Germany
Erpeler Ley

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Travelers at this place
    • Day52

      Ein ruhiger Tag

      September 7 in Germany ⋅ ⛅ 26 °C

      Heute haben wir nicht viel unternommen, außer ausgiebige Gassirunden am Rhein bei Remagen.

      Auch unsere Kunden wollen bedient werden und so haben wir die Chance genutzt und ein wenig gearbeitet. Denn so finanzieren wir unsere Reise und das Leben im Lkw.

      Zum ersten Mal stehen wir mit Willi auf einem Campingplatz, da freie Stellplätze rund um Bonn nicht so schön sind. Königswinter ist definitiv nicht zu empfehlen zum Freistehen.

      Emma ist super und wir können uns nicht beschweren. Lediglich andere Hunde werden teilweise noch heftig angebellt und angeknurrt. An der Nummer arbeiten wir noch 😊. Sie ist jetzt gerade mal 24h in unserer Verantwortung.

      Dieser Mix, Sightseeing, relaxen und arbeiten gefällt uns sehr gut. Wir kommen im Ausbau prima zurecht und alles ist an Ort und Stelle. Die Stromerzeugung klappt einwandfrei mit Solar.

      Morgen geht's für uns nach Netphen. Dort will am Freitag der WDR eine Reportage aufnehmen über die Tierschutzorganisation Amigos Fieles aus Ecuador und und uns mit Emma und wie es dazu kam, das Emma von Ecuador nach Deutschland gereist ist.
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    • Day2

      Tag 2 - ein bisschen kürzer treten

      July 31 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

      Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es wieder knapp 2km zurück Richtung Drachenfels, wo ich unter der Ulanenhöhe wieder auf den Trail kam. Von da aus führte der Weg erst Richtung Löwenburg. An dem tollen Ort lernte ich ein nettes junges Pärchen aus Süddeutschland kennen, die auch Samstag in Bonn gestartet waren. Die zwei hatten es sich unten auf der Mauer bequem gemacht und ich bin erst Mal nach oben bis auf die Rheinseitige Mauer, wo ich die Aussicht genoss und mich ein wenig stärkte.
      Als ich wieder runter kam, waren die beiden schon wieder weg, aber nach ein paar hundert Metern hatte ich sie vor mir und war bald auf gleicher Höhe. Wir haben uns 'ne Weile unterhalten bis unsere Tempo auseinander gingen. Etwas später haben sie mich wieder überholt und am Nachmittag hatten wir uns noch Mal an einer Hütte getroffen. Da sie den Trail in 10 Tagen gehen wollten, geh ich davon aus, dass sie jetzt weit voraus sind.

      Manche Teile der Wegführung sind echt nicht nachvollziehbar, vor allem, wenn es ewig rauf geht, wo oben nichts - noch nicht mal Aussicht - ist und dann eine steile Geröllpiste runter, um an einen Punkt zu gelangen, wo man auch einfacher hingekommen wäre..
      Der zweite Tag war etwas mühsam und mein anvisiertes Ziel kurz vor oder hinter Linz erwies sich als utopisch für mich 😳 aber wenigstens bis zur Erpeler Ley wollte ich noch.
      Meine Beine dann aber nicht mehr, und als sich kurz vor Unkel eine gute Lagermöglichkeit auftat, war der Ofen aus und es ging mit Sonnenuntergang in die Heia..
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    • Day3

      Naja...

      April 4 in Germany ⋅ 🌧 4 °C

      Das war dann wohl Mal wenig. Irgendwie würde ich den Tag heute spätestens ab nach der Frühstückspause vergessen wollen.

      Dabei hat alles so gut angefangen. Und zwar eigentlich schon gestern Abend. Ich sitz da gemütlich in der Breiberghütte und habe kurz vor dem Schlafen nochmal die Temperatur für die Nacht gecheckt. Um die Null waren anvisiert also hab ich mich entsprechend präpariert. Nur um dann mitten in der Nacht die Hälfte meiner Klamotten wieder auszuziehen weil es eindeutig zu warm war. Als ich dann heut morgen mich auf den Weg zur Löwenburg machte hat mich sogar Klara bis auf den Gipfel begleitet. Allerdings wartete da oben auch der Wind auf uns und somit war ich gezwungen lieber im Windschatten der Vorburg zu frühstücken als oben auf der Kernburg. Aber danach fing die nerverei an.

