Indonesia

Yogyakarta

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84 travelers at this place:

  • Day23

    Huhu, und weil es so schön war gleich noch einer 😁
    Nach der raftingtour sind wir dann am nächsten Tag weiter gezogen. Es war alles etwas kompliziert in den Bergen weil wir fast kein netz hatten und somit auch keine Flüge buchen Konnten. Also sind wir dann einfach auf gut Glück aufn Sonntag zum Flughafen geeiert. Sonntag ist deshalb so wichtig, weil das Hier ein Tag ist, an dem wirklich nicht gearbeitet wird. Heißt: kein Geld wechseln am Flughafen, alle Fluggesellschaften hatten geschlossen, nur ein spilunkeähnliches „Reisebüro“ hatte offen, wo natürlich auch wieder niemand englisch sprach. War trotzdem witzig mit denen, weil 3 Typen vor einem Rechner hockten und mit Händen und Füßen sich bemühten dass wir zu den Tickets kommen😜ein kleiner haken war da nur noch, natürlich „keine kartenzahlung“ und alles in Rupien... alles nicht so easy, schlussendlich sassen wir aber im Flieger 😅und ich hab’s auch mit meiner Flugangst auf die Kette gekriegt.
    In yogykarta gelandet waren wir erstmal sehr positiv überrascht wie modern die Stadt auf den ersten Blick aussah. Überall Mopeds und Fahrräder, bissl graffities hier und da, also ganz anders als die Städte zuvor.
    Unser bed and breakfast war auch super schön und so konnten wir erstmal entspannen.
    Am nächsten Tag stand erstmal City erkunden auf dem plan, bissl rumschlendern und gucken. Gestartet sind wir mit nem „Becka“ - fahrradtaxi, mit dem wir dann auf den Boulevard gedüst sind 😂
    Die ganze Stadt war voll, überall Stände und essen und menschen, weil aber auch irgendein Feiertag war.
    Nach langem schlendern, hab ich mir dann erstmal nen Friseur gegönnt bei dem man gleichzeitig massiert wird, voll gut 👌zum Abschluss haben wir uns dann noch noch überreden lassen in DIE Batikausstellung zu gehen. (Batik = viele Details , ist eine traditionelle textile Gestaltungstechnik, die hier an jeder Ecke x10000 zu sehen ist) aber gut, nachdem wir das 10. mal angesprochen wurden dass es der letzte Tag ist, von der ausstellung, gingen wir hin.
    Wir hatten ein sehr nettes Gespräch mit einem der künstler( oder noch Student) , der uns alles erklärt hat usw. Schlussendlich kauften wir natürlich 2 Bilder zu nem super preis (nicht) weil er extra noch runter gegangen ist..
    Am nächsten Tag stellte sich leider heraus, dass wir verarscht wurden, da fast in jedem Shop das gleiche hing 😩 mal sehen, vielleicht besuchen wir den süßen heute nochmal 😈
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  • Day23

    31. Oktober / Halloween...

    nach dem Ich mir ne mittelprächitge Erkältung zugegzogen hatte und wir den Tg davor relativ ruhig gestaltet haben, sollte es heute wieder mal ein wenig Kultur und Geschichte des Landes geben.
    Auf dem plan stand also Kraton ( der Palast des Sultans) und Tamansari ( das Wasserschloss). Genau in dieser Reihenfolge fuhren Wir diese beiden Sehenswürdigkeiten dann auch an. Die erste Erfahrung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Yogya. Ging alles reibungslos. Nichts digitalisiert, keine Fahrkarten und keine automatischen Ansagen. Alles was geschieht, im Bus und an den Haltestellen, wird von Personal ausgeführt und die jeweiligen ein- und aussteigenden Fahrgäste per handgeschriebener Liste dokumentiert und dem Busfahrer per Sprachnachricht das Abfahrtsignal gegeben.
    Angekommen am Palast. Der Eingang war wohl mit das Beste an dem Königsbau. Irgendwie hatten wir uns beide mehr erhofft und erwartet. Wenig Pflege war in jeder ecke und an jedem Weg spürbar. Eine gewisse Lieblosigkeit schwang in der Luft. Zu dem waren alle historischen Fakten und Zusammenhänge auch nur in Indonesisch niedergeschrieben. Das macht die ganz Angelegeheit nicht attraktiver :D. Darum wurde es auch nur ein kurzer Besuch. Caro meinte dann noch, dass es Glück bringt mit geschlossenen Augen durch die Bäume des Eingangs zu gehen und sich dabei etwas zu wünschen. Dieser geht zu 50% hundert Pro in Erfüllung. :P
    Danach wurden wir in Richtung Tamansari gefürht. Durch Gassen und schmale Wege, natrülich mit unzähligen Batik Austellungen links und rechts. Das Wasserschloss besteht aus 3 Teilen ,was so leider auch gar nicht im Reiseführer stand und die Wege dorthin ziemlich verwinkelt sind. Der Erste große Teil ist eine Art Festung, die zu damaliger Zeit von einem Großen See umschlossen wurde. Heute nur noch Hütten und Markt. Der zweite Teil ist ein Tunnel der unterirdisch zum Schwimmbad vom damligen Sultan führte. Und der dritte und somit spannendste Teil ist das königliche Schwimmbad. Es hätte wirklich schön aussehen können. (sorry für meine deutsche Genauigkeit), aber wenn man doch schon so eine schön Historie hat, mit vielen tollen Bauwerken und künstlerischen Details, dann kann man das doch zumindest sauber halten und/oder so herrichten, dass es ansehnlich bleibt. Den „Pool“ reinigen und die Pumpe vllt in ein Häusschen zu stellen kostet keine Million. Das trübt leider die Erinnrung nachhaltig und es soll kein Einzelfall bleiben. -.-
    Weiter vom Becken weg zum einem Platz mit Denkmal, waren wieder Batikläden. Wir also nochmal geguckt. Das war der zweite oder dritte Shop/Austellung. Komischerweise hingen überall die selben oder ähnlichen Motive. Naja Lehrgeld bezahlt jeder Mal.
    Nach dem sich das dann so blöd aufgeklärt hatte und wir uns wirklich mies behandelt fühlten von dem Typen am Tag zuvor, brauchten wir Bier. „taksi!, einmal zur Strasse mit den Pubs und Bar's bitte!“.... Jalan Prawirotaman
    (so heißt die Straße ;)

