Hong Kong
Tai Pau Mai

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Travelers at this place
  • Day107

    Frontbericht aus Hongkong

    December 1, 2019 in Hong Kong ⋅ ☀️ 24 °C

    Von Hainan fahren wir mit dem Schlafwagen in Richtung Hongkong. Der Komfort ist geringer als in den russischen Zügen, da die Betten noch schmäler und die Kopffreiheit durch 3 statt nur 2 übereinander angebrachten Betten noch geringer ist.
    Dennoch kommen wir einigermaßen erholt am Morgen in Guangzhou an. Von dort aus fahren wir mit einem modernen Schnellzug in nur 1 Stunde in das Herzen von Hongkong.
    Etwas mulmig ist uns ob der Berichterstattung über Strassenschlachten u. ä. schon zumute. Die ziemlich leere Zollabfertigung bestätigt uns, dass wohl einige Touristen durch die Medienberichte von einem Besuch dieser chinesischen Sonderverwaltungszone zurück schrecken.
    Als wir schließlich aus der U-Bahn kommen, finden wir uns in einer belebten aber keineswegs beängstigenden Metropole wieder. Im Unterschied zu China bilden hier - wie wir es von europäischen Städten gewohnt sind - Menschen unterschiedlichsten Aussehens aus verschiedensten Kulturen und Religionen eine bunte Gesellschaft.
    Unseren Promi-Status haben wir plötzlich nicht mehr, da blonde Haare und blaue Augen hier nichts besonderes sind. Zu unserer Freude spricht in der ehemaligen britischen Kolonie jeder etwas englisch und wir können Leckereien, wie Brezen, deutsches Roggenbrot und Pizza bekommen.
    Allerdings sind hier die Preise auch europäisch, sogar skandinavisch, was einen längeren Aufenthalt recht teuer werden lässt.
    Von den politischen Problemen bekommen wir vor allem durch viele Graffitis, die die Freiheit Hongkongs fordern, etwas mit.
    Außerdem passieren wir eine kleine und friedliche Demonstration und etliche auf dem Bürgersteig und in Unterführungen sitzende Frauen, die wegen der Gewalt gegen weibliche Demonstrantinnen streiken.
    Hongkong erstreckt sich über mehrere Inseln die einerseits mit Hochhäusern bebaut sind und andererseits von mit tropischem Wald bestandenen Hügeln und Parks bestehen.
    Dieses Stadtbild übt eine große Faszination aus und wir schließen diese gleichzeitig englischen Charme und tropische Exotik ausstrahlende Stadt in unser Herz.
    Anders als erwartet handelt es sich nicht um eine überfüllte Megacity sondern eine sehr grüne und durch die Insellage übersichtliche Stadt. Der öffentliche Nahverkehr besteht aus Doppeldeckerbussen, traditionsreichen Fährverbindungen, der Metro und einer Drahtseilbahn von 1888, die auf den Victoria Peak auf der südlichen Insel (Hongkong Island) fährt. Letztere benutzen wir und können nach einer kurzen Wanderung den beeindruckenden Blick auf die Skyline zu beiden Seiten des Victoria Harbour bewundern.
    Am letzten Tag fahren wir mit der Fähre in einer halben Stunde zu der autofreien Insel Lamma Island.
    Unweit der Großstadt können sich die Hongkonger an Sandstränden umgeben von sanften dichtbewachsenen Hügeln bei absoluter Ruhe erholen. Zu unserem Staunen ist aber recht wenig los, sicher auch weil im Dezember (bei ca. 25 Grad Luft und 23 Grad Wassertemperatur) hier Nachsaison ist.
    Die Insel wurde bisher sowohl von einem Straßennetz und den zugehörigen Autos als auch von großen Betonklötzen verschont. Allerdings sehen wir eine Anlage am Wasser vermutlich um Sand zu gewinnen.
    Nach einigen Tagen rasen wir von der tropischen Traumstadt Hongkong mit einem schnellen Jetboat hinüber zu der anderen chinesischen Sonderverwaltungszone Macau.
    Wir haben viel Verständnis für den Wunsch der Hongkonger ihre freie und bunte Kultur und liberale Wirtschaftsordnung zu bewahren und nicht Teil eines bevormundenden Kontrollstaats zu werden.
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    Heike Hummler

