November 2017
  • Day53

    Blau Varadero

    January 18, 2018 in Cuba ⋅ ☀️ 19 °C

    16.01.208
    In diesem Hotel hat man eher das Gefühl, dass hier der Sozialismus außer Kraft gesetzt wird, um diesen sehr hohen Servicestandart gewährleisten zu können. In meinem ersten Hotel in Varadero war davon deutlich weniger zu spüren. Bei einer Bewertung auf einer Skala 1-10 würde ich definitiv 9 Punkte vergeben. Mir fällt (außer der Gebäudearchitektur) schlicht nichts ein, was ich an dem Hotel, dem Service, oder der Lage bemängeln könnte. Das kommt bei mir wirklich sehr selten vor. Generell kann ich mir das Hotel sehr gut als Winterquartier vorstellen. Alternativ gibt es nördlich von diesem Hotel noch eine ganze Reihe von Luxusherbergen in toller Lage, die man durchaus mal ausprobieren sollte. Südlich davon eher nein. Heidi: wir hatten ja schon viele Strandhotels auf unserer Liste: Ägypten, Sri Lanka, Dubai, Kenia, Marokko, Thailand, Malaysia, usw. Meiner Meinung nach kann das hier nichts toppen und ich würde immer wieder die Flugstunden in Kauf nehmen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
    - Die Freundlichkeit der Menschen hier ist allgegenwärtig und was wichtig ist: sie ist authentisch.
    - Sie sind nie aufdringlich
    Es reicht, einmal zu sagen, du möchtest das nicht und schon lassen sie dich in Ruhe
    - Im Gegensatz zu muslimischen Ländern hat man hier kein "schlechtes Gewissen" Alkohol zu trinken. Kubaner sind stolz auf ihren Rum und ihre Cocktails, bestehend aus viel Rum und diverse Zutaten. Der Hausmeister, der heute Abend versucht hat unseren Safe zu reparieren hatte eine Fahne, als wenn er vorher an einer Rumverkostung teilgenommen hätte. Über so was regt sich hier aber keiner auf.

    17.01.2018
    Es ist jetzt wirklich untypisch frisch in Kuba geworden. Ohne T-Shirt tagsüber nur für die ganz abgehärteten. Aber wir finden es trotzdem toll hier und haben jetzt neben "Phase 10" auch "Bingo" und die "Siedler von Castan" entdeckt. Erstmalig werden wir diese Spiele bei unserem Skiurlaub ab Ende Februar austesten. Was man als Quasi- Pensionär so alles macht.

    18.01.2018
    Hurra es wird wieder wärmer und die Sonne scheint deutlich mehr. Der Wind ist aber immer noch gewaltig. Mit Mochito lässt es sich sehr gut aushalten 😎

    Editiert am 12.03.2018
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  • Day51

    Blau Varadero

    January 16, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 24 °C

    14.01.2017
    Die Anlage ist wirklich toll. Kein Vergleich zu meinem ersten Hotel in Varadero. Das "Blau Varadero" hat eine sehr gute Atmosphäre, guten Service und gutes Publikum. Das Zimmer mit tollem Meerblick hat einen hohen Qualitätsstandard. Man kann hier gar nicht glauben, dass man in Kuba ist. Als Zugabe gibt es noch einen der besten Sandstrände, den ich bisher in diesen Breitengraden gesehen habe. Aktuell ist es zu stürmisch, um im Meer zu baden. Es ist auch so frisch, dass man am Strand mindestens ein T-Shirt tragen muss. Architektonisch ist die Anlage sehr untypisch für Kuba und ist weit sichtbares Zeichen für missratene Architektur. Der innere Bereich gleicht das aber aus. Auch findet hier glücklicherweise keine Dauerbeschallung oder was noch schlimmer ist, eine Daueranimation statt. Heidi: Das Wetter könnte etwas besser sein. Ab und zu scheint die Sonne, aber der Wind ist zu stark. Das Hotel hat eine tolle Pool-Anlage, riesig groß und ich hoffe, dass ich den irgendwann nutzen kann. Haben heute zwei lange Strandwanderungen gemacht. Mittags hat eine tolle Gruppe Live Musik gespielt. Nachmittags gab es im Pool ein tolles Wasser-Ballett. Die Etikette des Hauses wünscht eine lange Hose von mir zum Abendessen. Eigentlich nicht mein Ding in diesen Breitengraden. Aber was tut man nicht alles für den Burgfrieden?