    Caro//Bert
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  • Day27

    Nach einiger Zeit in Yogya, in unserem Hostel und vielen Tipps von Tika, der Eigentümerin des Hauses, sind wir dann zum ersten DER Tourispots aufgebrochen. Es gibt ja DIE 2 Sehenswürdigkeiten im Raum Yogyakarta. Die Hinduistische Tempelstätte „Prambanan“ und die Buddistische Tempelanlage des Borobudur. Beides wirklich beindruckende Bauwerke und Parkanlagen. Wir haben also mit dem Hindu-Tempel begonnen. Am öffentlichen Transport haben wir gefallen gefunden, also wieder ab in den Trans Jogja Bus. Pi mal Daumen eine Stunde später und gut durchgeschüttelt, weil die Busfahrer nicht nur die Strasse benutzen, sondern keine Gelegenheit auslassen auch die schlaglochübersehten Seitenstreifen,Bürgersteige und Feldwege mitzunehmen. Man braucht übrigens auch keine 300 Pferdestärken. Ein klappriger Bus, ein laute Hupe und Wahnsinn reichen aus, um immer in vorderster Reihe mitzumischen. Roller werden prinzipiell mit maximal 10cm Sicherheitsabstand bei 80 Stundenkilomtern überholt. Kräftig hupen, das Vaddern, Muddi und die 2 Kinder auch fast von der Sitzbank fallen und weiter geht’s auf dem Großstadt Highway. Endhaltestelle Prambanan.
    Wenn man glaubt in Indonesien angekommen zu sein, nach dem man mit den Öffis gefahren ist. Weit gefehlt. So irrten wir kurz umher und suchten nach dem Eingang zum Tempel. Den gab es dort schlichtweg nicht. Nur 67 „Becka-Fahrer“ die uns alle für „cheap money“ chauffieren wollten.
    Wir sahen wohl so verloren aus, als ein Mann auf einem Scooter anhielt und uns fragte wo wir hinwollen. Wir erklärten ihm unsere Lage und er fragte sofort, ob er uns zum Eingang fahren soll.
    Also fuhr er 2 mal das kurze Stück, um uns nach einander dort abzusetzen. Ich nannte ihn den „Kartoffelmann“, weil er an seinem Haken im Fussraum noch einen Beutel mit Erdäpfeln hatte.
    Er wollte weder Geld noch,..Wir haben ihm nur Geld geboten :D
    Der erste komplett Fremde, der einfach nur helfen wollte. Daumen hoch dafür. Daumen runter für die anderen, die meinen die Touristen auf die Nudel schieben zu müssen.
    Eingang Prambanan.
    Da die ganze Anlage relativ ebenerdig gebaut wurde, kann man sofort die komplette Skyline der einzelnen Bauten sehen. Es war ziemlich leer. So konnten wir in Ruhe alles anschauen und Bilder knipsen. (ich bin ja immer mit sämtlicher Technik bewaffnet für DAS Bild ) :D
    Das Wetter spielte mit und wir konnten uns sogar den Sonnenuntergang vor Ort anschauen. Postkartenmoment :)

    So und wieder mal noch ein blöder Satz zum Abschluss. Angesichts des Eintrittsgeldes von knapp 25$ pro Tageskarte und 40$ für ein kombiniertes Ticket für beide Tempel, ist der Zustand vom Prambanan desolat. Es ist schmuddelig gewesen, mehrere angefangene Baustellen an Gehwegen und Parks und es wird irgendwie nichts merklich für den Erhalt der Stätte bzw. Erneuerungen der Schaukästen oder Dokumentationen getan. Die Baustellen die halt einfach aussehen wie Schlachtfelder, weil alles so liegengelassen wird , wären in den meisten Fällen sicher in ein paar Stunden zu beenden. Tausende Secruitys die Tag für Tag Menschenmassen durchschleusen, aber wenig auf das Eigentliche Acht geben. SEHR SCHADE. -.-

    Und hier die Bilder :)

    CARO//BERT
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  • Day21

    'Djogdja' zelf was voor ons een beetje te druk, maar we konden het niet overslaan. Het boeddhistische tempelcomplex Borobudur en zijn hindoeïstische tegenhanger Prambanan maakten het meer dan de moeite waard. We sloten ons verblijf af met een kookles. Wie zin heeft in een Indonesische viscurry mag langskomen wanneer we terug zijn :).

