Ecuador
Ibarra

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9 travelers at this place:

  • Day132

    "Herzlich Willkommen in Ecuador..."

    October 5 in Ecuador ⋅ ☀️ 21 °C

    Donnerstag, 3. Oktober
    Unsere Reise nach Ecuador fing quasi mit der Rückfahrt vom Ciudad Perdida Trip an. Das war Donnerstag um 14Uhr. In Quito wollten wir am nächsten Tag Jules treffen, die noch bis zum 07.07. in Ecuador war. 2 Stunden später waren wir in Santa Marta, wo wir unsere großen Rucksäcke vom Büro des Tour Operator abgeholt haben, und dann mit nem Minivan 6 Stunden lang nach Cartagena gefahren sind. Die Klimaanlage war sau kalt und tropfte auf Micha drauf, und auf der Hälfte mussten wir umsteigen und 45Min. auf nen neuen Minivan warten. Die Pause haben wir genutzt um was zu Essen zu holen, aber es war stockdunkel und in der Nähe gabs nur McDonald’s. Seit dem ekeligen Marktbesuch bin ich ziemlich ab von Fleisch, n Dinner bei Mäcces war also alles andere als ein gelungenes Abendessen. Um 22:30Uhr kamen wir endlich im Hotel in Cartagena an, das zum Glück direkt neben dem Flughafen lag, zu dem wir um 04:30Uhr am nächsten Morgen schlaftrunken hingehen konnten.

    Freitag, 4. Oktober
    Unsere nassen Klamotten von dem Ciudad Perdida Trip konnten wir in der kurzen Zeit im kalten Hotel ohne Heizung leider weder waschen noch trocknen. Ein kurzer Riecher in die Plastiktüte mit den nassen Klamotten hatte Ohnmächtigkeitspotential. Zusätzlich kam noch der stinkende kleine Rucksack, den wir vorne vorm Bauch tragen mussten, also direkt unter der Nase, denn auf dem Rücken schulterte ja der große Rucksack. Von Cartagena aus mussten wir nach Bogotá, um dort weiter nach Pasto zu fliegen, eine kleine Stadt in der Nähe der kolumbianisch-ecuadorianischen Grenze. Ab hier sollte es mit x Mal umsteigen in 9 Stunden mit Bussen und Taxen nach Quito gehen. Man merkt deutlich: Der Plan beinhaltete null Luxus, aber Überlandflüge innerhalb Südamerikas sind so teuer wie Interkontinentalflüge. Für den Flug nach Pasto haben wir 130€ bezahlt + 10€ für die ganze Bus und Taxifahrerei pro Person, anstatt 460€ p.P. für den Direktflieger nach Quito. Das Geld soll für 1 Jahr reisen reichen, also sind wir quasi in unsere Studentenzeit zurückversetzt, in der man viel Zeit aber kein Geld hat. In Bogotá angekommen tickere ich mit Jules, die mich fragt, ob wir nicht doch nen Flieger nehmen wollen. Die Uni ihres Cousins, der gerade im Auslandssemester in Quito ist, verbietet allen Studenten den Landweg über die Grenze nach Ecuador zu nehmen. Wegen der vielen Flüchtlinge aus Venezuela ist die Lage dort sehr angespannt und gefährlich. Ich kriege kurz Panik, google nach Flügen, viel zu teuer, checke die Seite des Auswärtigen Amts, auf der dringend von Grenzübergängen auf dem Langweg abgeraten wird - mit Ausnahme des Übergangs über Tulcán. “Micha? Wir kommen über Tulcán nach Ecuador, ne?!” “Ja.” 🥵 Ich bin beruhigt, wir fliegen weiter nach Pasto. Der Flug hat 1 Stunde Verspätung, das ist schlecht, denn unser Tag ist lang. Wir trinken lecker Bier bei der Bogotá Beer Factory direkt vor unserem Gate (es ist 9Uhr morgens, man weiß sich die Zeit zu vertreiben 😜), und essen zum letzten Mal typisch kolumbianisches Essen: Fritiertes Maismehl Ding mit komplettem Ei und faserigem Fleisch drin, sowie Gebäck mit semileckerem Käsegeschmack. Bzw. ich esse das, Micha lehnt nach jeweils einem Biss dankend ab und findet zu seinem Glück einen Laden mit Schokocroissants, die so schmecken wie Zuhause. 😂

