October 2016
  • Day20

    24.10.2016 home, sweet home - die 2.

    October 30, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 9 °C

    Kilometer: 13.663

    Ein wenig verspätet kommt hier nun der Abschluss unserer zweiten Wohnwagen-Tour: Wir sind wieder zuhause in unserer Oskar-Jäger-Str. 21. Wer nicht mit uns nach Köln kam, ist unser Camper: Er musste zwecks Reparatur in Ginsheim-Gustavsburg bleiben. Aber wir hoffen natürlich, dass wir ihn bald wieder zu uns holen dürfen!

    Nach unserer Abfahrt vom Genfer See übernachteten wir am Kreiterhof in der Nähe von Lörrach. Ein sehr skurriler Ort, an dem Herr Kreiter massenhaft Gegenstände hortet, um irgendwann daraus ein Landwirtschaftsmuseum zu erstellen. Wir verbrachten einen sehr unterhaltsamen Abend in der Schankwirtschaft, tranken mit den Schweizern Helga und Berni den hauseigenen Wein, aber trafen niemanden, der an das Vorhaben vom Herrn Kreiter glauben kann. Nunja, wir haben uns sehr wohl gefühlt und werden wiederkehren, um diesen Hof im Blick zu behalten. Vielleicht auf dem Weg nach Bern, wohin wir nun eingeladen sind.

    Am nächsten Morgen ging es - mit eher kleinen Augen - nach Dornach zu einem der ältesten Freunde von Rainer. Nach dem Frühstück in großer Runde gingen wir zum Goetheanum - einen Konferenzzentrum, gegründet von Rudolf Steiner Anfang des letzten Jahrhunderts.

    Die kommende Nacht verbrachten wir in Bremthal bei Geneviève und wurden zuvor lecker bekocht! Nach der vorerst letzten Nacht im Camper wurde er intensiv gereinigt, auf- und ausgeräumt, bevor es zur Werkstatt ging.

    In der Zwischenzeit haben wir uns wieder gut in Köln eingelebt und genießen die Vorzüge von 100 Quadratmetern mehr! Daniel hat nach seiner ersten beruflichen Absage noch zwei Bewerbungen verschickt und Rainer bereitet sich nach einem Gespräch mit dem Schulrat auf seine Revision Ende November vor. Wie ihr seht: Langweilig geht anders, aber für langweilig bräuchten wir auch kein Sabbatjahr... 😉
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  • Day11

    22.10.2016 Evian-les-Bains

    October 21, 2016 in France ⋅ ⛅ 6 °C

    Kilometer: 12.894

    Und hier des Rätsels Lösung:
    Nach einer recht beeindruckenden Überquerung der Alpen via St. Bernhard-Pass erreichten wir den wunderschönen Lac Léman, den Genfer See. Auf der südlichen, der französischen Seite fanden wir den letzten noch geöffneten Campingplatz in der Nähe von Evian, dem ziemlich elitären Kurort. Bei kühlem, aber besten Wetter flanierten wir mit den anderen Besuchern um die Wette, nahmen Café au lait oder Cappuccino zu uns und aßen zum ersten Mal richtiges Raclette im "le temple du fromage". Daniel war ganz enttäuscht, dass wir den halben Käse nicht aufessen und dann auch nicht mit nach Hause nehmen könnten... Im nahe gelegenen Intermarché wurde anschließend viel leckerer Käse und andere Köstlichkeiten erstanden.

    Außerdem war es an der Zeit, Daniels Fäden am Ellenbogen zu ziehen. Pfleger Rainer erhielt einen Pflege-Abschluss in 3 Minuten, wurde umfassend sterilisiert und meisterte begeisternd die Operation. Der Patient überlebte knapp, musste aber innerlich mit Alkohol nachbehandelt werden.

