Iceland
Bláskógabyggð

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Travelers at this place
    • Day291

      Golden Circle

      November 24 in Iceland ⋅ 🌧 2 °C

      Nach der ruhigen Nacht in Reykjavik fahren wir noch im Dunkeln aus der Stadt heraus und machen uns auf den Weg zum Gullni hringurinn (wörtlich: Der goldene Ring / Golden Circle). Auf dieser Tour lassen sich gemütlich an einem Tag einige bekannte Sehenswürdigkeiten besuchen.

      Unser erstes Ziel ist die ehemalige Thing-Stätte (Ort von Volks- oder Gerichtsversammlungen) Þingvellir im gleichnamigen Nationalpark. Da es aber noch düster ist, warten wir bei einem Frühstück im Van auf den Sonnenaufgang, bevor wir die Umgebung (mit überraschend vielen anderen Touristen 😳) zu Fuß erkunden.

      Þingvellir liegt inmitten einer Grabenbruchzone (westliche aktive Riftzone) und ist umgeben von vier aktiven Vulkansystemen, unter deren Einfluss die ganze Gegend steht: der Hengill am Südufer des Sees Þingvallavatn sowie Hrómundartindur, Hrafnabjörg und Prestahnúkur. An diesem Ort und im weiteren Umfeld wird auch das Auseinanderdriften der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar, vor allem an der Almannagjá (Allmännerschlucht) oder auch der Silfra-Spalte. Die tektonischen Verschiebungen lösen auch häufig Erdbeben aus. In den letzten 10.000 Jahren ist das Land beiderseits der Schlucht Almannagjá um 70 Meter auseinandergedriftet und der Talboden hat sich um ca. 40 Meter gesenkt.
      Der Fluss Öxará durchströmt den Þingvellir-Nationalpark und formt an der Schlucht Almannagjá einen sehenswerten Wasserfall, den Öxarárfoss.
      Und hier kämpft sich dann auch endlich die Sonne durch, färbt die Wolken in ein sanftes rot und wir bekommen die ersten Strahlen des Tages ab 😍.

      Nach dem schönen Spaziergang geht es wieder ins Auto und zum nächsten Hotspot: den Geysiren im
      Geothermalgebiet Haukadalur mit dem Großen Geysir (Namensgeber aller Geysire),
      dem Geysir Strokkur, der zuverlässig ca. alle 10 Minuten ausbricht und ein paar kleineren Geysiren.

      Der Begriff Geysir ist vom isländischen Wort geysa „herausspritzen, sich ergießen“ abgeleitet.
      Der Große Geysir wurde im 13. Jahrhundert als Erscheinung erstmals beschrieben und ist damit der älteste bekannte Geysir und gelegentlich noch aktiv.

      Die Funktionsweise eines Geysirs war lange Zeit unerklärt. Erst im Jahr 1846 konnte Robert Bunsen bei einer Reise nach Island den Geysir erkunden und seine Funktion wissenschaftlich erklären.
      Springquellen, die Geysire genannt werden, entstehen, wenn sie einen verhältnismäßig engen Eruptionskanal haben. Durch Magma aufgeheiztes Sickerwasser wird aufgrund des Drucks der Wassersäule im Eruptionskanal auf weit über 100 °C aufgeheizt ohne zu kochen. Einzelne Blasen steigen auf und pressen einen Teil des Wassers heraus. Dadurch fällt der Druck ab und das überhitzte Wasser verwandelt sich schlagartig in Wasserdampf, der das noch übrige flüssige Wasser nach oben durch die Spalte presst. Bei einer solchen Eruption kann das Wasser bis zu 100 Meter in die Luft geschleudert werden.

      Im Falle des Großen Geysirs konnte als Quelle ca. 20 m unter der Erdoberfläche ein Heißwasserstrom mit 127 °C Temperatur ermittelt werden.
      Der Strokkur Geysir befindet sich neben dem nur noch selten ausbrechenden Großen Geysir. Seine Ausbrüche erfolgen regelmäßig im Abstand von ca. 10 Minuten und manchmal bis zu dreimal kurz hintereinander. Die kochende Wassersäule des Strokkur erreicht eine Höhe von 25 bis 35 Meter.

