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  • Day182

    Machu Picchu

    November 24, 2019 in Peru ⋅ ☁️ 9 °C

    Yippiiiiiie, es geht looos!

    Gestern Abend haben wir alle unsere Sachen, die wir für den Machu Picchu nicht brauchen, bereits in das Hotel gebracht, in dem wir nach Rückkehr für eine Nacht unterkommen werden. Morgens um kurz vor 7 standen wir dann abfahrbereit an der Shuttlebus Station, um in 6,5 Stunden in das Dorf vorm Machu Picchu zu fahren. Von dort aus mussten wir allerdings mit unseren relativ schweren Rucksäcken (sind nix mehr gewohnt, und haben komplette Campingausrüstung dabei), auf Antibiotikum und Micha zusätzlich noch erkältet, noch 10km an Bahnschienen entlang gelaufen, um zu unserem Campingplatz zu kommen. Der Bahnschienenabschnitt ist offizieller Teil vom Salkantay Trek, machen also sau viele. Auf der ganzen Strecke ist uns auch nur eine Bahn begegnet. Die macht sau viel Krach, schon Kilometer vorher, und ist mit gefühlten 10Km/h auch imposant langsam. Die meisten müssen noch 2km weiter an den Bahnschienen langlaufen bis in das Machu Picchu Dorf, und die 2km dann am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrüh wieder zurück.

    Wir hatten unser schönes neues Zelt dabei, und konnten so direkt am Fuß des Machu Picchu, 2 Gehminuten vom ersten Einlass entfernt, unser idyllisches Nachtlager aufschlagen. Der Zeltplatz war riesig, es waren aber nur noch 3 andere Zelte aufgeschlagen, unter anderem das Zelt von einem Pärchen, die wir ebenfalls im Colca Canyon kennengelernt hatten. Es ist krass wie häufig man hier in der Ecke um Arequipa und Cusco Leute wiedertrifft, haben doch alle die gleichen Highlights auf ihrer Reiseroute. 😅

    Um 4Uhr klingelt der Wecker, um 03:58Uhr werde ich bereits ruckartig wach, etwas besorgt, denn in meinem Traum ist es 10:15Uhr und wir haben somit unseren 4-stündigen Eintritt von 06:00-10:00Uhr zum Machu Picchu verpasst. Das wärs noch gewesen. Alles ist zum Glück gut, es ist erst 4Uhr und passend um 4:45Uhr stehen wir in der Schlange für den Einlass um 5Uhr. Das Antibiotikum hatte zum Glück bereits seine Wirkung entfaltet, die 1.200 Treppen zu den Ruinen konnten wir in eins zügig hoch, dadurch alle überholen die vor uns aufgestanden und in der Schlange am Einlass standen, und waren dann ganz vorne für den zweiten Einlass zu den Ruinen um 6Uhr. 🙏

    Das war mega, denn so standen wir oben, mit Blick auf die Ruinen, und kein einziger Mensch wuselte unten in den Ruinen rum, um einem durch seine knallrote Regenjacke das Foto zu vermasseln 😅 Das Wetter war perfekt, kein Nebel, der die Sicht verdeckt hat sondern ganz viel Sonnenschein 😍 Ich hatte vorab gelesen, dass man ohne Guide nicht mehr reinkommt. Als wir dann aber drin waren und den ersten Guide-aussehenden-Mann angesprochen hatten, sagte der, dass man sich den Guide vor der Einlasskontrolle hätte nehmen müssen. Oh neeeeeein! 😱 Raus- und wieder reingehen war nicht erlaubt, also hatten wir keinen Guide. Mit Guide ist aber immer viel besser! 😭 Ich hatte vorab ein Machu Picchu Bildband mit Texten in unserem Hostel verschlungen und zum Glück, für den Fall dass unser Guide wortkarg sein sollte, jede Seite abfotografiert. 🤩 Also hab ich halt unseren Guide gespielt. Irgendwann auf der Hälfte war mir aufgefallen, dass unsere GPS Offlinekarte die Highlights innerhalb von Machu Picchu sogar eingezeichnet hatte, was die Orientierung zu den verschiedenen Tempeln und das Suchen der dazu passenden Bilder auf meinem kleinen Handybildschirm deutlich vereinfacht hat. Ich war sehr zufrieden mit meiner Guide-Performance, bis zu dem Moment, wo wir kurz vorm Ausgang sind und ich merke, dass wir am Anfang den Sonnentempel ausgelassen hatten. Eins der wichtigsten Gebäude schlechthin. Da alle Touris durch Einwegstraßen geschoben werden konnten wir nicht zurück, haben also DEN SONNENTEMPEL NICHT GESEHEN!! 😭 Sowas ärgerliches. Da zeigt sich einfach wieder wie wertvoll es ist, in menschliche Guides zu investieren. Egal wie gut seine Performance gewesen wär, den Sonnentempel hätte er uns gezeigt. 🥴

    Auf der Tour durch Machu Picchu, nach ungefähr 10 Fotos, sagt mir mein Handy, dass der Speicher voll ist und ich keine Fotos mehr machen kann. 😱Das ist genau das was man braucht, wenn man einmal in seinem Leben am Machu Picchu steht. Michaaaaa! Haaaandy!!! 😂 Micha war längst nicht so heiß auf die Anlagen wie ich, war ihm doch schon vorher bewusst, dass die ganze Stätte hier voll mit Touristen sein wird. Zusätzlich war Micha erkältet und hat sich daher nicht so fit gefühlt wie ich, die zusätzlich noch begeisterte Indiana Jones geworden war und alles sehen wollte, wo Inka dranstand. So auch die Inka Brücke. Ich hatte nirgends vorab davon gelesen, kann also nicht so das mega Highlight von Machu Picchu sein, aber hey, da steht Inka dran, also mussten wir dahin. Micha voll am rumnörgeln, er gehe keine einzige Treppenstufe mehr, wieso müssen wir jetzt von der eigentlichen Machu Picchu Ruine weg (durch die wir zu dem Zeitpunkt noch nicht gegangen waren)? WIE LANGE DENN NOCH? (Uoooor 😂) „KEINE AHNUNG, ich war hier auch noch nie!“ Maaan. Da clashten einfach zwei Gegensätze aufeinander, ein „Ich will alles sehen!🤩“ zu ein „Ich bin krank und nicht scharf auf jeden Stein, der mal von einem Inka berührt wurde 🙄“ Die Brücke war ein kleines Highlight, die haben einfach so lange Steine neben einem Berg aufgestapelt, bis daraus eine Treppe mit Einlass zum hochgelegenen Machu Picchu geworden ist. Fand Micha zum Glück auch, und so haben wir dann doch noch gut zufrieden zusammen jedes kleine und große Highlight in Machu Picchu mitgenommen. ❤️
    Bis auf den Sonnentempel.
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