Ecuador
Cabuyal

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Travelers at this place
    • Day 169

      Tag 1 - Wasserfall und Termiten

      February 22, 2010 in Ecuador

      Um 8.10 gibt es ein umfangreiches Frühstück in Form von Früchten, Saft, Café con Leche, Empanadas und Ei. Frisch gestärkt geht es zum ersten Trip - eine Wanderung zu einem Wasserfall. Wir erreichen den Ausgangspunkt unserer Reise auf der Ladefläche eines Kleinlasters; ausgerüstet mit Gummistiefeln geht es los durch den Dschungel. Überall hängen Früchte von den Bäumen. An einem Termitenbau machen wir Stopp für einen Zwischensnack. Ist irgendwie seltsam, lebende Ameisen zu essen. Und schmeckt irgendwie nach Baum. Aber ich muss ja alles mal mitgemacht haben...

      Angekommen beim Wasserfall stürzen wir uns in die "Fluten". Und ich Wasserratte will natürlich nicht wieder raus. Ich versuche, ob ich noch die Delfin-Figur aus dem Kunstschwimmunterricht hinbekomme (nun ja, besser ging das damals schon) und auf einem Seil, das im Wasser gespannt ist, zu balancieren. Gar nicht so einfach! Irgendwann gehts leider wieder zurück. Vor der Rückfahrt legen wir aber noch einen Zwischenhalt ein, um Zuckerrübensaft zu pressen und zu trinken. Brrrrr ist das süß!! Der Limettensaft kompensiert das ein bißchen. Ja und dann gehts schon zurück - Zeit zum Mittagessen. Wieder super-lecker! Suppe, Reis + Kartoffeln mit Gulasch und danach eine Mango. Natürlich darf der frisch gepresste Saft auch nicht fehlen.

      Nach zwei Stunden Pause, während die anderen das Imperfekt lernen, haben Niklas, Marijke und ich dann Unterricht. Was, Oscar Wilde auf Spanisch?? Womit haben wir das verdient?! Ich weiß noch nicht mal, ob ich die Story mit der Nachtigall auf deutsch verstehen würde. Und dann auf Spanisch? Ich bin aber überrascht, wie viel ich von "The ruiseñor y la rosa" (Die Nachtigall und die Rose) verstehe und jetzt, wo ich die Geschichte ein zweites Mal lese, verstehe ich alles. Ich muss sagen mein Spanisch hat sich echt sehr verbessert. Und Ecuador ist wirklich ein besseres Land, um Spanisch zu lernen, als Chile. Andererseits stimmt es auch, dass man es in anderen Ländern einfacher hat, wenn man erst mal die Chilenen verstanden hat. Also nicht aufgeben und weiter fleißig Oscar Wilde lesen! ;-)

      Übrigens habe ich ganz stolz eines der neu erlernten Wörter, nämlich "Bruma" (= Nebel) gleich am Abend in die Unterhaltung mit den Ecuadorianern einfließen lassen. Und die haben das Wort nicht verstanden!! Ich glaube, es wäre doch besser, wir würden keine solchen Dinge lesen, sondern einfach umgangssprachliches Spanisch lernen... Aber ich will mich nicht in die Lehrmethoden einmischen.
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    • Day 170

      Tag 2 - Fruchtfarm

      February 23, 2010 in Ecuador

      Der Tag beginnt wieder mit leckerem Frühstück: Omlett mit Platano(= Banane)-Käse-Taschen, Früchten, frisch gepresstem Saft und Kaffee. Danach geht es für Niklas, Marijke, Laura (die unserer fortgeschrittenen Gruppe beigetreten ist) und mich zu einer Fruchtfarm. Das ist vielleicht toll! Und ich habe sooo viele Früchte gegessen: verschiedene Bananenarten, equadorianische Litschis und Orangen bzw. Grapefruits, Zapotes, Kakao etc. Dann haben wir noch einen Kautschukbaum angeschnitzt, Koka gekaut und viele andere interessante Dinge über Früchte gelernt. Ich hab auch nochmal Termiten gekostet. Irgendwie schon witzig diese Dinger. Die Nester hängen an einem Baum, man sieht aber kein einziges Tier. Sticht man aber ein Loch in das Nest, kommen 1000de geschäftig herausgewuselt. Streckt man dann den Finger hin, krabbeln sie drauf und man kann sie verspeisen. [Fotos folgen auch hier] Als wir zurückkommen, gibt es auch schon Mittagessen. D.h. noch mehr Zeug in den Magen stopfen. Aber das Essen hier ist soo lecker, was stehen lassen geht nicht. Diesmal gibt es Maissuppe (bzw. Sopa de Choclo), Fisch mit Reis und Salat und danach Ananas. Dazu wie immer einen Fruchtsaft, diesmal Zapote. Mjam!