    15.12.2017
    Ich habe jetzt noch 3 Tage Zeit mein Visa um weitere 30 Tage zu verlängern. Deshalb fahren wir heute Nachmittag mit dem hopp-on, hopp-off Bus erst mal zur Immigration in Varadero Stadt und danach die ganze Varadero Runde, zurück zum Hotel. Hat cool geklappt mit der Visaverlängerung. Kubanische Offizielle sind echt locker drauf. Da fällt mir kein Land auf der Welt ein, wo das ähnlich cool abgeht.

    Editiert am 12.03.2018
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  • Day49

    Holguin nach Varadero

    January 14, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 21 °C

    Generell war unser letzter Reisetag der Kuba Rundreise ungünstig geplant. Besser wäre gewesen von Baracoa nach Varadero zu fahren und dafür 2-3 weitere Übernachtungen einzuplanen. Dann hätte die Rundreise aber fast 3 Wochen gedauert.

    So fahren wir gegen 09:00 zum Flughafen nach Holguin; geben dort das Auto ab (100 EURO Überführungsgebühr nach Havanna); nehmen den Flieger nach Havanna (preiswert); nehmen dann rückwärts nach Varadero ein Taxi (90 EURO). Gegen Abend werden wir im Hotel sein und keine Abgase mehr einatmen müssen. Autoabgase sind sicher das größte Ärgernis auf Kuba. Aber wer Kuba live erleben will - wie es heute noch einzigartig auf der Welt ist - muss damit einfach leben. Die einzige Veränderung die ich zu meiner 1. Reise nach Kuba vor gefühlt 6 Jahren festgestellt habe, ist das Internet jetzt auf vielen Plätzen in den Städten verfügbar ist und dass es weniger professionelle Livemusik mit alten lnstrumenten gibt. Zunehmend werden die guten Sänger und Musiker durch digitale Musik ersetzt.

    09:30h:
    Wir haben den zweiten Plattfuß am Auto. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn wir nicht noch ein Problem mit dem Auto gehabt hätten. Wir fahren nach dem schnellen Reifenwechsel (wir haben ja schon Routine) dennoch relaxed in Richtung Flughafen und werden nach dem Tanken erstmal das Auto abgeben. Die erste Tankstelle hatte unsere Benzinsorte nicht verfügbar. Auf dem Weg zum Flughafen stellte ich fest, dass ich einen falschen Flughafen auf dem Radar hatte. Bei Maps.me gibt es keinen konkreten Hinweis auf diesen winzigen Flughafen 16 km südlich von Holguin. Ich hatte fälschlicherweise erst einen anderen Regionalflughafen ca. 28 km südlich von Holguin auf dem Schirm. Heidi hatte aber gestern das Hinweisschild gesehen und hat den richtigen Flughafen angesteuert. Die Abfertigung bei Rent a Car (Transganovia) zog sich über eine Stunde hin. Das Problem ist das Deposit von ca. 200 EURO auf die Kreditkarte zu retournieren. Es wäre deutlich schneller und sicherer gegangen, wenn ich alles mit Cash erledigt hätte. In solchen Ländern ist bezahlen mit Cash definitiv die bessere und vor allem stressfreiere Methode. Der Kilometerstand war 77.280 km. Das entspricht ca. 1.850 (von Heidi) gefahrenen Kilometern und das NUR mit 2 Reifenpannen. Übrigens war dem Vermieter der platte Reservereifen schnurzpiepegal und wir mussten dafür auch nicht zahlen. Unser Inlandsflug soll um 13:20 abheben. Der nationale Airport ist etwa so groß wie eine kleine Autobahnraststätte in Deutschland. Aber Internet funktioniert hier. Das ist ja schon mal was ...

