Indonesia
Sidodadi

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Travelers at this place
    • Day61

      Verloren zwischen Frankfurt und Singapur

      October 4, 2019 in Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C

      So, da waren wir also! In Medan, im Norden Sumatras. Mal wieder ging der Flieger nicht pünktlich los, dafür hatten wir aber eine Menge Spaß mit den 2 Indern vor uns, die anscheinend der Meinung waren, man müsste unsere 30cm Sitzabstand noch ein wenig verkürzen und sich sogar noch vor dem Start in die Liegeposition katapultieren. Auch Jules aggressives, aber dezentes Klopfen gegen die Kopflehne blieb wohl unbemerkt. Minimal eingequetscht und mit 2 Handgepäcken zwischen den Füßen düsten wir um 22 Uhr los und landeten um 21:50 Uhr. ^^
      Wie das geht? Ganz einfach: auf Sumatra trennen uns nur noch 5h zur deutschen Zeit und nicht die gewohnten 6h. Eingepackt in Wanderhose und Jacke verließen wir den Flughafen - denn Sumatra ist muslimisch und schließlich haben wir uns ja für den Urlaub mit unseren Eltern ausgerechnet die einzige Provinz Indonesiens ausgesucht, in der noch die Shariah angewandt wird. By the way: herausgefunden haben wir das erst, als ich mir zur Sicherheit nochmal die Seite des Auswärtigen Amts durchgelesen hatte und zufällig darauf gestoßen war. Upsi. Naja, Flüge waren bezahlt, also muss man halt den Kleidungsstil dementsprechend anpassen. Eingemummelt riefen wir uns ein Taxi und fuhren zum flughafennahen Hotel, um noch 5h zu schlummern, bis wir am nächsten Morgen unsere Family am Flughafen in Empfang nehmen würden.
      Den Job des Weckers übernahm, natürlich sehr zu Jules Freuden, wiedermal der Imam. (Anmerkung Jule: die sterbende Schnorchel-Katze) Diesmal störte es uns aber nicht so sehr, da wir ja eh aufstehen mussten. Mit indischen Snacks, Schokolade und einem Willkommens-Plakat, dessen Entstehung von einem Polizisten eifrig verfolgt und die Aufschrift sogar per Funk durchgegeben wurde (wahrscheinlich um eine Demonstration von 2 weißen Mädels gegen die hier geltenden Gesetze zu verhindern), standen wir keine Stunde später in der Arrival Hall und warteten sehnsüchtig auf unsere Liebsten. Diese ließen allerdings ordentlich auf sich warten, weil knapp 50% des Gepäcks zwischen Frankfurt und Singapur abhanden gekommen war. Leanders Rucksack sollte noch in Frankfurt stecken, Mamas Gepäck war unauffindbar. Und damit auch die überlebenswichtigen Kontaktlinsen zum Tauchen, Medikamente, als auch Tauchcomputer. Super.
      Trotzdem war die Freude natürlich groß, als sich die Schiebetüren öffneten und uns wohlbekannte Gesichter angrinsten. Ich denke mal, der Freudenschrei, der in diesem Moment von Jule und mir ausgestoßen wurde, ist keinem am Flughafen entgangen, wie auch das kreischende Aufeinanderzurennen. Wenn ich sage, dass sich die Aufregung um das Gepäck nach einem Frühstück aus Brownie und Caramel-Schokolade in einem Fake-Starbucks gelegt hätte, wäre das gelogen. Mama spielte schon Worst-Case-Szenarien durch: Wir sollen schon mal weiterreisen und sie bleibt mit Papa in Medan, um auf das Gepäck zu warten, was bekannterweise bis zu einer Woche dauern kann. Nichts da! Gruppe ist Gruppe! Also wurden schnell ein paar Whatsapp-Nachrichten mit dem Flughafenpersonal ausgetauscht, das versprach, sich zu melden, sobald er etwas Neues gehört hatte. Dass man hier mit Beamten privat über Whatsapp kommuniziert, ist Gang und Gebe. Und auch dass sie einen nach der 3. Nachricht mit "It's alright Jo" anschreiben. :D

