India
Thiruvananthapuram

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49 travelers at this place
  • Day26

    Varkala 2010

    April 10 in India ⋅ ⛅ 0 °C

    Heute gibt's eine Geschichte aus Südindien - genauer gesagt, von meiner 9tägigen Reise in den damals kleinen Küstenort Varkala im Bundesstaat Kerala.

    Eine Reisedokumentation über die "Backwaters", einem Jahrhunderte alten, stark verzweigten Wasserstraßennetz im Hinterland, hatte mich inspiriert - auf nach Kerala!

    Für das Wort "Polarisieren", finde ich ja immer mal wieder Verwendung - nirgendwo allerdings, so finde ich, passt es besser als zu Indien.

    Ich war auf dieser Reise ständig hin und her gerissen - und das, begann bereits bei der Landung auf dem Flughafen in Trivandrum, willkommen in der "dritten" Welt!

    Chaos pur, Menschen auf erbärmlichen Lagern, die offensichtlich in den Außenbereichen des Flughafengeländes "wohnten" und dazwischen, sprangen die Ratten umher.

    Und dann dieser Straßenverkehr, einfach unglaublich! Nirgendwo, aber wirklich nirgendwo auf der Welt, habe ich jemals wieder so einen aggressiven, rücksichtslosen Fahrstil erlebt, wie in Kerala. Im Vergleich dazu, sind selbst die Georgier, wie schüchterne Fahranfänger unterwegs.

    Selten bin ich durch ein so schönes Land gereist und noch nie, durch so ein Vermülltes - die Locals hatten, zumindest vor 11 Jahren, absolut null Umweltbewusstsein - ein Beispiel:

    Der kleine Ort Varkala, liegt auf einer ca. 30 Meter hohen Steilklippe, darunter befindet sich eine wunderschöne Bucht. Müll jeglicher Art, bishin zu verendeteten Tieren, wurde in Unmengen einfach an der Klippe entsorgt, um dann einige Stockwerke tiefer, von einem fleißigen Putzkommando wieder aufgesammelt zu werden ( ABM-Maßnahme? ) - natürlich nur der Teil, den Wind und Wellen nicht ins Meer getrieben hatten!

    Und dann, sorry dafür schon einmal im Vorraus, die unglaubliche Bildungsferne vieler Locals!

    Auf dem Grundstück meines kleinen Gästehauses beispielsweise, wurden getrocknete Kokosnuss-Schalen zum verfeuern aufgehäuft. Dawischen hatten sich Giftschlangen eingenistet, was jedoch niemand sonderlich störte - Kinder griffen sich einfach neues Feuermaterial mit der Hand und barfuß war man sowieso - wie eine sehr makabre Art von "natürlicher" Geburtenkontrolle.

    Echt, das hättet ihr sehen müssen - nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit, erreichen auf diese Weise, niemals alle Kinder die Volljährigkeit!

    Hygiene war nach westlichen Verständnis, oftmals nicht ansatzweise vorhanden. Mein Host, hatte mich einmal zum Dinner eingeladen. Als ich dann sah, daß Reis und Curry auf altem Zeitungspapier serviert wurden, daß zuvor von einem Haufen außerhalb der Hütte genommen wurde, auf dem die Hühner rumturnten, lehnte ich dankend ab.

    Zwei Mädels aus Australien, "konnten" dieser Einladung, trotz meiner Vorwarnung, leider nicht widerstehen - eine davon, verbrachte danach den Resturlaub mit was für einem exotischen Virus auch immer, in der Unterkunft!

    Nach drei Tagen hatte ich schließlich "meinen" indischen Rhythmus gefunden. Das morgendliche Geschrei ab 05.30 Uhr, verursacht durch hunderte von Krähen war der Wecker, die Walking Mile an der Steilklippe, mit Gastronomie und Shops jeder Art, oder der Hindu-Tempel in Down Town, Ziele der täglichen Spaziergänge.

