Joined August 2017 Message
  • Day23

    Day #20 jungle express

    September 25, 2017 in Indonesia ⋅ ☁️ 22 °C

    Weiter geht die Reise via Zug nach Bandung, besser bekannt als das Paris Javas. In dieser Textilindustriehochburg wird ein Grossteil der Kleider zusammengenäht, welche wir bei uns in den Läden kaufen können.
    Am Mittag verliessen wir unser modernes Hostel Richtung Bahnhof. Dieser war verhältnissmässig gross und modern und erinnerte stark an einen Flughafen, da es security checks gab und man nur mit gültiger Fahrkarte überhaupt zu den Gleisen gelangen konnte. Auf der Plattform wurde man von Zugbegleiterinnen im adretten Uniformen empfangen und zum richtigen Wagon navigiert.

    Wir leisteten uns "Executive Class" was mehr Platz und Ruhe bedeutete. Die Aussicht während der vierstündigen Zugfahrt änderte sich ständig.
    Mit dem grösser werden der Entfernung zur Stadt, wurden die Häuser immer kleiner, bis schliesslich nur noch ein Wirrwar aus Wellblech-, Beton- und Holzdächern auszumachen war. In diesen Hütten lebt vermutlich der Grossteil von Jakartas Einwohnern.

    Die Fahrt ging weiter und die Gegend wurde ländlicher. Plötzlich waren wir komplett von Urwald umgeben. In der Ferne waren grün überwachsene Hügel und tiefe Schluchten zu entdecken.
    Zugfahren in Indonesien verlangt übrigens eine gewisse Agilität von den Passagieren. Vom Bahnsteig zur Wagontüre muss man eine Höhendifferenz von minimum einem Meter überwinden und die Lücke zwischen Wagon und Bahnsteig ist auch nicht viel kleiner.
    Wenn man Glück hat, werden Rampen aufgestellt, damit man besser einsteigen kann. Bisher hatten wir Glück. :)

    In Bandung war das Klima nicht mehr so schwül, vermutlich beeinflusst, durch die sporadischen Regenschauer.

    Auf dem gut 20 minütigen Marsch zu unserem Hotel, konnten wir die Stadt ein wenig unter die Lupe nehmen. Bandung spielt Einwohnermässig auch bei den ganz grossen mit, macht aber einen entspannteren und weniger erdrückenden Eindruck als Jakarta.

    Auf unserem Weg überquerten wir eine, von Rost halb aufgefressene, Eisenbrücke (nicht mehr lange und jemand bricht durch den Boden durch) und bahnten uns einen Weg zwischen Schlaglöcher, Essensstände und bodenlose Regenpfüzen. Dazwischen sass die grösste Ratte, die ich jemals gesehen habe!

    Für unser Abendessen fuhren wir zum Paskal Food Market, einem weitum bekannten freilicht Essstände Park. Unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen. Der Food Markt bestand aus einem grossen Platz mit Tischen und Stühlen und vielen Lampion Varianten, welche für gemütliche Stimmung sorgten. Das Ganze war umringt von unzähligen, winzigen Ständen, welche allerlei an Essbarem anboten.

    Das ganze hatte sogar ein System. Man bestellte sich an einem Stand etwas zu Essen und bekam dafür eine Quittung und eine Tischnummer ausgehändigt. Mit der Quittung ging man zu einer der Kassen, wo man bezahlte und die Quittung abgestempelt wurde. Die abgestempelte Quittung brachte man dann wieder dem Verkäufer zurück. Dann setzte man sich hin und wartete, bis einem das Essen serviert wird. So genossen wir einen gemütlichen Abend.
    Das Beste war eine Art gegrilltes Toast, mit Erdnussbutter-Schoko-Käse Füllung (ich weiss wirklich nicht, wie die Indonesier auf diese Süss/Käse Kombination kamen)!

    Bandung ist definitiv eine Studentenstadt, der Markt war voller junger Menschen und es wurde überall aufgeregt disskutiert und ausgelassen gelacht.

    Als der Markt um 10 Uhr Abends schloss, machten wir uns sehr satt und zufrieden auf den Heimweg.
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  • Day22

    Day #19 fun park

    September 24, 2017 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C

    Wo soll ich nur anfangen! Es gibt so viel zu berichten.