      Da natürlich doch ein kleines Schlafdefizit vorlag und wir an dem Gepäck-Dilemma eh nichts ändern konnten, buchten wir schnell das Hotel, in dem Jule und ich schon die Nacht zuvor genächtigt hatten. Der Plan, sofort weiter nach Banda Aceh zu fliegen, musste somit über Bord geworfen werden. Nach ersten Stauen oder besser gesagt Erschrecken über die indonesischen Fahrkünste und Sätzen wie "Macht hier mal jemand die Heizung aus?" landeten unsere Eltern und Brüder endlich im Bett. Wir nutzen die Gelegenheit ebenfalls, um einen Mittagschlaf zu halten.

      Abends, nach etwa 4h Schlaf, ging es dann in eine Mall nach Medan, um Mama neu mit Klamotten einzudecken. Dabei fielen ganz ungewollt 6 Kleidungsstücke für Jule und mich ab, hupsi, aber wenn die Väter auch so schnell die Kreditkarte zücken, watt will man machen? ^^ Mit dem ersten einheimischen Essen im Magen und den Tüten voller Frischkäse und Butter für das frisch importierte, deutsche Schwarzbrot und Pumpernickel, ging es wieder ins Hotel. Und wer hätte es gedacht: an der Rezeption stand sowohl Leanders, als auch Mamas Rucksack! Der Tag war gerettet und damit wohl unsere gesamte Reise! Also ab ans erneute Flüge buchen! Nach der ein oder anderen gesperrten Kreditkarte (Ja, wir haben hier eine Menge Spaß mit der Bank am Telefon ^^) gelang aus dies und da es mittlerweile eh wieder Mitternacht war, machten wir uns auf in unsere Betten - lang sollte die Nacht eh nicht mehr werden.

