Germany
Karlsdorf-Neuthard

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6 travelers at this place

  • Day30

    New vocabulary

    April 15 in Germany ⋅ ☀️ 0 °C

    Herdenimmunität, Letalitätsrate, Manifestationsindex, Exit-Strategie, Shutdown, Lockdown, Social Distancing - die Pandemie erweitert unseren Wortschatz mit völlig neuen Begriffen!

    Letzterer, bestimmt derzeit unser aller Tun und Handeln in der Öffentlichkeit. Ein Merkmal der deutschen Mentalität, kommt uns aber jetzt in der Pandemie zugute - wir halten uns weitestgehend an Regeln und Gesetze!

    Sicherlich sind immer wieder Sturrköpfe unterwegs, die bewußt provozieren wollen, oder sich weiterhin ohne Rücksicht auf ihre Mitmenschen einfach so benehmen, wie sie es schon immer tun - die bereits in vergangenen Posts mehrfach erwähnten Sozialzombies.

    Mein fast täglicher Spaziergang, führt auf halber Strecke am Werksgelände der Firma SEW in Graben vorbei. Die gestrige Mittagspause, haben bei schönem Wetter einige Arbeiter im Freien verbracht. Social Distancing as it's best - ein Bild das für sich spricht!

    Tag 30: Home Jail & Home Gym

    Auch so Wörter, die zumindest bei mir, Anfang letzten Monats noch nicht im alltäglichen Wortschatz vorhanden waren.

    Der erste Corona-Monat ist vorbei! Wir alle haben in den letzten vier Wochen mehr Veränderungen erlebt, als normalerweise in vier Jahren - was für turbulente Zeiten!

    Seit eben dieser Zeit, befinde auch ich mich im Home Jail. Gute und weniger gute Tage wechseln sich ab - Strukturen helfen mir, die Zeit zu meistern. Einer dieser täglichen Programmpunkte ist ein mindestens zweistündiges Workout. Training mit diversen Widerstandsbändern, dem eigenen Körpergewicht, oder verschiedene Übungen auf der Fitnessmatte, ersetzen bis auf Weiteres das Workout mit den vertrauten Geräten und Hanteln.

    Mit meinem Fitness-Buddy Ivo, stehe ich regelmäßig in Kontakt. Auch er trainiert mit den Widerstandsbändern, genauso wie Jessi. Wir alle hoffen, mittelfristig wieder ins Studio zu können. Das Workout im Home Gym hilft uns dabei, in der Zukunft das Training gefühlt nicht bei Null, sondern vielleicht bei 50 Prozent Leistung wieder aufzunehmen.

    Anbei noch ein Video von Ivo das zeigt, wie effektiv Training daheim ist - der Mann kann Leute kennen! Mit der jungen Dame sollte man(n) sich besser nicht anlegen!

    Für nächste Woche habe ich einige Aufträge und darf halbtags arbeiten - gut so! Das bringt zusätzliche Strukturen und auch ein bisschen Normalität in den "Gefängnis-Alltag".

    Bei viel Sonnenschein breche ich gegen Mittag mal wieder zur Corona-Runde auf. Zurück in Neuthard fällt mir am Hoftor von Spargelbauer Heneka ein Schild auf. Die Spargelernte fällt auf Grund der aktuellen Situation dieses Jahr aus - das gab's sicher noch nie!
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  • Day41

    The "Big swimming trunks - round"

    April 26 in Germany ⋅ ☀️ 5 °C

    Neuthard - am Pfinzkanal ( rechte Schulter ) Richtung Spöck - weiter Richtung Büchenau - am Ortsausgang rechts nach Staffort - Rundgang um den Staffort See - zurück nach Spöck ( an der Heglach entlang ) - Richtung Spöcker See - dann die Corona-Runde Richtung Graben über den Sieben-Erlen-See zurück nach Neuthard.

    Für die abwechslungsreiche, rund 25 Kilometer lange Runde, sollten auf jedenfall sechs Stunden eingeplant werden - hätten wir schon Ende Mai und keine Pandemie, dann mindestens neun Stunden. Sollten in naher Zukunft die drei Baggerseen wieder zugänglich sein, sind Schwimmpausen ein Muß. Nicht zu vergessen der glasklare Bach Heglach, der mich gestern richtig begeistert hat.

