Georgia
Samegrelo and Zemo Svaneti

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Most traveled places in Samegrelo and Zemo Svaneti:

All Top Places in Samegrelo and Zemo Svaneti

17 travelers at this place:

  • Day1

    Plan changes - Part 2

    May 30 in Georgia

    Ein Tag früher nach Mestia:

    Die Straßen aus Kutaisi heraus in Richtung Swanetien, offenbaren erste Überraschungen. Die vielen Palmen habe ich nicht erwartet, daß die natürlich auch hier bestehenden Verkehrsregeln aber eher als Vorschlag, weniger als Vorschrift betrachtet werden, schon eher! Anscheinend findet der "Wilde Westen" Georgiens nicht in den Bergen, sondern eher auf dem Asphalt statt. Etwas später in der Gegend um Zugdidi bestimmt eine üppige, subtropische, fast schon tropische Vegetation das Landschaftsbild. Die oft großen Gärten vor den freistehenden Häusern, sind verschwenderisch mit exotischen Bäumen und Stauden bepflanzt. Einige Grundstücke mit alten, typisch georgischen Holzhäuser, erinnern mich damit eher an Thailand als an Osteuropa - hier wächst und gedeiht alles prächtig! Die jetzt folgende Mittagspause im "Bikenti Kebap House", das an Zugdidi's Durchgangsstraße liegt, entwickelt sich zum "Leckerli". Die gegrillten Köfte sind optisch und geschmacklich ein Erlebnis, der gemischte Salat ebenso und die scharfe Gulaschsuppe mit frischem Fladenbrot überzeugt auf Anhieb - tolles Essen in einem gemütlichen, authentischen Ambiente. Nach einer Stunde geht's weiter - die Landschaft verändert sich schnell, wird wilder, die Berge höher, die Temperaturen kühler und die Straßen belebter. Nein, damit sind keine Fahrzeuge gemeint - sondern Schweine und Kühe von denen gefühlt mehr als Autos auf dem Asphalt sind. Das birgt ein hohes Unfallrisiko, da sich vor allem die stoischen Kühe überhaupt nicht von den Fahrzeugen einschüchtern lassen, sondern vielmehr ganz entspannt auf der Straße liegen - gerne auch in den unbeleuchteten Tunneln auf dieser Strecke. Nach einem kurzen Stopp im Nodashi Café, der unerwartet zu einem "Medienspektakel" mit Fotoshooting, Eintrag ins Gästebuch und Weinverkostung ausartet, ist eine knappe Stunde später Mestia mit seinen vielen Wehrtürmen erreicht - Tengiz vom "Garden House" erwartet mich schon. Mein Zimmer mit Gartenblick und nahem Gebirgspanorama ist prima und sauber wie ein Kreissaal vor dem nächsten Entbindungstermin - alles richtig gemacht!Read more

  • Day150

    Mestia

    July 12 in Georgia

    In Mestia angekommen, checkten wir in ein kleines Hotel ein und besprachen die Wanderroute für den nächsten Tag bei einem Bier.

    Früh morgens starteten wir nach dem Frühstück um zum „Koruldi Lake“ (auf ca. 2750m) zu wandern.
    Es ging 1500 Meter Steil nach oben, vor allem der Anfang- und das Schlussstück merkte man in den Waden.
    doch es lohnte sich, der Ausblick über das Schneebedeckte Kaukasus Gebirge war genial.

    Für den Abstieg zurück ins Dorf trennten sich unsere Wege, da Ich noch etwas weiter nach oben wollte.
    Chris trat den Rückweg direkt an und meisterte ihn auf Anhieb.
    Mein Rückweg verlief leider nicht so, weil ich zu faul war ein paar hundert Meter zurück zu laufen um auf den richtigen Weg zu kommen, beschloss ich durch den Wald zu gehen - Fehler, ich kam zwar i.wann unten an, doch stand am anderen Ende der Stadt. So bin ich 3 - 4h später als Chris, mit Knall rotem Gesicht am Hotel angekommen.

