Ecuador
Cerro Mandango

Here you’ll find travel reports about Cerro Mandango. Discover travel destinations in Ecuador of travelers writing a travel blog on FindPenguins.

7 travelers at this place:

  • Day56

    Bienvenido Ecuador!

    October 12 in Ecuador

    Zum Frühstück geben wir unsere letzten Soles aus, ich habe nur noch wenige Münzen übrig - sehr gut gehaushaltet ;). Es gibt leckere Brötchen und Süßes vom Bäcker, Äpfel und Bananen und einen Möhren-Apfel-Ananas-Ingwer-Saft auf dem Markt von San Ignacio. Wir schlendern noch ein bisschen durch das kleine Örtchen mitten in den Bergen, schauen uns die Messe in der überfüllten Kirchen an und einen Umzug mit Musik.
    10:30 Uhr nehmen wir ein Collectivo zur Grenze nach La Balsa (15 Soles). Die Landschaft auf dem Weg ist wunderschön, in Serpentinen geht es auf und ab und wir nähern wir uns Ecuador. Dort angekommen gebe ich meine letzten Münzen für Schoki, Kekse und eine Coke für Sik aus :) Sinnvolle Investitionen! Die Grenze ist mitten in der Pampa, La Balza ist nur ein kleines Kaff. In einem kleinen grauen Haus ist die Passkontrolle. Bei mir geht alles ganz schnell, nur ein paar Klicks im Computer und ich bekomme meinen Ausreisestempel in meinen Pass. Im Nebenraum ist eine Frau, die meinen Impfausweis kontrolliert (vor allem wegen dem Gelbfieber), in einem Bett in dem Raum liegt ein Polizist in Uniform :). Bei Sik gestaltet es sich nicht so easy - er hat ja seit Lima einen neuen Pass (heißt auch keinen Einreisestempel von Peru). Der Mann sagt uns, er muss zurück nach Nambale und sich dort an der Bank einem Stempel holen. Oh man wie kompliziert und außerdem haben wir unser letztes Geld für Süßkram auf den Kopf gehauen! Sik macht sich also auf den Weg und ich warte im Grenzhäuschen bei trauriger Schnulzenmusik und esse meine Schoki :) Als er zurück kommt berichtet er mir, er musste in der Banco de la nacion 12,60 Soles zahlen und hat ein Ticket bekommen und das muss er jetzt hier vorzeigen. Dann noch ein bisschen Papierkram und dafür bekommt er dann seine Stempel. 13 Uhr überqueren wir die Grenze über den Fluss zu Fuß - Adiós Peru!
    Auf der anderen Seite stehen noch weniger Hütten :) In einer davon hängt eine ecuadorianische Flagge, wir gehen also hinein und rufen laut „Hola?!“, denn niemand ist in dem Raum, in dem ansonsten nur ganz verloren ein Tisch mit einem Computer und einem Plastikstuhl steht. :) Zwei Polizisten in Uniform kommen aus der Hintertür und begrüßen uns freundlich. Ganz fix und ohne Probleme bekommen wir unsere Stempel und müssen einen Zettel ausfüllen. Einen Teil des kleinen Zettels müssen wir gut aufheben, denn wir brauchen ihn wieder für die Ausreise aus Ecuador! Wir quatschen ein wenig mit den beiden, sie geben uns ihr WLANpasswort und machen auch noch Fotos zusammen :) Sie sagen uns, dass der nächste Bus nach Loja mit Halt in Vilcabamba erst 16:30 Uhr fährt. Wir dürfen aber gerne hier bei Ihnen chillen und warten. Super cool die beiden! Also gesellen wir uns zu Ihnen, ich lerne ein bisschen Spanisch mit Duolingo und erreiche spontan mein Schwesterherz! Jetzt hab ich schon ein bisschen Heimweh, sie fehlt mir schon sehr! 14 Uhr gehen wir dann mit den beiden Polizisten was essen - bei einer süßen Omi gibt es Salat, Ei, Hühnchen und Reis. Um 17 Uhr steigen wir endlich in den Bus nach Vilcabamba/Loja - außer uns noch zwei Australier und Peruaner. Ein sehr holpriger schmaler Schotterweg führt uns durch die wunderschöne Hügellandschaft hier und den Sonnenuntergang. 20 Uhr machen wir kurz einen Halt fürs Abendessen. Um 23:30 schmeißt uns der Busfahrer in dem verlassenen Vilcabamba raus. Keine Mototaxis, keine Menschen, keine Autos - nur Stille. Und eisig kalt ist es mit unseren kurzen Hosen! Also schnell das nächste Hostel suchen - das gestaltet sich aber nicht so einfach. Zwei können wir nicht finden und beim dritten klopfen wir auf gut Glück. Und wirklich - eine Omi in bodenlangem Nachthemd und Mütze macht uns verschlafen die Tür auf und gibt uns ein Vierer-Zimmer gemeinsam mit den beiden Australiern. Schnell noch eine kalte Dusche (hier wäre ausnahmsweise mal wieder eine warme Dusche angebracht gewesen) und dann ab in die Heia - meine erste Nacht in Ecuador! :)
    Read more

