Ecuador
Mindo

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65 travelers at this place

  • Day59

    Woaa Ruhepause - in Mindo

    September 13, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C

    Mindo - ein kleiner Hippie- und Zufluchtsort für alle in Quito lebenden in den Bergen, umgeben von Nebelwäldern. Zwei Std Busfahrt entfernt von Quito. Wenn das nicht mein absoluter Ruheort wird.. :)
    Man kann hier super schön wandern gehen, versch Vogelarten beobachten, etc. Für mich auf dem Programm stand: nach fast zwei Monaten mal einfach wirklich NICHTS tun. Nichts sehen, nichts angucken, mit niemanden reden (muss wirklich auch mal sein😂😂). Lesen, WhatsApp, café, Netflix Tag halt..
    Wirklich nicht so leicht😂 wollte mir morgens ein Café suchen zum Frühstück und prompt in einen Typen reingerannt, den ich in Kolumbien kennengelernt hatte. Alleine frühstücken war schon mal nichts. Worüber ich mich dann auch ein bisschen über mich geärgert hab..
    Und daraus gelernt hab.. Den Rest des Tages habe ich dann nämlich wirklich für mich genutzt, und auch zwei Mädels, die ich aus Quito kannte, freundlich gesagt, dass ich den Tag für mich brauche. Klingt lächerlich, für mich eine Überwindung 😁 hat geklappt.
    Unten ein paar (logischerweise) unspektakuläre Bilder von meinem Me-Tag 😁
    Highlight war übrigens mein Abendessen - richtig richtig geile italienische Pasta mit Rosmarin-Brot!! Was ein Gaumenschmaus.. :) und was eine Abwechslung zu den doch seeehr vielen Reisgerichten hier.
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  • Day3

    Quito / Mindo

    January 16 in Ecuador ⋅ ⛅ 24 °C

    Today i decided to get out of the bustle of Quito and check out Mindo, which is in the middle of a jungle / rain forest. Getting there is a bit of a pain, so i opted to get a 3 hour Uber there for $50, saving me the trouble of getting to the far away bus station and potentionally sitting around there for hours waiting to leave.

    My driver, Edgar, didn't speak any english but we were able to communicate with the incredibly useful offline translator apps we both had on our phones. A few minutes into our drive he asked me if i minded if we picked up his wife for the drive to mindo. I said "sure!", and now we were three. I thought it was adorable he wanted to capitalize on his forced trip to mindo and make it a nice day excursion as a couple (plus one very smiley canadian).

    On the way to Mindo, we stopped at La Mitad Del Mundo which is at the equator, "middle of the earth".. so i took a quick picture with myself at the global positioning of 0" 0" 0" ! I am told toilets flush different directions on the two sides of the equator. But i didn't need to evacuate anything from my body, and we were running late so i didn't test the theory.

    Upon arrival in mindo, i told edgar i needed 3 hours for the waterfalls hike i planned to do, which starts with a very rustic, open air cable car ride across the huge cloud forest valley. I told edgar he and his wife had come all this way, they should take the cable car ride with me, and i happily paid their way. Surprisingly, they even hiked down to the first waterfall with me - down the muddy, steep trail in their street shoes.

    They left me to hike the next two hours alone to 5 more waterfalls while they headed back to the cantina, exhausted. The trail to the other waterfalls was in dense, wet jungle. It put such a smile on my face to be scrambling up and down steep trails and being rewarded with a series of gorgeous waterfalls and swimming holes.

    FYI, Mindo is especially famous for its birds. It typically has over 400 different species of birds, capturing the title for most on the planet 6 times in the last 20 years. Yes, there is a competition for everything.
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  • Day117

