Myanmar
Yangon (North)

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Travelers at this place
  • Day62

    Streets of Yangon

    October 29, 2019 in Myanmar ⋅ ☀️ 27 °C

    Es sind die Gegensätze, die hier so spannend zu sehen sind. Völlig verwitterte Häuser, völlig verdreckter Bauarbeiter, Fahrradrikschas vor einem externen Lagerplatz von Dingen die nicht mehr in das Haus gepasst haben, das Schild beschreibt die Verhaltensregeln im Park. Der Herr an der Schreibmaschine kann etwas, was die anderen nicht können. Schreiben. Er hilft beim Ausfüllen von Dokumenten. Auch kann man sich für 100kayt auf der Straße liegen lassen.

    Auf der anderen Seite können wir mit entsprechendem Geld in wunderbaren lokalen essen, Nebengassen erkunden und gut erhaltene Kolonialbauten besichtigen.
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    Alexander Roth

    Mega- das bitte in hoher Auflösung!!

    10/30/19Reply
    Alexander Roth

    Tolle Bilder- vielen Dank!

    10/30/19Reply
     
  • Day36

    Myanmar- Yangon und Bagan

    October 10, 2019 in Myanmar ⋅ ☀️ 31 °C

    Nach 3 Nächten in Bangkok flogen wir weiter nach Yangon in Myanmar. Hier hatten wir ein Hostel für 12€ die Nacht gebucht. Die Leute waren super freundlich, leider begleitete uns aber ein strenger Geruch aus Putzmittel und Schimmel für die nächsten Tage und unser komplettes Gepäck roch ebenfalls so. Der Tiefpunkt der Gerüche waren Christinas Schuhe, die nach starkem Regen leider auch nach 3 Tagen in dem Zimmer nicht getrocknet waren und den Schimmelgeruch vollständig angenommen hatten.... Das Zimmer lud somit nicht wirklich zum Verweilen ein...

    Naja, wir erkundeten natürlich trotzdem die Stadt. Was wir direkt bemerkten: die Menschen waren sehr sehr freundlich, aber lebten aber zum Teil in großer Armut. Menschen schliefen einfach nachts am Straßenrand, Kinder spielten im Müll und wuschen sich mit Abwasser. Die Häuser sind zum Teil vom Kolonialstil geprägt, zum Teil total heruntergekommen, insgesamt ein sehr ambivalentes Stadtbild.

    Wichtigster Besichtigungspunkt war die Shwedagon- Pagode. Hier hatten wir für wenig Geld eine super interessante 2 1/2 stündige Führung mit Ye Min Tun (falls jemand nach Yangon reisen will, wir haben seine Kontaktdaten ;-)). Er erklärte uns viele interessante Aspekte des buddhistischen Glaubens und der Entstehung der Pagode. Wir waren fasziniert von dem starken Glauben der Menschen hier, die bereit sind ihr sehr wenig Hab und Gut zu teilen und herzugeben, um Mönche und noch Bedürftigere zu versorgen. Allerdings ging der Glaube unseres (sonst sehr gebildeten) Fremdenführers soweit, dass er uns erklärte, es gäbe Menschen hier im Land, die dank jahrelanger Meditation so erleuchtet und erleichtert wären, dass sie fliegen könnten ohne ein Flugzeug zu benutzen "believe it or not". Wohl eher "not", aber die vielen Rituale und Überzeugungen des Buddhismus' beschäftigten und interessierten uns sehr. Insgesamt gibt es viele unfassbare und abergläubige Handlungen hier. So sind in Yangon zum Beispiel Roller verboten und kein einziger auf der Straße zu sehen, weil einem König von einem Wahrsager vorausgesagt wurde, dass er von einem Rollerfahrer getötet werden würde....

