Moin Welt

Joined November 2017
  • Explore, what other travelers do in:
  • Day146

    This is the end, my friend

    March 28 in South Africa

    Die Nacht hatten wir in einer kleinen Safari Lodge im privaten Marloth Park verbracht. Das erste, was wir nach dem Aufwachen bei einem Blick aus dem Fenster sahen, war eine kleine Herde Gnus, welche im Garten der Lodge stand und fraß. Als wir uns zum Frühstück auf die Terrasse setzten hatten sich auch noch einige Warzenschweine hinzugesellt. Die Tiere beäugten uns zwar misstrauisch und wichen zurück, wenn wir uns zu schnell bewegten, leisteten uns aber das ganze Frühstück über Gesellschaft. Ein netter Abschied von Südafrika. Ein Mitarbeiter der Lodge erklärte uns, dass sowohl Gnus als auch Warzenschweine Teil der „Ugly Five“ seien. Davon hatten wir noch nie gehört. Die anderen „Ugly Five“ sind Hyänen, Marabu-Störche und Geier. Auch dieses Set haben wir also unwissentlich vervollständigt. Naja, Gnu davon ;-)
    Ein letztes Mal packten wir unsere Rucksäcke und Lennart fuhr uns nach Johannesburg, wo wir ein letztes Mal die Ausreiseprozedur über uns ergehen ließen. Ein letztes Mal besuchten wir die Lounge und tranken dort zum ersten und letzten Mal auf der Reise ein Glas Amatula. Dann traten wir unseren letzten Flug an.
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  • Day145