    Im Nebelwald in Ecuador

    February 3, 2019 in Ecuador ⋅ 🌧 27 °C

    Wir wollen eine Wanderung durch den Nebelwald machen und steuern hierzu eine Drahtseilbahn an, die uns über eine Schlucht zu den Wanderwegen bringt. Die Seilbahn wirkt auf uns wie selbstgebastelt, denn der Abtrieb besteht aus einem alten Automotor an dessen Getriebe, über eine Bremsscheibe, ein Stahldraht die Gondelkiste hin und her zieht. Wir steigen ein und das Abenteuer beginnt. Wir fliegen ca. 500 Meter in einer gelben Metallkiste, laut ratternd, 152 Meter über den Regenwald hinweg. Auf der anderen Seite angekommen, werden wir freundlich begrüßt und begeben uns auf eine dreistündige Wanderung zu 7 Wasserfällen. Unterwegs ist es warm und sehr feucht. Wir erfrischen uns an einem der Wasserfälle und bestaunen die ursprüngliche Natur. Als wir wieder zu unserem Sprinter zurück kommen, haben wir das Glück Tucane mit ihren großen gelben Schnäbelnund Kolibris zu sehen. Wir übernachten hier im Regenwald, lauschen den faszinierenden Geräuschen des Regenwaldes und begeben uns am nächsten Tag, nach dem Frühstück, auf die Weiterreise. Hier ein kurzer Videoclip: https://youtu.be/kFxsY-VzPFIRead more

  • Day4

    Mindo

    September 18, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C

    Echli usserhalb vo Mindo, hets es sehr spetziels Gästehus und zwar chammer dede i umbaute Zirkuswäge übernachte. Mer isch mitte im Näbelwald.
    S la Roulotte lit imene Naturschutzgebiet und s hett uuh mega viel Vögel da und schuschd allerlei Tierli.Read more

  • Day75

    Mindo, que lindo

    September 13, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C

    Nachdem Christoph gefahren ist, hatte ich ein bisschen Probleme meinen Arsch allein hochzukriegen und hab 2 Tage in Quito echt fast nur rumgegammelt. Langsam ist die Luft ein bisschen raus und ich weiß nicht ob es daran liegt, dass die letzte Woche eingeleutet wurde, oder weil ich für meine Verhältnisse echt lang unterwegs bin... aber ich freu mich schon wieder sehr auf Zuhause. Ich treffe ab und zu Leute die locker 8 Monate unterwegs sind und ganz Südamerika erkunden - ich könnte das nie, vor allem nicht allein.
    Nichtsdestotrotz will ich natürlich meine Zeit noch sinnvoll nutzen und nicht nur im Hostel gammeln und es höchstens zum Essen und Postkarten losschicken verlassen, wie die letzten zwei Tage. Die zwei Karten, die ich verschicken wollte, werden übrigens einen Münchner Poststempel tragen... das Porto kostet hier nämlich (Achtung, kein Tippfehler) 80 DOLLAR! Was so etwa 70 Euro entspricht. Ich hab die Frau am Schalter noch drei Mal gefragt ob ich sie richtig verstanden hab, dann bin ich lachend aus der Filiale gegangen. Wie kann es denn SO teuer sein, ein Stück festes Papier zu verschicken?

    Der letzte Stop auf meiner To-Do-Liste war Mindo, wo ich am Freitag hin aufgebrochen bin. Ich habe ein sehr günstiges und schönes Hostel gefunden, von dessen Dachboden aus man Kolibris beobachten kann. Als Tagestour habe ich mir Zip-Lining ausgesucht. Ich kenne das unter Flying Fox, also man fährt an einem Drahtseil über kleine Täler von Plattform zu Plattform und hat mega Aussichten. Wir fuhren über 10 verschiedene Lines und konnten beim Wechsel ein bisschen Wald und Umgebung erkunden. Als kleines Special konnte man auch mal in den Fahrposen variieren. Da ich in letzter Zeit meinen Gefallen an ein bisschen wagemutigeren Tätigkeiten gefunden hab, probierte ich es gleich mal Kopfüber, was allerdings nur mit Guide funktioniert, sonst kann mal die Pose nicht halten 😅. Hat echt Spaß gemacht, aber ich habs mir etwas aufregender vorgestellt; ich glaube der Sprung von der Brücke hat mich nachhaltig abgehärtet.
    Vor unseren letzten Line (klingt, als hätten wir gekokst), als gerade der Erste starten wollte (immernoch 😅), deutete unser Guide hinter uns in einen Baum. Da saß einTukan. Ich war überrascht über die Größe, ich hab immer angenommen das wären so richtige Oschis, aber die sind sehr zierlich und wirken gar nicht unbeholfen, trotz des riesen Schnabels. Der Guide sagte, es sei eine Art von Bergtukan - also gibt es bestimmt auch noch Größere. Es ist der hübscheste Vogel, den ich je gesehen hab, und er saß ganz nah bei uns und glotzte uns an nach dem Motto "Ja los macht ma, ich will euch da rüber fliegen sehen". Eine ganz unverhoffte Überraschung.

