Mozambique
Ponta Tofo

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17 travelers at this place
  • Day62

    Tag 62: Tofo Beach

    August 31 in Mozambique ⋅ ☀️ 24 °C

    Früh morgen geht es schon los, da ich zum Tauchen verabredet bin. Bereits um 7 sitze ich im Casa do Mar zu einem leckeren Frühstück (selbstgebackenes Brot mit selbstgemachter Maracuja-Marmelade und dazu frische Papaya und Bananen). Super lecker und direkt am Strand!

    Leider kommt kurz darauf die Enttäuschung. Da ich der einzige Gast bin, werden meine beiden Tauchgänge abgesagt. Ich bin echt traurig darüber, viel mehr als ich sein sollte und verkrieche mich dann erstmal wieder ins Bett. Ich habe keine Ahnung, was ich den ganzen Tag in Tofo machen soll. Jedes mal wenn ich das Backpackers verlasse werde ich (von immerhin sehr freundlichen) Straßenverkäufern belagert,die mir ihre Armbändchen, Kokosnüsse, Cashwes etc. verkaufen wollen. Mit tun die Menschen echt leid, ohne Touristen haben die aktuell 0 Einkommen. Dennoch kann ich nicht jedes mal etwas kaufen. Ich fühle mich teilweise richtig schlecht, wenn ich immer wieder ablehnen muss.

    Jedenfalls verbringe ich den morgen im Backpackers und vllt ein bisschen zu viel am Handy. Gegen Mittag gehe ich dann in einen Supermarkt und decke mich mit ein paar Lebensmitteln ein um immerhin selbst Frühstück machen zu können oder auch zu kochen. Später geht es in ein Restaurant und da sitze ich gute 2h zum Essen und Journaln. Das Journaln tut wahnsinnig gut und Travis hat mich echt wieder motiviert mehr zu schreiben.

    Danach mache ich einen langen Strandspaziergang, der schon fast ein Workout ist. Richtig gut für Body und Mind und ich nehme mir vor, das jeden Tag zu machen. Zurück im Backpackers geht die Sonne schon unter und ich setze mich wieder an mein Journal. Da lerne ich Louisa und Mike aus Malta kennen. Die beiden haben sich einen 4x4 mit Dachzelt gekauft rund sind damit seit 10 Monaten im Südlichen Afrika unterwegs. Wir verstehen uns prima und beschließen dann noch ein paar Bier in einer nahegelegenen Bar zu trinken. Ein sehr schöner Abend und der Tag hat sich nach der morgendlichen Enttäuschung doch noch zum guten gewendet.
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  • Day63

    Tag 63: Tofo entdecken

    September 1 in Mozambique ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute morgen wache ich auf zu einer Nachricht vom Dive Center, dass der Tauchgang schon wieder abgesagt wurde. Ich ärgere mich nur ganz kurz darüber und mache mich dann auf den Weg zu einem anderen Tauchcenter: Diversity Scuba. Dort findet auch tatsächlich ein Tauchgang statt. Leider nur 1 Tank, aber besser als nichts. Ich bin hier ja schließlich zum Tauchen her gekommen.

    Beim Tauchen lerne ich ein Pärchen aus Frankreich kennen sowie Keiko aus Japan, die mit dabei sind beim Tauchgang. Mein Diveguide Kris ist super nett und auch alle anderen am Dive Center sind super! Alles Jungs aus dem Dorf und alle super gut drauf und hilfsbereit. Ich fühle mich sofort wohl.

    Der Tauchgang ist ein Shallow Dive (15m) und wir sehen viele Oktopusse, Muränen, Rifffische, Nudibranchs und ich entdecke den kleinsten Frogfish aller Zeiten. Kris freut sich mega über den Frogfish, da er noch nie so einen kleinen gesehen hat. Die Visibility war nicht berauschend und ich habe ehrlicherweise mehr Megafauna erwartet, dennoch war das ein schöner Tauchgang. Auf dem Weg zum Tauchplatz haben wir auch einige Wale gesehen (allerdings weiter entfernt).