      Wir laufen zuerst zum Strokkur und warten mit unzähligen anderen Touristen brav mit der Kamera im Anschlag, bis sich die beeindruckende Wassersäule schlagartig aus dem Becken erhebt und ein Raunen durch die Massen geht 😅. Und tatsächlich folgt kurz darauf noch eine. Das ist schon beeindruckend zu sehen und gerne würden wir auch den Großen Geysir in Aktion erleben, dieser liegt aber nur wunderschön blau-weiß funkelnd vor uns und wird heute vermutlich nicht mehr ausbrechen.

      Nach diesem zweiten Highlight folgt auch kurz darauf schon das Nächste, der Wasserfall Gullfoss, dessen Name „goldner Wasserfall“ den Begriff Goldner Ring/Golden Circle geprägt hat.

      Dass es diesen Wasserfall noch gibt, ist dem Einsatz von Sigríður Tómasdóttir vom nahegelegenen Hof Brattholt zu verdanken, die um 1920 gegen den Bau eines Elektrizitätswerks am Wasserfall anging. Eine englische Gesellschaft hatte den Wasserfall gepachtet, um einen Staudamm zu errichten und Elektrizität zu erzeugen. Nach jahrelangem Rechtsstreit mit Hilfe des Rechtsanwalts und späteren Präsidenten von Island Sveinn Björnsson, als alle Anstrengungen hoffnungslos erschienen und Sigríður mit dem Freitod in den Fluten drohte, konnte der Vertrag schließlich aufgrund einer zu spät gezahlten Pacht aufgelöst werden und ging zurück an den isländischen Staat. Ein Projekt von 1977, das 2444 Gigawattstunden pro Jahr Strom hätte liefern sollen und drei Viertel der Wassermenge abgezweigt hätte, wurde ebenfalls abgelehnt.
      Der Wasserfall gehört nach wie vor dem isländischen Staat. Er steht seit 1979 unter Naturschutz.
      Und das ist auch gut so, denn dieser Wasserfall ist wirklich ein tolles Naturschauspiel und würde uns der Wind nicht wegblasen, wir könnten ewig hier stehen und den Wassermassen zusehen, wie sie in die Tiefe stürzen 🤩🤩.
      Aber hier peitscht uns der Wind so dermaßen um die Ohren, dass wir es nicht all zu lange aushalten und man beim Fotografieren sein Handy gut festhalten muss 😅🙈.

      Also geht es weiter zum letzten kurzen Stop, dem Vulkankratersee Kerið, der auf dem Weg liegt, aber nun in der bereits untergehenden Sonne nicht mehr so toll aussieht.

      Das waren die ersten Highlights Islands auf dem berühmten Golden Circle und Manu hat mir nicht zu viel versprochen. Die Landschaft haut mich jetzt schon um. Wir fahren in dem kleinen Ort Selfloss noch zu einem Angelgeschäft, in dem Manu noch ein paar Köder besorgt und gute Tipps vom
      Verkäufer bekommt, bevor wir bei Einbruch der Dunkelheit auf einem Parkplatz am Wasserfall Urriðafoss unser Nachtlager aufschlagen. Wir hoffen, dass uns hier keiner bemerkt, haben als Ausrede aber immer die Jagd nach Nordlichtern parat. Und tatsächlich kommen in der Nacht immer mal wieder einzelne Autos vorbei, die in der halb klaren Nacht höchst wahrscheinlich das Selbe tun. Wir huschen auch immer wieder in die kalte Nacht hinaus, können aber heute leider keine grünen Lichter am Himmel entdecken 😢. Naja, ein wenig Zeit haben wir ja noch…
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      Traveler

      Sagenhafte Landschaften, das war ja wohl eine richtig gute Idee, nach Island zu fliegen, bevor Euch die gemäßigte Klimazone zurückhat!

