DanielundRainer

Joined May 2016
  • Day9

    01.02.2017 Robben Island

    February 2, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 23 °C

    Mittwoch! Daniels erster Tag in Kaarst und mein letzter in Kapstadt.
    Als ich morgens aufwachte, hatte ich keinen Plan. Eine Klettertour auf den kleinen Bruder des Tafelbergs, den Lions Head, hatte ich verworfen, da ich immer noch ein wenig mit der südafrikanische Sonne auf Kriegsfuß stehe und es dort über Stunden keinen Schatten gibt.
    Letztendlich verbrachte ich den Vormittag in einem schicken Café in der City Bowl und buchte alle kommenden Busfahrten und Übernachtungen. Dieses "Ich schaue mal, was so kommt!" passt irgendwie nicht zu mir, ich muss es zugeben... ✌ Ab morgen gilt es: ca. 1.500km mit 4 Stopps in 7 Tagen! Sportlich!

    Nachmittags hieß es für mich dann: Leinen los und auf nach Robben Island. Diese Insel liegt 5km vor der Küste und diente seit Gedenken den Besatzern Südafrikas als Gefängnis, vor allem für politische Gefangene. Nelson Mandela war hier 18 Jahre inhaftiert. Seine Zelle erkennt ihr an dem roten Eimer, den nur er bekam, da er diese vier Wände nicht einmal für Toilettengänge verlassen durfte. Mit einem alten Bus wurden wir über die Insel geführt, sahen die verschiedenen Trakte und Einrichtungen bspw. Krankenhaus, Schule etc. Unsere sehr engagierte Führerin erzählte eindrücklich und akzentuiert, teilweise leider recht redundant - was einige Besucher zum Wahnsinn trieb. Die Stimmung war deshalb nicht immer ganz passend für solch einen geschichtsträchtigen Ort.

    Also, heute Abend ist der Rucksack gepackt und morgen geht's los, auf der N2 an der Küste entlang ca. 8h Richtung Norden. Next stop for two days: Knysna (gesprochen: neisna)
    Ich melde mich von dort!
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  • Day8

    31.01.2017 down under

    February 1, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 20 °C

    Am nächsten Tag ging es dann down under. Und zwar mit Sauerstoffflasche und bei 11°C Wassertemperatur mit doppeltem Neoprenanzug in zwei tollen dive sites in der Hout Bay südlich von Kapstadt. Zuerst besuchten wir eines der zahlreichen Vor der Küste havarierten Schiffe und tauchten durch das Wrack, zusammen mit kleinen (winzigkleinen, liebe Mama!) Haiarten und einigen Quallen, denen aus dem Weg zu gehen war. Leider war die Sicht aufgrund der starken Strömung nicht besonders. Beim zweiten Tauchgang besuchten wir die Seehunde, die immer ganz aus dem Häuschen sind, wenn ein paar Taucher vorbeischauen. 30 Minuten steckten wir in einem turbulenten Gewirr von diesen äußerst agilen Schwimmern und wurden "bespielt". Ganz beliebt war das Spiel "Ich-schwimme-mit-offenem-Maul-und-hoher-Geschwindigkeit-auf-Dich-zu-und-drehe-ca-25cm-vor-Deinem-Gesicht-ab". Gut, dass sich Schall nur schlecht unter Wasser überträgt... 😨
    Ungünstigerweise war mein Neo ein wenig knapp und konnte mein Haar nur halb bedecken. Die freiliegenden Haare wurden auch gerne bespielt. Nachdem ich das zweite Mal Haare lassen musste, entschied ich mich fürs Auftauchen... Ich werde diese Tiere nach dieser Erfahrung nicht mehr mit den gleichen Augen sehen. Sie können definitiv mehr, als nur faul in der Sonne auf Sandbänken herumgammeln! So kenne ich sie aus meiner Heimat. Jedoch bevorzuge ich es, sie demnächst wieder dort zu sehen... 😉
    Mein Buddy an diesem Tag war Jeremy aus Australien mit seiner Unterwasser-Kamera. Wir haben lustige Aufnahmen gemacht, die er mir anschließend schicken wollte. Leider hat er sie letztendlich in dem Trubel für immer verloren... Also gibt es nur die Fotos vom Tauchlehrer.