    Gleiches ( Pausen ) gilt auch für diverse Cafés, Gartenwirtschaften, Hofläden und Eisdielen auf der Strecke - wenn diese nach weiteren Lockerungen wieder alle geöffnet sind, wird aus der "Großen-Badehosen-Runde" ganz locker ein Tagestrip.

    Unbedingt zum Nachlaufen empfohlen - am Besten vormittags und azyklisch zu den Fahrradfahrern besser nicht am Wochenende. Meine Meinung zu diesen "Freizeitrowdies" ist ja mittlerweile bekannt!
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  • Day63

    Bye bye & stay healthy

    May 18 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Corona hat uns allen große Veränderungen gebracht - gerade erst, beginnt die neue Normalität.

    Das ist mein letzter Footprint zu dieser ungewöhnlichen Reise - nach zwei Monaten! Vielen Dank für euer großes Interesse und, daß ihr meine Emotionen und meinen Sarkasmus geteilt habt.

    Bis zur nächsten "richtigen" Reise, die hoffentlich irgendwann wieder kommt, Gesundheit und Bonität vorausgesetzt und İnşallah natürlich!

    Seit gut zu einander, bleibt gesund und unternehmungslustig - liebe Grüße von Klaus.
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  • Day8

    Sleeping people

    March 24 in Germany ⋅ ☀️ 0 °C

    Neuthard, 8.00 Uhr - heute! Die Rollläden bei den meisten Nachbarn sind noch unten - im Augenblick fast kein Aktionismus auf den Straßen, wie an einem Sonntag! Normalerweise würden sich die Kinder bereits in der ersten Schulstunde befinden, die Meisten schon lange auf dem Weg zur Arbeit sein!

    Aber es sind ja keine normalen Zeiten! Also schlafen die Menschen einfach noch - wenn gerade eins im Überfluss vorhanden ist, dann ist das wohl Zeit!

    Apropos Zeit! Das Top-Thema des heutigen Tages ist: "Zeitumstellung ohne Mini-Jetleg" - welche Pappnase denkt sich eigentlich diesen Blödsinn aus? Als wenn das gerade irgendwen ernsthaft interessieren würde!

    "Linus, mein kleiner Prinz, nachher kannst du aber nicht so lange Aufbleiben - heute Nacht ist böse Zeitumstellung, da fehlt dir die Stunde Schlaf, wenn du morgen mit Torben, Paul, Moritz und Emma in der Hüpfburg toben willst"!

    Oh, wie schön ( diesmal ernsthaft gemeint )! Gerade fahren die städtischen Landschaftspfleger mit Rasenmäher und Gartengeräte in die Sebastianallee ein - das läuft in Neuthard! Strukturen sind wichtig in diesen Zeiten!

    Nachtrag:

    8.45 Uhr - da war ich wohl etwas zu kühn mit meiner Behauptung das noch alle schlafen. Gerade wird munter die Hüpfburg bei meinem Nachbarn gestürmt! Die meistens recht verhaltensauffälligen Brüder, turnen sich mit den ersten Sidekicks schon mal ein. Kinder sind einfach was schönes, nur viele müssen es sein!

    Vielleicht übertönt das fröhliche Geschrei später den Schlagbohrhammer zwei Häuser weiter - ein anderer Nachbar hat als sinnvollen Zeitvertreib die Kernsanierung seines Hauses entdeckt! Manchmal prüft uns der Herr schwer!

    Tag 8: Dies und das

    4 Stunden Arbeit, 2 Stunden Home-Gym, 1 Stunde für Bank- und Asia Shop-Besuch, 0,5 Stunden Wohnungsputz - irgendwie verfließt die Zeit dann doch! Auf der Fahrt von der Bank nach Hause hat SEW in Bruchsal gerade Schichtwechsel. Die Menschen strömen in Massen Richtung Parkhaus - und wo ist der Sicherheitsabstand? Kein Kommentar!