    Nachmittags hatte ich noch Lust auf einen kleinen Waldspaziergang, zufällig kam ich an ein Haus, von wo aus Routen durch den Wald gingen. Es war schon etwa 16 Uhr und um 18 Uhr geht immer die Sonne unter, also war ich ganz froh, dass sie meinte, man schafft den Weg in 20 Minuten und es gibt einen Aussichtspunkt zum Vögel und Tiere beobachten. Klang nach einem entspannten Plan. Sie drückte mir noch ne Karte in die Hand und los gings. Unterwegs hörte ich einen Vogel immer wieder sehr komisch rufen: kurze Pfeifftöne in ca Vierteltönen absteigend. Sehr schepps und skurril.
    Leider checkte ich die Karte nicht so richtig, aber als ich so 45 Minuten gelaufen war, wurde mir klar, dass ich die Gute falsch verstanden haben muss mit ihren 20 Minuten. Ich wollte aber unbedingt zu dem Aussichtspunkt und nicht auf halber Strecke umdrehen, dafür war der Scheiß bergauf echt zu anstrengend gewesen. Also sputete ich mich etwas, kurz vorm Aussichtspunkt hörte ich laute Schreie, die eindeutig nicht von Vögeln kamen. Als ich um die nächste Ecke bog, konnte ichs kaum glauben: eine ganze Affenfamilie, in den Bäumen direkt über mir. So nah war ich auch im Urwald bei Weitem nicht an welchen dran gewesen. Sie schauten von oben auf mich runter, merkten, dass ich ihnen da oben nix tun konnte und machten ganz ungestört mit ihrem Geturne weiter. Es waren mindestens fünf Affen von klein bis groß und es war echt ne Freude ihnen beim Springen, Essen und Blätter abrupfen zuzusehen.
    Mein Platz 2 der coolsten Tiere Ecuadors - die Seelöwen bleiben ungeschlagen.
    Nach einer etwa 2 Minuten Pause am Aussichtspunkt rannte in den Weg zum Teil zurück, um vor Einbruch der Dunkelheit zurück zu sein, was gerade so hinhaute. Vielleicht hinterfrage ich die Zeitangaben das nächste Mal nochmal was genauer...
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  • Day87

    Mindo

    February 14 in Ecuador ⋅ 🌧 22 °C

    Um der Großstadt Quito zu entfliehen, bin ich in das kleine Örtchen Mindo gefahren. Mindo liegt zwar Luftlinie nur ca 40 km entfernt, trotzdem braucht man fast 3 Stunden um dort hin zu kommen, da man um einen Berg fahren muss. Das Klima ist auch komplett anders, schwül, viel Regen und heiß. In Mindo habe ich dann eine Wanderung durch den Dschungel gemacht, zu 5 Wasserfällen. Da es aber fast zwei Tage durchgeregnet hat bin ich dann schon wieder früher als geplant nach Quito zurück gefahren.Read more

