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  • Day62

    Uns erriecht ab morgen keiner mehr 17/29

    July 27, 2019 in Italy ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute sind wir um 5:15Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang direkt vom Gipfel zu bestaunen. Treffpunkt war unten an dem einzigen Waschbecken der Hütte, mit kaum Wasser, zum Gruppen-Zähneputzen auf 5qm2 😄 Spektakulär an dem Morgen war allerdings nur die Tatsache, dass wir es alle trotz des Weins am Vorabend rausgeschafft hatten, denn vom Sonnenaufgang war dank fetter Nebelwand gar nichts zu sehen 🤷‍♀️

    Im Sechsergespann sind wir dann fröhlich nach dem Frühstück abgestiegen. Jenny hatte die normale Etappe gemacht, die hatte nämlich früh gebucht und dementsprechend noch ein Zimmer auf der Hütte am Etappenziel bekommen. Micha und ich sind 3 Stunden der Folgeetappe weitergewandert und haben uns hier ein Hotel genommen, womit wir heute 2.500 Höhenmeter abgestiegen sind. Anna, Korbi und Peter sind ganze 6 Stunden der Folgeetappe weitergewandert, das heißt zwei komplette Etappen an einem Tag, womit sie sagenhafte 3.100 Abstiegshöhenmeter gemacht haben. Das geht auf die Knie und Oberschenkel! Jenny treffen Micha und ich morgen am Etappenziel wieder, den Rest der Truppe übermorgen, wo Micha und ich dann zwei Etappen auf einmal wandern müssen, damit die Gruppe wieder vereint ist! Was tut man nicht alles für gute Begleitung! 😊 Heute haben wir uns auch überlegt, dass wir uns nächstes Jahr wiedertreffen wollen, um dann zum Beispiel ein Wochenende auf einer Hütte gemeinsam zu arbeiten - Anna macht das bereits und hat Kontakte. Wie fett das wär!!

    Ich kann mein Glück mit dem Hotel kaum fassen. Wir haben heute das Hotel gebucht, mehr aus der Not heraus, da wieder Wochenende ist und alle Hütten voll sind. Was für eine mich so hammer glücklich machende Entscheidung! 🤩 Wir durften nämlich all unsere miefigen Wanderklamotten, die man auf den Hütten immer nur mit kaltem Wasser waschen kann (vorausgesetzt es gibt genug Wasser), in die Waschmaschine und anschließend in den Trockner schmeißen!! Ebenfalls haben wir hier ein Doppelzimmer mit Bad für uns alleine, in der (wie typisch für Hotels aber absolut untypisch für Berghütten) eine Dusche mit warmen Wasser ohne Duschmarken steht! Wir haben also beide erstmal aaaausgiebig geduscht, bevor wir dann die restlichen Inhalte unseres Rucksacks gewaschen haben. Es sind so simple Dinge, die mich glücklich machen! Wie zum Beispiel das Waschen des Marmeladenglasdeckels, der mittlerweile schon so klebrig ist. Oder das Ausschlecken unseres 3. Nutellaglases, wobei ich den Löffel anschließend direkt sauber machen und das Glas in einen Mülleimer werfen kann. Und, das allerallerallerbeste: Wir waschen die Träger unserer Rucksäcke! 🤩🤩🤩 Man kann sich nicht vorstellen, wie KRASS die stinken, wenn da täglich eine neue Lage aus Schweiß und Sonnenmilch drankommt! Heute kamen uns ganz viele Tageswanderer entgegen und Anna so: “Oh die riechen alle so nach frischem Waschmittel! Ist mir voll peinlich so nah an denen vorbei zu gehen...” Ich hatte meine Rucksackträger schon letzte Woche an unserem Ruhetag in Mayrhofen gewaschen. Ich war kurz davor, mich immer nur noch mit ganzem Körper umzudrehen wenn mich irgendwer von hinten gerufen hat oder ich mich umdrehen wollte, weil mir beim alleinigen Bewegen des Kopfes immer der süßliche Geruch meines Rucksackträgers in die Nase gekrochen ist. 🤢Und der Longsleeve sowie sogar die Haut haben immer nach dem Rucksackträgern gestunken. Grauenhaft! Überall habe ich vor der Wanderung gelesen, dass man die Leute in Venedig ERRIECHT, weil man nach 4 Wochen wandern so stinkt. Das war mir von Anfang an ein Besorgnis 😂 Tataaaa, aber wir werden in Venedig nicht zu erriechen sein. Die Rucksackträger sind nämlich jetzt gewaschen, sowie alles andere auch! Soooo guuuut!!! ❤️
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