    12:20h:
    Der Flug fällt aus, weil das Flugzeug in Santiago de Cuba ebenfalls eine Panne hat. Sie senden zwei Ersatzflugzeuge aus Havanna (evt.). Neue Abflugzeit so gegen 17:00 (evt.). Toll ...

    13:30h:
    Wir haben das Gepäck eingecheckt. Glücklicherweise gehen heute nur zwei Flieger nach Havanna. Da kann das Gepäck nicht fehlgeleitet werden. Wir haben "Prioriti" im ersten kleineren Flieger, der von Havanna kommt. 👍

    16:15h:
    Der Flughafen hat jedem von uns einen Gutschein von 5 CUC gespendet. Davon kann man faktisch nur Softdrinks und fade Sandwiches kaufen, so lange der Vorrat reicht. Neuste Ankündigung: Die erste Propellermaschine landet um 17:30. Bleibt dann aber 1 Stunde hier stehen, bevor es weiter geht. Hoffentlich haben die noch genug Sprit für den Flug nach Havanna. Das bedeutet, wir sind frühestens um 20:30 in Havanna. In der lauten Wartehalle hat uns ein wirklich netter Kubaner auf Deutsch angesprochen. Er wollte unbedingt sein Deutsch praktizieren. Wir haben als Erinnerung ein Selfie mit ihm gemacht. Außer Warten und Lesen geht bis zum Abflug nicht viel.

    17:30h:
    Eine kleine Propellermaschine ist gelandet. Die Chancen steigen, dass wir heute noch in Varadero ankommen.

    18.30h:
    Wir sind in der Luft und kommen garantiert auch wieder runter!

    20:30h:
    Wir sind gelandet. Zeit und Lust zum Verhandeln habe ich jetzt nicht. Für 100 CUC geht's nach Varardero. Vorausgesetzt die Koffer kommen irgendwann.

    23:45h:
    Wir sind im Hotel angekommen. Der erste Eindruck ist sehr gut. Auf der Fahrt zum Hotel hatten wir noch mal "Kuba - Live". Das Taxi war ein in die Jahre gekommener Wagen, der aus dem letzten Loch gepfiffen hat. Unterwegs musste das Taxi mehrfach anhalten, um ihm wieder irgendwie magisch zu neuem Leben zu verhelfen. Die beiden Fahrer sind mit abenteuerlicher Geschwindigkeit an (fast) allen Schlaglöchern vorbei nach Varadero gefahren und wirkten irgendwie überrascht, als ich sie via Maps.me bis zur gigantischen Empfangshalle des "Blue Varadero" gelotst habe. So eine komfortable Empfangshalle sehen die offensichtlich auch nicht täglich.

    Editiert am 09.03.2018
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  • Day48

    Baracoa nach Holguin

    January 13, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 25 °C

    Die Entscheidung ist für eine vorzeitige Abreise gefallen. Unser Vermieter organisiert eine Casa in Holguin für uns. Wir werden wie geplant die Nordroute fahren. Die ersten 70 km soll eine schlechte Schotterpiste sein, für die wir mindestens 2 Stunden planen müssen. Wir werden im Ort noch etwas einkaufen und dann um 11:00 losfahren. Für die ersten 60 km auf einer Schotterpiste haben wir 2,5 Stunden gebraucht. Landschaftlich war das teilweise sehr schön. Insgesamt haben wir ca. 6 Stunden für die ganze Strecke gebraucht. Wir sind dann aber auch im Nordosten der Insel durch eine Mondlandschaft gefahren. Hier werden Rohstoffe unter übelsten Umweltbedingungen abgebaut. Um 18.00h sind wir in einer einfachen Casa angekommen und dann direkt ins ca. 1,3 km entfernte Zentrum von Holguin gelaufen, um was zu essen. Holguin ist nicht spektakulär und wir sind gegen 19:30 wieder zurück in der Casa. Wichtig ist, dass wir jetzt nur noch 16 km vom Flughafen entfernt sind.

