Indonesia
Gunung Batok

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6 travelers at this place:

  • Day132

    Bromo

    March 10, 2017 in Indonesia ⋅ 🌙 25 °C

    Der Weg zum Bromo begann für uns schon mal sehr abenteuerlich. Wir haben uns gegen eine Zugfahrt entschieden, da der nächste Zug aus Surabaya erst um 18 Uhr gefahren wäre. Da uns ein Taxi zu teuer erschien, hofften wir auf einen Uber. Wir stellten die Anfrage und tatsächlich nahm jemand unsere Fahrt an und holte uns am Hotel in Surabaya ab.
    Um 12 Uhr haben wir die Autofahrt begonnen und gegen 15.30 Uhr sind wir dann in Cemera Lawang, dem Ort direkt am Nationalpark, angekommen. Unser Fahrer tat mir nach der ersten Stunde schon ziemlich leid. Er kämpfte sich durch den extremen Verkehr und meisterte die Fahrt über die schlecht ausgebauten Straßen bis zum Berg hoch, nach Cemera Lawang.

    Bevor wir überhaupt in der Nähe des Bromos waren, wurden wir auf der Straße angehalten, damit wir eine kleine Eintrittsgebühr in Höhe von 10.000 Rp pro Person ( 0, 70 € ) bezahlen durften. Wir hatten uns vorher über alles mögliche informiert, aber nirgends etwas über diese Gebühr gefunden. Doch das war noch das kleinere Geld was wir an diesem Tag bezahlen durften. Als wir mit unserem Uberfahrer in Cemera Lawang angekommen sind, durften wir den richtigen Eintritt zum Nationalpark zahlen. Das Beste? Locals bezahlen dafür 22.000 Rp ( 1,55 € ) und alle andere Touristen 220.000 Rp ( 15,40 € ) - natürlich mögen manche Touristen mehr Geld haben, aber 100 % mehr?!

    Eigentlich wollten wir diesen Eintrittspreis generell umgehen. Wir hatten aber leider Pech, da unsere Unterkunft die wir für die Nacht gebucht haben direkt zum Nationalpark gehört und dementsprechend der Eintritt noch an der Schranke fällig war. Nun gut, wir hatten den Bromo noch nicht mal gesehen und hatten schon etwa 30 Euro für die Fahrt hier her bezahlt, dann nochmal 30 Euro Eintritt und weitere 17 Euro für eine Nacht in einem Homestay.

    Als wir dann alles bezahlt hatten ging es auch endlich zur Unterkunft. Noch etwas mussten wir uns gedulden, da der Vermieter noch nicht da war. Währenddessen konnten wir von unserer Unterkunft aus, schon mal einen Blick auf den Mount Bromo und den National Park bei Wolken werfen. Kaum zu glauben, dass man sich nun in der direkten Nähe eines aktiven Vulkans befand.

    Wir beide konnten nun endlich das in Wirklichkeit sehen, worüber wir uns die letzten Tage belesen haben. Mir wurde zwar erstmal bewusst, dass der Bromo gar nicht so groß war wie ich dachte, aber umso besser dachte ich mir - muss ich weniger hochlaufen.
    Nachdem wir in unsere Unterkunft hinein konnten, begutachteten wir die gute Unterkunft. Am Bromo wird in allen Unterkünften nicht wirklich viel geboten. Es passiert auch dort mal, dass das Wasser ausfällt und ähnliches. Während man in allen anderen Unterkünften in Indonesien wert auf eine Klimaanlage legt - fragte ich mich nach einer Heizung. Oben in ca. 2000m Höhe war es dann ganz schön kalt und ich war froh, dass ich wenigstens vom Flug noch ein paar lange Sachen dabei hatte. Die Unterkunft bot nun also nicht viel - ein Bett mit drei Wolldecken, ein kleines Bad mit Toilette und Dusche - die man hier aber nicht benutzen wollte, da es hier nur kaltes Wasser gibt. Generell sollte man hier nicht zu viel erwarten, aber normalerweise hört die Nacht für die meisten am Bromo eh um 2 Uhr in der Früh auf - aber dazu später mehr.