    Letzte Überraschungen im Park

    March 27 in South Africa

    Es war unser letzter Tag im Park. Wir waren bereits überglücklich mit dem, was wir in den letzten beiden Tagen hatten sehen und erleben dürfen. Trotzdem trieb Jana Lennart um kurz nach sechs Uhr aus der Hütte und ins Auto, denn es gab ja noch so viel zu sehen! Und die besten Zeiten für „Sightings“ sind nun mal der Tagesanbruch und die abendliche Dämmerung.
    Wir wollten heute unbedingt die „Big Five“ komplettieren und dafür fehlte uns noch ein besonderes Tier: das Nashorn. Besonders bedeutet in diesem Falle: besonders gefährdet. Nashörner stehen nach wie vor im Fokus von Wilderern. Ihre Hörner werden in China und Vietnam als Potenzmittel verkauft und erzielen Preise von circa 50.000 US Dollar pro Kilo. Die Verwaltung des Krüger Nationalparks hat daher schon vor Jahren diverse Maßnahmen zum Schutz der Dickhäuter eingeleitet. Dazu gehört auch die Tatsache, dass man über die Nashorn-Sichtungen der letzten Tage (im Gegensatz zu den Sichtungen der anderen großen Tiere) nicht in den Camps informiert wird. Es ist also schwer herauszufinden, wo im Park man die Nashörner gerade findet. Gestern hatten wir daher einen Ranger befragt und er gab uns den Tipp, es im Süden zu versuchen, auf der landschaftlich schönen H10.
    Bevor wir uns auf den Weg machten, führen wir nochmal zu der Stelle wo wir gestern zuletzt das Löwen-Pack gesehen hatten und wir hatten Glück. Die Raubkatzen faulenzten gut sichtbar in der Sonne und wir konnten uns von ihnen verabschieden.
    Den ganzen Tag hielten wir fieberhaft nach den Hornträgern Ausschau. Fahrer (heute Jana) und Beifahrer ließen gleichermaßen wachsam ihre Blicke rechts und links über das Gelände schweifen. Als wir am Anfang der empfohlenen Straße angekommen waren hatten wir schon allerlei interessante Tiere gesichtet, ein Nashorn war jedoch nicht dabei. Wir fuhren einen Hügel hinauf, bis zu einem Aussichtspunkt. Da es hier erlaubt war auszusteigen, machten wir es uns an dem Ausguck mit unserem Fernglas gemütlich. Lennart entdeckte zwei Elefanten-Herden in der weiten Landschaft, während Jana die Spanier, welche gerade im Ausguck ihr Mittagsbrot aßen, nach Nashorn-Sichtungen befragte. Bei Crocodile Bridge hätten sie ein Nashorn gesehen, sagten sie, da sollen wir es versuchen. Kaum waren die Spanier weg, nahmen ein paar Amis ihren Platz ein. Auch sie wurden befragt. „Südlich vom Skukuza-Camp haben die Ranger die Nashörner zusammengetrieben, um sie besser beschützen zu können“ wussten diese zu berichten. Für diesen Umweg blieb uns allerdings keine Zeit mehr.
    Mittlerweile hatte Lennart in der Ferne etwas interessantes entdeckt: „Da hinten ist etwas großes graues, was sich langsam bewegt. Es ist definitiv kein Elefant. Ich habe etwas spitzes am Kopf gesehen, es muss ein Nashorn sein!!!“. Fast 15 Minuten beobachteten wir abwechselnd das einsame Tier durch das Fernglas, während es langsam näher kam. Dann stellten wir fest, dass das Tier tatsächlich zwei Hörner hatte, allerdings seitlich am Kopf. Es war ein einsamer Büffel...
    Wir beschlossen, so schnell wir möglich in das Gebiet um Crocodile Bridge zu fahren, um dort unser Glück zu versuchen. Lennart übernahm das Steuer und wir genossen bei der Fahrt gerade den Ausblick auf die wunderschöne Landschaft, als Lennart eine scharfe Bremsung machte. „Löwen! Da!“ rief er und Jana konnte tatsächlich zwei schlanke Katzen im Busch ausmachen. Sie bewegten sich elegant und leise nebeneinander her und schenkten dem Fahrzeug keinerlei Aufmerksamkeit. „Das sind keine Löwen. Es sind Geparden.“ stellte Jana schließlich fest. Wir hatten also auf der Suche nach Nashörnern zufällig die dritte Großkatzen-Spezies des Parks gefunden, eines der am schwierigsten zu sichtenden Tierarten hier. So ein Glück!
    Nashörner bekamen wir schließlich auch noch zu sehen, und zwar tatsächlich kurz vor dem Camp „Crocodile Bridge“. Sie grasten friedlich und gut sichtbar in der Landschaft. Da wir noch viel Zeit hatten stellten wir uns an den Straßenrand und beobachteten die Nashörner durch das Fernglas. Sie bewegten sich beim Grasen immer näher an uns heran und am Ende konnten wir das Fernglas beiseite legen. Die beeindruckenden Dickhäuter waren direkt neben unserem Auto.
    Als wir uns fast eine Stunde später endlich von den Nashörnern losreißen konnten waren wir kaum 300 Meter gefahren, als wir eine Gruppe Autos am Straßenrand sahen. Noch mehr Nashörner, dachten wir, doch wir lagen falsch. Es war mal wieder eine Löwin, deren Ohren man beim entspannen im Gras ausmachen konnte. Im Hintergrund näherte sich eine kleine Herde Zebras, welche ausgelassen herumsprang und offensichtlich nichts von der Löwin ahnte. Immer näher kam die Herde und die Löwin blickte schließlich neugierig in die Richtung der Neuankömmlinge. Plötzlich sahen wir weitere Löwenköpfe aus dem Gras herausschauen. Es war ein ganzes Rudel, mit mindestens vier Löwendamen. Alle schauten nun in die Richtung der spielenden Zebras, machten aber keine Anstalten sich an diese heranzuschleichen. Schließlich waren die Zebras bis auf wenige Meter an die Katzen herangekommen und nahmen endlich deren Witterung auf. Die Tiere waren plötzlich ganz angespannt und drängten sich dicht zusammen. 20 Minuten beobachteten wir diese angespannte Situation, ein bisschen hin, ein bisschen zurück, ohne das etwas passierte. Schließlich schlichen sich die Zebras langsam und sehr wachsam davon. Die Löwen hatten scheinbar gerade erst fette Beute gemacht und waren schlicht zu faul, schon wieder auf die Jagt zu gehen. Glück für die Zebras.
    Nach der ganzen Aufregung und den vielen spannenden Sichtungen des heutigen Tages hatten wir genug. Es war 17:00 Uhr, eine Stunde bevor die Tore geschlossen werden, als wir den tollen Park verließen.
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  • Day144

    Auf der Suche nach den "Big Five"

