Malaysia
Setapak

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5 travelers at this place:

  • Day1

    Kuala Lumpur andere Länder & Sitten

    May 2, 2017 in Malaysia ⋅ ⛅ 30 °C

    Das erste, was einem beim Betreten von malaysianischem Boden wohl entgegen schlägt, ist eine Hitzewelle. War bei mir allerdings nicht so der Fall, als ich vollgepackt wie Josefs Esel (oder sollte ich angesichts meines nun muslimischen Umfelds besser sagen : mit Gepäck vollgepackt wie der Qu'ran mit dem Wort Allah) aus dem Flughafengebäude trat und gar nicht fassen konnte jetzt in Asien, Malaysia zu sein. Ebenso unglaublich war es, dass Kumpel Julian (mit dem bis dato nichts geplant war, außer "wir treffen uns dann gegen Mittag in Malaysia" schon mit Couchsurfer Azry und dessen Klapperkiste dort warteten, um mich abzuholen. Zwar hatte Julian, der übrigens Reisefrischling ist, Angst, dass das kleine Auto auseinander bricht, was er auch ungehemmt äußerte, ich genoss allerdings das hinten sitzen ohne angeschnallt sein zu müssen. Und als ich die Hand auf dem Fenster streckte, verkündete der von Hitzewelle charakterisierte Fahrtwind mir, ich sei jetzt in Malaysia angekommen.

    Das die Autos gegen deutsche Automobilindustrie nicht ankommen, war ja ebenso absehbar, wie das Chaos auf dem Straßen, auf denen Mopedfahrer in Flip Flops und T-shirt raudihaft zwischen Autos durchdüsen. Dass wir nun in einem andere Land mit anderen Sitten gelandet waren, wurde uns bewusst, als wir in die Bruchbude unseres CS kamen, in der weder richtige Küchezeile, noch Kleiderschrank oder Dusche/Toilettenpapier vorhanden war. So werde ich nie vergessen, wie der vom Flug noch ganz zermürbt aussehende Julian nach dem ersten Toilettenbesuch verwundert nach Klopapier fragte, woraufhin Azry nur lachend abwinkte, sowas benutze man hier nicht.
    Muslime, versteht sich 🚮👋💧🚰
    Seitdem rätsel ich, wie man sich mit dem zum Putzen geeigneten Schlauch (mit Eimern wurde ich glücklicherweise noch nicht konfrontiert) denn von hinten abpritzt. Wie passt das mit der westlichen KloRegel zsm, sich immer von vorne nach hinten abzuwischen? Oder wie man aus der Toilette kommt, ohne komplett nasse Beine zu haben. Was für die meisten lange Röcke tragende Frauen allerdings kein Problem ist, wenn sie die Beine verschleiern, während ich aller Welt mit vergleichsweise kurzem Kleid und nassen Beine präsentiere, dass ich ein überfordert Tourist bin 😂

    Auch war mein Übersehen der über der Toilette angebrachten Dusche Grund dafür, dass ich den Poputz Schlauch nutze um meinen gesamten Körper zu waschen, bis ich erleichtert feststellte, dass es hier sogar eine richtige, stets kalte Dusche gibt 🚿🚾😂

    Andere Obskuritäten die sich aus dem islamischen Hintergrund der Leute hier ergeben, ist beispielsweise die Tatsache, dass Azry noch nie einen Hund angefasst hat. Oder nie Alkohol getrunken.
    Was ein Kontrast zu Australien...😉
    Insbesondere ist es mehr als beeindruckend, wie diszipliniert unsere bisherigen Freunde hier in Punkto beten und Alkoholverbot sind, aber dennoch abend steil gehen wie man es von anderen Völkern nur betrunken kennt.
    Damit wären wir beim Thema

    MENSCHENMENTALITÄT

    Hingegen anfänglicher Sorge, die Bewohner eines so religiösen Landes könnten konservativ sein oder man könnte CS, die darauf insistieren, uns zu treffen, nicht trauen, erwiesen sich die Malaysianer als äußerst respektvoll und spaßig.
    Auch wenn das Englisch der meisten nicht so gut ist, was mit ein Rätsel ist, zumal TV Programm und Filme fast ausschließlich in Englisch konsumiert werden, sind die meisten offen und hilfsbereit.