    Weiter ging es nach Batumi von dort aus sind es noch ca. 20km zur Türkische Grenze.
    Die Stadt war nichts besonderes, viele Casinos, Teure Hotels und einfach kein schönes Stadtbild.
    Read more

  • Day1

    Plan changes - Part 1

    May 30 in Georgia

    Endlich am Ziel - Ankunft in Kutaisi:

    Nach angenehmen Flug von etwas über 3,5 Stunden, folgt einem sehr wackeligen Landeanflug bei stürmischem Gegenwind, mit dreißig Minuten Verspätung, der Touch Down in Kutaisi. Das der Pilot dabei einen ganz ausgezeichneten Job macht, wird erst einige Minuten später auf dem Weg zum Terminal deutlich. Einzelne Sturmböen sind so heftig, daß sie mich leicht aus dem Gleichgewicht bringen. Nicht auszudenken, wenn dieses Wetter bei der Landung von der Seite gekommen wäre! Das Einreiseprozedere beansprucht nicht viel Zeit und dann werde ich .....Prämiere, Prämiere.... doch tatsächlich von der Beamtin die meinen Reisepass bestempelt, erstmalig in einem Land persönlich willkommen geheißen! Der schon von daheim aus gebuchte Taxitransfer zum "Sun Guest House" wartet bereits und nach einer halbstündigen Fahrt und kurzer Einweisung in die Räumlichkeiten meiner Unterkunft, ist dann endlich um 04.00 Uhr Schlafenszeit. Beim Frühstück fünf Stunden später, lerne ich den Georgier Guram und seine russische Freundin Svetlana kennen. Der Enddreißiger spricht vier Sprachen fließend, darunter auch Türkisch - "Cok güzel"! Was aber nicht zu fassen ist.....Guram arbeitete vor einigen Jahren als Tauchlehrer im türkischen Antalya und kennt.....jetzt kommt's.....Umut, einen der Tauchinstructoren auf Hüseyins Boot in Kas - die Geschichte von der Welt und dem Dorf passt doch immer wieder. Wir verstehen uns auf Anhieb und als der junge Mann erfährt, daß ich vorhabe, morgen für eine Woche nach Mestia zu fahren, lacht er und lädt mich ein, heute schon dorthin mitzukommen - die Beiden haben das gleiche Ziel! Was für ein Glück, so bleibt mir die anstrengende, sechsstündige Fahrt mit dem "Marschrutka" ( lokaler Sammel-Minibus ) erspart. In einer Stunde ist Aufbruch - das Leben ist schön!Read more

  • Day6

    Morning mood in Ushguli

    June 4 in Georgia

    Gleich nach dem Aufwachen kurz vor 7.00 Uhr, ein Blick aus dem Fenster - sieht ganz hervorragend aus, stahlblauer Himmel! Trotz der komplett durchgelegenen Matratze, konnte ich gut schlafen können - bis auf einige verhaltensauffällige Hunde und die ein oder andere nervöse Kuh, war es ruhig im Dorf. Hier oben geht man früh zu Bett und ist wieder früh auf den Beinen. Das Frühstück kann warten - meine Neugierde, ob sich der "Mount Shkhara" in seiner ganzen Pracht zeigt, muss erst gestillt werden. Und.....wie er sich zeigt! Ohne von der kleinsten Wolke am Himmel gestört zu werden, türmen sich 5068 Meter in den Himmel - einfach atemberaubend! Die aufgehende Sonne spiegelt sich in den schneebedeckten Gipfeln und bringt sie zum glänzen. Überhaupt ist das Morgenlicht geradezu magisch - und lässt die sattgrünen Berge, die direkt am Dorf steil in die Höhe wachsen ( geschätzt knapp 3000 Meter hoch ) leuchten. Es ist um diese Uhrzeit schon richtig was los in Ushguli - die Kühe sind gemolken und werden gerade auf die Weide gebracht. Im ganzen Dorf ist Bewegung, die Hirtenhunde sind im Stress - "Rush-Hour" im Hochgebirge! Noch einige Fotos, dann wird es Zeit für das Frühstück - Istani und Niseta, die beiden Damen des Hauses sind schon lange in der Wohnküche am werkeln!Read more