  • Day93

    Dschungel-Alpamare mit alten Freunden

    April 19, 2018 in Ecuador ⋅ ⛅ 30 °C

    Um noch ein paar weitere Abenteuer in Ecuador zu erleben, begeben wir uns ins zwei Stunden von Quito entfernte und von Cloud-Forest umgebene Örtchen Mindo. Aber aller Anfang ist schwer. Um nicht in Zeitnot und ohne Probleme vor 09:00 zum Bus Terminal zu kommen, entscheiden wir uns für Uber. Der öffentliche Bus hätte etwas gar lange gebraucht und gemütliches Frühstück muss sein. Wir sind ja nicht auf der Flucht. Leider ist Ramon - unser Uber-Fahrer - mehr damit beschäftigt, mit Sue zu flirten, als uns in nützlicher Frist zum richtigen Ort zu bringen. So stehen wir fünf vor neun tatsächlich am falschen Terminal, von dem der doofe Ramon auch noch frech behauptete, da gäbe es auch Busse nach Mindo. Mit Nichten wie sich beim Betreten des Terminals herausstellt. Also rein in ein richtiges Taxi und auf zum richtigen Terminal, wobei unser Bus natürlich schon weg ist und der nächste frühestens in zwei Stunden fährt. Aber hey, das ist Ecuador und wir wissen ja bereits, wie man hier im Taxi Busse verfolgt. Also rein ins nächste Taxi und „pedal to the metal“! Irgendjemand hat dann sogar noch den Bus angefunkt, um dessen Reisegeschwindigkeit zu drosseln. Und siehe da, zehn Minuten und drei Dollar später besteigen wir den 9-Uhr-Bus nach Mindo. Geht doch! Das anschliessende 1-Stern-Rating für Ramon die Pfeife und die kurze Online-Beschwerde bei Uber führt innerhalb von unglaublichen fünf(!) Minuten zur vollständigen Rückerstattung der knapp $7 Fahrtkosten. Bus erwischt und Geld gespart. So geht Budget-Travelling!

    Mindo ist für diverse Jungle-Adventures zu unverschämt günstigen Preisen bekannt. Voller Adventure-Drang und jugendlichem Leichtsinn tun wir uns also Tubing - eine mehrere Kilometer lange Alpamare-Gummireif-Wildwasserbahn durch den Dschungel -, ein aufgrund der fortgeschrittenen Zeit verkürztes 7-Wasserfälle-Hiking mit Schwimmeinlage (und ziemlich spektakulärer „Anreise“, schau Video) und Zip-Lining mit abschliessendem Tarzen-Sprung an. Und ja, von diesen verdammten Moskitos hat es in diesem Dschungel auch genügend. Insbesondere wenn man beim über zweistündigen Zip-Lining in Shorts vergisst, sich vorgängig mit Anti-Brumm einzunebeln. Nach der zweiten von zehn Lines hat der Körper dann leider auch nicht mehr genügend Adrenalin ausgeschüttet, um den aufkommenden Juckreiz nachhaltig zu unterdrücken. Zusammen schafften wir es auf (gezählte!) 476 Stiche. Ok, nicht gezählt, aber total voreingenommen und subjektiv geschätzt. Selbst einer hart gesottenen Krankenschwester in der Notaufnahme dürfte beim Anblick von Sue’s Beinen der Atem stocken. Ich für meinen Teil konnte mir bis zu dieser Reise gar nicht vorstellen, wie wenig man gewisse Freunde doch vermissen kann. Bisher standen Hämorrhoiden auf Platz eins, nun sind es Moskitos.

    Ach ja, einen Schmetterling- und Kolibri-Park haben wir auch noch besucht. Aufgrund völlig unnötig und übertrieben aggressiver Gänse sowie „Horden“ flatternder Viecher auch total gefährlich. Sue war trotz omnipräsenter Gefahren natürlich wieder grenzenlos entzückt. Bei mir zuckte hingegen lediglich der Fressnerv. Dem Früchte/Nüsse-Lunch fehlte es eindeutig an Fleisch. Für meinen Geschmack und meine Statur mindestens 250g Fleisch. Zum Glück (und meinem Erstaunen) bekommt man in dem kleinen Örtchen ein erstklassiges und mindestens 250g schweres Rindsfilet vom heissen Stein für unter $10. Ich musste sogar die nach verlangtem zweitem Frittieren durchaus geniessbaren French-Fries (für die sprachlich weniger versierten: Pommes) stehen lassen. Stimmung gerettet.

    Mit befriedigtem Adventure-Drang und furchtbar hässlichen Beinen geht es zurück nach Quito, von wo wir (mit Flug P57032) nach Bogota in Kolumbien reisen. Wahrscheinlich. Ok, nicht wahrscheinlich. Ganz sicher. Zum Zeitpunkt dieses Posts sind wir nämlich schon in Bogota. Verwirrt? Ich auch.
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  • Day95

