October - November 2018
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  • Day15

    Over and out

    November 2, 2018 in South Africa ⋅ ⛅ 20 °C

    Die letzten Eindrücke von Cape Town inhalierend, geht es zum International Airport, um dann den weiten Weg nach Hause anzutreten. Wir haben in einem Land der drastischen Gegensätze einen wunderbaren Urlaub verbracht, der emotional angesichts der Lebensbedingungen des größten Teils der schwarzen Bevölkerung und selbst nach 24 Jahren Ende der Apartheid immer noch immensen Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen, nicht immer einfach war. Dennoch sind wir berauscht von der landschaftlichen Schönheit Südafrikas, begeistert von der ausgezeichneten Küche und sensationellen Weinen, die sicher das ein oder andere Kilo mehr auf die Waage bringen werden. Nicht zuletzt haben wir wertvolle Familienzeit mit meinen Eltern und unserer Tochter verbracht und sind noch mehr zusammengerückt auf dieser Reise. Dankbar, dass der Kampf um einen Fensterplatz im Flieger erfolgreich war, verabschieden wir uns - garantiert nicht auf immer - mit Bildern aus der Luft von diesem wunderschönen Land.Read more

  • Day14

    Ende einer fantastischen Reise

    November 1, 2018 in South Africa ⋅ 🌙 14 °C

    Das war es, der letzte Abend läuft. Morgen geht's nach Hause. Viele Tränen im Auge, Südafrika und Kapstadt sind definitiv "the place to be" 😥😥😥😥😥😥

  • Day14

    Nevertheless not giving up hope

    November 1, 2018 in South Africa ⋅ ☀️ 18 °C

    Südafrika zu besuchen, ohne sich mit der jüngeren Geschichten der letzten 100 Jahre auseinander zu setzen, erscheint uns als unvollständig, ja, sogar oberflächlich und falsch. Der Einfluss der britischen und holländischen Kolonialmächte, dessen unsäglicher Gipfel in der Apartheid mündete, hat Südafrika maßgeblich geprägt.

    28 Jahre ist es her, dass die Segregationsgesetze, die die strikte Einteilung der Rassen in White, Coloureds und Black People und damit die Gräben reißende Ungleichbehandlung zur Wahrung wirtschaftlicher Interessen und Sicherstellung der politischen Vormachtstellung der der weißen Bevölkerung legalisierten, abgeschafft und damit das Ende der Apartheid eingeleitet wurde. Doch noch immer ist die Apartheid allgegenwärtig. Townships zum einen historischen durch Landflucht, zum Großteil aber durch Zwnagsumsiedlungen entstanden gehören zu jeder größeren Stadt Südafrikas.

    Wir beginnen den Tag im District Six Museum. Gewidmet ist es den über 60.000 Vertriebenen und zwangsumgesiedelten Bewohnern des Viertel District six, der 1964 dem Erdboden gleichgemacht wurde. Zahlreiche Objekte und Fotografienzeugen von der barbarischen Grausamkeit der Apartheidregierung und ihrer Rassengesetze. Paare entzweit, Familien auseinandeinander gerissen, Heimat verloren... Wir sind fassunglsos... Wir besuchen anschließend das älteste Township Kapstadt , das für viele Zwangsumsiedler zur aufgezwungenen Heimat werden musste, insbesondere für die Bewohner des zwangsgeräumten District Six. In Langa, besuchen das Community Center, sehen verschiedene Werkstätten, lassen uns die Projekte erklären, in denen junge Menschen sich künstlerisch und handwerklich ausbilden lassen können. Wir werden herumgeführt. Unser Guide übergibt an einen anderen Guide, der scheinbar eine Resepktperson in Langa ,aber leider sehr schwer für uns verständlich ist. Er führt uns herum, zeigt uns verschiedenen Wohnsituationen. Wir fühlen uns wie Eindringlinge. Wir bekommen zu sehen, was gezeigt werden kann und es wir haben das Gefühl, dass bei uns der Eindruck stehen soll, es werde etwas regierungsseitig für die schwarze Bevölkerung getan. Am Ende erhalten wir von den Kindern im Kindergarten noch ein kleines "Programm" gezeigt. Alles wirkt inszeniert... Fakt ist, dass die Lebensbedingungen für die schwarzen Bevölkerung katastrophal und menschenunwürdig sind. Die Armut, Hoffnungslosigkeit, Tristesse kann nur ein Nährboden für Gewalt, Drogen und Kriminalität sein. Keine noch so angestrengte Bemühung eines geführten Besuchs kann das überdecken... Und trotzdem haben wir gelernt, dass es viele Südafrikaner weder Schande noch Unglück bedeutet aus dem Township zu kommen, denn zu Hause ist, da wo die Lieben sind.
    Aus Respekt haben wir keine Menschen oder Wohnsituationen fotografiert.
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  • Day13

