Ethiopia
SNNPR

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Top 10 Travel Destinations SNNPR
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16 travelers at this place
  • Day19

    "RESERVED FOR ULIRICH"

    December 28, 2019 in Ethiopia ⋅ ☁️ 21 °C

    Unsere Reise durch den faszinierenden Süden Äthiopiens nähert sich dem Ende. Nach einer kalten Nacht ohne Strom und in Kleidung und Decken gekuschelt, genießen wir ein letztes Mal den grandiosen Blick aus knapp 3000 m Höhe auf den äthiopischen Dschungel. Auch ohne Fotos brennen sich diese atemberaubenden Bilder in die Reiseerinnerungsmatrix unseres Hirns. Na ja, trotzdem fotografieren wir wie irre ;-) Eine letzte Fahrt über holprige afrikanische Pisten und wir erreichen Arba Minch. Zurück im Haile Resort werden wir gefühlt vom gesamte Hotelmanagement begrüßt. Mesfin berichtet direkt nach Ankunft an der Rezeption von unserem 3 tägigem Magengrummeln nach unserem letzten Aufenthalt hier in diesem Haus. Unser Zimmertelefon klingelt nach dieser Information gefühlt 10 mal und wir werden eindringlich gebeten, das vorzügliche Essen doch unbedingt ein zweites Mal zu probieren, „durchfällige″ Gefahr sei zu 100 Prozent ausgeschlossen. Uli wird vom Hotelmanager in der Lobby eingefangen und mit der wiederholten Bitte um Rehabilitation nahezu gedrängt. Ein großzügiger Tisch mit bestem Blick aufs Tal wird reserviert – „RESERVED FOR ULIRICH″. Wir verweigern uns keiner Rehabilitation, unser Hunger hält sich aber in Grenzen und – ein paar kleine Bedenken halten sich hartnäckig.
    Bei einem letzten Lunch hier in Arba Minch verabschieden wir uns von unserem 10 tägigem Reisebegleiter und Fahrer Mesfin. Die Bedenken, meine Urlaubstage über so lange Zeit mit einem fremden Menschen zu teilen, waren gänzlich unbegründet. Viele nette, entspannte Gespräche, selbstverständlichen Raum für Sprachlosigkeit, gute Orts - und Menschenkenntnis und die Hürde aller Hürden, zumindest für Uli, ein guter Fahrer auch auf unwegigsten Straßen, war uns Mesfin keine Minute eine Last, sondern auf dieser Reise eine ausgesprochen angenehme Gesellschaft. Sollten wir dieses Land noch einmal besuchen, steht Mesfin aus Addis Abeba definitiv als Freund auf der Reiseliste.
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  • Day12

    Paradies Lodge

    December 21, 2019 in Ethiopia ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir starten um 8 Uhr gen Süden. Unser heutiges Ziel ist Arba Minch. Vor unserer Abreise besuchen wir den Fischmarkt vor Ort hier in Awasa. Ein afrikanischer Fischmarkt an einem See, für die Menschen hier frischer Fisch und wichtiges Nahrungsmittel, für uns ein kleiner Einblick in morgendliche gewöhnliche Fischerrituale. Auf unserer Fahrt über die ätherischen Landstraßen wechseln sich afrikanische Steppe mit fruchtbarer, fast tropischer Landschaft ab. Großblättrige Bananenstauden, Papaya, Mango – wir reisen durch den Früchtekorb Äthiopiens. Die kurzen Stopps nutzen die Kinder, um uns nach allem zu fragen, was man für was auch immer nutzen kann. Erste Wahl ist natürlich Geld. Die Selbstverständlichkeit, mit Nachdruck und unmissverständlich Irgendwas zu fordern, ist mir immer wieder befremdlich. Kein Betteln armer Menschen, wie wir reiche nimmersatten Europäer uns das Betteln vorstellen. Vielmehr die Jagd nach unbekannten Dingen und die Freude am Erfolg, den blassgesichtigen Besuchern erfolgreich etwas abzuringen. Ohne Zweifel gibt es auch die Kinder, die mit hungrigem Bauch um Geld oder anderen Dingen betteln. Mesfin erzählt von vielen ethnischen Gruppen in diesem Gebiet, die meist ihre Söhne, wenn die Familien nicht in der Lage sind, alle zu füttern, schon in sehr jungen Jahren auf die Straße schicken, um dort ihren Unterhalt zu erbetteln und sich einen anderen Schlafplatz zu suchen. Absolut unvorstellbar für uns, sehr üblich hier.
    Der heutige Reisetag verlangt Geduld und viel Sitzfleisch. Nach 200 km auf holprigen Straßen und 5 Stunden später beziehen wir endlich in Arba Minch unser Zimmer in der Paradies Lodge. Der Blick auf den Dschungel vor uns ist paradiesisch, das Zimmer sehr afrikanisch ;-)
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  • Day14

    Bad roads, believe!