    Während ich mich mit meiner Krankenkasse in Verbindung setze ( es gilt die Beiträge an die neue Situation anzupassen ), scheppert mein Smartphone. Ivo schickt mir ein Video - offensichtlich haben die Menschen im Großraum Zagreb noch ganz andere Probleme. Der Kurzfilm zeigt, das die Erde dort immer noch in Bewegung ist - anscheinend gab es über 50 Nachbeben in der Region!
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  • Day150

    On the "Napoleon-Steig"

    September 21, 2019 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Früher hat man sich Obst, Nüsse, Stulle und Wasser in den Rucksack gepackt - und dann ging's zum Wandern, fertig! Beobachtet man heute die Wanderer, sind selbige oft deutlich besser ausgerüstet, als so mancher Bundeswehrsoldat am Hindukusch!

    Permanent so scheint es, schwebt das Damoklesschwert der Unterzuckerung über dem Vitalwanderer ( heute wird nicht einfach durch den Wald gelatscht, es wird Vitalgewandert ) - Hightech Energieriegel aussem Reformhaus müssen jetzt her! Selbstredend, daß da gefühlt alle 500 Meter sämtliche ( so weit es die mitgeführte Technik eben ermöglicht ) körpereigenen Vitalfunktionen gecheckt werden müssen - nicht leise so ganz für sich, sondern laut vor sich her schnatternd, so daß es der halbe Wald hören darf und sowieso alle, die das "Glück" haben, sich im Umkreis von 500 Metern zu befinden. Selbstverständlich, dreht sich dann das angeregte, konstruktive Gespräch mit dem ebenfalls digitalisierten Vitalkameraden beim ersten Recovern nach einer halben Stunde Laufaktion auf 400 Höhenmetern, über Blutdruck, Herzrythmus etc. - natürlich auch über die Durchschnittgeschwindigkeit der zurückgelegten Strecke..... unter anderem versteht sich! Man prostet sich nicht mit Wasser, sondern mit isotonischen Getränken zu und feiert die innovative "Überlebenstechnik" ! Willkommen im Dahner Felsenland - für den ein oder anderen offensichtlich schon vergleichbar mit dem Mount Everest Base Camp!

    Der Spaß beim Wandern, sowie die Natur per se, geraten wohl bei einigen der digitalisierten Waldgeister leicht in den Hintergrund! Aber....., es gibt da ja eine Gegenbewegung! Leider mindestens genauso bescheuert - dazu demnächst mehr!

    Der sonnige Herbsttag hat mich abermals zum Wandern ( ja sorry, ich wandere leider nur ) in die Pfalz gelockt - heute wartet der "Napoleon-Steig" in Bruchweiler-Bärenbach auf mich.

    Und, es war richtig schön! Infos über den 12 Kilometer langen Weg gibt's im Netz genug und die nachfolgenden Bilder sprechen eh für sich! Übrigens, die für diesen Trail veranschlagten 5 Stunden, sind definitiv zu viel - in 3,5 Stunden ist der "Napoleon-Steig" locker zu schaffen!
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  • Day150

    Forest bathing & Tree hugging!

    September 21, 2019 in Germany ⋅ ☀️ 24 °C

    Loriot wurde einmal in einem TV-Interview gefragt, woher er denn die Ideen für seine Sketche nimmt. "Das ist einfach das wahre Leben und ich beobachte nur" war sinngemäß seine Antwort! Und da das wahre Leben mit Abstand die besten Geschichten schreibt, ist Nachfolgendes auch nicht wirklich verwunderlich, obwohl es sich doch sehr schräg liest!

    Bezeichnend für unsere "moderne" Wohlstands-Gesellschaft ist ja unter anderem die Tatsache, daß immer mehr Menschen verlernen, zielführend miteinander umzugehen, sich zu sozialisieren oder einfach nur miteinander zu sprechen. Es ist ja auch sooo bequem, beispielsweise einfach nur eine WhatsApp zu schreiben! Welch ein Luxus, auf die Antwort warten zu können, sich in aller Ruhe zu überlegen was man wiederum selbst darauf antwortet usw., anstatt sich in ein im ungünstigsten Fall, persönliches Gespräch zu begeben und dann dort in Realzeit eine richtige Unterhaltung führen zu müssen. Nur ein kleines Beispiel dafür, daß ganz offensichtlich grundelementares Miteinander immer mehr verloren geht und die einfachsten Dinge durch z.B Lebensberater ( wie formuliert man(n) das eigentlich Gender freundlich? ) neu erlernt werden müssen. Viele Menschen lieben es ganz offensichtlich an die Hand genommen zu werden, da sie leider nicht mehr in der Lage sind, ihren Alltag zu managen!

