Italy
Covelo

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7 travelers at this place:

  • Day6

    Iseo-See Camping Corvelo

    October 17, 2018 in Italy ⋅ 🌧 15 °C

    Die Sonne beleuchtet den Berg gegenüber. Meran liegt in der Sonne. Ein herrlicher Wandertag kündigt sich an. Aber für uns heißt es heute Morgen Abschied nehmen von der schönen Bergwelt, von Südtirol. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal hier. Obwohl der Campingplatz wirklich in Ordnung war, mit dem schönen Blick auf Meran, mit Pool, Hallenbad und Sauna ( extra Kosten) und dem Bus, der alle halbe Stunde hinunter in die Stadt fährt, würde ich beim nächsten Mal lieber direkt im Tal stehen wollen, um so schneller auf die Radwege von Passer und Etsch zu kommen. Es muss gar nicht direkt Meran sein. Die Fahrt den Berg hoch zum Platz ist selbst mit E- Bike anstrengend. Was wir bis lang nicht wussten: Bis Ende Oktober ist hier in der Gegend Hochsaison. Die Plätze sind voll und es empfiehlt sich unbedingt vorher zu reservieren, wenn man Stress vermeiden will.
    Wir verlassen den Platz gegen 10.00 Uhr und fahren wieder bergab, die Bremsen funktionieren noch ;-)! Unten im Tal geht es auf die Schnellstraße. Wieder durch den unübersichtlichen Doppelkreisel, aber dieses Mal in Richtung Bozen. Von Bozen aus fahren wir auf der mautpflichtigen Brenner-Autobahn bis hinter Trient. Es hat sich total zugezogen und bewölkt und das eigentlich schöne Trentino zeigt uns seine graue Herbstseite. Die Ausfahrten nennen bekannte Orte an Gardasee. An dem wir quasi entlang fahren. Die Stell- und Campingplätze am Gardasee sind im Moment stark frequentiert. Deshalb fahren wir an den weniger bekannten Nachbarsee, den Iseosee.
    Die Weinfelder rechts und links der Autobahn haben sich bereits gelb verfärbt, aber die Apfelbäume hängen noch voller Äpfel. Hinter Verona verlassen wie die Autobahn in Richtung Milano und fahren dann auf der Schnellstraße nach Iseo. Da Camping Corvelo liegt am Anfang der Sadt und die Zufahrt ist wie im Internet bereits gelesen, wirklich etwas schmal und eng. Aber durchaus machbar. Wir werden schon erwartet, freundlich empfangen und zum Platz geleitet. Auch beim Einparken des Hängers auf einem zurzeit nicht genutzten Platz gegenüber, bekommen wir Unterstützung. Und dann stehen wir..... traumhaft direkt am See.
    Hier bekommt mich die nächsten Tage keiner so schnell weg. Und deshalb reservieren wir bei der Anmeldung gleich noch zwei Tage nach. Es ist diesig, der Blick nicht klar, trotzdem nimmt uns die Sicht auf den See und das gegenüberliegende Ufer gefangen.
    Auf dem Camping sind nur die Plätze direkt am See besetzt. Es ist daher ruhig und sehr angenehm. Das eigene Restaurant und der kleine Shop haben heute geschlossen. Morgen aber steht alles wieder zur Verfügung. Wir bekommen eine Tüte Brot, das heute Morgen nicht verkauft wurde, geschenkt. Grundlage für eine ordentliche Brotzeit am See.
    Später radele ich in den 1 km entfernten Ort und bummele durch die schmalen Gassen mit den vielen kleinen Läden und Restaurants. Ich höre überwiegend italienische Stimmen. Nur wenige Touristen sitzen in den Cafes und Lokalen. Viele edle und sehr hochpreisige Läden kann ich feststellen. Am See gibt es eine Haltestelle für das Linien-Boot, das die Orte am See auf schnelle Art verbindet. Auch die keine Insel im See, den Mont Iseo, kann man so erreichen und man darf sogar das Rad mitnehmen. Am Rathaus setze ich mich für einen Aperitif in ein Straßencafe. Herrlich. Das ist Urlaub. Für den Rückweg muss ich aus dem Gewirr der kleinen, vor allem der vielen Einbahnstraßen herausfinden. Ein großer Supermarkt liegt an der Straße und ich kann noch ein paar Dinge einkaufen.
    Es ist blaue Stunde. Wir sitzen am See und beobachten, wie die Nacht hereinbricht. Überall am Berg gegenüber funkeln die Lichter der Häuser. Sie scheinen immer näher zu rücken. Es wird klarer und auch am Himmel zeigen sich die Sterne. Wir sitzen noch lange draußen. Es ist einfach nur schön.
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  • Day10