      Das Gefühl, am nächsten Morgen aufzuwachen und zu wissen, dass die Familie nur eine Zimmertür entfernt ist und man einfach herüber gehen kann, als sonst die Telefonate nach Zeitverschiebung zu planen, war schon etwas ungewohnt, aber keineswegs unangenehm! ;)
      Flottikarotti düsten wir mit Backpack auf dem Rücken, Handgepäck auf dem Bauch und Melone unter dem Arm zum Flughafen. Da wir unser Frühstück à la 7kg Melone aber in aller Ruhe genießen wollten, zeigten wir unseren Eltern mal, wie indonesische Sicherheitskontrolle so abläuft. Sie staunten nicht schlecht, als wir straight auf das Gepäckband zu marschierten, unserer Wassermelone erstmal eine eigene Kiste verpassten und sie durchs Röntgen jagten. Fröhlich winkend symbolisierten wir ihnen hinter der Sicherheitskontrolle, dass das Frühstück gerettet war. ^^
      So konnte am Gate erstmal ordentlich Melone gelöffelt und Frischkäse auf Pumpernickel verteilt werden. Da es in Medan aus allen Kübeln goss, fiel es uns der Abschied nicht schwer, zumal es ja auch nur der Treffpunkt und nicht das eigentliche Reiseziel war.
      Mit strahlenden Sonnenschein wurden wir in Banda Aceh begrüßt und düsten auch schon im Affenzahn mit einem Grab zum Hafen - Grab ist eine geniale asiatische App, mit der man sich Taxis zu ausgeschriebenen Preisen ruft. Meist wartet man nicht länger als 3min, bis man abgeholt wird und egal wie lang man braucht, man zahlt für die Strecke bzw. den vorher angezeigten Preis. Gerade düsten wir noch an dem netzelschem Grab vorbei, rollte ein Bagger auf die Straße und blockierte den gesamten Verkehr. Da half es auch nicht mehr, dass sich unser Fahrer schon auf dem Standstreifen an sämtlichen Mopeds und Autos vorbeischlängelte. Tja, auch am anderen Ende der Welt versteht man, dass hinter der Kombination aus "Harbour", "Ferry" und einem Wink auf die Armbanduhr eine 7-Mann-Gruppe steht, die in 20min eine Fähre schaffen muss, zu dessen Hafen man 30min braucht. ^^ Aber wie gesagt, nun machte uns ein Bagger ein Strich durch die Rechnung. Der Fahrer der Netzel-Bande hatte eine andere Route eibgeschlagen und so war Jule schon halb dabei die Tickets zu reservieren, als ich ihr verkünden musste, dass wir wohl erst in 20min aufschlagen würden. :D
      Zum Glück fuhr eine halbe Stunde später - was wir vorher nicht wussten - eine einheimische Slow Ferry, die schon mit dröhnendem Horn im Hafen wartete und kurz vor dem Ablegen war. Schnell sprungen wir auf. Ohja! Und das war eine der typischen Fähren, die wir uns als Taucher gerne als Wrack anschauen. Zu unserer Freude eröffneten wir aber keinen neuen Divespot, sondern schlengelten uns lediglich über die Decks auf der Suche nach noch freien Plätzen. Die Einheimischen bevorzugten es nämlich gleich 4 Plätze zu blockieren, indem sie sich schlafen legte. Somit blieb für uns nur das Sonnendeck. Für mehr Geld als das Ticket für die Fähre an sich gekostet hatte, mieteten wir uns 2 Matten, damit wir nicht auf dem sandigen Boden liegen mussten. Alle pflanzten sich sofort hin, nur Papa plünderte gleich mal den kleinen Verkaufsstand an Deck, wovon Jule und ich ihm strikt abrieten. Wer weiß schon, wie viele Tage die Donuts dort hin und hergeschifft worden waren? Mit Donut-Bauch und Sonnenbrand für den Ein oder Anderen #Erik, ging es 2h später von Board. Vor uns erstreckte sich eine herrlich grüne Insel, mit türkis klarem Wasser und bunten Fischerbötchen. So grün war es selbst in Malaysia nicht gewesen! Mit mindestens 20 Leuten im Rücken, die uns ihr Taxi aufdrücken wollten, suchten wir uns einen Mini-Bus, der sich am Ende trotzdem noch als zu klein für uns und unser ganzes Gepäck herausstellte. ^^ Aber immerhin brauchte man sich so nicht mehr anschnallen und die Wanderhose war nach dem Ritt auch mehr als bereit für eine Laundry.
      Somit kamen wir nach nun mehr als 3 Tagen Anreise in unserem Stelzenhäuschen auf Pulau Weh an - die nördlichste Insel Indonesiens.
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      Traveler

      Awwwwww 😍😱😂

      10/9/19Reply
       
    • Day53

      Yogyakarta -> Medan

      February 14, 2020 in Indonesia ⋅ 🌧 30 °C

      Travel day!

      Flight wasn’t until 16.20 and it was sunny (!) in the morning- so after I’d packed up I decided to try and top up the tan and lounge by the pool for a couple of hours. It was hot!

      A couple of the other people from the hostel were also flying this afternoon so we shared a grab to the airport. By this point the sky had turned very black so unsurprisingly my flight was delayed an hour or so. Eventually took off about 6 and landed at 8.30 in Medan.