    Nach einem leckeren und günstigen Abendessen in unserem neuen "Stammlokal", was nur dazu wurde, weil alle anderen Restaurants geschlossen hatten, besichtigen wir am nächsten Tag einen Park, in dem die verschiedenen Völker Myanmars mit ihren traditionellen Bekleidungen und Häusern gezeigt wurden. Die eigentliche Attraktion dieses Parks wurden aber schnell wir. Als einzige westliche Touristen waren wir gefühlt 2 Köpfe größer und 5 Hauttöne heller als alle anderen. So winkten uns die Kinder, liefen uns hinterher oder die Menschen schossen (wie so oft hier) Fotos von uns. Auf dem Rückweg vom Park wurden wir von 3 Taxifahrern abgelehnt bis uns unser neuer Kumpel Soi hinterherlief (auch seine Kontaktdaten haben wir :D). Er war super günstig und freundlich und fuhr uns von da an überall hin, wenn wir ein Taxi benötigten. Die 1-stündige Taxifahrt zum Flughafen kostet mit ihm zum Beispiel nur 5€. Christina hatte sogar ein paar ganz besondere Gespräche mit ihm, da er nachts um 2 angerufen hat, weil er vorher geschlafen hat und die Fahrt zum Flughafen bestätigen wollte oder einige Tage nach dem Aufenthalt um zu sagen, dass er einen verpassten Anruf hatte, was er aber zunächst mit "somebody missed a phone" ausdrückte.... Englisch ist hier wirklich noch eine sehr große Baustelle.

    Wir flogen dann weiter nach Bagan, zu unserem Schock mit einer Propellermaschine. Nach meiner ersten Todespanik, ergaben sich aber spektakuläre Ausblicke auf das Land und die Wolkengebilde, da Maschine einfach nicht sehr hoch fliegen kann. Am Flughafen angekommen, wurde unser Gepäck einfach von 3 Männern reingetragen und man musste sein Flugticket vorzeigen, um es an der Türe zum Rollfeld abholen zu dürfen.

    Wir "mussten" leider in Bagan ein Luxushotel für 56€ die Nacht buchen, da alle Unterkünfte ausgebucht waren, weil zu dieser Zeit ein traditionelles Lichterfest, das Thadingyut-Fest, stattfand. Ärgerlich ums Geld, aber schön fürs Wohlbefinden, denn so genossen wir 3 Tage lang super gemütliche Betten, einen Pool und leckeres Essen. Am ersten Tag bewunderten wir auch direkt die vielen Kerzen, die zu Tausenden von Mönchen und Einwohnern vor den Tempeln und an den Häusern angezündet wurden und die Orte in ein rötlich schimmerndes Lichtermeer verwandelten. Aber auch hier waren wir oft wieder die einzigen westlichen Touristen und unsicher, ob wir die Tempel überhaupt besuchen dürften. Wir schlossen uns unbemerkt einer chinesischen Touristengruppe an und sahen toll beleuchtete Stätten und kleine Mönche, die sich einen Spaß daraus machten, hinter uns kleine Silvesterböller zu zünden und sich unfassbar freuten, wenn wir uns erschraken.

    Der nächste Tag hielt einige Abenteuer bereit und erst hinterher konnten wir über meine Missgeschicke lachen :D wir machten eine 10-stündige E-Bike Tour durch die einzigartigen Tempelanlagen, die aus insgesamt fast 3000 Tempeln besteht, mit Thidar (falls jemand die Kontaktdaten benötigt...). E-Bike bedeutete in unserer Welt ein Fahrrad mit Motor, morgens stellten wir allerdings panisch fest, dass es sich um elektronische Roller handelte und wir beide sind zuvor noch nie Mofa gefahren. Die Aussage des Rollerverleihers "No driver's license needed, no insurance have, costs 450€, it's from China", stärkte unser Vertrauen nicht wirklich, aber Thidar fuhr hochmotiviert los und wir begaben uns als gefühlte Harley Davidson Biker auf die Straßen. Zum Glück passte mein Helm farblich zum T-shirt, was das Bild abrundete.

    Thidar war top informiert und wir erfuhren viele Informationen über die Geschichte der Tempel. So gehören ganze Tempelanlagen zu einer Familie und Vater, Mutter und Sohn haben Tempel in der Nähe voneinander. Natürlich gab es in der langen Geschichte der Tempel auch schwarze Schafe. Ein König tötete zum Beispiel seinen Vater und seine älteren Brüder, um die Macht an sich zu reißen. Zur Krönung tötete er auch noch seine Frau aus Sri Lanka und wurde daraufhin vom König Sri Lankas umgebracht. Das nennt man dann wohl Karma.