    Fazit einer Rundreise: Wer Kuba wirklich erleben will, darf nichts mit deutschen Maßstäben messen. Wenn man ohne ernsthafte Autoschäden die fast 2.000 km von Havanna im Nordwesten nach Baracoa im äußersten Osten mit schlechten Leihwagen übersteht, kann sich glücklich schätzen. Unser Auto hatte fast 80.000. km auf dem Tacho - was nach deutschen Straßenverhältnissen, TÜV usw. sicher 300.000 km entsprechen würde. Die Herzlichkeit der Menschen entschädigt jedoch auch für viele Unzulänglichkeiten. Aber nur die touristischen Highlights, wie Havanna Old Town, Trinidad und den Strand von Varadero anzuschauen reicht nicht, um Kuba etwas besser zu kennen und zu verstehen. Wichtig ist auf so einer Rundreise in den kleinen Casas zu übernachten. Dort bekommt man Einblicke, wie der Lebensstil von Kubanern ist. Definitiv die schönsten Casas für uns waren in Havanna, Trinidad und Baracoa. Mein Highlight der Rundreise war das Reiten in Viñales.

    Editiert am 09.03.2018
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  • Day47

    Santiago de Cuba nach Baracoa

    January 12, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 29 °C

    Unser heutiges Ziel: "Casa Colonial Isabel Castro" in Baracoa, Mariana Grajales. Dort werden wir 2 Nächte verbringen und übermorgen so gegen 05:00h aufbrechen müssen, um unseren Flug von Holguin nach Havanna rechtzeitig zu erreichen. Aus heutiger Sicht wäre es sinnvoller gewesen die Rundreise um 2 - 3 Tage zu verlängern, um das Auto dann direkt in Varadero abgeben zu können. Glücklicherweise wurde die Abflugzeit in Holguin wieder auf Mittags verschoben, sonst hätten wir bei diesen Straßenverhältnissen gegen Mitternacht in Baracoa aufbrechen müssen. Und nachts bei diesen Straßen Auto zu fahren, ist eigentlich unverantwortlich.

    14:00h:
    Wir sind in der schönen "Casa Colonial" Isabel Castro, Baracoa, Mariana Grajales angekommen. Es gibt einen schönen Innenhof mit tropischen Garten und wir konnten das Auto sogar im Innenhof parken. Heidi ist wieder mal toll gefahren, auch wenn sie auf einer dreispurigen Einbahnstraße kurzzeitig einen Blindflug gemacht hat. Sie hat dann cool gewendet und alles war wieder gut.

    15:00h:
    Wir sind im Toprestaurant vor Ort "El Buen Sabor". Heute gibt's: Flasche Weißwein (Fratzenschneider) aus Spanien (8 CUC). Fisch in Kokosnusssouce (12CU). Fernsicht auf der Terrasse inklusive.

    18:00h:
    Wir sind wieder in der gemütlichen Casa und trinken hier noch auf der ruhigen Terrasse im typisch kubanischen Schaukelstuhl ein Bukanero Bier und Rum.

    18:30h:
    Die neuste Botschaft, die ich soeben von 2 anderen Deutschen aufgeschnappt habe ist, dass die kürzere nördliche Straßenverbindung nach Holguin derzeit wegen starker Regenfälle gesperrt ist. Wenn sich das bis morgen nicht ändert, werden wir wohl schon gegen 04:00 losfahren müssen und die südliche Variante über Guantanamo zurücknehmen müssen.

