Greece
Kamiros

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8 travelers at this place

  • Day53

    Akramitis, Attaviros und Kamiros

    October 11 in Greece ⋅ 🌙 21 °C

    Wieder ein paradiesischer Morgen, strahlender Sonnenschein, 21 Grad und nachlassender Wind! So nehme ich Jogi zum Joggen mit, wo wir ein unangenehmes Erlebnis haben: Plötzlich sind wir umzingelt von einer Horde Jagdhunde, die uns blitzschnell einkesseln. Mit den beiden Jägern, die kurz darauf auftauchen, kommen immer mehr Hunde dazu - ich zähle über 15 - die allesamt auf deren Zuruf nicht reagieren und uns immer enger einkreisen. Jogi steht angesichts der Übermacht stocksteif da und gibt keinen Mucks von sich - wohl genau die richtige Reaktion, hätte er sie angekläfft, wären sie möglicherweise auf ihn losgegangen. Es dauert einige Zeit, bis die Männer sie schließlich dazu bewegen können, von uns abzulassen - eine wirklich unangenehme Situation, die ich nicht nochmal erleben möchte.
    Das anschließende Bad im Meer, das sich etwas beruhigt hat, lässt mich die Situation aber schnell vergessen.
    Heute wollen wir die nördliche Ostküste und die Gegend um den Attaviros, den mit 1215 m höchsten Berg von Rhodos, ansteuern. In Monolithos, dessen Burg sich im schönsten Morgenlicht präsentiert, verpassen wir die Abfahrt der Hauptstraße und landen stattdessen auf einer absolut malerischen, aber einspurigen Nebenstraße, die am Fuße des Akramitis Berges entlang führt. Von hier haben wir einen atemberaubenden Blick auf die wie Pfannkuchen ins Meer gestreute Inselwelt vor der Küste. Die endlosen maiengrünen Pinienwälder, die einen wunderschönen Kontrast zum hellblauen Himmel bilden, werden durch massige Felswände und tiefe Schluchten unterbrochen und natürlich Olivenhaine und kleinere Weinfelder- paradiesisch. Doch werden wir jäh in die Wirklichkeit zurückgeholt, als die schmale Straße sich in einen extrem rumpeligen Schotterweg verwandelt. An vielen Stellen ist Schritttempo angesagt, mühsam, aber tapfer quält sich unser Womo über diese Offroad, und wir sind sehr erleichtert, als plötzlich eine kleine Kapelle vor uns auftaucht und damit auch die Straße wieder zur Teerstraße wird. Zu unserem Glück können wir an den Wasserhahn des kleinen Brunnens auf dem Parkplatz unseren Schlauch anschließen, um das vollkommen verdreckte Womo von der dicken Staubschicht zu befreien. Sodann geht es in das Bergdorf Emponas am Fuße des Attaviros, das als das Weinzentrum von Rhodos gilt, wobei wir etwas erstaunt sind, dass wir doch nicht allzu viele Weinfelder entdecken können. Wir bummeln durch den Ort, der offenbar von einigen griechischen Familien zum Sonntagsausflug, aber weniger von Touristen aufgesucht wird - ist wohl der Nachsaison geschuldet. Der Ortskern ist überschaubar, diverse Winzer bieten Weinproben an, mehrere sehr nett gestaltete Tavernen und einige Souvenirshops mit Webarbeiten aus der Umgebung - allerdings ist die Architektur wenig ansprechend, gerade verglichen mit der der Kykladen. Beim Winzer Alexandris machen wir eine sehr ausgedehnte Weinprobe. Er spricht gutes Englisch und zeigt sich äußerst großzügig im Angebot der zu verkostenden Weine - wir beschränken uns auf Weiß- und Roséweine, dennoch werden es mehr als 10 verschiedene Weine. Alexandris führt das Weingut in der dritten Generation und erklärt uns, dass sein Großvater noch ausschließlich süßen Rotwein produziert hat, während er auch trockene im Programm hat, die aber nur als Verschnitt angeboten werden, weil die heimischen Trauben wohl zu süß und aromareich seien. Er benutze französische und kanadische Eichenfässer, von denen eines 650 bzw. 1200€ koste und nur einmal zum Gebrauch kommen könne. Kein Wunder, dass die Preise für seine Weine zwischen 12 und 50 € rangieren.
    Wir begnügen uns mit einem trockenen Weißwein als Erinnerung und kehren anschließend in der netten, familiären Taverne Savvas ein, wo wir wieder einmal super freundlich bedient werden, obwohl wir nur einen Snack zu uns nehmen. Sowohl Vater als auch Sohn kommen zu einem persönlichen Gespräch an unseren Tisch - und zusätzlich zu den leckeren Trauben als Gratis-Nachtisch wird bei der Rechnung wieder abgerundet.
    Anschließend geht es weiter nach Kritinia zur Ruine eines weiteren Johanniterkastells, wo wir durch die alten Gemäuer klettern und wieder einmal einen gigantischen Ausblick genießen. Unser letztes Ziel für heute ist Kamiros, hier befindet sich eine der drei antiken Städte von Rhodos aus hellenistischer Zeit, die bei einem Erdbeben 226 BC vollkommen zerstört und anschließend im typisch hellenistischen Stadtdesign wieder neu aufgebaut wurde. Auf drei Ebenen finden sich Reste des öffentlichen Marktplatzes mit Tempel, dann die privaten Häuser und auf der obersten die der Athene geweihte Akropolis. Auch dies ist wieder ein sehr meditativer Ort, zumal außer uns nur eine Handvoll anderer Touristen zwischen den Gemäuern herumklettert.
    Langsam wird es Zeit, sich um einen Übernachtungsplatz zu kümmern, den wir wieder am Wasser suchen. Doch sagen uns die Örtlichkeiten weder im kleinen Ort Fanes, der wegen seiner bunten Hausmalereien bekannt ist, noch in Saroni, wo wir einen kleinen Hafen und Strand vorfinden, hundertprozentig zu, so dass wir beschließen, wieder zum Parkplatz von Kamiros zurückzukehren, der in absoluter Einsamkeit auf der Höhe liegt. Auf dem Weg dorthin kehren wir noch kurz in einer kleinen Strandtaverne direkt an der Straße hinter Kalavarda ein.
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  • Day12

    Kamiros

    October 7 in Greece ⋅ ⛅ 25 °C

    Kamiros war neben Ialysos und Lindos eine der drei Städte des antiken Rhodos. Die Ausgrabungen waren wirklich beeindruckend und wir erkundeten erfreut die alte Stadt.

You might also know this place by the following names:

Kamiros

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