    Nicht ganz verschweigen wollen wir den Umstand, dass der Ort nicht ganz zufällig gewählt war. Rainer und seine Schwester erbten vor drei Jahren - eher überraschend - ein Haus in der Nähe. Genauso überraschend zog der Mieter innerhalb eines Monats aus, sodass das Haus nun leer steht und verkauft werden soll. Gar nicht so leicht, da es um unsere Kenntnisse der französischen Sprache und Gesetze (die sich doch sehr von den deutschen unterscheiden) nicht besonders steht - aber die Franzosen sich noch schwerer mit der englischen Sprache tun. Nunja, für Rainer hieß es: die Notarin treffen, zwei Makler beauftragen, das Haus erstmals besuchen, Verträge schließen... Und nun hoffen wir, dass sich schnell ein Käufer findet:
    S'il vous plaît garder les doigts croisés!
    (So praktisch, dieser google-translator!)

    Da dieser Campingplatz heute auch schließt, geht es für uns weiter. Mit einer Runde um den Genfer See über Genf und Lausanne werden wir heute Abend in Dornach nahe Basel sein, um Freunde zu besuchen.
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  • Day9

    19.10.2016 Auf Wiedersehen, Toskana

    October 19, 2016 in Italy ⋅ 🌧 14 °C

    Wenn wir eines NICHT verlernt haben, ist es die Spontaneität..
    Heute verlassen wir die wunderschöne Toskana, um noch ein paar Tage in Frankreich zu verbringen. Wo in Frankreich? Lasst euch überraschen...
    Vor unserer Abreise konnten wir noch einige Ort wandernd erleben...
    San Gimignano ist - wie so einige Orte, die wir bereits besuchen durften - ein UNESCO-Weltkulturerbe. San Gimignano wird auch „Mittelalterliches Manhattan“ oder die „Stadt der Türme“ genannt. Es besitzt noch einige der mittelalterlichen Geschlechtertürme, die in anderen Städten nur als Stümpfe erhalten blieben. Im Mittelalter versuchten die Patrizierfamilien, sich in der Höhe ihres Geschlechterturmes zu übertreffen, obwohl ein luxuriöses Leben in diesen nicht möglich war. Wir wanderten in etwas über drei Stunden um diese Stadt und genossen wunderbare Blicke über die Hügel der Toskana.
    Auch um die Altstadt von Certaldo wollten wir wandern, verloren jedoch den Pfad, stiegen über private Zäune (plötzlich bedroht von den privaten Hunden..) und durch schlammige Felder, um uns nach der Rückkehr mit dem typischen Weißwein "Vernaccia" zu belohnen, denn wir in San Gimignano erstanden hatten.
    Auch auf den Spuren von Leonardo da Vinci wanderten: In und um Vinci durch silbrige Olivenhaine, an seinem Geburtstagshaus vorbei und durch kühle Täler. Dieses Mal verloren wir nicht den Weg..
    Nun stehen unsere Wanderschuhe gebürstet und trocken wieder im wohnwageneigenen Schuhschrank und erholen sich, während wir uns aufmachen gen Norden.
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  • Day5

    17.10.2016 Marcialla in der Toskana

    October 15, 2016 in Italy ⋅ ⛅ 14 °C

    Kilometer: 11.826

    Nach einer Übernachtung auf der italienischen Autobahn kamen wir ans Ziel: ein entzückender kleiner Campingplatz bei Marcialla bei Certaldo in der Empolese Valdelsa in der Toskana in Italien. Am dieser langen Ortsbeschreibung könnt ihr vielleicht erahnen, wie schmal und steil die letzten Straßen ausfielen, welche uns hierher führten. Und das nach der Geschichte mit unserem neuen Belüftungsschlitz in der Außenhaut! Entsprechend langsam und bedächtig ging es von statten und vielleicht wurde von einem Rückstau in den Verkehrsnachrichten erzählt... Wir verstehen leider kein Italienisch!
    Aber die Fahrt lohnte sich: Der Blick von unserem Stellplatz ist atemberaubend und wir genießen ihn ausgiebig. Da das Wetter vorerst recht feucht ausfiel, bauten wir das Vorzelt auf. Bei einem Sturm wurde es sofort einer Feuerprobe unterzogen und bestand bravourös. Nur der Matsch vor unserer Tür trocknet sehr schlecht ab...
    Die meiste Zeit genießen wir die Ruhe, gehen im nahegelegenen Coop einkaufen, nehmen lokale Köstlichkeiten zuhause zu uns oder gehen essen in einem winzigen Lokal in Marcialla, das wir ins Herz geschlossen haben.
    Wir haben es gefunden: La dolce vitæ !
    😋
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  • Day2

