DanielundRainer

Joined May 2016
  • Day27

    20.02.2017 Safari, die Erste

    February 20, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 24 °C

    Die letzte Fahrt meiner ersten Safari endete mit weiteren, beeindruckenden Eindrücken zu Flora, Fauna und Geschichte des Krüger National Parks. Hätte ich nicht Fotos geknipst, sondern einen Film gedreht, würde zum Schluss folgender Abspann erscheinen:

    Darsteller in der Reihenfolge ihres Auftritts
    Zebra, Giraffe, Büffel, Krokodil, Flusspferd, Impala, Baboon, Kurdu, Schildkröte, Hyäne, Wildschwein, Termiten, Leguan, Chamäleon (heute in grün), Krokodil, Lonely Madame Vogel Strauß, Schakal, Eland, Elefant, Löwen, Eule, Python, div. Statisten aus der Gattung der Vögel und Insekten
    und alle, die ich nun vergessen habe aufzuzählen!

    fehlend im Rahmen der "African Big Five"
    Leopard (hohes Gras und zu viele Wasserstellen verhinderten ein Engagement)
    Nashorn (leider verlieren diese Darsteller bei spontanen Dreharbeiten mit Regisseuren aus Simbabwe immer wieder erst ihr Leben und dann ihre Nase)
    (Wir hoffen, diese beiden für "Safari, die Zweite" zu bekommen!)

    Kostüme und Requisite
    Mama Africa

    Drehort
    Krüger National Park im Grenzbereich zu Namibia und Simbabwe

    Musik / Dauerbeschallung
    Afrikanisches Gesamtorchester der Grillen, Frösche und nestenden Vögel GmbH&Co.KG

    Mit freundlicher Unterstützung
    Wir danken Ranger Ezayah für den unermüdlichen Shuttledienst vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang und all sein Wissen über die Tiere und Pflanzen!
    www.returnafrica.com

    Catering
    Chefkoch Dyon Jozi und Team

    Geistiger Beistand
    Chenin Blanc
    Black Label

    technische Ausstattung
    Sony RX100 II
    HTC one M7
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day27

    20.02.2017 Pafuri Camp

    February 20, 2017 in South Africa ⋅ 🌙 19 °C

    Das Paradies

    Sein Glück für einen Apfel geben
    O Adam, welche Lüsternheit!
    Statt deiner hätt' ich sollen leben,
    So wär' das Paradies noch heut. –

    Wie aber, wenn alsdann die Traube
    Die Probefrucht gewesen wär'?
    Wie da, mein Freund? – Ei nun, ich glaube –
    Das Paradies wär' auch nicht mehr.

    Gotthold Ephraim Lessing
    (1729 - 1781)

    Tja, ich wäre angesichts des hervorragenden Essens sicherlich auch nicht lange Gast geblieben. Und trotzdem ist es ein kleines Wunder, dass dieses paradiesische Stück Erde erhalten wurde und besucht werden kann. Wie so oft in diesem Land ist die Geschichte dieses Parks auch nicht ganz einfach. Die Bewohner wurden 1969 mit Waffengewalt vertrieben und zudem gezwungen, die eigenen Häuser zu verbrennen. Sie leben seit dem vor den Toren des Krüger National Parks. 1998 nach dem Ende der Apartheid erhielt die Gemeinde das Land zurück und entschieden sich, es nicht wieder zu bewohnen, sondern touristisch zu nutzen. Es entstand der Makuleke Contract Park, welcher als Projekt gemeinschaftlich betrieben wird.

    Meine letzten vier Tage in Südafrika darf ich im Pafuri Camp verbringen, wo mir vom Personal jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird. Die einzelnen Häuser liegen so weit entlang des Luvuvhu-Flusses verstreut, dass es mich 20 Minuten kostet, vom ersten bis zum letzten zu spazieren - zwei Minuten Unterbrechung aufgrund einer dösenden Schlange auf dem Steg, die ich erst verjagen musste, nicht mit eingerechnet! Generell fühlen sich einige Tierarten im Camp recht wohl - besonders Kurdus und Impala.