    Nach dem Tauchgang zeigt Kris Keiko und mir die Stadt und ein paar coole Restaurants, außerdem besorgt er mir eine SIM-Karte was echt geschickt ist hier. Keiko und ich trinken dann noch ein gemütliches Bierchen am Strand bevor wir uns auf den Weg in ein Restaurant machen. Wir gehen ins Sumi, ein excellentes japanisches Restaurant mit Dachterrasse und Meersicht. Meine Soba-Nudeln sind unglaublich lecker.

    Nach dem Essen machen Keiko und ich einen langen Strandspaziergang nach Tofinho. Dabei entdecken wir wieder einige Wale und Delfine im Wasser. Wir verstehen uns total gut und können uns über Gott und die Welt unterhalten. Das ist richtig schön und langsam mag ich Tofo immer lieber.

    Abends gibt es dann noch eine frische Papaya und ich gehe dann auch schon früh ins Bett.
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  • Day142

    Tofo- Ocean Safari

    February 4, 2020 in Mozambique ⋅ ⛅ 29 °C

    Another day, another safari. This time, we’re off out on the ocean (Indian version) from the small town of Tofo. Everyone is looking for Whale Sharks (and you are offered a free trip the next day if you don’t see any), but since we’d already seen them in Tanzania, we were on the lookout for dolphins and manta rays.

    It was somewhat ironic, then, that we had gone about 5 minutes out from shore and came across a whale shark. Not that we are complaining- they are incredible animals, and the visibility was much better this time around. Also, we had picked up a knock-off GoPro (GoAmateur?) for $38 in Maputo, so managed to get some footage. We swam with the shark for a good 15/20 minutes, and managed to get quite close.

    From the boat, we also saw a Portuguese Man of War (or Bluebottle Jellyfish). These things really pack a punch, and the tentacles trail quite far, so from then on out, I keep a vigilant eye on the surface.
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  • Day144

    Surfin’ Mozambique

    February 6, 2020 in Mozambique ⋅ ⛅ 29 °C

    Surf’s up! Apparently... We don’t know too much about surfing, so we’ve booked into a lesson. Tofo is great for beginners, as the waves are relatively small, and there are no rocks or coral to bash your head on when you inevitably take a tumble. The only annoyance is the portuguese man o’ war (bluebottle), which can drift into the bay.

    Whilst we are having our lesson, we see big fish in the waves, and small flying fish seem to emulate us by falling out of the breakers. We also keep a close eye on the ocean, hoping to spot a dolphin or two- however, given our dolphin luck, our sightings remain at 0.

    After the surf lesson, we relax to regain strength in our arms. Later, we head down to the beach , and see fisherman drag in a MASSIVE TIGER SHARK. It’s quite disturbing to see such a magnificent creature having been speared through the eye and in dragged ashore. Our friends from the hostel later see it butchered in the shade next to the beach. They ask the fisherman what it is, and he just replies “a big fish”. Sure buddy. Apparently, fishing for sharks can carry a prison sentence of 24 years, but this must not be enforced, as the shark was being cut apart on the busy, police-patrolled tourist beach. You can’t find shark meat on any menu or in any market- the only reason the fishermen kill the sharks in for the fins, which can be sold for $40, and will be sent to East Asian countries.

    It’s very disconcerting to see this practice undertaken so brazenly, but it seems that so long as the economic incentive for fins is there, the killing of sharks will continue. Reflecting on this bizzare encounter we enjoy the sunset and chow down on some fresh prawn curry.
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  • Day9

    Tofinho Beach

    March 15, 2020 in Mozambique ⋅ 🌙 26 °C

    Wir sind da... Seit mittlerweile 3 Tagen sind wie in Tofo und es ist ein Traum. Wir hausen direkt am Strand in einem mega tollen Haus. Einwenig dekadent, aber man gönnt sich ja sonst nichts.
    In Tofo gibts weniger Attraktionen als noch in Vilanculos, aber das wussten wir und sind die letzten zwei Tage Tauchen gegangen. Wir wollten Whalesharks sehen, aber bisher blieb uns das verwehrt. Denoch hatten wir mit Peri-Peri Divers 4 schöne Tauchgänge. Wir waren überrascht wie farbig es hier unter Wasser ist. TOLL. Ich habe hier meinen ersten Leopard Shark gesehen und ein mini mini SeaHorse!

