen treffen wir noch auf eine Familie, die sich ebenso durch die Hitze kämpft. Die beiden Männer, ein Herr Ende der Vierziger und sein Vater, laufen Arm in Arm, vermutlich nachdem sie auf den Vatertag angestoßen haben. Als wir sie überholen, nutzt die Frau die Gelegenheit sich an uns zu hängen und plaudert eine Runde mit Fabi. Es ist ein sehr interessantes Gespräch, was wir uns eigentlich so schon die letzten Wochen gewünscht haben. Sie fragt uns über unser Leben aus und gleichzeitig erzählt sie uns wie sie hier in der Abgeschiedenheit leben.

    Sie hat einen 15-jährigen Sohn, der jeden Tag den Weg über den Fluss, bis in die Stadt auf sich nimmt, um in die Schule zu kommen. Es ist ein Wahnsinn, wenn man sich das vorstellt. Sie selbst hat keine Arbeit, denn es gibt hier keine Arbeit. Sie leben grösstenteils von dem, was ihnen das Land hergibt oder sie über die Lebensmittelkarten beziehen können. Sie schwärmt von Fabis Schuhen und würde sie am liebsten gegen etwas eintauschen. Sie bemerkt auch, dass es bei uns ja so viel Arbeit gibt, was hier irgendwie eine Utopie ist. Nun es ist für uns auch etwas besonderes zu sehen, dass es ein Leben ohne Arbeit gibt. Hier in dieser Gegend leben die Menschen eigentlich wirklich ihr Leben und nicht für die Arbeit, um irgendwann endlich Rente beziehen zu können. Es wäre doch wünschenswert irgendetwas zwischen drin zu finden. Interessante Ansichten.
    Sie begleitet uns jedenfalls bis zum Grundstück der Wasserhöhlen und übergibt uns hier an den Landbesitzer, auf dem sich die Höhlen befinden. Er nimmt uns gleich herzlich in Empfang, fragt wo wir her sind und freut sich darüber uns ein paar Sätze in deutsch zu erzählen, dass er in der DDR, in Zwickau, in einer Chemiefabrik gearbeitet hat und dort 4 Jahre gelebt hat. Er hat das Land von seinen Vorfahren geerbt und hat somit auch ein reichhaltiges Stück Natur abbekommen, was ihn nährt. Uns lädt er gleich auf frische Maracuja ein und erzählt uns wie es hier so funktioniert auf dem Land.
    Das Wasser beziehen Sie vom Regen, was in manchen Monaten sehr schwierig sein kann, da es zu wenig Niederschlag gibt. Dann werden sie von einem Traktor mit Wassertank versorgt, was hier vorstellbar schwierig zu bewerkstelligen ist. Der Strom kommt von der Stadt. Prinzipiell ist es ein sehr einfaches Leben hier auf dem abgelegenen Land.

    Nach der frischen Maracuja geht's auf in Richtung Wasserhöhlen. Auf dem Weg dahin kommen wir vorbei an Schweinen, Hühnern, Bisamratten, Kaffee-, Kakaopflanzen, Orangenbäumen, Papayabäumen, ein paar Heilpflanzen und jeder Menge anderen Versorgersträuchern. Er ist sich seiner Sache sehr bewusst und er weiß genau wo etwas wächst und wie der Stand der Früchte ist. Das ist im wahrsten Sinne ein Schlaraffenland. Man muss sich nur bedienen.

    Wir queren das komplette Land und es dauert sicher eine viertel Stunde, bis wir an den Höhlen angekommen sind. Auf dem Weg zeigt er uns immer wieder ein paar kleine Schnecken und andere Gewürzpflanzen, die wir auf jeden Fall übersehen hätten. Der Weg ist bereits schon von den früher hier lebenden Indianern angelegt worden, auf dem wir nun durchs Land schreiten. Von hier aus kann man auch die Höhlen sehen in denen die Indianer lebten. Das ist schon ein besonderes Gefühl wenn man sich die mit Leben gefüllten Behausungen vorstellt.

    Auch bei dem Zyklon im Oktober, waren es die Höhlen, die den Menschen Untschlupf und Sicherheit boten. Auch die Hütte von unserem Begleiter wurde nicht verschont. Eine riesige Palme, welche immernoch an Ort und Stelle lag, hat sich bei dem Sturm auf sein Zimmer abgelegt.

    Als wir an der Höhle angekommen sind, können wir das Wasser noch garnicht erahnen. Man steht am Höhleneingang und blickt in ein finsteres Loch. Das Gestein weißt einige Abdrücke von Muscheln und Schnecken auf. Die Poren sehen aus, wie das Material aus denen Riffe bestehen. Vermutlich war hier vor Jahrhunderten einmal Wasser, welches diese Höhlen geschaffen hat.
    Wir steigen in die Höhle hinab und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, als wir vor dem Wasserbecken stehen. Kristallklares Wasser sammelt sich hier in dieser Höhle und offenbart ein wundervolles Geschenk der Natur. Völlig verschwitzt ist das genau das Richtige, was wir jetzt brauchen. Eine Abkühlung im kühlen Nass.
    Wir lassen uns nicht lange bitten und tauchen ab, in diese wundervolle Grotte. Der Landbesitzer erzählt uns, dass sein Opa zufällig auf diese Höhle gestoßen ist, als er auf der Suche nach einer Ziege war. Seitdem gehört diese Höhle hier zu einer der besonderen Orte, die man einmal besucht haben muss.

    Auch für uns ist es ein besonderes Erlebnis und wir fühlen uns auf dem Land auch gleich wohl und heimisch. So lässt es sich aushalten.

    Nach dem Bad geht's triefnass gleich wieder in die Wanderstiefel und auf dem Weg zurück über die Indianerpfade über eine Kletterpartie hinauf zum Wohnhaus. Hier gibt's noch einmal einen Kaffee und frisches Obst vom eigenen Land.

    Wir unterhalten uns noch etwas über die Cremes und Salben, die hier so hergestellt werden. Auch wir haben eine Probe von Fabis Mama selbst hergestellter Creme dabei. Sie weckt auch bei unserem Höhlenbegleiter grosses Interesse hervor.

    Wir verabschieden uns sehr herzlich und bedanken uns für die tollen Einblicke in das Leben der Menschen hier auf dem Land. Alles in Allem hat sich der Ausflug hier her, nach Baracoa und auch hier in diesen Nationalpark auf jeden Fall gelohnt.

    Wir machen uns jetzt noch auf den Weg zum Playa Blanca, der hier nochmal ein ganz besonderer Strand sein soll.
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You might also know this place by the following names:

Provincia de Guantánamo, Provincia de Guantanamo