    Mal abgesehen von der Bildung, die wir dank Thidar erhielten, folgte für mich eine Katastrophe der nächsten. Es began schon damit, dass meine viel zu kurze asiatische Hose ständig an mir klebte, da es so heiß war. Trotzdem bat ich Thidar ein Video von uns auf den Mofas zu drehen. Hochmotiviert fuhr ich los, strahlte in die Kamera, Christina fuhr geradeaus, ich rechts Richtung Mauer, plötzlich hörte ich das Reißen meiner klebrigen Hose, guckte nach unten und stürzte mit ca 1km/h mit dem Roller. Als rotfarbener unglücklicher Haufen saß ich im Sand neben dem Roller und alles war auf Video. Zum Glück ist außer ein paar Schrammen nichts passiert. (Wer das Video sehen möchte, kann uns gerne kontaktieren :D)

    Wir begaben uns auf die langwierige Suche nach einer neuen einfarbigen Hose ohne Elefantenmuster, die am Ende natürlich auch viel zu kurz war und weiter ging es. Aber dann schon das nächste Drama: ich stand rum und folgte Thidars Erklärungen als ich plötzlich einen stechenden Schmerz bemerkte, Gänsehaut bekam und anfing zu heulen, weil mir eine Hornisse in den Kopf gestochen hatte. Die Einheimischen brachten mir Eistücher und während ich weinend am Rand eines Tempels saß, kam auch noch ein kleiner Junge und zeigte mir mitleidig, dass er auch vor Kurzem von einer Hornisse in den Arm gestochen worden war. Ich nickte nur leidend und dachte mir: "Typ, bei mir ist vielleicht der Kopf betroffen!!!"

    Nach einer kurzen Pause mit köstlichem (ernstgemeint!) Tomatensalat mit Erdnüssen ging es weiter. Und dann wirklich der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte: als ich zum gefühlt 100. Mal meine Schuhe und Socken vor einem Tempel aus und wieder anziehen musste (nervig!!!!) Ist auch noch die zweite Hose gerissen und meine Laune war auf dem Nullpunkt, so dass Christina nicht mehr traute, mich anzusprechen.

    Mit vielen tollen Eindrücken, aber dreckig, verletzt und genervt ging es zurück zum Hotel und natürlich mieteten wir die E-Roller auch noch alleine für den nächsten Tag - wir lieben das Risiko :D im Hotel ging ich erstmal duschen und hörte schallendes Gelächter als Christina sich die Videos ansah und im Nachhinein muss ich auch jedes Mal lachen, wenn ich die Aufzeichnungen des Unglücks sehe.

    Am nächsten Morgen standen wir dann verrückterweise um 4:30 Uhr auf, weil wir den Sonnenaufgang inklusive aufsteigender Ballons sehen wollten. Unsere heimliche Hoffnung, dass es regnet und wir "leider" so früh nicht fahren konnten, wurde enttäuscht und so begaben wir uns im Dunkeln alleine mit unseren Mofas auf die Suche nach dem Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang. Aber auch hier hatten wir kein Glück: der Wind war zu stark und es flogen keine Ballons, so dass wir enttäuscht zurückfuhren. Immerhin waren wir mittlerweile so sichere Biker, dass wir die umliegenden Dörfer am Tag auf eigene Faust erkundeten und ohne Verletzungen zurückkamen.

    Wir ließen den Abend in einem weiteren Stammlokal ausklingen, in dem wir ein nettes deutsches Pärchen trafen, mit dem wir uns in Thailand für einen späteren Zeitpunkt wieder verabredeten.

    Am nächsten Morgen ging es in aller Frühe zurück zum Flughafen, in die Propellermaschine und auf nach Ngapali- erstmal etwas Strandzeit genießen.
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  • Day1

    Myanmar

    September 10, 2019 in Myanmar ⋅ 🌧 25 °C

    Taking the first of many photos at Heathrow, Jaski and I start our adventure! We flew to Bangkok for a quick layover (and stated our 2nd day of travel) before changing planes, giving us a bird's eye view of the never-ending sprawl of Bangkok. The trip has truly started as we landed late at night in Yangon and got our first view of the Sule Pagoda. Found some dinner at a local BBQ restaurant, which seem to close early here.Read more

  • Day108

    ein paar weitere Eindrücke in Yangon

    January 24, 2020 in Myanmar ⋅ ⛅ 30 °C

    Wir wollen heute den Nachtbus zum Strand nehmen. (Wir hoffen einfach mal, dass dieser angenehm sein wird). So nutzen wir noch den ganzen Tag um die Stadt etwas besser kennenzulernen.