      Von der Löwenburg wurde ich durch eine kilometerlanges Tal immer nur bergab geführt nur um dann auf der anderen Seite eine ebenso lange aber dafür steilere Passage aufzusteigen. Wenn es dort wenigstens was zu sehen gegeben hätte. War aber nicht so. Das ganze Gebiet sieht aus wie ein Schlachtfeld. Meine rudimentären Kenntnisse in der Forstwirtschaft lassen mich vermuten, dass da erst der Käfer und dann der Wind durch den Fichtenacker gegangen ist. Und ja, Monokulturen sind bei mir Acker. Das noch brauchbare Holz muss erst vor relativ kurzer Zeit dort noch rausgerückt worden sein weil einfach noch zu viel Restholz und Bruchholz da rum liegt. Teilweise über den wegen. Und durch den Schnee und das Schmelzwasser wurden die Wege dort nicht einfacher. Aber auch danach, Forststraße reiht sich an Forststraße reiht sich an Forststraße, zumindest in meiner Erinnerung. Sicher der ein oder andere kurze Singletrail war auch dabei aber überwiegend Forststraße. Und nirgendwo ein Ausblick der einen wenigstens ein bisschen entschädigen kann. Gefühlt habe ich seit der Breiberghütte auch nicht eine Schutzhütte zum Pause machen oder ähnlichem gefunden.

      Gegen Mittag bin ich total mies gelaunt in Bad Honnef eingelaufen und war ernsthaft am überlegen dort einfach in der Jugendherberge zu übernachten und Mal zu sehen was morgen kommt. Aber erstmal gab's Mittag. Und Wasser und Vorräte auffüllen. Zwischendrin Kartenstudium. Und auch auf den hervorragenden Karten vom Soulboy waren nicht viele Hütten in Bad Honnef und Umgebung zu finden. Ewig konnte ich heute aber auch nicht weitergehen, daher hab ich gesagt, dass Auge Gottes ist heute mein Ziel, egal wann ich dort eintreffe. Naja und nun begleitet mich der Regen seit Bad Honnef. Und im Wetterbericht stand was von Windböen. Irgendwie mache ich mir die kleine Hütte hier schon halbwegs wetterfest um mir eine gemütliche Nacht zu bescheren. Mal schauen was das morgen dann so gibt. Rheinland-Pfalz, ich komme ....
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      WildWortWechsel

      Für die Nacht wünsche ich dir vor allem Wärme und Trockenheit. Erhole dich gut! Und immer daran denken: embrace the suck.🙋🏼‍♂️

      4/4/22Reply
      Traveler

      danke danke. soll wenigstens nicht unter Null fallen lt. Wetterbericht. weiß aber noch nicht wie sich die hohe Luftfeuchtigkeit auswirkt. aber ich tüftel schon an nem Plan wie ich mit Hilfe meines tarps ggf eine reflektionswand baue. wird schon werden. gleich gibt's heisse Schokolade und alles wird dann meiner Erfahrung nach eh besser.

      4/4/22Reply
      WildWortWechsel

      Heiße Schokolade macht sowieso alles besser!