    Von Pasto Fluhafen fahren wir mit dem Taxi zum Busterminal in Pasto, um von dort aus mit dem Bus nach Ipiales zu fahren. Auf dem Weg nach Ipiales ist leider ein Erdrutsch und blockiert die Weiterfahrt. Aus geplanten 90 Minuten werden über 5 Stunden im Minivan. Als wir in Ipiales ankommen ist es schon dunkel und wir noch längst nicht am Ziel. Im Dunkeln über die Grenze? Wir hören auf unser Bauchgefühl und suchen uns ein Hotel in Ipiales. Auf dem 1 Kilometer Weg zum Hotel drehen wir uns zig Mal um, es ist dunkel, andauernd fahren Mopeds mit zwei Leuten an uns vorbei, und kurz vor unserem Ziel, dem Hotel Suiza, befindet sich ein von Flüchtlingen eröffneter Markt, tausend ärmlich aussehende Leute lungern in den Straßen rum, überall liegt Müll. Ich habe gar kein gutes Gefühl. Leider müssen wir nachm Einchecken nochmal raus, ich hab Hunger, und so nehmen wir das einzige Restaurant, dass in dieser dunklen Gegend mit vielen verschlossenen Läden noch auf hat. (Ich hatte mir auf Google was in 200m Entfernung rausgesucht, uns aber leider Internetlos in die falsche Richtung geführt.) Und so gab es Suppe auf Fleischbasis mit Pommes drin, und einen Teller mit Reis, Pommes, alter kleiner Salatbeilage, und, klasse, ganz viel Fleisch. War n Fleischladen. Der Mann konnte gar nicht begreifen, dass ich kein Fleisch wollte. Es gibt warme Sprite, und während ich esse werden die Jalousinen runtergerollt, klares Zeichen für wir sollen uns beeilen. Ein weiteres, unzufriedenstellendes Abendessen, von dem ich selbstverständlich auch wieder Durchfall kriege. Wie ungefähr 1-2x wöchentlich hier. Vor dem schlafen waschen wir noch notdürftig Unterwäsche, denn alles was wir hatten war mit auf dem Ciudad Perdida Trip und ist folglich nass. Es gibt keinen Fön, also packt Micha seine Baumwolldinger one by one in die Microwelle. Klappt super, nach 1,5 Min. kommen die Dinger da heiß dampfend raus, piep piep piep, und das ganze muss man dann ungefähr eine Stunde lang wiederholen. 😂

    Samstag, 5. Oktober
    Wir stehen früh auf und fahren mit dem Taxi 15Min. zur Grenze. Wir sind heilfroh hier nicht nachts gestanden zu haben, es sind Camps und ein Zelt vom Roten Kreuz aufgebaut, viele Leute lungern rum und vertreiben sich hier offensichtlich schon seit Langem die Zeit. Wir kriegen unsere Ausreisestempel und GEHEN über die Grenze. 50m weiter stehen wir in Ecuador und kriegen unsere Einreisestempel. Total unwirklich. Ich bin noch nie zu Fuß über eine offizielle Grenze mit Passkontrolle gegangen.

    Von hier aus nehmen wir ein Taxi zum Busterminal in Tulcán. Ich mache voll den Aufstand und möchte unbedingt ein Taxi mit “Taxi seguro” Sticker. Ich habe vorab gelesen, dass fake Taxis voll das Problem in Ecuador seien, und man darauf achten solle, dass die Taxen ein orangenes Nummerschild haben, einen Taxi seguro Sticker, zwei Überwachungskameras im Auto sowie einen roten Panic Button. Klingt schonmal so, als wolle man GAR KEIN Taxi in Ecuador fahren. Leider haben in dem Taxipark mit bestimmt 100 Taxen nicht besonders viele einen “Taxi seguro” Sticker. Wir werden auf mehrere Taxen verwiesen, alle ohne Sticker, mittlerweile kümmern sich 7 Taxifahrer um uns bzw. machen sich über uns lustig. Ist mir wirklich latte, und so kriegen wir letztendlich ein Taxi mit “Taxi seguro” Sticker, obwohl der Fahrer eigentlich noch längst nicht an der Reihe war. 😬