    BESTE BEKANNTSCHAFTEN

    Beim Besuch der Gilbrie Wasserfälle konnten wir begeistert feststellen, dass man mit nem Haufen Fremder ne Menge Spaß haben kann, da jeder einem die Hand reicht und dich wie einen Freund behandelt. Ein Kumpel, dessen Spitzname "King" ist, was ziemlich ironisch ist, wie ihr im folgenden feststellen werdet, erzählte uns, sie versuchen Gäste wie eine Teil der Familie aufzunehmen. Tatsächlich fühlten Julian und ich uns aber eher wie Könige, als King und Kumpel "Shy" uns die letzten 3 Tage mit Reiseführer Mad und dessen Sportwagen durch ganz Kuala Lumpur geleiteten, 2h fuhren, um uns abzuholen, uns beim Shoppen berieten, nicht nur Essen spendierten sondern uns dieses sogar servierten. mega. crazy.
    Mad, der uns alles for free zeigt und einfach Spaß am interkulturellen Austausch hat, ist eigentlich Reiseführer, Videoeditor und Restaurantteilbesitzer zugleich - und das mit 23!?! 😁
    Und auch Sahrul, in dessen Café PULAU, welches in 2 Tagen Eröffnung feiert wir unterkamen, ist Video Editor und hat eine eigene Reiseagentur. Das Café, dessen Fortschritt wir tagtäglich beobachten konnten, bot uns in den letzten Tagen einem fantastischen Ort zum Abhängen und Verrückt sein.
    Allerdings musste ich, ebenso wie zahlreiche Mitarbeiter die dort teilweise spontan nächtigen auf dem Fußboden schlafen, was kein Problem war aber etwas seltsam, wenn man bedenkt, dass morgens die dort Arbeitenden über eine unzugedeckte, kaum bekleidete Leo stiefeln mussten... Wenn ich noch schlief, denn meistens weckte mich (ja, stellt euch vor!) der Feuerwehrsirenenartige Wecker der 10m entfernt schlummernden Mitarbeiter, die unter diesem Alarm stundenlang weiterdösen konnten. Mit dem Ohr auf de Handy. WTF⏰
    Jedenfalls waren Sahrul und Mad fantastische Bekanntschaften, die uns extrem viel über Land, Leute und leben aufklärten.Besonders cool ist dabei diese von Unwissenheit über Malaysia her rührende Unvoreingenommenheit, die mit das Gefühl gibt, eine Art 1.Date mit Kuala Lumpur /Malaysia zu haben. Man freut sich mehr und mehr das Gegenüber zu erschließen und jede Frage und Antwort ist spannungsvoll und aufregend.

    Den beiden hingegen war es mit Azry etwas seltsam, was von Kommunikationsschwierigkeiten her rührt. Dieser redete wenig, aber postete viel, bestellte uns ungefragt Essen, obwohl wir nicht mal hungrig waren.
    Wobei, ich kann ja eigentlich immer essen, apropos

    FOOD

    So eben erwähnte Eigenschaft harmoniert ziemlich gut, mit der Möglichkeit, dass man in Malaysia auch IMMER essen kann. An jeder Ecke und zu jeder Tages- oder besser gesagt Nachtzeit kann man hier spottbillig kulinarische Mundorgasmen erleben.
    Dabei erfreue ich mich stets daran, hier mit Finger essen zu dürfen oder sogar zu Anpassungszwecken zu sollen. Allerdings outen Julian und ich uns immer wieder durch das Benutzen von beiden, also auch der Toilettenhand🚽✋als Touristen.
    Das wird allerdings auch klar, durch das Chaos, welches wir beim Essen mit 5 Fingern anrichten oder durch regelmäßig auftretende Schweißperlen auf der Stirn wegen Schärfe, die außerdem schon die ein oder anderen tränenden Augen oder Hustenanfälle (neh,Julian !?;) zur Folge hatte.
    Na immerhin konnten die so elegant essenden Malaysier um Mad sich dazu durchringen mit uns zu von ihnen als "America Ambacy" betitelten McDonalds zu gehen, wo wir dann mal wie Normalessende aussahen..
    Wobei das seh ich ja nie 😜 nun nenne ich mich internationale Mc Flurry und Kit Kat Testerin 😊