    Und so erfinden immer wieder sogenannte "Life Coaches" das Rad des Lebens neu, verpacken die einfachsten Dinge überhaupt, in ein innovatives Kostüm und geben ihnen dann "zeitgemäße" fancy Namen! Passend zu meinem letzten Footprint fallen mir da "Waldbaden", "Tree Hugging" und die "Rise up & Shine Uni" ein - Vorhang auf, für den ultimativen Schwachsinn!

    Den Begriff "Waldbaden" hat sich nicht etwa ein findiger Werbestratege ausgedacht - es ist die sehr freie Übersetzung des japanischen "Shinrin Yoku", was wohl soviel bedeutet wie "Im Wald sein", oder sinngemäß "Ein Bad im Wald nehmen" ( Quelle ist natürlich das www. )! Inhaltlich ist dieser "Trend" absolut vertretbar - im Wesentlichen geht's um "einfach mal in Ruhe durch den Wald laufen, die Klappe dabei halten und mit allen Sinnen das Ganze genießen“, so!

    Könnte man ja eigentlich auch für sich alleine machen, oder? Das wäre aber wenig innovativ, interessiert leider niemand auf Instagram, kostet nix und was nix kostet, taugt ja auch nix! Deshalb gibt's beispielsweise im Hochschwarzwald tatsächlich geführtes, professionelles Waldbaden! Der halbe Tag kostet richtig Geld und die erwartungsvolle Gruppe ( wo bleibt da die Ruhe? ) schwebt einem vergeistigten Wald-Öhi hinterher, der am Anfang der Excursion mit "Jetzt erstmal alle die Schuhe aus", blankes Entsetzen in die Augen seiner "Teilzeit-Jünger" zaubert. "Auch die Socken?" frägt eine Kursteilnehmerin mit zitternder Stimme! "Natürlich", antwortet der Leitwolf bestimmt, "wir wollen ja den direkten Kontakt zu Mutter Erde"!

    Es geht barfuß über Stock und Stein und..... auch mal Tannennadeln! "Uiiii....., das tut ja richtig weh", schallt es aus der Gruppe! Der Öhi ist darauf natürlich vorbereitet und beruhigt mit einer beschwichtigenden Handbewegung "Keine Angst, das wird schon - deine Füße gewöhnen sich schnell an Mutter Erde. Sie nährt und beschützt uns"! Schnell noch etwas Lob und Anerkennung für das bisher Geleistete.... "Du machst das total toll" und schon geht's weiter durch den Wald. Nahtlos folgt ein "Highlight" dem anderen - mit nackten Füßen durch feuchtes Moos ist ja schon der Wahnsinn ( Handys werden gezückt und die Mauken fotografiert ), aber dann..... barfuß durch Pfützen und dabei den Schlamm durch die Zehen quetschen, Wow! Pures Entzücken in den Augen der Jünger und ein Gekichere wie in einer Gruppe 12 jähriger Mädels - Kindheitserinnerungen werden war, was für ein Tag! Wohlwollendes, verständnisvolles Nicken vom Wurzelsepp - "Er versteht uns ja so gut" flüstert sich das Pärchen jenseits der Fünfzig" seelig zu - eine total tolle Wanderung! Mal ehrlich Leute....., und dafür zahlt ihr Geld wie Hulle?

    Waldbaden wird übrigens auch mit "Tree Hugging" angeboten - noch besser! Liest man im Netz über das Ganze nach, soll einen das Umarmen von Bäumen Frieden, Energie und den direkten Kontakt mit "Mutter Erde" bringen - wieder einmal! Jetzt mag der unerfahrene Vergeistigte vielleicht denken, er latscht einfach mal so durch den Wald, umarmt einen Baum und gut ist! Nein....., weit gefehlt - auch hier gibt das www. wertvolle Tipps! Meine Favoriten :

    Bäume sind prima Zuhörer - Spreche mit den Bäumen, oder versuche es mit Telepathie - Umarme nicht nur einen Baum, denn Bäume können eifersüchtig werden!