      Der Unterricht am Nachmittag ist wieder gefüllt mit neuen schwierigen Wörtern. Wir lesen eine neue Geschichte. Puh! Als Hausaufgabe müssen wir uns auch noch ein Ende ausdenken und formulieren. Aber dafür ist später Zeit. Nach dem umfangreichen Abendessen (Früchte, Pasta, Saft, Karottensuppe) sitzen wir noch zusammen und unterhalten uns - auf Spanisch - mit den Leuten der Cabanas. Heute bin ich total müde und freue mich tierisch aufs Bett, auch wenn oder gerade weil ich hier nicht so gut schlafen kann. Es ist einfach zu ruhig hier. Außer dem Plätschern der Regentropfen der nächtlichen Regengüsse und der Insekten hört man hier nämlich gar nichts.
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    • Day 171

      Tag 3 - Freizeit und Schokolade

      February 24, 2010 in Ecuador

      Heute haben wir Unterricht am Vormittag. Meine Hausaufgabe habe ich vor dem Frühstück, bestehend aus frittierten Bananen und Teigtaschen, in der Hängematte gemacht. Der Unterricht war wieder ziemlich anspruchsvoll, aber diesmal nicht mit ganz so philosophischem Text.

      Nach dem abermals aus 3 Gängen bestehenden Mittagessen, diesmal Wurst (Wiener Art), Bohnen und Reis als Hauptgang, laufe ich in das nahe gelegene Pueblo "Puerto Quito". Es ist heiß und Schweiß tropft mir von der Stirn, ohne, dass ich mich anstrenge. Als mich ein Auto überholt, halte ich es an, und werde in die Stadt chauffiert. Auch auf dem Rückweg fahre ich mit dem gleichen Mann mit, der auch anbietet, drei von uns am Freitag mit nach Quito zu nehmen. Sehr nett, der Columbianer! Er ist Architekt und baut weitere Cabanas neben den unseren.

      Um 4.30 versammeln wir uns zum Kakao machen. Erst werden die Bohnen, die davor 7 Tage getrocknet worden waren, fünf Minuten über dem Feuer geröstet, um die Schale - von Hand - entfernen zu können; anschließend wird das Ganze durch den Reißwolf gedreht und das Mus dann abermals 6-7 Minuten lang über dem Feuer gerührt, mit einer Ladung Wasser und etwas Zuckkerrohr. Nebenher trinkt man einen Caipirina, aber ich glaube, das kann auch durch ein anderes Getränk nach Wahl ersetzt werden. Fertig ist die heiße Schokolade! LECKER! [Bilder folgen]

      Zum Abendessen wird gegrillt: Würstl, Fleisch, Salate. Mjam! Nach dem Essen übe ich mich wieder im Spanischsprechen. Eine lange Unterhaltung mit meiner Lehrerin und den Mitarbeitern der Cabanas. Und auch die sagen, ich würde so schnell sprechen. Und fast ohne Akzent :-)
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    • Day 172

      Botanischer Garten & Schmuckherstellung

      February 25, 2010 in Ecuador

      Ich bin wirklich mitten drin - im Regenwald. Gerade hat es einen der berüchtigten Regenschauer. Es gießt aus Kübeln. Die Cabañas sind mittendrin, um uns herum nur Urwald. Irgendwie gemütlich!! (Jetzt zumindest. Als ich heute Morgen in einer Pfütze aufgewacht bin, weil es durchs Dach regnet, kann man sich darüber streiten, ob das gemütlich ist.)