    Naturreservat Torbiere del Sebino

    October 21, 2018 in Italy ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir sind spät dran. Nicht einmal Nala, der Hund unserer rheinischen Nachbarn, der sonst immer recht früh seine Familie zur morgendlichen Joggingtour ermuntert, hat uns zu wecken geschafft. Schließlich ist nicht nur Urlaub, sondern auch noch dazu Sonntag. Der bewölkte Himmel ist ebenfalls nicht gerade ein Grund, früh aus den Federn zu kriechen. Und was den See anbetrifft: der See ist bestimmt später auch noch da.
    So ist es fast halb zehn, als wir durch die Wohnmobiltür nach draußen schauen. Die Rheinländer sind schon fast mit dem Frühstück durch. Aber die wollen auch abreisen. Ihre Wohnmobilreise endet heute in Mailand, denn dort müssen sie das Wohnmobil wieder ihren Freunden zurückgeben und den eigenen Pkw übernehmen, mit dem die Freunde angereist sind. Das Womo geht dann mit neuer Besatzung nach Sizilien, während die alte Beatzung noch Urlaub in einer Mailänder Ferienwohnung macht. Das nenne ich mal Vertrauen. Ein so hochwertiges Fahrzeug Freunden samt Familie und Hund zu überlassen. Wie dem auch sei, drüben herrscht Aufbruchstimmung, während wir unser Frühstück am See heute bei weniger schöner Optik zu uns nehmen.
    Wir wollen uns später das Naturschutzgebiet Sobiere del Sebino anschauen und dort spazieren gehen. Obwohl es nicht ganz so weit entfernt ist, nehmen wir den Roller. Es macht einfach Spass mit ihm durch die Landschaft zu fahren. Für den müssen wir allerdings wenig später erst einmal einen Parkplatz finden. Das Naturreservat ist ein ca. 5 Quadratkilometer großes Moor- und Seengebiet. Radfahren oder gar motorisiert Gefährte sind verboten. Die Natur wird hier sich selbst überlassen und schafft dadurch einen Urwald aus Bäumen, Pflanzen, Gräsern, Moosen und Farnen. Ein Wanderweg führt außen um die Wasserflächen herum und ein Deich mitten durch. Wir sind allein unterwegs im Naturschutzgebiet, dessen Aussehen schon ein herbstliches ist. Wilder Wein, von niemanden gebändigt, zieht sich wie ein Flammenmeer wild und rot durch Büsche und Bäume. Auf dem Deich erschreckt uns ein Cormoran, der flügelschlagend aus dem Wasser aufsteigt: einen silbrig glänzenden Fisch im Schnabel. Ein hölzerner Ausguck weckt unser Interesse. Von dort haben wir einen wunderbaren Überblick über das ganz Gebiet. Leider endet der Damm mitten im See. Versperrt von Holzbarrieren und undurchdringlichen Büschen. Wir müssen zurückgehen. Wieder auf dem Hauptweg, folgen wir diesem in südlicher Richtung, bis uns wieder eine Barriere am Weitergehen hindert. Ab hier ist der Weg kostenpflichtig, und wir müssten ein Ticket ziehen. Das wollen wir aber nicht mehr.
    Wir gehen zum Roller zurück und fahren vom Natureservat nach Clusane. Von der mächtigen Kirche aus, an der wir geparkt haben, gehen wir durch die engen Gassen zum Hafen. Trotz vieler Autos auf den Parkplätzen, scheint der Ort, wie ausgestorben. Nur ein paar ältere Menschen sitzen auf einer Bank im Hafen in der warmen Mittagssonne. In einer kleinen Bar mit Blick auf den Hafen trinken wir Kaffee und essen ein Eis. Langsam füllen sich die Straßen am Hafen mit Menschen. Sie kommen aus den Restaurants. Es ist Sonntagnachmittag, und elegant gekleidete Damen führen die neue Herbstmode aus, die ich bereits in den Schaufenstern der Stadt habe ausliegen sehen. Wir fahren zurück zum Wohnmobil, um noch etwas nachmittägliche Sonne zu genießen.
    Am Spätnachmittag habe ich noch Lust ein wenig zu laufen. Auch wenn ich die Via Valeriana heute nicht mehr ganz entdecken kann, bin ich doch neugierig, was sich dahinter verbirgt. Beim Fahrrad fahren nach Sulzano habe ich vorgestern das Hinweisschild entdeckt und recherchiert, was sich dahinter verbirgt. Die Via Valeriana ist ein Wanderweg zwischen Pilzone und Pisogne und war einst der einzige Weg, um die Valcamonica auf dem Landweg zu erreichen. Heute ist es ein toller Wanderweg, der durch Wiesen, Olivenhaine, alte Dörfer, durch eine spektakuläre Landschaft führt und von dem man herrliche Aussichten auf den Iseosee genießen kann. Ich bin trotz des bewölkten Wetters ganz begeistert. Muss aber nach ein paar Kilometern abbrechen, weil es anfängt dunkel zu werden und ich gern vorher zurück sein möchte. Die Sonne verschwindet gerade rot und rund hinter dem Berg, als ich in Pilzone vom Wanderweg herunter komme. Ich schaffe es noch vor dem Dunkelwerden und vor dem Regen, der sich als graue Wand auf dem See sammelt. Nichts ist mehr mit draußen sitzen. Morgen soll das Wetter wieder besser und beständiger sein. Dann gehen wir gemeinsam noch einmal die Antica Strada Valeriana.
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  • Day7