    Da Jeremy und ich uns gut verstanden, verabredeten wir uns abends fürs Essen und ein paar Drinks zusammen mit seinem Freund Azmeer aus Malasia. Es gab leckere Tapas, Wein aus Stellenbosch (wo ich am Tag zuvor war) und noch Cocktails. Schade, dass die Jungs am nächsten Tag schon abreisen mussten. Der Abend war sehr unterhaltsam. Jedoch haben Daniel und ich nun eine Einladung nach Dubai, wo die beiden leben (als Emirates Crew).
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  • Day6

    30.01.2017 winelands

    January 30, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 16 °C

    Bereits vor über 250 Jahren fanden die Holländer und Franzosen heraus, dass sich im Mikroklima des Hinterlandes von Kapstadt hervorragend Wein anbauen lässt. Heute gibt es ca. 400 Weingüter, welche man gut in einem Tagesausflug erreichen kann, geführt von meist modernen, engagierten und gut ausgebildeten Winzern. Selbstverständlich, dass ich meine Weinkenntnisse theoretisch und praktisch erweitern wollte. Rudi blieb zuhause - als minderjähriges Erdmännchen war er von der Verkostung ausgeschlossen und hatte keine Lust. Er verkostete stattdessen Gin und Antidepressiva mit Marten im Hostel...

    Mit der Gruppe von 12 Native-speakern (Boy, was I in trouble to catch up with the conversation!) hatte ich an diesem Tag super viel Glück! Aufgeschlossene, interessierte Leute, mit denen ich sofort im Kontakt kam! Besonders Gillian, the Scottish girl aus der Nähe von Aberdeen, und ich haben uns gut verstanden. So stelle ich mir backpacking vor.

    Am ersten Weingut an diesem Tag wurde uns sogleich die für Südafrika einzigartige Herstellung von Sekt (MCC) anhand von zwei (üppigen) Proben vorgestellt. Als dann noch zwei spezielle Sorten des Chenin Blanc und ein Rotwein folgen, hatte nicht nur der Deutsche in der Runde die Lampen an. Es war zu der Zeit kurz nach 10 Uhr.

    Um es kurz zu machen: Bei den restlichen 19 Weinen war ich vorsichtig, ließ sogar zwei aus und konnte um 18 Uhr beschwingt, sehr gut gelaunt und aus eigener Kraft (und Balance) ins Hostel zurückkehren.

    Fazit: Two thumbs up for this wine tour und vor allem für die nette Truppe aus GB, USA and Australien.
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  • Day5

    29.1.2017 Kap der guten Hoffnung

    January 29, 2017 in South Africa ⋅ ☀️ 22 °C

    Der Tag begann mit der guten Hoffnung, dass es sich lohnt, im Sabbatjahr um 6 Uhr aufzustehen und ohne Frühstück aus dem Haus (Hostel) zu gehen. Als Nceba (ein afrikanischer Name mit Schnalzlaut) mich fröhlich aus 30m Entfernung vor dem Hostel begrüßte, war ich noch nicht sicher....