  • Day2

    Ein kurzer Blick aus dem Fenster um 06.30 Uhr ist sehr vielversprechend - mein Bett aber auch! Um 09.00 Uhr ist der zweite Blick genauso schön - die Sonne scheint! Beste Bedingungen, das nur wenige Minuten zu Fuß entfernte "Mestia" zu erkunden. Die Kleinstadt mit knapp 3000 Einwohner ist Hauptort der Region Swanetien und wegen der zahlreichen steinernen Wehrtürme UNESCO-Welterbe. Schon kurz nach dem "Garden House" geht's in die Natur - bei wunderbarer Fernsicht, präsentiert sich die Landschaft mit einer "Reiseprospekt-Ansicht". In Mestia werden zur Zeit viele der archaischen Steinhäuser renoviert - in den Hügeln rund um den Ort, aber auch im Center selbst. Die Bautätigkeiten sind jedoch nicht wirklich störend - Mestia putzt sich eben heraus! Es macht Spaß die schmalen Wege zu laufen - überall ergeben sich schöne Blicke auf die imposante Bergwelt und natürlich auf die berühmten Wehrtürme. Begegnungen mit den "Eingeborenen" sind herzlich - die Swanen sind freundlich und sozialisiert, ebenso die vielen Hirtenhunde - bis jetzt jedenfalls! Einer Pause im hübschen Café "Trattoria" am Ortsende, folgt der Rückweg zu meiner Unterkunft entlang der Hauptstraße die Mestia teilt. Die Kleinstadt präsentiert sich sauber und aufgeräumt - viele Minimärkte lassen keine Versorgungsengpässe aufkommen. Noch ein kurzer Stopp in einer typisch georgischen Bäckerei - das leckere Fladenbrot wird in einer Art Tandoori Ofen gebacken - dann ist mein Zuhause für die kommende Woche auch schon wieder erreicht. Zum Abendessen gibt's später das gejagte Brot mit Thunfisch und Tomaten - yummy yummy!Read more

  • Day3

    Mein Gastgeber Tengiz bot mir Vorgestern an, sich immer morgens kurz zusammen zu setzen, um den Wettermöglichkeiten entsprechend, die Unternehmungen für den Tag zu planen - schließlich wären acht Tage in Mestia eine lange Zeit,.....nicht das noch Langeweile aufkommen würde! Na ja, er kennt mich eben nicht! Mein Versuch ihm zu erklären, daß ich es durchaus begrüße, mich ohne Tagesprogram treiben zu lassen, war nur teilweise erfolgreich. Positiv erstaunt kam ein "As you wish, Sir" über seine Lippen. Für heute Nachmittag ist Regen gemeldet - keine gute Voraussetzung für eine mehrstündige Wanderung zum "Chalaadi Gletscher", die ich inbedingt machen will. Jedoch im Augenblick scheint die Sonne - Kaiserwetter.....wie nennen das eigentlich die Georgier? Gegen 10.00 Uhr ist Start zu einer Soft-Wanderung in die umliegenden Hügel - es gibt einfach so viel zu entdecken in einem neuen Land. Ganz alltägliche Dinge können spannend sein und für den aufmerksamer Beobachter ( open minded vorausgesetzt ) zu neuen Sichtweisen führen. Selbst eine Wanderung vorbei an Gebirgswiesen - die weidenden Kühe teilen sich diese hier mit Schweinen, die quiekend und sich gegenseitig jagend, so ganz anders ihren Tag verbringen dürfen, als bei der üblichen, engen Stallhaltung. Was der "Leymona Beach Club" in "Kas", scheint in "Mestia" das "Trattoria Café" zu werden - mein Ort für fließende Gedanken. Auch hier stehen sehr gemütliche Loungemöbel im Freien, auf den es sich prima chillen läßt - ganz sicher auch einen Besuch am Abend wert, da in entspannter Atmosphäre, mit Ausblick auf die Berge, Sisha geraucht werden kann. Außerdem wird eine Vielzahl an typisch georgischen Speisen angeboten - Zeit für den "Forscher" in mir: für später sind Pelmeni ( eine Art Tortellini ) and Beans in clay pot" bestellt. Seit einer Stunde sitze ich im Außenbereich des Cafés, habe Cappuccino-Stimmung und freue mich hier im Kaukasus zu sein. Meine Wanderschuhe sind langsam eingelaufen, mir geht's prima und ich bin froh, das Zeit zu leben ist. In der "City" zog heute Morgen eine winzige Markthalle meine Aufmerksamkeit auf sich, vielleicht eher ein Marktraum, aber es gibt neben frischen Obst und Gemüse auch einheimischen Käse - das passt doch mit frischem georgischen Brot ganz prima zu einem Omlett, daß mich heute Abend zum Dinner im "Garden House" erwartet, oder?!Read more

  • Day4

    My first glacier!