      4/4/22Reply
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    • Day111

      Tag 110 & 111

      September 10 in Germany ⋅ 🌧 13 °C

      Als ich an Tag 110 aus einem kleinen Waldabschnitt stampfte und auf eine Straße gelangte, musste ich eigentlich etwa 5-6 Km in die Innenstadt von Bonn laufen um mir Gas zu kaufen. Seit dem ich wieder in Deutschland unterwegs bin, war ich ohne. Eigentlich keine Lust in die Stadt aber eine Gaskartusche wäre schon nicht schlecht. Also nahm ich den Bus und fuhr die paar Kilometer zum Hauptbahnhof. Von da musste ich dann nur noch zwei zum Outdoor Laden laufen. Die Busfahrt war umsonst, weil die Technik nicht funktionierte 🍀 Mit dem Busfahrer habe ich mich auch noch über's wandern unterhalten. Auf dem Weg zu "walk on the wild side", ein super Laden!, kam ich an einem gut wirkenden Döner Imbiss vorbei und gönnte mir einen sehr leckeren Lahmacun Döner. Dort wurde ich angesprochen wohin ich wandere und es wurde mir gesagt, dass ich genau richtig bin, denn es ist lecker! Die Verkäuferin wollte nur fünf statt sechs Euro haben und bot mir sogar noch einen türkischen Tee an 🍀 Zurück wollte ich eigentlich auch wieder mit dem Bus. Doch ich ging dann zu Fuß einen anderen Weg. Der Rheinsteig beginnt sogar am Marktplatz in Bonn. Bloß schnell wieder raus aus der Stadt. Ihr wisst ja, ich mag große Städte nicht. Nachdem ich über die Kennedybrücke gegangen bin wurde es ruhig. Dann ging es erstmal ein paar Kilometer direkt am Rhein entlang, bevor der Weg in den Wald verlief. Bonn erinnerte mich an das Lied "Schwarz zu Blau" von Peter Fox. Auf dem Weg jagte ein Aussichtspunkt den nächsten. Abends suchte ich mir einen Rastplatz im Wald. Man muss sehr aufpassen mit dem ganzen Totholz. Vorallem wenn es windig ist. Das ist dass gefährlichste im Wald!

      An Tag 111 traf ich vormittags eine große Truppe die Junggesellenabachied feierten. Sie hatten einen großen, zur fahrbaren Theke umgebauten Bollerwagen dabei. Und boten mir ein Kölsch an. Als ich an einer Schutzhütte eine kurze Pause machte und den Ausblick genoss, kamen zwei Wanderer, die total aus der Puste waren. Sie erzählten mir, dass sie heute abbrechen. Sie sind am Freitag gestartet und wollten bis Sonntag laufen. Aber die Rucksäcke waren viel zu schwer. Später kam ich dann an Schloss Drachenburg vorbei und wollte mal reinschnuppern. Dort musste man aber 7 Euro Eintritt zahlen, wenn man auf's Gelände und in das Schloss will. Ich überlegte es mir zweimal, ging aber schließlich rein. War ganz cool. Dannach ging's weiter auf dem Trail. Als ich wieder mal an einer Schutzhütte saß und Pause machte fing es an zu Regnen. Ein Ehepaar kam vorbei. Ich erzählte ich will erstmal bis Bingen laufen. Ein paar Minuten später rief die Mutter der Frau an, die zufällig in Bingen wohnt. Die Frau fragte für mich ob die Fähren dort über den Rhein fahren. Sie meinte ich könnte bei dem niedrigen Wasserstand von 70cm und nur leichter Strömung bei Bingen durch den Rhein laufen 😁 Das kann sich aber schnell ändern. Der Regen wollte nicht aufhören, also Poncho drüber und weiter. Spät Abends machte ich noch einen Umweg nach Bad Honnef um Proviant zu kaufen. Mir ist erst spät bewusst geworden dass morgen Sonntag ist und die Geschäfte zu haben. Als ich vom einkaufen zurück auf dem Trail war, war es im Wald schon fast dunkel. Dann lief ich noch etwa 2,5Km bis zu einer guten Schutzhütte, wo ich meine Hängematte aufhing.