    December 23, 2019 in Ethiopia ⋅ ⛅ 27 °C

    Turmi im Tal der Omo ist heute unser Ziel. Laut Google ″nur″ 180 km. Mesfin addiert die Entfernungen von Stadt zu Stadt, und kommt auf 100 km mehr. 280 km „Bad roads" durch den Äthiopischen Süden. Wir verlassen das Bananenland. Die Landschaft wird sehr hügelig, bergig und sehr trocken. Fast fühle ich mich erinnert an die marokkanische Landschaft kurz vor dem Anti-Atlas. Ein Meer von Streifenhügeln vor uns, um uns. Die Menschen hier legen Terrassen an. Ich suche nach Pflanzen, Kräutern, Büschen. Diese Terrassen sind einfach nur unzählige Terrassen. Terrassen in Berge gehauen, um natürliche Erosion zu verhindern. Mittlerweile gehörten die Konzo Terrassen hier in Äthiopien zum Weltkulturerbe. (Wikipedia: 2011 wurde ein 55 Quadratkilometer großes Areal steinerner Terrassen und befestigter Siedlungen unter dem Titel „Kulturlandschaft der Konso″ als UNESCO-Welterbe anerkannt.) Kaum auszudenken, unter welchen Anstrengungen sie erstellt werden. Mesfin redet mit viel Hochachtung von diesen Menschen hier. Wenig Wasser, lange Wege, das Wasser im Kanister auf dem Rücken nach Hause zu tragen, um dort Familie und Tiere zu versorgen. Die harte Arbeit auf den trockenen Terrassenfeldern ist nicht minder anstrengend, und so arbeiten sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Ganz im Gegenteil zum gemütlichen Bananenland.
    Während der Planung dieser Reise erwähnte Mesfin im E-Mail Kontakt fortwährend die langen Distanzen und „Bad roads″. 200 km in Europa sind selbst in ungünstigen Umständen in 3 bis 4 Stunden zu erfahren. Wir bezweifeln seine Seriosität. Prognosen eines einheimischen Ortskundigen über die Distanz und die Kondition der Wege sollte man unbedingt ernst nehmen. 200 km habe ich nie anstrengender und unendlicher erlebt, als auf einer solch holprigen Piste in Äthiopien Richtung OmoTal.
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  • Day14

    Bananenland

    December 23, 2019 in Ethiopia ⋅ ⛅ 21 °C

    Bananen wohin das Auge blickt. Vor dem Toren von Arba Minch durchfahren wir ein Meer von Bananenstauden. Das ganze Land wird mit Bananen aus dieser Gegend versorgt. Am Rand der Straße werden Bananen verkauft, auf dem Markt wird gehandelt. Wasser ist ausreichend vorhanden, alles grünt üppig und tropisch.
    Auf hügeliger Piste bewegen wir uns nur langsam fort Richtung Süden.
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  • Day13