    March 26 in South Africa

    Kurz vor der Dämmerung hörten wir das abgesprochene Klopfzeichen an der Tür. Ungewöhnlicher Weise waren wir schon seit einer halben Stunde wach, obwohl es erst kurz nach fünf Uhr morgens war. Eine Mücke hatte sich irgendwie in das Moskitonetz über unserem Bett gekämpft und begonnen, uns nach bester Guerilla-Manier zu attakieren. Wir standen also ohne großes Jammern auf und sprühten uns erstmal mit Deet ein bevor wir uns mit den anderen „Safaristen“ draußen im schwachen Licht der afrikanischen Dämmerung versammelten.
    Wir hatten uns entschieden, die Safari am Morgen zu Fuß anzutreten. Das Safari-Mobil setzte uns daher nach einem kurzen Besuch bei der Leopardin in ihrem Baum gemeinsam mit dem Tracker und dem deutschen Pärchen im Busch ab. Wir liefen viel herum und lernten so einiges über Tierspuren und woran man erkennen kann, welcher Kot zu welcher Art gehört. Ganz interessant also, aber Tiere bekamen wir kaum zu Gesicht, da sie uns schon von weitem hören konnten und die Flucht einschlugen. Unser Tracker war ständig über Funk mit anderen Rangern in Verbindung und lenkte uns plötzlich aufgeregt in eine andere Richtung. Gegen den Wind liefen wir durch den Busch, bis wir in der Ferne das Knacken von Ästen wahrnahmen. Eine große Elefanten-Herde war durch die Bäume zu sehen. „Sie werden bald die Straße überqueren“ meinte der Tracker schließlich, als sie sich in Bewegung setzten. Wir machten es uns neben der besagten Straße bequem und warteten. Und tatsächlich, die Herde querte den Asphalt, mehr als 20 Tiere mit vielen Jungtieren. Es war ein absoluter Gänsehaut-Moment. Elefanten sind wirklich wunderbare, beeindruckende Geschöpfe.
    Nach dem Frühstück im Camp machten wir uns sofort auf die Weiterreise und am späten Nachmittag erreichten wir schließlich das Eingangstor zum berühmten Krüger Nationalpark. Kaum waren wir durch das Tor gefahren wimmelte überall nur so vor wilden Tieren: Giraffen, Zebras, Impalas, Nilpferde ... wir konnten nicht aufhören anzuhalten, um Flora und Fauna zu bewunden. Dabei hatten wir doch vor, heute noch bis zur Straße H6 zu fahren, wo es laut Aussage unseres Rangers von „Africa on Foot“ die besten Chancen gab, einen Löwen zu sehen. Nur ganz ehrlich, wer kann schon an spielenden jungen Nilpferden vorbeifahren?!
    Eine Stunde später als gedacht hatten wir es endlich geschafft uns bis hinter das Camp „Satara“ vorzuarbeiten. Gerade waren wir in die empfohlene Straße eingebogen, da winkte uns ein entgegenkommender Autofahrer aufgeregt zu. Wir kurbelten die Scheibe hinunter. „Ein Männlicher Löwe, er kommt direkt auf euch zu! Stellt euch schnell an den Rand, damit ihr nicht im Stau stecken bleibt!“ rief er uns zu. Das taten wir auch, und schon sahen wir den Löwen lässig heranspazieren. Wahnsinn!!!
    Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Wir würden heute noch viele Löwen sehen. Vom Satara Camp aus machten wir am Abend eine geführte Safari, welche in das gleich Gebiet fuhr aus dem wir gerade kamen. Diesmal sahen wir ein ganzes Pack - mindestens 4 Weibchen mit einem Männchen. Später bei Einbruch der Dunkelheit noch ein Pack, diesmal fuhren wir bis auf zwei Meter an die schläfrigen Raubkatzen heran.
    Wir sahen natürlich noch viele andere tolle Tiere, darunter Elefanten, Hyänen, Marabous, Büffel - mit anderen Worten: wir kamen den ganzen Tag nicht mehr aus dem Staunen heraus.
    Die Nacht verbrachten wir im Satara-Camp, eingehüllt in die Geräusche der Wildnis.
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  • Day143