    Übrigens, habt keine Angst davor, daß ihr euch vielleicht vor anderen Waldbesuchern oder gar dem Wald selbst zum Obst macht - Bäume wollen umarmt werden, weiß das www.... na dann! Und....., nicht leichtfertig mit einer Baumfreundschaft umgehen, es ist ein Bund fürs Leben! Zumindest solange, bis man halt mit dem Rollator nicht mehr zu seinem Kumpel kommt, oder die Kettensäge eines übermotivierten Waldarbeiters das innige Miteinander vorzeitig beendet!

    Auch die "Rise up and shine Uni" erfreut sich zunehmender Beliebtheit. So ganz genau bin ich noch nicht dahinter gekommen was das soll, aber.... in selbigen, gerne auch mehrtägigen Kursen ( werden übrigens u.a auch im Wald angeboten ) wird fröhlich meditiert, der Life Coach des Vertrauens verteilt Aufgaben und kreiert "Challenges" aus denen dann die Teilnehmer, im günstigsten Falle, wohl gestärkt wie ein Phönix aus der Asche wieder ins Leben zurück kehren..... umgeben von einer strahlenden, positiven Aura - auch total toll! Fehlt bloß noch, daß dabei eine traditionelle Kakaozeremonie mit ins Spiel kommt! Ihr wißt nicht was das ist? Schaut mal bei Google rein - das ist eindeutig für die Fortgeschrittenen, mit Schamanen usw...... unglaublich, was es so alles gibt!

    Anmerkungen des Bloggers: Bei den letzteren Kursen unbedingt darauf achten, daß in der Nähe des Waldes kein Kernkraftwerk steht - das "Leuchten" könnte eine völlig andere Ursache haben! Und..... Ampelanlagen und Parkuhren sind auch ganz wunderbare Zuhörer und lieben es ebenfalls umarmt zu werden 🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️!

    Nachtrag, 23. September:

    Meine Güte, es wird immer verrückter - habe heute entdeckt, daß es mittlerweile auch Qi-Walking gibt..... bald bin ich reif für die Klapse!

    Da wird locker, beschwingtes Rumlaufen mit Qi Gong-Elementen kombiniert - total toll für alles! Die Basis ist die "natürliche Bewegung des Gehens" - das Ganze ist dann wohl regenerierend, entspannend, Körper und Seele in Einklang bringend ( kann mein Duschbad vom DM übrigens auch ) und das Immunsystem stärkend ( endlich geht's auch ohne das überzuckerte Yakult ) 🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️!

    Unbedingt auf YouTube das 2:58 Minuten lange Video "QiGong-Walking" anschauen - Leute, geht doch einfach spazieren!
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  • Day1

    Back in the Middle Ages

    December 17, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 5 °C

    Es geht mal wieder nach Marokko - ich und mein Faible für den Orient :-)! Das Königreich war für mich bisher immer gleichbedeutend mit Marrakesch - heute fliege ich erstmalig nach Fés! Ein dank Ryanair und Booking.com, absolut vertretbares Weihnachtsgeschenk an mich selbst!

    Ich bin gespannt, in wie weit mir meine Marrakesch-Erfahrungen weiter helfen werden. Die über 1100 Jahre alte Medina von Fés, ist nicht mit der von Marrakesch vergleichbar, das wird schnell deutlich, wenn man sich im www. informiert.

    Auf einer Fläche von rund 400 Fußballfelder, ist es die größte Medina Nordafrikas. Seit 1981 UNESCO-Welterbe und mit über 9000 Gassen sicherlich wie das Labyrinth des Minotaurus - mittendrin, meine Unterkunft für die nächsten fünf Tage, das bestens bei Booking.com bewertete Hostel "El Blida".....wir werden sehen!

    Fés El Bali ( so der Name der ummauerten, autofreien Medina ) ist aber nur ein kleiner Teil der nordafrikanischen Millionenstadt. Ein Zeitsprung zurück ins Mittelalter erwartet mich - vielleicht ein wenig so, wie vor vier Jahren in der Altstadt von Jerusalem?