    Kakkihosen

    December 22, 2019 in Ethiopia ⋅ ☀️ 24 °C

    Nein, ich weigere mich! Nieder mit den Kakkihosen und diesen unansehnlichen Wandertretern. Für gebildete Weltreisende scheint sich bei dem kleinsten Gedanken, ein Dorf oder eine Stadt zu besuchen, zu durchwandern, das Reisegepäck in eine Reiseuniform zu verwandeln. Allem voran, mehrfache Ausfertigung, unten drunter, oben auf – die Kakkihose. Damit nicht genug! Kakkihosen, 3/4tel natürlich, Halbarmhemd oder Rundhals-T Shirt, neckisches farbenfrohes Halstuch, neben dem Gürtel für die Kakkihose eine super praktische Hüfttasche, die Herren der Schöpfung eine Kakkiweste mit unzähligen Taschen, Regenhut, und, fürchterlich hässliche super praktische Wanderschuhe. Alle, ausnahmslos alle Reisenden, erforschen in diesem Outfit das Land. Erforschen heißt in diesem Fall, Guide und Fahrer fahren durchs Land und hin und wieder ist körperlicher Einsatz auf eingetretenen Wanderwegen oder am Paddel eines Ruderbootes gefragt. Hauptsache das professionelle Wanderoutfit klebt unvorteilhaft am Leib und lässt den Profiweltexplorer sofort erkennen. Jedes Kleid wird geächtet, jede Farbe außerhalb des Spektrums kakkigrün, rosa, lila, und dunkelblau geschmäht. Und erst recht! Mit meinem 15 Euro Jersey Urlaubskleid und eingelatschten goldenen Sneakers erwandere ich hervorragend jede Stadt und jeden Wald, noch ein Tuch drüber geschmissen, und mir ist kuschelig warm. Und – ich sehe auf jedem Foto einigermaßen erträglich aus, und, die Gefahr ist gebannt, dass unsere Gastgeber annehmen, alle Deutschen würden zu jeder Tag und Nachtzeit dieses grauenhafte Neutrum Outfit tragen. Nieder mit den Kakkihosen! Es lebe das Kleid!

    Nachtrag: Die Steigerung ist Camouflage!
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  • Day15

    Zu Besuch bei den Dassanech

    December 24, 2019 in Ethiopia ⋅ ⛅ 32 °C

    Die Dassanech leben als Nomaden im Grenzgebiet zwischen Äthiopien und Kenia. Sie sind in gewisser Weise vogelfrei, da sich bei Streitfällen nicht klar zuordnen lässt, ob die kenianische oder die äthiopische Polizei zuständig ist.
    Die 15.000 Mitglieder ernähren sich wie viele andere Naturvölker vorrangig von Milch, Blut und Honig; sie bauen aber auch Hirse und Mais an. Das eigenwillige Grenzlandvolk lebt sehr abgelegen und größtenteils unberührt von den Einflüssen der Moderne. Anstelle von Schusswaffen tragen die Männer noch Speere mit sich. Auch Körperbemalungen sucht man vergebens.
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  • Day14

    "Hamar, friendly people!"

    December 23, 2019 in Ethiopia ⋅ 🌙 23 °C

    Zentraler Siedlungsort der Hamer ist Turmi im Südwesten Äthiopiens. Im Grasland und um die Stadt herum finden sich zahlreiche Dörfer mit einfachen Hütten. Das Volk mit den 35.000 Angehörigen lebt wie die meisten pastoralen Gruppen vor allem von ihren Herden, dem Hirse Anbau und anderen Landwirtschaftsprodukten. Auf dem großen Wochenmarkt, der immer montags stattfindet, bieten die Hamer ihre Erzeugnisse zum Kauf oder Tausch an. Und genau da mischen wir uns erstmalig unter die Hamar. Uns wird anfänglich kaum Beachtung geschenkt. Das ändert sich aber sehr schnell. Die ersten Kinder schleichen sich an unsere Hände, reden unentwegt auf uns ein. Ein Mädchen führt mich über den Markt und möchte mich in die Hütte ihrer Familie führen. Immer mehr Kinder ziehen an unseren Armen und so ist der Marktbesuch schneller beendet als geplant. Hilflos stehe ich mitten in dieser fremden Kultur.Read more

  • Day16

    Zu Besuch bei den Karo

    December 25, 2019 in Ethiopia ⋅ ⛅ 33 °C

    Es gibt nur noch etwa 1.400 Angehörige dieser Ethnie, über die relativ wenig bekannt ist und die abgeschieden im Südwesten Äthiopiens leben.
    Viele Dörfer der Karos liegen direkt über dem Omo Fluss auf einer Art Plateau.
    Um die Karos zu erreichen, erwarten uns 70 km Bad Roads. Und um das ganze noch spannender zu machen, verfahren wir uns auf der Suche nach ihnen. Durchs Flussbett hin und wieder zurück, dead-end Road, und wieder zurück. Irgendwann bin ich so durchgeschüttelt, dass ich keine Karos mehr sehen möchte. Aber die Ohrstöpselreihe wird nicht gehört, und irgendwann winken uns die ersten Kinder mit breitem Grinsen freundlich zu. Die Karos empfangen uns sehr freundlich. Es ist ein schöner Morgen in entspannter Atmosphäre. Sie betrachten uns nicht weniger neugierig als wir sie, und hin und wieder kommen wir auch ins Gespräch. Eine Frau führt uns in ihre Hütte und erzählt uns stolz von ihrem Leben, der Platzaufteilung in der Hütte und ihren Kindern.
    Die Hütte ist eine in Igluform umzäunte Grashütte mit tiefem Eingang. Nahrungsmittel werden in bienenkorbähnlichen Vorratsbehältern aufbewahrt oder in eigens dafür auf Stelzen stehenden Vorratshütten. Die Hitze der Omo-Region erfordert einen strengen Zeitplan. Am Vormittag wird gearbeitet und am Nachmittag Müßiggang gepflegt.
    Die Karos sind kulturell mit den Hamer verwandt und es ist gängig, dass die Mitglieder der beiden Völker untereinander heiraten. Deshalb ähneln sich deren Sprachen, Riten und Gebräuche und sogar die Kleidung ist nahezu identisch.
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  • Day13