  • Day57

    Vilcabamba

    October 13 in Ecuador

    Das war eine gute Nacht! Das Bett gemütlich, ausschlafen und totale Ruhe hier! Um 9 Uhr mache ich mich mit Sik auf Erkundungstour durch den Ort. Vilcabamba ist ein kleines Örtchen mit nur 4778 Einwohnern und liegt auf 1700m Höhe. Es hat einen super idyllischen und urigen Plaza mit einer etwas andersartigen Kirche (sie ist rosa-grün und innen komplett aus Holz) und süßen Häuschen drumherum. In ganz Ecuador ist dieser Ort hier ein Synonym für Langlebigkeit - es wurde 1955 für seine vielen Hundertjährigen berühmt. Die wunderschöne Landschaft, das milde Klima, die frische Andenluft, die entspannte Atmosphäre und gelassene Art der Leute hier sind einem langen Leben zuträglich. Man kann hier echt super abschalten und eine Rast machen. Allerdings sind hier auch auffällg viele alte Leute und alternative Menschen - das Hostel ist voll mit barfußlaufenden, etwas unangenehm riechenden Menschen mit verfilzten Haaren. Ein Glück bin ich mit Sik hier! Frühstück machen wir bei einer netten Frau, die alles aus regionalen Produkten und frisch für uns zubereitet. Heute gönne ich mir auch mal wieder einen Kaffee (der soll hier besonders gut sein), dazu gibt es einen Obstsalat mit Jogurt und Toast mit hausgemachter Marmelade. Sehr lecker! Wir wollen heute einen Ausflug auf den Mandango machen, der Hausberg hier. Die Frau sagt uns, das die Route nicht ganz sicher ist und wir lieber in einer größeren Gruppe gehen oder bei der Polizei um Hilfe bitten sollen. Da es nicht so easy ist jemanden zu finden, der auch dort hochlaufen möchte, entscheiden wir uns für die zweite Variante. Wir watscheln also in die Polizeiwache rein und erklären unser Anliegen. Der Polizist lächelt uns nur nett an und ruft seine Kollegen an. Wenige Sekunden später sitzen wir in einem Polizeiauto auf der Rücksitzbank hinter Gittern (das ist mein erstes Mal in einem Polizeiauto, wie aufregend :)). Wir dachten, die beiden bringen uns zu Fuß dort hoch, sie fahren uns allerdings nur zu dem Ausgangspunkt der Wanderung und verabschieden uns dort. Scheint also doch nicht so gefährlich zu sein?! Wir beginnen also den steilen Aufstieg und genießen die Natur hier. Wirklich idyllisch! Eine sanfte grüne Berglandschaft, eine angenehme Temperatur und Ruhe. Das tut gut nach unserer langen Reise hierher! Eine Stunde schwitzen wir, es geht 400 Höhenmeter nach oben. Doch die Anstrengung hat sich gelohnt, der Ausblick oben ist wundervoll. Man kann rundrum die Umgebung genießen und niemand hier außer uns! Wir legen uns auf die Bänke, ruhen uns aus und genießen den Augenblick. Später kommt Sebastian vorbei, ein netter 29-Jähriger aus Quito. Wir quatschen nett, tauschen uns aus, Sik und er quatschen ein bisschen auf chinesisch da er 2 Jahre in Taiwan studiert hat und wir malen ein Landschaftspanorama von Vilcabamba in sein kleines Notitzbuch, dass er für seine Freundin auf der Reise füllt. Sehr süß! 14 Uhr kehren wir zurück, Sik bekommt Hunger :). In der kleinen Markthalle von Vilcabamba essen wir mit den local People das Mittagsmenü - für mich ist das eine Sopa Guineo con Arbeja (gespaltene Erbsen, grüne Bananen und Koriander - traditionelles Essen hier in Süd-Ecuador) und für Sik das ganze Menü (Suppe und Hauptgericht - Carne frito mit Reis). Da ich seit dem Treffen mit Sebastian Lust auf Malen bekommen haben, gehe ich in einen Laden und kaufe mir Buntstifte ;). Wir schlendern dann noch in das Haus einer Omi, die zwischen Rolator und Müll die Zigaretten aus regionalem Tabak für den ganzen Ort dreht! Super süß! Zurück im Hostel ruhen wir uns ein wenig aus und ich male ein wenig in mein Buch. Sik will auch unbedingt eine Seite haben :) da bin ich ja mal gespannt was er malt! Später machen wir uns dann auf dem Weg zu einem empfohlenen Restaurant 30 Gehminuten entfernt in einem Nachbarort. Dort angekommen ist es ein deutsches Hotel, das Oktoberfestbier verkauft - na prima! Wir kehren also um und essen Abendbrot an einem Stand an der Straße bei einer netten Familie. Neben mir sitzt das kleinste Familienmitglied und albert mit ihrem Essen rum :) Wir gönnen uns einen Liter Pilsener (hier in Ecuador gibt es das und Club-Bier) und gebratenen Reis mit Hühnchen (was sonst? :). Zurück nehmen wir ein Taxi. Erschöpft chillen wir uns dann frischgeduscht ins Bettchen und nutzen das wahnsinnig gute Internet! :)Read more