    Am Morgen halfen uns die lieben Leute vom Hostel beim Kauf unserer Zugtickets für die morgige Reise nach Bandung.
    Wir selber waren leider komplett hilflos und wollten schon einen Flug buchen.
    Man klärte uns dann auf, dass es für jede Zugart/Destination, eigene Bahnhöfe gibt. Sprich den Bahnhof, den wir bereits kennen gelernt haben, hätte uns nicht weit gebracht. Kein Wunder fanden wir nur Verbindungen, bei welchen man mindestens vier Mal umsteigen musste.

    Nachdem dies geklärt war, wollten wir mit einem Uber Fahrer ins nahe gelegene "Dunia Fantasi", das lokale Pendant zum Europa Park.
    Es stellte sich heraus, dass unser Fahrer kein Wort Englisch sprach und offensichtlich auch nicht richtig lesen konnte.
    Wenigstens reichte es für rechts/links und gas/bremsen.
    Ich will gar nicht wissen, wo er das Auto her hatte...

    Während der Fahrt redete er ab und zu vor sich hin, bis wir realisierten, dass dies an uns adressiert war! Nur doof, verstanden wir kein Indonesisch. Am Eingang zum Parkgelände wurde zusätzlich eine Parkgebühr für das Auto verlangt, wie uns der Angestellte dort übersetzten konnte.
    Das war also das Problem.

    Das Parkareal war gross und unser Fahrer hatte keinen Plan (und egal war es ihm sowieso), wo er uns absetzten sollte.
    Wir stiegen irgendwann einfach aus, weil das sonst so noch ewig weitergegangen wäre.

    Eine gute Stunde später haben wir doch noch den Parkeingang ermitteln und Eintrittskarten kaufen können (welche wieder an einem anderen Ort waren).

    Mit solchen Problemen vertreiben wir uns hier grösstenteils die Zeit. :)

    Wenn man sich Europa Park Dimensionen gewohnt ist, vermochte das Dunia Fantasi nicht wirklich zu beeindrucken. Unbezahlbar waren hingegen die Reaktionen der Einheimischen. Diese waren jeder noch so kleinen Rutschbahn von den Socken und verbrachten Stunden in den Warteschlangen.

    Diesbezüglich sind wir in unseren Breitengraden einfach zu Attraktionsverwöhnt und abgestumpft.
    Da man hier mit Geld alles kaufen kann, haben wir uns ein "Fast Line" Ticket gegönnt und das Schlange-stehen Erlebnis übersprungen :)

    Auch erwähnenswert ist die Esskultur hier, aus dem einfachen Grund, dass sie eigentlich gar nicht vorhanden ist.
    Üblich sind Nudelsuppen. Drei Mal am Tag. Zu Hause kochen geht nicht, da es für eine Küche und fliessend Wasser meistens nicht reicht. Man verpflegt sich, auf der Strasse sitzend, an einem der unzähligen Strassenküchen-wägelchen. Und wer denkt, dass die allseits bekannten Nudelsuppen aus dem Becher, eine billige Abspeissung für Europäer und Amerikaner, des lokalen Essens sind, hat weit gefehlt. Diese Instantsuppen gehören hier zu den Standartlebensmitteln.
    Im Vergnügungspark gab es sogar Stände, an welchen man sich einfach so eine Bechersuppe + heisses Wasser kaufen konnte. Einfacher geht es nicht.

    Eigentlich hätten wir vom Park Geld verlangen müssen, denn wir wurden selber zur Attraktion und wurden von allen Seiten gemustert. Zuerst fand ich "wollen Sie ein Foto-Witze" noch angebracht, bis wir dann wirklich gefragt wurden, ob man neben uns für Fotos posieren dürfe!