    Sowohl zum Sonnenaufgang als auch - Untergang unternehme ich einen sog. Game Drive von 3 bis 4 Stunden. Dieser führt mich immer wieder in verschiedene schöne Ecken des Parks (s. nächsten Beitrag).
    Ansonsten ist es hier sehr ruhig - ich lese, schwimme und schlafe viel, um Energie für Karneval zu sammeln. 😉 Während ich dies schreibe, sind lediglich zwei der 20 Häuser belegt, d.h. es sind incl. mir drei Gäste vor Ort. Der Personalüberschuss führt dazu, dass ich abends immer einen Ranger als Begleitung zum Abendessen bekomme. "We don't like our guests to eat by themselves!" Das nenne ich Service...

    Unglaublich, dass morgen mein letzter Tag ist!
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  • Day23

    17.02.2017 Johannesburg

    February 16, 2017 in South Africa ⋅ 🌙 20 °C

    Letzte Station vor meiner Safari: Johannesburg oder auch liebevoll Jozi genannt - die etwas andere Stadt!

    Nach einer Nacht im gepflegten Stadtteil Northcliff wechselte ich ins Hostel downtown. Wenn die Gastgeber u.a. dem Apartheid-Regime nachtrauern und ihren Hund beim Spaziergang nach Schwarzen schnappen lassen, ist es für mich Zeit, eine andere Unterkunft zu suchen.

    Vom Hostel aus erkundete ich die größte Stadt Südafrikas. Wie groß sie wirklich ist, lässt sich nur schätzen und hängt stark von der Auffassung ab, was noch dazu gehört und was nicht. Eine Zahl habe ich noch gefunden.

    Auf jeden Fall ist sie die größte Metropole ohne einen Zugang zu einem Wasserweg. Wasser ist generell ein schwieriges Thema. Tatsächlich wird es aus dem ca. 400km entfernten Lesotho hergeleitet.

    Gegründet wurde Jozi vor erst 130 Jahren an dieser Stelle, nachdem ein Goldfund Tausende von Abenteurern anlockte. Es ist also eine sehr junge Stadt und die Folgen der Apartheid sind nirgendwo so deutlich zu spüren wie hier. Generell gibt es noch viele Angelegenheiten zu klären, doch leider ist das Vertrauen in die lokale und nationale Regierung recht gering. Auf dem dritten Bild seht ihr das Gebäude der Verwaltung, das während der Apartheid gebaut und damals das Bollwerk der Weißen für Südafrika war - sicherlich ein schweres Erbe.

    Ich nutzte meinen Tag hier für eine Bustour durch und um Jozi, für den Besuch des Apartheid-Museums und einen Spaziergang von der Stadt zum Hostel. Tatsächlich gefällt mir die Stadt besser als erwartet: Von der stets betonten Kriminalität spürte ich nicht viel. Vielleicht habe ich mir aber auch in den vergangenen Wochen ein dickeres Fell angelegt?!

    Besonders das Viertel Maboneng - das Künstlerviertel, in welchem das Hostel steht - ist besonders hübsch, sehr aufgeräumt und könnte fast in New York oder London liegen. Hier merkt man, wie modern und entwicklungsfreudig diese Stadt ist.

    Und während ich ziemlich Pech mit Schnarchnasen und Käsefüßen in meinem Schlafsaal hatte, zeigte sich das Hostel im Gegensatz als Glücksgriff: nettes Personal, moderne Einrichtung und ein Balkon, den ich intensiv nutzte. Und Rudi und ich haben das erste (und wohl auch letzte) Mal gekocht - es gab kreative Nudelsuppe! Gar nicht so leicht, Flüssigkeitsangabe zu schätzen! 😀 Aber geschmeckt hat es uns!
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  • Day19

    14.02.2017 township of Soweto

    February 12, 2017 in South Africa ⋅ 🌙 23 °C

    Ein Königreich für ein Baumhaus! Warum nicht mal zwei Nächte in 4m Höhe in dem bekanntesten aller townships verbringen?

    Soweto stand eigentlich nicht auf der Liste meiner Reiseziele, aber nun war ich hier - und bereue es nicht! Und da ich gleich vom Taxi abgeholt und nach Johannesburg gefahren werde, kann ich ja auch verraten, dass ich hier war: Es muss sich keiner mehr Sorgen machen, Mama!! 😉

    Gestern unternahm ich mit einer Gruppe und dem Guide aus Soweto eine Radtour. Vier Stunden ging es durch die gut und auch nicht so gut organisierten Teile dieses Townships. Soweto ist Heimat für über 3,5 Millionen Menschen aus aller Herren Länder und dementsprechend vielseitig präsentiert es sich auch. Geordnete Häuschen mit Mercedes davor wechseln sich mit den Wellblechverschlägen ab, wie ich sie schon oft in anderen südafrikanischen Städte von der Straße aus gesehen habe.