    12.10.2016 Ginsheim-Gustavsburg

    October 12, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 8 °C

    Kilometer: 10.758

    Falls ihr euch jemals auf der Autobahn gefragt habt: "Zu welcher Stadt gehört eigentlich das Kennzeichen GG?" - Es gehört zu dem kleinen hessischen Städtebund zwischen Wiesbaden und Mainz, wo wir unsere erste, recht unruhige Nacht verbringen.
    Wir hatten überlegt, hier nun alle Sehenswürdigkeiten von Ginsheim-Gustavsburg aufzuzählen, aber wir wollen ehrlich sein: Wir schliefen vor dem Fendt-Händler, wo wir unseren Wohnwagen gekauft haben, an einer Hauptstraße mit nächtlichem 20-Tonner-Transit...
    Was war passiert? Nach einem gemeinsamen Essen mit Geneviève in der Nähe von Wiesbaden trafen sich im Moment der Abfahrt das Heck des Wohnwagens und der neu erbaute Unterstand für Genevièves Mülltonnen. Beiden bekam dieses Treffen nicht besonders gut. Der Unterstand steht nun schief, das Dach ist zerbrochen und keine Tür schließt mehr. Und den Wohnwagen schmückt ein 40cm langer Riss bis in den Innenraum... quasi ein neues Fenster.
    Das Ziel wird also spontan angepasst und die Werkstatt stellt am nächsten Morgen einen Schaden von vielen Tausend Euro fest: Die ganze linke Seitenwand wird ersetzt und innen müssen für die Wiederinstandsetzung Sitzecke und Schränke demontiert werden. Es kostet die Hälfte des Kaufpreises. Und dabei kann keiner behaupten, wir hätten bei diesem Faux-pas "halbe Sachen" gemacht! 😇 Ein Hoch auf unsere Vollkasko mit lediglich 300 Euro Selbstbeteiligung ...
    Nach dem Schrecken kurzes Schütteln! Termin für die Reparatur für Anfang November vereinbaren! Loch mit Klebeband vor Regen schützen und weiter geht's! Ginsheim-Gustavsburg schauen wir uns ein anderes Mal an, denn: Auf uns wartet die Toskana!
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  • Day1

    11.10.2016 Köln

    October 11, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 12 °C

    Was gibt es zu erzählen?
    9 volle Tage in Köln liegen hinter uns. Wir haben tagsüber einige liegengebliebene Dinge geregelt und nachts unsere fast einen Meter breitere Bettdecke genossen. Die Waschmaschine lief fast rund um die Uhr...
    Daniel erhielt in der Agneskirche seine Bachelor-Urkunde und die ganze Familie flog für drei Tage feierlich ein.
    Rainers Kollegin Hannah wurde in den Bund der Ehe begleitet. Im Zuge dessen zog sich Daniel hierbei eine Platzwunde zu, die nachts noch in der charmanten Bedburger Notaufnahme genäht wurde... 😕
    Es gab Zeit für Sport und die Jungs vom Badminton.
    Daniel kürzte und verschickte in Windeseile seine Bachelorthesis für eine Veröffentlichung in der Rechtsdepesche.
    Und wir beide machten uns Gedanken zur Karriere, warfen jeweils eine Bewerbung in die Post und harren der Dinge, die da kommen...
    Heute, am 11. Oktober, ist der Wohnwagen wieder gepackt und wir machen uns auf Richtung Süden. So wie ihr sind wir gespannt, wohin uns der Weg führt - dieses Mal ohne konkretes Ziel und vor allem ohne Zeitdruck!
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