    Am Abend machten wir uns auf, Richtung einer der monströsen Shopping Malls, welche einen krassen Kontrast zu den Slums und dunkeln Gässchen bildeten. Wer es sich leisten kann ist auch in Indonesien sehr konsumfreudig.
    Wir schauten uns im Kinokomplex, mit ohrenbetäubender Lautstärke einen Film an. Die Leinwand hatte das Format "Raumwand", weshalb wir froh waren, in der hintersten Reihe zu sitzen. Sonst hätte die Hälfte des Films gar nicht ins Blickfeld gepasst. :)

    Wärend den Autofahrten, quer durch die Stadt hatten wir jeweils ein wenig Einblick in das Leben der Menschen hier. Es herrscht ganz klar das Gesetzt des Stärkeren und jeder Mensch ist sich selbst der Nächste. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Weltanschauung ein wenig von unserer abweicht. Erst recht nicht, wenn man absolut nichts zu verlieren hat.
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    Katharina Wenger

    Passt nur auf, dass sie euch nicht auf einen Sockel stellen und anbeten😂

    9/25/17Reply
    Get Schwifty

    Ich befürchte, dass sie uns viel mehr in einen Käfig sperren und mit Erdnüssen bewerfen würden. 😁😅

    9/25/17Reply
     
  • Day22

    Day #18 culture shock

    September 24, 2017 in Indonesia ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute sind wir früh aufgestanden und an den Bahnhof gestiefelt. Es war bereits frühmorgens drückend heiss. Die Händler, entlang der Strasse, bereiteten sich auf das Tagesgeschäfft vor, während wir uns an ihren Wägelchen vorbei quetschten.
    Der Morgenverkehr wuselte an uns vorbei, da man sich hier nicht an Fahrbahnen hält, maximal an die Fahrtrichtung, gibt dieser einen chaotischen Anblick ab. Trotz fehlender Vortrittsregeln und Ampeln überquerten wir die Strasse. Der Trick ist, sich langsam aber stetig vorwärts zu bewegen, damit die ganzen Roller und Autos ein wenig abbremsen oder ausweichen können.

    Am Bahnhof angekommen wollten wir uns Fahrkarten kaufen, um in den grossen botanischen Garten in Bogor zu gelangen. Ich konnte leider nicht viel ausrichten, da ich als Frau (speziell eine, die ihre Haare nicht in einem Kopftuch verpackt) wie Luft behandelt wurde.

    In Indonesien hat man die Wahl zwischen fünf Religionen. Man muss sich zwingend für eine davon entscheiden und der Islam ist mit einer bereits 88 prozentigen Anhängerschaft der Bevölkerung der Weg des geringsten Wiederstandes.
    Staat und Religion werden aber grösstenteils getrennt, weshalb man sich als Tourist immer noch frei bewegen kann (ein Y Chromosom ist jedoch von grossem Vorteil).

    Im Zug war es dank gut funktionierender Klimaanlage sehr angenehm und noch erstaunlich ruhig. Es gab drei andauernde Lärmquellen: TV mit Dauerwerbung, die automatischen Durchsagen und der Lokomotivführer der jede Station und andere Details nochmals über die Lautsprecher verkündete.
    Mehr als jede Stunde (die Fahrt dauerte 1.5h) kam eine Reinigungstruppe vorbei, versprühte eine Flüssigkeit am Boden und wischte sie wieder auf.

    Ich vermute, dass es ein Insektizid ist und dass wir mittlerweile nicht mehr fortpflanzungsfähig sind deswegen. :)

    Irgendwann realisierte ich, dass wir die einzigen Kaukasier im ganzen Zug waren. Da fühlte ich mich zum ersten Mal richtig weit weg von zu Hause.

    In Bogor angekommen das selbe Spiel; Zwischen Strassenverkehr und Händler vorbeitänzeln, Tasche gut festhalten und nicht zu fest ab den Blicken wundern.

    Der Weg zum botanischen Garten war vorallem wegen der Hitze beschwerlich und dauerte länger als erwartet.
    Dort angekommen waren wir eigentlich schon wieder Reif für die Rückkehr.

    Der Garten war an und für sich schön, eine grossangelegte Parkanlage mit Themenbereichen, wie Orchideen oder Kakteen, welche wir jedoch nie zu Gesicht bekamen, egal wie weit wir in eine Richtung gingen.
    Ich vermute jetzt einfach, dass die Schilder nur zum Beeindrucken der Besucher aufgestellt wurden und die Themenbereiche in Wirklichkeit gar nicht existieren.

    Nach der Rückkehr nach Jakarta waren wir hundemüde und hatten absolut keine Lust mehr, uns zu bewegen.
    Am Abend plünderten wir nur noch einen nahe gelegenen Lebensmittelladen und probierten uns durch lokale Snacks.