    Viel Geschichte wurde in diesen Straßen geschrieben und die Sowetaner erzählen mir Stolz, dass von hier aus der landesweite Kampf gegen das Apartheid-Regime begann. Am Anfang stand der Schülerprotest 1976 in Soweto, welcher brutalst niedergeschlagen wurde. Einem der Schüler, welche damals starben, Hector Pieterson, wurde stellvertretend ein Museum gewidmet. Genau wie das Haus von Nelson Mandela und von Desmond Tutu besuchten wir auch dieses Museum und die Straßen, durch welche der Marsch ging.

    Die beiden letzten Tage waren sicherlich mit die beeindruckendsten meines Aufenthaltes hier. Wenn Kinder extra über die Straße rennen, um Dir einmal die Hand zu geben, wird mir schon bewusst, wie exotisch ein Besuch hier ist!

    Im Hostel genoss ich die Privatsphäre in meinem Baumhaus und das leckere Essen. Endlich durfte ich auch "bunny chow" probieren: eine ursprünglich indische Spezialität, welche aus Durban bekannt ist, welche ich dort aber nicht fand. Es handelt sich dabei um ein ausgehöhlt, halbes Brotlaib, das mit verschiedenen Strews gefüllt und auf der Hand gegessen wird.

    Nun geht's gleich nach Johannesburg in den wohlhabenden (weißen) Vorort Northcliff zu Bekannten meiner Mutter. 18km verbinden diese beiden Welten...
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  • Day18

    11.02.2017 Amphitheater

    February 11, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 9 °C

    Und schon wieder ein Eintrag, dabei wollte ich gar nicht so viel aus den Drakenbergen schreiben. Aber was eine Wanderung heute! Ich bin immer noch ganz platt, aber äußerst zufrieden!

    Ich mach es kurz:
    7.30am Abfahrt vom Hostel (1.200m.ü.NN)
    9.30am Beginn des Hikes am Fuße des Sentinel-Bergs im Royal Natal National Park bei doch eher frischen Temperaturen (2.500m.ü.NN / Foto 1)
    10.30am Kletter-Aufstieg durch die "gallery" - endlich wird uns warm... 😉 (2.900m.ü.NN / Foto 2)
    11.00am Erreichen des Plateaus des Gebirgszuges "Amphitheaters" (heißt so, weil es einen Halbkreis nachzeichnet) mit den letzten Kräften (3.150m.ü.NN)! Das Foto 3 habe ich lieber von hinten aufnehmen lassen, damit ihr meine roten Wangen nicht sehen könnt. 😉 Da ich nicht rauche und nicht trinke, muss dieses Schwächeln wohl am Alter liegen... 😟 Der Blick machte jedoch allen Schweiß wett!
    1.00pm Nach Lunch-break und Spaziergang übers Plateau zu den Tugela Falls, mit 948m der höchste Wasserfall Afrikas und der zweit höchste der Welt (Foto 4). Ein Bad im Tugela wäre möglich gewesen, aber irgendwie war ich nicht ganz so zufrieden mit meinem Kreislauf und deshalb habe ich lieber nur den Ausblick genossen, als mich versehentlich vom Plateau treiben zu lassen.
    3.00pm Abstieg über die "fun ladders" - gemessen nur 25m auf zwei Etappen hinab, aber gefühlt ein Quantensprung über die eigene Höhenangst! (Foto 5)
    4.00pm Ankunft am Bus-Parkplatz und Rückfahrt
    6.00pm Ankunft am Hostel und wohlverdienter Sprung in den erfrischenden Pool (Foto 6)
    7.00pm Lecker* Essen in netter Runde
    8.00pm Lecker* Bier
    10.30pm Lecker* schlafen in einem vollen, aber sehr rücksichtsvollen Schlafsaal (6 Personen)

    * 'lecker' ist tatsächlich ein afrikaans-Wort (da entdeckt man den niederländischen Ursprung)
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  • Day15

    09.02.2017 warmest place to be - Durban

    February 8, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 25 °C

    Seit dem letzten Beitrag sind lediglich 34 Stunden, d.h. etwas über 2.000 Minuten vergangen. In dieser Zeit habe/bin ich:

    😴 360 Minuten geschlafen
    🚶 110 Minuten in die Stadt gelaufen
    🐵 dort bereits die ersten wilden Affen getroffen
    🎒 25 Minuten fürs Frühstück eingekauft
    🌊 30 Minuten am Strand gefrühstückt
    🚐 40 Minuten im öffentlichen Bus verbracht
    🚶 60 Minuten durch den bekannten Victoria Market und die umliegenden Straßen spaziert
    🚍 180 Minuten eine Stadtrundfahrt unternommen
    👭 45 Minuten die Damen vom BazBus getroffen
    😋 70 Minuten zu Abend gegessen (indisch, weil hier sooooo viele Inder leben, wie sonst nirgends außerhalb von Indien)
    😠 30 Minuten ein Taxi gesucht
    🚕 20 Minuten zum Hostel gefahren worden
    🏊 20 Minuten in den Pool gehopst
    🚿 10 Minuten schnell geduscht (ab 21 Uhr wird hier aufgrund von Mangel das Wasser über Nacht abgestellt!)
    📖 45 Minuten gelesen
    😴 weitere 400 Minuten geschlafen
    😤 30 Minuten den Rucksack gepackt
    📱 30 Minuten diesen Beitrag verfasst und dabei
    ☕ 15 Minuten Kaffee getrunken

    😥 ... und ich habe 1.975 Minuten geschwitzt (nur beim Duschen und in einem klimatisierten Bus NICHT)! Es ist so unglaublich heiß und feucht hier! Selbst nachts kühlt es sich nicht unter 24°C ab! Und tagsüber stieg die Temperatur auf ca. 34°C an, was sich aber noch wärmer anfühlte.
    Ansonsten hat mir Durban aber gut gefallen!

    Das waren die vergangenen 2.000 Minuten und schwupps sitze ich gleich schon wieder im Bus auf dem Weg nach Johannesburg mit Zwischenstopp in den Northern Drakenbergs. Dort werde ich endlich wandern können: Die Umgebung muss atemberaubend sein und das Hostel speziell hierfür ausgerüstet! Da es mitten in den Bergen liegt, ist es jedoch u.a. vom Internet abgeschnitten. Ich melde mich also erst wieder aus Johannesburg - und zwar in knapp 8.000 Minuten!

    Was eine Durststrecke! Aber wie stellte Daniel trocken fest: Früher ging's auch ohne!! 😉

    In diesem Sinne: Ich drück euch!
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  • Day14

    07.02.2017 Chintsa at the Wild Coast

    February 7, 2017 in South Africa ⋅ ☀️ 31 °C

    So, der BazBus hat mich wieder. Nach und nach entwickelt sich dieses Transportmittel zu einem zweiten Zuhause. Mittlerweile kenne ich die Fahrer und einige der Backpacker, die im gleichen Rhythmus "ab- und aufhüpfen". Allerdings werden es weniger, da ich die Garden Route (als Hauptreisestrecke) verlassen habe. Gut für meine Beinfreiheit im Bus!

    Chintsa liegt an der sog. Wild Coast. Wie der Name schon sagt, ist dieses Gebiet schlecht erschlossen und viele (der wenigen) Straßen nur mit Allrad zu bezwingen. Die einheimischen Xhosa gelten als freundlich und zeigen gerne ihre Kultur. Die berühmte Madame Tofu aus der Nähe von Chintsa ist in jedem Reiseführer erwähnt - sei es, weil sie mit ihren 95 Jahren die angeblich älteste Reiseführerin auf der Welt ist oder weil sie so gut wie kein anderer die Schnalzlaute der Xhosa-Sprache vermitteln kann. Ich hatte mich also auf urige Wanderungen und ein wenig Kultur eingestellt. Tja, wie war das noch mit dem Planen und dem Leben??

    Das Hostel in Chintsa ist wunderbar gelegen und hervorragend geführt. Von dem Ausblick unseres Zimmers konnte sich Rudi kaum trennen. Die Strände lang und oft menschenleer...

    ... ebenso menschenleer war aber scheinbar auch das Hostel, was sich daran offenbarte, dass sämtliche Touren aufgrund mangelnder Nachfrage ausfielen. Traurigerweise ist Madame Tofu zudem letztes Jahr verschieden. Und die Gegend um das Hostel ist ausnahmslos privatisiert (und mit fürstlichen Villen bebaut...): Wandern unmöglich!