    Auf jedenfall ebenso voller historischer Sehenswürdigkeiten, authentischer Basare, chaotischem Alltagsgeschehen und der Garantie, sich permanent zu verlaufen! Google Maps offline habe ich vorsichtshalber runter geladen, danach jedoch gelesen, das die Hälfte der Gassen bisher überhaupt nicht aufgenommen wurden. GPS-Signale in der Medina erwarten zudem anscheinend nur hoffnungslose Optimisten - da wird wohl Geld in einen Stadtführer zu investieren sein!

    Der Start erfolgt mit einer halben Stunde Verspätung vom Airpark Baden - die Flugzeit wird heute voraussichtlich knapp über drei Stunden sein.

    Ob mein gestern übers Hostel gebuchter Transfer pünktlich ist? Mit 25 € übrigens gleichpreisig wie Hin- und Rückflug zusammen 🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️!
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  • Day3

    The distrust is much worse

    March 19 in Germany ⋅ ⛅ 9 °C

    Ich habe schlecht geschlafen - wie jeder andere auch, mache ich mir Sorgen und habe Existenzängste! Was aber, zumindest für mich, noch schlimmer ist..... das Virus hat bereits erfolgreich die Gedanken der Menschen infiltriert.

    Mißtrauen breitet sich langsam aber unaufhaltsam aus - selbst bei mir! Gestern bei meinem "Wandertag" habe ich ganz bewußt auf Abstand bei vorbeifahrenden Radlern geachtet, oder mich noch "rechtzeitig" vor einer städtischen Arbeitsgruppe in Büchenau auf die andere Straßenseite begeben - schließlich könnte jeder infiziert sein!

    Während ich das schreibe, läuft im Hintergrund Frank Sinatras "Young at heart" - der Text ist pure Motivation in dieser Zeit und ermahnt mich, daß der Geist unbedingt frei bleiben muss!

    Tag 3: Shutdown in Baden-Württ.

    Die gestrige Fernsehansprache von Frau Merkel machte noch einmal die ganze Dramaturgie der Lage deutlich. Da wurde zur Bekräftigung der getätigten Aussagen, unter anderem die Situation nach Ende des 2. Weltkrieges herangezogen - dem ich nichts mehr hinzuzufügen!

    Nun hat auch Baden-Württemberg seinen "Shutdown" - für mich schon jetzt das Wort des Jahre 2020! Zudem denkt unser Landesvater Winfried Kretschmann ganz offen über eine Ausgangssperre nach, sollte sich die Bevölkerung nicht an die neuen Regeln halten - auch dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

    Ich habe letzte Nacht viel wach gelegen und über meine berufliche Situation als Selbstständiger nachgedacht! Ein Stück weit greift bereits das neue Konzept das ich mir überlegt habe - Licht am Horizont?! Wenn es funktioniert, werde ich hoffentlich wirtschaftlich überleben, wenn auch mit finanziellen Einbußen!

    In wie weit sich das alleine Leben in dieser Zeit als nachteilig erweisen kann, hat sich mir die letzten Tagen bei einem geradezu lächerlichen Fall gezeigt.

    Vor zwei Wochen hatte ich eine Mini-OP am Rücken - verblieben ist eine 4 cm lange Naht! Leider komme ich, selbst bei größter Anstrengung, nicht an diese Stelle und kann mir somit den Faden auch nicht selbst ziehen.

    Ist ja wirklich keine große Sache - Nagelschere, Pinzette, 1 Minute Zeit! Ich habe nun diesbezüglich mehrere Menschen in meinem Umfeld um Hilfe gebeten - keiner hatte Lust, traute sich die Gefühltamputation nicht zu, oder was auch immer!

    Ja, ist schon klar: Infektionsrisiko + gefühlt schon Risikogruppe + eventuell fremde Körperflüssigkeit = ultimativer Supergau!

    Also was blieb mir anders übrig, als heute deshalb zum Hausarzt zu gehen! Im Telefonat davor, habe ich erst einmal einen ordentlichen Einlauf bekommen und bin dann irgendwie im Praxisalltag dazwischen geschoben worden!