    Nun sind wir jedoch mega in Sorge betreffend der Heimreise. Wir sind aktuell am schauen dass wir irgend wie noch einen Flug nach Zürich bekommen. Das heisst zwar dass wir alles frühzeitig abbrechen müssen, aber immerhin noch nach Hause kommen.

    Bleibt gesund, wichtigers gibt es im moment nicht!
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  • Day86

    Tofo Beach Life

    December 6, 2018 in Mozambique ⋅ ⛅ 31 °C

    „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“

    Wie Recht sie doch hat. Die gute alte Astrid Lindgren.

    Wir sehen das genau so und nehmen uns Zeit zum Innehalten, zum Verarbeiten der vielen Eindrücke, Bilder und Gefühle.

    Tofo ist ein kleines aufgewecktes Dorf an der Küste Mosambiks, das geradezu zum Verweilen einlädt.
    Surfen, Tauchen, Yoga, ein ewig langer Strand, frische Meeresfrüchte, tiefenentspannte Einheimische, Reisende aus aller Herren Länder, tagsüber ist es schön warm, nachts weht eine frische Brise, Palmen wohin das Auge reicht und zu alledem ist auch noch Maracuja- und Mangosaison.

    Hier lässt es sich aushalten!

    Wir wohnen in einer AirBnB Wohnung mit Blick auf den Ozean, werden jeden Morgen um 4.30 Uhr (!!) von der orangeroten Sonne wachgeküsst und genießen the sunny side of life.

    „It’s summer time!! Good morning!“ ruft uns lachend ein Einheimischer zu, der sieht, wie wir uns beim morgendlichen Strandspaziergang fast die Füße am heißen Sand verbrennen.
    Ich muss lächeln.
    Das ist genau das, was man im Dezember hören will, wenn man auf „Endless Summer Tour“ ist.

    Es ist so schön, mal wieder länger als 2 Tage an einem Ort zu sein. Viele Reisende bleiben hier (aus gutem Grund) stecken und schwuppdiwupp wird aus einem einwöchigen Urlaub schnell mal ein 3-Jahres-Aufenthalt.
    Es ist immer wieder aufs Neue faszinierend, Menschen aus anderen Ländern, anderen Kulturen kennen zu lernen.

    Da ist zum Beispiel der Kanadier Oli, der schon so ungefähr in jedem Land der Welt war.
    Da ist Arthi, eine Inderin, die in Dubai lebt und von ihrem Büro aus den Burj Kalif sieht.
    Da ist Claire, eine Französin, die ein Auslandsjahr in Kapstadt hinter sich hat.
    Da ist Elif, eine türkische Schweizerin, die so lustig lacht, dass man einfach mitlachen muss.
    Da ist Ricardo, ein Argentinier, der sich aber selbst als Halbkolumbianer sieht und die besten Dancemoves ever hat.
    Und da ist Rob, ein pensionierter Sternekoch aus England, der seit über 30 Jahren in den verschiedensten Küchen der Welt kulinarische Gaumenfreuden fabriziert.

    Und nun kommt eine Sache, an der wir merken, dass wir alt werden: anstatt mit dieser crazy Multi-Kulti-Truppe jeden Abend wild um die Häuser zu ziehen, treffen wir uns regelmäßig zum Kochen.
    Unter Rob’s Anweisungen zaubern wir beispielsweise in der schlechtesten Hostelküche das beste Meeresfrüchterisotto und einen gemischtem Salat mit - haltet euch fest - BALSAMICO (welchen er stets in einer kleinen Wasserflasche abgefüllt mit auf Reisen nimmt). Wenn es in den vergangenen drei Monaten überhaupt mal Essig im Salat gab, handelte es sich meist um sowas wie Essigessenz.