    Wider Erwarten habe ich also die beiden Tage im Hostel verbracht, etwas spaziert, einmal im Indischen Ozean gebadet, die ersten beiden Nordfriesen aus St. Peter-Ording getroffen (was ein Hallo... äh, natürlich Moin!), viel gelesen und abends noch intensiver die Bar besucht. Das, was ich an Alkoholkonsum während meines Aufenthaltes bis dato eingespart hatte, konnte ich nun ausgleichen... 😉

    Zwischen all den Niederländern, Deutschen, Briten und anderen Thekenhockern fand ich aber auch einige Xhosa und kam mit ihnen ins Gespräch. Mehr hätte Madame Tofu mir wahrscheinlich auch nicht erzählen können! Gelebte Kultur - sehr spannend. Und als dem Surflehrer vor Ort bewusst wurde, wie wenig ich noch über das landestypische Essen wusste, wurde für den nächsten Abend ein 'braaing' geplant. Gestern waren deshalb vier Hostel-Gäste und einige seiner Freunde bei ihm zuhause und es gab unglaublich viel Fleisch, den berühmten 'maelie pap' (Maisbrei) und 'butternut' (eine kürbisähnliche Frucht, die mit Feta gefüllt wird).

    Solch einen Abend hätte ich mir nicht träumen lassen! Ich könnte nun einige Anekdoten aufschreiben, aber das führt sicherlich zu weit. Nur so viel: Es gibt insgesamt drei verschiedene Schnalzlaute in der Xhosa-Sprache und ich kann nun alle bilden (wenn auch nur isoliert und nicht im Wort). Und ich weiß, warum die Straßen hier - aus Sicht der Xhosa - so schlecht sind...

    In 10 Stunden werde ich in Durban sein bzw. wenn dieser Beitrag online geht, bin ich schon da. Meine Leber freut sich, dass es weiter geht... Aber sie funktioniert noch!
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  • Day10

    04.02.2017 beautiful Knysna

    February 3, 2017 in South Africa ⋅ ☀️ 25 °C

    Raus aus Kapstadt und ab auf die Garden Route!

    Auf ca. 300km erstreckt sich dieses Küstengebiet im Südosten Afrikas. Wunderschöne Strände gehen in hügelige Urwälder über, die wiederum an die Halbwüsten, die Karoos, im Norden grenzen. Ebenso facettenreich wie die Pflanzenwelt zeigt sich das Tierreich: Vom großen Elefanten bis zum kleinen Federhelmturakos gibt es viel zu entdecken. Der letzte ist übrigens ein schillernder Singvogel, welcher ausschließlich in der Region von Knysna vorkommt (deshalb auch Knysna Lourie genannt wird) und welchen ich dort auch beim Spazieren beobachten (aber nicht fotografisch einfangen) konnte. Und zwei wilde Elefanten begrüßten und bei der Einfahrt in die Stadt - es scheint, als müsste ich mit meiner Kamera in der Hand sogar schlafen gehen, um stets bereit zu sein.

    Das ist es auch, was all die Touristen in diesen Bereich Südafrikas zieht: viele Spaziergänge und andere Unternehmungen in der Natur. Ich habe mich auf zwei Tage Entspannung gefreut und diese auch bekommen. Knysna ist ein wunderbar aufgeräumtes Städtchen mit einer vor allem bei Seglern beliebten Marina. Viele "europäische" Geschäfte laden zum Bummeln und Kaffee trinken ein.

    Mit dem Briten und den beiden Schweizerinnen, mit denen ich mir das Zimmer teilte, ging ich wandern. Es ist schon lustig, wer sich hier nicht sucht und trotzdem findet... Und im Hostel waren natürlich die buntesten Vögel zu beobachten u.a. der israelische Shabat-Greifling!

    Nun mache ich mich auf den Weg weiter Richtung Norden zur Ostkap-Region. 600km in 10h Busfahrt mit Übernachtung in Port Elisabeth. Dort erwarten mich mehr Kultur, dafür weniger Infrastruktur... Ich bin gespannt!
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  • Day9

    01.02.2017 Robben Island

    February 2, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 23 °C

    Mittwoch! Daniels erster Tag in Kaarst und mein letzter in Kapstadt.
    Als ich morgens aufwachte, hatte ich keinen Plan. Eine Klettertour auf den kleinen Bruder des Tafelbergs, den Lions Head, hatte ich verworfen, da ich immer noch ein wenig mit der südafrikanische Sonne auf Kriegsfuß stehe und es dort über Stunden keinen Schatten gibt.
    Letztendlich verbrachte ich den Vormittag in einem schicken Café in der City Bowl und buchte alle kommenden Busfahrten und Übernachtungen. Dieses "Ich schaue mal, was so kommt!" passt irgendwie nicht zu mir, ich muss es zugeben... ✌ Ab morgen gilt es: ca. 1.500km mit 4 Stopps in 7 Tagen! Sportlich!

