Iran
Isfahan

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44 travelers at this place
  • Day160

    Tag 160 - Isfahan

    December 21, 2019 in Iran ⋅ ☀️ 8 °C

    105 km / 5695 km - 5 / 566 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 162,1 € Transport (Fähre, etc.)
    2,5 € / 1255,5 € Lebensmittel
    0 € / 938,5 € Unterkunft
    0 € / 262,1 € Eintrittspreise
    0 € / 164 € Anschaffungen
    0 € / 89,5 € Ersatzteile
    0 € / 52 € Visum

    2,5 € / 3053,2 € Gesamt

    Über 100 Kilometer liegen heute vor mir. Aber die Strecke ist flach und es ist nur sinnvoll, alles an einem Tag zu fahren. Auch wollte ich abends bei Sina ankommen.
    Dennoch stehe ich recht spät auf für meinen Plan. Nicht dass mein Wecker nicht pünktlich um acht klingeln wollte, ich ihn aber ausgestellt habe, weil ich ohnehin schon vorher wach war.
    Nein, es war unter dem Korsi einfach zu schön, um ihn zu verlassen. Außerdem hatte der Wein trotz seiner geringen Menge mir recht beträchtliche Kopfschmerzen beschert. Nun, keine unangenehmen, aber dennoch genug, um die Motivation etwas zu schmälern.
    So liege ich faul herum und versuche langsam hoch zu fahren.

    Halb elf bin ich dann soweit für den Abflug.
    Vorräte habe ich zwar noch immer keine, denke aber, dass es entweder bis nach Isfahan reichen wird, oder ich mir unterwegs in einem der vielen Läden etwas kaufen kann.
    Leider aber haben die meisten hauptsächlich Süßkram im Angebot. Das in vielen Varianten und großen Mengen. Aber nichts für die alltägliche Versorgung, oder gar, was man als Ernährung bezeichnen kann.
    So begnüge ich mich heute wieder mit meinem verbliebenen Obst und den Keksen.

    Bis nach Isfahan sollte die Strecke laut meiner Karte eigentlich flach sein, oder gar absteigend. Aber die Realität sah wieder anders aus. Viele Anstiege lagen vor mir. Steile, wie auch gemächliche. Tendenziell mag es vielleicht bergab gegangen sein. Aber so zog sich die Strecke.
    Die unzureichende Ernährung quittierte mein Organismus auch mit entsprechendem Elan.

    Ich habe sehr viel Glück, dass mich immer wieder Leute anhalten und mir Obst, nette Gespräche, oder einfach nur eine angenehme Gesellschaft bieten.
    Ein Mann bleibt mir besonders in Erinnerung. Er steigt freudig aus seinem Auto und erwartet mich. Doch ich begrüße ihn nur und fahre weiter. Schon wenige Meter bereue ich es und bin traurig über mein Verhalten. Mehr noch, dass ich in diesem Moment, in dem ich mein Fehlverhalten realisiere, nicht doch noch anhalte. Ich hätte so viel Freude in das Leben eines anderen bringen können. Doch ich entscheide mich dazu, Enttäuschung zu verbreiten. Sehr lange denke ich darüber nach. Und es wird mich begleiten. Ich bin enttäuscht über mich selbst.

    Ich versuche den Gedanken so gut es geht abzuschütteln.
    Das geht trotz des dichten Verkehrs eher schlecht, als recht. Tendenziell ist der Verkehr in Isfahan angenehmer, als alle Städte zuvor. Ob das am Breitengrad liegt, weiß ich nicht. Ich hoffe aber, dass es sich so weiter entwickeln wird.

    Gegen drei Uhr schon erreiche ich Sina. Die Psyche spielt einem auf monotonen Strecken einiges vor. Trotz Musik, oder Hörbüchern kommt einem der Weg unendlich lang vor und auch die Zeit. Wenn ich jetzt noch bedenke, dass mir die Geschwindigkeit bewusst hoch vorkommt, stelle ich fest, dass sich die Physik in meinem Unterbewusstsein manifestiert hat.

    Die Familie und Freude werden gegen acht Uhr erwartet. Nahezu alles ist schon vorbereitet.
    So gehen Sina und ich noch in sein liebstes Bad.
    Es mag das kleinste sein, dass mir bisher untergekommen ist, aber es hat alles, was man braucht.
    Ein Schwimmbecken, einen sehr heißen Whirlpool und eine Sauna. Erstaunlich auch die Sauberkeit.
    Es kommen interessierte Gespräche mit anderen Badegästen auf. Sina übersetzt.
    Doch den meisten Spaß hat man, wenn man sein inneres Kind heraus lässt und mit den anderen Wasserball spielt. So fühle ich mich psychisch langsam wieder besser und gewinne die Achtung vor mir selbst zurück. Meine Unart gerät langsam in die Schublade mit den abgearbeiteten Dingen.