    Lecker Breze 😋

    12/7/19Reply
     
  • Day63

    Hongkong

    October 19, 2019 in Hong Kong ⋅ ☀️ 28 °C

    Auf unserem Weg von Japan nach Südostasien legen wir noch einen kurzen Stop in Hongkong ein.
    Auch wenn die politische Situation zur Zeit nicht gerade als ruhig zu bezeichnen ist, verbringen wir insgesamt 4 Tage in der riesigen ostasiatischen Hafenstadt. Und obwohl wir müde sind von Großstädten, vielen Menschen und Verkehr beeindruckt uns die Stadt mit ihrem britischen Einfluss gepaart mit der chinesischen Kultur und Umgebung. Das Essen ist auch hier fantastisch, und neben den unzähligen hochklassigen und -preisigen Restaurants finden wir hier ebenfalls Imbisse und Streetfood-Stände, die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurden und bei denen wir für kleines Geld großartige Gerichte probieren können. Der öffentliche Nahverkehr ist sehr günstig und vor allem die kurze Fährfahrt zwischen Hongkong-Island und Kowloon ist sehenswert. Dazu ist die Nähe zur Natur wunderbar, mit kurzen Fahrten lassen sich viele schöne Ecken außerhalb der Innenstadt erreichen.

    Auf der anderen Seite könnte die soziale Ungleichheit innerhalb der Bevölkerung kaum größer sein.
    Einerseits ist Hongkong bezogen auf den Wohnraum die teuerste Stadt der Welt (gerade haben auch deutsche Medien darüber berichtet, wie ein Parkplatz in einem der vielen Wolkenkratzer für knapp 900 000 Euro verkauft wurde). Andererseits leben knapp 20 Prozent der Einwohner unter der offiziellen Armutsgrenze.

    Die Zeichen der Unterschiede sind in der ganzen Stadt sichtbar. So sieht man zwar eine unglaubliche, wunderschöne Skyline bis zum Horizont und viele teure Autos in den Straßen. Aber eben auch philippinische Dienstmädchen, die für 500 Euro monatlich 6 Tage in der Woche rund um die Uhr arbeiten und sich an ihrem freien Tag mit den anderen Leidensgenossinnen in der Stadt treffen, auf Brücken und an UBahn-Stationen auf dem Boden sitzen, zusammen essen, Karten spielen und mit ihren Familien in der Heimat telefonieren.

    Schließlich entfliehen wir der Großstadt für einen Tag, auch weil weitere Demonstrationen angekündigt sind, und fahren morgens mit der Fähre auf eine vorgelagerte Insel, wandern ein paar Stunden durch dichten Wald bergauf und -ab zu einem schönen Strand und verbringen den Tag in der Natur.
    Bei unserer Rückkehr spüren wir die Nachwirkungen der nachmittäglichen Demonstration. Der öffentliche Nahverkehr ist nahezu stillgelegt, wir nehmen die Fähre so weit es geht und laufen die restlichen Kilometer bis zu unserer Unterkunft. Die Hauptstraße durch Kowloon ist für Autos weiterhin gesperrt, die Eingänge der UBahn-Stationen sind verbarrikadiert und teilweise zerstört. Überall steht Wasser auf den Straßen, die Wasserwerfer waren im Einsatz.
    Dazu laufen Touristen und Schaulustige durch die Straßen, machen Selfies vor zerstörten Ampelanlagen und den Grafitis, die den Weg zurück zu unserem Hotel säumen.

    Wir können (auch durch unsere vorherigen Stationen) mit den Menschen mitfühlen, die ihre persönliche Freiheit in Gefahr sehen und sich nach Unabhängigkeit und richtiger Demokratie sehnen. Wir haben unterwegs gespürt wie es ist, wenn keine Google-Dienste funktionieren, wenn internationale Nachrichtenseiten und Twitter blockiert sind. Das Gefühl von einem Teil der modernen Welt mehr oder weniger willkürlich abgeschnitten zu sein ist furchtbar und bedrohlich.

    Die nächste Station unserer Reise ist Siem Reap in Kambodscha und wir freuen uns auf die alten Anlagen von Angkor!
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  • Day8

    Mac-wow

    October 4, 2019 in Hong Kong ⋅ 🌙 27 °C

    Today's plan was to visit the island of Macau, the biggest gambling centre by value in the world, so I shouldn't have been surprised when my gamble of leaving after 10am didn't fully pay off. First of all we had ridden two MTR lines and were heading for the ferry terminal when I remembered that because Macau is technically a different territory to Hong Kong, we would need our passports. Guess where those were. Yep, safely locked away in our hotel room. Good news is I got to enjoy another two Star ferry rides, two taxi rides and a run up to the hotel and back to fetch them.