    Fuhren zum Beispiel ein paar Stationen mit dem Zug. Viele Einheimische nutzen diesen täglich. Man könnte es fast Verkaufsfahrt nennen😅☝️. Nach und nach laufen Verkäufer mit den unterschiedlichsten Dingen durch den Zug und bieten laut sprechend ihre Ware an. Eier🥚🥚, Äpfel🍎🍏, Mandarinen🍊, Tofusalat🥗, gebratene Nudeln🍜 Mangos🥭, Reiskekse🍙, Betelnuss zum Kauen, Wasser,🥤 Brillen 👓🕶, Eis🍦🧁, sogar Madratzen 🤦‍♀️🤣🤣.. Also falls man mal irgendwas dringend kaufen möchte, einfach in den Zug steigen, Irgendjemand bietet es bestimmt an😂😅

    In der Nähe der großen Pagode sieht man ebenfalls viele Verkaufstände..hier kann man sämtliche Opfergaben, wie z.B. Blumen und Buddha Statuen kaufen🌷⚘. Viele Menschen tummeln sich hier, darunter sind, würde ich sagen, mehr Mönche und Nonnen, als Touristen zu sehen.☝️

    Myanmar ist ein sehr buddhistisches Land. Ich würde sagen, es wird hier noch stärker ausgelebt, als in den anderen bisher besuchten asiatischen Ländern. Es dreht sich alles um Spenden und Opfergaben, um gutes Charma zu erhalten.

    Vielleicht ist es euch schon im Text oder Bild aufgefallen..hier tragen nicht nur Frauen, sondern auch viele Männer die traditionellen Longhi's. Gehört einfach dazu...☝️😊 Wobei es für den Buddhismus kein Muss ist. Alles freiwillig.
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  • Day19

    Myanmar: Yangon Nunnery and Monastery

    March 8, 2020 in Myanmar ⋅ ☀️ 86 °F

    Children from farm homes who have financial hardship from age 7 to 15 are excepted to this Nunnery and Monastery and receive a good education with all subjects including English. They are well taken care of and extremely polite. They eat breakfast and lunch and meditate and do school work. Most return to their villages and only a few select to devote their life to the nunnery or monastery.Read more

  • Day361

    Dreissig Jahr, blondes Haar

    January 12, 2019 in Myanmar ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir blicken noch ein Mal wehmütig zur Insel, bevor uns das Speed-Boat auf einer äusserst holprigen Fahrt zurück ans Festland bringt. So holprig, dass einige schwache Menschen in Tüten brechen und alles und jeder nass wird. Unsere ungeschützten Taschen auch. Buuuh. Ich will sofort zurück auf die Insel. Sue auch. Ich und meine Tasche sind klatschnass und pissed. Aber nicht lange. Einerseits scheint die Sonne und andererseits ist unser aktuelles Leben einfach zu grossartig und spektakulär. Finde ich. Sue auch.

    Nach einer unspektakulären Übernachtung in Surat Thani, fliegen wir über Bangkok nach Yangon (aka Rangun fka Daton) in Myanmar (fka Burma). Dieses Myanmar ist wirklich anders. Das fällt schon im Taxi vom Flughafen zu unserer Bleibe auf. Im Gegensatz zu allen anderen asiatischen Städten, gibt es in Downtown Yangon keinerlei Mopeds. Das sei der Polizei vorenthalten, was sich doch eher katastrophal auf die Stausituation auswirkt. Lustige Regel. Ausserdem herrscht in Myanmar Rechtsverkehr und der Fahrer ... hm, der sitzt auch rechts. Das braucht einen Moment, aber dann wird schnell klar, so kennt man das noch nicht. Nirgends fährt man auf der Seite, auf der man auch sitzt. Nirgends. Ausser hier. Einigen meiner Freunde dürfte das zwar gefallen, aber für meinen Geschmack ist das ganz schön viel rechts. Grund für das rechte Doppelpack ist aber kein politisches Statement. Zum Glück. Vielmehr wurde nach dem Militärputsch Anfang der Siebziger spontan und nach amerikanischem Vorbild - bitte nicht dem Donald sagen, sonst glüht Twitter wieder vor falschem Stolz - auf Rechtsverkehr umgestellt, während alle Autos nach wie vor auf Linksverkehr ausgelegt sind und neue Autos auch weiterhin vornehmlich aus asiatischen Nachbarländern mit Linksverkehr importiert werden. Sagt das Internet. Die Folge? Viele Unfälle. Aber das würde der olle Donald sicher auch den Demokraten in die Schuhe schieben. Irgendwie.