    In Tulcán angekommen sollte es eigentlich im Bus in 6 Stunden nach Quito gehen. Stattdessen fährt der Bus heute leider nur bis nach San irgendwas, 55Min., von da aus müssen wir dann einen neuen Bus nehmen bis nach Quito. Das liegt an den Demonstrationen, die seit Donnerstag das Land beherrschen. Der Präsident hat unter Auflagen vom IWF Geld erhalten und Reformen eingesetzt, die die Subventionen der Bezinpreise streichen, wodurch sich der Dieselpreis verdoppelt hat. Das Volk randaliert und demonstriert, davon kriegen wir aber (noch) nichts mit. Jules war am Donnerstag voll in die Demonstrationen in Quito gekommen, mittlerweile war die Lage nach Jules Aussage aber wieder ruhig. In Quito. Also steigen wir in San irgendwas wieder aus, und nach 40Min Wartezeit in einen anderen Bus. Dieser fahre leider auch nicht bis Quito, aber bis nach Irgendwas anderes, 2,5 Stunden. Von da aus können wir dann den Bus nach Quito nehmen. Super, wir kommen unserem Ziel näher, wenn auch mit öfters umsteigen als erwartet.

    Der Bus entwickelt sich zum Flüchtlingsbus, zig Familien mit kleinen Kindern, dreckigen Decken, und Kleidung in Plastiktüten steigen ein. Wir sind die einzigen “Gringos” im Bus. Das Radio schallert, neben uns spielt ein Mann ein Video auf seinem Handy in Volllautstärke während er gleichzeitig ins Telefon brüllt, und hinter uns schreien Kinder. Wir hatten uns vorab informiert und gelesen, dass man alle Wertsachen am Körper oder im Rucksack lassen sollte. Die (miefigen) Rucksäcke sollte man die ganze Zeit aufm Schoss tragen, denn es kommt vor, dass Rucksäcke aufgeschlitzt und die Inhalte rausgeklaut werden, wenn sie aufm Boden stehen oder oben in der Ablage liegen. Ich mache mein Hörbuch an, stecke das Handy in die Hosentasche und verstecke die Schnur der Kopfhörer unter meinem Shirt. Natürlich hört man das Toben im Bus trotzdem, aber ich bin mehr so der Geruchstyp, Geräusche machen mir wenig. Micha ist da genau anders. Nach 5 Minuten Geräuschkulisse habe ich nur darauf gewartet, dass Micha seinen Rucksack aufreißt, und entnervt die noise-cancelling Bose Kopfhörer rausholt. Wir kennen uns mittlerweile so gut. Ein paar Minuten später reißt Micha seinen Rucksack auf und holt seine noise-cancelling Bose Kopfhörer raus. Innerlich musste ich grinsen, äußerlich hab ich Micha noch nen Muss-das-sein?-Blick rübergeworfen. Jaaaaa-das-muss-sein kam von Micha zurück. Gut. Ich nehme mir vor, die Dinger heimlich von Michas Kopf zu entfernen während er 30Min. später schläft und dann nachm Aufwachen so zu tun, als ob ich von nichts wüsste. Ich werde aber abgelenkt durch das kleine Kind vor mir aufm Sitz, dass gerade seinen Vordermann und den Vordersitz anbricht (🤮). Ekel hoch 10, der merkt das erst nicht, die Familie weiß nicht so recht ob sies ihm sagen soll. Eine Sitznachbarin hilft lieb mit Taschentüchern, der Typ merkt, dass er was inne Haare hat, und streift sich das Zeug ruhig mit seinen Händen und Ärmeln raus. Und macht keine einzige böse Miene. Ich beneide den Mann um seine Barmherzigkeit (die Familie kann ja auch nichts dafür), bin aber froh dass Micha geschockt und angeekelt als erstes checkt, ob hinter uns eventuell auch ein Kind sitzt. Tuts nicht. Was für eine Fahrt. Irgendwann halten wir an, ein breiter Polizist kommt rein, alle Reisepässe werden eingesammelt und die Hälfte der Leute muss aussteigen und den Inhalt ihrer Taschen und Koffer zeigen. “¿Qué país?/ Welches Land?” werden wir gefragt, als wir unsere Pässe zum Einsammeln hinhalten. “Alemania.” Daraufhin will er den Pass gar nicht sehen, wir können die kleinen roten Goldschätze wieder einstecken und sitzenbleiben. Deutsch zu sein ist ein Geschenk.