    STADT

    Wie eben bereits abgeschnitten, haben neben Clubs sämtliche Restaurants und Bars bis spät in die Nacht geöffnet und auch Supermärkte oft 24/7, auch bunte Lichter tauchen die nächtliche Stadt in ein anderes Licht. So sitzen nachts um 2 meist noch zahlreiche Menschen draußen vor den Bars und sorgen für ein belebtes Nachtleben, von dem ich in Deutschland nur träumen kann und was über die Vorstellungskraft von Australiern geht, denn diese stehen ja bekanntermaßen um 6 Uhr morgens auf und schlafen meistens gegen 10. Die verrückten Asiaten hier geben sich hingegen mit 3-4h Schlaf (auf Fußboden) zufrieden. LOL
    Auch wenn der Schlaf und die Toiletten nicht sonderlich gemütlich sind, fühle ich mich in Kuala Lumpur pudelwohl. Die Stadt die von dschungelartigen Pflanzen nur so blüht ist mit ihren vielen, kleinen Restaurants im Imbissstil, und ihren Straßenverkäufen sowie dank Altbauten nicht nur gemütlich, sondern auch ein absoluter Kontrast zum modernen Australien, dessen Sterilität mich so oft gestört hatte. Auch mit Traditionsreichtum, Historie und Kultur ist Asien Australien um einiges voraus. Da ich neben Klima und Landschaft das Chaos auf den Straßen und den Schlafrhytmus der hier Lebenden ebenso wie Kulturreichtum liebe, ist das wohl "The perfect place to be"! (Naja, wenn man bedenkt, dass es hier nur kalte Duschen, eklige Klos und verhüllte Frauen gibt, vielleicht doch nicht gaaaanz perfekt ;)
    Aber auch die schäbigen Straßen gefallen mir...was Julian und ich allerdings mit Entsetzen am Wasserfall feststellen, ist, wie zahlreiche Menschen die schöne Natur zumüllen, was mich vor das Rätsel stellt, wie Menschen die diese Natur in der einen Sekunde genießen, diese in der nächsten derart verunstallen🌿🚮➡️🚯

    Top 5: Things you should try in Malaysia

    1. Nationalgericht Nasi Lemak (an dem man durch die häufige Erwähnung durch Locals eh nicht vorbei kommt)
    2. Bubble Tea/ ABC Dessert (iwelche Getränke, mit süßem Glitschzeug, die aufgrund von Gesundheitsrichtlinien in anderen Länder wohl nur in Asien zu finden sind. ABC ist ein dessert, was als ICE bezeichnet wird, aber wie viele Drinks nur Crushed Eis mir Sirup und Glibberdeko ist ;)
    3. Roti
    4. Fußfuschis (von denen man nicht erwartetn sollte, dass sie sanft und gleichmäßig Hornhautunreinheiten abknabbern, Sonden diese in harschen Prozess verunstalte
    5. Couchsurfer wie Sahrul oder Mad zu treffen.

    Top 5: Erkenntnisse

    1. Schon ironisch, während für einige Europäer der Pott ein heiliger Ort ist, sind Toiletten und Gräber für Muslime der einzige unheilige Platz, an dem Beten verboten ist.
    2. Während in Australien die Air-condition die Züge stehts in einen Kühlschrank verwandelte, werden diese hier zu Eisfächern❄️ Erkältung vorprogrammiert!
    3. Trotz der Aussage unserer einheimischen Bekannten, man könne hier schwimmen wie man wolle, stellte ich am Wasserfall erschrocken fest, dass ich die einzige Bikinitragende war. Alle schwimmen mit lange Hosen + T Shirts. Notiz an mich : Nie wieder Bikini in einem so muslimischen Land, anpassen ist besser! 👙➡️👖👕
    4. Die Konstruktion der Duschem, direkt neben und über den Toiletten, ermöglicht eine Parallelität der Tätigkeiten Duschen und Pinkeln- wie praktisch! 🚿🚾
    5. Geht man in Malaysia aus, ist es keine Seltenheit, dass einem in Blätter gepackter Fisch oder Nationalspeise Nasi Lemak auf dem Tisch gestellt wird. Wenn man diese als kostenlosen Gruß der Küche behandelt, wird man sich wundern, dafür am Ende einige Rinngit (malaysianischen Währung :) hinblättern zu müssen (außer man lässt die Blätter, unauffällig unterm Tisch verschwinden, sodass keiner einem nachweisen kann, man habe gesnackt!)😜

    FUNFAKT : Wer mit Erwartungen an einen exotischen Drink sogenannten "Sky Juice" in Malaysia bestellt, mag enttäuscht sein, wenn ihm nur Wasser serviert wird 💧 denn so nennen die Malaysianer Wasser 😊
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You might also know this place by the following names:

Setapak

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