  • Day239

    Di, 25.04. Chachapoyas-Grenze La Balsa-Vilcabamba
    Dienstag ist mal wieder Reisetag - da aufgrund der Naturkatastrophen und Jahrhundertüberschwemmungen an der Küste nördlich von Lima (Trujillo-Chiclayo-Piura-Tumbes) keine Besichtigungen und auch generell kein Durchkommen möglich waren, hatte ich die fünfte und letzte Woche in Perus Regenwald bzw. Amazonasgebiet verbracht und versuchte nun, über Chachapoyas-Bagua Grande-Jaén-San Ignacio und die Grenze La Balsa nach Ecuador zu kommen. Um 4:00 Uhr morgens ging es los; wie im gesamten Norden haben v.a. die Colectivos Fixpreise und sind nicht verhandelbar - ich kann hier daher leider nichts rausschlagen, aber auf der anderen Seite ist es auch endlich mal fair und jeder zahlt den gleichen Preis.
    Die Strecke an sich war schon sehr anstrengend mit Achterbahnfahrten entlang super kurviger enger Straßen, sehr interessanter Überholmanöver (man muss nichts sehen, hupen reicht :O) und jede Menge Umsteigen in den einzelnen Städten. Die Fahrzeuge selbst hatten wieder keine Gurte sowie teilweise bis zu 3 rießen Risse in der Frontschutzscheibe - aber sie fahren, der Weg ist das Ziel und Hauptsache, man kommt an - sie halten ohnehin ständig, um Leute rauszulassen oder noch mehr Leute dank ausklappbaren Sitzen reinzustopfen :P Wie gewohnt dauert es immer fast bis zu einer Stunde, bis das Fahrzeug voll ist und endlich abfährt und ich war wie immer die einzige Ausländerin unter jeder Menge Einheimischen, was v.a. bei den Polizeikontrollen immer stark auffiel (Einzige mit Reisepass). Dafür war die Landschaft die ganze Zeit super schön, wieder mehr Cierra = Berge und weniger Selva = Regenwald, inkl. Kühe und Schafen auf den Straßen und super netter Menschen; das hat echt Spaß gemacht :)
    Das letzte Stück in Peru von San Ignacio nach La Balsa war dann in einem Auto in der absoluten Mittagshitze, aber entlang super schöner Landschaften und durch kleine süße Orte, vor deren Häusern Nüsse getrocknet wurden. Hier konnte man auch die Regenfälle der letzten Woche und Tage sehen - überall auf der Straße lagen Steine, Äste sowie ganze Felsbrocken, Bäume und teilweise starke Erdrutsche; wir sind aber zum Glück überall durchgekommen. Die Grenze La Balsa besteht tatsächlich nur aus ein paar Häuschen inmitten traumhafter Landschaft, im Büro war erst mal keiner anzutreffen und ich scheine wirklich überall die einzige Touristin oder Rucksackreisende zu sein. Ich hatte noch nie einen so entspannten Grenzübergang (er wird täglich nur von 20-30P benutzt), habe viel mit den Beamten gescherzt, mir Tipps für Ecuador geholt und das Beste: von ihnen Internet bekommen ;)
    Finanziell ging es auch super auf, meine letzten 40S habe ich in $12 umgetauscht und bin nach 5W Peru und insgesamt bereits 10W in Südamerika so gut bzw. besser und weit unter meinem Budget gefahren, dass ich mir mit dem gesparten Geld jetzt evtl. sogar die super teuren Galapagos-Inseln leisten kann; aber mal abwarten :)
    Coca-Blätter darf man übrigens in kleinen Mengen für den Eigenbedarf einführen. Von La Balsa aus ging es mit einer sog. Ranchera, einem Lkw mit bis zu 30 Sitzplätzen bzw. Holzbänken weiter - 1,5h ungeteerter Schotterpiste, den größten Schlaglöchern und dementsprechend Achterbahnfahrt durch traumhafte Landschaften inkl. Sonnenuntergang bis zum Städtchen Zumba. Dort angekommen wartete ich dann bis Mitternacht, um eine Übernachtung zu sparen und fuhr anschließend mit dem Bus weiter nach Vilcabamba, wo ich gegen halb 6 Uhr morgens ankam und von Natalia und Jarol abgeholt wurde.