    Der restliche Abend ist großartig. Die gesamte Familie und Freunde freuen sich über meine Anwesenheit. Es gibt reichlich tolles Essen und viele Geschichten auszutauschen. Auch Dinge, die man im Iran als unüblich betrachten würde, finden sich. So bringt jeder etwas mit, um den Abend zu füllen, oder damit alles der Tradition von Yalda gerecht wird.
    Am schönsten finde ich die herrlich verzierte Melone. Das Wahrzeichen Yaldas.

    Einer der besten Freunde Sinas lädt mich für den nächsten Tag zu sich auf seine Tomatenfarm ein.
    Ich finde diese Möglichkeit eine wilkomme Abwechslung zum Alltag im Reisen. Zuerst noch hin und her gerissen, ob sich Sina nicht zurückgesetzt fühlt, sagt er mir dann, dass das absolut in Ordnung ist und ich die Möglichkeit ergreifen soll. Wir würden uns die Tage noch sehen und auch wieder in Bandar Abbas.
    So nehme ich die Einladung an und fahre mit Kaveh und seiner Frau Mina nach Hause. Ich habe mir schließlich vor wenigen Stunden gesagt, dass ich zu mehr Möglichkeiten ja sagen soll, um nichts mehr zu verpassen.

    Song des Tages
    Flirtin‘ with Disaster - Molly Hatchet
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  • Day70

    Ispahan 3

    October 13, 2019 in Iran ⋅ ☀️ 21 °C

    Nous retrouvons Ali Reza et son pickup, pour une journée qui rend fou et une bonne dose de blagues sexistes. Pour commencer nous allons voir les "shaking minarets" : en gros, c'est une mosquée dont les deux petits minarets bougent lorsque un gros costaud se met à pousser sur les poutres en bois qui les traversent. Assez incongru comme idée de marketing de mosquée... mais ça marche, il y a du monde. Nous nous rendons ensuite à la cathédrale Vank, où nous en apprenons plus sur la communauté arménienne en Iran. Après le déjeuner, Ali Reza nous emmène voir le club de foot du quartier, c'est assez sympa de voir les gamins jouer et de discuter un peu avec les mamans qui attendent. Puis nous nous rendons au parc Soffeh, au pied de la montagne du même nom, et discutons avec un groupe d'iraniennes qui ne comprennent pas trop pourquoi on vient en Iran... On sent qu'à leur avis la vie serait bien plus belle ailleurs. Ali Reza nous montre des vidéos bizarres avec des femmes à moitié nues, il est vraiment louche ce type.

    Après cette journée, nous sommes assez crevés et essayons poliment de prendre congé de notre guide qui, il faut le dire, nous a filé un bon mal de crâne avec sa conversation insistante et très envahissante. Nous lui donnons des sous et le remercions pour la journée, mais ça ne marche pas. Il veut encore qu'on aille dîner chez lui et c'est impossible de s'en sortir. Alors on invente un mytho salvateur : on a déjà quelque chose de prévu! Suspicieux, il nous asticote pour savoir chez qui on va, où ça, etc. On tient notre mytho, à ce stade c'est vital! Ali Reza veut ensuite absolument booker nos hôtels à Yazd et Chiraz. Et là le sketch continue... Il appelle des hôtels, et de ce qu'on comprend il nous présente comme deux fonctionnaires de l'ambassade française, histoire de se faire mousser et de négocier les conditions. On ouvre des yeux comme des soucoupes... ça nous dépasse. Surtout qu'il s'agit du "Backpack Hostel" : pas très adapté pour des pseudo fonctionnaires de l'ambassade.

    Après nous avoir bien collé la honte, il veut aussi réserver pour nous les billets de bus et nous amener à la gare le lendemain. On lui explique dix fois que c'est très gentil mais qu'on va se débrouiller seuls. Au final on réussit à s'en défaire mais quelques minutes plus tard... il vient taper à la porte de la chambre et tenter une dernière fois! Un vrai pot de colle. Le lendemain on a limite peur de sortir, au cas où il serait quand même venu nous chercher. Il appellera encore plusieurs fois après... le mec ne lâche pas l'affaire 😨

    Leçon du jour : la première impression est souvent la bonne
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    Yann L

    Fin de soirée difficile ?