    Nach mir wurden noch 19 weitere Ausflugstouristen ebenso fröhlich begrüßt und eingesammelt. Unser erster Stopp auf dem Weg nach Süden war Simon's Town, an dessen Strand sich unerklärlicherweise eine Population von über 2.000 Pinguinen wohlfühlt und niedergelassen hat. Rudi fand: "Langweilig!" (Anm. der Red.: Vermutlich weil nicht verwandt.)
    Anschließend stieg unsere Truppe auf Fahrräder um und im Gänsemarsch ging es durch den Nationalpark zum Kap der guten Hoffnung - mit einem Zwischenstopp zwecks Stärkung.
    Gelernt haben Rudi und ich heute, dass...
    ... das Kap der guten Hoffnung eigentlich "Kap der Stürme" heißt und nur von den Holländern als "Marketingstrategie" umbenannt wurde
    ... diese Stelle der zweit windigste Ort von Afrika ist (deshalb entschuldigt meine Frisur "Vom Winde verweht")
    ... dieses Kap gar nicht der südlichste Punkt Afrikas ist, sondern der südlichste im Westen (im südlichen Süden gibt es noch einen südlicheren! Alles klar? 😁)
    ... hier der einzige Punkt auf der ganzen Welt ist, wo sich zwei Ozeane treffen
    ... ein dunkelhäutiger Guide in Südafrika ein Hang zu Sklaven-Witzen entwickeln kann
    ... ein 26jähriger Inder extra nach Südafrika reist, um ein Diplom für lokale Diamanten zu absolvieren und anschließend in Slippern klettert und Fahrrad fährt
    ... rothaarige Milchbauern aus Wales auch mal Urlaub machen und dabei erfrischend aufgeschlossen sind
    ... in Südafrika tatsächlich wilde Tiere leben, die sich plötzlich am Wegesrand lausen
    ... es sich lohnt, auch im Sabbatjahr morgens um 6 Uhr aufzustehen und ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen, da eine gut geführte Tour mit netten Leuten für vieles entschädigt
    ... und dass ein ganzer Tag Seeluft (atlantische UND die vom Indischen Ozean!) ziemlich müde macht!

    Eine gute Nacht aus Kapstadt
    wünscht euch
    Rainer
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  • Day4

    28.1.2017 Um und auf Table Mountain

    January 28, 2017 in South Africa ⋅ ☀️ 20 °C

    Gestern war ein Regentag in Kapstadt. Naja, "Sturmtag" trifft es fast noch besser. Martens und mein Zimmer stand 2 Quadratmeter unter Wasser und in der Stadt flogen Pappen und Mülltonnen tief. In den Townships war vermutlich Waschtag...
    Ich nutzte die Gelegenheit, ein 14-Tage-Busticket mit Beginn in der nächsten Woche, zwei Ausflüge und das nächste Hostel an der Gardenroute zu buchen. Donnerstag verlasse ich meine erste Station.
    Auch im Museum über das District Six, welches 1966 gewaltsam von den Schwarzen für die Weißen geräumt wurde, habe ich besucht. Ruth, eine ebenso Vertriebene aus dem damaligen District, führte uns durch die Ausstellung und hat uns alle berührt... Das ist Geschichte hautnah!

    Als sich die Sonne gegen 18 Uhr wieder zeigte, packte ich Rudi und meine anderen Habseligkeiten und fuhr mit dem Bus zur Marina. Ich weiß nun, wo sich all die reichen und schönen Weißen und Schwulen in den letzten Tagen versteckt hatten. So viel Gucci, Prada und Konsorten auf einer Stelle, Wahnsinn.

    Seitdem habe ich die andere, sehr wohlhabende - und nicht überraschenderweise weiße - Seite von Afrikas südlichster Stadt kennen gelernt. Heute auf meiner Hop-on-Hop-off-Tour ging es fünf Stunden entlang des Küstenstreifen rund um den Tafelberg: W-u-n-d-e-r-s-c-h-ö-n! An weiten Stränden und in zahlreichen Cafés und Bars fühlte ich mich wie an der Copacabana (Ich war da noch nie, aber so stelle ich es mir vor!). Die Fotos können es hoffentlich ein wenig einfangen.