    Fotos sind leider keine guten entstanden.
    Das Ziel für den nächsten Tag ist, sich die Kräfte besser einzuteilen.
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    Katharina Wenger

    Auch ohne Bilder spannend, danke für die Berichte!

    9/24/17Reply
     
  • Day20

    Day #17 off to Jakarta

    September 22, 2017 in Indonesia ⋅ ⛅ 32 °C

    Transfertag;
    Nachdem wir heute Morgen unauffällig einen Uber Fahrer bestellt haben (diese werden hierzulande überhaubt nicht gerne gesehen, oftmals sogar gejagt), erreichten wir gut 2 Stunden später den nationalen Flughafen von Bali.

    Die Fahrtzeit liess sich sehr gut mit dem Beobachten anderer Verkehrsteilnehmer und der Umgebung verkürzen.
    Roller überholen die übrigen Fahrzeuge sowohl rechts als auch links und sobald kein Gegenverkehr herrscht, wird die Fahrbahn automatisch zweispurig.
    Weiter war es beeindruckend, was sich alles an Lebewesen und Gepäck auf einen Roller packen lässt!
    Ich war jedenfalls froh, konnte ich einfach nur zuschauen und musste mich nicht selber auf den Verkehr konzentrieren.

    Am Flughafen waren wir die ersten bei der Gepäckabgabe und nachdem sich das Bodenpersonal versichert hat, dass wir keine Elektrogeräte eingepackt haben, wurden unsere Taschen mit dem Kleber "NO VALUABLE GOODS" versehen...

    Die im Flughafen vertretenen Restaurants waren uns grösstenteils neu, weshalb wir uns einfach irgendwo hinsetzten (ein Stromanschluss war das einzige Kriterium) und bestellten Nudelsuppe, Hotdog und Bananenfritters mit geriebenem Käse. Ja, Käse! Aber dieses Gericht konnte man fast überall auf der Menukarte finden, weshalb wir es einfach testen mussten.

    Die Suppe war lecker, der Hotdog sah aus, wie von jemandem zubereitet, der nicht weiss was ein Hotdog ist, was zimmlich sicher auch der Fall war und die Fritters schmeckten erstklassig (wobei man auch eine Putzlappen frittieren könnte und das Ergebniss wäre lecker)

    Mit gut 30 Minuten Verspätung konnten wir unser Flugzeug besteigen. Losfliegen konnten wir jedoch nicht sofort, da zuerst noch ein Reifen am Flugzeug gewechselt werden musste (auch das muss mal sein und wenn man sowieso schon spät dran ist...). :)

    Wir sind dann doch noch losgeflogen und auf dem kurzen Flug gab es überraschenderweise ein Abendessen. Das Gericht war standard Flugzeugfrass, das Dessert jedoch war äusserst interessant. Es war grün. Grün und süss, geschmacklich irgendwo zwischen Reis und Nuss und hatte dieselbe Konsistenz, wie das Zeug, auf welchem ich im Labor Bakterienkulturen anzüchtete. In Jakarta muss ich jetzt jedenfalls herausfinden, ob das ein reguläres Nahrungsmittel ist. Ich fand es sehr spannend, werde es aber weiterhin nur meinen Prokaryotischen Freunden verfüttern.

    Unser Gepäck kam in einem Stück an (Puh!) und
    vom Flughafen aus waren wir schnell im Hostel.

    Schon alleine auf der Fahrt dorthin waren die Szenen, welche man durch das Autofenster erhaschen konnte, unzählig und wie aus einem Film.

    Schaute man hoch, erblickte man die vielen Lichter der Hochhausfenster, welche schummrig-gelb blinkten, senkte man den Blick ein wenig, standen vor den Hochhäusern Familienstadthäuser mit hohen Zäunen. Direkt an der Strasse und zwischen den Stadthäusern lebte was Platz fand. Und das war sehr, sehr viel!

    Zu Füssen der Hochhäuser ist es düster, dunstig und überfüllt. Unter den tiefhängenden Stromkabeln drängen sich Wellblechhütten an Essensständen und Werkstätten. Überall hat es bunte Lichter und flinke, hupende Rollerfahrer. Unser Fahrer biegt in Strässchen ein, von welchen ich nicht gedacht hätte, dass ein Auto durch passt.