    Africa on Foot

    March 25 in South Africa

    Morgens um sieben stolperten wir aus dem Bett und machten uns ohne Frühstück auf den Weg. Wir hatten nämlich noch fast sechs Stunden Fahrt vor uns, bis wir bei unserer Unterkunft "Africa on Foot" im Klaserie Private Nature Reserve ankommen würden und dort war ab 14:00 Uhr Programm angesagt. Das Camp und das Reservat liegen im so genannten "Greater Kruger". So werden die privaten Naturreservate bezeichnet, welche direkt neben dem Krüger Nationalpark liegen und sich ohne Zäune an diesen anschließen.
    Wir machten unterwegs diverse Stops, unter anderem dem fruchtlosen Versuch geschuldet an einem Sonntag eine Flasche Wein zu kaufen, was in Südafrika trotz geöffneter Supermärkte eine schwere Aufgabe ist. Am Ende kamen wir um fünf Minuten vor zwei im Camp an und es wurde quasi direkt nach unserer Ankunft das Mittagessen serviert.
    Außer uns gab es noch acht weitere Gäste in dem kleinen Camp: Ein wortkarges, langweilig wirkendes deutsches Ehepaar Mitte fünfzig und eine lustige Truppe Dänen mit einem einem befreundeten Südafrikaner. Vor allem mit den älteren Semestern aus der Dänentruppe verstanden wir uns blendend und nachmittags, beim Bierchen am Pool wurde allerseits viel gelacht.
    Am späten Nachmittag war es dann soweit: Unsere erste Safari! Das lustig aussehende Safari-Gefährt war nach oben hin offen, hatte einen Vierradantrieb, 12 Sitze und noch einen vorne angebauten Sitz für den "Tracker", welcher nach den Tieren Ausschau halten sollte, während der Ranger sich auf das Fahren konzentrierte. Wir waren drei Stunden unterwegs, inklusive einem Stop für den Sundowner mit Cocktail nach Wahl. Es war wahnsinnig schön! Wir beobachteten eine Herde Elefanten aus der Nähe, sahen Zebras, Impala, Warzenschweine und eine Herde Büffel. Absolutes Highlight war jedoch eine elegante Leoparden-Dame welche es sich mit ihrem erbeuteten Impala auf einem Baum bequem gemacht hatte. Wir fuhren ganz nah heran, um das schöne Geschöpf ausgiebig zu bewundern und folgten ihr schließlich noch an den Fluß. Sie war offensichtlich sehr durstig von ihrem Mahl und ließ sich von uns absolut nicht ablenken. Leoparden verbringen meist drei Tage mit ihrer Beute auf einem Baum, bis diese ganz verzehrt ist.
    Zurück im Camp gab es ein leckeres Abendessen. Zwischendurch gab es einen kleinen Aufruhr als sich eine Hyäne in die Küche schlich. Das Tier wollte wohl beim Kochen helfen aber die Köchin vertrieb es mit lautem Topf-Schlagen.
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  • Day142

    Auf Richtung Krüger-Nationalpark

    March 24 in South Africa

    Der Himmel war grau und kein Windhauch spielte in den Bäumen. Es gab geinen Grund früh aufzustehen. Wir vertrödelten den Vormittag mit Frühstücken und Packen. Gegen Mittag verabschiedeten wir uns von Gavin und machten anschließend kurz Halt am Calypso Bay Beach, welchen wir trotz der Nähe zu unserer Unterkunft noch nicht gesehen hatten. Ohne Sonne erschien das Verweilen allerdings sinnlos und wir fuhren wenig später los Richtung Kapstadt, in der Hoffnung auf besseres Wetter und eine Mittagspause an einem netten Strand mit Aussicht auf den Tafelberg.
    Als wir anderthalb Stunden später in Blouberg Nähe Kapstadt ankamen war noch immer keine Sonne in Sicht. Der Tafelberg hüllte sich in Wolken und war kaum auszumachen. Wir aßen in einer von Gavin empfohlenen Burgerbude am Strand und nach dem Lunch war endlich der leuchtende Ball am Himmel zu sehen. Wir hatten noch eine halbe Stunde Zeit, den wir mit Kaffee und Eis am Strand verbrachten, dann mussten wir zum Flughafen fahren und den Mietwagen nach 2100 km wieder abgeben.
    Für Michael ging es zuerst los, zurück nach Berlin. Zwei Stunden später ging dann auch unser Flieger nach Johannesburg, wo schon der nächste Mietwagen auf uns wartete.
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  • Day141