    Nachmittags ging es dann endlich auf den Tafelberg. Im Anbetracht der Zeit (und des Schweinehundes): per Seilbahn. Bei glücklicherweise fast wolkenlosem Himmel konnte ich die Sicht genießen und gleichzeitig herausfinden, wo sich wiederum die Asiaten versteckt hielten... 😉

    Zum Abendessen gab es heute - nach einem eher schüchternen Versuch gestern - ein echt afrikanisches Gericht! Kubu! Und von links nach rechts liegen neben dem Reis und Salat: jeweils etwas Strauß, Krokodil, Zebra und Wildschwein. Die ersten beiden werde ich wohl noch einmal probieren; das Zebra schien bereits ein erfülltes Leben gehabt zu haben.

    Im Hostel verbringe ich eigentlich wenig Zeit. Irgendwie herrscht dort kein richtiges Gemeinschaftsgefühl. Und Marten hat nicht nur ein "kleines" Alkoholproblem: Gestern konnte er gegen frühen Nachmittag nicht mehr frei stehen und mit dem Sprechen wird's dann auch schwierig. Und wenn er mich noch einmal um halb drei in der Nacht weckt, um nach Kondomen zu fragen, werde ich mit ihm schimpfen müssen... Während ich diese Zeilen schreibe, schnarcht er selig seinen Rausch aus. Es ist kurz vor acht.

    Obwohl es Samstag Abend ist und ich in einer Metropole bin, gehe ich nach vielen Hin-und Her-Überlegen nicht noch auf ein Getränk in die Stadt. Ein wenig schade, aber alleine macht es ja nicht so viel Spaß. Und außerdem steht der Pick-up-Service morgen früh um 7 Uhr vor der Tür. Die Pinguine warten...
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  • Day2

    26.01.2017 wish u were here

    January 26, 2017 in South Africa ⋅ 🌙 19 °C

    "wish u were here" - so heißt das Hostel, welches ich gebucht hatte. Mein Zuhause für die kommenden (mind. 4) Tage. Und mein Genosse für diese Zeit heißt Marten, kommt ursprünglich aus Holland, wohnt eigentlich in Australien, trennt sich jedoch gerade von seine 16 Jahre älteren Frau, will nach Tansania emigrieren, ist gelernter blacksmith, vollständig geimpft und hat ein dezentes Alkoholproblem. Nach einer Stunde mit ihm dachte ich, ICH wäre mit ihm verheiratet - so gut kenne ich ihn bereits ... 😉

    Flug, Verpflegung der Lufthansa, baggage reclaim und Busfahrt zum Hostel waren hervorragend. Nachdem ich mich eingerichtet hatte, bin ich ins Zentrum gegangen - zur City Bowl, wie es hier heißt.
    Die "mother of all cities" präsentierte sich mir als Metropole der Gegensätze. Bei bestem Wetter sah ich Schönes & Verbautes, besonders arm & besonders reich, Interessantes & Hässliches. Hier verschmelzen nicht nur eine Vielzahl an Religionen!

    Als ich im halb neun (+1h im Vergleich zu Deutschland) wieder ins Hostel kam und geduscht hatte, war ich ganz erschöpft. Bei einem südafrikanischen Bier wollte ich meine nächsten Tage planen, aber da war Marten schon wieder zur Stelle... Nun flirtet er mir Hannah aus Finnland und ich habe mich ins Bett geschlichen. Morgen geht's auf den Tafelberg! Für heute kann ich nicht mehr...
    Schlaft gut!
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  • Day1

    25.01.2017 All my bags are packed...

    January 25, 2017 in Germany ⋅ ☁️ -1 °C

    Am I ready to go? Wann genau hatte ich die Idee, alleine für einen Monat nach Südafrika zu reisen??

    Liebe Familie und Freunde!
    Nach exakt 92 Tagen erwacht unser Blog zu neuem Leben. Eine Menge ist seitdem passiert: Daniel hat in Kaarst unterschrieben und beginnt in einer Woche als stellvertretende PDL. Ich habe meine Revision absolviert und warte auf Rückmeldung. Und damit die Zeit nicht zu lang wird, dachte ich: Warum nicht der Sonne hinterher und dort warten?