    Der schöne Strand mit tollen Wellen, esoterischen Workshops und Yoga-Gruppen, bot viel Spaß und jede Menge Abwechslung. Ein exellentes nepalesisches Restaurant mit Meerblick und deutscher Bäckerei, wurde zu meinem täglichen Anlaufpunkt - lesen und lecker futtern mit Aussicht!

    So ganz nebenbei, konnte ich dort einem Local ganz offensichtlich zu einer wunderbaren Geschäftsidee verhelfen. Selbiger, pflückte von allen Kokosnuss Palmen an der Walking-Mile die reifen Früchte, damit sie den Gästen der Restaurants, nicht beim Essen auf die Köpfe fielen.

    Die Nüsse wurden gesammelt und einfach entsorgt, bis.....ich dem Nussbeauftragtem verständlich machen konnte, er könne sie doch alternativ an Touristen verkaufen - unglaublich aber wahr, obwohl hunderte Palmen den langen Uferweg säumten, waren nirgendwo Kokosnüsse zu bekommen.

    Tja, was soll ich sagen, der Gute hatte die Idee angenommen, die Nüsse auf mein Anraten hin zu 1 Dollar / Stück an Touristen verkauft und in 10 Minuten sicherlich mehr Geld verdient, als sonst den ganzen Tag - Hilfe zur Selbsthilfe!

    Am nächsten Tag, war er dann mit seinem Fahrrad und einer Styroporbox voller Eis und Nüssen unterwegs 😁🚲✌️!

    Der Ausflug in die Backwaters war ein grandioses Erlebnis! Mit einem Local als Guide, ging's für ein paar Stunden auf einem alten Kahn durch die Kanäle - und damit, mitten durch den bunten Alltag der Menschen.

    Elefanten hier, Lotoswiesen und hinduistische Tempel dort - irgendwie eine Mischung aus Dschungel, schwimmende Märkte in Bangkok und Venedig - ein ganz wunderbarer Tag!

    Trotz einiger, widriger Umstände - ich würde noch einmal ins Backpacker Paradies Varkala reisen. Auch wenn nach westlichem Verständnis damals etliches im Argen lag war's toll, so viele neue Impressionen zu sammeln - Indien polarisiert eben!

    Dreißig Jahre on Tour, finden mit dieser Geschichte ihr Ende - es war definitiv MEIN Lebens-Jahrzehnt für Fernreisen. Mal kurz für eine Woche zum Tauchen nach Ägypten, wurde fast schon zur lieb gewonnen Normalität und die Türkei gefühlt zu meiner zweiten "Heimat".
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    Jan Auf Reisen

    möchte immer nicht wissen wie es bei uns aussehen würde ohne Straßenreinigung 🙈. Bis auf ein paar total verklärte Leute berichten solche Geschichten alle die in Indien waren 😉

    4/8/21Reply
    D.O.T

    Ja, wie schon bereits festgestellt - die Menschen vor Ort, haben natürlich auch andere Prioritäten und Notwendigkeiten in ihrem Alltag 🤷‍♂️🤷‍♂️🤷‍♂️!

    4/8/21Reply
    Ruth Figura

    Es war mir eine kurzweilige Freude mit deinen Geschichten mit zu reisen

    4/8/21Reply
    D.O.T

    Vielen Dank, lieb von dir! Aber es geht ja noch a bisserl weiter - bis 2016. Seit 2017, bin ich ja dann bei Findpenguins.com angemeldet 😊😊😊!

    4/8/21Reply
    Ruth Figura

    Na dann- bis bald wieder auf find Penguins

    4/8/21Reply
     
  • Day6

    vIbEs - vArKaLa

    December 17, 2019 in India ⋅ 🌙 27 °C

    Gestern Mittag hat mich Anu mit dem Auto nach Varkala gefahren, gratis! Angeblich sind es nur 45 Minuten, tatsächlich war ein Weg jedoch 90 Minuten! Für mich mega komfortabel, da sag ich natürlich nicht nein!