    "So junger Mann ( ich bin 56 ), dann kommen se Mal ins Labor und machen sie sich obenrum frei" dirigiert mich am Vormittag die Arzthelferin in einen Raum. Eine Minute später, schaue ich mich in dem kleinen Labor um. Da liegen auf der Ablage vor mir doch tatsächlich Patientenmappen mit der Aufschrift "V. a. Corona" rum - na Klasse, genau so einer Situation wollte ich einfach nur aus dem Weg gehen 🙄!

    Ab Mittag bin ich wieder einige Stunden zu Fuß unterwegs - bei dem tollen Wetter und..... solange es noch geht!
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  • Day4

    Just stupid & unsocial

    March 20 in Germany ⋅ ⛅ 13 °C

    Während die Zahl der Infizierten weiter stark ansteigt und sich Deutschland kurz vor einer Ausgangssperre befindet ( eine Entscheidung darüber fällt wohl bis Übermorgen ), werden doch tatsächlich "Coronaparties" gefeiert und sich in vielen Städten weiterhin fröhlich in Gruppen sozialisiert!

    Beispielsweise letzten Sonntag im Schlosspark Schwetzingen, wo sich aus Ermangelung an Alternativen 7500 Menschen über den Tag verteilt aufgehalten haben - Unglaublich!

    Währenddessen läßt Ministerpräsident Winfried Kretschmann die sofortige Umsetzung einer Ausgangssperre in Baden-Württemberg prüfen und vorbereiten - gut so! Pure Dummheit und das assoziale Verhalten viel zu vieler Bürger, lassen wohl keine andere Einscheidung zu - ein Beispiel:

    Susi ist Optikerin und hat in Lauda ein Ladengeschäft. Glück im Unglück, sie darf in diesen Zeiten weiterhin öffnen und hat sich selbstverständlich auf die neuen Umstände mit einem aussagekräftigen Informationhinweis und einer Desinfektionmöglich für ihre Kunden darauf eingestellt.

    Bringt halt alles nichts, wenn bildungsferne Vollpfosten mit Erkältung das Geschäft betreten, am Hygienetischchen ( über das man förmlich stolpert ) vorbeischlendern und dann fröhlich in der Auslage rumfingern wollen.

    Susi konnte dies gerade noch verhindert und bat die erkältete Kundin ( übrigens per Selbstdiagnose Coronafrei ) das Geschäft in diesem Gesundheitszustand zu verlassen. Tat sie dann auch - völlig beleidigt natürlich! Kein weiterer Kommentar!

    Was ganz anderes: Liebe Grüße an Timo, Wolfgang, Horst, Susi und Conny aussem Fitti. Wenn ihr das lest und euch geht's gut, dann drückt bitte zum liken auf das Herz! Freue mich immer von euch zu "hören"!

    Tag 4: Verrückte Zeiten

    Neben den furchtbaren Nachrichten, die einfach nicht enden wollen, gibt es auch jede Menge verrückter News! Wer hätte noch vor einem Monat je geglaubt, das sich Menschen im Supermarkt derart wegen Toilettenpapier streiten, daß Notarzt und Polizei gerufen werden müssen. Oder fast noch besser, daß in geschlossenen Schulen eingebrochen wird, mit dem Ziel das gute Recycling-Papier und Desinfektionsmittel zu stehlen - andere Zeiten, andere Prioritäten!

    Jedenfalls werden wir alle nach dieser Pandemie zu ToiToi-Papier, Flüssigseife und Sagrotantüchern ein deutlich intimeres Verhältnis haben! Das Ganze erinnert mich sehr an meinen verstorbenen Vater, der aufgrund von Hungersnot während und nach dem 2. Weltkrieg, sich zeitlebens gefeiert hat, wenn er auf frischem Brot zentimeterdick Butter und Erdbeermarmelade stapeln konnte. Für uns Kinder waren diese Lebensmittel ja nie etwas Besonderes - wer weiß, vielleicht erzählen unsere Enkel einmal solche Geschichten über banale Hygieneartikel?!