    June 2 in Georgia

    Die Straße aus Mestia führt vorbei am winzigen "Queen Tamar Airport" und verläuft weiter parallel zum Mestiachala Fluß. Schon bald ist der gewaltige Mount Chatini ( 4412 Meter ) in seiner ganzen Größe zu bestaunen - am Fuße des Riesen liegt der "Chalaadi Gletscher", das heutige Ziel! Mein Fahrer wird am Parkplatz direkt bei dem kleinen Militärposten ( die Grenze zu Russland ist ganz nah ) warten, die Gletscherwanderung startet genau hier. Erstes Highlight ist die wackelige Hängebrücke, die sich über den reißenden Gletscherwasserfluß spannt. Darüber zu laufen, ist nicht zwingend eine Freizeitbeschäftigung, die Menschen mit Höhenangst anstreben - die Brücke hat ihr Eigenleben und schwankt mehr als erwartet. Weiter geht's bei moderaten Anstiegen durch den Wald - gut markiert mit den für Wanderwegen gängigen rot-weißen Zeichen. Es sind sehr wenig Menschen unterwegs, prima so! Fantastische Ausblicke überall, vor allem entlang des wilden Flusses - was für eine Natur! Dann plötzlich öffnet sich der Wald und der majestätische Mount Chatini beherrscht die Szenerie. Eine herrliche Fernsicht bei bestem Wetter sorgt für einmalige Erinnerungen - starke Winde im Gipfelbereich jagen durch die Wolken und verändern ständig die Sicht auf den Berg, ich bekomme Gänsehaut! Vor mir türmt sich eine riesige Moränenschuttlandschaft auf, die erahnen lässt, wie gewaltig der Gletscher einmal war. Diese Geröllwüste gilt es zu überqueren - ich möchte bis vor an den Gletscher, das Eis berühren. Über die teils tischgroßen Steine zu klettern, zwischen den verschiedenfarbenen Brocken zu balancieren, braucht Zeit - dann ist die Gletscherzunge, rund 90 Minuten nach Start bei der Hängebrücke erreicht. In der Nähe tun sich Eisspalten auf und darunter rauscht laut das Schmelzwasser - es wäre gefährlich noch weiter zu laufen! Unerwartet ergibt sich ein magischer Moment - weit und breit ist sonst niemand zu sehen! Für wenige Minuten stehe ich völlig allein am Chalaadi Gletscher und fühle mich wie Matt Damon in dem Kinofilm "Der Marsianer" - allein für diesen Moment schon, hat sich die Reise nach Georgien gelohnt - ein tolles Erlebnis!Read more

