November 2017
  • Day1

    Hamburg / Venedig

    November 27, 2017 in Italy ⋅ ☀️ 9 °C

    27.11.2017
    Um 16:30h geht mein Flug mit EasyJet von Hamburg nach Venedig. Das Wetter in Hamburg ist grausam. Aber so war fast der ganze November. Es wird wirklich Zeit, dass ich in die Wärme komme. Mindestens genauso wichtig wird sein auf alternative Gedanken zu kommen. Ich habe mich in den letzten Monaten sehr um das Business und auch um die Übergangsphase zu Christian gekümmert. Mein Mobiltelefon bleibt jetzt auch über die 78 Tage hinaus umgeleitet nach Christian. Das hilft Christian in die live-Phase zu kommen und hilft mir, "den Schalter umgelegt zu bekommen". 2018 wird ein Schlüsseljahr im Wandel von "Full-Time Business" nach "Business On Demand" werden. Den ersten Schritt habe ich jetzt getan: Loslassen und nicht mehr den Takt bestimmen wollen. Der Flughafen Venedigs liegt nur ungefähr 13km außerhalb der Lagunenstadt. Man kann von hier mit allen Verkehrsmitteln die Terminals erreichen:

    - Per Taxi in ca. 20 min.
    - Mit dem Wasser-Taxi in ca. 60 min. Romantisch - aber nicht gerade die günstigste Lösung.
    - Oft fährt ein Wasser-Shuttle zwischen Flughafen und Kreuzfahrt-Terminal.
    - Öffentlicher Bus bis zur Piazzale Roma (ca. 20 min.), von hier mit dem kostenlosen Shuttle-Bus zu den Terminals (ca. 5 min.)

    20:00h:
    Flug und Busfahrt in den Stadtbereich von Venedig waren stressfrei. Dann hatte ich noch ca. 700 m zu Fuß (statt der 50 m laut EMIL) zu meiner Dreisterne-Herberge für 35 EURO. Für den Preis muss man eben das Gepäck selbst wegen Ermangelung eines Liftes drei Etagen hochtragen. Aber sonst liegt das Hotel zentral und ist ok. Bin dann noch Essen gegangen und habe mir noch einen "Absacker" gegönnt.

    28.11.2017
    Um 08:00 bin ich unweit vom Hotel auf ein Ausflugschiff gegangen und bis San Marco gefahren. Von da habe ich mich mit Hilfe von Maps.me durch Venedigs Gassen zurück zum Hotel navigiert. Nach dem Ausschecken bin ich dann die700 Meter zum Shuttle gegangen, um zur "Fähre nach Havanna" zu gelangen. Habe dann eingecheckt und pünktlich um 17:00h hat die "MSC Armonia" mit Kus auf Havanna abgelegt.

    Editiert am 21.02.2018
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  • Day2

    Venedig

    November 28, 2017 in Italy ⋅ 🌙 0 °C

    Venedig - das sind leider auch zu viele Kreuzfahrer.
    Die Riesenschiffe, die sich im Kanal von Giudecca dicht an Sehenswürdigkeiten wie dem berühmten Markusplatz vorbeischieben, sind schon seit Jahren ein Reizthema. Umwelt- und Kulturschützer sehen das Unesco-Welterbe Venedigs sowie das sensible ökologische Gleichgewicht in der Lagune bedroht. Unternehmer und Tourismusveranstalter sehen dagegen ihr Geschäft in Gefahr. Die Unesco hatte bereits gedroht, die Stadt könne den Titel "Weltkulturerbe" verlieren. Es reicht, dass der Unesco und der Welt klar ist, dass wir eine Lösung für die großen Schiffe in der Lagune haben", sagte Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro.