      Heute besuchen wir nach dem Unterricht (und dem abermals grandiosen Mittagessen ;-)) einen kleinen botanischen Garten. Dort gibt es Erklärungen zu verschiedenen Pflanzen, wie dem Drachenblutbaum und anderen Pflanzen, deren Namen ich schon wieder vergessen hab, die aber gut gegen Rheuma und anderen Krankheiten sind, und die Palme, aus der die Dollarscheine in Ecuador gemacht werden - sehr beeindruckend, wie aus diesem Ding Geld gemacht wird!! Außerdem haben wir die Hülsen von "Cigarras", einer Käferart als kleine Andenken mitgenommen* und eine "Zapote" (orangene Frucht, sehr lecker) gegessen.

      Im Anschluss hüpfe ich in den Pool - wie erfrischend! Noch kurz Hausaufgaben beginnen und schon gibt es Abendessen. Im Anschluss machen wir Schmuck - aus einer Baumart. Anstrengend, die Ringe mit Schmirgelpapier in die richtige Form zu bringen, aber toll! Und was gibt es schöneres als Andenken, als etwas im Schweiße des Angesichts hergestelltes??

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      * Die "Cigarra"-Hülle hab ich am Abend einer Freundin auf den Kopf gesetzt. Das war an sich nicht so nett, weil Ilse SEHR viel Angst vor Insekten hat. Aber es hat den Abend für mich sehr lustig gestaltet, weil alle plötzlich schreiend aufgesprungen sind (sogar die Leute, die eingeweiht waren und wußten, dass ich das am Abend machen würde, hihihi)

      Als mich dann gegen Abend der Schrei meiner Zimmermitbewohnerin zu unserer Cabaña rennen ließ, denke ich gleich, die Verwüstung wäre ein Akt der Rache von Ilse gewesen. Unser Zimmer sah aus, wie das normalerweise bei mir zwar immer der Fall ist, aber nicht schon nach einer Woche und auch nicht, wenn ich mit anderen Leuten das Zimmer teile: alles lag quer durchs Zimmer verteilt, sogar vor dem Zimmer lagen Sachen verstreut auf dem Boden. Als ich dann Löcher in meinem Regencape entdecke, meine ich, dass Ilse ein bißchen zu weit gegangen ist. Auch die Bissspuren in meiner Seife finde ich etwas übertrieben.

      Ich konfrontiere Ilse mit Anschuldigungen, als ich zurück zu den anderen gehe. Sie tut, als könnte sie kein Wässerchen trüben. Dann kommt ihr Jose von den Cabañs zu Hilfe: Chica, einem der Hunde würde sowas ähnlich sehen. Dann glaub ich ihm doch einfach mal... ;-)
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    • Day 173

      Tag 5 - Abreise

      February 26, 2010 in Ecuador

      Letzter Tag, wie schade! Aber die Mosquitos im Mosquito-Camp, wie ich "Cabañas del Rio" "liebevoll" nenne werde ich nicht vermissen. Ich bin noch relativ gut davon gekommen (Hotpants hab ich einfach in der Tasche gelassen), aber einige zählen 200 Mückenstiche auf ihrem Körper. Wie gut, dass es Malaria hier nicht gibt! Wir sind nicht weit genug in den Amazonas vorgedrungen.

      Nun ja. Der Gruppenunterricht (heute haben beide Gruppen gemeinsam Unterricht, weil unserer Lehrerin schon Mittags abreist) in Form von irgendwelchen Spielchen ist auch irgendwann vorbei - Gott sei Dank. Meine Motivation ist, sofern überhaupt vorhanden, sehr gering. Es ist mein letzter Tag mit Spanischunterricht, jetzt hab ich nur noch 5 Tage in Ecuador. Ich hab auch meine Hausaufgaben nicht gemacht - hups!! War auch wirklich viel und den letzten Abend kann man irgendwie mit besseren Dingen verbringen, als mit Hausaufgaben. Wobei: Niklas glaub ich kann das Grammatikbuch, das wir von der Schule bekommen haben schon auswendig. Ich hab ihn nie ohne das Ding gesehen... Jedem das seine.

      Die letzte Geschichte, die wir im Unterricht gelesen haben, hat mir zwar sehr gut gefallen, aber wir sollten viele Fragen darüber beantworten, die total umfangreich waren und mit der Geschichte an sich auch nicht viel zu tun hatten. Mut zur Lücke, oder wie heißt das so schön??