    Tofo zieht uns immer mehr in seinen Bann. Es ist so ein friedlicher und gleichzeitig aktiver Ort mit ganz viel Charme und einer großen Portion Lebensfreude. Wie passend, dass wir Felix‘ Geburtstag hier feiern.
    Nach einem belebenden Sekt- und Mangomüslifrühstück laufen wir zu unserer Tauchschule, treffen dort im Café auf unsere neuen Freunde. „Hello! Its my birthday today!” begrüßt Felix mit dem Strahlen eines Geburtstagskindes die Leute und holt sich gleich mal eine Runde Glückwünsche ab (was sich den ganzen Tag und die ganze Nacht durchziehen soll).
    Der Himmel ist stark bewölkt, der Ozean rau mit sehr kleinen Wellen.
    Denkbar schlechte Bedingungen fürs Tauchen sowie fürs Surfen. Alle am Tisch sind etwas deprimiert, einige haben sogar ihren Tauchgang für heute abgesagt.
    Felix dagegen ist in höchster Vorfreude: „Man, i am gonna have such a great dive today and the best Surf ever!“
    Die Leute schauen ihn mit erhobener Augenbraue an, schwenken ihren zweifelnden Blick auf das unruhige Meer und schütteln fassungslos den Kopf. Man merkt: Sie kennen Felix noch nicht wirklich.
    Einzig Oli lacht und meint: „Dude, I love your positivity.”

    Natürlich behält Felix Recht und trotz schlechter Bedingungen (das größte Abenteuer am Tauchgang ist eigentlich die Bootsfahrt zum Tauchspot, da wir vom Strand aus in einem Gummiboot volle Karacho gegen die Wellen raus aufs Meer schanzen müssen) haben wir einen fantastischen Tauchgang, bei dem uns sogar ein Hai, ein Oktopus und eine riesige Schildkröte besucht.

    Am Geburtstagabend treffen wir uns am „Mercado“ (dem kleinen aber feinen Ortskern) mit unserer neuen Gang und enden in der Dread-Bar. Ein offener Schuppen mit keinen Menschen, dafür riesigen Lautsprecherboxen, aus denen die Musik nur so rausscheppert.
    Techno-Wichtel Oli schließt sein Handy an und legt ein Hit nach dem Anderen auf. Tadaaaaa haben wir unsere eigene kleine Elektroparty.
    Und wir tanzen, tanzen, tanzen, bis unsere Beine schwach werden.

    Tanzen. Ich liebe es.
    Einfach die Augen schließen und die Musik fühlen.
    Tanzen verbindet wohl alle Kulturen der Welt. Einige davon haben wir uns hier in Tofo ja schon zusammengesammelt.
    Und so entsteht eines Abends (natürlich nach der täglichen gemeinsamen Kochsession) eine kleine Tanzfeier der besonderen Art: zuerst üben wir eine indische Bollywood Choreografie ein, dann versuchen wir die Hüften zu kolumbianischem Cumbia zu bewegen und hüpfen schließlich gegen den Uhrzeigersinn kreisend einen türkischen Volkstanz.

    Felix, der Vorzeigebayer war kurz davor einen Schuhplattler rauszuhauen. Aber ohne Lederhose geht das halt einfach nicht...

    Tofo mit seinem Easy-Peasy-Vibe hat uns voll und ganz gefangen. Wir können uns nicht vorstellen, jetzt nach einer Woche schon zu gehen.
    Wie passend, dass zufällig in der kommenden Woche ein Yoga-Retreat stattfindet, für das ich mich kurzerhand einfach anmelde.

    Ach wie schön dieses Spontansein doch ist...
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    Claudia Geisler

    Ich bin auch bald auf meiner Reise nach Mosambik. Vielen Dank für deinen tollen Beitrag ich freu mich schon so sehr.

    11/27/19Reply
     
  • Day103

    Tofo Beach Life 4

    December 23, 2018 in Mozambique ⋅ ⛅ 27 °C

    4 Uhr morgens (naja eher nachts) ist normalerweise nicht so die Aufstehzeit für einen Morgenmuffel wie mich.

    In Tofo ist es um diese Uhrzeit jedoch schon wohlig warm und sanft dämmernd.