  • Day76

    Ein langes Wochenende voller neuer Eindrücke liegt hinter mir. Freitagmorgen sind wir mit dem Flieger nach Yogjakarta auf Java aufgebrochen um einer Einladung der Founder in ihr Haus dort zu folgen. Die große Frage war ob wir es überhaupt ins Flugzeug schaffen da unsere Reisepässe immer noch in der Weltgeschichte unterwegs sind. Überraschender Weise durfte ich dann nur mit Personalausweis und Annika mit ihrem Studentenausweis einchecken. Die Sicherheitsvorkehrungen hier sind wirklich sehr fragwürdig. Ich habe es auch durch alle Sicherheitskontrollen mit einer großen Wasserflasche außen im Rucksack geschafft. Lustig sind dann die Warnschilder das man keine Bombe mitnehmen darf da sonst eine Haftstrafe droht. In Yogja wurden wir dann vom Chauffeur der Founder in einem Toyota Oldtimer zu ihrem Haus gebracht wo wir mit Kaffee und Frühstück begrüßt wurden. Schon beim Landeanflug fiel uns auf das Java sich wirklich stark von Bali unterscheidet. Von den Wolken aus glich Yogja fast einer ganz normalen Stadt im Ruhrgebiet. Die Häuser dort sind viel größer und natürlich fehlt auch der balinesische Hinduismus da dort fast nur Moslems leben. Wir drei durften dann bis Montagmorgen bei den Foundern wohnen und wurden dort täglich mit Frühstück und Abendessen versorgt. Den restlichen Tag wurden wir dann von ihrem Chauffeur durch die Gegend gefahren um uns Land und Leute anzusehen. Wenn man das so hört denkt man wir haben dort im puren Luxus gelebt aber irgendwie war das dort eine ganz komische Welt. Das Haus dort war von außen im westlichen Stil mit Security in der Einfahrt die nachts aufpasste. Das Haus selbst war jedoch in einer ganz normalen armen Wohngegend. Es war quasi wie eine Art Ferienpark mit Extras. Das Haus selbst war nicht groß und von Innen im balinesischen Standard ausgestattet. Für Menschen hier gleicht das schon beinahe Reichtum aber bei uns könnte man es mit der normalen Mittelschicht vergleichen.
    Wir sind also Freitag nach dem Frühstück sofort mit unserem Chauffeur aufgebrochen der uns jeden Wunsch von den Augen abgelesen hat und wirklich alles Sehenswerte in der Umgebung von Yogja kannte. So haben wir dann Freitag den neuen und alten Palast des Sultans besucht und gelernt dass dieser eine Frau und 10 Konkubinen hat. Anschließend haben wir eine kleine Produktionsstätte besichtigt die „Wayangpuppen“ hergestellt. Die Puppen werden schon seit Jahrhunderten für Schattenspiele hergestellt und ein Mann dort erklärte uns die animistische Bedeutung der Puppen. In derselben Straße konnte man auch sehen wie Batik hergestellt wird. Yogja ist so eine Art großes Ubud, man kann dort überall Kunst und Handwerk kaufen. Abends ging es dann zur Malioboro einer großen bunten Einkaufsstraße auf der man all die Kunst und das Handwerk kaufen kann und noch vieles mehr. Dort haben wir dann auch die beiden anderen Abende verbracht😉 Die Stimmung dort war einfach total super. Viele Menschen, Musik überall und so viel zu sehen. Ich habe mal ein kurzes Video gemacht um die Atmosphäre fest zu halten: https://youtu.be/wVRPYKyihso Auf dem Weg dorthin landeten wir auf einmal auf einer Straße die einer Autoscooterbahn glich. Mitten im normalen Verkehr sah man Touristen in alten ausgeschlachteten VW Käfern und Bullys die mit einer grellen, bunten Beleuchtung ausgestattet waren. Sie bewegten sich nicht normal mit einem Motor fort sondern man musste Pedale treten wie bei einem Fahrrad. Annika und ich fanden das so absurd dass wir uns im Auto kaputt gelacht haben (hier ein Video dazu: https://youtu.be/6fNoQ-PezZI).
    Samstag haben wir dann eine Sightseeingtour außerhalb von Yogja gemacht. Wir haben den Borobudur besucht und sind anschließend 2 Stunden zu einem Vulkanmuseum gefahren das dann leider schon geschlossen hatte. War aber nicht schlimm denn auf dem Weg dorthin war es interessant die Landschaft und Menschen zu betrachten. Der Borobudur bei dem wir zuerst waren ist der größte buddhistische Tempel auf der Welt und ein UNESCO Welterbe. Der im 9. Jahrhundert erbaute Tempel war wirklich sehr beeindruckend. Der Tempel besteht aus mehreren Etagen und bis wir auf der obersten angekommen waren, mussten wir einige Treppenstufen hinter uns lassen. Am Eingang dort haben wir wirklich eine sehr komische Situation erlebt. Annika ist zur Kasse um uns Tickets zu besorgen deren Preis 30.000 Rp pro Person waren. Sie kam dann mit leeren Händen zurück und erzählte uns dass wir zum Schalter für internationale Besucher mussten. Dieser war in einem separaten Gebäude das sehr neu und modern eingerichtet war. Dort war der Preis dann auf einmal 260.000 Rp pro Person. Wir standen dort erstmal mit einem Fragezeichen im Gesicht und Roy der ja ursprünglich aus Jakarta kommt und daher auch Indonesisch spricht, fragte dann erstmal nach wieso wir 10 mal so viel bezahlen sollten wie die Einheimischen bzw. anderen Touristen aus Indonesien. Als Antwort bekamen wir das wir eine Indonesische ID-card bräuchten um den niedrigen Preis zu bekommen. Selbst nach langen Diskussionen änderte das nichts nur Annika und ich bekamen noch 50% Studentenrabatt der uns auch erst nach einer langen Prozedur gewährt wurde und Roy der indonesisch spricht und ursprünglich von Java kommt, musste dann den vollen Preis bezahlen. Sowas hab ich wirklich noch nie erlebt und das würde auf Bali auch nie vorkommen, das grenzt ja schon an Rassismus. An diesem Tag haben wir dann an mehreren Stellen erlebt dass die Menschen dort nicht immer so freundlich sind wie auf Bali. Im Park auf dem Weg zum Tempel hatte man dann noch die Möglichkeit auf Elefanten zu reiten aber nach dem ich gesehen hatte das man ihnen mit komischen spitzen Hämmern auf den Kopf schlug um sich fortzubewegen, lehnte ich dann erbost ab und wir gingen weiter. Der Besuch beim Borobudur war wirklich beeindruckend aber man merkte wirklich das der Tempel noch alleinig eine Touristenattraktion ist. Es war wirklich schwierig Fotos zu bekommen auf dem keine Touristen waren. Wenn dann musste man innerhalb von Sekunden agieren. Auch an den Menschen dort merkte man dass der Borobudur mehr als Geschäft gebraucht wird. Schon auf dem Parkplatz wurden wir von unzähligen Händlern belästigt. Sie liefen wirklich neben einem her und hielten einem die Waren mitten ins Gesicht. Es war eine Wohltat als wir den Parkplatz verließen und das Gelände des Tempels betraten. Als wir dann zum Ende wieder zum Auto mussten wurde es noch schlimmer. Die Menschen denken glaub ich nur weil man westlich aussieht ist man reich und kauft wirklich jeden Mist den man nicht gebrauchen kann. Wir konnten nicht mal kurz stehen bleiben. Sobald die Händler merkten dass andere Händler mit uns sprachen kamen sie sofort in Scharen auf uns zu gerannt. Zum Schluss war ich so genervt das ich einfach nur noch böse guckend, schnell zum Auto weiter lief und alles um mich rum ignorierte.
    Sonntag haben wir dann eine Mall, von denen es in Yogja ziemlich viele gibt, besucht und verschiedene Orte an denen man Leder-, Stein- und Keramikarbeiten kaufen konnte. Der Besuch der Mall war wirklich eine verwirrende Erfahrung. In der Einfahrt wurden wir von der Security angehalten und kontrollierte man unseren Kofferraum. Dann fuhren wir vor den Eingang vor und man öffnete uns die Türen. Annika und ich warfen uns verwunderte Blicke zu und als wir dann die Mall betraten fühlten wir uns sofort underdressed. Man kam quasi direkt von den Slums in ein Einkaufszentrum im Dubai Style. Die Welten waren einfach so verschieden und es fühlte sich total verkehrt an. Wir sind dann ein bisschen rundgelaufen und ich habe mir Ipanemas im Sale gekauft. Den Abend verbrachten wir dann natürlich wieder auf der Malioboro wo wir in einem Einkaufszentrum ein sehr interessantes Eis gegessen haben: https://youtu.be/veqGCVM0SeU.