      I’d had lunch at the airport but figured I wasn’t sure if I was going get any food around my hostel so to my shame I stopped and got a KFC! Then a grab to the hostel which took almost an hour so it was time to go to bed. Lovely capsule hostel with only one other person in the room and a comfy bed!
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    • Day2

      Medan

      September 1, 2019 in Indonesia ⋅ ☀️ 32 °C

      Hauptstadt von Sumatra.
      Viel Verkehr, an manchen Ecken aber echt schöne Gebäude. Eine interessante Stadt irgendwie. Ist zwar riesig, wirkt aber an manchen Orten so als wäre man mitten am Land. Aber es gibt halt nicht wirklich viel zu tun.
      Haben uns eine Moschee, ein chin. Herrenhaus und einen Palast angeschaut. Aber in dem haben sich die Einheimischen Touristen eigentlich nur verkleidet und haben Fotos gemacht.
      Lustigerweise ist uns auf der Straße eine Freundin von der Anna über den Weg gelaufen.
      Am Abend waren wir dann noch im Kino und haben uns einen indonesischen Film angeschaut. Twivortiare oder so ähnlich. Wirklich sehr unterhaltsam hahahha
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    • Day38

      Winken wie die Queen

      October 10, 2018 in Indonesia ⋅ 🌧 24 °C

      Ohne Probleme ging es am morgen zum Flughafen und von dort nach Medan, der Hauptstadt der Insel Sumatra. Die Insel gilt als weit weniger touristisch, zudem ist auch der öffentliche Verkehr nicht so gut ausgebaut.
      Beim Gepäckband sehen wir auf zwei Monitoren wie unser Gepäck auf das Band geworfen (genau das ist es) wird. Mehr als der Umgang mit dem Gepäck, fasziniert uns jedoch das extrem gemütliche Tempo mit dem dies passiert. 😂
      Vom Flughafen nehmen wir den öffentlichen Bus in die Stadt. (Der fährt übrigens immer erst wenn er voll ist) Es klappt immer noch alles wie am Schnürchen. Als wir dann mit zwei GRAB-Motorrädern zum Hostel wollen braucht Annatinas Fahrer rund 10Minuten länger. (Stephan spielte in der Zeit mit den Nachbarkindern Fussball.) Aber hei, das gilt als problemlose Reise 😅. Die extrem hohe Luftfeuchtigkeit macht uns jedoch noch zu schaffen.

      Nachdem wie uns in unserem 4er Schlag (den wir noch alleine besetzen) eingelebt haben, geht es auf zur nächsten Wäscherei. Unsere Kleider benötigen endlich mal wieder eine Waschmaschine und nicht nur Handwaschmittel. Nachdem dies erledigt ist, muss die weitere Reise geplant werden. Die Strecken sind hier länger und nicht jeder Flughafen hat Flüge überall hin. Nach langem Hin und Her haben wir nun eine grobe Route bestummen.

      Hungrig gehts zum Essen suchen. Während wir auf den Strassen laufen (Bordsteine gibt es nicht) werden wir von links und rechts angesprochen und uns wird zugewinkt als wären wir die Queen persönlich. Touristen sind hier selten und so wird auch die Schärfe des Essen nicht angepasst, wie Annatina später rausfand.
      Auf dem Rückweg werden wir von Martin, einem Parkingguy, auf englisch angesprochen. Er freut sich enorm mit uns zu sprechen und lädt uns auf einen Tee ein, bei dem er uns einiges erzählt. Martin ist 62, total quirrlig und hat vor langer Zeit durch einen Schweizer aus Sion englisch gelernt. Uns wird bei solchen Gespächen immer mehr bewusst wie diese Menschen sich Sprachen fast alleine bei bringen und wir uns zuhause undankbar beklagen weil wir sie lernen müssen. Zudem fühlen wir uns schlecht, weil wir immer noch kaum Indonesisch sprechen.
      Nachdem wir uns von Martin verabschiedet haben treffen wir weiter unten auf einen Strassenverkäufer, welcher ohne Probleme zwischen englisch und französisch wechselt und auch etwas deutsch kann. Wir versprechen ihm morgen vorbei zu schauen und mit ihm deutsch zu üben. Diese Indonesier erstaunen uns immer wieder.
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    • Day39