  • Day7

    Die Nacht war etwas unruhig - eine Zeit lang, haben im ganzen Dorf die Hunde gebellt. Da ist sicherlich etwas größeres durch Ushguli geschlichen - es gibt hier oben immer wieder Begegnungen mit Bären, Wölfe und Luchse. Im nördlichen Teil des "Großen Kaukasusgebirges", leben sogar noch sehr wenige Exemplare des stark gefährdeten "Kaukasus-Leoparden". Um 8.00 Uhr ernüchtert der Himmel mit seiner grauen Seite - der Regen, der bereits gestern Abend begann, lässt gerade nach und das majestätische Panorama des Mount Shkhara hat sich in eine schlichte Aussicht gewandelt. Frühstück gibt es wieder in der Wohnküche im Nebengebäude - die ist durch den ständig angefeuerten Holzherd wohlig warm und gemütlich. Ein prima Platz bei den einstelligen Temperaturen und heute Morgen kommt zudem noch ein feiner Duft hinzu - Niseta hat Rosinenkuchen gebacken! Für die Rückfahrt nach Mestia, haben mich Wendy und Zheng abermals eingeladen, da sie ebenfalls am späten Vormittag abreisen und heute noch über Mestia hinaus, weitere 140 Km bis nach Zugdidi fahren werden - ich freue mich erneut auf die komfortable Mitfahrgelegenheit und die angenehme Gesellschaft. Als wir gegen 11.00 Uhr aufbrechen, hat es aufgehört zu regnen. Die beiden Tage im höchsten, ganzjährig bewohnten Dorf Europas waren toll, obwohl ich anfangs zugegebenermaßen etwas skeptisch gegenüber meinen Gastgebern war. Von einer herzlichen Begrüßung am Ankunftstag zu sprechen, wäre weit übertrieben - verhalten und distanziert beschreibt das erste "Aufeinandertreffen" besser. Aber....., manchmal braucht es einfach seine Zeit bis das "Eis bricht" und das brach Gestern beim gemeinsamen Essen in illustrer Herrenrunde nach einigen Gläser Weißwein - danach war es ein ganz anderes Miteinander! Das gestrige "Wunder" von Ushguli, offenbarte sich durch ein schmales Lächeln in Abels ( der Hausherr ) Gesicht, der sonst eher die Mimik eines streitaffinen Swanen aufsetzt! Als nach dem Frühstück meine Rechnung für Kost und Logie auf den Tisch kommt, bin ich doch etwas beschämt - nicht einmal 10 € je Tag! Zum Abschied schenkt mir Nestani noch ein Stück ofenwarmen Rosinenkuchen und ein Lächeln obendrein! Die Fahrt nach Mestia entwickelt sich mit jedem Kilometer mehr zu einem Offroad-Erlebnis der besonderen Art, da der gemietete Suzuki von Wendy und Zheng kein Offroad-Fahrzeug ist! Der Regen der vergangenen Nacht, hat viele Kilometer der Strecke in eine schmierige Schlammpiste verwandelt. Zudem liegen immer wieder größere Steine auf der Piste, die Ausweichmanöver erfordern. Zheng ist ein sehr vorsichtiger Fahrer und das beruhigt ungemein, denn ein Blick in den nahen Abgrund lässt erkennen, wo die Fahrt bei nachlassender Aufmerksam enden würde. Das Fahrzeug schlägt sich prima, aber als Zheng in einer Wasserlache einen großen Stein nicht erkennt, ist es passiert - die linke Auspuff-Halterung ist gebrochen, der Auspuff schleift auf der Straße und an eine Weiterfahrt in nicht zu denken! Das ich grundsätzlich immer mit jeder Menge unterschiedlichem "Schnickschnack" on Tour bin, erweist sich heute als Volltreffer! In meinem Sammelsurium befindet sich auch eine sehr reißfeste Baumwollkordel, mit der es mir tatsächlich gelingt, den Auspuff wieder so zu fixieren, das einer Weiterfahrt nichts im Wege steht. Zheng ist begeistert und vergibt Bestnoten für die qualitativ "hochwertige" Reparatur ala "Made in Germany"! Eine Stunde später sind wir zurück im "Garden House" in Mestia. Was nach einer sehr herzlichen Verabschiedung bleibt, ist einerseits Wehmut, anderseits große Freude darüber, zwei so sympathische, hilfsbereite Menschen aus einer mir bis Vorgestern völlig fremden Kultur kennengelernt zu haben.Read more

  • Day3

    Einzigartige Bauwerke führten 1996 die gesamte Region Oberswanetien zum UNESCO-Welterbe - die berühmten mittelalterlichen, swanetischen Wehrtürme. Allein in der Dorfgemeinschaft Ushguli überstanden ca. zweihundert der bis über 1000 Jahre alten Steintürme die Naturgewalten der letzten Jahrhunderte. Aber auch in Mestia verleihen die vielen Türme der Kleinstadt einen ganz besonderen Flair. Das nahe Bergdorf Adishi wurde 1985 von einer verheerenden Lawine komplett zerstört - die Wehrtürme stehen dort aber noch heute! Mittlerweile sind viele der damals zwangsumgesiedelten Familien zurück gekehrt und haben sich wieder dauerhaft angesiedelt. Warum genau diese Steintürme aber so unglaublich robust sind, ist erstaunlicherweise bis heute noch nicht sicher geklärt. Mit bis zu fünf Stockwerken und einer Höhe bis zu 25 Meter, sind sie hoch genug, um auch gewaltige Lawinen sicher im Inneren zu überleben. Die Wehrtürme wurden jedoch nicht nur bei Naturkatastrophen genutzt, sondern auch als Signal- und Wachtürme und wie der Name schon vermuten lässt, ebenso als Verteidigungsfestung und Schutzbehausung bei Angriffen - vor allem bei Streitigkeiten innerhalb der Dorfgemeinschaften, weniger durch kriegerische Akte von außerhalb. Die Swanen hatten diesbezüglich eh großes Glück gehabt und mussten sich nie einer fremden Macht unterwerfen - nicht einmal den Mongolen! Rund um die Wehrtürme wurden zweistöckige Wohnhäuser errichtet, in denen Mensch und Vieh untergebracht waren. Im oberen Stockwerk des Hauses gab es eine direkte Verbindung zum Turm - im Notfall zählte jeder Augenblick. Jedoch, die Zeiten haben sich geändert - die steinernen Riesen der Vergangenheit aber wachen weiterhin über Oberswanetien.Read more