      Liebe Grüße, Gena
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      Traveler

      🥰

      Traveler

      🙋‍♀️

       
    • Day44

      Tag 42: Von Köln nach Bad Honnef

      May 21 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

      "Hexen! Hexen, die dort am Rheinstrand einen magischen Kreis bauen"...so dürfte heute vormittag so manch ein Spaziergänger auf der Kölner Rheinpromenade gedacht haben. Und ich mittendrin. Magisch angezogen von der Kölner Kunsttherapeutin, Federkreis- und Objektkünstlerin Susanne Müller-Geiger.
      Kaum bin ich bei Teresa und Marius gestartet, fällt es mir ein. Das gemeinsame Foto! Gekocht, gelacht, erzählt, eine richtig schöne Zeit miteinander verbracht...aber an ein Foto denkt keiner von uns. Sehr schade.
      Aber von dem so schönen Sandstrand mit dem in der vergangenen Sturmnacht angetriebenen Strandgut will ich dann doch ein Foto machen. Fahrrad abgestellt, Schuhe aus und ein Gefühl von Urlaub am Meer stellt sich ein. Der warme feinkörnige Sand, das leicht kühle Wasser, die klare Luft - alles nur wenige Kilometer von der Kölner Innenstadt entfernt, ich genieße ...und bemerke einige Frauen, die anders sind, die ihre ganze Aufmerksamkeit einer äußerst interessanten Frau schenken. Neugierig nähere ich mich der Gruppe und werde spontan eingeladen.
      So bin ich plötzlich die Fünfte im Bunde beim Mandala-Workshop am Rheinstrand. Vorgaben gibt es nicht, wir sollen einfach uns und unsere Kreativität einbringen. Steine, Federn, Muscheln, Gräser...alles darf verwandt werden und langsam, langsam entsteht unter sanfter Anleitung von Susanne ein kleines Kunstwerk. Wir suchen, schleppen heran, diskutieren, gestalten und fast nebenbei sind wir nicht mehr die Fremden, die sich kaum oder gar nicht kannten. Fast freundschaflich trennen sich nach über zwei Stunden unsere Wege. Ein ganz besonderes Erlebnis mit ganz besonderen Frauen, die völlig unkonventionell ihre Ideen und Vorstellungen leben. Mutig und stark sind sie!
      Noch ganz eingenommen von der besonderen Atmosphäre meiner Begegnung radel ich dahin und gerate fast in eine Art Trance. Die rhythmische Bewegung der Beine, das immer gleich bleibende Tempo, kein störender Wind, der ruhig dahinfließende Rhein, die sanft dahingleitenden Schiffe, die immer wieder hinter den Wolken hervorkommende Sonne....mit geht's einfach verdammt gut.
      Das Gefühl lass ich mir auch nicht von unserer völlig menschenüberfüllten ehemaligen Bundeshauptstadt nehmen. Einmal kurz auf den Bonner Marktplatz geblickt und ich mache kehrt. Das kann ich heute nicht, mag es kulturell auch sonstwie interessant sein.
      Da genieße ich doch lieber den Blick auf die andere Rheinseite, auf den Petersberg mit dem ehemaligen Gästehaus der Bundesregierung und den Drachenfels!
      Schnell mit der Fähre übersetzen und ich stehe in Königswinter vor der ältesten in Betrieb befindlichen Zahnradbahn Deutschlands. Abenteuerlich ruckelnd und ein wenig antik miefend geht's dann an den Ort, wo Siegfried den Drachen erschlagen und in seinem Blut gebadet haben soll. Ob ich fast auf den Schwanz eines Nachkommen dieses Ungeheuers trete, kann ich nicht sagen, aber als Fotomotiv stellt sich mir die Echse zumindest dankbar zur Verfügung.
      Was ist das für ein phantastischer Blick über das Rheintal, der sich von dem Felsen bietet. Kilometerweite Sicht über das Siebengebirge, die Eifel, sogar der Kölner Dom ist in der Ferne noch erkennbar.... ein Ort zum Innehalten und Genießen (trotz der vielen Menschen, es verläuft sich hier irgendwie). Man kann so sehr nachvollziehen, dass sich Maler, Dichter, Denker von diesem besonderen Ort immer wieder angezogen fühlten und ihn über die Jahrhunderte in Bildern, Gedichten und Geschichten festhielten.
      Weiter geht's und ...der Radweg ist gesperrt. Kein Problem, denk ich mir, man darf ja auf dem Fußweg weiterfahren, zumindest sagt dies ein großes Schild. Mein Tempo, alles gut, und plötzlich von links ein Gefährt, was direkt vor mir an mir vorbeischießt. Beide sind wir erschrocken, der rasende E-Rollstuhlfahrer entschuldigt sich und eigentlich ist alles schon erledigt, als sich seine Frau als schreiende, wütende, Schrecken verbreitende Furie auf mich stürzt. Mit beiden Händen hält sie meine Arme fest und beschimpft mich als "hirnlose blöde Kuh". Ich hätte auf dem Fußgängerweg nichts zu suchen. Mein vorsichtiger Hinweis, dass der Radweg gesperrt sei, verhallt in ihrer Schimpftirade. So bleibt mir nur, die "Dame" abzuschütteln und schnell das Weite zu suchen. Ihr armer Mann!
      Hexen, Drachen, Furien... ein bewegter Tag, der seinen würdigen Ausklang im Unkeler Biergarten direkt am Rhein findet.
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      Liebe Susanne, da hast du ja noch richtig Abenteuer gehabt gestern 😅. Wir sind froh, dass du gut dein Ziel erreicht hast🚴‍♀️. Und noch ganz glücklich, dass wir dich kennen lernen durften! ☀️ Es war so schön, den Tag mit dir zu „erschwingen“ 🍃🌺🪵💦🌊 Gute Reise! [Inke]