    Secondly, I did know that this week is Golden Week, the Chinese national day celebration, and had planned accordingly for it in Shanghai. However, because of the ongoing protests in HK Chinese tourists have been avoiding here and going elsewhere. Guess where it seems they have all headed instead? Macau! I have never in my life seen such unrelenting swarms of tourists!

    We had ridden the Cotai Water Jet express ferry the hour to Macau then jumped on one of the free casino buses to get to the Cotai Strip, the local equivalent of the Vegas strip. So far so good, but the minute we stepped foot in the Venetian Hotel and Casino we knew we had entered another dimension. Chinese tourists by the thousand packed every inch of the facility. They were even sitting on the floors against the walls eating their lunches. It slightly detracted from the grandeur and opulence of these temples to extravagance. The Parisian and the Venetian, the two casinos we visited, were even bigger than their namesakes in Las Vegas, which was mind blowing, but even they weren't big enough to hold this human king tide. This amount of tourist overload slammed the brakes on my plans to tour the sights of Macau literally, as traffic was worse than I have seen anywhere. I decided to pull the pin on this ill-timed excursion and we caught the fast ferry back to Hong Kong island.

    Exiting the Macau ferry terminal we headed for the mall that would lead us to the Star Ferry only to find it blocked off. Heading back out onto the street it became obvious what was causing the closure. One side of the road was completely blocked by thousands of marching protesters. At this point they were all peaceful, so I hope it remained that way.

    Eventually we crossed the harbour and concluded a less than perfect day, with a near perfect feed at the Cheescake factory. Day over.
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    Vivien Maloney

    Well at least you managed to avoid the protesters and came out of it all, older but wiser Terry!

    10/4/19Reply
    Cathy Middleton

    You are the best tour guide Terry, loving it.

    10/5/19Reply
     
  • Day22

    Shopping ready / needs another suitcase

    September 10, 2019 in Hong Kong ⋅ ⛅ 31 °C

    So genug gekauft. Ein neuer Koffer muss her 😄
    Haben uns Einkaufszentren ausgesucht außerhalb der City und weit weg von der Nathan Road. Zu empfehlen finden wir zum Beispiel:https://www.festivalwalk.com.hk/Read more

    Nicola Schmiedler

    Gut siehst aus

    9/12/19Reply
    Nicola Schmiedler

    🤣😂🤣😂

    9/12/19Reply
    Nicola Schmiedler

    Der lieblingsladen 👍

    9/12/19Reply
    Marianne Berger

    HALLÖLI ihr lieben ich finde es sehr spannend. 😉Aber der Koffer ist wohl etwas zu klein da passt ja mein Mitbringsel nicht rein🤩👋

    9/12/19Reply
     
  • Day3

    2. Tag Hong Kong (Teil 2)

    November 6, 2019 in Hong Kong ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach der kurzen Bootsfahrt angekommen, haben wir uns durch diesen eindrucksvollen Teil der Stadt Richtung Peak Tram aufgemacht.
    Mit dieser Schweizer Seilbahn (!!) ging es steil hoch über die Dächer von Hong Kong. Mitten auf dem Berg befindet sich eine neugebaute Shopping Mall inkl. Madame Tussauds (da haben wir einen berühmten Schweizer getroffen).
    Gestärkt von einem leckeren Peak Burger ging es wieder runter und ins Bar Viertel. Im Ori.gin liessen wir den Tag ausklingen. Nach 2. Drinks und insgesamt 20'000 Schritten, fielen wir müde ins Näscht 🤪.
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    Patrick Muheim

    Sehr spannende Stadt! 🥰 Steht auch auf meiner Bucked List. Bis jetzt hatte ich leider nur mit dem Flughafen das Vergnügen. Super Bilder! 📸

    11/7/19Reply
     
  • Day89

    Wellcome Hongkong

    September 25, 2019 in Hong Kong ⋅ ⛅ 28 °C

    Wir sind in Hongkong! Nach der Ankunft mit dem Zug aus Guangzhou und der spezieller Ausreise aus China durften wir ohne Probleme nach Hongkong einreisen. 7 Millionen Menschen aus verschiedenen Kulturen drängen sich hier auf relativ vielen Inseln mit jedoch recht wenig bebaubarer Fläche in unzähligen Wolkenkratzern. Die historisch bedingte Mischung aus europäisch-englischer und chinesischer Kultur, sowie Architektur prägt das Stadtbild und macht dieses mit der einzigartigen Lage am südchinesischen Meer besonders. Unsere erste Unterkunft lag recht zentral auf Hongkong Island, so dass wir den ersten späten Nachmittag und Abend gleich für ein Streifzug nutzen konnten und die unmittelbare Umgebung erkundeten. Vom Victoria Bay aus bekamen wir gleich einen Eindruck auf die krassen Skyline(s) der weltweiten Handelsmetropole, die vor allem bei Nacht beeindrucken.Read more