    Ein Vater führt sein Kind an der Hand durch ein Gässchen nach Hause. Zwei Männer sitzen direkt neben der Strasse am Boden und spielen Schach. Eine Katze huscht vorbei, mit einer über den Kopf gestülpten Plastiktüte (ich hoffe sie konnte sich befreien).
    Eine Gruppe Menschen schart sich, wild verhandelnd, um einen Stand.

    So geht es weiter und weiter und plötzlich, zwischen all dem, taucht das Logo unseres Hostels auf.

    Ich kann den morgigen Tag kaum erwarten, um mehr zu sehen.
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    Fabienne Schärer

    😂

    9/22/17Reply
    Christine Schärer

    Ui.....🤢

    9/22/17Reply
     
  • Day19

    Day #16 no news

    September 21, 2017 in Indonesia ⋅ 🌙 21 °C

    Und ihr so?

    Heute habe ich nichts zu erzählen, ausser dass unsere Zeit auf Bali vorüber ist.
    Traurig bin ich darüber nicht, denn die Insel hat nichts einzigartiges zu bieten.
    Die Insel ist leider zu überlaufen, als dass man sie unter naturbelassen und abendteuerlich einstufen kann und gleichzeitig gibt es kein grosses Stadtzentrum, welches mit modernen, beeindruckenden Bauten aufwarten kann.

    Die meisten Einwohner machen einen etwas müden Eindruck, nachdem der grösste Touristenansturm und die Goldgräberstimmung vorüber ist.
    Sehr gut umgesetzt haben sie diese Popularität nicht, aber es hat ihnen auch nie jemand beigebracht, wie das geht.

    In erster Linie wurden hier exotische Wellnessillusionen verkauft. Und diese haben immer nur den Wert, welcher ihnen von der jeweiligen Person beigemessen wird. Ich bin diesbezüglich sowieso etwas schwer zu begeistern, deshalb hätte die letzte Woche genau so gut ein Katalogurlaub auf Teneriffa sein können. Nicht, dass das schlecht ist! Aber es ist nun mal auch nicht mehr als Sonne, Strand und Meer, egal wie es verpackt wird.

    Als Abschiedsgeschenk konnten wir heute Delfine (oder sehr agile Touristen... Es war auf diese Entfernung nicht klar auszumachen) beobachten, welche in der Ferne aus dem Meer in die Höhe sprangen.
    So oder so, ergibt dies ein hübsches Schlussbild zu der Insel.

    Mein Smartphone hat sich tagsüber besorgnisserregend stark erhitzt, bei meinen unermüdlichen Recherchen nach Zielen, welche wir auf unserer Reise ansteuern können. Und von denen gibt es viele! Das Buchungsbüro (Pascal) kam fast nicht hinterher vor lauter Anfragen. :)
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  • Day18

    Day #15 overthinking

    September 20, 2017 in Indonesia ⋅ ⛅ 23 °C

    Wir haben heute die verschiedensten Optionen minutiös recherchiert und durchdiskutiert.

    Wie kommt man am besten nach Flores?

    - Da wäre der einfache Weg per Flugzeug - jedoch teuer, da die Gepäckgebüren kriminell hoch sind.

    - Man könnte die Reise mit einer Segel/Schnorchel Tour ab Lombok verbinden. Könnte sehr langweilig und unbequem werden, aber auch sehr entspannt und erlebnisreich.

    - Oder man wählt eine Kombination aus Fähren und Bussen, was gut 36h reine Reisezeit in Anspruch nimmt. Der Weg ist das Ziel, nicht wahr. Nur etwas doof, wenn man den Weg nicht kennt. :)

    Und wenn man endlich mal auf der Insel ist, wie kommt man wieder davon runter?!

    Nach langem hin und her, haben wir eine Entscheidung gefällt und einen Flug nach Jakarta gebucht...

    So einfach löst man so etwas. :D

    Ansonsten haben wir heute den lokalen Mobiltelefonhändler des Vertrauens (auf Empfehlung der hier heimischen) besucht.
    Der Laden hatte immerhin 3 Wände!
    150'000 Rupiah später waren wir jeweils stolze Besitzer einer neuen SIM Karte.