    Sehenwürdigkeiten:
    Markusdom - in dem die Reliquien des Heiligen Schutzpatrons aufbewahrt werden - und der Dogenpalast - der Wohnsitz des Dogen und aller Regierungsorgane der Stadt. Bei diesen beiden Sehenswürdigkeiten handelt es sich zweifelsohne um die eindrucksvollsten Bauwerke in Venedig: Die Basilica ist ein mosaikbesetztes Relikt aus Venedigs byzantinischer Gründungszeit, während es sich beim Dogenpalast um das vielleicht schönste aller weltlichen Gebäude im gotischen Stil handelt. Würde man eine Liste sämtlicher sehenswerter Kirchen anfertigen, wäre diese mindestens 50 Einträge lang, und eine Auflistung der wichtigen Gemälde und Skulpturen würde gleich doppelt so viele Einträge umfassen.

    Piazza San Marco - Sie ist der einzige Platz in Venedig mit dieser Bezeichnung - alle anderen werden Campi oder Campielli genannt. Ihre Paraden, die Feiern und die Märkte ziehen schon immer Besucher an, einst war die größte Attraktion die Fiera della Sensa, die auf der gesamten Piazza 14 Tage nach Christi Himmelfahrt, der Tag der Hochzeit mit dem Meer stattfand; heute ist die Piazza der Mittelpunkt für den Karneval von Venedig. Die Kaffeehäuser auf der Piazza stellten in der vornehmen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts wichtige Treffpunkte dar. Zwei Cafés aus dieser Zeit bestehen bis heute: Florian und Quadri sind auch heutzutage noch die teuersten der Stadt und in ganz Europa berühmt. Heute befindet sich dort die einzige verbliebene Handwerksregion in Venedig.

    Alle Videos, die ich auf dieser 78 Tage Reise erstellt habe, finden sich auf www.youtube.com/user/1989ews (Einige dieser Videos, auf denen Heidi ist sind aber nicht öffentlich zugänglich).

    Editiert am 21.02.2018
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  • Day3

    Venedig / Auf See

    November 29, 2017 in Italy ⋅ ⛅ 5 °C

    28.11.2017
    Seit Mittag bin ich jetzt an Bord meiner Fähre "MSC Arminia". Vom Busbahnhof, wo ich gestern angekommen bin, führt eine Bahn und ein Busshuttle zum Terminal. Erster Eindruck: MSC ist ähnlich Nicht steril wie Costa. Habe akzeptabel gegessen und werde an Bord gesund essen und satt Alkohol nur viel Wasser konsumieren. Süßspeisen stehen ebenfalls auf der "No-Go Liste".

    17:45h:
    Nach der obligatorischen Sicherheitsübung haben wir etwas verspätet abgeleg. Ich hatte noch einen Anruf von der Reception, die nach einer nicht an Bord gekommenen Passagierin Heidi Schneider gefahndet haben. Fakt ist, ich konnte nur Doppelbelegung buchen, aber Heidi will partout nicht auf so einen Dampfer. Sie fliegt aber am 31.12.2017 nach Havanna. Wenn Heidi mitgereist wäre, hätten wir die Fähre für ca. 30 Euro pro Person geschossen. So sind es eben immer noch überschaubare 60 Euro für mich pro Tag.

    29.11.2017
    Ich habe sehr gut geschlafen und der erste Eindruck morgens um 06:45h an Oberdeck: Es wird wärmer. Oder genauer: Weniger kalt! Die Distanz bis zum geplanten nächsten Hafen "Valetta" in Malta ist über 700 km. Als besonders angenehm empfinde ich es kein Internet und somit auch keine Nachrichten online zu haben. Leider habe ich derzeit auf See auch kein Handynetz. Kann meine Liebe Heidi derzeit nicht anrufen.

    09:00h:
    Die "MSC Armonia" ändert wegen schlechten Wetters den geplanten Einlaufhafen "Valetta in Malta" nach "Messina in Sizilien". Und das, weil die Weicheier an Bord nicht durchgeschaukelt werden sollen. Soll mir auch Recht sein, da ich noch nie in Messina war. Ein bisschen Seegang wäre auch nicht schlecht gewesen. Schade ...

    11:00h:
    Ich sitze mit allem was ich an Kleidung dabei habe im "achteren" Bereich des Schiffes und genieße die Sonne. Langsam fange ich an zu relaxen. Die Außenterrasse des Bistros ist sehr angenehm. So was gab es auf der COSTA nicht.