    Platteklip Gorge lädt zur Tafel

    October 31, 2018 in South Africa ⋅ ☀️ 11 °C

    Schönstes Wanderwetter - sonnig, grandiose Aussicht, klare Luft, nicht zu warm... So starten wir heute unsere Tour zum Tafelberg. Nach einigem Hin und Her zwischen meinen Eltern, ob sie den Anstieg mit uns wandern oder doch lieber mit der Seilbahn den Berg erklimmen sollen, entscheidet die lange Schlange vor den Ticketschaltern, dass wir alle den Berg erteigen, jeder in seinem Tempo. Wir entscheiden uns für die "bequeme" Route, auf der innerhalb von 3h das Plateau des Berges erreicht und schätzungsweise 700 Höhenmeter überwunden werden sollen... Der erste Anstieg geht schon gut zur Sache. Nach 20 min erreichen wir einen Pfad der recht eben verläuft und einen herrlichen Blick auf Cape Town freigibt. Wir wandern recht gemütlich, snacken nach einer guten Stunde unseren Proviant bevor wir uns an den eigentlichen Anstieg machen. Der hat es in sich. Sehr steil und immer wieder hohe Abstände fordern unsere Kräfte. Mit reichlich Pausen kommen wir jedoch gut voran. Nur meine Mama macht uns Sorgen. Wir sind eine gutes Stück vor Ihnen und beobachten bergabwärts, wie sie kämpft und immer wieder eine helfende Hand benötigt. Wir machen uns Sorgen, ob wir den beiden straff auf die 70 Jahre zu gehenden nicht zu viel zugemutet haben... Die Wanderung ist auch für uns sehr anstrengend, denn Reinhold Messner heißen wir alle nicht ;) Nach 3,5 h erreichen wir das Bergplateau und werden mit einer so atemberaubenden Aussicht belohnt, dass ich glatt bleiben wollen würde. Nach einer Stärkung im Restaurant, beschließen wir mit der Bergbahn herunter zu fahren. Leider heißt das eine Stunde anstehen. der Wind bläst eisig und kräftig, so dass wir mächtig durchgefroren sind als wir die Gondel bergab besteigen.Read more

