• Day76

    Leider war der Wettergott uns heute nicht wohlgesonnen und es regnete den ganzen Tag. Vormittags mussten wir uns also Regenschirme vom Kloster ausleihen, um das letzte verbleibende Highlight von Koya besichtigen zu können: den Kongobuji Tempel mit seinen schön bemalten Reispapier-Trennwänden und dem größten Steingarten Japans. Auch im Regen war der Tempel zum Glück einen Besuch wert. Nachdem wir später die Schirme wieder im Kloster abgegeben und das Gepäck abgeholt hatten verließen wir das kleine Städtchen. Mit Bus und Bahn ging es zur letzten Station unserer Japanreise: Osaka.
    Den Nachmittag in Osaka nutzten wir dazu die Umgebung unseres Hostels zu erkunden (Home Hostel) und dabei viele Shoppingtempel und Essensständezu besuchen. Japan ist einfach sehr lecker, und das muss man genießen. Kaum verwunderlich, dass für unsere Abendgestaltung „Sushi essen“ ganz oben auf der Liste stand. Das haben wir dann auch gemacht und nach dem typischen Schlangestehen vor dem Restaurant am Tresen Platz genommen, um den Sushi-chefs auf die flinken Finger schauen zu können. Ach ja, das Japan-Sushi werden wir schmerzlich vermissen...
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  • Day75

    Der Berg Koya liegt zwei bis drei Stunden von Kyoto und Osaka entfernt in einer Bergregion, welche bei Touristen noch nicht so bekannt ist und daher als vestecktes Juwel gilt. Das besondere an der nach dem Berg bennanten kleinen Stadt Koya ist die hohe Anzahl an buddhistischen Klöstern (über Hundert, früher waren es mal mehr als Tausend) und religiösen Bauwerken, von denen viele Weltkulturerbe sind.

    Nach unserer Anreise mit Bus und Bahn haben wir zuerst das Gepäck in unsere Unterkunft gebracht. Das Eko-in ist ein buddhistisches Kloster, welches Pilger und andere Reisende recht luxuriös in traditionell japanischen Räumen innerhalb des hübschen Klosters unterbringt. Die mit Tatami-Matten ausgelegten Zimmer sind Wohnzimmer, Esszimmer und Schlafzimmer in einem und werden je nach Bedarf von eifrigen Mönchen umgebaut. Schuhe sind im Kloster nicht erlaubt, statt dessen läuft man mit bereitgestellten Slippern durch die Gänge, um zum Tempel, zum Dusch- und Onsenbereich oder zur Meditationshalle zu gelangen. Wie in vielen anderen japanischen Unterkünften sind auch hier im Zimmer selbst nur Socken erlaubt, die Slipper werden ordentlich angeordnet vor die Tür gestellt. Um auf die Toilette zu gehen schlüpft man in die bereitstehenden WC-Schuhe, welche diesen Bereich nicht verlassen dürfen.

    Vom Kloster aus haben wir einen Spaziergang durch Japans bekanntesten Friedhof gemacht, den im Zedernwald gelegenen Okunoin. Es gab unfassbar viele Gräber, Mausuleen und Statuen unterschiedlichster Art zu bestaunen. Am Ende des Friedhofs gelangt man zum Tempel der Laternen, Kobodaishi Gobyo, dessen Decke auf jedem Stockwerk und auch über der umlaufenden Galerie dicht an dicht mit Laternen gefüllt ist. Jede Laterne ist einem Verstorbenen gewidmet. Hinter dem Tempel befindet sich der heiigste Ort des Komplexes. Es handelt sich um den Schrein, in den sich der als Vater der japanischen Kultur geltende Kobo Daishi (auch Kukai genannt) im Jahre 835 zur ewigen Meditation zurückgezogen hat. Kukai war Lehrer des Buddhismus, Poet, Maler, Erfinder, Kaligraph und hat eines der bis heute gebräuchlichen japanischen Schriftzeichen-Alphabete gestaltet. Die Legende besagt er wäre am Leben und meditiere noch immer. Zwei Mal am Tag stellen Mönche ein frisch zubereitetes Essen vor den Schrein, falls Kukai plötzlich hungrig die Türe öffnen sollte. Da es sich bei dem Tempel um einen der heiligsten Orte Japans handelt, war fotografieren leider verboten.

    Danach ging es weiter zu einer auf der anderen Seite von Koya gelegenen Ansammlung von Schreinen, dem Dai Garan. Jeder der wunderschönen hölzernen Schreine ist bereits mindestens einmal abgebrannt und wieder aufgebaut worden, einer davon sogar schon fünf mal.