       
    • Day3

      Tauchen in der Silfra- Spalte

      May 24 in Iceland ⋅ ⛅ 8 °C

      Am dritten Tag haben wir dann unsere Rundreise begonnen. Erstes grobes Ziel war der „Golden Circle“ – alle Attraktionen die von Reykjavik noch leicht per Tourist Bus erreichbar sind.
      Für mich war an diesem Tag das Tauchen in der Silfra- Spalte Priorität Nummer eins. Die Silfra- Spalte ist Teil des Mittelatlantischen Rückens, von wo aus die Kontinente Eurasien und Amerika auseinander driften. Die Silfra- Spalte geht quer durch Island und teilt die Insel in einen europäischen und einen amerikanischen Teil. Besonders schön tauchen kann man in einem kleinen Zufluss zum Thingvellir See im Thingvellir National Park….. Ach ja, Stichwort Nationalpark – ist ja ganz toll, aber wenn man tauchen will, und wegen des Nationalparks keine Gebäude für die Tauchgesellschaften errichtet werden dürfen…. dann muss man sich halt im Sprinter und/oder im Freien umziehen – auch OK, aber wenn es dabei regnet….: Schöner Mist….

      Aber was solls – rein in den „Dry Suit“…. Wenn das nur so schnell ginge….. mit Skiunterwäsche…. „Long Johns“, darüber den „Inner Suit“ (der übrigens keinesfalls nass werden sollte, denn sonst ists aus mit der Wärmeisolierung) und da drüber den Dry Suit…. Dann noch Haube, Handschuhe, Jacket mit Flasche, Gewichte, Maske , Kamera…. Ja richtig, Hirn nicht vergessen…😉… und dann los – Voll aufgerödelt erst mal zur Einstiegsstelle (ist übrigens wegen des Nationalparks… ach ja, hatten wir schon) – dort dann noch Finnen dran und nix wie nei ins kühle Nass. 2°C… in Worten „zwei Grad Celsius“! – Das ist A… kalt, aber nach 2 Minuten hatte ich mich akklimatisiert und war mit der Wärmeisolierung der Ausrüstung ganz zufrieden (im Gesicht spürt man dann nix mehr, weil alles erfroren…😉).
      Und hier nun die Engstelle zwischen den Kontinenten – Weicheier wären oben drüber oder unten drunter durch, aber echte Maddins nehmen solche Herausforderungen direkt an….und sind natürlich auch schlank genug, da unten dann nicht stecken zu bleiben und zu ersaufen…😉
      Das Wasser ist zwar tatsächlich ausgesprochen klar, aber wenn vor dir so ein netter Tauchkollege den ganzen Grund schon mal für dich aufgewirbelt hat…..
      Fischlein oder anderes Leben sieht man hier übrigens nicht,… das Wasser ist mit einer Laufzeit zwischen 30 und 100 Jahren durch das Vulkangestein gesickert und so sauber, dass noch nicht mal Minikrebse darin was zu Fressen finden.

      Am Ende des Tauchgangs – noch immer voll aufgerödelt – doppelt langer Fußmarsch zurück zum Ausgangspunkt. Ein wirklich fantastisches Erlebnis, welches ich nicht missen möchte.
      Danach noch ein kleiner Spaziergang zu unserem ersten Wasserfall…… dem noch unglaublich viele folgen werden.
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      Traveler

      Dank deiner unglaublichen Schlankheit bist du ja aus dem Spalt wieder aufgetaucht! Der Rest ist jetzt Adrenalin-Abbau, oder?

      5/28/22Reply
      Traveler

      blub blub blub.... 😁

      5/29/22Reply
      Traveler

      Toll geschrieben, Bruderherz! Und was hat die Rita solange gemacht?

      6/1/22Reply
      Traveler

      Rita war spazieren, in dem Nationalpark gibt's überall was zu entdecken

      6/1/22Reply
       
    • Day11

      Kleines Malheur🙈🙈🙈

      August 11, 2021 in Iceland ⋅ ⛅ 17 °C

      Unser lieber Alex, war heute kurz vor der Mittagspause 🕛 etwas hungrig🤤🍕, drum wollte er vermutlich mit seinem ISUZU unseren Mercedes beim zurücksetzen aufessen 🥴🙈.
      Leider war es so verzwickt, das wir die Anhänger Kupplung ausbauen mussten um die beiden wieder voneinander zu trennen 😬
      Aber die Reise geht weiter 😉
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      Traveler

      auf den Haken genommen🙈

      8/11/21Reply
       
    • Day2

      Geysire und Wasserfälle

      August 26, 2019 in Iceland ⋅ 🌧 12 °C

      Wir sind unterwegs auf der Strasse 35 bei Reykholt. Dort haben wir in einem abgelegenen Guesthouse übernachtet. Das einzige Restaurant in der Nähe liegt 7 Fahrminuten von der Unterkunft.

