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  • Day12

    Auf der Suche nach Nessie

    September 29, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 13 °C

    Nachdem wir den anfänglichen Unmut über Loch Ness abgeschüttelt hatten, wollten wir natürlich doch noch mehr über das Ungeheuer herausfinden. Am Besten geht das auf einer Bootstour. Gesagt getan. Bei kaltem regnerischen Wetter sind wir eine Stunde über das Loch geschippert und haben uns allerlei Geschichten über Nessie und den See angehört. Dieser ist übrigens so dunkel, weil der Boden sehr torfhaltig ist und das ganz viel dunklen Staub aufwirbelt. Zudem hat er im Winter nur so um die 6 Grad, was es vielen Fischen nicht möglich macht zu überleben. Dank des Echolots konnten wir auch herausfinden, dass der Loch Ness in der Mitte auf fast die ganze Breite 227m tief ist. Achso und Nessie, die hat man letztes Jahr dank neuster Technik gefunden! Leider war es nur ein Requisit aus dem Kinofilm, das wohl aus Versehen im See versenkt wurde. Jedoch gab es dieses Jahr bereits 16 dokumentierte Nessie Sichtungen, eine mehr als letztes Jahr und aus dem Loch Ness sind es nur 7 Meilen bis ins offene Meer... Vielleicht macht Nessie einfach Urlaub auf den Malediven und kommt nur ab und an nach Hause um den Briefkasten zu leeren? Wer weiß.

    Schottland ist voller Schlösser, Burgen und Ruinen. Davon kann man nie genug bekommen, deswegen haben wir auf unserer Strecke weg vom See auch gleich noch an zweien davon angehalten.
    Das erste war die Ruine des Invergarry Castle. Eine schmucke kleine Burg, inmitten von uralten Wäldern am Rande des Wassers gelegen. Leider komplett eingezäunt wegen Einsturzgefahr. Stattdessen konnten wir durch die Bäume ein gestrandetes Fischerboot im Wasser erkennen, wie das wohl dahin gekommen ist?

    Die zweite Ruine des Tages war das Old Inverlochy Castle. Dieses hat zusammen mit dem Urquhart Castle vom Loch Ness das Gebiet des Great Glens beherrscht. Der Great Glen ist eine Felsspalte, bzw. ein Tal voller Wasser, das Schottland fast vollständig von Ost nach West teilt und viele Lochs und wunderbare Natur hervorbringt. Zusammen mit dem künstlich geschaffenen Kaledonian Kanal ermöglicht er eine Schiffspassage von der Westküste zur Ostküste mit insgesamt 29 Schleusen. Von dem Schloss ist leider nicht mehr viel übrig, aber ein netter Stop war es trotzdem.

    Zum Ende unserer Reise sind wir so langsam kO und haben uns einen gemütlichen Filmabend im Wohnmobil gegönnt, das darf ja auch mal sein. Es ist ja schließlich auch noch Sonntag.
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