    16:00h:
    So ein Seetag kann wirklich lang werden. Vor allem wenn es draußen noch frisch ist. Zum Glück sitze ich achtern sehr geschützt vor dem kalten Wind und schaue mir die Heckwelle an. Ist auf jeden Fall besser als Fernsehen.

    17:00h:
    Bin mal auf Deck 6 durch das ganze Schiff gelaufen. Auf der MSC geht es etwas gediegener zu, als auf der COSTA. Auch der Receptionsbereich ist deutlich dezenter und viel kleiner. Nur die Menschen sind hier dieselben. Etwa die Hälfte der Gäste verkleiden sich gegen Abend, so als wenn sie in die Oper gehen wollten. Die andere Hälfte ignoriert das und läuft so wie ich im Räuberzivil rum. Jedem das Seine ist hier die Devise. Es gibt hier keine offiziellen Zwänge. Einige Leute machen sich die Zwänge selbst. Wenn Heidi mit wäre, müsste ich sicher irgendeinen Kleiderkompromiss eingehen. Sonst gäbe es zwischen uns Stress. Bei 16 kg Reisegepäck war aber kein Platz für einen Smoking ...

    18:30h:
    Je weiter wir von der Adria in Richtung offenes Mittelmeer kommen, desto unruhiger wird die See. Hinten im Bistro ist das schon offensichtlich. Toll, fast wie damals bei der Marine ...

    Editiert am 21.02.2018
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  • Day5

    Messina (Sizilien) / Auf See

    December 1, 2017 in Italy ⋅ 🌧 12 °C

    30.11.2017
    Um 9:20 haben wir verspätet in Messina angelegt. Es ist bewölkt, sehr windig und gefühlte 15 Grad.

    11:00h:
    Gegen 10:00h bin ich von Bord gegangen. Vorher habe ich noch mein "Zwangstrinkgeld" an der Rezeption auf 0 Euro setzen lassen. Ich bevorzuge, das Trinkgeld individuell in Cash zu geben. Miguel aus Honduras - der für meine Innenkabine 1177 zuständig ist- ist ein erster Kandidat. Das einzig Interessante an dieser ziemlich vermüllten Stadt ist die Aussicht auf die Meerenge zwischen Sizilien und dem Festland. Zwei auf einem Hügel liegende Kirchen bieten eine gute Aussicht. Normalerweise sind bei Kreuzfahrten die zu kurzen Landausflüge ärgerlich, aber hier in Messina definitiv nicht. Max. 2 Stunden, um sich die Beine zu vertreten sind für diese Stadt mehr als genug. Nach dem Mittagessen bin ich dann noch einmal etwas gelaufen. Aber etwas wirklich Interessantes habe ich dann immer noch nicht in der Stadt gefunden. Haken dran ....

    01.12.2017
    07:00h:
    Ich habe wieder exzellent geschlafen und setze meine "Wasserkur" konsequent fort. Nur bei den verführerischen Süßwaren kann ich noch nicht konsequent "nein" sagen. Wir kreuzen jetzt südöstlich von Sardinien mit Kurs auf Barcelona. Heute erwarten uns 15 Grad und offensichtlich ein bewölkter Himmel. Nach Barcelona kann es jeden Tag nur noch wärmer werden.

    09:30h:
    Sardinien ist jetzt an der Steuerbordseite zu sehen. Ich habe mittlerweile wieder alles angezogen, was ich dabei habe um draußen an der frischen Luft sitzen zu können - einschließlich langer Unterhose.

    17:15h:
    So ein See Tag kann lang und kalt sein. Sobald die Sonne verschwindet, ist es an Deck auf Dauer zu frisch. Auch eine lange Unterhose hilft dann irgendwann nicht mehr. Aber selbst im Inneren des Schiffs kann es echt kalt werden. Heizungen gibt es offensichtlich auch nicht. Eine Kreuzfahrt ist eben nur was für warme Gefilde. Zum Glück wird es ab morgen täglich etwas weniger kalt und ab Madeira täglich etwas wärmer.