    10/13/19Reply
    Khalid J

    Non juste un instant volé sur le periph' d'Ispahan. Je voulais montrer le brouhaha que ça représente.

    10/13/19Reply

    et vous avez joué ?

    10/14/19Reply
    3 more comments
     
  • Day7

    Isfahan #2

    September 27, 2019 in Iran ⋅ ☀️ 33 °C

    Heute nochmals Isfahan, das braucht schon etwas mehr Zeit. Ich bin ja sonst nicht so auf Museen und alte Steine aber...
    Am Morgen nochmals den wunderbaren, riesigen Platz des Imams, danach die Scheich-Lotfallah-Moschee, welche mir als blutigen Leien durch Grösse und das Kunsthandwerk der Kachelmalereien und Mosiken die Sprache verschlägt. Böse Zungen mögen behaupten, das brauche schon einiges. ;-)
    Als nächstes treffen ich Noel, mein Busbegleiter von Vorgestern, und Mehrdad. Zusammen ziehen wir uns die Imam-Moschee rein, ein an Grösse und Schönheit bemerkenswertes Teil. Danach werde ich zum Essen beim Perser eingeladen, so cool. Danach knattern wir mit Mehrdad verschiedene Sehenswertigkeiten ab.
    Ein Eyecatcher ist die Si-o-Se Pol Brücke, ein zweistöckiges Viadukt, mit 290m Länge und ihren 33 Bögen. Auch für die Lokals ein hübscher Treffpunkt und der Fluss eine angenehme Abkühlung.

    Die Kuriosität vom Tag:
    In den TV's sieht man immer wieder Bilder von Pilgern, es ist der Monat Muharram und damit für Schiiten Pilgerzeit.
    Die Stadt Kerbela im Irak ist offenbar eine der wichtigsten schiitischen und alevitischen Wallfahrtsorte und laut Info meiner heutigen lokalen Guides laufen unzählige iranische Schiiten nach Kerbela, zu ihrem Glaubensbrüdern. Häufig von der Grenze, nur rund 500km ein Klacks. Andere von ihren Herkunftsorten auch mal weit über 1000km. Im Irak werden die Pilger von ihren Glaubensgenossen "gefüttert" und massiert! Im Fernsehen haben die sogar eine Rollstuhl-Service Station gezeigt. Unvorstellbar, vor 30 Jahren hat man sich gegenseitig umgebracht und rund 1Mio Tote beklagt.
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    Kerstin Jeske

    Ich schöne Bilder

    9/27/19Reply
    Kerstin Jeske

    Echt schöne Bilder, sollte das heißen.Scheint Dir ja zu gefallen. Mal sehen vieleicht fahren wir da auch mit unserm Womo hin?

    9/27/19Reply
     
  • Day69

    Ispahan 2

    October 12, 2019 in Iran ⋅ ☀️ 26 °C

    Un petit mec très speed nous aborde au petit déjeuner. Il nous propose de nous balader et d'aller manger chez lui et en contrepartie on discute en français pour qu'il puisse s'entraîner. Il s'appelle Ali Reza et est comme monté sur ressort, sa conversation délirante nous a bien cassé la tête avant même qu'on ait pu boire notre café... On comprend que c'est un guide et qu'il compte bien se faire des sous aussi. Mais on se dit qu'il ne faut pas juger trop vite, que ça peut être sympa et on lui propose de faire ça le lendemain (grave erreur!).

    En attendant, aujourd'hui on visite la place Naqsh e Shah Jahan, les magnifiques mosquées du Shah et Sheikh Lotf Allah, le palais Ali Qapu, le bazar et la mosquée Jumeh. Le soir, nous allons au pont Khajou où on écoute des hommes chanter sous les voûtes du pont. Les voix graves résonnent dans la pénombre et la lune éclaire faiblement les visages captivés. Au-dessus, les gens déambulent, certains déroulent leur tapis et posent leur narguilé... Tout le pont est un lieu de promenade et de rencontre. Puis nous dînons dans un restaurant où le serveur tombe amoureux de Khalid et lui fait des gros hugs ❤️
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    Yann L

    Graines de chia et...?

    10/12/19Reply
    Khalid J

    Le Machin jaune est un cousin de la moutarde, le Sisymbre ou roquette jaune.