    Happy Hippos

    December 22, 2019 in Ethiopia ⋅ ⛅ 24 °C

    Uli mag keine Tiere, also zumindest nicht in seiner unmittelbaren Nähe. Und wenn sie genau da sind, beißen sie ihn auch noch. Ich finde, so wirkliche Gewissheit auf einem anderen Kontinent zu sein, erfährt man bei der Begegnung mit exotischen, gefährlichen ;-) Tieren. Der Wald könnte ein Wald im Taunus sein, wäre da nicht – ein Äffchen, zwei Äffchen, eine ganze Affenfamilie, ohne Gitter und Zoowärter. Jubel! Ich bin wirklich in Afrika. Und um diese Freude noch zu komplettieren, sitzen wir heute Vormittag auf einem Boot und schippern über den See in unserer direkten Nähe. Wir hoffen auf Krokodile und Nilpferde, ICH hoffe auf Krokodile und Nilpferde, schon wieder ein Indikator auf das echte Afrika. Und wirklich! Da schleicht still und leise eines dieser gefährlichen Reptilien durchs Wasser, ein Krokodil. Etwas später hören wir es in unmittelbarer Nähe schnaufen. Zwei Nilpferde wackeln uns mit ihren Ohren entgegen, immer wieder, auf und ab. Ja, auch hier, ich bin in Afrika!Read more

  • Day5

    Landeskunde aktiv

    May 1, 2019 in Ethiopia

    Heute touren wir herum.
    Zufuß begonnen und ebenso beendet. Ein kleiner Spaßziergang führte uns in das dörfliche Agena. Sehr bereitwillig durften wir uns in den Häusern und Gärten der Bewohner umsehen. Alle Gehöfte hatten Wasser auf dem Hof. Eine Familie bot uns selbstgebrannten Schnaps an. Die Freundlichkeit und Offenheit der einfachen Menschen beeindruckt mich immer wieder. Ihr Stolz auf das, was sie haben, ihre Hütte, ihr Hof, ihr Garten, die Fähigkeit sich tagtäglich selbst versorgen zu können sind bewundernswert. Das sollte man sich immer wieder einmal vor Augen halten, wenn irgendwo auf hohem Niveau gejammert wird.
    Die Fahrt führte uns dann auf den Mount Gurage. Mit 3700 m schon ganz schön hoch. Der Ausblick war auch beeindruckend. Wilder Thymian und Oregano sorgten für aromatische Düfte. Der nächste Stopp brachte uns einen Marktbesuch. Kaffeekannen waren der Renner. Für lautes Gelächter bei den afrikanischen Frauen sorgte unsere Bitte, uns zu zeigen, wie die verschiedenen Töpfe in der Glut des häuslichen Feuers benutzt werden.
    In Ziway wollten wir eigentlich nur Lunch einnehmen, das dauerte aber so lange, dass wir beschlossen, hier auch Quartier aufzuschlagen.
    Das brachte dann den Abendspaziergang an den See. Birdwatching war angesagt. Der Anblick der toten und sterbenden Pferde, die auf der Wiese am See lagen, war schon belastend. Aber, wenn der Mensch morgens aufwacht und versucht sein Überleben zu sichern, wie soll er dann für die Tiere sorgen können, selbst wenn er selbst sie bei der Arbeit zu Tode geschunden hat.
    Ausklang des Tages wie gewohnt bei netten Gesprächen und immer auf der Suche nach ein bisschen Internet.😂(das ist ein Insider)
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Southern Nations, Nationalities, and People's Region, SNNPR, YeDebub Bihēroch Bihēreseboch na Hizboch Kilil