    Der Bus hält an, wir sind noch 6 Kilometer vorm Zwischenziel. DieStadt heißt Ibarra, wie ich später feststelle. Ab hier kann der Bus nicht mehr weiterfahren, wir könnten zu Fuß gehen oder mitm Taxi bis zum nächsten Bus Terminal fahren. What? Wieso fährt der Bus nicht zum Zwischenziel? Naja, wir steigen mit allen anderen aus und gehen erstmal in die Tankstelle. Mein cleverer Reisepartner hat noch $20 USD ausm Libanon (ebenfalls offizielle Währung in Ecuador), und leider gibt es hier keinen Geldautomaten. Wir brauchen was zu trinken, ne Sim Karte, um online unsere Weiterfahrmöglichkeiten auszuloten oder ein Uber Taxi zu rufen, und ich habe Hunger. Ich muss 3x am Tag, zu normalen Essenszeiten, was essen, sonst ist nicht so witzig. Micha nervt das, denn nach Wasser und Sim Karte haben wir nur noch 12 Dollar und brauchen diese vll für ein Taxi oder Bus. “Wir” kaufen uns trotzdem ein Mittagessen (3 Dollar) und das ist letztendlich sehr gut investiertes Geld. Es stellt sich nämlich heraus, dass es gar keine Taxen und Busse gibt! ALLE streiken! Wie wir nachher erfahren werden die Taxifahrer, die nicht streiken, mit brennenden Gegenständen von den Demonstranten beschmissen. Folglich sind hier so gut wie keine Autos unterwegs, alles bewegt sich zu Fuß. Es wird uns vorgeschlagen, die letzten 120km nach Quito zu GEHEN. Haha, hahaha. Naja, aber, was bleibt uns anderes übrig, da so stehend an der Tankstelle? Wir schleudern die 20kg Rucksäcke auf den Rücken, die 5kg Stinkerucksäcke vor den Bauch, meinen nervigen Sombrero in die Hand, und stiefeln los. Kann ich so 6km bis in die Stadt Ibarra laufen? Schon schwer das Teil. Dass wir nach Quito laufen mit 25kg auf den Schultern ist utopisch, aber bis nach Ibarra müssten wir schon kommen. Letztendlich habe ich überhaupt gar keine Zeit, mich weiter zu fragen, ob ich die 6km mit dem Gepäck schaffe oder nicht, denn wir kommen an der ersten Straßenblockade vorbei. Steine liegen auf der Straße, aber alles ist ruhig. In der Menge von sich mit und ohne Gepäck zu Fuß bewegenden Leuten kommen wir mit 2 Einheimischen ins Gespräch. Die beiden müssen ebenfalls nach Quito, die Frau kann ihrem Koffer aber nicht mehr den Hügel hochziehen. “Herzlich Willkommen in Ecuador!” lacht uns der Mann entgegen, sein Land präsentiere sich leider nicht gerade von seiner besten Seite 😅 Wir verlassen das Paar und marschieren weiter (Rucksack vs. Koffer 1:0), als wir auf eine große Menschenmenge stoßen. Die Stimmung ist entspannt, im Hintergrund tönt fröhliche Latina Musik, im Vordergrund brennen allerdings die Straße blockierende Autoreifen. Wo sind wir hier? Nach 3Km zu Fuß erreichen wir den Geldautomaten und es sagt doch tatsächlich die einzige Uber Taxifahrerin in ganz Ibarra zu. Wir haben eine Fahrt nach Quito!!!