    Yogja war wirklich sehr toll und eine tolle Abwechslung zu Bali. Wir haben in den drei Tagen sehr viel von Java sehen können und viele Eindrücke bekommen. Letztendlich gefällt mir Bali aber immer noch besser. Die Menschen hier sind einfach viel herzlicher und ehrlicher. Java ist natürlich auch muslimisch und Annika und ich haben probiert uns weitestgehend anzupassen und sind drei Tage schwitzend in langen Hosen und T-Shirts die die Schultern bedecken rundgelaufen. Trotzdem konnten wir die unangenehmen Blicke vieler Männer spüren und wir waren froh dass wir Roy dabei hatten. Java ist nicht gefährlich aber trotzdem würde ich dort als Frau nicht alleine durch die Gegend reisen. Dazu kommt auch noch das man auf Java fast keine westlichen Touristen sieht und viele Menschen dort noch nie zuvor „weiße“ Menschen gesehen haben. Deshalb wurden wir auch ständig von Menschen gefragt ob sie ein Foto mit uns machen dürfen. Teilweise fühlte man sich wirklich wie ein Affe im Zoo. Aber schön war es trotzdem😀

    PS: Wem es noch nicht aufgefallen ist😉 Ich habe jetzt youtube für mich entdeckt und werde demnächst auch mal ein paar mehr Videos posten können🙂
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  • Day27

    Reisen hat absolut nichts mit Urlaub zu tun.

    Man ist ständig in Bewegung, kann nur schwer vorausplanen, da alles unbekannt und unvorhersehbar ist. Man kennt weder die Sprache noch die Gegend und schon gar nicht die kulturellen Gewohnheiten, eines fremden Landes. Jedes noch so kleine Vorhaben wächst zu einer Tagesaufgabe an und dies alles erfordert ständige Aufmerksamkeit in hohem Masse.

    Dieses Dasein beansprucht viel Energie und ist nicht über lange Dauer durchführbar .
    Normalerweise, hilft da etwas Abstand und Zeit für sich, doch auf Reisen und ohne Heimbasis, ist dies schwer umzusetzten.

    Eine Erkenntnis ist somit: auf Reisen muss man sich auf ein gemächlicheres Tempo einpendeln.

    Und etwas, woran ich mich immer und immer wieder selber dran erinnern muss: Der Weg ist das Ziel.

