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    Tag2: Splügenpass und San Bernardino

    September 9, 2019 in Italy ⋅ ⛅ 12 °C

    Von: Timo

    Der Frühe Vogel fängt den Wurm. Schon vor 7Uhr ging es heute los für uns. Nachdem wir es gestern doch unter dem Strich ziemlich hektisch hatten sind wir heute ganz früh los, damit wir es und tagsüber mit ganz viel Zeit ganz lange gut gehen lassen können. Soweit die Theorie...

    Schon kurz nach er Abfahrt wurde aus dem Regen plötzlich Schnee. Erst noch ignorierbar, dann aber vor dem Olfenpass plötzlich richtig kräftig. Am Anfang konnten wir mit vorsichtiger Fahrweise noch einigermaßen gut voran kommen dann war es aber vorbei. Die Schneeketten mussten tatsächlich her.
    Jeder Empfehlung zum Trotz hatten wir uns natürlich vorher keine Gedanken darüber gemacht, was Schneeketten eigentlich sind und wie man sie benutzt. Trotzdem haben wir es geschafft, sie direkt auf der Straße in 20 Minuten aufzuziehen, Und: Das war eine richtig gute Idee. Bergauf gab es endlich wieder Grip, bergab ein gutes Gefühl.

    Weiter ging es also in Richtung St. Moritz, welches wir leider rechts liegen lassen mussten um voran zu kommen. Die große Frage des Tages war, ob wir den Splügenpass und den San Bernardino Pass, zwei im Roadbook vorgegebene Wegepunkte mitnehmen oder den direkten Weg in den Süden wählen. Das hätte bedeutet, dass wir auf die Punkte verzichten dafür aber Zeit für die Seenlandschaft haben und rechtzeitig am für heute vorgegebenen Ziel, der Party-Location für alle Teilnehmer, ankommen.

    Wir haben uns wieder für das (zeitliche) Risiko entschieden und die Pässe mitgenommen. Hinter St. Moritz wurde es trockener und die Schneeketten überflüssig. Der Weg über den Splügenpass war anspruchsvoll, aber auch auf Sommerreifen mit etwas Vorsicht gut zu meistern. Spannend wurde es dann auf dem Weg zurück über die Berge. Alle Vorhersagen und offiziellen Nachrichten haben ausgesagt, dass der San Bernardino-Pass gesperrt ist. Das hätte nicht nur der Verzicht auf Punkte für das Roadbook bedeutet sondern vor allem eine Plakette für die schweizerischen Autobahnen und eine Tunnermaut, in Summe also 50€.

    Geholfen haben letztendlich die WhatsApp-Gruppe mit den anderen Rally-Teilnehmern, in denen der Hinweis kam, dass der Pass zwar offiziell gesperrt ist, aber sehr gut zu befahren. Also: Drüber statt durch. Ein wunderschöner Pass, wirklich toll zu befahren. Kurz vor dem Gipfel dann plötzlich auch trockenes Wetter, so dass wir endlich, endlich das Dach öffnen konnten.

    Ab dem Pass ging es also, erst noch mit Mütze bei Minustemperaturen los, im Tal wurde dann erst der Schal und dann die Mütze überflüssig und am Lago di Maggiore reichte dann bei 21° sogar das T-Shirt aus.

    Da wir heute alle gemeinsam feiern wollten erlaubte das Roadbook eine Strecke von 50km über die Autobahn, die wir wegen der Schneekettenaktion auch dankend angenommen haben. In der Zwischenzeit hatten wir uns mit den Team Quttro zusammengeschlossen und sausten gemeinsam in Richtung Ziel (und Bier). Der Gewitterschauer zwischendurch reichte nicht, um uns aufzuhalten, so dass wir unter dem Regen durch gegen 19Uhr im gesunden Mittelfeld vor Ort angekommen sind.

    Zum Ende: Wow, was für ein Fest. Tolle Menschen aus allen Ländern, interessante Gespräche, großartige Autos, Pasta und Bier. Und die erneute Erkenntnis, dass ein Tag, so früh er auch startetet, auf einer Rally am Ende doch unglaublich voll ist mit tollen Dingen. Und die Frage. wie es sich zu zweit in einem Zelt so schläft...
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