    Eines Morgens schaffen wir es tatsächlich, in aller Frühe aus dem Bett zu kriechen und einen Spaziergang am Strand zu machen.
    Felix nutzt die Gunst und der Stunde, um das Meer in seiner morgendlichen Sänfte in zartem Licht zu fotografieren.

    Nach kurzer Zeit ist Felix jedoch gelangweilt von Sand, Strand und Düne.
    Jeder der ihn kennt, weiß dass seine Konzentrationsspanne bei maximal 10 Minuten liegt. Dann muss was anderes her.
    In diesem Fall bin ich das „andere“.
    Und so befinde ich mich plötzlich in einem Sunrise-Fotoshooting, welches sich der Fischermann, der auf der Düne neben uns sitzt, amüsiert anschaut.

    Aber auch ich werde nach 10 Minuten uninteressant und Felix drängelt heim. Surfen!!
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    Michaela Gut

    Böses Mädchen.

    1/29/19Reply
     
  • Day96

    Tofo Beach Life 2

    December 16, 2018 in Mozambique ⋅ ⛅ 30 °C

    Wir sind immer noch in Tofo und fühlen uns fast schon ein bisschen heimisch. Leute, die hier wohnen grüßen uns beim Vorbeifahren oder nehmen uns direkt mit, wir kaufen Obst und Gemüse bei Bernado, Brot bei Veronika, Kuchen bei Jenny und werden per WhatsApp über Happenings im Dorf informiert.

    Aufgrund des Yoga Retreats, für das ich mich spontan angemeldet habe, ziehen wir in das „Turtle Cove“. Wunderschön auf einem Hügel gelegen, mit Aussicht auf die gesamte Bucht, hat diese Unterkunft mit ihren orangenen Strohdach-Hüttchen und ihrem einladenden Yogahaus eine sehr beruhigende Wirkung.

    Alle anderen Teilnehmer, inklusive der Yogalehrerin Mel Castleman, kommen aus Johannesburg eingeflogen.
    Nun heißt es jeden Morgen von 6.30 Uhr bis 8.30 Uhr und jeden Abend von 18 Uhr bis 19.15 Uhr die Muskeln und den Geist stärken.
    Ich habe mich schon darauf gefreut, die Tage ruhig anzugehen, vielleicht mit einer kurzen Meditation, ein bisschen in den eigenen Körper reinfühlen und so.
    Tja wer konnte wissen, dass Mel ihre Yogasessions immer mit knallhartem Bauchmuskeltraining beginnt. Und auch danach bleibt der Anstrengungsgrad bei Mir-tropft-der-Schweiß-von-der-Stirn-und-mein-Herz-springt-mir-gleich-aus-der-Brust.
    Mit ihrem Power-Yoga-Stil fordert und fördert sie jeden einzelnen der Teilnehmer. Mel selbst ist so unfassbar beweglich, dass man manchmal gar keinen Überblick mehr über ihre Arme und Beine hat, wenn sie die Positionen vormacht. Oft steht sie auf ihren Händen und zeigt dann mit den Zehenspitzen, die von hinten oben über ihren Kopf kommen, auf irgendeinen Körperteil. Faszinierend! Mir wird schnell klar, wieso sie eine der angesehensten Yogalehrerinnen Südafrikas ist. Vielleicht gerade deswegen hat sie einen krass hohen Anspruch. Wenn sie einen in die verknotetsten Figuren dirigiert und der ganze Körper dabei nur noch so zittert vor Anstrengung, ist man versucht, sie zu verfluchen. Weil sie aber eine unglaublich positive Ausstrahlung und eine charmant-lustige Art hat, verzeiht man ihr sofort wieder.

    Es sollte eine richtige Detox-Woche werden. Das könnte auch gut klappen, wären da nicht die kichernde Elif und der lustige Gary.
    So spaßig ein Whiskey-Savanna-Bier Abend am Pool auch ist - so inkompatibel ist das PowerYoga am nächsten Morgen. Gary packt es dann auch tatsächlich nicht, aufzustehen und schwänzt die Session. Seine Ausrede: „Sorry Mel. The Germans poisoned me!!”

