Germany
Gemünden a.Main

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15 travelers at this place

  • Day13

    Gemünden am Main

    August 13, 2019 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir haben die Fulda heute verlassen und sind nach einigen Höhenmetern (bis auf 500m) ins Sinntal gefahren. Einige Teilstrecken führten direkt entlang von Landstraßen (z.T. ohne Radweg😏). Der spätere Verlauf im Sinntal durch Unter-/Mittel-/Ober- und Burgsinn war dann doch wieder angenehm zu fahren. Angekommen in Gemünden am Main ging die Zimmersuche los. Wir hatten nix vorreserviert und haben letztendlich in Wernfeld eine bleibe gefunden.Read more

  • Day300

    Start nach Bettingen

    June 2, 2020 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Um 5 Uhr war Aufstehen angesagt. Alles noch mal kontrollieren und dann das Schiff klarmachen für die Abfahrt. Es ist noch relativ kühl, trotzdem habe ich nur T-Shirt und kurze Hose an. Es soll aber sehr warm werden heute. Kann ich ja wohl auch erwarten, wenn ich schon wieder losfahre. 😉
    Der Main gefällt mir sehr, er fließt durch traumhaft schöne Landschaften. Es macht wirklich Spaß hier zu fahren, auch wenn ich mir ein paar mehr Liegestellen für Sortboote wünschen würde, denn die sind hier sehr rar und an den Schleusen zu übernachten ist nicht besonders prickelnd. Aber es gibt hier schöne kleine verträumte Orte mit engen Gassen und Kopfsteinpflaster, dazu romantische Biergärten, in denen man aber auch sehr guten Wein aus der Region genießen kann. Das hat mir die Zeit in Miltenberg gezeigt. Vorher ist mir das überhaupt nicht so aufgefallen, wahrscheinlich wegen der Umstände durch Corona und dann noch der Stress wegen der defekten Seewasserpumpe.
    Allerdings hat dieses Sushi Lokal in den ganzen 2 Wochen nicht offen gehabt..........so bin ich leider nicht zu meinem geliebten Sushi gekommen.
    Und dann fahre ich auf die Schleuse Freudenberg zu. Das wird meine erste Schleuse als Einhandsegler. Meine Nervosität steigt, schnell den Funkspruch absetzen, den Schleusenmeistern einen guten Morgen wünschen und dass ich bitte zu Berg geschleust werden möchte. Die Antwort kommt prompt und ich darf gleich mit rein hinter dem Berufsschiffer. Hatte noch gehofft, dass ich die erste allein machen kann, aber gut, man kann nicht alles haben. Also schön langsam hinter dem her, schauen wann er stoppt und gleichzeitig die Leiter anpeilen, die meine werden soll. Aufstoppen und raus aus der Plicht mit dem Schleusenhaken in der Hand. Einhaken in die Leiter und das Seil greifen und um den Poller legen. Jetzt hab ich das Schiff sozusagen am Zügel. Es klappt alles wunderbar, auch das Umsetzen von Poller zu Poller. Und schon sind wir oben und können rausfahren. Während ich hinter dem großen Pott herzuckele, merke ich wie nassgeschwitzt ich bin. War doch ganz schön aufregend und anstrengend...... Aber ein kleines bisschen stolz bin ich auch, dass alles reibungslos gelaufen ist.
    Und weiter geht es in atemberaubender Geschwindigkeit von 9 bis 10 Stundenkilometern durch die grüne Landschaft.
    Das Schöne ist, man fährt hier fast allein, ab und zu ein Angler rechts oder links und hier und da mal ein kleines Sportboot, das ebenfalls gemütlich dahinfährt. Ich fühle mich wie im Urlaub.......nur schöner.........denn ich habe ja Dauerurlaub.