      jugendlicher Elan vs. erfahrene Weisheit

      October 11, 2018 in Indonesia ⋅ 🌧 24 °C

      Der zweite Tag in Medan begann doch eher bescheiden. Da wir nicht bereit waren 80.000 IDR für das Frühstück zu bezahlen, ziehen wir auf eigene Faust los um Brötchen und Kaffee zu holen. Das mit dem Brötchen klappt wie geplant, schliesslich gibt es hier überall Bakery-Stores (bei uns währen es zwar eher Konditoreien, aber etwas Schokolade zum Frühstück passt schon). Der Kaffee ist schon eher ein Problem und so kehren wir nach 20min rumirren ins Hostel zurück und bestellen hier einen Kaffee, der dann nochmals 10min auf sich warten lässt, in denen es schliesslich noch zu regnen beginnt 🙈

      Normalerweise wäre der Tag damit eher zum Vergessen deklariert worden. Das sollte sich jedoch schon bald ändern.

      Nach dem wir unsere Weiterreise für morgen fertig geplant haben, ist uns nach Bewegung - Scheiss auf den Regen, den gibts bei uns auch.

      Also schnappten wir uns ein Tuk-Tuk (hier auf Sumatra ein Motorrad mit überdachtem Seitenwagen für zwei [wenn die sich lieb haben]) und fuhren zur Grand Mosque von Medan und dem Sultanspalast gleich daneben.

      Kaum angekommen, werden wir aus einer Schülergruppe heraus angerufen für ein Foto. Zuerst wussten wir gar nicht wer uns fragte, da alle sich nervös wegdrehten und nur verstohlen immer wieder zu uns zurück schauten. Beim zweiten Mal wurde es aber offensichtlich. Die Schülerin lief uns nach und begann direkt ein Gespräch auf englisch mit uns, sogar die Lehrerin wirkte erstaunt.
      Natürlich standen wir Rede und Antwort und auch zum Foto sagten wir nicht nein.

      Damit schien der Bann für den Rest des Tages gebrochen zu sein. Beim Palast wie auch bei der Mosche kamem immer neue Leute, sprachen uns (angepasst an ihre Englisch- und unsere Indonesischkenntnisse) an uns fragten nach einem Foto.
      Im Frauenteil der Mosche wurde Annatina von einer fast komplett verhüllten Frau ausgefragt, ob sie Muslimin sei und wie sie und die Schweiz zum Islam stünden. Allgemein wurde von unseren jüngeren Gesprächpartner viel Betonung auf die Friedfertigkeit und die Toleranz gelegt, welche die Kulturen in Indonesien einander entgegenbringen.

      Mal wieder positiv beeindruckt von der freundlichen Offenheit der meisten Indonesier suchten wir uns etwas zum Mittagessen.
      Im Warung unserer Wahl durften wir das Essen gleich selbst auf den Teller stappeln, da wir wegen der Sprachbarriere nicht wirklich bestellen konnten.

      Bis zum Abend verbrachten wir umsere Zeit mit Wäsche abholen, vorpacken, einkaufen und rumhängen.

      Nach dem Abendessen schauen wir versprochen bei Hans dem sprachbegabten Local von Gestern vorbei und meine Güte war das Gespräch cool:

      Hans ist in seinen 59 Jahren bereits ziemlich herumgekommen. Er spricht englisch, französisch, italienisch, etwas deutsch, spanisch und chinesisch und kennt die wichtigsten Vokabeln aller Länder unserer restlichen Südostasien Reise.
      Wegen seiner ehemaligen Arbeit als Reiseführer kann er uns aus dem Gedächtnis genau beschreiben, wie wir unsere provisorische Reiseroute auf Sumatra am besten und am günstigsten bewältigen können (inklusive Bus-Nr/Name, Preis, Abfahrtsort und Fahrdauer).
      Er arbeitet inzwischen nicht mehr irgendwo festangestellt. Stattdessen erteilt er Jugendlichen aus ärmeren Familien unterricht in den Sprachen die er beherrscht (So auch der Tochter des Parkguys von Gesternabend).
      Mit ihm sprechen wir über das politishe System in Indonesien und erfahren, dass es doch nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen ist zwischen den Kulturen (allen voran den Christen und Muslimen). Wir erfahren ebenfalls seine Meinung zur Schulbildung in Indonesien und erzählen ihm wie es bei uns abläuft.