    19:00h:
    Wir denken jetzt ernsthaft darüber nach bereits morgen Mittag in Richtung Holguin aufzubrechen, idealerweise ist dann die Nordroute wieder befahrbar. Laut Reiseführer soll Holguin "ganz nett" sein. Wir hatten dann noch ein nettes Gespräch mit 2 jungen Deutschen und haben noch einige Rum pur genossen. Meiner lieben Heidi bekommt der Rum pur gut. Kann man von Whisky zu Hause nicht gerade sagen. Den darf ich alleine trinken.

    Editiert am 09.03.2018
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  • Day46

    Santiage de Cuba

    January 11, 2018 in Cuba ⋅ ☀️ 22 °C

    Unsere Casa ist zwar zentral, aber auch eingebunden im Lärm der Stadt. Wir werden nach dem Frühstück auf der Dachterrasse so gegen 09:00 die Stadt erkunden.

    11:00h:
    Wir machen jetzt einen Spaziergang in El Tivoli. Heidi: El Tivoli ist der malerische Stadtteil von Santiago. Die Stadt ist ansonsten chaotisch, zeigt hier seine ruhige Seite. Gegründet von Franzosen, die im 18. Jhd. aus Haiti mit ihren Sklaven hierher geflohen sind. Es gibt, wie fast überall, natürlich auch hier Museen, die die Revolutionsgeschichte zeigen. Interessiert uns aber nicht wirklich. Im Hafen liegt ein kleiner Kreuzfahrer von der Größe FTI cruises. Im konkreten Fall ist es Fred. Olsen Cruise Lines. Der Name des Schiffes: BRAEMAR.

    13:00h:
    Heidi's Reiseführer hat uns in das beste Restaurant des Ortes geführt. Ergebnis: Eisgekühlt, flimmernde Bildschirme an jeder Wand und dunkel wie in der Hölle. Ich hatte eh nur meine extrem dunkle Sonnenbrille dabei und durchgeschwitzt in die Kühlkammer ist nicht mein Ding. Nach dem obligatorischem Cuba Libre (geht immer) haben wir fluchtartig den Kühlschrank verlassen. Wir sind knapp an einer Ehekrise vorbeigeschrammt. Jetzt sitzen wir auf der luftigen Dachterasse des Hotels Casa Grandes. Alles ist wieder guuuut ... Heidi: "Wie immer übertreibt Wolfgang mal wieder. Ehekrise 😂 da gehört schon etwas mehr zu!!! Der wird mich so schnell nicht los.

    14:00h:
    Das Essen kann leider nicht mit der Lage mithalten.

    17:00h:
    Wir haben alles Sehenswerte gesehen und sind jetzt auch total durchgeschwitzt.

    Editiert am 09.03.2018
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  • Day45

    Camagüey nach Santiage de Cuba

    January 10, 2018 in Cuba ⋅ ☁️ 20 °C

    Santiago wird unsere vorletzte Station werden, bevor wir wieder nach Varadero fahren. Was mir in Camagüey und auch in Trinidad aufgefallen ist - man darf sich nicht durch die schlechten und unscheinbaren Fassaden der Häuser täuschen lassen; oftmals verbergen sich dahinter recht eindrucksvolle Einrichtungen und Innenhöfe mit Gartenanlagen. Sehr eindrucksvoll konnte man das bei dem Österreicher in Camagüey, aber auch beim Schweizer (Daniel?) in Trinidad sehen. Gestern habe ich endlich auch mein zusätzliches Loch in den Gürtel bekommen. Faktisch bedeutet das; ich habe seit meiner Abreise aus Deutschland am 27.11.2017 ca. 4-6 cm Bauchumfang verloren.