    Regenwald

    March 4, 2019 in Ecuador ⋅ 🌧 18 °C

    Auf 4000m Meereshöhe war es grün. Ich habe mir ein noch grüneres Ziel ausgesucht. Mindo auf 1200m liegt im tropischen Regenwald. Aus Quito hinaus überqueren wir morgens bei angenehm wenig Verkehr den Äquator um gleich links auf seiner Höhe abzubiegen. Es geht auf 3500m Höhe, wo auf sattgrünen Berghängen Kühe weiden. Dann geht es auf meist nasser und schmaler, oft lehmig rutschiger Naturstraße immer weiter hinunter. Das Fahren macht Spaß, ein paar Mountainbiker sind hier auch unterwegs. Unten der Fluss, um uns dichtes Grün, Bananenstauden, Bambusbäume, kleine Wasserfälle links und Pflanzen die ich noch nie gesehen habe. Irgendwann erreichen wir wieder die geteerte Hauptstraße und bald darauf Mindo. Ein Dorf mit ausgeprägter touristischer Infrastruktur und vielen ecuadorianischen Touristen. Es sind wegen des Carnevals gerade Ferien. Hier bespritzt man sich mit Schaum oder Wasser. Der Inhalt eines Eimers Wasser trifft mich auf dem Motorrad als ich durch ein Dorf fahre. Die Kinder haben großen Spaß. Als ich das Spektakel in Mindo dann fotografiere bekomme ich noch eine Ladung Schaum.
    Wir finden nach einiger Suche einen Bungalow zwischen Bananen, Farnen, Palmen, Bambus und viel unbekanntem Grün. Es ist warm und feucht. Ich liege in der Dämmerung in der Hängematte, versuche nicht von den Stechmücken erstochen zu werden und lausche den Geräuschen des Regenwaldes um mich herum. Das ist ein besonderes Erlebnis und hat etwas faszinierendes. Erst kürzlich sind wir noch durch Wüsten gefahren, gestern auf 4000m, heute gerade mal 100 km weiter eine andere Welt.
    Und es hat gar nicht geregnet im Regenwald.
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  • Day244

    1000 km durch Ecuador

    July 31, 2018 in Ecuador ⋅ 🌧 16 °C

    Namaste!
    Wir hoffen euch allen geht's gut in der Heimat und dass ihr den Sommer alle genießen könnt. Bei uns ist es auch sehr warm, aber wahrscheinlich ist es in Deutschland etwas heißer zur Zeit. Ein Grund, dass ihr uns alle hier besuchen solltet ;)

    Für jemanden der es auf Maps nachschauen möchte oder sich bereits auskennt, unsere Fahrtroute in den letzten Wochen ging von Manta nach Baños, zurück nach Montañita, nach Canoa, weiter nach Mindo in den Nebelwald bis nach Quito und über zwei weitere Stops bis in die Salsa Stadt Cali in Kolumbien. Also wirklich viel Busfahrerei.
    Die Angestellten von den Busagenturen sind echt witzig drauf manchmal. Sie gaben uns nämlich ab und zu falsche oder keine Informationen raus oder ignorieren einen auch mal komplett, wenn sie der Meinung sind es sei grad nicht nötig zu antworten. Oder es werden ganz ungenaue Zeit und Richtungsangaben gemacht. Also man muss es mit Humor nehmen. :)
    Dafür muss man in den Busfahrten nicht hungern. Alle paar Kilometer kommen Verkäufer in die Busse und verkaufen regionale Spezialitäten. Nicht immer das goldene vom Ei, aber man wird fündig.