    Nachdem heute zum 3. Mal der Strom ausgefallen ist (und somit die WLAN Verbindung weg war), waren wir definitiv froh, dass wir diesen Kauf gewagt haben.

    Der konstante Zugriff auf das Internet und die entsprechenden Apps, machen das Reisen einfacher.

    Am Abend haben wir sehr Balinesisch gespeisst;
    Nasi Goreng (das mit Reis) und Mie Goreng (das mit Nudeln).
    Zum Nachtisch gab es noch mehr Reis, in Form eines Black Rice Pudding und Pascal hatte einen Hot Chocolate Volcano (nicht so Balinesisch aber die Bananen für die Banana Fritters waren alle...).
    Und die Leute vom Service waren mega stolz, dass sie so ein Dessert hinbekommen haben.

    Auf dem Heimweg musste man Acht geben, dass man keine Fröschchen auf der Strasse übersieht, was nicht einfach war ohne Strassenbeleuchtung und den Überholmanöver der Rollerfahrer.

    Eine Sicherheitsmassnahme der Autofahrer hier ist im übrigen, sein Auto mit vielen, bunten LEDs auszustatten, damit man besser gesehen wird.
    Dies ist lustig anzuschauen und funktioniert somit tiptop.
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  • Day17

    Day #14 do you dare?

    September 19, 2017 in Indonesia ⋅ ⛅ 9 °C

    "Wie weiter?" Das ist die Frage der Stunde.
    Heute sammelten wir Ideen und versuchten uns einig zu werden über unsere Prioritäten.

    Wir wissen jetzt jedenfalls, was wir uns NICHT ansehen wollen :)

    Es ist definitiv nicht einfach, eine gute Mischung aus Abendteuer und Sicherheit herzustellen. Speziell wenn man mal begonnen hat, online nach Erfahrungsberichten zu suchen...

    Ich bin jedoch der Meinung, dass nur sehr komplizierte und unglückliche Menschen sich überhaupt die Mühe machen, im Internet einen Kommentar zu hinterlassen. Was ebenfalls bedeutet, dass ich die selbe Situation anders auffassen würde.

    Was jedoch sicher berücksichtigt werden muss, ist die Taxi-Mafia und Strandblockaden, um die Touristen über den Tisch zu ziehen.

    Jedenfalls, man muss sich auch mal etwas wagen. Sonst erfährt man nie, wie es wirklich ist.

    Wir werden versuchen mit der Fähre, weiter nach Lombok zu reisen und den Mt. Rinjani (3'726 müM), wenn möglich auf eigene Faust, zu besteigen. Ferner wollen wir nach Flores und von dort aus Schnorcheln und den Komodo Nationalpark besuchen. Ihr werdet dann sehen, ob wir unsere Pläne in die Realität umsetzen konnten. :)

    Nun genug der Gedankengange.

    Neben den Diskussionen haben wir heute im Pool geplanscht und in die Sonne geblinzelt.
    Ich nahm mir wieder mal etwas Zeit, um im Hinterhof Sport zu machen (entlang der Strasse werde ich entweder überfahren oder von Ausflugsverkäufern verfolgt).
    Pascal war in Kontakt mit Fahrern, welche uns einen Tag lang um die Insel kutschieren würden.

    Ebbe und Flut sind hier gut zu beobachten (das Meer hat an diesem Fleck der Insel den Strand komplett abgetragen und unser Resort geht somit übergangslos ins Meer über); Beim Frühstück musste man sich beinahe sorgen, dass man weggespült wird und am Nachmittag stürzten sich lauter Vogelarten auf die vom Wasser freigegebenen Sandbänke, um Nahrung zu finden.
    Hier heimische Buben liesen auf der zugänglich gewordenen Fläche Drachen in schwindelerregende Höhen steigen.
    Die Happy Hour Challenge ist in vollem Gange (8 von 16 drinks haben wir durch) und zum Abendessen gab es unsere Nudelsuppen, begleitet von Indonesischem TV (sieht gleich aus wie zu Hause, verstehen muss man da nichts).
    Der Tag im Örtchen Candidasa war Idyllisch.
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  • Day16

    Day #13 readjusting

    September 18, 2017 in Indonesia ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach einem nicht enden wollenden Flug, mussten wir letzte Nacht am Flughafen immer und immer wieder, hypermotivierte Taxifahrer abwehren und uns gleichzeitig eine Fahrgelegenheit zu unserer 1.5 Autofahrstunden entlegen Unterkunft organisieren. Taxifahrer sind hier bekannt dafür, dass sie Touristen über den Tisch ziehen. Unsere Lösung: Uber! (Wobei hier Uber-Fahrer gefährlich leben, da sie eine ernsthafte Konkurrenz darstellen.)