      Der Abend verfliegt und am Ende schlendern wir gemütlich zu unseren Betten, Stephan mit einem etwas erschöpften Kopf, wegen all der Infos und der Unterhaltung in allen möglichen Fremdsprachen, Annatina völlig erwacht und glücklich, sich einmal mehr am Wissen von Locals bereichern zu können (eben doch eine gute Studentin 🎓).
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      Traveler

      Öie Bricht isch jede Tag mis Fürabe Highlight, isch toll, mängisch ha IG z' gfüe ig stöng diräkt näbä öich bi dene "Bilder". Machet so witer

      10/11/18Reply
      Traveler

      Da muess ig em Dänu recht gä , äs isch super öine Brichte z‘fouge , si si mega interessant . Super 👍

      10/11/18Reply
       
    • Day301

      Unsere Studentin Marni

      July 9, 2019 in Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C

      „This is my university!” sagt sie voller Stolz und zeigt auf das gelbe Gebäude vor uns.

      Wir sind in Medan, der Hauptstadt Sumatras und besuchen Marni. Sie war eines der ersten Kinder, die 2013 in die Villa Warna Warni einzog. Und sie ist das erste Kind, dem wir nach erfolgreichem Schulabschluss auf Nias ein Studium in Medan ermöglichen. Seit drei Jahren wohnt sie hier und studiert mittlerweile im sechsten Semester Englisch auf Lehramt. Ihr Englisch ist unterirdisch. Wie sie auf die vielen 1er und 2er in ihrem Zeugnis kommt, ist uns ein Rätsel.
      Naja offensichtlich reichen ihre Englischkenntnisse aus, um ihr Studium erfolgreich zu absolvieren.
      Marni zeigt uns ihre Zeugnisse der letzten Semester, verschiedene Prüfungen und Lernmaterial. Wir sitzen auf dem Bett in ihrem kleinen Zimmer einer 5er WG. Neben dem Bett steht ein Reiskocher. Ohne den geht einfach gar nichts ;)
      Sie erzählt uns, dass sie ab August ein Praktikum an einer „Junior High School“ in Medan absolvieren wird.
      Wenn alles nach Plan verläuft beendet sie kommendes Jahr ihr Studium und verdient dann als Lehrerin ihr erstes eigenes Geld. Ein Moment, der uns ganz viel bedeutet. Zum ersten Mal werden wir unser langfristiges Ziel erreicht haben: Ein Villa Warna Warni Kind steht auf eigenen Beinen. Ist nicht mehr auf finanzielle Hilfe angewiesen. Hat es aus der Armut heraus geschafft. Kann seine Familie auf Nias unterstützen.

      Da Marni gestern Geburtstag hatte, laden wir sie zum Essen ein. So schlendern wir Arm in Arm durch die lauten Straßen Medans und ich finde es aufs Neue faszinierend, wie klein sie ist. Ihre aufgeweckte, fröhliche Art ist richtig ansteckend. Sie führt uns in eine Mall, wo wir in den dritten Stock fahren. Erst als sie äußerst wackelig und unsicher auf die Stufen der Rolltreppe tritt, wird mir bewusst, dass sie das hier in Medan zum ersten Mal tat. Auf Nias gibt es weit und breit keine rollenden Treppen. Was für eine gute Erfindung, denke ich mir.

      Beim Essen schauen wir uns Fotos von vor vier Jahren an. Wie ich bei Kerzenlicht mit Marni am Boden sitze und sie Vokabeln abfrage. Die kleine Marni mit Felix‘ Cap auf dem Kopf. Marni im Damensitz auf dem Roller auf dem Weg zur Schule. Und jetzt steht sie hier vor uns. Als junge Dame. Als Studentin. Als zukünftige Lehrerin.