    Nach 2 Minuten Fahrt fällt mir ein, dass im Guesthouse in der Küche noch mein Sonnenschutz und mein Speaker stehen! Shit! Anu hält an und ruft Joe an der mir die 2 Dinge mit dem Roller bringt. Durch Zufall stehen wir direkt vor einer Fabrik und Anu fragt mich, ob ich mir die Cashew-Fabrik anschauen möchte! Wow!! Das geht so einfach? Na klar! Kurz mit dem Wachmann an der Pforte gesprochen, welcher den Boss fragen muss und zack, steh ich in einem riesigen Innenhof mit rundum offenen Gebäuden. Mir werden die verschiedenen Stationen gezeigt, Cashews werden geröstet, per Hand sortiert, gereinigt etc. Man sieht fast nur Frauen hier arbeiten. Man sitzt auf dem Boden, total eng beieinander! Keine Ventilatoren...für mich sieht es ehrlichgesagt wie ein Arbeitslager aus! Ich würde dies vermutlich nicht einen Tag aushalten! Alle strahlen mich an und winken, als wir durch die Gebäude laufen. Ich glaube, viele der Frauen hier sind froh haben sie Arbeit. Anu erklärt mir, dass es sich hierbei um eine etwas bessere Fabrik mit guten Anstellungsbedingungen handelt. Hier werden die Frauen per kg, was sie bearbeiten, bezahlt. Sie erhalten ausserdem extra Geld zum Jahresende und bekommen bessere Preise bei Behandlungen in Krankenhäusern und für Medikamente in Apotheken. Ich bin beruhigt aber möchte mir nicht ausmalen, wie es anderswo aussieht und abgeht...

    Im Vibes werde ich mega herzlich von Raj begrüsst! Schön ihn wiederzusehen! Wir quatschen eine Runde und er „zeigt“ mir mein Zimmer! Same same...ich kenn mich ja aus! Rundum das Guesthouse muss dringend Gartenarbeit betrieben werden aber es fehlt der Rasenmäher! Bis auf mein Zimmer ist alles noch etwas im Winterschlaf! Stört mich aber überhaupt nicht. Ich mag das einfache Leben hier!

    Ich geh noch kurz zum Strand und merke wieviel sich in 11 Monaten verändert hat- der Strand ist viel schmaler, es wurden eine Menge grosse Steinblöcke dort gestapelt / gesammelt. Keine Ahnung wieso. Ein neues Gebäude direkt vor „meinem“ Vibes wurde gebaut. Die Jungs vermuten ein neues Guesthouse, aber für mich sieht es so aus, als ob es ein Restaurant / Bar wird. Dies wäre definitiv besser für deren Business!

    Am Abend gehe ich mit Raj zum Cliff, der Hotspot von Varkala, wo sich Restaurants und Hotels aneinander reihen. Wir treffen ein befreundetes Pärchen und haben einen entspannten Abend im Restaurant. Ich esse mal kein Curry sondern gönne mir Thaifood und bestelle PadThai für 2.50 CHF. Garlic Naan geht natürlich auch immer!

    Abends falle ich müde ins Bett und schlafe wie ein Baby!!

    Ich schlafe bis um 10 Uhr, hier habe ich schon im Januar richtig gut geschlafen! Ich merke wie ich langsam zur Ruhe komme, runterfahre, abschalte...ich bin richtig faul: Trinke Chai, bekomme Frühstück und Mittagessen serviert und verbringe den Tag mit lesen. Ich verschlinge mein Buch regelrecht und muss mich am Nachmittag regelrecht aufraffen um noch eine Runde rauszugehen und verbringe noch 2 Stunden am Strand mit schwimmen und sonnen!

    Cheppy kommt um 19 Uhr und wir verbringen den Abend ganz gechillt mit Rum-Cola, Chappathi und quatschen einfach! Solche Abende sind für mich die schönsten Momente! Es braucht absolut nicht viel, das wird mir heute mal wieder bewusst!