    Die Freude währt nicht lang, die nette Frau sagt uns, dass man weder mit dem Auto aus Ibarra raus- noch reinkommt, und so wäre das in jeder Stadt. Zwischen den Städten könne man per Anhalter fahren, aber das sei gefährlich. Sie hatte eine Einheimische im Auto, die zu Fuß aus Quito kam und von ihren eigenen Landsleuten ausgraubt wurde. So langsam wird uns das ganze zu heiß, während wir das Mädchen zu ihrem Hostel fahren suchen wir auf dem Rücksitz nach einem eigenen Hotel. Wir brauchen jetzt was geiles, und so checken wir im 4 Sterne Hotel mit Pool, Sauna, Jacuzzi und Fitnessstudio ein.

    Montag, 7. Oktober
    Das 4 Sterne Hotel stellt sich als die beste Entscheidung ever raus, denn heute ist Montag, wir sind seit 3 Tagen in diesem Hotel eingesperrt und bis Mittwoch wird sich auch nichts an dieser Situation ändern. Die Straßen sind in alle Himmelsrichtungen geblockt, wir kommen nicht mal mehr dahin zurück, wo wir her gekommen sind. Wir haben Jules in Quito verpasst sowie unsere Flüge auf die Galapagosinseln heute morgen. Und obwohl das eine richtig scheiß Situation sein könnte sind wir total gut zufrieden. Als Jules mir vor 1 Woche sagte, wie toll sie Ecuador finde und wie gut uns das hier gefallen werde, hat sich so ein Gefühl in mir breit gemacht, dass mir Ecuador nicht so gut gefallen wird. Ich hab mit Micha darüber gesprochen und ihm gings genauso. Wir sind reisemüde, haben so viele tolle Eindrücke in den letzten 4 Monaten gesammelt, dass einen gar nichts mehr so richtig flasht, sind das Leben im Hotel und Hostel müde. Micha kann sich mittlerweile schon super wieder vorstellen zu arbeiten und schwärmt davon, schon einen Monat früher nach Hause zu kommen, um Zuhause noch zu genießen, bevor die Arbeit wieder losgeht. An dem Punkt bin ich zwar noch lange nicht, aber ich sehne mich ebenfalls nach den schönen Dingen Zuhause. Familie und Freunde sehen, unsere schöne Wohnung, und endlich wieder vernünftiges, geiles Frühstück!

    Und so verbringen wir hier gut gelaunt und völlig entschleunigt unsere Tage. Seit gestern hat auch das Shopping Center unweit von uns wieder offen (alle anderen Läden, Restaurants, Supermärkte sind geschlossen). Da waren wir gestern schön essen, n bisschen shoppen, in nem Kirmes-Simulator, der so echt war, dass mir schlecht geworden ist und ich nach halber Fahrt die 3D Brille runterreißen musste, und anschließend den Abend haben ausklingen lassen bei uns im Hotel in der Sauna und im Jacuzzi. 😁
    Als wir im Hotel nebeneinander auf einen großen Spiegel zulaufen stellt Micha schockiert fest: “Bor, ich bin voll dünn geworden!” Und dann, Original O-Ton Micha: ‚Normalerweise sehe er sich ja immer nur alleine im Spiegel, aber so...‘ und da dämmerte es ihm. Gaaaanz dünnes Eis! Wir beide mussten mega lachen. Mit mir als Wuchtbrumme daneben stellt er also fest, dass er dünn geworden ist. Was fürn frecher Kommentar! 😂

    Heute Abend gehts ins Kino, das ist ebenfalls im Shopping Center, und zeigt doch tatsächlich einen einzigen englischsprachigen Film mit spanischen Untertiteln, der auf IMDB sogar unter den 10 besten Filmen aller Zeiten gelistet ist.
    Kurzum: Wir erleben hier gerade pures Glück im Unglück 🤗

    P.S.: Leider hat das Hotel ebenfalls keinen Wäscheservice, dafür aber ein Bügeleisen, mit dem wir unsere von Hand gewaschenen Sachen trocken bügeln. Auf MacGyver Art Wäsche waschen und trocknen können wir jetzt also auch 🤟
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  • Day239

    Day 233: Back in the northern hemisphere

    September 2, 2016 in Ecuador ⋅ 🌙 14 °C

    We started the day easy and after a good breakfast we set out around 10. The road went up and down all the time. Our leggs are not used to climbing anymore so it was kinda hard. But at noon we reached the equator and made all the pictures. Finally back in the northern hemisphere.

