Am Ende Blick ich froh auf mein Leben zurück, wähl alles nochmal genau so, jeden einzelnen Schritt
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  • Day1

    Kommunikationsbarrieren

    October 31, 2019 in Poland ⋅ ☀️ 4 °C

    Ich hätte ja gedacht, dass es erst in Polen zu kleinen Schwierigkeiten bezüglich der Verständigung kommen kann. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Verständigung in Deutschland um einiges schwerer war. Vor Antritt der Reise teilte mir meine Mutter mit, dass einige Reisende, inklusive Ihr und mir mit einem Taxi von Zuhause abgeholt werden. Danach soll es zum Bahnhof gehen, wo der Privatbus auch schon auf uns warten wird. Meine Mutter tätigte alle Absprachen. Ich bekam dementsprechend alle Informationen über eine dritte Person mitgeteilt. So weit so gut! 4:30 Uhr stieg ich in das Taxi. Ich war die Erste, die abgeholt wurde. Der Taxifahrer machte keinen sonderlich bewanderten Eindruck. Er fragte mich, ob ich wüsste, wo er als nächstes hinmüsste und wer denn am Ende die Rechnung übernehmen würde. Letzteres konnte ich ihm beantworten. Ersteres jedoch nicht, da ich keinerlei Informationen darüber hatte, in welcher Reihenfolge wir abgeholt werden und so erklärte ich dem Taxifahrer, dass ich dafür nicht die korrekte Ansprechpartnerin sei, sondern, dass das einer der Mitreisenden ist. Ein Glück hatte der Taxifahrer eine kleine Notiz mit Straßennamen in seinem Telefon und so arbeiteten wir die Liste ab. Es ging weiter zum Ullersdorfer Platz. Kein Mensch weit und breit. Der Taxifahrer, weiter im Glauben, dass ich die Leiterin der Gruppe sei, fauchte mir verärgert zu, dass ich die abzuholende Person anrufen soll. Verzweifelt rief ich meine Mutter an, die mir dann entspannt erzählte, dass das der Platz ist, wo das Taxi uns zum Schluss absetzen soll (entgegen meiner letzten Information, dass wir am Ende am Bahnhof abgesetzt werden). Sie gab mir den Namen der Person, die als nächstes abgeholt werden sollte. Und so startete der Urlaub mit einer Taxirundfahrt durch Dresden. Mit einem Taxifahrer, der die ganze Zeit davon sprach, wie früher alles besser war. Mit einem strengen Zigarrenduft und mit einer Rechnung von fast 70,00€. Da bekommt man doch gute Laune! -Besonders, wenn man nicht geschlafen hat.

    In Dürrröhrsdorf(mit 3 Mal „r“ – WICHTIG!) stiegen dann alle anderen um 5 Uhr morgens in den Privatbus ein. Lautstark, ausgeschlafen und voller Vorfreude. Die Veranstalterin hatte den Altersdurchschnitt liebevoll mit „jung gebliebene“ beschrieben. Im Bus nach Krakau saßen nun lauter fremde 40-60-Jährige, meine Mutter und meine Wenigkeit. Ich senkte den Altersdurchschnitt also erheblich mit meinen 20 Jahren. Aber von den Alten, -von denen lernt man doch mehr, als man zuerst glauben mag.

    Der Tag startete mit einem Sektfrühstück an einer Raststätte, wo ich von einigen jungen Leuten neidische Blicke zugeworfen bekam, verlief weiter mit musikalischer Untermalung im Bus und endete mit einem Stadtrundgang inklusive Ohrmuschel durch das wunderschöne Krakau mit anschließendem Essen. Und auch wenn der Tag noch so schlecht begonnen hatte, am Ende schlief ich mit einem Lächeln im Gesicht ein.

    Polnisches Essen lässt alle Sorgen wieder vergessen!
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  • Day0

    Facebook verbindet Menschen #noadd

    October 30, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 3 °C

    Eine kleine Vorgeschichte: Meine Mutter hatte in einer Facebook Gruppe einen Aufruf gesehen, dass noch Mitglieder für eine private Busreise nach Krakau gesucht werden, da kurzfristig einige abgesprungen sind. Sie fragte mich, ob ich sie begleiten möchte. Voller Freude willigte ich ein. Mein Denken zu diesem Zeitpunkt war einfach: "Reisen? Ja klar!" Und so buchten wir das Hotel, packten die Koffer, meine Mutter traf einige letzte Absprachen mit der Veranstalterin und schon brachen wir auf…Read more