    10/12/19Reply
     
  • Day6

    Isfahan

    September 26, 2019 in Iran ⋅ 🌙 24 °C

    Die Oase Isfahan liegt auf 1575MüM und wird nicht ganz zu unrecht als die schönste Stadt der Welt bezeichnet. Isfahan bedeutet auf Persisch "Das ist die halbe Welt" berichten mir die Einwohner stolz und liegt wunderbar an einem lebenspendenden Fluss.
    Neben der enormen Gastfreundschaft, die ich allenthalben erleben darf, hat diese Stadt Unmengen an alten Kulturobjekten zu bieten.
    Der Meydan-e Imam mit der Grossen Mosche und dem Bazar waren heute mein Hauptberätigungsfeld. Der Meydan-e Imam ist mit 524 x 160m Grösse, den rund um den Platz verlaufenden doppelsöckigen Arkaden, den Gärten und riesigen Brunnen etwas einzigartiges. Ich musste die Arkaden zweimal umrunden und war danach etwas mitgenommen.

    Auch die heutigen Begegnungen wieder voll spannend. Ich werde vielfach angesprochen mit Woher, Wohin und Wieso Fragen. Was denkst du über den Iran und wie wird der Iran in der Welt gesehen dauert öfter etwas länger.
    Wenn kein gemeinsames Protokoll, sprich Englisch, zur Verfügung steht, hilft der elektronische Gehilfe, sprich Google Translater.
    Immer wieder werde ich gebeten, sag deinen Leuten, dass wir keine Terroristen sind. Das tut mir im Herzen weh und entspricht sowas von nicht der Realität. Offenbar sitzt das Bild, das US und EU Politik plus Medien verbreiten tiefst.
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    O and K are off

    4 alte Männer😇😃

    9/27/19Reply
     
  • Day7

    Sidi lass die Hosen runter

    March 3, 2019 in Iran ⋅ ☀️ 10 °C

    Ich reise also weiter nach Isfahan. Ohne Sue. Ohne Freunde. Alleine. Und das ist gut so. Um mit anderen und der Welt klarzukommen, ist es hilfreich bis essentiell, mit sich selber klarzukommen. Und die Zeit mit sich alleine ist der beste Übungsraum. Natürlich vermisse ich die schöne Sue an jedem Tag, schliesslich gehören wir zusammen. Ich weiss, jöööö. Und zusammen werden wir auch schon bald wieder sein. Bis es soweit ist, macht der Bus auf der sechsstündigen Fahrt nach Isfahan eine kurze Pinkel-Pause und ich realisiere plötzlich, dass es sich bei den Iranern ja auch um ein Volk von Stehscheissern und Arschduschern handelt. Hatte das Hostel in Teheran noch Schüsseln und Klopapier zu bieten, sieht das die Raststätte etwas anders. Also ganz anders. Und ich hatte mich hier schon sicher gefühlt. Aber egal, seit Myanmar kann ich ja mit so ziemlich allem umgehen. Ausser mit Kritik. Die hasse ich immer noch. Auch konstruktive.

    Der Empfang im Nargol Guest House ist unerwartet crazy. Es ist Freitag und somit „Family-Sonntag“ und man feiert ausserdem Muttertag und irgendein Hochzeitsjubiläum. Forouzan drückt mir als erstes ein Stück Torte in die Hand, setzt mich in die Familienrunde und zwingt die eben aufgestandene Band noch eine Stunde dran zu hängen. Ich bin der einzige Gast hier - es ist quasi „off-off-off-season“ - und als Folge werde ich von der Familie kurzerhand adoptiert. Die Menschen sind unheimlich liebenswert und zugänglich. Weit entfernt vom Bild, welches uns aufgrund der aussenpolitischen Schwierigkeiten und dem rigiden Regime in den Medien vermittelt wird. Ich erlebe die herzliche Gastfreundschaft und Offenheit, von der ich so viel gelesen habe. Das islamische Regime geniesst kaum Support von der breiten Bevölkerung - was dieses mit eiserner Faust zu kompensieren weiss - und die auferlegten Regeln und religiösen Vorgaben gehen einer grossen Mehrheit mächtig auf den Sack. Als Folge gibt es hierzulande zwei diametrale Welten: das öffentliche und das private Leben. Veränderung ist nur spärlich zu erkennen. Viele die können, gehen ins Ausland. Da es hier - wie so vieles anderes - auch keine Discos, Clubs oder Bars gibt, wird eben im Auto zu Selena Gomez getanzt. Und kaum ist die Haustür zu, fliegt das Kopftuch in die Ecke und der Spass beginnt. Aufgrund des fehlenden Alkohols besteht der Spass allerdings eher aus einer Mischung von Kindergeburtstag mit mir bis dato unbekannten Spielen und Zitar-Karaoke. Ich bringe der Runde ausserdem „Hose abe“ bei. Gar nicht einfach den Namen zu erklären, ohne irgendwelche mir unbekannten Tabus zu brechen. Zumindest denke ich das. Aber wir befinden uns in der privaten Welt und da findet Iran das so lustig, dass ich ab sofort alle zwei Minuten die Aufforderung „Hose abe“ höre. Man kann tatsächlich auch ohne Alkohol lustig sein. Also die anderen. Ich will einfach gewinnen.