    Danke Raj für deine Fürsorge und dass Du immer für mich schaust...
    Danke Cheppy für deine Zeit und deine Gesellschaft!
    Danke Rana für deine Geschichte, die mir mal wieder bewusst gemacht hat was für ein Glück ich habe, in der westlichen Welt aufgewachsen zu sein! Nicht für alle Frauen auf der Welt ist mein Denken und Handeln, meine Reisen und mein Kleidungsstil selbstverständlich!
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    Anu??????

    12/19/19Reply

    So schön...das könnte mir auch gefallen😁

    12/19/19Reply
     
  • Jan29

    Tag 42 - Varkala

    January 29, 2020 in India ⋅ ⛅ 31 °C

    Der einzige Unterschied zu gestern besteht heute darin, dass ich am Nachmittag nochmal in den Ort laufe, um mir einen Masala Chai im Darjeeling Cafe zu gönnen und ein wenig in den Ständen stöbern. Wirklich ins Auge sticht mir nix, so dass ich mich ohne neue Errungenschaften auf den Rückweg mache, um den Sonnenuntergang an ‘unserem’ Strand zu bewundern. Dort ist in der Zwischenzeit ein Seeigel gestrandet und kann ganz gefahrlos aus der Nähe betrachtet werden. Den Tag lassen Zsenia und ich wieder mit einem leckeren Dinner im Blue Water ausklingen.Read more

  • Jan30

    Tag 43 - Varkala

    January 30, 2020 in India ⋅ ☀️ 32 °C

    Mein letzter ganzer Tag in Varkala und ich bin einfach nur nochmal so richtig faul. Nach dem Frühstück springe ich ins Meer und stehle mich auf die Terrasse eines der Zimmer mit Meerblick, welches gerade nicht belegt ist. Zu meinem letztes Mittag bestelle ich mir gebratene Nudeln und bekomme eine ganz unerwartete Delikatesse on top. Im meinem Stammrestaurant sitze ich neben Hannah, einer Südkoreanerin die hier gerade ein Yoga Teacher Training absolviert und sich heute einen inoffiziellen freien Tag gönnt. Um etwas Abwechslung in ihren Speiseplan zu bringen, isst sie heut auswärtig ind hat sich getrocknetes Seegras aus der Heimat mitgebracht, in das sie eine Mischung aus Spiegelei, Reis und Sojasoße wickelt. Ihre Ausbildung ist mit 1.500$ super günstig, dafür sind die Zimmer sehr einfach mit jeglichem Getier, zu den Mahlzeiten gibt’s immer das gleiche Curry und sie kann den indischen Teacherstil nicht mehr hören (ihr geht’s wie mir :-))).
    Am Nachmittag spaziere ich noch etwas am Strand und genieße den letzten Sonnenuntergang und das letzte gemeinsame Dinner mit Zsenia.
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  • Jan24