  • Day13

    Spontan nach Rom

    September 12, 2019 in Italy ⋅ ☀️ 28 °C

    Es sollte am Abend mit der Nachtfähre von Split (Kroatien) nach Ancona (Italien) gehen. Am Folgetag wollte ich dann die Fähre nach Patras (Griechenland) nehmen, um die restlichen Tage meiner Reise auf den Inseln Griechenlands zu verbringen. Da ich nicht wusste, ob die Fahrt reibungslos verlaufen würde, buchte ich erstmal nur ein Ticket nach Ancona. An meinem letzten Tag in Split entspannte ich vor der Fahrt zusammen mit Nils und Max, zwei Deutsche, die ich im Hostel kennen gelernt hatte am Strand. Die Zeit verging rasend schnell, weshalb ich beinahe zu spät bemerkte, dass es für mich Zeit war aufzubrechen. 5 Minuten vor dem spätesten Check-In stand ich in der Schlange und wurde gerade noch durchgewunken. Am Hafen traf ich auf Mareika. Wir lernten uns kennen, da wir beide zum gleichen Zeitpunkt auf die falsche Fähre gingen. Wir verstanden uns von Anfang an. Sie ist aus den Staaten und reist auf unbestimmte Zeit durch die Welt. Begonnen hat sie vor 3 Monaten und an ein Ende ist noch lange nicht zu denken. Eine inspirierende Persönlichkeit. Ich erfuhr, dass es auf dem Schiff auch Sofas als Schlafgelegenheit gibt. Das hieß, wenn man schnell genug war, dann hatte man einen gemütlichen Schlafplatz für die Nacht. Und so drängelten wir uns an der Schlange vorbei nach ganz vorne und liefen, als das Schiff angelegt hatte so schnell wie möglich zu den Sofas. Nicht gerade einfach zu finden, wenn es drei Stockwerke und dutzende unterschiedliche Räume gibt. Doch der Sieg war nach einer kurzen Suche unser und eine Freundschaft begann. Nachdem wir es uns gemütlich gemacht hatten, fragte sie mich was meine nächsten Pläne seien und ob ich nicht mit ihr nach Rom kommen möchte. Was soll ich sagen, einer so lieben, vertrauensvollen und offenherzigen Persönlichkeit kann man nichts abschlagen…Read more

  • Day11

    Entscheidungen

    September 10, 2019 in Croatia ⋅ ☁️ 23 °C

    7 Uhr morgens wachte ich in Split auf. Es musste eine Unterkunft gesucht werden. Split ist auch in der Backpacker Szene ein sehr beliebter Ort. Aus der Anzahl an Hostels eines auszuwählen, überforderte mich für einen kurzen Moment. Ich entschied mich schließlich für das Beach Hostel. Ein wenig außerhalb der Innenstadt, dafür direkt am Strand. Die Wände des Hostels waren verziert mit inspirierenden Sprüchen und Zeichnungen aller Gäste. Da das Einchecken, um Schlaf aus der vergangenen Nacht nachzuholen erst ab 15 Uhr möglich war, machte ich mich auf den Weg und erkundigte die Stadt. Das Unesco Weltkulturerbe, der Diokletianpalast ist das Herz der Stadt. Man kann ihn nicht verfehlen. Im 4. Jahrhundert wurde er vom römischen Kaiser Diokletian errichtet. Einst aus Tausenden von Bauwerken bestehend, umfasst die Ruine heute noch mehr als 200 Gebäude. Viele die ich traf, sagten dass Split eine große Ähnlichkeit mit Venedig hat. Mein persönlicher Favorit in Split waren die vielen kleinen Gassen. Ich hätte mich Stundenlang in ihnen verlaufen können. Gegen Nachmittag ging es dann endlich wieder zurück zum Hostel, wo ich noch schnell eine Tagestour für den Folgetag buchte und dann in einen langen und tiefen Schlaf fiel. Gegen 18 Uhr wachte ich wieder auf und ging zur Terrasse der Unterkunft, um in Gesellschaft zu sein. Es wurden bereits anregende Gespräche über Bienenstiche und Spinnen geführt und so gesellte ich mich dazu. Ich genoss die Gemeinschaft, aber ich fühlte mich nicht zugehörig zu der Gruppendynamik. Als schließlich weitere Pläne für die Nacht gemacht wurden, haderte ich mit mir, ob ich mitgehen sollte oder nicht. Der Gruppenzwang und der Gedanke, nicht langweilig wirken zu wollen zwangen mich mitzugehen. Und ja, ich weiß, dass man nicht darüber nachdenken sollte, was andere von einem halten. Aber manchmal ertappt man sich dann doch selbst in Momenten, in denen die Meinung anderer für einen entscheidend ist. Ich redete mir meine Entscheidung gut mit: „Man muss auch mal aus seiner Komfortzone herausspringen“. Ein Leitsatz, dem ich gerne folge. Jedoch soll man auch immer sich selbst treu bleiben. Wir gingen in die Stadt und steuerten den Hauptplatz an, bei dem eine Reihe von Pub Crawls angeboten wurden. Alle waren begeistert von der Idee. Ich dachte daran, dass ich am nächsten Tag um 5 Uhr morgens aufstehen musste und es bereits schon 22 Uhr war. Als wir an einem Auto ankamen, dass uns zu dem ersten Stopp des Pub Crawls fahren sollte, stand ich endlich über mir und stieg nicht mit ins Fahrzeug ein. Nach einer kurzen Erklärung, weshalb ich mich umentschieden hatte ging ich zurück zum Hauptplatz. Menschen saßen im Kreis, in der Mitte eine große Fläche, am Rande ein Sänger mit einer Gitarre. So beobachtete ich den Rest der Nacht noch ein wenig die Szenerie, wie Menschen zur Musik tanzten und sang. Glücklich, stolz und erfüllt ging ich später zu meiner Unterkunft.Read more