    15:45h:
    Wir sind angekommen in der "Casa Raul y Kathy" Santiago de Cuba, Calle Heredia 610. Die Anfahrt war wie üblich - chaotisch. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h, um nicht von irgendeinem Schlagloch verschluckt zu werden. Heidi: "Wir sind um 9.00 Uhr los und haben 333 km um 16.00 Uhr geschafft. Bis auf 40 km war alles Landstraße. Die "Autobahn" konnte man aber als solche nun wirklich nicht erkennen. Überhaupt waren die Straßen nach Santiago sehr schlecht. Es gibt Schlaglöcher, da könnte das halbe Auto verschwinden. Ich bin trotzdem total entspannt beim Autofahren. Lasse mich von LKW überholen, wende in Sackgassen, rege mich über nichts auf".

    16:20h:
    Wir gehen essen auf einer Dachterasse (La Terraza). Heidi hatte guten Lobster. Und ich esse fast täglich Lamm, was in Kuba generell das beste Fleisch ist. Kann ich mich direkt an die Seidenstraße gewöhnen. Dort gibt es wahrscheinlich auch nur Lamm. Das wird hart für meine Heidi - sie mag nämlich kein Lamm. Heidi: "Das Lokal hätte man als solches nie erkannt. Es war wieder eine Empfehlung aus dem Reiseführer" und nicht weit von unserer Casa entfernt."

    19.00 Uhr:
    Nach einem längeren Spaziergang auf der Fußgängerzone und einem Kaffee auf der Terrasse des Grand Hotel mit schönem Blick auf die Hauptkirche der Stadt, sitzen wir an einem Café außen, nehmen einen (oder auch zwei) letzte(n) Absacker auf dem Plaza Dolores und werden von mehreren wechselnden Straßenmusikanten beschallt, die so auf ein Trinkgeld hoffen. Nach dem dritten Gedudel reicht es mir dann auch. Ich will nur in Ruhe meinen Cocktail trinken. Wenn man hier eine Feinstaubmessung nach deutschem Maßstab machen würde, käme man sicher zur Erkenntnis, dass die Plaza und vermutlich die ganze Stadt unbewohnbar ist. Denn 70 Prozent aller kubanischen Autos blasen ihre Abgase total ungefiltert raus. Und die Verkehrsdichte ist in dieser Stadt höher als sonst in Kuba.

    20:20h:
    Sind wir wieder in der Casa mit ihrer extrem steilen Innentreppe und dem Gitter vor dem Fenster. Erinnert mich irgendwie an Indien. Heidi: "Was man immer im Reisegepäck haben muss: Ohrstöpsel! Die zu vergessen, kann einem den ganzen Urlaub versauen. Im Gegensatz zu unserer Casa in Havanna liegt die hier in Santiago an einer viel befahrenen Kreuzung. Und bellende Hunde runden den Sound ab. Überhaupt gibt es auf Kuba extrem viele Hunde ohne Besitzer, die versuchen, ihren Hunger durch Nahrungssuche im Abfall auf der Straße zu stillen.

    Editiert am 08.03.2018
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  • Day44

    Camagüey

    January 9, 2018 in Cuba ⋅ 🌫 22 °C

    Dieser Ort ist der am wenigsten touristisch erschlossene Ort unserer bisherigen Rundreise. Die Casa, in der wir 2 Nächte sind, ist sehr laut. Ohne Ohrstöpsel geht da nicht viel.

    11:30h:
    Der Ort ist Weltkulturerbe. Aber das erschließt sich einem erst auf den zweiten Blick. Im Gegensatz zum Zentrum von Havanna und Trinidad ist hier kaum etwas saniert. Und vom Tourismus ist diese Stadt bisher auch verschont worden. Es ist heute extrem schwül und wir schwitzen erstmalig auf Kuba. Wir haben den größten Bauernmarkt Kubas besichtigt, auf dem es faktisch nur (unbehandelte) Kohlköpfe, Zwiebeln und Knoblauch zu kaufen gibt.
    Heidi: "Laut Reiseführer sollte es hier Obst und Gemüse im Überfluss geben. Konnten wir aber nicht feststellen. War vielleicht vor 1990 so. Jetzt ist die Mangelwirtschaft überall angekommen. Es gibt nur ein Produkt, das es überall reichlich gibt: Rum". Wir besichtigen den ältesten kubanischen Friedhof (1814) und der einzige, der um eine Kirche angelegt wurde.