      5/22/22Reply
      Traveler

      Liebe Inke, danke für die lieben Worte. Es war wunderschön mit euch und eine ganz besondere Begegnung mit tollen Frauen. 😊

      5/22/22Reply
      Traveler

      In dem Weinberg "Zum Drachenloch" unterhalb des Drachenfelsens habe ich oft übernachtet, so lange ich die Baustelle in Bonn betreut habe. 😊

      5/22/22Reply
       
    • Day4

      Regen ist auch nur flüssige Sonne

      April 5 in Germany ⋅ 🌧 10 °C

      Auch heute morgen hat sich der Regen gegen Klara durchgesetzt. Weil ich aber, warum auch immer, keine Lust auf Frühstück direkt nach dem Aufstehen hatte, hab ich mich halt auf die Socken gemacht in der Hoffnung zu späterer Stunde ein Plätzchen zum Frühstücken zu finden. Nun, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu Letzt... Aber sie stirbt. Bis Unkel ist mir keine brauchbare Stelle begegnet wo man Mal sitzen und dabei trocken bleiben konnte. Wenn man hungrig, durstig und leicht am frieren ist, dann wird selbst aus einer Tankstelle ein Fünf-Sterne-Salon. Quasi in Wurfweite zum Rheinsteig sah ich die Leuchtreklame. Und im Grunde genommen muss auch meine Maschine Mal nachtanken. Also Frühstück auf der Tanke. Hat auch irgendwie etwas und passt auch ein wenig ins Vagabunden Klischee.

      Der Regen hat mir heute zwar das ein oder andere Mal echt zu schaffen gemacht. Dafür war der Weg um so geiler. Zwischen den einzelnen Anstiegen und Abstiegen waren genug lange Ebene Abschnitte die mir,als jemand der die Norddeutsche Tiefebene gewohnt ist, sehr entgegen kamen. Und dazu dann noch gefühlt hinter jedem Anstieg ein sagenhafter Blick über den Rhein. Dafür lohnt sich die Kletterei allemal.

      Aber Regen und die Tatsache dass ich unter der Woche Anfang April unterwegs bin haben mir eine vollkommen menschenleere Erpeler Lay beschert. Klar, Pause machen und Mittag essen war nicht drin, mir war das zu nass und zu kalt so ohne Bewegung da oben. Die Gaststätte wäre zwar ne Option gewesen aber irgendwie hatte ich keine Lust sondern wollte einfach nur weiter.

      Irgendwann bin ich dann in Linz eingelaufen. Und dankbarer Weise direkt über nen Edeka gestolpert. Also schnell noch nen Happen Pappen eingesammelt und für genügend Wasser gesorgt und weiter geht die wilde Fahrt. Unabhängig von den guten Versorgungspunkten ist Linz wirklich ein hübsches Städtchen. Ich hoffe die Zimmerleute nehme ihr Handwerk ernst und erhalten uns das ganze Fachwerk.