    Nun stehe ich am Gate Z69 - mit leicht weichen Knien - und lasse mich von der Lufthansa nach Kapstadt fliegen. So viel Gutes habe ich von dieser Stadt und auch dem Rest des Landes gehört und gelesen. Morgen früh um 11 Uhr ist die Ankunft geplant und das Beste: Ich habe Beinfreiheit ergattert und darf das Zähneputzen 2x ausfallen lassen (habe ich mir selbst erlaubt!).

    Ich sende letzte Grüße aus Frankfurt. Auch wenn mir der Abschied - vor allem von meinem Schatz Daniel - überraschend schwer fällt, freue ich mich auf all die Erfahrungen und Begegnungen, die vor mir liegen. Ich halte euch auf dem Laufenden!
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  • Day20

    24.10.2016 home, sweet home - die 2.

    October 30, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 9 °C

    Kilometer: 13.663

    Ein wenig verspätet kommt hier nun der Abschluss unserer zweiten Wohnwagen-Tour: Wir sind wieder zuhause in unserer Oskar-Jäger-Str. 21. Wer nicht mit uns nach Köln kam, ist unser Camper: Er musste zwecks Reparatur in Ginsheim-Gustavsburg bleiben. Aber wir hoffen natürlich, dass wir ihn bald wieder zu uns holen dürfen!

    Nach unserer Abfahrt vom Genfer See übernachteten wir am Kreiterhof in der Nähe von Lörrach. Ein sehr skurriler Ort, an dem Herr Kreiter massenhaft Gegenstände hortet, um irgendwann daraus ein Landwirtschaftsmuseum zu erstellen. Wir verbrachten einen sehr unterhaltsamen Abend in der Schankwirtschaft, tranken mit den Schweizern Helga und Berni den hauseigenen Wein, aber trafen niemanden, der an das Vorhaben vom Herrn Kreiter glauben kann. Nunja, wir haben uns sehr wohl gefühlt und werden wiederkehren, um diesen Hof im Blick zu behalten. Vielleicht auf dem Weg nach Bern, wohin wir nun eingeladen sind.

    Am nächsten Morgen ging es - mit eher kleinen Augen - nach Dornach zu einem der ältesten Freunde von Rainer. Nach dem Frühstück in großer Runde gingen wir zum Goetheanum - einen Konferenzzentrum, gegründet von Rudolf Steiner Anfang des letzten Jahrhunderts.

    Die kommende Nacht verbrachten wir in Bremthal bei Geneviève und wurden zuvor lecker bekocht! Nach der vorerst letzten Nacht im Camper wurde er intensiv gereinigt, auf- und ausgeräumt, bevor es zur Werkstatt ging.

    In der Zwischenzeit haben wir uns wieder gut in Köln eingelebt und genießen die Vorzüge von 100 Quadratmetern mehr! Daniel hat nach seiner ersten beruflichen Absage noch zwei Bewerbungen verschickt und Rainer bereitet sich nach einem Gespräch mit dem Schulrat auf seine Revision Ende November vor. Wie ihr seht: Langweilig geht anders, aber für langweilig bräuchten wir auch kein Sabbatjahr... 😉
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  • Day11

    22.10.2016 Evian-les-Bains

    October 21, 2016 in France ⋅ ⛅ 6 °C

    Kilometer: 12.894

    Und hier des Rätsels Lösung:
    Nach einer recht beeindruckenden Überquerung der Alpen via St. Bernhard-Pass erreichten wir den wunderschönen Lac Léman, den Genfer See. Auf der südlichen, der französischen Seite fanden wir den letzten noch geöffneten Campingplatz in der Nähe von Evian, dem ziemlich elitären Kurort. Bei kühlem, aber besten Wetter flanierten wir mit den anderen Besuchern um die Wette, nahmen Café au lait oder Cappuccino zu uns und aßen zum ersten Mal richtiges Raclette im "le temple du fromage". Daniel war ganz enttäuscht, dass wir den halben Käse nicht aufessen und dann auch nicht mit nach Hause nehmen könnten... Im nahe gelegenen Intermarché wurde anschließend viel leckerer Käse und andere Köstlichkeiten erstanden.