    Klingt leider unglaublich abgedroschen, ist aber nun mal die Wahrheit. An einem gemütlichen Ort ankommem oder noch schlimmer, zu Hause ankommen, ist das letzte, was man anstreben sollte auf Reisen. Es bedarf somit einer gänzlich gegenteiligen Denkweise, als derjenigen, welche man im Alltag anwendet.
    Glücklicherweise sind die ständig wechselnden Schlafplätze in Hostels, mit winzigem Konfortzonenradius, lauten Menschen und antiken Sanitären Anlagen, der Treibstoff welcher die Reisemaschinerie in Gang hält.

    Draussen unterwegs zu sein heisst aufatmen und geniessen. Man hat es plötzlich nicht mehr so eilig und Zeit spielt keine Rolle.
    Es gibt keine Liste mit Sehenswürdigkeiten, welche man "abarbeiten" muss.
    Erst wenn dieses Gefühl einsetzt und man während dem "sich Fortbewegen" Energie auftankt, erst dann reist man richtig.

    Hier in Yogyakarta gibt es viele, gute Beispiele von sogenannten "sehenswerten" Schauplätzen.
    Dinge und Orte, welchen man nicht nachrennen sollte und Zeit und Kraft verschwenden.

    Der Tempel, welcher gestern Abend als Kulisse der Tanzvorstellung diente, welche wir besucht haben, kann nur gegen einen stolzen Eintrittspreis von 350'000 Rupia (Umgerechnet ca. CHF 27.-; Touristenpreis, Einheimische zahlen nur einen Bruchteil davon) besichtigt werden. Wir reden hier von einem Land, in dem das BigMac Menü CHF 3.50, ein Kinoeintritt CHF 3.- und eine einstündige Taxifahrt CHF 5.- kostet.
    Beim gestrigen Abendessen am selben Ort, präsentierte mir Pascal plötzlich lachend ein Bild des Tempels auf seinem Smartphone. Ich dachte zuerst, er wolle mir zeigen, wie der Tempel komplett und bei Tag aussieht, doch es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Abbildung um eine Tempelanlage in Kambodscha handelte!
    Komplett verschiedene Lage, vom Aussehen her, für uns Laien identisch (zum selber vergleichen: Candi Prambanan, Yogyakarta, Indonesien versus Angkor Wat, Siem Reap, Kambodscha).

    Weshalb also, sollte man sich exakt diesen einen Tempel ansehen gehen und einen ungerechtfertigt hohen Eintrittspreis bezahlen? Natürlich erhöhen die kurze Aufenthaltsdauer und die Tatsache, dass man diesen Ort nur einmal im Leben besuchen wird den Druck. Und schlussendlich will man zuhause auch etwas vorweisen können, was die anderen noch nie gesehen und erlebt haben.

    Doch der Vergleich der beiden Tempel hat aufgezeigt, dass man vorsichtig sein sollte, bei der Wertbeimessung solcher Sehenswürdigkeiten. Nur weil alle anderen einen bestimmten Ort frequentieren, heisst dies noch lange nicht, dass es sich lohnt. Spätestens wenn man mit tausenden anderen Touristen auf den Tempelmauern herumkrakselt, kein gutes Foto hinbekommt weil andauernd jemand im Weg steht und sich zu guter letzt zum Ausgang durchkämpfeb muss, vorbei an aufdringlichen Händlern mit wertlosen Souvenirs, spätestens dann, hat das ganze seinen Zauber verloren.

    Dies mag zu Beginn äusserst ernüchternd und deprimierend sein. Und es kann schnell so weit umschlagen, dass alles seinen Reiz verliert. Doch irgendwann ist man froh um diese Erkenntniss und kann sich den Dingen widmen, welche einem wirklich Freude bereiten.

    Pascal und ich haben uns heute eine Pause, sowohl vom Reisen, als auch von uns selber gegönnt.
    Wir suchten die nächste Shopping Mall auf und gingen getrennte Wege.
    Pascal schaute sich einen Film im Kinokomplex an und ich ging ins Fitnesscenter mich austoben.
    Ein paar Stunden später trafen wir uns wieder und gingen zusammen Abendessen.
    Danach waren wir wieder Fit, unseren weiteren Reiseweg anzuschauen.
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  • Day25

    Wenn ich wieder zu Hause bin, muss ich einen Urwald anpflanzen, um die ganze Fliegerei zu kompensieren...

    Yogyakarta ist ein weiteres Städtchen auf der Insel Java, umgeben von Tempelanlagen, Urwald und Höhlen.

    Die Flugbahn des Bandunger Flughafens war voll mit ein- und aussteigenden Menschen und man musste acht geben, dass man in die richtige Maschine einstieg.
    In Yogyakarta traten wir einen kleinen Fussmarsch an, um unseren Uberfahrer an einer Tankstelle zu treffen. Wir sind uns dieses Prozedere mittlerweile gewohnt und die "Taxi-Touristengebühren" welche wir damit einsparen, sind es allemal wert.
    Nachdem wir unser Zimmer im Hostel bezogen hatten, wollten wir die Gegend ein wenig erkunden.
    Zwischen all den Verkaufsständen wurde Pascal von einem Local, mit breitem, zahnlosem Grinsen, in ein Gespräch verwickelt. Der Indonesier kannte ein paar Schlagwörter auf Schweizerdeutsch und wollte uns unbedingt etwas zeigen. Ich hatte eigentlich vor, schnell Land zu gewinnen, doch da es stark regnete, herrschte unter der überdachten Verkaufsstrasse grosses Gedränge. Und schon war der Indonesier in einem des berühmt berüchtigten Seitengässchen verschwunden, Pascal ihm dicht auf den Fersen.
    Mir blieb nichts anderes übrig, als ihnen zu folgen.