      Ein kurzer Blick auf die Karten vom Soulboy, den Wetterbericht und das Wohlbefinden meiner Füsse hat ergeben dass ich heute Nacht wohl in der Grillhütte am Sportplatz Dattenberg bleiben werde. Ich bin hier zwar schon um 16 Uhr eingelaufen aber die realistische Einschätzung wie weit ich in den nächsten zwei Stunden kommen werde haben mir gezeigt dass diese Hütte die beste Wahl für heute Nacht ist. Außerdem hab ich meine mir selbst gesetzte Tagesleistung von 20 km damit zielgenau erreicht. Alles weitere wäre dann noch die Kür. Und wir wissen ja alle, dass ein gutes Pferd nicht höher springt als es muss.

      Wer bis hierhin mitgelesen hat muss sich jetzt denken "Hä, hat der kein Mittag gehabt?". Nope. Mittag war nicht drin. Gastro hatte ich heute irgendwie keinen Bock (außer halt die Tanke) und unterwegs war einfach kein gutes Plätzchen zu finden. Zu welchen Leistungen der Regen einen antreiben kann. Dafür bin ich eben über meinen Brotbeutel hergefallen wie eine Horde ausgehungerter Piraten. Jetzt hab ich echt ne lange Pause bis morgen vor mir, ich denke dass wird mir gut tun. Zumal für morgen Sonne angesagt ist. Wollen wir Mal sehen. Der Regen hat sich jedenfalls schonmal wieder gelegt.

      Alles im allen war der Tag heute um Längen geiler als gestern. Danke nochmal an alle die mir gestern Abend den ein oder anderen aufmunternden Kommentar da gelassen haben. Abzüge in der B-Note bekommt der Tag nur wegen dem Regen. Nachher Mal gucken ob ich schon Schwimmhäute zwischen den Zehen habe. Kiemen habe ich bisher zum Glück noch keine entwickelt.
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      Traveler

      Grillhütte Dattenberg Sportplatz! Da bist du ja an historischer Stätte, hier hat doch mal ein Pizza Massaker statt gefunden!😁👍

      4/5/22Reply
      Traveler

      ich hörte davon. die wenigen Pappkameraden, welche die unschuldigen Pizzen zur Unterstützung dabei hatten, wurden doch anschließend auf dem Scheiterhaufen verbrannt...

      4/5/22Reply
      Traveler

      Ich war nicht dabei, aber ich glaube einige Zeitzeugen von damals leben noch!😂

      4/5/22Reply
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    • Day22

      Erpel bis Rheinbrohl

      May 22, 2021 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

      Gestern Abend kam es noch zu einem extremen Wolkenbruch (siehe Video 1)🌧, zum Glück konnte ich mich hinter einem Stromkasten verstecken und ca 5 min später sah es dann auf einmal wieder aus wie in Video 2. Danach strahlte die Sonne noch einmal besonders kräftig☀️ (Bild 1 und 2). Da es aber Nachts wieder zu ähnlichen Phänomenen kommen sollte konnte ich Dank ein paar Feuerwehrleuten in Orsberg unter dem Vordach eines Junggesellenvereins übernachten können 🧑‍🚒(Bild 4) und habe noch dazu ein Bier ausgegeben bekommen.
      Leider habe ich entdeckt, dass mein Rucksack auf Grund eines spitzen Gegenstands ein Loch bekommen hat, welches ich nun versucht habe erstmal mit Zahnseide zu flicken (Bild 5 und 6). In Linz habe ich fast direkt auf dem Weg eine Post Filiale entdeckt und die Möglichkeit genutzt, um mich schweren Herzens von ein paar Sachen zu trennen 🤔 (Bild 9), darunter Fließmütze und Handschuhe, Warnweste, Messer, GPS-Uhr, Topfdeckel, ein paar Heringe, eine Alu-Tasse, ein Handtuch, eine Sonnenbrille und jede Menge Kleinkram. Danach war mein Rucksack so leicht wie schon lange nicht mehr. Doch in Bad Hönningen habe ich mich dann mit 4,5 Liter Wasser eingedeckt auf Grund des Pfingstwochenendes😅. Damit ist die Gewichtsersparnis vorerst wieder dahin. Auf Grund der heftig reinbrechenden Schauer mit starken Sturmböen habe ich mich entschieden auch diese Nacht unter einer Überdachung in einer Schutzhütte zu übernachten😴.
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      Traveler