  • Day90

    Mit der Tram zum Victoria Peak & Soho

    September 26, 2019 in Hong Kong ⋅ ⛅ 29 °C

    Der erste Morgen in Hong Kong - wir sind gespannt und bereit die Stadt zu erobern. Wir wollten mit dem Victoria Peak, dem bekanntesten und höchsten Berg der Insel anfangen....bis wir von dem heißen feuchten Klima zurück auf den Boden der Tatsachen geholt wurden. Bereits bei der Frühstückssuche waren wir völlig erschöpft und platt, so dass wir unsere Eroberungpläne per Fuß auf eine gemütliche Tramfahrt umlegten. Nach dem Frühstück - leckere Reisnudelröllchen mit Chilli-und Sesamsoße - ging es mit der Straßenbahn (die es auf der Hong Kong Island seit 1904 gibt) zur Peak Tram, einer Standseilbahn, welche bereits seit 1888 in Betrieb ist (natürlich mit regelmäßigen Sanierungen und Modernisierungen). Die Seilbahn überwindet 367 Hm und Steigungen von bis zu 27°. An einer Stelle quält sie sich sogar eine 49° Steigung hoch - wenn man aus dem Fenster der Bahn schaute, fühlte man sich wie in dem Film "Inception" mit Leonardo Dicaprio. 😵
    Am Victoria Peak angekommen, wird man direkt in eine Shopping Mall geführt, die extra für die Touristen hier oben gebaut wurde... Wer's braucht...🤷‍♀️ Oben war die Aussicht jedoch mäßig, denn es war sehr diesig, so dass man die andere Seite der Stadt nur im Dunst sehen konnte. Mit dem Bus fuhren wir wieder vom Peak zurück ins Zentrum, um den "Central Mid levels Escalator" anzuschauen. Dies ist eine Anreihung aus 20 Rolltreppen mit einer Länge von 800m über 135 Höhenmetern. Mit den Rolltreppen werden die Viertel "Central" (Geschäftszentrum) und "Mid Levels" (Wohnviertel) verbunden. Die längste außenstehende Rolltreppe wurde 1993 gebaut um den Zugang zum Wohnviertel zu erleichtern, welches heute auch eine hippe Gegend (Soho) mit vielen Cafés, Bars, Restaurants und Galerien ist. Bei unserem Spaziergang durch Soho entdeckten wir einige Street Art Bilder und das PMQ - ein Center mit Kunstausstellungen und kleinen Boutiquen. In einer der Ausstellungen (Grafikdesign in Japan) durften die Besucher selbst kreativ werden und Postkarten basteln, dieser Aktion schlossen wir uns gleich an. 🤪
    Nachdem wir uns bei einem Straßenmetzger mit den Spezialitäten Roasted BBQ Duck und Honey Roasted Pork gestärkt hatten, waren wir aber auch ganz schön platt von dem Tag und Wetter, so dass wir uns ein Spätnachmittagsschläfchen gönnten. Am Abend fuhren wir noch mit der Straßenbahn zum Fok Shoeng Building - ein Wohnhaus, dass es durch seine U-förmige Bauform sogar auf das Titelblatt des Lonely Planet geschafft hat. Wenn man im Innenhof nach oben schaut, erblickt man die 3 Wände des Hauses. Ein weiteres Hochhaus bildet die 4te Wand, die einen im Hochhausdschungel das Gefühl gibt eingesperrt zu sein. Krasses Gebäudeensamble und ein Must-See in Honk Kong. Auf dem Rückweg konnten wir noch beobachten wie gerade Aktivisten der Demokratiebewegung die Straße plakatierten, sonst haben wir von den Demos noch nichts mitbekommen.
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  • Day17