    Nach der langen Fahrt hatten wir erstmal ziemlich hunger und machten uns auf den Weg in einen Warung. Zu unserer Überraschung war endlich mal etwas günstig, für normale Gerichte bezahlten wir dort etwa 12.000 Rp ( 0,84 € ). Wir bestellten wie immer ein Essen ohne Chili und generell scharfes Zeug und bekamen natürlich wieder Essen, welches ich kaum Essen konnte, da für mich in Deutschland schon viel Pfeffer zu scharf ist. Deswegen gab es direkt danach noch einen leckeren Schokopancake, der die Sache etwas milderte.

    Gegen 16.30 Uhr haben wir uns dann noch auf dem Weg zum Vulkan Bromo gemacht, obwohl wir das eigentlich erst am nächsten Tag machen wollten - wegen der Dunkelheit. Vorher wurde in einem der Läden noch eine Stirntaschenlampe gekauft und dann konnte es mit Schal, Turnschuhen, langer Jacke und langer Hose losgehen. Ich war nicht sehr begeistert von der spontanen Idee und schlug vor, auch wenn es wieder ins Budget geht ein Motorrad zu mieten. Denn auch wenn die Sonne um 18 Uhr untergehen sollte, wird es hier auch schon vorher dunkel - und die dunklen Wolken am Himmel machten die Sache auch nicht besser.

    Somit wurden wir also einen steilen Abhang mit Motorrad für 3,50 € zu zweit zum Bromo in 5 Minuten gefahren. Am Bromo warteten dann schon die nächsten, die auch nur dein Bestes wollten - dein Geld. Nun hattest du wieder die Wahl zwischen einen Motorrad oder einem armen Pferd, welches dich bis zu den Treppen bringen sollte. Wir haben uns für die günstigste und gesündeste Variante - dem eigenen Aufstieg entschieden. Wir wissen garnicht wie lang wir für den Aufstieg gebraucht haben, aber wir schätzen es war etwas um die 20 - 35 Minuten.
    Es war das erste Mal seit wirklich langer Zeit, dass ich in mir wieder einen Entdeckergeist spürte und mich wirklich auf etwas freute. Denn wann sieht man bitte in Deutschland schon einen aktiven Vulkan. Auf dem Weg zum Krater hörte man schon von unten ein paar Geräusche, und die kamen sicherlich nicht von den Motorrädern. Kaum zu Glauben, dass hier noch vor einem Jahr ein Vulkanausbruch statt gefunden hat. Als wir vor den Treppen standen wusste ich dann, dass mein Highlight von der kurzen Indonesienreise gekommen ist. Ein paar Treppen trennten mich von meinem Ziel auf einem Vulkan zu stehen und einmal hineinblicken zu können. Da es mittlerweile schon etwas dunkler wurde, blieb ich vor Angst da reinzufallen wie angewurzelt stehen und versuchte mich kaum zu bewegen. Ich lauschte dem Vulkanbrodeln, während Mirco abenteuerlustig über den schmalen Kraterrand spazierte und sich über mich lustig machte. Ich denke, auch wenn noch niemand hinein gefallen ist - es gibt immer ein erstes Mal, und das wollte nicht ich sein.

    Nachdem dann die komplette Dunkelheit erreicht war und wir nicht mehr viel, außer den Qualm und die heiße Magma im Krater sehen konnten, begaben wir uns auf den Rückweg zum Homestay. Dieses Mal konnte uns keiner überreden ein Motorrad zu mieten, da wir die Zeit dort genießen und vor allem etwas Geld sparen wollten. Wir verabredeten uns aber noch mit einem Fahrer, der uns in der Nacht um 3 Uhr von unserem Homestay abholen wollte. Um 3 Uhr? Wir hatten eigentlich den Sonnenaufgang abgewählt aber wir dachten uns, wenn wir jetzt schon einmal hier sind - warum nicht.
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Gunung Batok

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