    Die Familie lädt mich zum Lunch im äusserst schönen Elternhaus ein, wo mich die Mutter mit einem lauten „Hose abe“ und schallendem Lachen empfängt. Das lustige Schweizer Kartenspiel hat sich also bereits herumgesprochen. Gegessen wird am Boden sitzend, was wie Yoga offensichtlich nicht zu meinen Stärken zählt. Wie schon der olle Jogi in Indien, empfiehlt man mir hier freundlich, mich doch an den Tisch nebenan zu setzen. Aber das hier ist anders und ich bleibe sitzen. Trotz steifen Knien. Das Essen ist total lecker und auf einmal steht da eine Flasche Cognac. Echt jetzt?! Der Herr des Hauses liebt das Zeugs und so gönnen wir uns ein Gläschen nach dem anderen. Zum Lunch. Verdammt, ich hatte mich doch auf einen Monat „Trockenheit“ eingestellt. Egal, der alte Mann - ein an den Rollstuhl gebundener Kriegs-Veteran - riskiert dafür Gefängnis. Grund genug mit den eigenen Vorgaben zu brechen und zum Schluss bin ich sogar so beschwipst, dass ich bei der anschliessenden Tee- und Musik-Runde ein Schweizer Liedchen zum Besten gebe. Und was würde da melodisch besser passen als „Dr Sidi Abdel Assar“ von Mani Matter? Genau, dem Baschi sein „Bring en hei“. Schau Video. Danach lege ich mich mit der ganzen Familie und warm eingepackt auf den flauschigen Teppichboden und wir machen ein Ausnüchterungs-Schläfchen bis spät in den Nachmittag. Das Leben kann so schön sein. Auch hier.

    Was täglich auffällt, ist der enorme Wertzerfall des iranischen Rials. Mit der Metro quer durch Teheran kostet mich lediglich sieben(!) Rappen, dreissig Minuten im Taxi quer durch Isfahan sechzig(!) Rappen. Diverse Snacks, Getränke und Tee für fünf Leute deutlich weniger als ein einfacher Kaffee im Starbucks am Stauffacher. Ein Paradies für Backpacker, eine Katastrophe für die international bereits stark isolierte iranische Bevölkerung. Neben den ganzen religiös-kulturellen Regeln, bietet das sogenannte Taarof eine Reihe weiterer Fettnäpfchen. Taarof ist eine zeremonielle Unaufrichtigkeit, bei der ein Angebot erst drei Mal dankend abgelehnt wird, bevor man es annimmt. So ein Sheldon-Ding. Mich verwirrt das trotzdem massiv und ich bin mir nie wirklich sicher, ob ich etwas bereits annehmen darf und ob ich schon oft genug gefragt habe, ob jemand das letzte Stück Torte will, bevor ich es mir genüsslich zwischen die Kiemen schiebe. Aber egal, ich bin Touri, habe im Vergleich sau viel Geld und wohl unlimitierten Kredit. Wenn das doch nur in allen Beziehungen so einfach wäre. Das Leben könnte so schön sein. Nicht nur hier.
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    🌷🌷

    3/6/19Reply
     
  • Day109

    Esfahan "the beauty" under shock

    November 17, 2019 in Iran ⋅ ☁️ 5 °C

    I "arrived" at Esfahan after a long day hitchhiking and visiting a mountain village on the way. But we couldn't enter the city because of road barriers and burning tires in the street! I never saw serious demonstrations like that before. As the government raised the petrol price three times overnight without any previous announcement, people tried to stop the normal life and fight for justice. This scary scenery (e.g. i saw people destroying entire petrol stations) only last one night, because of the government announcement to permit killings of protesters (what they indeed did see link below). Furthermore the internet was shut down the same day to avoid more organized mass demonstrations and to stop the flow of information into foreign countries. After sleeping one night at a random locals home in the suburbs of Esfahan because I couldn't move, the city was empty though. Most of the people stayed at home, the shops were closed and the several government special forces in the streets made everybody understand that they should stay quite.
    For more information regarding the demonstrations:

    https://www.aljazeera.com/news/2019/11/amnesty-208-killed-iran-protests-191130151227593.html