    Zurück nach Langebaan

    March 23 in South Africa

    Da für heute Nachmittag wieder vernünftiger Wind angekündigt war, verbrachten wir noch einen recht entspannten Vormittag in Kapstadt und fuhren nach dem Lunch an der Waterfront wieder zurück nach Langebaan an der Westküste.
    Als wir um halb vier am Strand ankamen und uns der Wind kräftig ins Gesicht pustete gab es für Michael und Lennart kaum ein Halten mehr. Leider mussten sie Gavin im Gewusel aus Surfern und Drachen erstmal finden, um an das Material zu kommen aber davon ließen sie sich auch nicht lange aufhalten und schon ging es hinaus aufs Meer. 
    Es war ein wahnsinnig toller Nachmittag zum Kiten und die beiden Surfer hatten viel Spaß auf dem Wasser. Der Wind legte nach einer halben Stunde sogar noch einen ordentlichen Schlag zu. Die Kites von Michael und Lennart waren von Anfang an eher etwas zu groß gewählt, weil es eigentlich weniger werden sollte und als der Wind auffrischte blieb den beiden nichts anderes übrig als sich vorsichtig mit den wildgewordenen Drachen ans Ufer zu kämpfen. Zum Glück hatte Gavin auch noch kleinere Kites dabei, aber das Auf- und Abbauen des Materials war natürlich eine unerwünschte Unterbrechung der Zeit auf dem Wasser. Als die Ersatzdrachen erstmal aufgebaut waren lief allerdings tatsächlich alles wie geschmiert. Der Wind blieb und die beiden Kitesurfer hatten bis zum Sonnenuntergang noch genug Zeit sich auszupowern. 
    Jana, welche die beiden euphorischen Wassersportler heute nur als Fotografin begleitet hatte, erklärte sich bereit zur Feier des Tages eine Hack-Zucchini-Pfanne zu zaubern. Kaum in der Unterkunft angekommen musste sie allerdings feststellen, dass die runden Zucchinis gar keine waren, sondern eigentlich grüne Kürbisse. Überraschung!!! Geschmeckt hat es trotzdem und nach dem Essen saßen wir noch lange mit Gavin und den anderen Hausbewohnern bei Wein, Sekt und Gesprächen beisammen.
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  • Day140

    Auf dem Tafelberg

    March 22 in South Africa

    Da der Windgott uns heute nicht hold war beschlossen wir, heute mal einer anderen Sportart nachzugehen. Wir fuhren den ganzen Weg zurück nach Kapstadt, um den Tafelberg hinaufzuwandern. Am Fuße des Berges angekommen wandten wir der Seilbahn den Rücken zu und stiegen die „Platteklip Gauge“ hinauf. Im Nachhinein ein ziemlich undankbarer Weg. Er besteht zum größten Teil aus großen Steinstufen, welche fast schnurgerade den Berg hinauf führen und die Aussicht ist ähnlich wie die, welche man von oben hat, nur eben weniger weit...
    Auf jeden Fall war der circa 90 minütige Aufstieg ein super Training. Man könnte fast sagen: Der Weg war „total für den Arsch“ ;) Immerhin können wir jetzt sagen, dass wir den Tafelberg aus eigener Kraft bestiegen haben und 100 Rand pro Nase haben wir auch gespart. Allen die vorhaben den Berg zu besteigen empfehlen wir aber einen anderen Aufstieg. 
    Oben angekommen liefen wir zu mehreren Aussichtspunkten und genossen die, an diesem Tage fantastisch weite, Aussicht. Wir aßen noch ein am unteren Ende der Genuss-Scala angesiedeltes Stück Pizza und fuhren anschließend mit der Seilbahn den Berg hinunter. Interessanterweise drehte sich der Boden der Seilbahn sobald sie losfuhr, so dass potenziell jeder der zusammengepferchten 60 Insassen einen Guten Rundblick bekam.
    Für den Abend hatten wir drei Plätze am gut bewerteten „Social Table“ reserviert. Das Restaurant gehört einer dänisch-stämmigen Köchin, welche sich für ihre Räumlichkeiten ein einzigartiges Konzept ausgedacht hat. Alle 18 Plätze für die Restaurantbesucher befinden sich an einem zentralen Tisch, eine Karte gibt es nicht, dafür ein festgelegtes 5-Gänge Menü mit Weinbegleitung, welches allen Gästen gleichzeitig serviert wird. Außerdem werden alle Besucher des Restaurants dazu ermutigt, sich mit allen anderen am Tisch zu unterhalten. Worauf wir am Anfang eigentlich keine Lust hatten, war am Ende sehr interessant und die Zeit mit fantastischem Essen, ungewöhnlichem Wein und unbekannten Gesichtern verflog im Nu.
    Die Besitzerin des Restaurants, Julia Hattingh setzte sich am Ende noch mit einem Glas Wein mit an den Tisch und beantwortete geduldig die Fragen ihrer Gäste. Insgesamt ein sehr interessanter Abend.
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  • Day139