    So landeten wir in einer Batik-Kunstausstellung.
    Zu Yasmintee wurden wir in die Geheimnisse der Batiktechnik eingeweiht.
    Angenehmerweise waren die Verkaufsambitionen der anwesenden Indonesier nicht sehr ambitioniert.
    Wir verabschiedeten uns höflich und verliesen das Seitengässchen wieder, batiklos. :)

    Auf der anderen Strassenseite fand sich dafür eine Garküche, es war auch höchste Zeit für ein Abendessen.
    Pascal, sowieso schon in Abenteuerstimmung, bestellte sich Taube. Ich blieb dann doch lieber bei gebratenem Gemüse mit viel Sambal.

    Als das Essen serviert wurde, waren wir beeindruckt. Es handelte sich beim Fleisch zweifelsohne um eine Taube! Das Tier wurde in einem Stück in heissem Öl frittiert und serviert, was einen zugleich interessanten und gewöhnungsbedürftigen Anblick bot.

    Positiverweise muss man einräumen, dass Pascal mit Sicherheit nicht die Überreste einer Strassenkatze als etwas anderes verkauft wurden. Ich jedenfalls war froh, dass mich mein Essen nicht anguckte. Neugierdehalber probierte ich dann aber auch ein wenig Taube à la nature (erinnerte irgendwie an Kaninchen).

    Die Köche wiederum hatten Freude, dass die Taube und das Sambal (zerstossene Chillipampe) uns mundeten. Ich bekam sogar noch eine zweite Portion Sambal. Ich vermute die Köche wollten gucken, ob ich diese auch noch esse. Was ich dann auch tat (Ehrensache).
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  • Day26

    Yogyakarta - die Schreibweise des Stadtnamens wird hier sehr inkonsequent ausgeführt, weshalb ich nun auch alle möglichen Versionen anwenden werde.

    Jogjakarta oder im Volksmund: Jogja, scheint eine wohlhabende Stadt zu sein.
    Es lässt sich klar eine Shoppingmeile erkennen, welche zusätzlich mit Lautsprechern bestückt ist, aus welchen abwechselnd Musik oder Gebetsgesänge schmettern.
    Wir krochen heute ein wenig dieser Strasse entlang (es war wieder mal drückend heiss) und besuchten den Palast des Sultans, sowie das Historische Museum.
    Im Palast wurden wir wieder mal von einem Schwarm, kleiner Frauen mit Hijabs angestupst, um mit ihnen für Fotos zu posieren.
    Englisch konnten sie alle nicht, doch eine hat noch lange zu mir hoch geblickt (ja die sind alle nochmals einen Kopf kleiner als ich, das gibts!), irgend etwas geplappert und sich dabei an die Nase getippt. Ja ich weiss, ich habe einen phänomenalen Zinken, danke. :)

    Im Historischen Museum hat sich jemand richtig viele Gedanken gemacht und wunderschöne Arbeit geleistet (so vor 20 Jahren). Nur wurde leider nicht mit einkalkuliert, dass das gesammte Museum in Stand gehalten werden muss.
    Die Geschichte Indonesiens wurde, in vier Gebäuden verteilt, mit Hilfe von Dioramen erzählt. Das erste Gebäude war leider wegen Bauarbeiten geschlossen (ich vermute da war der intetessante Teil drin).

    So bleibt uns die Besiedelung und Religionsvielfalt Indonesiens weiterhin ein Rätsel.
    In den restlichen Gebäuden war speziell der Aufbau der Dioramen bemerkenswert. So wurde grossen Wert auf räumliche Darstellung gelegt und die Figuren wurden, je nach Distanz, verschieden gross dargestellt, um der Szene mehr Tiefe und Raum zu geben.

    Kurz gesagt hat Indonesien ganz schön auf den Deckel bekommen von den Holländern und Japanern.

    Nach der Portion Kultur, mussten wir eine Pause einlegen. Sich draussen aufhalten bei diesen Wetterbedingungen, war wirklich keine Freude. Nach einer Dusche und einem Satz bequemerer Kleidung, sah die Welt wieder besser aus.

    Am Abend machten wir uns auf den Weg zu einem Hinduistischem Tempel mit Amphitheater, um ein "indonesisches Ballett" zu sehen. Als solches wurde es jedenfalls beworben. Die Fahrt hin dauerte beinahe eine Stunde und es regnete in Strömen. Keine guten Voraussetzungen für eine Freilichtaufführung...

    Pünktlich zum Vorstellungsbeginn, hörte es auf mit regnen. Die Tänzer in ihren bunten und prachtvollen Kostümen, erzählten mit traditionellen Tänzen eine lange, komplizierte und ein wenig unlogische (könnte an der Übersetzung liegen) Geschichte. Die meisten Gäste kamen erst während der Vorstellung auf die Idee, sich über die Handlung zu informieren, weshalb es immer etwas unruhig war in Publikumsreihen.