  • Day12

    Hang Over and Sightseeing as its best

    October 30, 2018 in South Africa ⋅ ☀️ 16 °C

    Wie befürchtet, wachen wir nach reichlich "Gingerdead" (in der Tat tödlich leckeres Zeug mit Orangen-Ingwer-Zimt-Geschmack) mit einem ordentlichen Kater auf. Daher starten wir den Tag verspätet und ohne Frühstück, aber reichlich Neugier auf die Stadt. Das Auto bleibt stehen und wir ziehen zu Fuß los Richtung Wasser und der dort befindlichen touristischen Spots. Nach 30 min erreichen wir das alte Hafen-und Werftgelände der heute so geschäftigen Victoria & Alfred Waterfront mit zahlreichen Pubs, Restaurants, Hotels, Geschäften, Kinos, Museen und Luxuswohnungen beheimatet. Mit 30 Millionen Besuchern pro Jahr ist diese nicht nur Tourstenattraktion Nummer 1 in Kapstadt, sondern auch der meistbesuchte Ort des ganzen Landes. Damit der Superlative nicht genug, war der Verkauf an eine britisch-arabische Investmentgesellschaft, die die Waterfront für 1,3 Milliarden Dollar 2006 erwarb, der größte in Südafrika jemals vollzogene Immonilienverkauf. Wir schlendern durch den Yachthafen, sehen uns die prachtvollen historischen Gebäude in den beiden Becken der Tafelbucht an und nehmen Attacke auf einen den Food Court, der marktplatzähnlich in einem alten Speicher untergebracht, Gerichte aus aller Welt bereit hält. Wir setzen uns auf die davor stehenden Bänke und lassen uns African Bites (umhüllte Hackfleisch-und Maisbällchen mit einer würzigen Tomatensalsa) und Biltong bei Straßenmusik auf dem Nobel Place schmecken. Bildtong , ein in Essig eingelegtes, gut gewürztes Trockenfleisch von Beef, Kudu, Springbok oder anderen Wildtieren, ist eine südafrikanische Spezialität und wird in diesem Urlaub für uns favorisierte Lieblingsknabberei.
    Wir fahren auf Hannahs Wunsch Riesenrad, von dem wir eine wunderbare Aussicht auf die Stadt haben und buchen Tickets für den Sightseeing-Bus. Da der erste Bus leider defekt ist, nehmen wir die Yellow Line, die durch Kapstadts Down Town fährt und allerhand Wissenswerte für uns bietet. Insbesondere die Geschichte des Districts Six, der das Grauen und Leid der Apartheid symbolisiert und der Ort, an dem Nelson Mandela 1990 seine erste Rede nach seiner Freilassung nach 26 Jahren Haft hielt, ziehen unser Interesse auf sich. Insgesamt ein guter Einstieg in Kapstadt. Während Ole und Hannah aussteigen und sich dem Heimweg verlaufen, drehen meine Eltern und ich noch eine Runde durch die Stadt. Wir steigen in der Long Street aus, besuchen den Long Market mit seinen vielen kleinen Ständen, erwerben Souveniers und besuchen die St. George Cathedral, die ihrer Menschlichkeit und Nächstenliebe während der Apartheid durch Nichteinhaltung der Rassentrennung stets treu geblieben ist. Noch heute setzt sich sie sich für Bedürftige ein, bietet Nachtlager und ein Suppenküche, die wir gern mit einer Spende unterstützen, für die zahlreichen Obdachlosen der Stadt.
    Wir sind zu kaputt vom heutigen Tag, um ein Dinner auswärts einzunehmen und gehen früh, nicht ganz ohne stolz die hello Filiale in Kapstadt ausfindig gemacht zu haben ;), zu Bett.
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  • Day11

    Final Destination Cape Town

    October 29, 2018 in South Africa ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach 1.356 gefahren Kilometern entlang der Garden und Whale-Route haben wir nun unser finales Ziel Kapstadt erreicht. Nicht einen Meter bereuen wir...

    Ankunft am gegen halb vier. Im Apartmentkomplex keiner anzutreffen. Die Gegend wirkt wenig vertrauenserweckend. Ich laufe recht zügig um das Haus und stolpere bei der Suche nach der Zufahrt oder einer Möglichkeit eine Klingelschild ausfindig zu machen, beinah über eine schuhlose, auf Straße liegende Frau. Wir erreichen niemanden und gehen erstmal Kaffee trinken. Ein Hoch auf Südafrika: in jedem Café, jeder Bar, Kneipe, Restaurant, Kaschemme – einfach überall gibt es free WiFi… Schnell sind die Vermieter kontaktiert und wir beziehen unsere recht lieblos eingerichtete Wohnung in den Gardens. Zugegebenermaßen sind wir verwöhnt worden, hatten wir doch in den letzten 1,5 Wochen ausnahmslos tolle Häuser, Wohnungen und Zimmer, stets zu moderaten Preisen.
    Irgendwie ist der erste Eindruck von Cape Town enttäuschend – riesige Townships begrüßen und erinnern uns daran, dass Hautfarbe noch immer entscheidend ist, wie hell die Zukunft scheint. Der Table Mountain hüllt sich in dicke Wolken, der Himmel ist grau, der Wind eisig. Hey, möchte ich schreien, Cape Town Du wirst weit gelobt, breite Deine Arme für uns aus!
    Lange muss ich nicht warten. Inzwischen haben wir die Empfehlungen unserer Vermieter schätzen gelernt und vertrauen darauf. So geht es heute Abend (ohne Hannah, die lieber chillen möchte) in den Fat Cactus – ein für uns fußläufig erreichbares, gemütliches Tex-Mex-Restaurant. Die überbackenen Cheese-Tortillas die mit einer gnadelos guten Guacamole daherkommen und die Fajitas mit Pulled Pork und Grilled Lemon Chicken sind ein Gedicht. Der „Gingerdead“ – ein Tequila, der seinem Namen alle Ehre macht, leider auch. Das Restaurant ist ebenfalls Bar und ein Melting Pot von Leuten aus aller Welt, Kapstädtern, Menschen, die gestrandet sind… Wir kommen, inklusive meiner Eltern, die sich mit Händen und Füßen verständigen, können sie doch kein Englisch, schnell ins Gespräch und sind flux mit dem Restaurantchef am Tresen… Ob das gut geht???
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  • Day11