    14:00h:
    Ich war in einer Bank und habe 200 EURO cash eingetauscht. Und ich habe meine Wertmarken (25 CUC) für die Visaverlängerung bekommen. Es ist schon spannend, wie kompliziert das alles in Kuba ist. Der Wechselkurs ist aber beim Wechseln von Bargeld optimal. Am interessantesten war es, als mich die Dame gefragt hat, wo ich wohne. Ich habe ihr gesagt, dass ich das digital auf meinem iPhone abgespeichert habe. Sie sagte dann "Benutzung eines Telefons innerhalb der Bank ist verboten". Ich musste nach draußen, um die Adresse auf einem Zettel aufzuschreiben. Glücklicherweise brauchte ich mich dann nicht wieder in der Warteschlange anstellen. In der Schalterhalle, haben gefühlt 50 Leute gearbeitet. In der Sparkasse zu Hause würden das max. 3 machen. Heidi: "War früher in Deutschland auch nicht anders. Würde es hier Internet geben, müssten auch hier die Leute nicht an den Schalter. So haben wenigstens 50 Leute Arbeit". Es ist gar nicht einfach in dieser Stadt Geld auszugeben. Beispielsweise in einem Lokal nachmittags zum Kaffee einen Kuchen zu bekommen, ist extrem schwer. Deshalb habe ich vermutlich auch so viel Gewicht verloren. Meine Heidi meint, ich sehe jetzt 10 Jahre jünger aus. Heidi: "Es ist auch nicht einfach, nachmittags Kaffee zu trinken. Nach gefühlten 2 km und Nachfrage in 4 Lokalen, hat es geklappt. Ich habe gesagt, dass Wolfgang abgenommen hat. Von 10 Jahre jünger war keine Rede 😂"

    16.30 h
    Wir sind in Österreich gelandet 😁 Es gibt hier in der Stadt tatsächlich ein österreichisches Restaurant. Haben wir nur durch den Reiseführer gefunden. Ist als Nr. 1 der Restaurantliste gesetzt. Und wer jetzt meint, dass es abartig ist, auf Kuba österreichische Küche zu genießen: Das typisch kubanische Essen muss man nicht jeden Tag haben. Außerdem ist es spannend, wo auf der Welt die Menschen letztlich landen. Wir genießen es! Den Besitzer hat vor 20 Jahren die Liebe nach Kuba verschlagen. Ein typischer Österreicher. Als ausgebildeter Zuckerbäcker hat er hier mit einem Wagen und Süßigkeiten auf der Straße angefangen, die Grundlage für sein Restaurant zu legen. Die schwierigste Aufgabe: die Grundstoffe wie Eier, Mehl und Zucker und Vanille für seine Süßigkeiten zu beschaffen. Verschiedene Sachen bekommt er nur in Mexiko und bringt das im Handgepäck zurück nach Kuba. "Wir ziehen den Hut".

    18:30h:
    Es hat angefangen zu regnen und Heidi hatte Mitleid mit einem der vielen Fahrradtaxifahrer, die sich ihren Lebensunterhalt sehr mühsam erarbeiten müssen. Für 3 CUC hat er uns zur Particulares geradelt. Auch dieser Taxifahrer konnte mit einer geschriebenen Adresse nicht viel anfangen. Wir haben ihn via maps.me zum Ziel dirigiert.