    Tag 37 - Varkala

    January 24, 2020 in India ⋅ ☀️ 33 °C

    Nach dem Frühstück zieht es mich ins Wasser, Bikini an, Tasche schnappen und los geht’s. 10min. später kämpfe ich mich hinter die Wellen und genieße es mich im Meer treiben zu lassen (so gut wie das mit der Strömung hier geht). Zsenia treffe ich auch am Strand und sie bringt mich auf die tolle Idee, den schwarzen feinen Sand als Körperpeeling zu verwenden. Anfangs bin ich etwas skeptisch, ob das nicht ein bissl zu viel des Guten ist, was sich beim ersten Kontakt von Hand und Haut als unnötig erweist. Der Sand is wirklich so super fein, dass man das eher Gefühl hat eine Creme aufzutragen als ein Peeling. Komplett eingesandet lasse ich die schwarze Masse noch etwas trocknen und springe nochmal in die Fluten.
    Mittlerweile ist es 12 und ich seit fast 2h am Strand ohne Sonnencreme, also besser zurück ins Zimmer duschen und den Schatten genießen. Mittag gibt’s heut zur Abwechslung mal im Palm Tree, das zweite Restaurant an ‘unserem‘ Strand. Dir Bedienung ist nicht ganz freundlich und ein wenig teurer ist es auch, aber seit meinem ersten Abend war ich nicht mehr hier, das Blue Water ist schon fürs Dinner reserviert und in den Ort laufen mag ich nicht. Zwei Stunden später mach ich mich dann doch nochmal aufn Weg. Meine Lust hält sich immer noch in Grenzen, aber in 2 Tagen muss ich aus meiner Unterkunft in unserer Gegend hab ich noch nix passendes gefunden. Ich klappere einige Homestays am nördlichen Rand von Varkala ab, so richtig kann mich keines überzeugen, es ist halt doch schon mehr los hier und nicht so entspannt wie bei uns, aber zur Not wäre etwas dabei. Mit der Dunkelheit bin ich zurück im Blue Water und leiste Zsenia beim Abendessen Gesellschaft.
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  • Jan21

    Tag 34 - Varkala

    January 21, 2020 in India ⋅ ⛅ 33 °C

    Ich glaube, ich bin am absoluten richtigen Ort zum Ende meiner Reise angekommen!
    Vom Ort selbst hab ich zwar noch nicht viel gesehen, aber das Homestay inkl. dem Frühstück und der Strand gleich ums Eck sind spitze. Ich schlafe mit Meeresrauschen ein und wache damit auf 🙏
    Bis zum frühen Vormittag genieße ich meine kleine Terrasse und den Blick aufs Meer. Es ist einfach zu heiss um den 20min. Fußmarsch in Richtung Stadtkern auf mich zunehmen. Deshalb gibt’s Mittag heut auch im Homestay - was für ein Luxus ;-) Die Inderin, die für unser leibliches Wohl zuständig ist, leistet ganze Arbeit und hat heut ein super leckeres Thali zubereitet. Dies ist ein typisches indisches Mittagsgericht bestehend aus mehreren verschiedenen Curries in kleinen Schälchen und dazu gibt’s Reis.
    Am Nachmittag vage ich mich dann doch aus dem Haus, obwohl es immer noch heiß ist. Ich hab aber das Bedürfnis mich zu bewegen und will endlich das ‘Touristenzentrum’ kennenlernen. Dies zieht sich hauptsächlich oberhalb des Kliffs an der Küste entlang und der Weg dahin ist einfach magisch. Vielleicht mit einer der schönsten Strandabschnitte, die ich bisher erleben durfte. Varkala Centre hat wirklich alles zu bieten, was man sich vorstellen kann. Bars, Cafés, Restaurants, Shops, Yogaschulen und Ayurveda-Häuser an jeder Ecke, da ist ganz sicher für jeden was dabei. Da einzige was ich noch nicht gefunden habe, ist ein Geldautomat. Bisher eilts noch nicht, ich fühle mich einfach nur besser mit genügend Bargeld in der Tasche. Insbesondere hier, wo man nicht überall Geld bekommt und alles in Cash zahlen muss.
    Auf meinem Rückweg stoppe ich noch an einer Ayurvedaschule, eventuell nutze ich die Zeit hier um mein Wissen noch etwas zu vertiefen, und lasse mir in einer Schneiderei Stoffe für ein paar legere Hosen zeigen. Vor meiner Abreise hab ich online nix mehr Passendes gefunden und leichte längere Sommerhosen sind in Asien einfach das beste Kleidungsstück. Auf Anhieb springt mich nichts an, aber die ‘Produktionszeit’ dauert nur zwei Tage, da bleibt noch bissl Zeit für die passende Wahl. Fürs Dinner laufe ich wieder langsam zurück Richtung Homestay und werde vom Sonnenuntergang übern Meer begleitet. Zum Dinner probiere ich heute das andere der zwei Optionen hier und bin begeistert. Man sitzt war nicht direkt im Sand, aber dennoch am Meer und die Auswahl als auch der Geschmack meiner heutigen Wahl, Paneer Butter Curry (mal wieder ;-)) sind überzeugender als in dem Lokal von gestern. Zudem treffe ich noch eine andere Reisende aus Russland, die auch in meinem Homestay übernachtet und in Gesellschaft schmeckts doch gleich viel besser. 😋
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  • Jan26