    Tasting @ Saxenburg Wine Estate

    October 29, 2018 in South Africa ⋅ 🌬 21 °C

    Trotz "Kind" im Gepäck und dessen beschränktem Interesse, lassen wir uns es nicht nehmen und kehren auf einem Weingut für einen kurzen Stop ein. Das alte Saxenburg Wine Estate liegt ja praktisch auf dem Weg und in Südafrika ohne einen Besuch eines Weingutes ist undenkbar. Wir lassen Franshoek hinter uns und fahren weiter Stellenbosch entlang der Wine Route. Aufgereiht wie an einer Perlenschnur liegen entlang der Nationalstraßen R45 und R43 ein Wine Yard neben dem anderen. Allein rund um Stellenbosch finden sich 114 Weingüter.
    Wir passieren das koloniale Eingangstor, nicht ohne registriert zu werden und folgen bergauf einer langen Straße, deren seitliche Markierung gerade frisch gestrichen wird, zu den alten Hauptgebäuden des 1693 begründeten Weingutes. Nach Verkostung von 6 Weinen in Begleitung hochwertigster, in Eigenproduktion hergestellter Schokolade, sind wir begeistert, wie blumig, fruchtig, metaphorisch und ausschweifend die geschmackliche Explosion eines Weines beschrieben werden kann und sind nicht zuletzt wenig angeschwipst... Nur Ole als Fahrer muss verzichten und wahrscheinlich wird in diesem Moment besiegelt, dass wir im November 2019 nach Südafrika zurückkehren werden :)
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  • Day10

    Hermanus` Wale liefern bezaubernde Show

    October 28, 2018 in South Africa ⋅ ☀️ 26 °C

    Gegen halb vier kommen wir in Hermanus an und beziehen unsere Zimmer im Anchor´s Rest. Ein schönes, weißes Küstenstädtchen mit feinen Restaurants, Galerine, kleinen Geschäften, lustigen Straßenschildern ist Hermanus, das sich gemütlich in eine felsige Bucht schmiegt. Angepilgert wird dieser Ort von vielen Touristen, der bekannt dafür ist, dass die Wale aus der Antarktis in der Zeit von Juli bis Oktober in den warmen Gewässern (nun ja, alles ist relativ) ihre Jungen gebären.

    Ich treibe meine Familie zur Eile. Ole muss trotz 6 Stunden Fahrt auf einen Kaffee verzichten, denn wir müssen (!) dem Ruf der Wale folgen. Wir steigen direkt nach fünfminütigem Fußmarsch von unserem Guest House in den 12 km langen Cliff Path ein, der unmittelbar entlang der Felsküste verläuft. Dieser Wanderweg ist seniorengerecht - befestigt und mit zahlreichen Bänken ausgestattet - keine echte Herausforderung für Wanderfreunde. Dafür sind, so der Reiseführer direkt Buckel- und Südliche Glattwale zu sehen. So ganz können wir den Ausführungen des Travel Guides nicht so recht Glauben schenken, weshalb unser skeptischer Blick fast durchweg auf dem Meer ruht. Mir wird klar, warum der Pfad so geebnet sein muss... Plötzlich ein Aufschrei von Ole und schon sehen wir in der Ferne wie ein Wal sich aus dem Meer erhebt und sich krachend wieder in das Wasser stürzt. Sekunden später trifft der Schall der auseinandersprengenden Wassermassen bei uns ein. Noch einmal lässt unser Wal sich kurz sehen, bevor er mit einer gut sichtbaren Fontäne ausschnaubt, um dann im Meer abzutauchen. Ole, unser Vorortexperte für meeresbiologische Fragen, rät noch dazu abzuwarten, da ein Wal maximal 7 min unter Wasser bleiben könne und dann wieder auftauchen müsse, um Luft zu holen. Wir spekulieren über die Geschwindigkeit mit der sich Wale fortbewegen, welche Entfernung sie zurück legen und wie wahrscheinlich es sei, diesen Wal nochmal zu sehen… Leider taucht er nicht mehr auf. Wir können unser Glück kaum fassen, als wir wenige Minuten später weitere Wale sehen, sogar Muttertiere mit ihre Jungen. Staunend beobachten wir Ewigkeiten dieses für uns einmalige Naturschauspiel, das uns dermaßen in den Bann nimmt und fasziniert.
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