    Ecuador hat seit 2000 den USD als Währung, was das Reisen hier daher teurer macht. Busfahrten sind generell mit 1-2$ pro Std Fahrt eher günstig, aber Unterkunft und Verpflegung teurer und durch den aktuellen Währungskurs sind USD = EUR. Die Steckdosen sind amerikanisch, man braucht also auch wieder einen Adapter. Oh und was auch toll ist: hier gibt es auf allen öffentlichen Plätzen mind. 40m kostenloses WLAN :)))

    Mi, 26.04. Vilcabamba/Malacatos
    In meinem letzten Hostel in Chachapoyas hatte ich Joris kennengelernt, der mir eine super Empfehlung und Kontaktdaten für eine Unterkunft im 6.000EW Dorf Malacatos, ca. 10km nördlich von Vilcabamba gab. Das Ehepaar Natalia und Jarol bauen hier die Farm ihrer Eltern zu einer Herberge um - alles war noch unter Bauarbeiten und es gab auch noch kein WLAN, aber es war einfach mega traumhaft umgeben von Cerro Minas und anderen Bergen mit Blick auf Malacatos gelegen und einfach der perfekte Ort, um sich nach einer so anstrengenden Reise zu erholen: super familiär und freundliche Leute, sehr ruhig, traumhafter Ausblick und Natur, 5 Hunden Maja, Negro, Sam, Negro und Nena sowie super leckerem organischem Essen (Humitas zum Frühstück, Yuca-Suppe und Tilapia-Fisch mit Reis und Pikante sowie von der Tochter selbst gemachtes veganes, gluten-, laktose-, zuckerfreies Karotten-Orangen-Brot zum Abendessen).
    Ich hatte erst eine super Dusche und schlief dann von 7-11 mega entspannt in meinem großen Zimmer mit breitem Bett und angeschlossenem Bad und mittags wurde endlich mal wieder gewaschen - ein weiterer Reiseluxus :)
    Malacatos ist super schön von Bergen, u.a. dem Cierro Minas, umgeben; es ist sehr heiß und v.a. für süße Zitrone und Lima-Frucht bekannt, die nur hier wächst. Zusammen mit dem Sohn Jarol bin ich durch Maisfelder und Zuckerrohrplantagen in das Dorf gelaufen und wir haben uns den Plaza de Armas mit super schöner Kirche angeschaut.
    Danach ging es mit dem Bus für 50ct weiter nach San Pedro, von wo aus man eine super Aussicht auf Vilcabamba hat. Vilcabamba selbst ist sehr touristisch und mit dem Satz "El único lugar en el mundo donde es posible dar más años a la vida y más vida a los años" (Der einzige Ort auf der Welt, wo es möglich ist, dem Leben mehr Jahre zu geben und den Jahren mehr Leben) sehr für ein gesundes, bewusstes Leben in sauberer, frischer Natur mit warmem Klima bekannt - es gibt hier viele Einwohner, die älter als 100 Jahre wurden. Auch hier gibt es wieder einen Plaza de Armas mit schöner Kirche und tollem kostenlosen WiFi ;) Von dort hat man auch einen guten Blick auf den Mondango Berg, auch als schlafender Inka bezeichnet, der das Gebiet vor Erdbeben und anderen Naturkatastrophen schüren soll.
    Typisches Gericht hier ist übrigens auch wieder Cecina, getrocknetes Fleisch.