      tolles Foto

      5/22/21Reply
      Traveler

      Mit NST-Logo👍

      5/22/21Reply
      SOULTRAILS

      So soll es sein...👍

      5/22/21Reply
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    • Day21

      Von Bad Honnef nach Erpel

      May 21, 2021 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

      Heute Morgen konnte ich mich im Ohbach wieder ausführlich waschen und bin dann Richtung Bad Honnef zum nächsten Supermarkt gelaufen👣 Das hat schonmal gefühlt eine halbe Ewigkeit gedauert. Direkt nach dem Supermarkt habe ich mir einen Salat, eine Laugenstange und einen Donut hinter gehauen, um wenigstens das nicht mitschleppen zu müssen🍩 Dennoch ist mein Rucksack mit der neuen Verpflegung und dem Wasser unglaublich schwer und es geht zunächst nur Bergauf🥵. Erst 14 Uhr bin ich wieder auf dem Trail angekommen. In meinem Kopf gehe ich schon die ganze Zeit durch was ich spätestens in Koblenz nach Hause schicken werde. Bis dahin ist ein Wanderstock mein neuer treuer Begleiter. Vorhin bin ich ein weiteres Mal versehentlich vom Weg abgekommen, aber via App konnte ich mich problemlos zurück navigieren🧭 Nachdem ich zwei Stunden lang durchgepowert habe, halte ich gerade meine Füße in den Breitbach und genieße die Idylle😊 Aber einiges liegt heute noch vor mir☝Read more

      Traveler

      Lecker, Nudeln schlürfen.

      5/21/21Reply
      Traveler

      lustige Naturbilder....

      5/21/21Reply
      Traveler

      Italienisch oder chinesisch?

      5/21/21Reply
      Traveler

      chinesisch😅

      5/21/21Reply
      Traveler

      Schööön.

      5/21/21Reply
       
    • Day1

      Die Brücke von Remagen

      August 17 in Germany ⋅ ⛅ 24 °C

      ... ein Monument für Frieden und Freiheit.

      Nach einem Abstecher zu unserer Tochter in Jülich und Powerknuddeln mit unseren Grandkids sind wir heute bis Remagen gefahren. Der Stellplatz liegt direkt am Rhein, ca. 150m entfernt von der Brücke von Remagen, oder was davon noch übrig ist.

      Im 2. Weltkrieg erlangte sie ihre bis heute andauernde Berühmtheit, als am 7. März 1945 Soldaten der 9. US-Panzer-Division die Ludendorffbrücke völlig unerwartet unzerstört einnehmen konnten. Auf deutscher Seite war die vorbereitete Sprengung fehlgeschlagen. Dieses „Wunder von Remagen“ soll General Eisenhower mit dem Ausruf „Die Brücke ist ihr Gewicht in Gold wert“ kommentiert haben.

      Der Stellplatz liegt direkt neben einem Campingplatz, ist recht großzügig bemessen, und wir können stehenbleiben, ohne abzuhängen.

      Morgen geht's weiter.
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    • Day8

      Cruising the Rhine

      June 17, 2016 in Germany ⋅ ⛅ 12 °C

      The very brisk morning started before breakfast listening to the Cruise Director explaining the fact and fiction of the many castles and townships along the Rhine River. This area of the Rhine is known as the Upper Middle Rhine Valley. It is a 65 kilometre stretch featuring dotted castles and villages that composers, painters and poets considered the embodiment of an ideal romantic spirit.Read more

    You might also know this place by the following names:

    Erpeler Ley

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