    Baños ist ein Ort im Wald auf 2800 Metern. Es ist ein wirklich schöner Ort, doch das Wetter hat nicht so mitgespielt wie wir uns das vorstellten, also sind wir nach knapp einer Woche wieder abgereist.
    Doch für alle Natur- und Abenteuerfreunde ist dies sicherlich ein Ausflug wert. Wir haben uns jedoch nur für kleineren Aktivitäten entschieden, die sich für uns genauso gelohnt haben.
    Hier waren unsere Highlights die Schlucht des Teufels und das "baumhaus". Die Schlucht des Teufels ist ein Wasserfall der angeblich irgendwo das Gesicht des Teufels haben soll, aber wir haben es leider nicht entdeckt. Die Seltenheit bei diesem Wasserfall, man kann quasi auf allen Ebenen an ihm entlang bzw auch unter ihm durchgehen. Kommt man sich vor wie bei batman in der Höhle.
    Das Baumhaus ist wie der Name schon sagt ein Baumhaus. Aber gemeint ist damit der Park um ihn herum. Hier sind ganz viele riesen Schaukeln, zip Lines und ähnliches installiert und das alles auf der Bergspitze von der aus man den noch aktiven Vulkan sehen kann. - wenn es keine Wolken hat. Auch ein muss für diesen Ort!
    Auf Grund des bescheidenen Wetters in Baños sind wir, in der Hoffnung der Sonne entgegenzukommen, zurück an die Küste gefahren. Nach Montañita. Wir hatten wieder eine super Unterkunft und eine schöne Zeit dort, aber von der Sonne haben wir auch da leider nur wenig mitbekommen. Und auch wenn es uns gefallen hat, in weiser Voraussicht, dass wir bald Besuch bekommen, haben wir unsere Aufenthalte etwas verkürzt und sind somit etwas zügiger in Richtung Kolumbien gefahren. Hier hatten wir bislang auch eine super Zeit. Aber man sollte aufmerksam bleiben, denn die Leute meinen es nicht immer gut mit einem. Ansonsten ist es jedoch ein wunderschönes Land. Wir haben auch einige Deutsche getroffen mit denen wir auch ein Stück gemeinsam reisen. Ist auch mal schön, wieder Menschen "der eigenen Kultur" um sich herum zu haben.

    Doch bevor es nach Kolumbien ging, sind wir noch das vom Erdbeben betroffene Canoa in Ecuador angeschaut. In 3 Jahren haben sie die Stadt bescheiden, aber ausreichend wieder aufgebaut. Doch der Ort ist winzig und besteht im Grunde nur aus der Strandpromenade und wenigen Blocks Wohnhäuser. Vielleicht das Montañita von morgen. Der Ort hat nämlich echtes Potential für Surfer und Kiter und bislang gibt es keine kiteschulen. Nur eine Frage der Zeit vermutlich. Die Wellen sind sehr groß und der Wind recht stark, was es zu keinem Badestrand macht, aber dafür ist es wirklich schön. Doch der Ort bietet keinerlei Doings an, außer Surfen. Das heißt aber nicht, dass einem dort langweilig wird. Die einheimischen sind auch sehr gesprächig

    Mindo, unsere vorletzte Station in Ecuador, ist dagegen wieder ein Ort der einem ein bisschen mehr Ruhe und Idylle schenkt. Jeden Tag sieht man Kolibris, bunte Schmetterlinge, saftiges Grün und einen schönen Nebelwald. Es gibt eine Cacao und eine Kaffee Plantage, einen Fluss auf dem wir raften waren, einen kleinen Wasserfall und Touren mit Ranger durch den Wald kann man hier machen. Angeblich sieht man auch Pumas dort. Das wäre sicherlich spannend, aber auch etwas gefährlich. wir haben uns nicht dafür entschieden. Dafür ist Simone den Wasserfall entlang von einer Brücke gesprungen. 12m. Höhe und 5 m Wassertiefe. Guter Sprung!

    Von dem entspannten und schönen Mindo ging es ins große, voll und laute Quito. Unser Hotel war in der Altstadt, die als schönste Stadt Südamerikas gehandelt wird, da die Bauten der Kolonialzeit noch so gut erhalten sind. Wir stimmen zu, die Altstadt ist sehr schön, doch alles andere gefiel uns leider nicht so sehr. Das es der schönste Ort in Südamerika ist, würden wir jedenfalls so nicht unterschreiben.
    Was uns ganz besonders auffiel in Quito war die super hohe Polizeipräsenz. Wirklich spannend. 2-6 Polizisten stehen an jedem Block! Die Taschendiebe sind viel unterwegs. So bot uns ein kleiner Junge an die Schuhe zu putzen und gleichzeitig kamen 10 weitere Jungs und umkreisten uns. Wir waren ganz dankbar als ein Polizist das dann für uns aufgelöst hat. Die hatten sicherlich was im Sinn....

