Germany
St. Märgen

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23 travelers at this place
  • Feb18

    Zweribach Wasserfall

    February 18, 2017 in Germany ⋅ ☀️ 3 °C

    Süddeutschland kann vielleicht nicht mit Küstennähe oder einem Ozean punkten, aber dafür gibt es etwas, dass man im hohen Norden vergeblich suchen wird: Wasserfälle. Die üblichen Verdächtigen der Region hatten wir ja schon mehrfach besucht, und so entschieden wir uns diesmal für einen der unbekannteren, aber nicht weniger spektakulären Fälle, die Zweribachfälle.

    Wir starteten bei milden 8°C ins fünfzig Kilometer entfernte Kandel-Massiv, und je höher wir kamen, desto kälter wurde es, und weiß wurde es auch noch. Nur gut, dass wir für alle Fälle ausgerüstet waren. Wir machten einen kurzen Abstecher auf den Gipfel des Kandel und genossen die Aussicht. Es war früh genug, der Wochenendansturm der Tagestouristen hatte noch nicht begonnen. Danach ging es auf dem Hochplateau weiter bis zum Plattensee (ja, auch Deutschland hat einen...). Beim örtlichen Namensvetter handelt es sich jedoch um einen kleinen Stausee für die Energiegewinnung, welcher seinerzeit in den Zwanzigern des vorigen Jahrhunderts angelegt worden war, und der war tatsächlich noch zugefroren. Auf dem Plateau ging eine steife Brise, so waren wir froh, nach wenigen hundert Metern in den Schutz des Bannwaldes einzutauchen. Es ging steil bergab, aber noch ließ nichts darauf schließen, dass es diese Wanderung noch in sich haben würde. Ein umgefallener Baum versperrte uns den Pfad, so ist das nun mal im Bannwald, hier wird nichts aufgeräumt. Wir umgingen das hölzerne Hindernis. Das Gefälle wurde dann noch steiler, der Weg schmaler und felsiger, und wir tasteten uns vorsichtig über gefrorene Rinnsale weiter. Teilweise fanden wir ein Stahlseil oder Geländer vor, dass uns beim Abstieg behilflich war.
    Schließlich gelangten wir über eine Metallbrücke an die Wasserfälle. Was für ein Anblick. Gerade im richtigen Moment kam die Sonne über den Berg und ließ das Naß funkeln. In drei Stufen fällt das Wasser in die bodenlose Schlucht. Vor uns ragte die steile Karwand nach oben, hinter uns ging es bestimmt noch einmal hundert Meter steil in den Abgrund. Ein kleines Schild weist darauf hin, dass es hier schon einmal einen Absturz mit tödlichem Ausgang gegeben hat. Es mahnt zur Vorsicht, und so folgten wir gedankenvoll dem Trampelpfad durch ein vermoostes Geröllfeld. Der Weg war kaum noch als solcher erkennbar. Dann erreichten wir eine Lichtung, auf der mal ein Einsiedlerhof gestanden hat, welcher in den achtziger Jahren leider abgebrannt war. Nur die kleine Bauernkapelle steht noch, und eine Schutzhütte mit Picknickplatz. Wieder galt es, einen umgestürzten Baum zu überwinden. Diesmal mussten wir hinüber klettern. Auch hier hat es schon einmal einen Unfall gegeben, und wir wurden doch ein wenig nervös bezüglich unserer Wanderroute. An den Hirschbachfällen hatten wir dann den tiefsten Punkt unserer Wanderung erreicht und mussten das nächste Stück... was? Klettern? Mit gegenseitiger - vor allem moralischer - Unterstützung konnten wir aber auch diese Herausforderung überwinden. Und dann ging es genauso steil und stolperig auf der anderen Seite der Schlucht ans Licht... und zurück in den Schnee und an unseren Ausgangspunkt zurück.
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  • Day5

    Wetter wie im April

    March 4 in Germany ⋅ ⛅ 4 °C

    Nach einer doch recht windigen Nacht ging es heute morgen wieder auf den Weg. Zuerst noch bei bedecktem Himmel, wurde es dann zum Frühstück sonnig. Durch unterschiedliche Wälder ging es zuerst hinunter um an Hinterzarten vorbei zu laufen, um danach den Kurort Titisee mit dem gleichnamigen See zu erreichen. Hier gab es erst einmal ein Eis um mir das Örtchen noch etwas anzuschauen. Ich habe es jedoch nicht lange ausgehalten, bevor es dann weiter nördlich wieder in die Höhe ging. Ab diesem Zeitpunkt war sich das Wetter leider nicht mehr so einig, was es nun wollte. Von Schneefall über Regen und Hagel bis Sonnenschein wechselte es sich ständig ab. Gegen jedes Phänomen einzeln hätte ich ja nichts gehabt, aber im Wechsel? 😂
    Ich konnte final gegen 17 Uhr und guten 21km dann trotzdem mein Nachtquatier finden und einrichten. Mir geht es weiterhin gut. Mein einziges Problem ist, dass meine gestern gewaschenen Sachen heute nicht trocknen konnten. Also eigentlich doch alles bestens :D
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You might also know this place by the following names:

St. Märgen, St. Maergen