    Ansonsten war die Einreise nach Indonesien kein Problem. Man muss lediglich nachweisen, dass man den Flug zur Weiterreise bereits gebucht hat und nach maximal 30 Tagen Aufenthaltszeit, dies auch wirklich tut.

    Am Flughafen wurden wir auch gleich Milionäre, da der Wechselkurs von CHF zu IDR (Indonesische Rupiah) bei 1:13'300 liegt. :)

    Als wir um 11 Uhr Abends aus dem Flughafen auf die Strasse wankten, lag die Temperatur bei 27 Grad und dank der hohen Luftfeuchtigkeit, fühlte es sich wie 35 Grad an.

    Als wir endlich einen Fahrer gefunden haben, ging die Reise weiter. Ich vermute, dass der dauernde Kampf gegen das Einschlafen auch einen leichten Einfluss hatte, aber ich konnte schlichtweg keine Logik hinter der Verkehrsregelung finden. Selbst für Pascal, der viel Erfahrung auf Strassen in Vietnam sammeln konnte, war es erstaunlich. Ich gehe jedoch stark davon aus, dass es schlichtweg keine Regeln gibt!

    Gehupt wurde sporadisch, vor und nach Kurven und beim Überholen. Alles was kleiner und langsamer ist, macht besser Platz.

    Um 1 Uhr morgens erreichten wir Candidasa.

    Heute erwachten wir in einer neuen Umgebung - einem neuen Land - einem neuen Kontinent.

    Candidasa ist ein Örtchen, weit weg vom Zentrum Balis und somit etwas ruhiger. Nachdem wir in den letzten zwei Wochen schon viel rumgekommen sind, haben wir uns für fünf Tage in einem Bungalo mit Küche eingemietet und wollen von hier aus die Insel erkunden. Aber zuerst wird am Pool süsses Nichtstun zelebriert (was vermutlich sehr schnell, sehr langweilig wird).

    Heute Nachmittag spazierten wir durch die Nachbarschaft, um herauszufinden, ob wir in dieser Gegend hier schnell verhungern werden oder nicht. Die Regel hier lautet:

    Strasse = Leben.

    Überall sonst gibt es nichts (oder Urwald).

    Wie in jedem aufstrebenden Tourismusland, versucht hier jeder Einwohner von den Besucherscharen zu profitieren.
    Und somit war die Strasse gesäumt von kleinen Hütten, welche Restaurants, Spas und Tante Emma Lädchen beherbergten (idealerweise alles gleichzeitig).

    Die gute Neuigkeit ist: wir verhungern nicht. :)

    In einem der Shops deckten wir uns mit Instant Nudelsuppen und einigen, lokalen Kuriositäten (Fanta mit Erdbeergeschmak und spicy-shrimp Chips) ein und kehrten mit unserer Beute zurück zu unserem Resort.

    Richtig in Backpacker-Stimmung kommt man unter diesen Umständen natürlich nicht. Solange noch Strom und ein WC mit Wasserspülung vorhanden sind, befinden wir uns in einer erschlossenen Konfortzone.

    Die Einheimischen machen es einem jedoch auch nicht einfach; Da diese versuchen, westliche Standarts zu imitieren, was natürlich grausam daneben geht.
    Es hätten alle mehr davon, wenn die Balinesen einfach ihr Ding durchziehen würden und uns mit ihrer traditionellen Lebensweise beeindrucken und belehren würden.
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    Katharina Wenger

    Remember the Steaks, the Bacon, and... welcome back in life... Bravo, weiter so!

    9/18/17Reply

    😄👍 LG Katharina K.

    9/21/17Reply

    Jöh 😄

    9/21/17Reply
     

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