    Sofern Felix nicht gerade surfen ist, macht er bei den Yogastunden mit. Viele der Mittage verbringen wir mit den Yogis am Strand.
    Und wieder mal muss ich feststellen, dass man nicht voreilig urteilen sollte. Mein düsterer Eindruck von Johannesburg hellt während dieser Yogawoche um einige Nuancen auf. Einfach weil diese Johannesburger Menschen so außergewöhnlich nett, gesellig und offen sind. Wir werden direkt von Mehreren eingeladen, sie zuhause zu besuchen und mit ihren vielzähligen Tipps schustern wir uns eine überragende Südafrika-Tour zusammen.

    Obwohl alle Teilnehmer durch und durch Südafrikaner sind, sehen sie extrem unterschiedlich aus: von Indisch und tiefschwarz über asiatisch und europäisch-weiß ist alles dabei.

    Eine Anekdote dazu:
    Der Taxifahrer: „I don’t like the police. Do you know why?”
    Gary: „Yeah of course, they’re corrupt ey. Man I am African too!”

    In diesem Moment wird mir plötzlich bewusst, wie in meinem Kopf doch immer noch irgendwo das Bild des dunkelhäutigen Afrikaners herumschwirrt. Ich dachte eigentlich von mir selbst, dass ich durch das viele Reisen und mein Studium der interkulturellen Pädagogik sehr sensibilisiert bin auf Stereotype und Klischees.

    Aber dass Gary, der bleicher ist als ich und vom Aussehen her Europäer sein könnte, genauso Afrikaner ist wie alle dunkelhäutigen Tansanier, Malawier, Sambier, Batswana und Mosambikaner, bringt mich erschreckenderweise dann doch kurz aus dem Konzept.

    Mein unbewusstes Schubladendenken irritiert mich.
    Eigentlich weiß ich ja, dass es auch weiße Afrikaner gibt.
    Aber offensichtlich bedarf es dann doch einer Reise und einer echten Begegnung mit den verschiedenst aussehenden Afrikanern, um die Schubladen im Hirn aufzumachen und umzuräumen. Wissen und Erfahren sind halt doch zwei Paar Stiefel.

    Ja. Das ist wirklich bereichernd am Reisen in fremden Ländern. Man begegnet den Einheimischen. Man tanzt ihre Tänze. Man hört ihre Musik und ihre Sprache. Man spielt ihre Spiele. Man trinkt ihre Getränke. Man schmeckt ihr Essen.

    Wir lieben es, die kulinarischen Köstlichkeiten der verschiedenen Orte, die wir bereisen, zu probieren.
    Hier in Tofo ist die lokale Spezialität Matapa. Das ist eine Soße aus jungen Maniokblättern, Kokosmilch und gemahlenen Erdnüssen, die man zusammen mit Reis serviert bekommt.
    Beim Mercado gibt es einige kleine Holzhüttchen, in denen die Mamas in riesigen Töpfen auf dem Feuer Matapa kochen, welches man dann für 50 Metical (80Cent) pro Portion kaufen kann. Es schmeckt super lecker. Felix braucht es wie immer schärfer und er bestellt bei der Mama Piri-Piri-Soße. Sie bringt stattdessen ganze Chilis. Während Felix sich ganz heldenhaft direkt einige Chilis auf sein Matapa schneidet, beäugen ihn die Mamas anerkennend.
    Schnitt. Eine halbe Stunde später. Felix sitzt mit hochrotem und angeschwollenem Gesicht da, er kann die Augen nicht mehr öffnen, weil er sich mit seinen Chili-Fingern gerieben hat. Die Frauen schmunzeln mittlerweile und schauen ihm amüsiert beim Schwitzen zu. Als es immer schlimmer brennt, kommt eine Mama zur Hilfe und meint, ich soll ihm mit meiner Wasserflasche die Augen auswaschen.
    Das hilft - der Brand wird gelöscht und Felix kann bald wieder sehen. Puh, was für eine Aufregung beim Mittagessen.