    Iseo, Sulzano und Marone

    October 18, 2018 in Italy ⋅ 🌧 18 °C

    Das Gräusch, das mich heute morgen weckt, kann ich erst auf den zweiten Anlauf zuordnen: es sind die Wellen des Sees, die direkt hinter dem Wohnmobil und damit unmittelbar hinter meinem Bett am Strand aufschlagen. Das ist doch mal ein angenehmer Wecker. Heute lassen wir es ruhig angehen. Nach dem Frühstück am See geht 's mit dem Rad zum Bummeln nach Iseo. Die Sonne hat sich auch eingestellt und es sind milde 24 Grad. Wir beobachten das Linienboot, das anlegt, die Passagiere aufnimmt und wieder ablegt. Alles geht gemächlich und ohne Hektik vonstatten. Es sind nur wenige Touristen da. Mit dem Linienboot kann man für 19,50 € einen ganzen Tag den See befahren und an jedem Ort aus- oder wieder einsteigen. In dem Preis ist sogar die Mitnahme des Rades enthalten. Eine schöne Idee, eine kombinierte Rad- und Schifffahrt. Wir laufen am See entlang und dann in die Gassen der Altstadt mit ihren vielen kleinen Läden, bestückt mit ganz hochwertiger und hochpreisiger Bekleidung. Das meiste "Made in Italy", keine billige Chinaware für Touristen. In einem Sportgeschäft werden auch wir fündig. Michael bekommt einen neuen Freizeitanzug.
    In jede kleine Straße der Stadt laufen wir, schauen in romantische Hinterhöfe und blühende Gärten, finden versteckte Parks oder winzige, tolle Restaurants. Diese Stadt ist trotz des durchaus vorhandene Tourismus authentisch. Wir kehren ein für einen Cappuccino in einer der Lokale am Marktplatz. Hier haben wir zu Beginn auch die Räder abgestellt, auf denen es dann zurück zum Campingplatz geht. Auf dem Weg liegt der 'Italmarkt", ein Supermarkt mit einem guten Angebot. Hier halten wir, um unsere Vorräte wieder zu ergänzen. Ich möchte gern eine Flasche Rotwein aus der Region mitnehmen für den Abend und greife zu einem Angebot der Region. Nun muss ich sagen, ich bin wirklich nicht der absolute Weinkenner. Für mich gibt es nur zwei Kriterien: Schmeckt oder schmeckt mir nicht. Ansonsten mag ich gern einen Prosecco.
    Als ich am Abend den Korken der Flasche öffne, bin ich etwas irritiert über den "Blob", mit dem er das letzte Stück eigenständig die Flasche verlässt. Beim Einschenken bemerke ich, dass er leicht sprudelt. Was hab ich da gekauft? Ist der schlecht? Nein, er schmeckt sogar super mit der leicht prickelnden Beigabe. Ich schau noch einmal auf die Flasche: Rotwein steht da und Spumante. Jetzt bin ich neugierig geworden und recherchiere:
    Am Iseosee liegt die Franciacorta, eine noch
    junge italienische Weinbauregion. Sonnenverwöhnte mit Weingärten überzogene Hügel, Olivenhaine, malerische Flüsse, – das alles kennzeichnet die Franciacorta, die sich vom Iseo See bis fast nach Brescia erstreckt. Diese Region wird wegen ihrer Schaumweine, die nach Art der Champagne in Flaschen gegoren wird, auch als die Champagne Italiens bezeichnet. Wobei die Franzosen das sicher nicht gern hören.
    Die Weine aus der Franciacorta gelten noch als absoluter Geheimtipp. Na, da habe ich ja was entdeckt und wieder dazugelernt.