    Editiert am 25.02.2018
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  • Day6

    Barcelona

    December 2, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 8 °C

    Barcelona - die zweitgrößte Stadt Spaniens und die selbstbewusste Hauptstadt und Hafen Kataloniens - ist eine pulsierende Stadt und es gibt sicherlich keine andere Stadt in diesem Land, die es in Sachen Stil, Trends oder Intensität mit ihr aufnehmen kann. Einen Urlaubstag in Barcelona kann man mit einem Bummel über die "Ramblas" beginnen, um dann direkt in den mittelalterlichen Stadtkern, das Barri Gótic, einzutauchen Es gibt jedoch auch zahlreiche andere Altstädte in der Nachbarschaft, die es zu besichtigen gilt, angefangen bei La Ribera - der Heimat des gefeierten Museums Museu Picasso - bis hin zur unkonventionellen El Raval, wo coole Bars, Restaurants und Boutiquen in der Nähe des Museums für zeitgenössische Kunst MACBA wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Auf dem Passeig de Gràcia, findet man Casa Battló, das einst für den Industriellen Josep Batlló entworfen wurde: Die Steinfassade hängt wie in Falten herab, während auf dem Dach die berühmten Mosaik-Schornsteine emporragen und sich ein kleiner Turm mit einem dreidimensionalen Kreuz auf der Spitze in den Himmel reckt. Bin seit 9:30h unterwegs und habe einen öffentlichen Bus direkt vom Terminal ins Zentrum genommen. Der organisierte Shuttle Bus vom Schiff wäre komplizierter und mit 8,50 Euro auch mehr als doppelt so teuer gewesen. Ansonsten ist es heute lausig kalt. Interessant finde ich die vielen Tapa bars. Tolle Sache für den Snack unterwegs. Für einen modischen Einkaufsbummel hat Barcelona sicher auch mehr zu bieten als jede deutsche Stadt. Ich genieße es, in diversen Tapa bars in der richtigen Atmosphäre einen vino tinto zu trinken. Auf meiner "Fähre" könnte ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Das ist für mich wirklich nur ein Transportmittel mit Vollpension. Gegen 15:00h war ich wieder an Bord. Es war mir in Barcelona einfach zu kalt. Im Mai oder September ist die Stadt bestimmt sehenswerter, als Anfang Dezember. Um 18:00h legen wir in Richtung Valencia ab.

    Editiert am 25.02.2018
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  • Day7

    Valencia

    December 3, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 12 °C

    Die drittgrößte Stadt Spaniens hat endlich seinen Ruf eine provinzielle Stadt zu sein, abgeschüttelt. In den letzten eineinhalb Jahrzehnten wurde die gewaltige Ciudad de las Artes y las Ciencias errichtet, die hochmoderne U-Bahn wurde weiter ausgebaut und dutzende von coolen neuen Bars, Restaurants und Boutiquen haben dem historischen Stadtkern frisches Leben eingehaucht. Valencia hat seinen Strand und den Hafenbezirk von Grund auf saniert. Trotz seiner Größe und seinem unbestrittenen Stil bewahrt sich Valencia noch immer sein Flair. Der stimmungsvollste Bereich der Stadt ist zweifelsohne das labyrinthartige Stadtviertel Barrio del Carmen (Valencianisch "de Carmé"), nördlich des Mercado Central am Río Turia gelegen, erstreckt sich bis nach Torres de Serrano und im Westen bis nach Torres de Quart. Einst vollkommen vernachlässigt, ist der Bezirk noch immer mit seiner Verjüngungskur beschäftigt: Gebäude werden renoviert und schicke Cafés öffnen neben verfallenen Stadthäusern. Doch genau dieser Kontrast macht den Charme des unglaublich lebendigen und alternativen Viertels aus. Der älteste Teil Valencias ist fast vollständig von einem großen Ring des Río Turia, dessen Flussbett heute ein landschaftlich gestalteter Park ist, umschlossen. Nachdem schwere Überschwemmungen einen Großteil der Altstadt beschädigt hatten, wurde der Fluss im Jahr 1956 umgeleitet. Die alten Steinbrücken blieben zwar erhalten, doch im einstigen Flussbett sind jetzt Fahrrad- und Wanderwege sowie Fußballplätze angelegt. Außerdem fand man hier den geeigneten Ort für die beeindruckende Ciudad de las Artes y Ciencias, Europas größtes Kulturzentrum.