      Während wechselhaftem Wetter - stark windig und regnerisch, besuchen wir zuerst den Geysir und danach den Gulfoss. Wir sind in kurzer Zeit total durchnässt und müssen auf Kameras und Natels achten.

      Island liegt auf der nordamerikanischen und eurasischen Platte, weshalb es rund 30 Vulkansysteme gibt. Zudem ist es geothermisch interessant: Die Erdwärme wird für die Beheizung von Gewächshäusern genutzt. Ebenso kann der Wasserreichtum zur Bewässerung genutzt werden. Eine Anlage aus 4 Gewächshäusern - so wurde uns erzählt, erzeugt pro Tag 1 Tonne Tomaten! Dazu sind nicht mal Pestizide nötig, weil das Umgebungsklima keine Schädlinge aufkommen lässt. Für die Bestäubung werden rund 700 Hummeln eingesetzt. Spannend!
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      Traveler

      Hallo töchti, es isch sicher sehr interessant und so ganz anders wie uf de Reis in Afrika. Gueti Reis 😘

      8/27/19Reply
      BlingBling's on Tour

      S für schöne Wasserfälle nöd vergässe 😋

      8/27/19Reply

      Hi Nicole, tolli Bilder und schpannends zum Läse😊wiiterhin schöni Täg und lg us Effi, Heidi😘

      8/27/19Reply

      Cool! Froia mi uf witari Pricht! Vil Spass und besser Wetter wünschi am Mädeltrüppli 👍✌🙋‍♂️ liabi Grüass Aurelio