    Am Nachmittag fahren wir mit dem Roller am See entlang. Unseren ersten Stopp machen wir in Sulzano und laufen zum Anleger hinunter. Auf großen Plakaten werden Bilder des Top Events vom Sommer 2016 abgebildet, als der Verpackungskünstler Christo einen Steg aus gelben Kunststoffplatten gelegt hat. Die "Floating Piers" erlaubten es den Besuchern, von Sulzano aus zu den Inseln Monte Isola und San Paolo zu schreiten und dabei gleichsam über das Wasser zu gehen, die sonst nur mit dem Linienboot zu erreichen sind. Von dieser Aktion hatte ich zwar gehört, aber noch nicht realisiert, dass wir uns gerade am Ort des Ereignisses befinden. Das war Lektion Nummer 2 an diesem Tag. Die nächste folgt gleich danach, als ich mir eine der schwarzen Oliven vom Baum pflücke. Ich liebe Oliven jeglicher Art und besonders die Schwarzen. Doch kaum im Mund, befördere ich sie auch schon mit einem "Igitt" wieder hinaus. So was von bitterem Geschmack. Nicht genießbar. Scheinbar müssen die erst gekocht werden. Nicht gekocht, finde ich kurze Zeit später heraus, sondern den Oliven müssen durch einem Bad in einer Lauge zunächst die Bitterstoffe entzogen werden. Erst danach können sie weiterverarbeitet und in Essig oder Salzlaake eingelegt werden. Und es gibt auch keine schwarzen und grünen Sorten. Je länger die Oliven am Baum hängen, desto dunkler werden sie.
    Unsere Fahrt geht weiter nach Marone. Auch hier bummeln wir durch den kleinen Ort. Man ist bereits unter sich. Vom Treiben im Sommer zeugen nur noch die großflächigen Bilder auf den verbarrikadierten Fenstern der Seeterrasse. Von Marone führen ausgeschilderte Wanderwege zu den Bergdörfern und zu den Erdpyramiden, einer Sehenswürdigkeit dieser Gegend. Wir kehren in eine der wenigen geöffneten Bars ein. Zu meinem bestellten "Spritz" bekomme ich hier nicht nur Kräcker und Chips sondern Brot mit Olivenöl, Salami, Käse und Oliven. Fast ein halbes Abendessen, das wir uns dann teilen. Die Sonne beginnt unterzugehen. Wir machen uns auf den Heimweg, denn im Dunkeln wollen wir die unbekannte Straße wegen ihrer Schlaglöcher und Schikanen zur Geschwindigkeits-Begrenzung nicht fahren.
    Am Abend gehen wir in das Restaurant des Campingplatzes und werden überrascht. " Haben Sie reserviert?", fragt der Kellner. Schick im schwarzem Hemd. "Nein", antworten wir. Ich schaue etwas verschämt an mir herunter und begutachte meine lässige Kleidung. Aber wir bekommen trotzdem einen Platz, auf der abgeteilten, mit Seitenwänden geschützten und romantisch in Szene gesetzten Terrasse. Wäre es hell, könnten wir auf den See schauen. So sehen wir nur die Lichter auf der gegenüberliegenden Seeseite. Zu meiner Erlechterung tragen alle Gäste hier Freizeitkleidung. Die Karte ist gut, das Essen lecker und preislich mehr als ok. Und der Vino de la Casa ist ein weißer Schaumwein aus der Franciacorta.
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  • Day29

    Iseo, was für eine nette Überraschung!

    June 28, 2018 in Italy ⋅ ⛅ 26 °C

    Man könnte auch sagen: wenn ich diesen See sehe, brauch ich kein Meer mehr.
    Oder: ich weiss gar nicht, warum die alle an den Gardasee fahren!

    Nach einem Blick von oben wusste ich sofort: richtige Entscheidung, auf diesen See in der Reiseplanung zu bestehen.

    Alles ruhig und beschaulich, optisch sehr ansprechend, ein wundervolles Plätzchen!

    Wir wurden mit Handschlag begrüsst und erst mal auf ein Glas Wein direkt am See eingeladen.

    In selbigen ist der Hund auch sofort mehrfach mit vollster Begeisterung gehüpft. Und keinen hats gestört.
    Das erste Mal in diesem Urlaub!

    Iseosee, ich mag dich!
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Covelo

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