    Was wir für uns über Ecuador noch mitgenommen haben, ist dass es zum Beispiel medizinische Versorgung für jeder Mann umsonst gibt. Ok, Zugeständnis, aus eigener Erfahrung, die Krankenhäuser haben keinen europäischen Standard, aber so können auch die nicht Versicherten zum Arzt. Wir finden das eine super Sachen. Sogar Medizin gibt es gratis von der Apotheke auf Rezept.

    Leider ist es in Ecuador auch noch etwas zu dreckig wie wir es empfanden. Müll ist hier eben oft eine private und keine öffentliche Angelegenheit. Außerdem fehlt den Menschen ein gewissen Bewusstsein, was wir sehr schade finden. Aber immerhin geht's den Tieren halbwegs gut.
    Ansonsten bietet Ecuador für Naturfreunde viele verschiedene Möglichkeiten. Für einen Badestrandurlaub würden wir es wahrscheinlich eher nicht empfehlen, aber für Wassersportler und Dschungelfreunde ist es durchaus geeignet.

    Die Transporte sind günstig, gut und sehr frequenziell und ermöglicht somit ein einfaches und spontanes Reisen. Pluspunkt für Ecuador.
    Doch das absolute Highlight von "Ecuador", Galapagos mussten wir leider ausfallen lassen. Diesen Traum heben wir uns für später auf, dann hat man wieder einen Grund zurückzukehren ^^

    Die Menschen sind alle freundlich hier, aber doch eher distanziert. Es ist etwas anders als in den südlicheren Ländern in denen wir waren.
    Aber seit dem das Spanisch besser wird, können wir auch ganze Unterhaltungen nun auf Spanisch führen, was uns endlich ermöglicht einen anderen Zugang zu den Menschen zu bekommen.

    Wir haben an der Grenze von Ecuador nach Kolumbien ein echte Erfahrung mitgemacht. Es ging zu wie im Flüchtlingslager. Fast alle Menschen die da waren kamen aus Venezuela und haben ihr komplettes Hab und Gut mit sich geführt und quasi Zelte aufgeschlagen, um einwandern zu können. Die Menschen führten riesen Batzen Geld mit sich und verschenkten es, denn es ist nichts mehr wert. Es war viel Leid zu sehen und es war kein schöner Anblick. Abgesehen davon, dass man Stunden über Stunden dort verbringt bevor man zum schalter vorgelassen wird. Doch unsere Auffassung war, dass die Menschen Hoffnung hatten. Wahnsinn was in Venezuela vor sich geht und welche Auswirkungen, dass auf die ganze Nation hat.

    Die letzten Tage bevor uns unsere Lieben besuchen, verbrachten wir auf der schönen Halbinsel Juanchaco. Ein Dorf an der Pazifikküst, la barra , in dem es kein Internet und sonstigen Komfort gibt. Dafür Holzhütten, Regenwasserduschen und einfaches Essen. Sehr simples Leben, aber ein Paradies a la Robinson Crusoe. Hier hätten wir es auch durchaus länger ausgehalten. Aber gleichzeitig wollten wir zum See Calima. Es ist der 3. beste See auf der Welt zum kiten. Und dazu haben wir ein super Panorama, eine perfekte Unterkunft und jede Menge Ausflugmöglichkeiten.
    Ihr merkt es gibt viel zu erforschen. Was wir jetzt mitgenommen haben, können wir auf jeden Fall weiterempfehlen.
    Und laden damit auch alle ein mal vorbeizukommen!

    Liebe Grüße und bis bald

    Bild 1 : Luca auf der riesen Schaukel in Banõs
    Bild 2-3 : Canoa slackline
    Bild 4-6 : Mindo
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  • Day327

    Mindo

    July 1, 2018 in Ecuador ⋅ ⛅ 28 °C

    Anfang Juli überqueren wir den Äquator und befinden uns nach fast einem Jahr Reise erstmals wieder auf der Nordhemisphäre.
    Nach den kargen und kühlen Monaten in den Anden überflutet uns Mindo mit den Vorzügen der Tropen: warme Temperaturen, exotische Früchte und eine geradezu explodierende Vegetation.
    Wir gönnen unseren abgestumpften Sinnen die volle Dröhnung, besuchen eine lokale Schokoladenproduktion und schauen im Papillorama den bunten Schmetterlingen beim Schlüpfen zu.
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