    Nach dem Ausflug gab es wie in den Klöstern üblich ein vielteiliges vegetarisches Mal, welches in unserem Zimmer serviert wurde. Wir haben viele Arten von Tofu, Suppen und eingelegtes Gemüse probieren können und es war leckerer als man denkt!

    Zum Abschluss des Tages haben wir noch mit einer Gruppe von ca 20 Besuchern eine Nachtwanderung auf dem Friedhof gemacht, wo uns einer der Mönche viele Interessante Details und Legenden erläuterte und unter anderem die Zusammenhänge zwischen Buddhismus und der Shinto-Religion in Japan erklärte. Die meisten Japaner integrieren beide Religionen in ihren Alltag, was sie aber nicht davon abhält trotzdem im weißen Brautkleid in einer christlichen Kirche zu heiraten ;-)
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  • Day70

    Heute haben wir uns von der Großstadt in die Berge aufgemacht - von Tokio Richtung Fujji ging es mit dem "Shikansen", dem japanischen ICE, nach Hakone. Hakone ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Städter aus Tokio und Touristen gleichermaßen, da es sowohl ein schönes Bergpanorama als auch heiße Quellen und traditionelle, japanische Bäder (Onsen) zu bieten hat. Auch die atemberaubenden Blicke auf den heiligen Berg der Japaner, den Fujji und der Besuch des Hakone Schreins am Ashi-See sind ein guter Grund die Region zu Besuchen.
    Gleich nach Ankunft in unserer Unterkunft (dazu später mehr) sind wir mit dem Bus in Richtung des Ashi-Sees gefahren. Die letzten 3km dorthin haben wir dann per Pedes auf einer Jahrhunderte alten japanischen Straße (d.h. ein kopfsteingeplafsterter Wanderweg) zurückgelegt. Zwischendurch haben wir in einem urigen Teehaus halt gemacht, um uns aufzuwärmen, denn Temperaturen unter 0°C sind wir gar nicht mehr gewöhnt.
    Am See angekommen, gab es als Belohnung einen tollen Blick auf den Fujji sowie ein geschmackloses Ausflugsboot, dass ein Piratenschiff darstellen sollte und unter Pseudo-Segeln über den See gefahren ist - mit Motor. Wir haben uns davon natürlich nicht verleiten lassen sondern haben uns lieber den rot bemalten Hakone-Schrein am Ufer des Sees angeschaut. Danach sind wir mit dem Bus auf einer gewundenen Straße auf den Hakone gefahren - das ist nämlich nicht nur die Gegend, sondern auch der namensgebende Berg bzw. genauer gesagt ein aktiver Vulkan. Da die Seilbahn aufgrund der vulkanischen Gase nicht fuhr, mussten wir auf den Bus ausweichen. Auf dem Hakone angekommen erwartete uns ein weitere phantastischen Aussicht auf den Fujji - ein wirklich beeindruckender Berg - sowie der Blick auf eine Sulfurmine.
    Oben auf dem Vulkan haben wir die berühmten Sulfur-Eier gekauft, die in einer heißen Quelle hart gekocht werden und ganz schwarz sind. Die Legende um die Quelle besagt, dass jedes der Eier das Leben um drei Jahre verlängert, nachdem man es gegessen hat. Wie diese Spezialität schmeckt wissen wir morgen beim Frühstück.
    Danach ging es zurück in die Unterkunft, die heute in dem Sinne besonders war, als dass sie ein traditionelles Ryokan (wörtlich: Reisegasthaus) war - ein traditionell eingerichtetes japanisches Hotel. Geschlafen wird nicht in Betten sondern auf Futons, die auf den Tatami-Matten liegen, aus denen der Fußboden gemacht ist. Noch heute werden japanische Wohnungen/Häuser übrigens nicht in qm2 gemessen, sondern in der Anzahl an Tatami-Matten, die auf diese Grundfläche passen.
    Um uns von dem anstrengen Tag zu erholen sind wir nach dem Abendessen (Suppe mit Soba-Nudeln in einem urigen Restaurant) noch in ein japanisches Onsen-Bad gegangen, das aus einer heißen Quelle des Vulkan gespeist wird. Streng nach Männlein und Weiblein getrennt konnte man dort in diversen warmen bis sehr warmen Becken mit Blick auf den Sternenhimmel entspannen. Ein toller Abschluss für einen schönen Tag.
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  • Day69