    Wind

    March 21 in South Africa

    Heute gab es Wind. Sowohl Lennart und Michael als auch Jana konnten ihre Fähigkeiten beim Kitesurfen verbessern. Die ersten beiden wieder mit der Hilfe und dem Material von Gavin, Jana entschied sich hingegen heute für eine andere Schule, in welcher Kitelehrer ausgebildet werden und die (Privat-)Stunde nur die Hälfte kostet. Mit Hilfe von zwei abwechselnden Lehrerinnen, Robin und Shannon, schaffte sie es heute ihre Kite-Kontrolle spürbar zu verbessern und zischte schon fleißig übers Wasser, allerdings ohne Board. Das Stichwort des Tages war bei ihr „Bodydragging“, wobei man sich vom Drachen durchs Wasser ziehen lässt und dabei Manöver mit dem Kite übt. Als Shannon am späten Nachmittag aufgeregt grinsend verlauten ließ, Jana müsse nun unbedingt sofort auf ein Brett geschnallt werden, pfiff ihr Supervisor die beiden Damen zurück. Die Unterrichtszeit war fast vorbei. Schade...
    Abends vertilgten die drei mutigen Kiter die Reste vom gestrigen Grillen. Damit war ihre Energie für den Tag dann auch aufgebraucht.
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  • Day138

    Kiten und Grillen

    March 20 in South Africa

    Erster Streich des Tages war die Fahrt zum Flughafen. Michael hatte es beim zweiten Versuch, trotz der eisigen Temperaturen und des Schnees auf den Landebahnen, aus Deutschland herausgeschafft.
    Der Nachmittag war wieder dem Kitesurf-Sport gewidmet. Kaum waren wir mit Michael bei unserer Unterkunft angekommen, hatte unser Gastgeber Gavin die beiden Männer auch schon überredet umgehend seinen geheimen Fluss-Kitespot auszuprobieren, da am Strand kein Wind war. Dritter Kiter im Bunde war Phillipp, welcher auch einen der Räume in Gavins Heim gemietet hatte. Jana begleitete die Truppe als Fotografin. 
    Kaum waren wir am Fluss angekommen und hatten die Kites aufgebaut, begann auch hier der (thermische) Wind nachzulassen. Lennart schaffte es noch eine halbe Stunde halbwegs erfolgreich übers Wasser zu gleiten und wurde über Funk von Gavin gecoached während Michael warten musste. Phillipp trieb derweil komplett ab und fuhr am Ende per Anhalter im Auto einer entzückten Mitt-50erin zum Treffpunkt zurück.
    Damit der etwas frustrierende Nachmittag zu einem guten Ende kommen konnte, entschieden wir uns dazu Gavins Angebot anzunehmen und veranstalteten abends gemeinsam ein südafrikanisches Grillen, hier „Braai“ (ausgesprochen wird es genau wie die Babynahrung!) genannt. Das Grillen mit Holzfeuer ist in diesem Land so populär, dass nicht nur jedes Haus eine Grillstation besitzt, sondern auch häufig öffentliche Plätze damit ausgesattet sind. 
    Wir waren eine lustige Runde von sieben Leuten und saßen lange bei südafrikanischem Wein, Fleisch und Grillgemüse in Gavins Garten, bis wir gegen Mitternacht müde und satt ins Bett fielen.
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