    Da wir nun schon fast drei Wochen in Tofo sind und es steil auf Weihnachten zugeht, werden hier die Palmen mit Lichterketten verziert, kitschige Plastikchristbäume herausgezogen und natürlich „Last Christmas“ aufgelegt.

    Einen Tag vor Heilig Abend verlassen wir dann diesen magischen Ort und mit ihm unsere lieb gewonnene lustige Elif.

    It’s time to move on...
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  • Day133

    Tofo

    March 3, 2017 in Mozambique ⋅ ⛅ 32 °C

    Heute hatte Mark den Tag für uns geplant und organisiert. Wir stellten uns den Wecker, frühstückten zusammen und warteten auf einem Jungen, der uns abholen sollte 😁 Etwas verspätet tauchte zwei kleine dunkelhäutiger Jungen auf, die Mark vertraut begrüßte. Auch uns begrüßten sie und zusammen mit ihnen fuhren wir ans Meeresufer. Da sie zu zweit waren, verstaunten wir den von ihnen mitgebrachten Proviant im Auto. Der Jüngere von beiden setze sich auf den Beifahrersitz und der Ältere stellte sich die Fahrt über auf die An-hängerkupplung und hielt sich an Marks Wagen fest 😂 Um ans Ufer zu gelangen, mussten wir einen nicht gerade flachen Seen überqueren. Aber kein Problem für Marks Wagen und so düsten wir durch das Gewässer 🙈 Wir parkten das Auto und schlenderten mit dem Proviant zu einem weiteren älteren, ziemlich kleinen dunkelhäutigen Mann, der auf uns wartete. Das Meer war ziemlich flach, sodass er mit seinem einfachen Holzsegelboot nicht direkt ans Ufer kommen konnte. Uns blieb also nichts anderes übrig als durch das Meer zum Boot zu gehen 😂 wir und alle anderen gingen mit den Kühltruhen voller Proviant zum Boot. Die Insel, die wir ansteuerten - Survivor Island - war bereits in Sichtweise. Trotzdem warnte Mark uns vor, dass die Überfahrt mindestens eine Stunde dauern wird. Kurz darauf wussten wir auch warum - nur mit einem Stock ausgerüstet und offenen Segeln bei kaum Wind setzten wir uns sehr lang-sam in Bewegung. Wir nutzen die Fahrt um uns mit allen Anwesenden zu unterhalten, uns zu sonnen und Kokosnusskekse, Früchte und Baguette zu essen 😂 da wir uns aber den heiß-esten Tag ausgesucht hatten, wurde uns nach einer guten Stunde so heiß, dass wir uns dazu entschieden die restlichen Meter zur Insel zu schwimmen 🏊 das Meer war wieder einmal überraschend klar und warm. Nach wenigen Metern Brustschwimmen, konnten wir bereits stehen. Bis zur Insel war es trotzdem noch relativ weit, da Ebbe herrschte und dadurch mus-sten wir noch eine größere Entfernung zu Fuß zurücklegen 😁 auf der Insel angekommen erwartet uns der schönsten Empfang, den ich mir vorstellen konnte: viele kleine, dunkel-häutige Kinder strahlten uns an und liefen uns entgegen 😍😍 ich entdeckte eine kleinen Junge, der mich mit großen Augen anblickte. Ich bot ihm meine Hand an und zusammen gingen wir Hand in Hand ins Dorf. Der Sand auf der ganzen Insel war sehr dunkel, fast schon schwarz. Der kleine Junge fing an zu weinen, da er ohne Schuhe unterwegs war. Kurz entschlossen nahm ich ihn auf den Arm und trug ihn die paar Meter zum Dorf 😊 Im Dorf hat-ten sie einen Pavillon mit Tischen und Stühlen aufgebaut, in den wir uns setzen sollten. Zu-nächst wurden wir aber von dem Familienvater empfangen, der uns herzlich begrüßte. Bei den gefühlten 40 Grad genossen wir kalte Getränke und die Kinder, die mit uns spielte. An-schließend wurde uns von einem der Jungen, die mit uns auf dem Boot