    Esfahan wasn't the beauty it shall be, but it showed me these days how the reality looks like living in a country that suffers under a cruel dictatorship penalized by economical sanctions. People are angry, people are upset but people are forced to be patient...
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  • Day6

    Isfahan - die halbe Welt

    October 17, 2019 in Iran ⋅ ⛅ 25 °C

    Es gibt auf Reisen immer wieder Augenblicke, die einem lange im Gedächtnis bleiben werden und der erste Anblick des majestätischen Naqsh-e-Jahan-Platzes ist einer davon.
    Wir laufen den ganzen Tag von einer tollen Moschee zur nächsten, werden im Bazaar von all den Gewürzen und bemalten Kacheln überwältigt und müssen uns bei tollen Shashlik-Spiessen und Kebap erholen. Die Stadt ist der Wahnsinn und hat zurecht den Ruf der schönsten Stadt im Orient.Read more

  • Day8

    Bus Isfahan nach Hamedan

    September 28, 2019 in Iran ⋅ 🌙 25 °C

    Wer so eine Busreise macht kann einiges über die lokale Kultur erfahren und ist oft nicht wenig erstaunt.
    Mein Sitznachbar tippt schon länger etwas auf seinem Handy rum und als ich mal so rüber schaue kann ich den Google Translater mit deutschen Sätzen erkennen. So kommt eine längere Google Translater Kommunikation in gange.
    Er schreibt, dass es keine Discos .... gäbe. Ich schreibe ihm, kurz danach, dass diese Möbelhäuser am Strassenrand einen Eindruck wie eine Disco oder sogar Rotlichtmilieu machen. Er zeigt mir ein Bild von seiner Perle ich der meinen. Er schreibt, keine Liebe vor der Heirat und ich frage, ob er seine Freundin nach dem Studium heiraten wollle.
    Er schreibt trocken ein 'Nein', für Sex habe er andere Möglichkeiten, er habe eine verheiratete Frau und zeigt mir Bilder.
    Ich mahne ihn, dass er dafür aber einige Suren aus dem Koran rezitieren müsse und für seine Herzdame sei die Situation wohl noch etwas komplexer.
    Hinter der strengen Auslegung des Korans und dem Schleier der so einiges verbergen soll, geht offenbar einiges vor was der Oberste Religionsführer nicht wissen möchten. ;-)
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  • Day12

    Esfahan

    October 1, 2016 in Iran ⋅ 🌙 14 °C

    Voorbije twee dagen doorgebracht in Esfahan, hét culturele en toeristische centrum van Iran. Via couchsurfing konden we bij een toffe student verblijven, die we in ruil Vlaamse kost voorschotelden. Juist jammer dat hij (en dus wij ook) om 7u het huis uit moest om naar de les te gaan. Een dutje in het park was dus af en toe nodig.Read more

    Miel Degang

    Laura in het vrouwengedeelte van de bus, achteraan :)

    10/1/16Reply
    Michiel Van Ooteghem

    Haha zalig!

    10/2/16Reply
    Michiel Van Ooteghem

    En terecht!

    10/2/16Reply
    Hanne Vyncke

    <3

    10/3/16Reply
     

You might also know this place by the following names:

Isfahan, أصفهان, اصفهان, İsfahan, ایصفاهان, Горад Ісфахан, Исфахан, এসফাহন, Dakbayan sa Esfahān, ئەسفەھان, Isfahán, İsfehan, Ισφαχάν, Esfahano, Esfahan, Ispahan, אספהאן, इस्फ़हान, Iszfahán, Սպահան, IFN, Kota Isfahan, エスファハーン, ისპაანი, Исфаһан, 이스파한, Îsfehan, Isfahanum, ئسفأھان, Isfahanas, Isfahāna, इस्फहान, ਇਸਫ਼ਹਾਨ, இசுபகான், Исфаҳон, อิสฟาฮาน, Yspyhan, Esfahān, Ісфахан, اصفہان, Isfahon, 伊斯法罕