    Food-Tour durch Hongkong

    October 16, 2017 in Hong Kong ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute war es soweit! Chris konnte endlich sein Geburtstagsgeschenk einlösen. Eine Food-Tour durch Hongkong. Vorher wollten wir uns aber noch einmal die Gegend rum um Central anschauen, was jedoch schlafbedingt ausgefallen ist. Als wir um 11 Uhr aufwachten, machte sich Chris gleich auch auf den Weg zur Wäscherei um unsere Sachen wieder abzuholen. Dies lief völlig reibungslos. Endlich wieder mit sauberen Sachen ausgestattet, machten wir uns mit der Tram auf den Weg zum Treffpunkt. Dort angekommen, wartete bereits ein bunter Haufen aus US-Amerikanern und Australiern, die ebenfalls an der Tour teilnahmen. Unser Guide war die bezaubernde Yammi (passender Name für eine Food-Tour). Und so machten wir uns gleich auf den Weg zu einem Nudelhaus. Dort angekommen, wurde uns eine Nudelsuppe mit Won-Ton, dass sind Teigtaschen mit Shrimps serviert. Die Brühe kann man dann selbst noch mit Essig und Chili nachwürzen. Das Gericht hat uns außerordentlich gut geschmeckt. Anschließend und nach kurzem Fußmarsch ging es dann weiter in ein anderes Restaurant, in dem gebratenes Schwein, Ente, Gans und andere Tiere auf Reis serviert wurden. Uns wurde ein Stück Schweinefleisch mit einer Honigmarinade vorgesetzt, die ebenfalls ausgezeichnet zusammen mit dem Reis schmeckte. Dabei erzählte uns Yammy, dass nur wenige Restaurants auf Hongkong Island auch tatsächlich eine Küche haben, da die Miete hierfür gespart wird. Es wird daher in den New Territories gekocht und fertig nach Hongkong Island gebracht, wo es dann erwärmt und angerichtet wird. Dies gilt ebenso in einigen Restaurants für die Teller und das übrige Besteck, welche in den New Territories gereinigt werden. Da das von uns besuchte Restaurants eines der wenigen mit einer eigenen Küche ist, durften wir noch einem Blick hineinwagen. Hier gab es vor allem riesige Öfen, wo das Essen frisch zubereitet wurde. Wir setzten anschliessend unsere Weg fort und kamen an einen Markt vorbei, den es nach Auskunft von Yammy bald nicht mehr geben wird, da er Platz machen muss für Appartmentkomplexe (die Gentrifizierung ist überall). Dort erklärte uns Yammi, auf was die Chinesen beim Einkauf besonders achten. So gilt Fisch nur dann als frisch, wenn das Herz noch pocht. Dabei wird der noch lebende Fisch so schnell filetiert, dass sich die Muskeln und das Herz noch bewegen (bisschen gruselig). Auch wird der noch lebende Fisch offen angeboten. Ohne Wasser überleben diese ca. 15 Minuten, in dieser Zeit wird der ausgelegte Fisch aber auch vollständig verkauft (ich fragte Yammy, was nach den 15 Minuten passiert und sie schaute mich nur an und sagte trocken, dass er bis dahin natürlich verkauft sei). Weiter ging es vorbei an Obst und Gemüseständen mit Wintermelonen, Kastanien und auch aus Australien importierten Karotten. Der Gedanke, dass all dies wohl bald verschwunden sein wird, gab einen zu denken auf, da wohl auch damit ein Stück Kultur verloren geht und sich das weltweite Leben - zu Lasten der individuellen Lebensart - immer weiter angleicht. Yammi führte uns weiter zu einem Laden, in dem getrocknete Meeresfrüchte und Meeresbewohner verkauft werden. Hier gab es von getrockneten Shrimps bis zu Schwimmblasen von Fischen und Haifischflossen fast alles vorstellbare. Insbesondere die Schwimmblasen (in der westlichen Welt oftmals eher ein Abfall- oder Nebenprodukt) sind besonders teuer, da hieraus eine Suppe zubereitet wird, die besonders gut für die Haut sein soll (man schwört dort drauf). Der Preis steigt mit der Größe der Schwimmblasen, die auch mal bis zu 2.000€ Kosten können. Die dritte Station der Food-Tour, war eine Art Teestube, wo uns Bambussaft serviert wurde. Diese Teestuben servieren u. a. auch Schildkrötenbauchsuppe (bzw. Gelee), die nach chinesischen Verständnis das innere Feuer (hervorgerufen z. B. durch frittiertes, scharfes oder auch Lychees) ausgleichen sollen. Nach diesem Verständnis muss im Körper immer ein Gleichgewicht zwischen Feuer und Kälte hergestellt werden. Der Bambussaft, der uns viel zu süß war, dient ebenfalls der Kälte. Yammy erklärte uns, dass in früheren Zeiten, die jungen Frauen immer in solche Läden ausgeführt wurden. Aber auch dies hat sich zwischenzeitlich geändert, sodass man auch heute in Bars geht. Wir setzten unseren Marsch fort und kamen an einem Tempel vorbei, der einem Gott des Krieges gewidmet ist, hier kommen insbesondere Schüler und Studenten vor Prüfungen her und Arbeiter, bevor sie nach einer Gehaltserhöhung fragen. Es lag dabei ein schwerer Geruch von Rauchstäbchen in der Luft und der Gott des Krieges hatte einiges zu tun, da es einige Gläubige gab, die ihm Obst als Opfergaben mitbrachten. Weiter ging es in einen Süßigkeitenladen, auf den Steffi sich schon sehr freute. Aber wir müssen ehrlich sagen, dass uns die getrockneten Früchte (wie Ingwer, Lotussamen, Pflaumen usw.) nicht wirklich gemundet haben. Die Geschmäcker waren uns zu intensiv. Wir bleiben also bei Schokolade. In der vorletzten Station gab es dann verschiedene Dim-Sums, die ebenfalls köstlich waren, wir aber größtenteils vom Vortag bereits kannten (waren trotzdem super!). Zum Schluss gab es zur Abrundung Egg Cake, was ungefähr den portugiesischen Natas entspricht. Im Gegensatz zu den Natas, wird hier aber ein Mürbeteig verwendet. Im Prinzip haben aber die Briten dieses Gericht zur Kolonialzeit nach Hongkong gebracht (wie übrigens Sandwichs auch) und dann von den Leuten in Hongkong übernommen und lokal angepasst wurden. Dann war auch schon Schluss mit der Tour. Wir nutzten den Umstand, dass wir bereits in Central waren und gingen dort noch ein wenig spazieren und über die längste Rolltreppe der Welt, auf der man über 20 Minuten unterwegs ist. Diese bringt die Menschen morgens aus den Wohngebieten zur Arbeit und Abends wieder zurück (die Richtung wird im Laufe des Tages geändert). Da wir noch genug Zeit hatten, machten wir uns dann auf dem Weg zur Uferpromenade um heute die Lichtshow sehen zu können. Wir genossen von dort die tolle Aussicht auf die Skyline der verschiedenen Inseln und konnten ein wenig den Abend genießen. Die Lichtshow selbst hat uns allerdings nicht wirklich vom Hocker gerissen. Abschließend war es bereits 20:30 Uhr Ortszeit und wir machten uns auf dem Weg zurück. Wie gewohnt, waren Bunker und Schnarchi auch schon dort und machten, was sie so gut können.Read more

