Germany
Landkreis Kassel

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21 travelers at this place:

  • Day17

    Ja, ich bin wieder zuhause und wer sich an dieser Stelle fragt, warum ich denn nochmal schreibe: Jeder Reisende kennt doch das Gefühl vom Nachhausekommen und dieses ist es definitiv wert, darüber zu berichten.
    Außerdem widme ich diesen Blog meiner Lieblingsleserin Antje😊😁

    Auf jeden Fall hatte ich abgesehen vom besten Wetter des Jahres☀️ auch den besten Empfang überhaupt. Frage mich seitdem, womit ich sowas Tolles verdient habe, was damit begonn, dass meine Schwester mich mit Freudentränen in den Augen zur Begrüßung am Flughafen fast zerdrückte. Ma und Pa hatten nicht nur meine deutschen Lieblingssüßigkeiten dabei, sondern auch ein supersüßes Bettlaken mit der Aufschrift "Wonderwomen is back... I wonder where my money went...." (siehe Bild:).

    Während der Fahrt staunte ich schon über die deutsche Waldlandschaft und erfreute mich an Mais...äh Rapsfeldern 🌾und Sommergerüchen. Bereits beim Eintritt In Dads Haus, welches sich kaum geändert hatte, konnte ich "Omg, ist das schön hier" nicht oft genug von mir geben, als ich unglaubwürdig darüber, Jetzt hier sind sein und die mich umgebenden Menschen meine Familie zu nenne, das so fremde, doch eigentlich bekannte Haus, äh Castle zu erkunden. Es fühlte sich alles so unreal an.

    Noch größer war allerdings die Überraschung bei Ankunft in Ippinghausen.
    Diese wäre sowieso schon aufregend genug gewesen, da ich das Haus in welches Mom und Oli während meiner Abwesenheit gezogen waren, noch nicht gesehen hatte und keinen Schimmer hatte, dass die einstige Baustelle nun eher an ein rustikal modern eingerichtetes Modellhaus aus der schöner Wohnen erinnert. Wahnsinn, was die zwei einschließlich sämtlicher Ippinghäuser, Nachbarn und Freunden in dem Jahr aus der denkmalgeschützten Buchbude gemacht hatten.
    Aber Sina hatte noch eins draufgelegt und sämtliche Freunde, Nachbarn und Bekannte eingeladen, die mich absolut filmreif hinter verschlosser Scheunentür erwarteten und für Riesenfreude, aber auch Riesenüberforderung meinerseits sorgten😁
    Nochmal vielen Dank!
    So überfordert, dass ich den fleißig grillenden Oli erst begrüßte, als ich bereits eine halbe Stunde dort war🙈
    Diashow meiner Reisebilder dank Dad, hausgemachtes Curry durch Oma, tolle Steaks und Bratwürste (die den BBQ liebenden Australier neidisch machen würden) dank Oli und alles perfekt inszeniert von Sina...diese Liste könnte s weiter gehen😜

    Besonders lustig war es, dass zahlreiche Freunde mit den Worten, Wow, das Haus ist ja der Hammer auf mich zukamen woraufhin ich nur erstaunt erwiderte "echt? Muss mir das noch ansehen!" oder mir erklärten, wo welche Räume sind😂 auch die Erfindung von Hoverboards machten neben etlichen Konversation mit Menschen, die gefehlt hatten, den Abend für mich unvergesslich😊

    FUNFAKT: Anstelle davon, die erste Nacht zuhause im eigenen Bett zu schlafen, fielen mir am Lagerfeuer die Augen zu #einmalbackpacker-immerbackpacker
    Immerhin sorgten sämtliche von Mom herangeschleppte Kissen und Schlafsack für den heimischen Luxus 😊

    PS: Dies ist vorerst mein letzter Blogeintrag, doch der nächste folgt über Amerika - Route 66 im August. Danke, fürs Lesen, fühle mich geehrt 😊 Schreibe gerade an einem Buch mit dem denglischen komparativ enthaltenden Titel "FREE, FREEer, Backpacker!" in dem gespickt von persönlichen Anekdoten und ggf. Neben FUNFAKTS behandelt wird, wie man mit möglichst wenig Geld möglichst abenteuerlich Australien bereist! ✍️

    Peace out, euer little Buddha✌️💞
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  • Day4

    Tag 2 geschafft

    June 19, 2017 in Germany

    Nach wieder knapp über 100km können wir jetzt in Simmenhausen (Fuldatal) zur Ruhe kommen. Das Zimmer ist zwar nicht mit der Unterkunft von gestern zu vergleichen, aber trotzdem sollte es für eine​ erholsame Nacht reichen.

    Die letzten Kilometer an der Fulda entlang konnten wir locker abspulen. So richtige Radwege sind doch schon was tolles.

    Jetzt gibt es hier im Hotel noch einen Happen, um unsere Kohlenhydratespeicher wieder aufzufüllen, damit wir morgen auch in Marburg ankommen.Read more

  • Day5

    3. Tag - Start mit Komplikationen

    June 20, 2017 in Germany

    ... nachdem Tinas Vorderrad heute Früh auf der Felge geparkt hatte, haben wir den Schlauch gewechselt. Gestern mussten wir schon wiederholt nachpumpen. Auch das Festzurren meiner Satteltaschen mit Kabelbindern war heute ein größerer Akt.