  • Day5

    Manchmal gibt es Augenblicke im Leben, in denen sich alles ganz wunderbar zusammen fügt. Gestern Abend kurz vor dem Zubettgehen, wollte ich nochmal etwas frische Abendluft schnappen und traf dabei auf einen meiner beiden Zimmernachbarn - Zheng und seine Frau Wendy, beide Anfang Fünfzig aus China, die mit einem Mietwagen durch das Land reisen und nur für diese Nacht im "Garden House" untergekommen waren. Mit Zheng, der nebenbei gesagt, ganz hervorragend Englisch spricht, kam sogleich eine angeregte Unterhaltung zustande. Heute Morgen trafen wir uns wieder auf der Veranda - diesmal war auch seine Frau dabei. Wieder ergab sich ein sehr freundliches Gespräch, im Laufe dessen sich herausstellte, daß die Beiden später ebenfalls nach Ushguli wollten. "Das passt ja ganz wunderbar" dachte ich mir, fragte Zheng ob es möglich wäre mitzufahren und bekam ein "of course you can" zur Antwort. Nach der tollen Mitfahrgelegenheit mit Guram und Svetlana ( leider haben wir uns nicht mehr wieder gesehen ) von Kutaisi nach Mestia, war dies der zweite Glückstreffer! So konnte ich abermals der äußerst unbequemen Fahrt in einem der übervollen Minibusse entgehen und hatte zudem noch als "Bonbon" ganz wunderbar aufgelegte Mitreisende um mich, welche die dreistündige Fahrt durch die Berge in ein kurzweiliges Vergnügen wandelten. Zheng erwies sich als sehr umsichtiger Fahrer und Wendy mit ihrer Obsession für das perfekte Motiv, sorgte immer wieder für einen Fotostopp und somit für jede Menge Pausen. Überhaupt ist das chinesische Paar ungewöhnlich kommunikativ - eine wahre Bereicherung! Die Fahrt auf Straßen, die oft eher Schlamm- oder Off Road-Pisten glichen, war sehr abwechslungsreich, immer wieder spannend und nicht eine Minute langweilig! Nicht daran zu denken, wie es auf dieser Strecke nach starkem Regen aussehen mag! Ohne Allradfahrzeug geht dann überhaupt nichts mehr! Fantastische Landschaften, interessante Dörfer und tolle Begegnungen mit Menschen und Tieren - alles war heute dabei! Am frühen Nachmittag erreichten wir in bester Stimmung Ushguli - ich selbst bezog das bereits über Booking.com gebuchte Zimmer im Gästehaus "Miranda" ( für 5,00 € die Nacht ), Zheng und Wendy sind einige Häuser weiter untergekommen. Mit meiner Unterkunft bin ich zufrieden - alles ist sehr Basic und autentisch, Englisch wird von den Gastgebern nicht gesprochen, aber das passt schon! Die Lage am Dorfrand könnte jedoch kaum besser sein - gefühlt einmal um den Kuhstall und schon zeigt sich der höchste Berg Georgiens, der "Mount Shkhara" mit seinen 5068 Meter Höhe, zum Greifen nah. Bis zum Abendessen mit meinen neuen Bekannten aus Peking um 18.00 Uhr, geht's jetzt erst einmal in die Natur und die ist hier nicht weniger spektakulär, als gestern am Chalaadi Gletscher!Read more

You might also know this place by the following names:

Samegrelo-Zemo Svanetis Mkhare, Samegrelo and Zemo Svaneti, Samegrelo-Zemo Svanet’i, 사메그렐로제모스바네티 주

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