      8/27/19Reply
       
    • Day12

      12. Tag Golden Circle + Heiratsantrag

      May 22 in Iceland ⋅ ☀️ 12 °C

      Wir haben bestens im Blue Hotel geschlafen und vor allem, im Vergleich zu den anderen Tagen, lange.
      Heute steht nicht sehr viel auf dem Programm. Geysir, Gullfoss und auf jeden Fall ein Besuch auf einem Reiterhof.
      Zuerst aber frühstücken. Im Blue Hotel gibt es nichts besonderes aber dennoch abwechslungsreich und ausreichend. Da uns heute nichts hetzt, nehmen wir uns auch die Zeit in aller Ruhe zu sitzen.
      Dann aber doch los. Die Sonne scheint und es geht ein wenig Wind an dem heutigen Maitag. Die dicken Unterziehsachen können wir wieder verstauen.
      Bis zum Geysir sind es von hier nur 13 Kilometer und die haben wir schnell geschafft. Rechter Hand hat man den Parkplatz am Geysir Center und zu der Linken raucht und qualmt es auch schon. Kamera ist bereit und wir betreten das brodelnde Feld. Kleine warme Flüsschen kommen uns entgegen und hin und wieder der bekannte Schwefelgeruch. Diesmal aber nicht so heftig wie in Egilsstadir. Blubbernde Mud Tops sucht man hier vergebens. Einige Fumarolen sieht man bevor der Strokkur vor uns erscheint. Von weitem haben wir immer mal grössere Dampfwolken gesehen und jetzt stehen wir davor. Der Strokkur eruptiert aller 5 bis 10 min. Genau kann man dies nicht sagen, da es immer wieder länger oder etwas kürzer dauert. Heute war er anscheinend gut drauf, denn knapp aller 6 min spie er sein kochendes Wasser aus dem Inneren der Erde. Viele Menschen stehen um ihn und warten auf den nächsten Ausbruch. Auch wir. Es ist interessant ihn zu beobachten wie er immer wieder Wasser in seinen Schlund aufsaugt, bis er dann das ganze Wasser nicht mehr halten kann. 5.31 min dauert es, dann schiesst er in die Höhe und schleudert eine Dampfwolke hinterher. Just in diesem Moment drehte der Wind in unsere Richtung und die abermillionen Wassertropfen vom Strokkur trafen unsere Gesichter. Bis sie uns getroffen hatten waren sie schon merklich heruntergekühlt. Kurzzeitig waren wir in den Qualm gehüllt. Ein schönes Naturschauspiel. Wir gehen weiter zum Geysir, welcher nur sehr selten eruptiert. Bei uns diesmal nicht, aber er würde auch nicht so imposant in die Höhe schiessen wie der Strokkur. Dennoch ist er ein ahnsehnliches Gebilde. Ja und viel mehr gibt es dann auch nicht hier auf diesem Thermalfeld. Man kann noch ein wenig wandern und sich das Feld von oben anschauen, aber dies ist bei Weitem nicht so interessant.
      Da der Wind die milden Temperaturen doch etwas kühler werden lässt, besuchen wir das Geysir Center. Man muss schon sagen, nicht nur Essen ist hier teuer sondern auch Kleidung, wenn es den Markenkleidung ist. Eine leichte Sportjacke von 66° North zum Beispiel trug auf dem Preisschild die Zahl 72.000. Zur Erinnerung, 150 ISK sind knapp ein Euro. Na nun rechnet mal.
      Die handgemachten lokalen Dinge sind da eher schon erschwinglich. So hat eine Thorstatue jetzt ein neues zuhause bei uns.
      Wir fahren nach einem Cappucino weiter zum Gullfoss. Eine weitere Sehenswürdigkeit im Golden Circle. Okay, wir haben schon so manchen Wasserfall gesehen und vor allem gestern haben uns die angepriesenen etwas enttäuscht. Wird das beim Gullfoss ebenso sein? Es sind nur knapp 9 Kilometer. Am Gullfoss gibt es zwei Parplätze rechter Hand. Der erste geht eine Etage tiefer und man spart sich dadurch etwas an Weg, der zweite hat dann aber auch ein Restaurant und ein WC. Das was wir zuerst bemerken, Rollstuhlfahrer sind hier willkommen und können bis zum zweiten unteren Parkplatz vordringen. Von hier aus sehen wir die erste Stufe des Wasserfalls. Die 11 Meter sind jetzt nicht berauschend aber es wird laut und beeindruckend in seiner Breite ist er schon. Vom unteren Parkplatz kann man dann, wieder über Stock und Stein bis zum Gullfoss heranlaufen. Achtung es wird wieder nass. Wir sind darauf vorbereitet.
      In seiner zweiten Stufe stürzt das Wasser 21 Meter tief mit einer Urgewalt, wie bei keinem anderen von uns gesehenen auf Island hinunter und dort gegen die Felswand bevor es sich dann seinen weiteren Weg im Flussbett sucht. Dadurch wird jede Menge Wasser in vielen kleinen Wassertropfen nach oben geschleudert. Hier am Gullfoss ist es recht windig und dadurch wird die Gischt auf den Weg herüber gedrückt. Man wird also unweigerlich nass. Vor allem die zweite Stufe ist den Ausflug dorthin wert und der Gullfoss hat seine Erwartungen für uns erfüllt.