    Die Übernachtung und das reichhaltige Frühstück geben uns Kraft um Etappe 3 in Angriff zu nehmen.

    Jetzt geht es los nach Marburg, wo wir heute Abend von meiner Cousine und ihrem Freund bekocht werden.Read more

  • Day114

    Meine Reise in die Klapse

    May 24, 2017 in Germany

    Nach der Reise ist vor der Reise, nicht wahr? Aber was ist in der Zwischenzeit? Auch eine Reise, denn wie das ganze Leben eine Reise sein kann, kann auch jeder Tag eine Reise sein. Vor allem, wenn man sich vornimmt, jeden Tag etwas zu tun, was man noch nie zuvor getan hat. Oder sein gewohntes Umfeld mit anderen Augen zu sehen, neu zu hinterfragen, neu zu bereisen.
    Während ich die letzten Tage mein Zimmer, mein Zuhause und meine Stadt völlig neu erlebte, ging meine heutige Reise in die Klapse.
    Ein Besuch der für den Gedankenlosen möglicherweise einem Krankenhausbesuch gleich kommt, der nicht der Rede wert sei.
    Mein Abstecher in die Klapse ist aber überaus erwähnenswert, zumal er doch so ganz anders verlief als anfangs erwartet.
    Ich besuchte eine Kollegin, die ich charakterlich immer sehr mochte, aber seit 8 Monaten nicht gesehen hatte.
    Dementsprechend mulmig war mit zumute, wusste ich dich nicht wie sie reagieren würde und wie ihrer derzeitige Verfassung sei. Beim Annähern an Haus 4 und ihre Station fühlte sich das Gebäude beklemmend an, weswegen ich das Gefühl hatte, hier Stationierte müssten sich doch wie im Knast fühlen. Eingesperrt hinter Kliniktüren, umgeben vom Krankenhaus Geruch und lauter Verrückten.
    In der Tat bezeichnete Kollegin/Freundin Katha, nachdem sie mich bei der Begrüßung in ihrer herzlichen Umarmung fast erdrückte, den Lifestyle in der Klapse eher als Jugendherbergsartig, sie fühle sich wie auf Klassenfahrt mit Schülern aller Altersklassen.
    Und genau das vermittelten mir die folgenden Stunden mit den äußerst liebenswerten vom Arzt Krankgeschriebenen. Von wegen Verrückten, verrückt sind nicht die Leute da drin, sonder die Leute da draußen, so Lisa.
    Aber dazu gleich mehr.
    Vorerst musste ich mir mehrmals vor Augen führen, warum ich überhaupt so spontan Katha nach so langer Kontaktlosigkeit besuchen fuhr. Doch abgesehen davon, dass sie eine absolut besuchenswerte Person ist, gab ich doch häufig im Leben Menschen positive Energie. Und diese könnte sie ja in der aktuellen Lebenslage sicher gut gebrauchen. Außerdem war eine andere Freundin letztens in Merxhausen und ich wusste, diese hätte sich tierisch gefreut, wenn ich sie besuche. Kann also auch eine Freude für Katha sein.
    Und so war es, die Gute schien ganz euphorisch als sie mich knuddelte und es war äußerst spannend ihrer Geschichte zu lauschen und sie war äußerst erfrischend, als sie mit übersprudelnder Neugier meine hören wollte😊
    Im Gemeinschaftsraum saß eine wilde Kombi an Leuten allen Alters und aller Lebensphasen aber mit ähnlichen Problemen. Ich versuchte nach Dingen zu suchen, die sie als Stationierte outen, fand aber nix, abgesehen davon, dass mache sehr schmal und fahl aussahen, dünne, Haut und eine Spur ungesunden Aussehens. Das änderte allerdings ebenso wenig wie die psychischen Probleme nichts daran, dass wir beim gemeinsamen Puzzeln, beim Kuchenfuttern wegen Bens Geburtstag und beim gemeinsamen Zsmsitzen unzählige Lacher hatten.
    Über die egozentrische Ergotherapeutin, über Mütter, die es zu gut mit ihrem 29 jährigen Sohn meinen, über die Liebe und das Leben.
    Hinter dem ein oder anderen Lacher verbirgt sich vermutlich Leere, Gefühlsfühltot, überspielte Traurigkeit. Schwer zu sagen, hinter welchen (zumindest für mich).
    Doch dennoch ging ich aus jenem Haus Nummer 4, in das ich frischen Wind und positive Energie habe reinbringen wollen, völlig erfrischt und mit einem positiven Gefühl von dannen.
    Ist es nicht faszinierend, wie einen immer wieder der Alltag flashen kann? Und vor alle wie unter diesem Aspekt jener Ausdruck "der Alltag" völlig positive Assoziationen veranlasst? :) dafür muss man nicht ans Ende der Welt reisen.

    FUNFAKT: draußen beim rauchen
    Stationierter Ben: Eyy, letztes Mal als meine Mom mich so peinlich verkuppeln wollte und mir die Nummer von so nem Mädchen auf den Tisch legt, hab ich die halt nie angerufen. Ich glaub die war echt schwer enttäuscht.
    Mom: ach komm, schwer enttäuscht!?! Sie hat sich nichts angetan und ist auch nirgends (mit Blick auf den Sohn und Gebäude 4) hingekommen!!! 😂
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