  • Day11

    Nachtzugerfahrungen

    September 10, 2019 in Croatia ⋅ 🌙 10 °C

    1 Uhr morgens. 2 Personen im Aufenthaltsraum des Bahnhofs Ogulin. Weit und breit kein anderer. Ein älterer Herr, der eine Zigarette nach der anderen rauchte und ich. Als er mich bemerkte, näherte er sich und fragte mich etwas auf Kroatisch. So müde und hilflos wie ich war, entwickelte sich schnell Angst und Paranoia. „Flucht ergreifen“, schrie mein Kopf. Ich stürzte nach draußen in die Kälte. Eine halbe Stunde wartete ich zitternd und ängstlich, mit stetigem Blick in Richtung des Warteraums. Gegen 1:30 Uhr sah ich ein Licht, dass auf mich zukam. Der Nachtzug. Mit nur einer halben Stunde Verspätung erreichte er den Bahnhof. Vorfreude, auf mein Bett im Nachtzug, dass ich extra im Vorfeld am Bahnhof in Rijeka reserviert hatte, kam auf. Gefühlt hunderte Wagen reihten sich aneinander. Ich nahm gleich den Ersten. Die Tür war verschlossen. Eine Frau mit einem Schlüsselbund in der Hand lief in meine Richtung. Sie brüllte mir verärgert zu, dass ich Wagen Nummer 1 am Ende der Schlange habe und dass ich gefälligst aus dem Wagen gehen soll, da dass die erste Klasse sei. Alles in gebrochenem Englisch. Da ich keinerlei Ahnung hatte, wie lange der Aufenthalt des Zuges noch andauern würde, machte sich zusätzlich zur Angst Stress breit. Ich rannte. Es gab nur Wagen Nummer 2 oder 3 am Ende der Schlange. In beiden Waggons keine Betten als Schlafgelegenheit, sondern einfache Sitze. Ich riss die Tür des Wagens Nummer 3 auf und trat ein. Was von außen nicht sichtbar erschien war, dass die meisten Sitze mit bereits tief schlafenden Personen belegt waren. Nach langem Suchen stieß ich auf ein Abteil, in dem noch ein Platz war. Es stank. Nach alten Polstern und dem schwitzenden und furzenden Mann, mit dem ich mir mein Abteil teilte. Und so „legte“ ich mich schlafen.Read more

    Bele Held

    Meine Süsse weniger Angst, mehr Gott vertrauen

    9/11/19Reply
     
  • Day10

    Außergewöhnliche Orte

    September 9, 2019 in Croatia ⋅ 🌙 11 °C

    Als interrail Reisender muss man die Züge nehmen, die mit Interrail kooperieren. Für mich heißt das jetzt mittlerweile zum zweiten Mal ein längerer Zwischenstopp im Niemandsland.