waren die Insel ge-zeigt. Leider hatte sich der dunkle Sand so aufgeheizt, dass wir eher schlichen als gingen 😀 uns wurde der Fußballplatz gezeigt, eine Schule, die aber leider durch den Wirbelsturm eingestürzt ist, eine sehr kleine Kirche und eine Krankenstation, die uns mit ihren alt-modischen und provisorischen Inventar Angst einjagte 🙈 sowieso waren alle diese Gebäude sehr einfach gebaut und sehr karg eingerichtet. Es gibt keine Straßen und keinen Strom hier und die rund 850 Inselbewohner halten sich aufgrund der heißen Temperaturen überwiegend draußen auf und pflanzen selber Obst und Gemüse an. Alle Bewohner begegneten uns mit sehr viel Respekt und Freundlichkeit, nur waren sie auch immer auf Trinkgeld aus. Z.B. entdeckten wir eine Kinderschar, die mit provisorischen Instrumenten Musik machten und dazu tanzen. Als wir uns dazu stellten und die Kinder anfeuerten, stürmte eine Mutter raus, die Geld von uns für die 'Showeinlage' einfordert wollte...Die Temperaturen und der Sand waren inzwischen so warm, dass jede Bewegung extrem anstrengend war. Wir kehrten des-halb ins Dorf zurück, in dem in der Zwischenzeit für uns eine Art Buffet vorbereitet wurde: es stand Zitronenfisch, Tomatensalat, Muscheln, Pasta, Pommes und Bohneneintopf auf dem Tisch, an den wir zum Essen gebeten wurden. Der Frau, die uns bekochte wurde nicht ge-stattet, mit uns an einem Tisch zu sitzen. Und so kam es, dass wir nur mit den Herren der Familie die Gerichte genossen. Der Familienvater erzählte uns stolz, dass er 8 Kinder und 2 Frauen habe. Er verhielt sich wie ein Pascha und kommandierte jeden um sich herum herum...ein sehr unsympathischer Mann, der seinen Kinder ohne Nachfrage unsere Getränke gab, die z.T. Alkohol enthielten 😠 Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von der Familie und machten uns auf den Weg zurück zum Boot. Ich nutze die Gelegenheit abseits von dem Familienvater und fragte Mark, ob es normal sei, dass Männer in Afrika mehr als eine Frau hätten. Er sagte mir unter den dunkelhäutigen Afrikaner sei eine Frau noch wenig...
    Dieses Mal konnten wir zu Fuß zum Boot laufen ohne zu schwimmen 😁 Dieses Mal hatten wir sogar etwas Rückenwind, sodass wir deutlich schneller vorankamen 👌 wir setzen dann den Anker, um nach den sogenannten Pansy Muscheln zu suchen, die es hier geben sollte. Das Wasser war wieder einmal so flach, dass wir stehen konnten. Mit Tauchbrille und Schnorchel bewaffnet, machten wir uns auf die Suche und waren mehr als erfolgreich. Das typische an den Pansy-Muscheln ist der blumenartige Abdruck und ihre weißen, flachen Form 😍 Anschließend fuhren wir zurück, wo wir uns am Ufer von unser Crew verabschiedeten und zurück zu unserer Unterkunft fuhren 😊 diesen Tag werde ich nie vergessen. Es war einfach so ein unglaublich schöner Tag mit den einheimischen Inselbewohner und eine tolle Chance, die mozambikanische Kultur und Landschaft kennen zulernen 👌
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  • Day8

    Sonntag - DiveDay 2

    November 11, 2018 in Mozambique ⋅ ⛅ 22 °C

    Mal sehen, was der Tag so bringt. Der Sonnenaufgang war schon mal ein toller Auftakt 😎
    Update 20:30 Uhr: Heute haben wir 3 Tauchgänge gemacht. Hat alles super funktioniert. Wetter war super, Sicht unter Wasser eher mässig. Ein paar Highlights siehe unten.Read more

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Ponta Tofo