    Mein neues Geschäftskonzept scheint Anklang zu finden - nächste Woche habe ich wieder etwas zu arbeiten, Allah'a şükür 🧿🧿🧿!

    Ansonsten war ich nachmittags erneut on Tour im Wald - das schöne Wetter und die vielleicht letzten freien Tage genießen!

    Bis jetzt sind wir alle Gesund - bleibt ihr es auch 🙏🙏🙏!
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  • Day5

    The next level.....

    March 21 in Germany ⋅ 🌧 4 °C

    Was war eigentlich heute vor nur einer Woche? Gefühlt war alles noch mehr oder weniger im Lot!

    Vormittags bin ich nach Bruchsal ins Training gefahren, habe danach Vorbereitungen fürs Abendessen getroffen, war Einkaufen!

    Susi kam fürs Wochende, wir gingen spazieren, haben einfach Zeit miteinander verbracht - ganz normaler Alltag!

    Und heute? Es hat sich nahezu alles geändert! Mittlerweile gibt es in Baden-Württemberg, neben vielen anderen Einschränkungen, auch ein Versammlungsverbot für mehr als drei Menschen in der Öffentlichkeit und der Landkreis Karlsruhe hat zudem seit gestern 00.00 Uhr noch weitere Begrenzungen hinzugefügt.

    Für die meisten Orte besteht jetzt ein Betretungsverbot! Nach Graben-Neudorf, wo ich gestern noch spazieren war, oder auch nach Bruchsal, darf ich jetzt ohne triftigen, genau definierten Grund nicht mehr gehen. Ein Song von Dinah Washington kommt mir in den Sinn.... "What a Diff'rence a day made"!

    Ich werde heute Nachmittag noch einmal nach Büchenau zum Penny fahren - wenn sich bis dahin nichts geändert hat!

    Einen ganz lieben Gruß an "mit-steurs-unterwegs" - schön, daß ihr euch mal "gemeldet" habt! Letztes Jahr habt ihr noch Abenteuer auf eurer Weltreise erlebt - heute beim Toilettenpapier kaufen im Discounter! Was für Zeiten - nach all dem Wahnsinn, müssen wir uns unbedingt mal treffen 💪💪💪!

    Tag 5: Distanz ist jetzt Liebe ❤️

    Nach der neuen Landeskreisverordnung, ist gefühlt der Stecker für den Großraum Karlsruhe gezogen worden. Weitere Geschäfte mussten schließlich, nur noch die wirklich für die Grundversorgung notwendigen Einzelhändler dürfen ab sofort öffnen.

    Der Einkauf beim Penny, war diesmal meilenweit entfernt von bummeln ( Insider ) - durchhetzen und nur schnell wieder raus!

    Kaum jemand schiebt noch einen Einkaufswagen vor sich her - nur nichts unnötiges anfassen! Leere Regale bei haltbaren Lebensmittel und natürlich auch bei ToiToi-Papier oder Ähnlichem!

    Schon am Parkplatz fällt auf, das etwas anders ist als sonst! Es regnet stark heute, aber die Menschen parken ihre Fahrzeuge weit vom Eingang entfernt und ebenso weit von einander! Seit gestern 00.00 Uhr ist jedermann hypersensibilisiert!

    Wo vor zwei Tagen bei der Neueröffnung an der Kasse noch der Marktleiter die Kunden charmant begrüßt hat, steht heute eine weibliche Security-Angestellte mit Handschuhen - der Mindestabstand von 1,5 Meter muss eingehalten werden!

    Nach dem Einkauf, der eher einem Hindernisslauf mit gezielten Ausweichmanövern gleicht, bin ich froh wieder im Auto zu sitzen!

    Meine Einweghandschuhe ziehe ich noch vor dem Einsteigen aus, werfe sie auf den Parkplatz ( sorry, kein Mülleimer in Sicht ) und reinige mir die Hände mit einem Desinfektionstuch. Zehn Stück vom Drogeriemarkt Müller habe ich noch - zufällig daheim entdeckt, gekauft vor Wochen 😔😔😔!

    Mein Nachmittag besteht aus Strukturen, Fitnessübungen und Träumereien in meinem Home-Jail!
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You might also know this place by the following names:

Karlsdorf-Neuthard

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