    Do, 27.04. Vilcabamba/Malacotos-Lojas-Cuenca
    Nachdem ich mich auf der Santana-Farm super ausruhen konnte, ging es nach einem leckeren Frühstück mit selbstgemachtem veganen Brot und Käse weiter in die 265.000EW und auf 2.100m gelegene Stadt Lojas - von Malacatos nur knapp 30km entfernt, allerdings dank super kurviger Bergstraßen 1h Fahrt. Lojas ist als Musik-und Kulturstadt bekannt, hat ein mildes Andenklima und ist mit 500J eine der ältesteten Städte Ecuadors.
    Von dort aus ging es dann 120km=4h mit Viajeros Internacional für $7.5 (Buspreise sind hier leider fix und nicht verhandelbar) durch noch kurvigere Straßen und toller super grüner Hügel weiter nach Cuenca.

    Cuenca liegt auf einer Höhe von 2.500m und ist mit 277.000EW die drittgrößte Stadt Ecuadors. Die Kolonialstadt ist v.a. für ihre vielen Kirchen, Kunstgallerien und Museen bekannt und wird oft auch als die schönste Stadt Ecuadors bezeichnet. Das meiner Meinung nach absolut zu Recht: ich bin wirklich kein Fan großer Städte, aber Cuenca hat mich sehr begeistert - super grün durch viele Parks und Anlagen gerade entlang des Flusses, schöne Gebäude im Kolonialstil, an jeder Ecke Straßenkünstler und -musiker, dutzende Karaokebars (Karaoke scheint in Ecuador sehr beliebt zu sein), ein schöner Plaza de Armas = Plaza Abdón Calderón mit alter und neuer Kathedrale (Iglesia del Sagrario und Catedral de la Inmaculada) und generell ist es auch schön ruhig, ich habe mich sehr sicher gefühlt. Es war nur leider gerade morgens und abends sehr kalt und teilweise regnerisch.
    Das Essen ist ähnlich wie in Peru oder auch Bolivien mit vielen Pollo-Schnellrestaurants und Picanterias. Man findet hier sämtliche ecuadorianische Gerichte wie Madura con queso (Kochbanane mit Käse), Salchipapa (Pommes mit Würstchen), Llapingacho (Kartoffelfladen), Humitas/Bolones/Tamales de Verde, Locro (Kartoffelsuppe mit Käse und Avocado) und Encebollado (Fischsuppe). Das bekannteste Essen für Cuenca ist allerdings Mote pillo/sucio, Portion Mais in Ei eingelegt - super lecker und ich habe davon in einem kleinen lokalen Restaurant eine rießen Portion inkl. Hühnchen für gerade mal $1 bekommen; es geht in Ecuador teilweise doch günstig ;)

    Fr, 28.04. Cuenca: Cajas NP & Pumapunga
    Da ich nach langen Reisen und möglichst kurzem Stadtaufenthalt immer wieder Bewegung und Natur brauche, ging es am Freitag in eines meiner Meinung nach absoluten Must-sees in Cuencas Umgebung: den Cajas Nationalpark.
    Cajas ist ca. 28.808ha groß auf einer Höhe von 3.100-4.450m gelegen und befindet sich nur ca. 1h Busfahrt (für nur $2) westlich von Cuenca im Hochland Ecuadors. Die Landschaft ist einzigartig, sehr hügelig tundra-ähnlich und es gibt 270 Seen und Lagunen. Das Wetter ist dementsprechend kühl und regnerisch. Ich wanderte dort ca. 5h durch traumhafte Natur bestehend aus Gebirge, Wäldern und Lagunen. Der Weg war allerdings so schlecht ausgeschildert, dass man immer wieder davon abkam und mehr oder weniger über Felsen und extrem rutschige Wege klettern musste - dafür gab es zur Belohnung aber die tollsten Aussichten, die der normale Touriweg so wohl nicht hergibt ;)
    Zurück in Cuenca besuchte ich dann noch das Museo Pumapunga und die Ciudad de Tumipampa, der Pre-Inka Kultur Cuencas. Das war sehr interessant, es gab wieder viele Ruinen und Steine - v.a. aber einen tollen Ausblick und einen angeschlossenen Park mit schönen Pflanzen und jeder Menge Vögel; und das alles kostenlos :)
    Spätabends um 11 Uhr nahm ich dann den 7h Nachtbus von Cuenca über Riobamba und Ambato nach Baños, wo ich gegen 6 Uhr morgens ankam.