    Die Darstellung jedenfalls war hübsch und die Tanzbewegungen neuartig. Jedes Kostüm war mit zwei dekorativen Schal/Schürzen- Stofffetzen versehen, welche die Tänzer sich theatralisch über die Schulter werfen konnten, für eine extra Portion Dramatik.
    Die Tempelanlage im Hintergrund rundete die Inszenierung ab. Bemerkenswert fand ich auch, dass obwohl die Krieger andauernd mit richtigen Pfeil und Bogen sich bekämpften, nie ein Pfeil ins Auge ging.
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  • Day144

    Borobudur - the name sounds like a haunted place from a book or as a legendary figure from mythology. And indeed, Borobudur is a special place near the volcano Merapi, located on the Indonesian island of Java.

    Borobudur is one of the largest Buddhist temples in Southeast Asia. The square complex with nine floors was about 750 - 850 built and has been forgotten by the political power shifts in the country. Only in the 18th century, the plant was rediscovered and exposed by the vegetation.

    Another cultural and architectural highlight in the region around the city of Yogyakarta is Prambanan, one of the largest Hindu temples in Southeast Asia. Prambanan consists of eight main temples dedicated to the gods Shiva, Vishnu and Brahma and hundreds of individual temples. The UNESCO appointed Borobudur and Prambanan in 1991 a World Heritage Site.

    A visit of Borobudur at sunrise, is particularly worth seeing. So I got up at 4 am in the morning to take the scooter through the frosty night to drive to the 30km distant temple. On the temple grounds with their beautiful perforated stupas have been already waiting hundreds of tourists armed with flashlights and cameras looking for the perfect place for memorable photos of the sunrise.

    But Java is not just famous for temples. The island has numerous volcanoes. And to one of these volcanoes I was driving with a scooter at night again. The volcano Kawah Ijen offers a memorable view at the fabled-like Blue Fire. At this place is the most important sulphur accumulation of Indonesia situated.

    About an elaborate pipe system sulphur fumes are directed to a deeper extraction point, where the sulphur is leaking in liquid orange-yellow form. After the liquid is cooled down and solidified, workers break the sulphur plates with iron bars and carry the loads in baskets 3km on a steep path to the crater rim and into the valley. Each worker is carrying up to 90kg on his shoulders. Up to six tonnes the workers mine each day, always accompanied by the hungry eyes and camera lenses of tourists. This is a the only place worldwide to be so close to the mining operations and the Blue Fire. The fire spectacle is caused by overheating. The sulphur gas can spontaneously ignite and then burns in a bright blue. Especially at night this is a mystical-like spectacle.

    The visit of this phenomenon is only bearable with proper gas mask. And even with this I find it hard to breathe. Orange slices in the mask help against the gag reflex. Nowadays no tourist is visiting this place without these masks. Simple dust masks are absolutely useless here. However, iI also saw miners without protective equipment. Some merely keep a cloth or scarf over his mouth and nose. Continuously the wind is changing directions in the crater and the highly toxic sulphur fumes force me to squat and to keep my eyes closed. Breathing then is particularly difficult. Locals speak of the breath of Kawah Ijens. In these moments, I struggle with the desire to leave this place as soon as possible. But this is impossible because I can see no yards. The job destroys the health of the sulphur miners and the pay is low. But they earn with this work still more than on the surrounding plantations. An extra income is the selling of carved figures from that very sulphur. Very popular carvings are currently the Minions.

    The sulphur is bought by the chemical industry and pharmaceutical companies. However, the sugar mills of the area also use the sulphur to bleach them. Why? Because of this sulphur is still cheaper than the one that is traded on the world market.
    The sight of the blue fire moves at these conditions almost in the background. Individual flames dance wildly in-between the dense columns of smoke. Every moment I expect the song of Rumpelstiltskin in my ear combined with an furious laughter. The place is so inhospitable and so fascinating. The conditions to make a stunning photo, are difficult. Again and again turns the winds and the flames disappear in the smoke. I decide to leave and rise up to the crater rim before sunrise, accompanied by the strong sulphur miners and their heavily laden baskets.

    My visit to Java was unfortunately only short and felt in the time of Ramadan, which unfortunately had a significant impact on my culinary experiences. The island is rich in interesting monuments and has a beautiful nature.

    Though the Hindu-influenced life on Bali and the countless temples that dominate the landscape have yet more drawn me into the spell. In the predominantly Muslim island of Java, I realized how much I really miss those.

    Maybe I visit Java again sometime, but my next destination is the beautiful climbing area on the beaches of Thailand - Tonsai Beach and Railey Beach.

    +++

    Borobudur – der Name klingt wie ein verwunschener Ort aus einem Buch oder wie eine Sagengestalt aus der Mythologie. Und tatsächlich ist Borobudur ein besonderer Ort in der Nähe des Vulkans Merapi und befindet sich auf der indonesischen Insel Java.

    Borobudur ist eine der grössten buddhistischen Tempelanlagen in Südostasien. Die quadratische Anlage mit neun Stockwerken wurde um 750 - 850 erbaut und ist mit den politischen Machtverschiebungen im Lande in Vergessenheit geraten. Erst im 18. Jahrhundert wurde die Anlage wiederentdeckt und von der Vegetation freigelegt.
    Ein weiterer kultureller und architektonischer Höhepunkt in der Region um die Stadt Yogyakarta ist Prambanan, eine der grössten hinduistischen Tempelanlage Südostasiens. Prambanan besteht aus acht Haupttempeln, die den Göttern Shiva, Vishnu und Brahma geweiht sind und hunderten Einzeltempeln. Die UNESCO ernannte Borobudur und Prambanan 1991 zum Weltkulturerbe.