    Editiert am 08.03.2018
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  • Day43

    Trinidad nach Camagüey

    January 8, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 25 °C

    Die Distanz ist heute ca. 255 km. Mal sehen, ob ich es heute schaffe meine Heidi zu überzeugen, etwas vorsichtiger zu fahren. Heidi: "Ich fahre immer vorsichtig, statt erlaubten 90 km/h fahre ich meistens 70"

    13:30h:
    Wir sind am Ziel angekommen und Heidi ist wieder ganz toll gefahren. Auf der Strecke haben wir sehr viele Pferdefuhrwerke gesehen, die in Kuba tatsächlich als Transportmittel genutzt werden. Maps.me hilft uns, unseren richtigen Weg zu finden. Ist eine tolle App! Trotzdem haben wir uns in der Stadt etwas verfahren. Heidi: "Auch mit maps.me muss man die Adresse richtig eingeben."
    Letztlich hat es aber geklappt. Unsere Particulares "Casa de Eduardo y Geraldine" in Camagüey, Gollo Benitez No. 61 ist angenehm und hat sogar eine Dachterrasse. Hier können wir auch frühstücken. Heute ist es auch endlich deutlich wärmer geworden.

    16:15h
    Wir sind auf der "Placa del Carmen" und nehmen im "El Ovjito" unser Essen ein. Das ist eine Empfehlung von Heidis Reiseführer. Heidi: "Nach meiner Meinung nicht gut!
    Das heute mein 67. Geburtstag ist, ist für mich nur eine Randnotiz. Solche Tage nehme ich grundsätzliche nur als Randnotiz zur Kenntnis. Aber meine Heidi hat mich heute wach geküßt und mir gratuliert. Heidi: "Plaza del Carmen" ist eines der Vorzeigeplätze Camagüeys. Sehr nett und ruhig. Es hat lebensgroße Skulpturen:
    - Die drei Klatschtanten (mit Heidi 4 - siehe Foto)
    - Dem Zeitungsleser
    - Dem Liebespaar (Heidi und Wolfgang nach empfunden)

    19:00h:
    Wir hatten noch ein paar Absacker.
    Heidi: "Die Bar haben wir durch Zufall gefunden. Mir ist irgendwas nicht bekommen und ich musste dringend zur Toilette." Erstmalig seit einigen Tagen braucht man jetzt abends keinen Pullover zu tragen. Kurze Hose ist sowieso gesetzt. Nach einem kurzen Rundgang sind wir zurück zu dieser Bar. Wirklich letzter Absacker ...

    Editiert am 08.03.2018
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  • Day42

    Trinidad

    January 7, 2018 in Cuba ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute morgen müssen wir uns erst einmal um unseren "flat tire" kümmern.

    10:00h:
    Unser Schweizer Wirt ist mit uns zum Autovermieter gefahren. Der fühlte sich nicht zuständig für unseren platten Reifen. Der Schweizer Er hat uns dann zu einem Reifenflicker gebracht, der uns an einem Sonntag den Reifen für 5 CUC repariert hat. Es war kein Loch im Schlauch, sondern die Felge war komplett deformiert. Kein Wunder bei Heidis Fahrweise und natürlich bei den Straßenverhältnissen ...

    14:00h:
    Trinidad ist sehr schön aber überschaubar von der Größe. Wir haben am Vormittag die Stadt erwandert und sind jetzt in einem der Restaurants, die von Heidis Reiseführer empfohlen werden. Hier trinke ich statt Cubra Libre die lokale Spezialität "Canchanchara" (Rum mit Beilage ...). Internet war bisher nicht möglich. Es gibt in Trinidad 3 markante Plätze, wo sich alle jungen Leute treffen und versuchen eine WIFI Verbindung herzustellen.

    19:00h:
    Wir sind heute mal nicht rausgegangen, denn wir haben auch eine schöne Terrasse in unserem Quartier. Und wir hatten ein tolles Gespräch mit unserem Schweizer.

    Editiert am 07.03.2018
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