    Sa, 29.04. Baños
    Baños bzw. Baños de Agua Santa (Bäder des Heiligen Wassers) liegt mit 18.000EW auf 1.820m Höhe am Fuße des 5.016m hohen Vulkans Tungurahua. Es ist die Abenteuer-, Adrenalin- und Partyhauptstadt Ecuadors; von Bungy über Canopy, Canyoning, Ziplining bis zu Quad- und Fahrradtouren sowie jeder Menge Trekkingmöglichkeiten inmitten super grüner Landschaften mit jeder Menge Wasserfälle und Heißer Quellen bis zu den in Ecuador so beliebten Karaokebars ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es hat mich landschaftlich und touristisch sehr stark an Peru und Aguas Calientes erinnert - jede Menge Backpacker/Touristen, Dutzende Touranbieter, Massagen etc.
    Ich hatte am Busbahnhof die Argentinierin Sofie kennengelernt, die bereits in Baños war und für nur unglaubliche 3$ eine Camping-Unterkunft kannte; zwar null Luxus, super schmutzig und nur super schwer zu verstehende Argentinier, aber für eine Nacht okay und Ecuador wird mit der Regenwaldtour noch teuer genug.
    Mittags ging es dann mit einer sog. Chiva - einem mega bunten, mit Diskolichtern und Partymusik ausgestatteten Lkw - entlang der Ruta de Cascadas (Route der Wasserfälle) durch üppig grüne Landschaften im Nationalpark Llanganates. Wir wurden nicht nur durch die Wasserfälle nass, es regnete leider auch sehr stark. Es ging zunächst zum Staudamm Represa Agoyan, dann durch so einige Tunnel zu den Wasserfällen Cascada Agoyan, Esperanza und Culebrilla zum Puerto del Viele und Rostro de Jesús. Dazwischen hielten wir an Adrenalinplätzen wie Canopy, Bola Extrema und Puenting. Das Highlight war aber definitiv der Pailon del Diablo, ein rießen Waterfall mit unglaublichen Wassermassen und bei dem man auch schön nass wurde.
    Danach aß ich auf dem Markt die für Baños typischste Speise Llapingacho: Kartoffelfladen, Wurst, Spiegelei, Avocado und Salat - sehr lecker, endlich mal kein Reis :P
    Anschließend ging ich dann noch zur Cascada Caballera de la Virgen, einem super hohen Wasserfall am Ende von Baños, mit den bekannten Baños Termales direkt nebenan.

    So, 30.04. Baños
    Da am Samstag das Wetter nicht so toll war (jede Menge Regen und super bewölkt) versuchte ich trotz wieder absolut bewölktem Regenwetter nochmal mein Glück mit für mich der besten Sehenswürdigkeit: Casa de Árbol - dem Baumhaus mit der berühmten Megaschaukel, von der aus man bei gutem Wetter eine schöne Aussicht auf den Vulkan hat. Leider gab es gar keine Aussicht außer Nebel, es hat aber super viel Spaß gemacht und ich liebe schaukeln, man darf sich hier wieder als Kind fühlen ;)
    Danach ging ich noch zum Mirador de la Cruz und de Virgen, ich aß wieder sehr lecker Fleisch, Mais und Salat am Straßenstand sowie super leckeres Brot meiner Lieblings-Panadería und nahm dann abends den Nachtbus erst 1h nach Ambato und dann weitere 7h nach Lago Agrio, von wo aus meine 4T/3N Tour in den Amazonas-Regenwald bei Cuyabeno startete.
    Read more

You might also know this place by the following names:

Cerro Mandango

Join us:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android

Sign up now