    Tag 39 - Varkala

    January 26, 2020 in India ⋅ ⛅ 31 °C

    Heute stehen tatsächlich zwei Punkte auf meinem sonst ziemlich leeren Tagesprogramm: ich ziehe aus meinem Homestay aus & ins fancy Hotel um und darf der indischen Hochzeit unserer Nachbarn beiwohnen.
    Zum Mittag werden Zsenia, Jane (unsere russische Gastgeberin), ihre russische Freundin und ihr 2-jähriger Sohn im Homestay von zwei TukTuks abgeholt - sprich ich gehe mit 3,5h Russen auf eine indische Hochzeit 😂
    Von den Erfahrungen der anderen inspiriert, erwarte ich nicht allzu viel... und bekomme das auch bestätigt. Wir landen vor eine großen Halle, ähnlich einer einfachen Schulaula, wo eine Traube Menschen versucht ein Softeis zu ergattern und drinnen auf der Bühne ein Foto mit dem Brautpaar. Die Gäste warten auf den Rängen darauf auf die Bühne zu können, um dort mit dem Brautpaar von einem ‚professionellen’ Fotografen abgelichtet zu werden. Der Braut ist anzusehen, dass dieses Prozedere insbesondere bei der Hitze kein Spass ist, zum Lächeln kann sie sich nicht mehr wirklich motivieren. Vermutlich sitzt sie mit ihrem Auserwählten da schon seit den frühen Morgenstunden. Soweit ich das alles richtig verstehe, ist das Fotografieren neben dem Essen auch der Hauptteil der Zeremonie, zumindest im Fall einer muslimisch-indischen Hochzeit. Das Essen findet in Chargen statt bei ca. 1000-2000 Gästen, die über den ganzen Tag erwartet werden. Wir machen uns nicht die Mühe in den Maßen auf etwas Essbares zu warten und fahren nach 1,5h Spektakel wieder heim. Tatsächlich passiert auch nichts weiter als dem Brautpaar und den Gästen beim Fotografieren zuzusehen. 😬
    Zsenia und ich steuern direkt unser Haus und Hof Restaurant an, mittlerweile ist es Nachmittag und wir haben Hunger. Außerdem muss ich mein Zimmer heut noch räumen und ins Mint Inside Hotel zwei Häuser weiter umziehen. Eine gute Entscheidung, dass Zimmer ist zwar kleiner und dunkel, dafür aber weitaus kühler als im La Dolce Vita und es gibt warmes Wasser.
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  • Jan27

    Tag 40 - Varkala

    January 27, 2020 in India ⋅ ☁️ 29 °C

    Meine erste Nacht in der neuen Bleibe war sehr erholsam, es macht schon einen riesigen Unterschied in einer etwas kühleren Umgebung zu schlafen. Gegen 9 bewege ich mich in die erste Etage zum Restaurant und darf mir 5 verschiedene Sachen zum Frühstück aussuchen. Leider gibt’s keine indische Variante, sondern nur ‚Europäisch‘ aber dafür macht es einen guten Eindruck und ist unglaublich viel. Ich habe die Wahl zwischen Kaffee oder Tee, Lassi oder Fruit Juice, Porridge oder Pan Cake, Ei in allen Variationen und Toast. Die Getränke und das spanische Omelette schaffe ich gut, aber das Oatmeal passt einfach nicht mehr rein. Zudem habe ich noch zwei Bananen anstatt des Toast bekommen. Eine davon und das Porridge hebe ich mir für Mittag auf, ist einfach zu schade um es wegzuschmeißen. Nach einer kurzen Verdauungspause springe ich mal wieder ins Meer und genieße die Leichtigkeit im Wasser. Ich fühle mich ziemlich fit heute, was sicher an der guten Portion Schlaf liegt, und beschliesse nach meinem Haferbrei Mittagessen in den Ort zu laufen und mir einen Chai zu gönnen. Zudem brauch ich etwas Feuchtigkeit für meinen Sonnenbetankte Haut und entschließe für ein Aloe Vers Gel, was 100% natürlich sein soll. Na ja, der Parfümgeruch, der mir entgegen strömt als ich es zu Hause öffne, deutet nicht daraufhin - aber was soll’s, etwas von den guten Bestandteilen der Pflanze wird schon drin sein.
    Zum Dinner treffe ich mich wieder mit Zsenia in ‚unserem‘ Restaurant. ;-)
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  • Jan28

