Morocco
Hay Nouzlin

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8 travelers at this place:

  • Day14

    Werkstatt, Volubilis & Fes

    May 2 in Morocco ⋅ ⛅ 17 °C

    Für mich war die Nacht sehr gut, habe durchgeschlafen von 20.20 bis 0640, für Maja war sie weniger gut, das Hundegebell hat sie die halbe Nacht wachgehalten.
    Pünktlich um 8 ging es los, mit vereinten Kräften haben wir Cricri in die Werkstatt geschoben und der Elektriker hat losgelegt.Schnell war die Ursache des Problems gefunden, ein schlechter Kontakt unter den Sicherungen, die auf der Batterie liegen.Ein Paar Kontakte wurden ausgetauscht und alles etwas gereinigt.Die schon in die Jahre gekomme Batterie (6,5 J) brauchte etwas Pflege ( lies, destilliertes Wasser obwohl es bei uns heisst , wartungsfrei. Nachfüllen ist ein Gefummele und bedingt Abschrauben von vielen Teilen, deshalb besser wartungsfrei) ist aber noch gut in Schuss.
    Das ganze ging gut und professionell von statten, und schnell lief unser WoMo wieder einwandfrei. Das Steuergerät wurde ausgelesen, alles iO, was nach einer kurzen Probefahrt erneut bestätigt wurde. Kosten der ganzen Übung inklusive Ersatzteile und Werkstattstunden ( und einem schönen Rabatt) grade mal 95 €. Für dieses Geld schaut sich eine Werkstatt in D ein Fahrzeug nicht mal an. Dazu gab es noch Minztee vom Wächter und lange Unterhaltung mit dem Monsieur le Directeur ( dem Filialleiter), ein extrem netter und gastfreundlicher Mensch. Er hat sich furchtbar aufgeregt,weil uns der Pannendienst ( Partner vom ADAC in Marokko, abgezockt hatte). Die Verfrachtung über 250 km hat 940€ gekostet, von denen der ADAC 300 deckt.Gemäss einem Erlass des Ministeriums für Tourismus, der solche Fälle regelt, hätte es maximal 350 € kosten dürfen. Unser Gastgeber hat Instanzen rauf und runter telefoniert und sich in unserem Name beklagt und echauffiert , dass man die so notwendigen Touristen so ausnimmt.
    Ich werde mich auch beim ADAC wegen der Qualität des lokalen Partners beklagen, es soll zumindest dem Nächsten helfen.
    Vom Ganzen nicht genug, hat der Direktor uns auch ein neues lokales Handy mit lokaler Karte geschenkt ( unsere Telekom Vertragshandys akzeptieren keine fremden SIM Karten) und anschliessend zu einem sehr guten typischen marokkanischen Mittagessen ( inkl Tajine und Grillfleisch, Oliven und Tomatensalat) eingeladen .Es war sehr lecker und das Gespräch ( französisch und teils englisch) sehr interessant und animiert.Es ging von Geschichte und Kultur, über den marokkanischen Islam bis zu den aktuellen Problemen mit der Jugend in Marokko und dem Anbau von Hanf für Haschisch im Rift Gebirge.Genau die wunderschöne Region die wir befahren hatten, und wo wir hängen geblieben sind, soll so schlimm sein, dass selbst die Marokkaner sie meiden.Die Wahrheit mag wohl dazwischen liegen, aber es war wohl gut, uns am Tag noch abtransportieren zu lassen (trotz Abzocke), wie wäre sonst die Nacht geworden......?
    Summa summarum, ein langer und erfolgreicher Tag (Cricri war ca 1030 fertig, wir erst 15 Uhr) mit sehr viel positiven Eindrücken/ Erlebnissen, die bei uns das (stark) schief geratene Bild von Marokko ein wenig gerader stellen. Hoffen es geht in diesem Tenor weiter.
    Danach ging es für ein Paar Stunden zu den sehr interessanten Ruinen der römischen Hauptstadt Volubilis.Die super erhaltenen Mosaiken beeindrucken besonders. Von da durch die Pampa und über die Berge nach Fes.
    Ziel war der Camping Diamant Vert.Die tolle Anlage wurde leider kurzfristig geschlossen ( und keiner weiss warum....) Wir stehen auf der Strasse, werden überwacht, konnten aber die Dusche nutzen und morgen früh gibt es Brötchen, alles kostenlos. Improvisation ist die Devise. Auf ein Neues.
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  • Day15