      Ich bin so stolz auf Marni.

      „Thank you Mami Tini!“ sagt sie mit ihrem unverkennbaren Grinsen auf dem Gesicht und drückt mich ganz fest. „See you next time!“
      Ja, bis zum nächsten Mal, Marni. Dann als Kollegen :)
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    • Day272

      Curiosity

      May 13, 2016 in Indonesia ⋅ ⛅ 31 °C

      Ik ben zijn naam vergeten. Zijn donkere ogen priemen en glinsteren tegelijkertijd. Zijn energie fonkelt als de kleine vuursplinters die dwarrelen boven een kampvuur. Soms heftig. Dan weer rustig. Zijn armen gesticuleren driftig en bedeesd in het ritme mee. Vijf mannen zitten aan tafel. Gekleed in traditioneel moslim kledij. Hun donkere ogen observeren me als er wordt gesproken over de islam. Onderzocht voelt het. Ik ben het onderwerp om te belichten. Ik ben de vreemde. Handen worden om beurten toegereikt. Ik leer mijn eerste les al snel. Wie goed doet, ontvangt goed. In zijn geval een ticket naar 't paradijs. Het probleem in de wereld is dat mensen niet de wijze van de islam volgen. Niet vijf keer per dag bidden. Niet goed voor hun lichaam zorgen. Er is geen probleem in de wereld als iedereen zich daar aan committeert. Ook in Syrië is dit het probleem. Ze bidden ook daar niet. De vastberadenheid waarmee het dat zegt verwart me. Ik ben zelf altijd geneigd om de zekerheden te betwijfelen en de onzekerheden te omarmen. Hoe weet hij wat waar is? Wat goed is? De toon verraadt impliciet dat de slachtoffers in Syrië zelf verantwoordelijk zijn voor wat er gebeurt. Als ze de regels simpel naleven is er geen probleem. Deze benadering is zo simpel en lachwekkend in mijn overtuiging dat ik de impuls tot weerwoord voor me houd. Het moment om te betwisten geruisloos voorbij laat dobberen. Toch schuilt in elke eenvoud een oplossing. Onzichtbaar voor t blote oog maar toch zo wezenlijk aanwezig. Zijn leraar heeft in Leiden gestudeerd. De link met Nederland maakt hem trots, geeft hem een zekere positie in het gesprek. Zijn ogen verklappen de waarde die hij eraan ontleent. Ze lichten op en doven langzaam ondersteunt met een ferme mmm en aanstekelijke lach. Ik word bij twijfel of bij vragen vakkundig geloodst naar de koran. De encyclopedie voor alle antwoorden. Ook voor de ongestelde vragen. Het gesprek verloopt soepel. Er zit een flow in die laveert tussen betekenisvol en de gebruikelijke ditjes en datjes. Ik heb altijd dat stemmetje in mijn hoofd dat me influistert om mezelf te verzetten tegen geloof. Ik geloof dat ik daar goed aan doe. Dat ik, het product van Europese invloeden en cultuur, altijd de beschikking heb over mijn wil. Dat ik daar in kan kiezen. Dat de wetenschap meer richting geeft dan een boek met verhalen. Dat 'waar' iets te maken heeft met cijfers en berekeningen. De uitkomst van de berekeningen is mijn werkelijkheid. Wellicht mijn waarheid. Het doet me denken aan Robin. Die zinspeelde waarom ik voor alles opensta behalve voor Jezus Christus. Ik hoefde hem alleen maar te vragen om te komen. Alleen maar die vraag. Een vraag waartegen ik me verzet. Waar ik alleen door dat te doen controle heb over mijn waarheid. Geloof is enkel een bundeling van verhalen in een boek. Dat door de tijd heen diffuus is door interpretatie. De tijd treedt op als een smid en houwt de betekenis telkens in een andere vorm. Het is ook fascinerend dat geloof terugkeert in mijn leven. Ik geloof in de tien geboden. In de waarde onder die woorden. Nu is het Allah. Bij Robin was het Jezus. Het blijft als tokens op mijn pad komen. Kan ik betekenis in de willekeur ontdekken?