    Darf ich vorstellen: Ogulin.
    In diesem wundervollen Ort gibt es Nähe des Bahnhofs:

    - ein Café, in dem sich nur ältere Männer aufhalten, die ihr Feierabendbier zu sich nehmen
    - eine Toilette, -ein Plumpsklo und ein Eimer gammeliges Wasser
    - eine gemütliche Lounge, um die Wartezeit zu überbrücken, siehe Bild
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    Bele Held

    Habe es dir gesagt. Kein Wessi Standart 😂

    9/10/19Reply
     
  • Day8

    Die Lehren des Ron D

    September 7, 2019 in Croatia ⋅ ⛅ 17 °C

    Meine zweite Nacht in Pula verbrachte ich im Hostel. Ron, der der Besitzerin freiwillig aushalf hatte mich auf ein Glas Wein eingeladen. Ich bin dankbar, für jede Geschichte, die er mit mir auf der Terrasse teilte. Vieles habe ich aus dieser Nacht mitgenommen und angefangen zu hinterfragen, wie u.a.:

    -> Verstehe die Bedeutung und Gewichtung deiner Worte, bevor du sie verwendest.

    -> Nichts im Leben passiert einfach so.
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  • Day7

    Über 24 Stunden wach

    September 6, 2019 in Croatia ⋅ ⛅ 21 °C

    Die schönsten Momente im Leben passieren ungeplant. Im Zug nach Pula lernte ich drei Belgier kennen, die auch mit Interrail reisten. Michelle, Lucas und Oscar. Schon am Bahnsteig tanzten sie zu guter Musik und unterhielten so die anderen Leute, die mit uns am Bahnsteig warteten. Trotz unserer Müdigkeit tauschten wir uns über Gott und die Welt für die gesamte Zugfahrt aus und erzählten uns gegenseitig lustige Anekdoten unserer Reisen. Die Belgier hatten geplant auf Pula eine Rundwanderung mit Zwischenstopps bei Campingplätzen zu machen und fragten mich, ob ich mich nicht anschließen wolle. Camping ohne Zelt, Schlafsack und Isomatte wäre doch eher schwierig gewesen und so lehnte ich dankend ab. In Pula angekommen hieß es wieder Abschied nehmen und Unterkunft suchen. Ich hatte keinen Schlafplatz im Vorfeld gebucht und so lief ich eine halbe Stunde durch die Stadt, bis ich am Most Apartment of Hostel-type ankam. Die Tür war verschlossen. Nach kurzem Betätigen der Klingel öffnete mir ein älterer Mann die Tür und fragte, ob ich reserviert hätte. Ich verneinte und fragte, ob noch ein Bett für 2 Nächte frei wäre. Er bat mich einzutreten, nahm mir meinen schweren Rucksack ab und offerierte mir Kaffee und Tee. Auf der großen Terrasse des Hauses machten wir es uns gemütlich und er erklärte mir, dass er kein Angestellter sei, sondern nur ein Freund der Besitzerin und ihr ein wenig aushalf. Über eine Stunde unterhielt er mich mit lehrreichen Geschichten aus seiner Vergangenheit, bis die Besitzerin kam. 1 Bett war noch frei -nochmal Glück gehabt! Die Sonne am Morgen verwandelte sich zum Mittag hin in ein starkes Unwetter, sodass ich nach einem Halt in einem Restaurant wieder zurück ins Hostel ging. Inzwischen waren mehr Leute da. In meinem Zimmer traf ich auf ein Mädchen aus den Staaten, die in trauriger Stimmung war, da das Wetter ihrem Schnorcheltrip einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. In einem anderen Bett lag ein Pärchen aus Österreich, die auch nicht gerade den Eindruck erweckten gesprächsfreudig zu sein. Ich beschloss ein Nickerchen zu machen. Doch aus dem wurde nichts. Rhea, die mit ihrem Freund kuschelte fragte mich aus und es entwickelte sich ein intensives Gespräch. Das Wetter wurde besser und ich brach auf, um die Stadt kennen zu lernen. Nach ein wenig Sightseeing bestellte ich mein Abendbrot to go, um bei Sonnenuntergang am Hafen zu dinieren. Dort traf ich wieder auf die Österreicher, die das gleiche mit Pizza und Wein spontan geplant hatten. Zusammen verbrachten wir den Abend und es sollte eine lange Nacht werden. Vom Hafen gingen wir zurück durch die Stadt, aßen Eis, tranken etwas in einer Bar und endeten gegen 1 Uhr morgens in einem Club nahe unserer Unterkunft. Rhea und ich teilten eine Leidenschaft. Das Tanzen. So genossen wir zusammen jede kostbare Minute. Tanzten mit Fremden, die später Freunde wurden. Belgier, Kroaten, Estländer, Engländer, Österreicher und Deutsche.Read more

    Bele Held

    Mein Verücktes Huhn

    9/8/19Reply
    HeldvomErdbeerfeld

    💃🏻

    9/8/19Reply
    Heinz Held

    Tanzen verbindet. Du erlebst ja tolle Geschichten.

    9/9/19Reply
     

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