    07:00h:
    Wir haben in einem Industriehafen angelegt. Zum Stadtzentrum soll es 5 km sein. Ich sehe aber auf meiner Karte (maps.me) auch einen Strand in ca. 2 km Entfernung. Werde versuchen, heute alles zu erlaufen. Habe mich auf jeden Fall deutlich wärmer angezogen, wie gestern in Barcelona.

    10:00h:
    Bin seit ca. 08:00 bei strahlendem Sonnenschein unterwegs. Die Temperatur ist derzeit nur ca. 8 Grad. Aber dieses Mal bin ich vorbereitet und wärmer angezogen. Die Skiunterhose hat leider immer noch nicht ausgedient. Die Innenstadt von Valencia ist durchaus interessant. Sie erinnert mich etwas an Buenos Aires. Leider ist heute Sonntag und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Außer den allgegenwärtigen Bettlern - die haben keinen Sonntag und sitzen vor allen touristischen Highlights. Ich bin dann noch bis zum breiten feinsandigen Strand von Valencia gegangen. Dort gibt es auch eine riesige und tolle Standpromenade. Gegen 12:00h war ich wieder an Bord und hatte gefühlte 15-20 km in den Beinen. Um 13:30h ist das Schiff dann wieder ausgelaufen. Ziel: Málaga.

    17:15h:
    Die Sonne wird bald wolkenfrei untergehen und gegen 18:30h werden wir Benidorm an unserer Steuerbordseite passieren.

    Editiert am 25.02.2018
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  • Day8

    Málaga

    December 4, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 14 °C

    Das elegante Stadtzentrum Málagas ist überwiegend Fußgängerzone wie auch die Hauptattraktion, die marmorgepflasterte Straße Calle Marqués de Larios, gesäumt von Modegeschäften und eine der elegantesten Straßen der Stadt. Plaza de la Constitución, Málagas Hauptplatz, beherbergt einen monumentalen Brunnen gesäumt von schmalen Palmen und von den Terrassen zahlreicher Cafés und Restaurants. Málagas Innenstadt beherbergt zahlreiche Kirchen und Museen und nicht zu vergessen, die Geburtsstätte Picassos und das Museo Picasso Málaga, das eine Sammlung wichtiger Werke des berühmtesten Sohnes Málagas beherbergt. Auf dem Hügel über der Stadt liegen die wunderbaren Zitadellen Alcazaba und Gibralfaro, wunderschöne Überreste aus dem 7. Jahrhundert, als die Mauren hier regierten. Málaga ist ebenfalls für ihre Fischgerichte und den Meeresfrüchten bekannt, die in vielen Tapas-Bars und Restaurants in der ganzen Stadt probiert werden können, genauso wie in den alten Fischerdörfern El Palo und Pedregalejo, die nun zu Vororten geworden sind, wo sich eine Strandpromenade mit den besten Marisquerías und Chiringuitos (Fischrestaurants am Strand) der Provinz befinden. Die beeindruckende Alcazaba ist ein unbedingtes Muss. Auf der linken Seite des Eingangs zu Alcazabilla, befindet sich das Römische Theater 1951 zufällig entdeckt, ist es - nach der Ausgrabung und Restaurierung - heute eine Treffpunkt für diverse Outdoor-Veranstaltungen. Auch die Zitadelle ist römischen Ursprungs. Marmorblöcke und -säulen liegen verstreut zwischen den maurischen Ziegeln der zwei- und dreifach gewölbten Torbögen. Über der Alcazaba und durch einen langen, doppelwandigen Wehrgang (die "Coracha") mit dieser verbunden, Ebenso wie die Alcazaba ist auch diese Festungsanlage wunderschön restauriert worden und beherbergt heute ein interessantes Museum über ihre Geschichte.