      Als wir dann ein Gramatikspielchen machen, müssen Niklas und ich Sätze mit den uns vorgegebenen Vokabeln bilden. Weder er noch ich können uns an mehr als eine neue Vokabel erinnern. Wie soll das auch funktionieren? Wir lernen in einer Woche ca. 3 Millionen neue Wörter, haben bei den umfangreichen Aktivitäten und Hausaufgaben nicht wirklich Zeit die Wörter zu lernen und können die Wörter nicht anwenden, weil sie noch nicht mal von den Ecuadorianern verstanden werden. Ich will mich ja nicht rausreden, aber das ist dann schon ein bißchen viel verlangt (vor allem von einer Schülerin, die ohnehin nicht mehr lange da ist ;-))

      Da ich gerade etwas über sonstiges in den Cabañas bei Puerto Quito nachdenke fällt mir noch die Geschichte mit den Hunden ein: die haben hier sooo süße Boxer-Babys, also 3 Stück sind es noch. Eigentlich sind die immer im Zwinger und dürfen nur Nachts ein bißchen raus, aber eine büchst immer aus und wir durften ihr einen Namen geben. Nach langem diskutieren wurde sie dann feierlich auf den Namen "Angie" (also äinschi) getauft. Wir alle wollten uns irgendwie verewigen uns so haben wir als deutsche Vertretung nach unserer Bundeskanzlerin gerufen, was gleich auch mit einem beliebten Song der Rolling Stones in Verbindung steht, den die holländischen Zwillinge gerne gehört haben. Es gibt also jetzt eine kleine Rottweiler-Boxer-Mischung inmitten von Ecuador mit dem (Spitz-)Namen unserer Bundeskanzlerin! :-) hihihi...

      Nach dem Essen wollen Niklas, Tamara und ich dann unsere Rückreise nach Quito antreten. Wir wollen mit dem Columbianer fahren. Wie erwartet, taucht er nicht auf (wir wollten uns um 3 Uhr am Eingang der Cabañas treffen, um alles zu besprechen. Wir lassen uns also in die Stadt fahren, um den Bus zu nehmen.* Das klappt auch prima, nur, dass wir erst um 20 Uhr in Quito eintreffen - und ich wollte mit einer Freundin zusammen unsere Geburtstage nachfeiern und auch gleichzeitig den Abschied von Marlies, die am nächsten Tag auf die Galapagos fliegt. Das hätte dann mit den Einkäufen usw. nicht so doll geklappt.
      Am Ende wird es aber doch noch ein sehr schöner Abend in einer Bar. Dort tanzen wir fleißig Salsa und Reggaeton bis tief in die Nacht.......

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      *Im Bus habe ich noch ein nettes Klo-Erlebnis, für alle interessierten Klogänger:
      Manchmal will man(n oder Frau) die Toilette im Bus eigentlich gar nicht benutzen und manchmal mag der Busfahrer nicht, dass man(n oder Frau) die Toilette benutzt. Manchmal muss man(n oder Frau) aber trotzdem. Man überwindet also die Hürden, die der Busfahrer einbaut, reisst nach vielem Rütteln die klemmende Tür doch auf, zwängt sich dann durch den winzigen Spalt, den man die Tür aufbekommt, weil ein Sitz die Tür blockiert und ... kann dann doch nicht gehen, weil es ein Fenster im Bus gibt, das auf die Straße zeigt. Praktischerweise ist das Fenster so eingebaut, dass man im Sitzen (wer auch immer sich da hinsetzt) aus dem Fenster schauen kann. Man kann sich ja denken, was man dann erblicken kann, wenn man von draußen reinschaut. Also geduldig warten, bis wir endlich weiterfahren - und fröhlich nach draußen den vorbeilaufenden Menschen winken - nur nichts anmerken lassen ;-) Raus- und wieder reinzwängen aus dem engen Kammerl ist nicht so lustig also hoffen, dass der Bus gleich wieder losfährt - wir stehen ja bereits eine halbe Stunde in der Stadt rum. Es kann also gar nicht mehr so lange dauern. Bald fährt der Bus auch wieder lost - Gott sei Dank, sonst hätte es ein Unglück gegeben... ;-)
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    Cabuyal

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