    Eigentlich sollte der alte Fischmarkt von Tokio schon seit mehr als einem Jahr die Pforten geschlossen haben. Wir waren uns daher bis zu unserer Ankunft in Japan nicht sicher ob, wir ihn noch zu sehen bekommen würden, aber wir hatten Glück und die Fische werden verkauft wie eh und jeh! Mit dem Unterschied, dass Touristen leider keinen Zutritt mehr zu den heiligen Hallen haben, bzw. erst ab 10 Uhr wenn die ganze Action vorbei ist und nur noch aufgeräumt wird. Aber immerhin konnten wir heute die äusseren Märkte besuchen und auch dort kuriose Meerestiere und buntes Allerlei entdecken. Da wir uns schon gegen das Besichtigen der Thunfischauktion entschieden hatten (man muss sich um 2:00 Uhr morgens in die Schlange stellen und bis 6:00 Uhr warten) wollten wir wenigstens das berühmte frische Sushi kosten, was morgens rund um den Markt in kleinen Restaurants angeboten wird. Wir haben uns also in einem der Restaurants an den Tresen gesetzt und fantastisches Sushi zum Frühstück gegessen, welches direkt vor unseren Augen Stück für Stück vom Sushimeister zubereitet wurde. Wahnsinn! Keine Sojasauce nötig. Der Big Fatty Tuna war unser Highlight :-) Fotos zu machen haben wir allerdings vor lauter Aufregung vergessen.
    Vom Tsukiji Market sind wir dann zum Kaiserpalast gelaufen. Leider ist von den Gebäuden wegen der Zerstörung durch Erdbeben und mehreren Ausbrüchen von Feuer nicht mehr viel übrig und auch die Gärten sind im Januar etwas karg. Zum Aufwärmen haben wir uns dann in ein traditionelles Okonomiyaki (eine Art Japanisches Omlette) Restaurant begeben. Um an auf dem Boden an den Tischen Platz nehmen zu dürfen mussten wir uns wie seit Jahrhunderten in Japan üblich die Schuhe ausziehen. Der Tisch bestand größtenteils aus einer Grillplatte, an der man sein Okonomiyaki selbst garen durfte bzw. musste.
    Diversen Japanischen Nachtisch gab es dann an den Marktständen rund um Sensō-ji Tempel und das berühmte Donnertor, was wir uns im Anschluss ab das Mittagessen angeschaut haben.
    Auf dem Weg zum National Museum kamen wir zufällig am Tokyo Zoo vorbei, vor dem ein riesiges Plakat mit einem knuddeligen Panda angebracht war. Ja, wir sind reingegangen. Direkt zum Gehege von Ri-Ri, welcher uns anmutig vorführte wie man Bambusrinde beim Futtern am besten über seinen Bauch verteilt. Zugegebenermaßen eine sehr süße Darstellung :-)
    Für das National Museum blieb am Ende wenig mehr als eine Stunde, es war allerdings genug Zeit um sich einen guten Eindruck von Japanischem Kunsthandwerk und traditioneller Malerei zu machen.
    Der Tag war hier allerdings noch lange nicht zuende, weitere Stationen waren Akihabara (Electric City) und ein zweiter Besuch in Shinjuku, wo sich eine/r von uns noch eine neue Kamera zugelegt hat (für Ausländer steuerfrei - ein wirklich guter Deal ;-)).
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  • Day68

    Wie den Anfang eines guten Storieboards, haben wir unseren ersten Tag in Tokio aufgebaut. Als Erstes einen Panoramablick, zur Orientierung und Verortung, dann langsam auf einen Bereich zoomen und am Ende verliert man sich dann in den Details. Der beste Ort für das Panorama war das Tokyo Metropolitain Building, welches auf gleich zwei Gebäudeteilen Aussichtsplattformen bietet. Auch wenn der Ausblick etwas diesig war, konnten wir sogar einen ersten Blick auf den schönen Mount Fuji werfen. Nach einem kleinen Umweg über den Meiji-Schrein haben wir uns anschließend die Stadtteile Harajuku und Shibuja angesehen. Hängengeblieben sind wir dann abends im Sega-Center in Shibuja, ein mehrgeschossiges Entertainment-Center der Japanischen Art mit Ping Pong, Karaoke, Kegelbahn, Arcade Games und Fotoboxen. Also mit anderen Worten: Ein Tor zu einer anderen Dimension. Wir haben zum Aufwärmen die Japaner bei den absurdesten Arcade-Games beobachtet und dann selbst einen Shooter-Automaten mit Münzen gefüttert, wo wir zu zweit gegen eine Horde von Zombies kämpfen konnten. Beim verwenden der Japan-typischen Girlie-Fotobox ging etwas schief und statt einer Person (Jana) mussten zwei Personen in den Automaten. Sorry Lennart! Was der Automat aus unseren Gesichtern machte war zum totlachen :-)Read more