    07:00h:
    Wir werden gegen 10:00h in Málaga festmachen. Auch hier an der Costa dem Sol erwarten uns heute nur max. 13 Grad - immerhin 2 Grad weniger kalt als gestern. Der aktuelle Kellner an meinem Tisch im Bistro kommt aus Bali in Indonesien und versucht sich in Deutsch. Bemerkenswert ... Grundsätzlich kommt ein sehr großer Teil der Besatzung aus allen erdenklichen Billiglohnländern dieser Welt. Nur so sind die günstigen Reisekosten für uns Touris überhaupt möglich. Offensichtlich eine WIN-WIN Situation. Um 10:00h war Landgang geplant. Um 11:30 war ich dann von Bord.

    16:15h:
    Das war ein guter Tag. Bin heute nur von einer tapa bar zur nächsten. Das angenehme Wetter hat einfach zum draußen sitzen eingeladen. Und die Preise sind hier auch sehr zivil.

    17:30h:
    Ich bin jetzt wieder an Bord und bald heißt es "Leinen los". Aber so eine Marinesprache gibt es hier an Bord nicht. Es gibt faktisch keine Infos über die Seefahrt über Lautsprecher oder in schriftlicher Form. Wo wir jeweils gerade sind, verrät mir nur Maps.me

    www.youtube.com/user/1989ews

    Editiert am 25.02.2018
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  • Day9

    Auf See

    December 5, 2017, North Atlantic Ocean ⋅ ☀️ 14 °C

    35 Grad 15' N, 8 Grad 31' W

    Heute nutze ich mal die viele Zeit das Schiff von Innen etwas intensiver zu erkunden. Im Wesentlichen habe ich mich bisher im hinteren Bistro Bereich auf Deck 11 aufgehalten. Spätestens wenn die Massen ab 08:00 eingetroffen sind, zieht es mich auf Deck 10 in den kleinen offenen Bereich "achtern". Hier ist es windgeschützt und ich lese dort viel. Alle Innenfotos des heutigen Tages habe ich morgens um 08:30 auf Deck 6 aufgenommen. Zusätzlich habe ich meine Kabine auf Deck 20 fotografiert. Die Ausstattung und Einrichtung auf dem Schiff ist gut, teilweise sogar gediegen. Nur zu den Hauptzeiten geht es hier auch sehr gedrängt zu. Das Schiff wurde 2004 in Dienst gestellt und ist deshalb sicher heutigen Neubauten in Sachen Gemütlichkeit überlegen. Heute steht die totale Kommerzialisierung der Schiffe im Vordergrund. Für mich ist das jedoch - egal welches Baujahr - dennoch kein Grund irgendetwas an Bord zu konsumieren. Das könnte ich auch gar nicht, da ich bis jetzt meine Kreditkarte nicht freigeschaltet habe. Etwas Geld gebe ich nur an Land aus, wenn ich mir dann mal ein Gläschen (oder mehr) gönne.

    11:30h:
    Die Sonne ist jetzt schon so warm, dass der Rollkragenpullover und die Turnschuhe mit Strümpfen tagsüber bis zum Rückflug am 11.02.2018 ausgedient haben.

    18:40h:
    Auf See sind Sonnenuntergänge spektakulärer als Sonnenaufgänge.

    Editiert am 25.02.2018
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  • Day10

    Funchal

    December 6, 2017 in Portugal ⋅ ⛅ 18 °C

    E32 Grad 38' N 16 Grad 54' W

    Über Madeira und Funchal habe ich im Oktober 2017 ein eigenes Reisebuch erstellt. Deshalb hier nur ein kurzer Bericht. Der Name Funchal stammt von der Fenchelpflanze, dem Funcho, heute immer noch zur Herstellung der traditionellen Süßigkeit Rebuçados de Funcho verwendet, die man praktisch überall auf der Insel Madeira findet. Die lebhafteste Touristen-Attraktion ist Calheta, an der südwestlichen Küste gelegen. Wunderschöne Yachten, die über den Atlantik fahren, liegen im Hafen an. Dort wird der "Aguardente" hergestellt, der beste weiße Rum und unerlässliche Hauptzutat des für Madeira typischen Drinks "Poncha".