      Sonne hatte gestern den Entschluss gefasst, einmal mit einem isländischen Pferd auszureiten. Nups Hestar heißt der Reiterhof welcher sich in Sellfoss befindet. Bis dorthin sind es 34 Kilometer und die fahren wir durchs Hinterland Islands. Wie so oft sind wir hier wieder fast ganz alleine auf der Strasse. Etwas versteckt aber gut ausgeschildert liegt der Reiterhof und wir finden ihn sofort. Nach einem kurzen Gespräch haben wir die Möglichkeit zusammen mit einem weiteren Pärchen einen 2 Stunden Ausritt zu unternehmen. Okay, das machen wir. Bis die anderen da sind und die Pferde fertig, spielen wir mit den beiden Border Collies des Hofes. Hekla und ihre Mutter hatten uns schon freudig bei unserer Ankunft begrüßt. Es sind zwei sehr liebe Hunde und es macht Spaß mit ihnen zu toben. Unsere Mitreiter, ein Pärchen aus Kanada und die Pferde sind fertig. Sonne muss mit Brushi klarkommen und Steffen freundet sich mit Stormir an. Eine kurze Einweisung und wir reiten los. Ganz langsam zu Beginn und wir unterhalten uns ein wenig. Wir reiten über Vulkanasche, durch morastige Wiesen und durch Schmelzflüsse der Berge. Unsere Pferde wissen wo sie lang müssen, lassen sich aber auch immer wieder auf andere Wege leiten. Zwischendurch wird es im Told etwas schneller und es macht Spass. Brushi und Stormir müssen immer wieder etwas eingebremst werden. Die zwei Stunden vergehen und wir sind auf dem Reiterhof zurück. Für Sonne reicht es auch, dennoch ist sie überglücklich.
      Danach geschieht noch etwas völlig Unerwartetes. Unser kanadischer Mitreiter holt einen dicken Strauß roter Rosen aus dem Auto, kommt zurück zu den Pferde und hält bei seiner Freundin um deren Hand an. Ach, ist das romantisch. Nach dem Marry me folgte ein of course. Die Sache war besiegelt, der Ring angesteckt und wir alle freuten uns mit den Beiden. Er hatte wirklich an alles gedacht und so stand dann auch eine Flasche Moet bereit. Etwas besseres als Plastikbecher hatten wir nicht, aber das war egal. Ein Mädel vom Reiterhof hatte heute auch noch Geburtstag. Und unser Kanadier ist sogar auf dem Hochzeitspferd des Hofes geritten. Es wusste wirklich keiner vom Reiterhof Bescheid und wir waren ja auch nur zufällig da.
      Die Rosen wurden aus Ecuador über Amerika nach Kanada geliefert und dann noch nach Island geflogen, damit sie dann auf einem Reiterhof im Hinterland Islands ihrer Bestimmung übergeben werden sollten. Welch Aufwand. Aber was tut man nicht Alles für die Liebe seines Lebens. Steffen hat dafür den Vesuv bestiegen.
      Für uns war das dann das Highlight des Tages. Wir verabschiedeten uns und kehrten ins Hotel zurück. Vorher noch etwas im Supermarkt um Abend geholt.
      Den Tag ließen wir im Hot Tube ausklingen und beendeten diesen noch mit einem Kaffee auf der Terrasse des Hotels. Im T-Shirt bei knapp 13 Grad im Mai und die Sonne steht noch weit über dem Horizont. Urlaub wie man ihn sich wünscht.
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    • Day6

      Geysir

      March 29 in Iceland ⋅ ⛅ 1 °C

      Sorseggiamo un po’ di the caldo in macchina per riprenderci e ripartiamo! Next level: geysir o meglio il cucciolo di geysir.
      In lontananza riconosciamo la zona grazie allo starnuto di stokkun! Sapevamo già prima della partenza che geysir era dormiente e che al suo posto avremmo trovato un puppy geysir capace di arrabbiarsi fino a 30 metri. Ci perdiamo con una piccola escursione nel parco ammirando il bollore e il fumo della terra per poi rimanere paralizzati di fronte a Stokkun: impressionante, unico e mooolto puzzolente!
      Abbraccio da lontano la signora tedesca che ha deciso di evitare il giro del parco e sedersi accanto a me sulla panchina.
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    • Day3