    We found a smaller road as a shortcut for the Pan-Americana. But off course that meant a lot of climbing again. But after 90 km we made it to the town of Ibarra. After dinner we are quickly went to bed. Tomorow is gonna be tough.Read more

  • Day240

    In and Out of Ibarra

    March 26, 2018 in Ecuador

    From Otavalo, we set out for Ibarra, about forty-five minutes away by bus. The plan was to stay one night in Ibarra and then get up early the following morning to cross the border into Colombia. The only real criteria for our lodging for the night was that it was close to the bus terminal, cheap and clean. Well, one out of three isn't the greatest success rate. The hostel looked as if it had barely survived a nuclear attack and the cockroaches were the only survivors, along with the local addicts who use the space as their drug den-cum-hostel. We were surprised that instead of the free toiletries that the hostel didn't supply syringes and a spoon. The large, spacious room couldn't make up for the stains sprayed all over the walls and the dark dank smell in the corridors. The pictures certainly didn't match the dump that we were offered. Although there was very little within the city, despite being one of the largest cities in the north of Ecuador, the streets offered more than being cooped up in the Bates hotel waiting to be the next victim of some psychopathic drug addict. Needless to say, we exited as soon as we could.

    Next stop: Ipiales
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  • Day91

    Ibarra (2.210 m)

    June 19 in Ecuador ⋅ ⛅ 21 °C

    In der Nähe von Ipiales ist eine Kathedrale in einem sehr engen Tal über den Fluss gebaut worden. Die grün bewachsenen Seitenwände des Tals gehen fast senkrecht zum Fluss hinunter. Der Felsen bildet die Rückwand des Gotteshauses. Bis auf die weiße Farbe an der Außenfassade, bin ich von der Kirche begeistert.
    Durch den kleinen Umweg, bin ich recht spät an die Grenze gekommen.
    Ich wünsche mir, das alle Reisepässe so einheitlich wie Android wären. Somit müsste ich nicht immer erklären wo mein Name steht. Selbst wenn die Zollbehörden den Pass in den Händen halten, fragen sie mich nach meiner Nationalität.
    Nach einer Stunde Zollformalitäten durfte ich nach Ecuador einreisen.
    Eigentlich wollte ich nur bis zur nächsten Stadt fahren, aber die Strassen waren so gut, das Wetter und die Landschaft so schön, dass einfach weitergefahren bin. In einer Höhe von über 3.000 m merke ich schnell wie wenig Sauerstoff ich trotz meines wochenlangen Höhentrainings zu mir nehme. Die Muskeln werden ganz schnell müde. Aber mit jedem Meter abwärts wird es besser. Wenn man dann auf einer autobahnähnlichen Strasse ins Tal sausen darf, vergisst man schnell alle Anstrengungen und fährt weiter. Dabei habe ich einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt., über 70 km/h.
    Nach Ibarra wurde es leider mit den Batterien eng. Mit dem letzten Prozent bin ich im Dunkeln in der Stadt angekommen. Morgen werde ich die 100 Kilometer nach Quito schaffen und mir die Stadt ansehen. Sie liegt ja als höchstgelegene Hauptstadt nicht sehr weit über dem Meeresspiegel.??
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  • Day3

    Am Bahnhof von Ibarra

    July 17, 2016 in Ecuador ⋅ ☀️ 13 °C

    Ja, der Trip heißt ja, mit dem Zug durch Ecuador. Und heute fahren wir zum ersten Mal mit dem Zug, genau genommen mit dem Tren de la Libertad von Ibarra nach Salinas.
    In den letzten Jahren hat Ecuador viel in seine Eisenbahn und in seine Bahnhöfe investiert, das kann man auch deutlich sehen.

You might also know this place by the following names:

Ibarra, Ибарра

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