    Schon kommt die Schleuse Faulbach und mein Herzklopfen steigt wieder. Wieder kann ich sofort mit einem Berufsschiff einfahren und es klappt erneut alles ohne Probleme.
    Nach einer kurzen Fahrt kommt dann die 3. Schleuse, Eichel. Der Schleusenmeister meint, ich müsse ca eine halbe Stunde warten, dann käme ein Schiff und mit dem könne ich rein. Prima, es gibt nirgends eine Möglichkeit zum Festmachen für Sportboote. Also fahre ich langsam etwa 500 Meter zurück, drehe um und tuckere wieder in Richtung Schleuse und da kommt schon der dicke Pott, ein Schubverband. Hoffentlich bleibt genug Platz hinter dem. Da höre ich den Schleusenmeister wie er dem Käpten erzählt, er solle weit vorfahren, denn das Sportboot soll noch mit rein. Der grummelt etwas,was ich nicht verstehe, aber hoffe, dass er sich dran hält. Aber alles ist gut, nur ich penne ein wenig, denn ich stoppe nicht vollständig auf, so muss ich an der Leiter die Black Mermaid festhalten und zum stehen bringen. Letztlich geht alles gut und ich gehe auf die letzten 7 Kilometer bis Bettingen.
    Kurz vor der Einfahrt zum Hafen telefoniere ich mit Steffen Lell, aber er ist nicht da, aber ich könnte eine der 3 Boxen nehmen, die halt passt. Also tuckere ich sehr sehr langsam durch die Einfahrt und schaue ständig auf das Log, aber es zeigt mir bis zum Schluss noch 20 cm an. Als ich zwischen die Poller fahre, kommt eine junge Frau und hilft mir beim Anlegen. Wie sich herausstellt Steffens Frau Jasmin. Beide sind noch jung, sehr freundlich und wahnsinnig hilfsbereit. So viel zu den Meckerern, die immer behaupten, die Jugend denke nur an sich selbst. Ich mache unterwegs ganz andere Erfahrungen, das habe ich ja auch an Nico und Kathrin schon festgestellt.
    Jasmin erklärt mir ein wenig wie es hier im Hafen abläuft und ich hole mir die Papiere für das Einklarieren, kontrolliere den Motor, hänge das Schiff an den Landstrom und gehe D U S C H E N. Ist das herrlich, nach 14 Tagen mal wieder das herrliche warme Wasser auf dem Körper zu spüren. Später am Abend frage ich Jasmin ob ich nicht schon etwas gerochen hätte........ich glaube, sie sagte aus Höflichkeit, nein überhaupt nicht. 😉🤣😂
    Danach zeigt mir Jasmins Tochter den Weg zu dem kleinen Laden am Campingplatz und ich kaufe 6 Anleger (6 er Pack Bier). Jasmin möchte noch keins, sondern erst später. Also mache ich mir etwas zu essen und trinke mein Anleger. Es schmeckt fantastisch und ich freue mich, dass alles so gut gelaufen ist.
    Später kommen noch Hans, Jasmins Vater, der mir auf Anhieb sympathisch ist und dann auch Steffen. Leider muss Hans wieder nach Hause, aber ich habe ihn eingeladen, mich mal zu besuchen und ein Stück mit zu fahren.
    Als Jasmin zurückkehrt, setzen wir 3 uns gemütlich auf ihr Schiff, trinken gemeinsam noch ein Anleger und unterhalten uns relativ lange. Ich hatte mich inzwischen doch entschieden, wegen des bevorstehenden Unwetters, noch eine Etappe weiter zu fahren.
    Wieder einmal habe ich fantastische Menschen in einem schönen Hafen kennengelernt und ich gebe zu, es fällt mir schwer, nicht länger zu bleiben. Vielen Dank jedenfalls Jasmin und Steffen und natürlich auch an eure Tochter und an Hans für eure Herzlichkeit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ich hoffe, wir sehen uns mal wieder.
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You might also know this place by the following names:

Gemünden a.Main, Gemuenden a.Main

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