    Außerdem war es an der Zeit, Daniels Fäden am Ellenbogen zu ziehen. Pfleger Rainer erhielt einen Pflege-Abschluss in 3 Minuten, wurde umfassend sterilisiert und meisterte begeisternd die Operation. Der Patient überlebte knapp, musste aber innerlich mit Alkohol nachbehandelt werden.

    Nicht ganz verschweigen wollen wir den Umstand, dass der Ort nicht ganz zufällig gewählt war. Rainer und seine Schwester erbten vor drei Jahren - eher überraschend - ein Haus in der Nähe. Genauso überraschend zog der Mieter innerhalb eines Monats aus, sodass das Haus nun leer steht und verkauft werden soll. Gar nicht so leicht, da es um unsere Kenntnisse der französischen Sprache und Gesetze (die sich doch sehr von den deutschen unterscheiden) nicht besonders steht - aber die Franzosen sich noch schwerer mit der englischen Sprache tun. Nunja, für Rainer hieß es: die Notarin treffen, zwei Makler beauftragen, das Haus erstmals besuchen, Verträge schließen... Und nun hoffen wir, dass sich schnell ein Käufer findet:
    S'il vous plaît garder les doigts croisés!
    (So praktisch, dieser google-translator!)

    Da dieser Campingplatz heute auch schließt, geht es für uns weiter. Mit einer Runde um den Genfer See über Genf und Lausanne werden wir heute Abend in Dornach nahe Basel sein, um Freunde zu besuchen.
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  • Day9

    19.10.2016 Auf Wiedersehen, Toskana

    October 19, 2016 in Italy ⋅ 🌧 14 °C

    Wenn wir eines NICHT verlernt haben, ist es die Spontaneität..
    Heute verlassen wir die wunderschöne Toskana, um noch ein paar Tage in Frankreich zu verbringen. Wo in Frankreich? Lasst euch überraschen...
    Vor unserer Abreise konnten wir noch einige Ort wandernd erleben...
    San Gimignano ist - wie so einige Orte, die wir bereits besuchen durften - ein UNESCO-Weltkulturerbe. San Gimignano wird auch „Mittelalterliches Manhattan“ oder die „Stadt der Türme“ genannt. Es besitzt noch einige der mittelalterlichen Geschlechtertürme, die in anderen Städten nur als Stümpfe erhalten blieben. Im Mittelalter versuchten die Patrizierfamilien, sich in der Höhe ihres Geschlechterturmes zu übertreffen, obwohl ein luxuriöses Leben in diesen nicht möglich war. Wir wanderten in etwas über drei Stunden um diese Stadt und genossen wunderbare Blicke über die Hügel der Toskana.
    Auch um die Altstadt von Certaldo wollten wir wandern, verloren jedoch den Pfad, stiegen über private Zäune (plötzlich bedroht von den privaten Hunden..) und durch schlammige Felder, um uns nach der Rückkehr mit dem typischen Weißwein "Vernaccia" zu belohnen, denn wir in San Gimignano erstanden hatten.
    Auch auf den Spuren von Leonardo da Vinci wanderten: In und um Vinci durch silbrige Olivenhaine, an seinem Geburtstagshaus vorbei und durch kühle Täler. Dieses Mal verloren wir nicht den Weg..
    Nun stehen unsere Wanderschuhe gebürstet und trocken wieder im wohnwageneigenen Schuhschrank und erholen sich, während wir uns aufmachen gen Norden.
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