      Þingvellir

      July 3, 2021 in Iceland ⋅ ⛅ 19 °C

      So endlich der erste Reisetagnach fünftägiger Quarantäne. Heute morgen noch schnell den PCR Test in einer Lagerhalle im Industriegebiet von Kevlavik gemacht und dann bin ich auch losgestartet. Zu Anfang ging es noch einige Zeit auf der Schnell-/Landstraße entlang, was aber aufgrund der zum Großteil rücksichtsvollen Autofahrer noch erträglich war. Ich ließ Reykjavik links liegen und fuhr durch die Vororte direkt ins Hochland. Die Landschaft zeigte alle Facetten. War es um Kevlavik noch flach und karg mit wenig Vegetation gewesen, so wurde es nahe Reykjavik grüner und etwas bergiger, Bei Sonnenwetter heute kam ich mir mit den Golfplätzen schon fast wie in Kalifornien vor. Nach Reykjavik ging es dann ins Hochland und es wurde verkehrstechnisch etwas ruhiger. Hier schlängelte sich die Straße durch Felsformationen, die aus Jim Knopfs und Lukas Drachenland hätten stammen können. Dann ging‘s runter ins Tal zum Þingvallavatn See, der vom Hochland fast wie ein Meer aussieht. Finale Ankunft für heute dann in Pingvellir am Campingplatz und Nationalpark. Hier driften die eurasische und amerikanische Platte auseinander. Na ja, hoffentlich nicht unter meinem Zelt. Genug für heute.Read more

      Sehr beeindruckend! [Daniel]

      7/4/21Reply
       
    • Day1

      1. Tag Anreise, Gulfoss, Polarlichter

      September 1, 2019 in Iceland ⋅ 🌙 3 °C

      Toller erster Eindruck! Wir wurden mit strahlendem Sonnenschein begrüßt.

      Als erstes haben unseren KuKu Camper abgeholt. Gleich gegenüber ein Supermarkt den haben wir erst mal unsicher gemacht... veganes Lakritzeis entdeckt, das natürlich sofort mit musste.

      Dann ging’s Richtung Reykholt dort haben wir unsere Blue Cabbin bezogen. Das Häuschen liegt in wunderschöner Lage mitten im Nirgendwo ruhig mit eigenem Hot Pot und Blick in die wundervolle Landschaft inklusive Gletscher.

      Ein kurzer Abstecher zum Gullfoss, der echt beeindruckend ist und dann ging direkt am ersten Tag mein Traum in Erfüllung- Nordlichter tanzten am Himmel, die wir bei herrlich entspanntem Bad im Hot Pott genossen.

      Wir sind jetzt schon verliebt in dieses bezaubernde, beeindruckende Land 😍
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      Einfach der Hammer

      9/2/19Reply
       
    • Day12

      Mitternachtsrunde

      June 27, 2020 in Iceland ⋅ ⛅ 8 °C

      Heute hat das Wetter und die Planung mitgespielt und das Rennrad konnte noch zu einer Mitternachtsrunde ausgeführt werden. Am Ende länger und deutlich schöner als gedacht.

      Im Vergleich zu unseren überfüllten Straßen daheim kann man hier komplett ohne Unterbrechungen an Kreuzungen oder Ampeln die Landschaft genießen. Der Straßenbelag war sich super, bis auf 5km Schotter die mich überrascht haben.

      Sonnenuntergang war 23:58 und Aufgang 2:50 Uhr. Dazwischen war es aber immer noch ausreichend hell um die Fahrt zu genießen 😊
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      Bist du wirklich bis 2:50 morgens mit dem Fahrrad rumgefahren? [Michi]

      6/27/20Reply
      Traveler

      Radfahren war gegen 1:30 Uhr beendet. Danach duschen, Abendessen und Route für den nächsten Tag planen. Ins Bett bin ich dann um 2:44 Uhr - das war zumindest meine letzte Nachricht an Simone mit den Details für den heutigen Tag ;-)

      6/27/20Reply
       
    • Day2

      Kas met tomaten

      July 1, 2019 in Iceland ⋅ ⛅ 10 °C

      Kas waar van alles met tomaten verbouwd wordt in de buurt van Fludir en Reykholt, een regio met veel geothermische energie
      De kas is door Nederlanders gebouwd en wordt op natuurlijke wijze pestvrij gehouden met bijen ook uit Nederland
      Verderop hebben ze een put geboord van 40 meter om water van 90 graden gratis en voor niks te verkrijgen
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      Traveler

      Mieke det zuut der mooij oet. Ware de tomate auk lekker ?

      7/1/19Reply
      Traveler

      Die bus stopt natuurlijk niet voor niets daar, alles is Poepie duur en we hadden ook weinig tijd dus niets gekocht...

      7/1/19Reply
       

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