    Fes, Altstadt

    May 3 in Morocco ⋅ ⛅ 18 °C

    Treffen uns um 0930 mit einem lokalen guide ("Wafi",Elouafi Hanaf)um in die Stadt zu fahren.Wir besuchen die ältere der 2 Medinas, Fes al Bali, gegründet im 9 Jh.
    Fahren kurz durch die Neustadt und beginnen den Rundgang am Tor Bab Boujelud (Tor der Soldaten, einer von 13 erhaltenen Tore der schönen Stadtmauer), blau von aussen (weltlich), grün von innen ( Farbe des Islam, geistlich). Wir laufen viele Stunden durch das Gassenlabyrint (einige Passagen sind nur schulterbreit), weichen Maultieren aus ( nebst Handkarren, typisches Transportmittel in der Medina) sehen uralte Häuser, Tore und Balkone, mehr oder weniger gut erhalten.
    Besichtigen Klassische Highlights wie die Koranschule (Madrassa) Bou Inania, die hydraulische Uhr von 1357,die Place Nejjarine, die Zaouia ( Pilgerstätte), die Moschee Kairaouiyine von AD 860 gleichzeitig die älteste Universität der islamischen Welt (datiert AD 956), die Madrassa Attarine und vieles mehr.Unmöglich alles aufzulisten, geschweige denn es wieder zu finden.Das Beste ist es, die einmalige Atmosphäre auf einen einwirken zu lassen.
    Auch durch das Färberviertel ( hier werden Wolle, Baumwolle und Agavenseide gefärbt, die dann in den Webereien & Stickerein der Medina verarbeitet wird) und den Gerberviertel sind wir gekommen.Vom Dach der Gerberei aus dem Jahr 1100 konnten wir in die Bottiche schauen und den Arbeitern beim Gerben ( mit Wasser und Kalk und Wasser und Taubenmist-Tauben werden in der Medina für den Mist oder für Fleisch für die klassischen Pastillas gehalten) und Färben von oben zuschauen. Gefärbt wird, wie seit jeher,ohne Chemie, nur mit Naturprodukten(zB Hennafrucht für Braunrot, Mohnblüte für Rot, zermahlener Kobalt für Blau, Margaritten für Weiss, Curcumawurzel für Gelb, usw. Safran wird für edles Gelb ins Leder gerieben) und Zeit. Ein Färbegang kann 3 Tage dauern. Näturlich ging es auch durch die Lederwarenverkaufsräume( aber ohne Zwang etwas zu kaufen)
    Wir sind auch bei Teppich- und Stoffwebern und anderen Gewerken vorbei. Da der Freitag Nachmittag Feiertag ist und es hier so aussieht wie bei uns am Sonntag, liefen wir am Nachmittag durch eine ziemlich ruhige und leere Medina.Auch eine tolle Erfahrung, mit Ruhe und Zeit sich das eine oder andere bauliche Detail ungestört ansehen zu können.
    "Satt", zufrieden und müde waren wir gegen 17 Uhr wieder am WoMo.
    Fazit: bei mehr als 80 Km Gassen und Gängen ( von denen wir in 6 Std lediglich 8 Km "abgelaufen" haben) hunderten von Ständen und Läden, unzähligen Sehenswürdigkeiten, ist es ein unmögliches Unterfangen, die Medina ohne seriösem Guide an einem Tag zu besuchen. Unsereins würde dauernd verloren gehen oder an vielen Sehenswürdigkeiten gerade vorbeilaufen.
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  • Day16

    Fes nach Midelt (mittlerer Atlas)