    05:30h:
    Ich habe die Zeitumstellung verpasst. Mein iPhone hat sich in der Nacht nicht automatisch umgestellt. Erst als ich an Oberdeck war, ist das automatisch geschehen. Liegt vermutlich daran, dass ich erst am Oberdeck einen Zugang zu den Geodaten hatte. Jetzt sitze ich alleine im Bistro. Draußen ist bereits Madeira deutlich in Sicht.

    09:00h:
    Ich bin jetzt ca. 45 Minuten in Funchal unterwegs.

    10:45h:
    Ich habe jetzt meinen 2. Poncha. Jetzt reicht das erst mal.

    14:00h:
    Viel habe ich nicht in Funchal gemacht. Das liegt auch daran, dass ich mit Heidi erst im Oktober 2017 einen schönen dreiwöchigen Urlaub auf Madeira verbracht habe. Jetzt freue ich mich auf dauerhafte Wärme bis zum 11.02.2018. Ab morgen ist definitiv kurze Hose angesagt.

    16:15h:
    Wir sind jetzt ausgelaufen und nehmen Kurs auf Barbados.

    16:40h:
    Noch fliegen die Möwen uns hinterher. Bin gespannt wie lange noch.

    17:13h:
    Wir haben jetzt die 20 Seemeilenzone rund um Madeira verlassen und einige Seemöwen begleiten uns immer noch.

    18:30h:
    Abendessen im Bistro. Danach in die Kabine und lesen und dann mit iBook "Clifton Saga"(ohne Kopfhörer) einschlafen. So verbringe ich jeden Abend auf dem Schiff. Morgen früh weckt mich Luis Armstrong mit "when the saints go marching in" ....

    Editiert am 25.02.2018
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  • Day11

    Auf See

    December 7, 2017, North Atlantic Ocean ⋅ ☀️ 11 °C

    30 Grad 2' N 22Grad 55' W

    Wir haben einen fast wolkenlosen Himmel und man merkt, wie der Fahrtwind zunehmend wärmer wird. Soweit das Auge reicht - nur Wasser.

    Wenn ich so in den Spiegel schaue, sehe ich neben einem Viertagebart vor allem, dass die Wasserkur mir guttut. Ich verliere offensichtlich überflüssige Pfunde. Und das eher eintönige Essen an Bord unterstützt das noch. Das Essen auf der Costa war irgendwie kreativer. Aber letztlich ist mir das hier auf der MSC egal. Mein Ziel war nicht gepflegt zu speisen, sondern den "Schalter umgelegt zu bekommen". Und das gelingt mir hier. Kein Internet (bezahlbar) verfügbar - das ist auch sehr hilfreich.

    Heute habe ich auf Deck 5 diverse Innenaufnahmen gemacht. Auf diesem Deck ist der große Speisesaal (mit zugeteilten Tischen und Essenszeiten), der Reception und diversen Shops. Aber auch hier gilt, dass es eher gediegen in den Innenbereichen zugeht. Wenn es zu den Hauptzeiten nicht so viele Menschenmassen dort gäbe, könnte ich mich möglicherweise damit anfreunden. So zieht es mich jedoch wieder auf Deck 10 im achteren Bereich zum intensiven Lesen in frischer Seeluft. Dort hinten gibt es außer dem Rauschen der Heckwelle auch keine störenden Nebengeräusche.

    Das wir jetzt im Atlantik sind, merkt man auch an der deutlich salzhaltigeren Luft, die alles überdeckt. Die See ist recht rau bei ordentlichem Wind. Aber dem riesigen Schiff macht das nichts aus. Es bewegt sich mit angenehmen Bewegungen recht geschmeidig durch das Wasser.

    Editiert am 25.02.2018
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