    Borobudur zum Sonnenaufgang zu besichtigen, ist besonders sehenswert. Dafür lohnt es sich, um 4Uhr morgens aufzustehen, um mit dem Roller durch die frostige Nacht zur 30km entfernten Tempelanlage zu fahren. Auf der Tempelanlage mit ihren wunderschönen perforierten Stupas warten bereits hunderte weitere mit Taschenlampen und Kameras bewaffnete Touristen auf den Sonnenaufgang und suchen nach dem perfekten Platz für unvergessliche Fotos.

    Doch Java hat nicht nur Tempel zu bieten. Die Insel besitzt unzählige Vulkane. Und zu einem dieser Vulkane bin ich ebenso Nachts mit dem Roller gefahren. Kawah Ijen lockt mit dem faszinierenden Blue Fire von brennenden Schwefelgasen. Hier befindet sich die bedeutendste Schwefelansammlung Indonesiens.

    Über ein ausgeklügeltes Rohrsystem werden Schwefeldämpfe zu einer tieferliegenden Entnahmestelle geleitet, wo der Schwefel in flüssiger orange-gelber Form austritt. Wenn diese abgekühlt und erstarrt ist, brechen Arbeiter mit Eisenstangen, die so genannten Schwefelstecher, Schwefelplatten aus und tragen diese in Bastkörben 3km auf steilem Weg hoch zum Kraterrand und hinab ins Tal. Pro Gang schultern sie dabei um die 90kg. Bis zu sechs Tonnen bauen die Arbeiter täglich ab, stets begleitet von den hungrigen Blicken und Kameralinsen der Touristen, die hier in Indonesien die einzigartige Möglichkeit haben, nahe an den Minenarbeiten und dem Blue Fire zu sein. Das Schauspiel entsteht durch Überhitzung. Wenn sich das Schwefelgas entzündet, brennt es hellblau und ist vor allem Nachts ein mystisch anmutendes Naturschauspiel.

    Die Besichtigung dieses Phänomens ist nur mit Gasmaske einigermaßen erträglich. Und selbst mit dieser fällt mir das Atmen schwer. Orangenscheiben in der Maske helfen gegen den Würgereiz. Kein Tourist geht heute ohne diese Masken bis hinunter zur Abbaustelle. Einfache Staubmasken sind hier absolut unnütz. Vor Ort sehe ich jedoch auch Schwefelstecher ohne Schutzausrüstung. Einige halten sich lediglich ein Tuch oder Schal vor Mund und Nase. Immer wieder drehen die Winde im Vulkankrater und die hochgiftigen Schwefeldämpfe zwingen mich dazu, mich hinzuhocken und die Augen zu schliessen. Das Atmen fällt dann besonders schwer. Die Einheimischen sprechen auch vom Atem des Kawah Ijens. In diesen Momenten kämpfe ich mit dem Wunsch, diesen Ort schnellstmöglich zu verlassen. Das ist aber unmöglich, da ich keinen Meter weit sehen kann. Der Job zerstört die Gesundheit der Schwefelstecher und der Lohn ist gering. Aber sie verdienen hier wohl immer noch mehr, als auf den umliegenden Plantagen. Ein Zubrot erhoffen sich die Arbeiter durch den Verkauf von geschnitzten Figuren aus eben jenem Schwefel. Sehr beliebte Schnitzfiguren sind derzeit die Minions.

    Der Schwefel wird von der Chemieindustrie und Pharmakonzernen gekauft. Aber auch die Zuckerrohrfabriken der Gegend nutzen den Schwefel, um diesen zu bleichen. Warum? Weil dieser Schwefel noch immer billiger ist als derjenige, der auf dem Weltmarkt im Überfluss gehandelt wird.

    Der Anblick des blauen Feuers rückt bei diesen Bedingungen schon fast in den Hintergrund. Einzelne Flammenherde tanzen zwischen den dichten Rauchsäulen wild hin und her. Ich erwarte jeden Moment den Gesang des Rumpelstilzchen in meinem Ohr verbunden mit einem wilden Lachen. Es ist so unwirtlich und so faszinierend zugleich. Die Bedingungen, ein atemberaubendes Foto zu machen, sind schwer. Immer wieder drehen die Winde und die Flammen verschwinden im Rauch. Ich ziehe mich zurück und steige vor Sonnenaufgang zum Kraterrand hinauf, begleitet von den kräftigen Schwefelstechern und ihren schwer bepackten Bastkörben.

    Mein Besuch auf Java war leider nur kurz und fiel ebenso in die Zeit des Ramadan, was leider einen erheblichen Einfluss auf meine kulinarischen Erlebnisse hatte. Die Insel ist reich an sehenswerten Denkmälern und besitzt eine wunderschöne Natur. Die hinduistisch beeinflusste Lebensweise auf Bali und die unzähligen Tempel, die das Landschaftsbild prägen, haben mich dennoch mehr in den Bann gezogen. Auf der muslimisch geprägten Insel Java habe ich gemerkt, wie sehr ich diese doch vermisse.

    Vielleicht besuche ich Java irgendwann nochmal, doch als nächstes besuche ich die wunderschönen Klettergebiete an den Stränden Thailands – Tonsai Beach und Railey Beach.
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  • Day2

    Checked out the popular Malioboro street as well as a presentation Ramayana, the ancient ballet which tells the Hindu story of Sinta and Rama, which takes place just behind Prambanan - a really impressive sight!

You might also know this place by the following names:

Daerah Istimewa Yogyakarta, Yogyakarta

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