  • Day67

    Heute war ein langer Tag. Ein sehr sehr langer Tag. 11 Stunden von Sydney nach Seoul, nach 5 Stunden Aufenthalt (inkl. 1 Stunde Verspätung des Weiterfluges) noch mal 2 Stunden weiter nach Tokio. Um 3 Uhr morgens sind wir endlich im Hotel angekommen, was 5 Uhr morgens in Sydney ist und bedeutet, dass wir 21 Stunden unterwegs waren. Ein reiner Transittag eben. Highlight war dabei noch das leckere Essen in Seoul am Flughafen, das wir aber auch nur deswegen fotografiert haben, damit wir überhaupt ein Foto haben ;-)Read more

  • Day66

    Heute war einer dieser Tage, die man als Norddeutscher höchst selten erlebt: es waren 36 Grad. Für uns Grund genug die Fähre nach Manly zu nehmen und damit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen:
    1. Sydney vom Wasser aus zu erleben
    2. Im Meer etwas abkühlen
    Hat beides geklappt und war definitiv die beste Art den letzten Tag hier zu verleben.
    Morgen erwartet uns dann ein Tag im Flieger: es geht via Seoul nach Tokio. Da ist es dann 30 Grad kälter, aber wenigstens scheint die Sonne dort im Winter. Auch das erlebt man als Norddeutscher ja leider ebenfalls eher selten...Read more

  • Day65

    ... ist eine Erzählung von Franz Kafka. Aber auch Sydney war ursprünglich genau das: ein Ort, wo die verurteilten Verbrecher Englands hingeschickt wurden, wenn sie eine längere Haftstrafe als sieben Jahre zu verbüßen hatten, da die Gefängnisse zu Beginn der Industrialisierung überquollen. Um zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt zu werden, musste man gar nicht so viel auf dem Kerbholz haben: bspw. ein Kleidungsstück stehlen. Für eine gefälschte Unterschrift wurde man damals bereits zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde dann allerdings häufig nicht vollstreckt, stattdessen wurden die Delinquenten nach Australien exportiert.
    Zu Anfang gab es hier gar keine Gefängnisse - wo hätten die Gefangenen auch hinlaufen sollen. Nachdem Sydney schon an die 20 Jahre existierte, entschloss man sich dann doch ein Gefängnis bzw. eine Schlafstätte für die Gefangenen zu bauen, weil dies den administrativen Aufwand und die Zusammenstellung der Arbeitstrupps (die Gefangenen wurden vormittags zu unentgeltlicher Arbeit für die Regierung herangezogen) erheblich erleichterte.
    Diese Baracke von 1819 ist eines der ersten richtigen Gebäude in Sydney überhaupt und eines der wenigen von damals, die heute noch stehen. Warum wir das alles wissen? Wir haben heute das Museum besucht, welches sich heute in der Baracke befindet.
    Davor waren wir noch sportlich aktiv und sind in den frühen Morgenstunden (d.h. gegen 9 Uhr) im botanischen Garten Laufen gewesen. Einen Kakadu haben wir dabei auch gesehen. In "semi-freier" Wildbahn.
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  • Day64

    When in Rome, do as the Romans do. In Sydney bedeutet das: wenn die Sonne scheint, geh an den Bondi Beach. Genau das haben wir heute getan und uns an Sydneys bekanntestem Strand die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. An Spitzentagen vergnügen sich hier bis zu 35.000 (!) Menschen. So voll war es heute zum Glück nicht und - vielleicht auch deshalb - ein schön entspannter Tag.

  • Day63

    Heute haben wir uns - nach einer ausführlichen Planungssesssion für die Phillipinen und einer Runde Yoga (Jana) bzw. ein paar KM auf dem Laufband (Lennart) die "Klassiker" in Sydney angeschaut: Opera House und Harbour Bridge. Echt ganz nett. Morgen geht's dann an den berühmten Bondi-Beach.

  • Day62

    Heute haben wir Folgendes gemacht:
    - ausgeschlafen
    - im Pool geschwommen
    - in ein anderes Hotel umgezogen (natürlich SPG)
    - shopseeing (Sightseeing beim Shoppen - in erster Linie haben wir allerdings Shops gesehen
    Morgen geht's dann zu den Klassikern: Harbour Bridge & Opera House

  • Day61

    Heute hieß es Abschied nehmen von Neuseeland und "Hallo Sydney".
    Bis Montag, wenn es weiter Richtung Tokio geht haben wir Zeit die Stadt zu erkunden, uns von der aufregenden Zeit im Bulli zu erholen und die nächsten Wochen zu planen - noch haben wir keine Ahnung, was wir eigentlich auf den Philippinen machen wollen und wo wir von Singapur aus hinfliegen...

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