    Nachmittags hieß es für mich dann: Leinen los und auf nach Robben Island. Diese Insel liegt 5km vor der Küste und diente seit Gedenken den Besatzern Südafrikas als Gefängnis, vor allem für politische Gefangene. Nelson Mandela war hier 18 Jahre inhaftiert. Seine Zelle erkennt ihr an dem roten Eimer, den nur er bekam, da er diese vier Wände nicht einmal für Toilettengänge verlassen durfte. Mit einem alten Bus wurden wir über die Insel geführt, sahen die verschiedenen Trakte und Einrichtungen bspw. Krankenhaus, Schule etc. Unsere sehr engagierte Führerin erzählte eindrücklich und akzentuiert, teilweise leider recht redundant - was einige Besucher zum Wahnsinn trieb. Die Stimmung war deshalb nicht immer ganz passend für solch einen geschichtsträchtigen Ort.

    Also, heute Abend ist der Rucksack gepackt und morgen geht's los, auf der N2 an der Küste entlang ca. 8h Richtung Norden. Next stop for two days: Knysna (gesprochen: neisna)
    Ich melde mich von dort!
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  • Day8

    31.01.2017 down under

    February 1, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 20 °C

    Am nächsten Tag ging es dann down under. Und zwar mit Sauerstoffflasche und bei 11°C Wassertemperatur mit doppeltem Neoprenanzug in zwei tollen dive sites in der Hout Bay südlich von Kapstadt. Zuerst besuchten wir eines der zahlreichen Vor der Küste havarierten Schiffe und tauchten durch das Wrack, zusammen mit kleinen (winzigkleinen, liebe Mama!) Haiarten und einigen Quallen, denen aus dem Weg zu gehen war. Leider war die Sicht aufgrund der starken Strömung nicht besonders. Beim zweiten Tauchgang besuchten wir die Seehunde, die immer ganz aus dem Häuschen sind, wenn ein paar Taucher vorbeischauen. 30 Minuten steckten wir in einem turbulenten Gewirr von diesen äußerst agilen Schwimmern und wurden "bespielt". Ganz beliebt war das Spiel "Ich-schwimme-mit-offenem-Maul-und-hoher-Geschwindigkeit-auf-Dich-zu-und-drehe-ca-25cm-vor-Deinem-Gesicht-ab". Gut, dass sich Schall nur schlecht unter Wasser überträgt... 😨
    Ungünstigerweise war mein Neo ein wenig knapp und konnte mein Haar nur halb bedecken. Die freiliegenden Haare wurden auch gerne bespielt. Nachdem ich das zweite Mal Haare lassen musste, entschied ich mich fürs Auftauchen... Ich werde diese Tiere nach dieser Erfahrung nicht mehr mit den gleichen Augen sehen. Sie können definitiv mehr, als nur faul in der Sonne auf Sandbänken herumgammeln! So kenne ich sie aus meiner Heimat. Jedoch bevorzuge ich es, sie demnächst wieder dort zu sehen... 😉
    Mein Buddy an diesem Tag war Jeremy aus Australien mit seiner Unterwasser-Kamera. Wir haben lustige Aufnahmen gemacht, die er mir anschließend schicken wollte. Leider hat er sie letztendlich in dem Trubel für immer verloren... Also gibt es nur die Fotos vom Tauchlehrer.

    Da Jeremy und ich uns gut verstanden, verabredeten wir uns abends fürs Essen und ein paar Drinks zusammen mit seinem Freund Azmeer aus Malasia. Es gab leckere Tapas, Wein aus Stellenbosch (wo ich am Tag zuvor war) und noch Cocktails. Schade, dass die Jungs am nächsten Tag schon abreisen mussten. Der Abend war sehr unterhaltsam. Jedoch haben Daniel und ich nun eine Einladung nach Dubai, wo die beiden leben (als Emirates Crew).
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