    Tag 41 - Varkala

    January 28, 2020 in India ⋅ ☀️ 30 °C

    Keine Ahnung was heute los ist: ich hab gut und ziemlich lang geschlafen - um 9 wache ich auf, nach 11h Schlaf 🙈
    Der Tag besteht aus Frühstücken, Lesen, einem MittagsChai mit Zsenia, Mittagessen (was wieder aus meinem Porridge vom Frühstück besteht), Lesen, im Meer baden, den Sonnenuntergang bewundern und im Blue Water Restaurant Abendessen. Ein richtig schöner fauler Urlaubstag, drei Tage vor meiner Heimreise werd ich das auch nicht mehr ändern. ;-)Read more

  • Jan22

    Tag 35 - Varkala

    January 22, 2020 in India ⋅ ☀️ 33 °C

    Nach dem Frühstück vage ich mich heute ins Meer, vormittags und der frühe Abend sind die beste Zeit um ins kühle Nass zu springen, die Wellen sind dann noch nicht ganz so stark. Obwohl das immer noch reicht und Schwimmen funktioniert nur hinter die Wellen, die sich erst ziemlich spät am Ufer brechen. Hat’s mans aber erstmal geschafft, ist es traumhaft. Immer mit einem Auge am Ufer, um sicher zu gehen, dass man nicht zu weit abtreibt und alles ist perfekt. Der Sand, eine schwarz-gelbe Mischung ist super fein und lädt zum sanften Peeling ein. Lange kann ich nicht bleiben, es ist super heiß und gerade über die Mittagszeit brennt die Sonne auf der Haut. In nur 5min. bin ich zurück in meinem Zimmer und kann eine erfrischende Dusche nehmen bevor ich den Rest des süßen indischen Frühstücks (Reisteig gefüllt mit Kokosraspeln und Zuckerrübensirup) als kleinen Mittagssnack zu mir nehme und nochmal in Richtung Ort spaziere. Lauf Google Maps soll es einen Geldautomaten in der Nähe des Kliffs geben, den ich ausfindig machen will. Auf dem Weg dahin gönne ich mir noch einen Mangoshake in meinem bisherigen Lieblingscafé und komme mit einer netten Italienerin, die seit 10 Jahren in Neuseeland lebt ins Gespräch. Am späten Nachmittag mache ich mich dann auf die Suche nach dem Geldautomaten, leider erfolglos. Ist aber noch nicht so dringend, so das ich ganz entspannt in Begleitung eines weiteren traumhaften Sonnenuntergangs den Heimweg antrete.
    Mein eindeutiger Lieblingsplatz zum Abendessen ist das Restaurant des Blue Water Resorts, was quasi direkt am Homestay liegt und nicht nur meine Präferenz zu sein scheint. Xenia, meine russische Nachbarin, sitzt schon da als ich eintreffe und meine anderen Nachbarn aus dem Homestay, ein französisches Pärchen, auch.
    Ist mit am Abstand das Beste Restaurant in der Gegend - man sitzt im Grünen direkt am Meer, das Essen und die Auswahl sind super und die Preise unschlagbar.
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Thiruvananthapuram