      Hij frommelt een papieren boekje uit een van zijn zakken en vraagt om mijn naam. Ik moet curiosity voor hem opschrijven en mijn naam.
      Ik verzeker hem dat ik ook zo op facebook te vinden ben. Ik voel me trots dat ik word gedoopt tot nieuwsgierig. Johannes is Yusuf in de islam. Hetzelfde karakter. Enkel een andere naam. De klank past bij de begroeiing op mijn kin. De dag is nog nauwelijks begonnen en ik word al gerekruteerd. Dat is het doel van de echte moslim. Zoveel mogelijk mensen bekeren. Nieuwe volgelingen vastpinnen op de islam. Aldus de leraar. Altijd beschikbaar zijn voor de hogere macht. Het paspoort in zijn broekzak is zijn boardingpas naar het hiernamaals.

      Curiosity: 'One day you will become a good muslim!'
      We kijken elkaar en schudden de hand.
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      Ron van der Rijst

      Mooi dat je op deze manier ruimte geeft voor een verkenning van religieuze "bevlogenheid".

      5/14/16Reply
      Ron van der Rijst

      Wat is de vertaling van curiosity ook alweer ? :)

      6/8/16Reply
       
    • Day8

      Medan

      September 8, 2016 in Indonesia ⋅ ⛅ 31 °C

      Korte tussenstop in Medan. Zoals te zien op de kaart hebben we geslapen naast de grootste moskee hier in Medan, we werden dus vroeg gewekt door het prachtige 'gezang'. Daarnaast hebben we onze eerste kilometers in de tuktuk gemaakt.Read more

      Elly Teunissen

      Hallo Guus en Lianne, leuk dat we jullie zo kunnen volgen. Geniet ervan!

      9/9/16Reply
       
    • Day3

      Medan, Nord-Sumatra

      August 6, 2017 in Indonesia ⋅ ⛅ 27 °C

      Jan war heute auf Entdeckungstour in der "pulsierenden" (so beschreiben es die Reiseführer) Innenstadt, während Barbara mit Jetlag (und ein bisschen Selbstmitleid) im Bett lag. Im Zentrum erkennt man an den Gebäuden noch die Spuren der englischen, holländischen und chinesischen Kolonien, drumherum ist es voll, laut und dreckig...pulsierend eben.
      Heute Abend haben wir unsere Reisegruppe und die Guide-in für die nächsten 2 Wochen kennengelernt und es sind alles coole junge (=unter 30, sorry Mami Jarmi) Leute. Die nächsten 3 Tage haben wir kein Wifi, weil wir im Jungle sind. Bis dann :)
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      Traveler

      Prima, für die nächsten Tage gilt: Haltet Eure Bananen im Dschungel bei den Affen fest 😁

      8/6/17Reply
       
    • Day1

      Medan

      October 15, 2018 in Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C

      Upon our arrival at Medan airport we met our guide Denis. We then got onto the bus and went as fast as we could safely go to Bukit Lawang. Unfortunately, the weather was getting worse and worse - the rain would not stop, so we had to wait for a long time before we were actually able to start trecking. It still continued to rain heavily and so we only trecked for about 90 minutes to a camp in the jungle where we would pend the night. It was quite adenturous though, since it was pitch dark and only few of us had flash lights and we had to cross the river several times. We all enjoyed this treck, as it was something quite special.Read more

      Traveler

      One of the remaining colonial buildings in Medan - the post office

      1/20/19Reply
      Traveler

      A chinese temple

      1/20/19Reply
      Traveler

      Rain...

      1/20/19Reply
      4 more comments
       

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