    May 4 in Morocco ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute gibt es einen Fahrtag. Nach dem Frühstück geht es zuerst zum Carrefour einkaufen und danach über die N8 (haben eine Weile den Einstieg suchen müssen) Richtung Ifrane ( ein Touristenbergdorf auf 1650 m, sehr gepflegt) , dann über die weniger gute aber landschaftlich sehr schöne R707 Richtung N13 unterhalb von Azrou. Fahren durch schöne Wälder mit marokkanischen Zedern und durch ein Skigebiet auf fast 2000 m, verpassen dadurch aber die Berber-Affen bei Azrou weil wir zu weit südlich auf die N13 stossen. Durch sehr abwechslungsreiche ( aber grösstenteils karge Landschaft) fahren wir über das mittlere Atlasgebirge, passieren bei 2200m den höchsten Pass und erreichen den Kratersee Aquelmame de Sidi Ali ( der umringt ist von Lava Gestein) wo wir Mittagspause machen. Anschliessend geht es weiter Richtung Midelt; 20 km vor der Stadt übernachten wir im schön angelegten Camping Ksar Timnay (N 42° 45'06.1", W 004° 55'08.8") . Einige Male gewittert es kurz.
    2 Mal passieren wir während der Fahrt auf Frauengruppen, die im Fluss Wäsche und Teppiche waschen; der Samstag scheint hier Waschtag zu sein.
    Morgen ist Ramadam Beginn.Mal sehen ob und wie sich dies auf unsere Reise auswirkt. Wir fahren weiter nach Süden bis zun Erg Chebbi.
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  • Day20

    Allgemeiner Aufbruch

    May 27, 2018 in Morocco ⋅ ⛅ 14 °C

    Noch ein letztes gemeinsames Frühstück, dann packen wir alle zusammen. Sobald unsere Koffer auf dem Motorrad sind, verabschieden wir uns von den Jungs und fahren los. Die Beiden brechen danach Richtung Flughafen auf.
    Wir beide fahren über Rabat auf der Autobahn nach Fes. Nach 5 h nachmittags kommen wir an. Weil wir wahrscheinlich ein bisschen ratlos in die Gegend schauen , findet sich schon wieder Einer, der uns ein Superhotel zeigen will. Das Angebot nehmen wir an. Er fährt uns mit dem Moped voraus und wir landen in einer schmalen Gasse vor einem unscheinbaren Haus. Der Rezeptionist geht mit mir zuerst 4 Stockwerke über eine ganz schmale, steile Wendeltreppe bis zur Dachterrasse und dann wieder zurück in den 2. Stock und zeigt mir dort zu unser Zimmer. Es hat eine grosse, bequeme Couch mit vielen Polstern und einen Fernseher. Auf einer verfliesten, steilen und schmalen Stiege kommt man ins Schlafzimmer, das sich direkt ober dem Bad befindet. Von dort oben sieht man über eine Balustrade hinunter auf die Couch und durch vier Fenster in den Innenhof. Die Fenster sind mit Schmiedeeisen vergittert und von innen mit geschmückten, hohen Fensterläden zu schließen. Das ganze Riad ist durchgehend mit orientalischen Mustern verfliest. Das schaut wirklich echt stark aus. Schwach sind nur die Sanitäreinrichtungen. Alles wackelt und ist verrostet.
    Nachdem wir unsere Koffer ins Zimmer gehievt haben, wollen wir uns einen Tee vergönnen. Also rauf mit uns über 2 Stockwerke auf die Dachterrasse. Die Tochter des Hauses bringt uns in Begleitung eines kleinen Mädels den Tee. Sie setzt sich zu uns und versucht mit uns zu plaudern. Das ist schwierig, weil wir nicht französisch können. Trotzdem bekommen wir heraus, dass das kleine Mädel ihre Schwester ist und sie selbst gerade 25 ist und nicht heiraten und Babies bekommen will. Sie ist freundlich, fröhlich und sympathisch. Das Abendessen wird uns für 9 h abends versprochen. Um diese Zeit rufen jedoch die Muezzins ringsum in den Moscheen zum Gebet. Da hat keiner Zeit zum Kochen. Unsere neue Freundin erklärt uns, das wir sofort was kriegen würden, wenn die Zeremonie vorbei ist. Wir futtern zwischendurch getrocknete Datteln und Nüsse. Kurz nach Zehn ist es dann soweit: unser Abendessen ist fertig.
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Hay Nouzlin

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