    Holger Weggen

    Sehr interessant geschrieben mit. Tollen Bilder

    10/16/17Reply
     
  • Day31

    Hong Kong

    April 15, 2020 in Hong Kong ⋅ ⛅ 18 °C

    Blauer Himmel, kühl. Wir so viele Tage in Hong Kong. Fast ein halbes Jahr war ich dort regelmäßig 2002. Das Projekt bei China Light and Power hatte es mir angetan.War eine tolle Zweit: Montag früh einfliegen, bis Donnerstagabend non stop arbeiten. Dann eine Tour durch diverse Bars, bis Freitagmittag dann irgendwie überleben im Büro und wieder heimfliegen, nach Kuala Lumpur.
    Tamara war mit den Jungs auch 2002 einige Tage mit in Hong Kong und Macau. Wir hatten eine super Zeit mit den Jungs und hatte auch die Umgebung erkundet. Erstaunlich, wie schnell man aus der Riesenstadt dann doch auch im Grünen war.
    Read more

  • Day185

    Hallo Hongkong

    May 16, 2019 in Hong Kong ⋅ 🌬 32 °C

    Hongkong gehört zur Sonderverwaltungszone von China. Hier haben wir einen Stopp gemacht, um das Visum für China zu beantragen und die Stadt etwas zu erkunden.

    Ausserdem konnten wir hier auf den Geburtstag von Mario anstossen🥂!Read more

    Silvia Kopp

    Wie lustig ist denn diese Strassenbahn

    5/17/19Reply
    Silvia Kopp

    Wie ich sehe ist das Visum eingetroffen viel Spass

    5/17/19Reply
    Tamara Henseler

    Hong Kong - ganz cooli & interessanti Stadt! Happy Birthday no nachträglich liebe Mario! 🥳🎉😎

    5/18/19Reply
    S C

    Hello from Chongqing...

    5/22/19Reply
     

You might also know this place by the following names:

Tai Pau Mai, 大包米

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