    Ansonsten ist Myanmar wie Thailand vor dreissig Jahren. Zumindest habe ich den Spruch die Tage und Wochen vor unserer Ankunft oft gehört. Zu oft. Meist von Gleichaltrigen oder Jüngeren. Als ob die wüssten, wie Thailand vor dreissig Jahren war. Ich kann den Scheiss nicht mehr hören. Alle am Gehörtes nachplappern oder Müll labern. Egal, Myanmar ist tatsächlich wie Thailand vor dreissig Jahren. Laut, dreckig, stinkig, mit viel Leben auf der Strasse und die grosse Mehrheit kleidet sich noch immer traditionell und schmiert sich geriebene Baumrinde ins Gesicht. So, wäre das geklärt.

    Wir sind ein Mal mehr mittelmässig bis gar nicht vorbereitet. Soll heissen, wir haben lediglich die ersten zwei Übernachtungen gebucht und sonst noch keinen Plan. Das ändern wir zwei Planungs-Genies mit Hilfe unserer Smartphones und dem allwissenden Internet aber ziemlich rasch und unkompliziert. Mit dem Zug nach Kalaw, 3-Tages-Hike zum Inle Lake, mit dem Bus nach Bagan und dann mit dem Schiff nach Mandalay, von wo wir in zwei Wochen nach Indien weiterreisen. Nice! Aber da Myanmar bekanntlich wie Thailand vor dreissig Jahren ist, wollen die Zug-Tickets für den Folgetag nicht im Internet sondern am Bahnhof gekauft werden. Na dann nichts wie hin. Dort angekommen teilt man uns unverblümt mit, dass der Zug bereits voll beziehungsweise nur noch ein einziger Sitzplatz frei ist - der Schlafwagen ist schon lange ausgebucht. Verdammt. Für einen kurzen Moment will ich den letzten Platz für mich erwerben - Plan ist Plan, ich habe die Kohle im Sack und die kleine Sue ist ja mittlerweile gross genug um für sich selbst zu sorgen (Dreissig wird sie dieses Jahr schon!! Und genau, als sie geboren wurde war Thailand wie Myanmar heute) -, bleibe dann aber doch der beste Freund der Welt und verzichte uneigennützig. So bin ich eben. Leider.

    Da der eben entworfene Plan bereits wieder im Arsch ist, legen wir uns nach einigen Frustkäufen - darunter Gummibärchen - am frühen Nachmittag ins Bett und schwelgen in Hoffnungslosigkeit. Die zehn Tage auf einer paradiesischen Insel haben unsere Reiseflexibilität scheinbar arg in Mitleidenschaft gezogen. Vielleicht sollten wir nach Hause. Irgendwann raffen wir uns aber nochmals auf und lassen den dreizehnjährigen Jungen an der Rezeption einen Nachtbus für uns buchen. Situation und Plan gerettet. Von einem Kind. Lange dauert diese Reise wohl nicht mehr.

    Bevor es aber weiter nach Kalaw geht, bleibt noch Zeit für eine City Walking Tour. Wir kommen mit K. (Name der Redaktion bekannt) ins Gespräch. Neben uns die einzige Europäerin. Grund genug für ein gemeinsames Mittagessen im Anschluss. K. arbeitet in diplomatischer Mission für das norwegische Aussenministerium und beschäftigt sich mit der humanitären und gewalttätigen Rohingya-Krise im Westen des Landes an der Grenze zu Bangladesch. So soll sie in den kommenden Tagen Gespräche mit den Konfliktparteien führen und die Regierung beziehungsweise das Militär zur Vernunft bringen. Natürlich ist der Konflikt wie so viele komplexer als der erste Blick vermuten lässt und angefangen hat alles ein Mal mehr bei den Briten - verdammte Kolonialisten. Doch die militärische Grausamkeit und das scheinbar bewusste Schweigen der seit den demokratischen Wahlen 2015 so hoch gelobten Regierung um Aung San Suu Kyi ist ein scheusslicher Akt, aufgrund dessen ein Grossteil der internationalen Gemeinschaft Suu Kyi den verliehenen Friedensnobelpreis am Liebsten wieder aberkennen würde. Das wirklich interessante Gespräch wird allerdings jäh unterbrochen, als K. spontan ein Foto meiner Schulter macht. Was mich doch etwas irritiert. Mein Blick korrekt deutend, erklärt K., dass sie jeweils ihre „Begleiter“ fotografiert, die in diesem Fall am Tisch hinter mir sitzen würden. Ich bin ziemlich beeindruckt, sogar Personenschutz geniesst der skandinavische Spion. Diese Annahme findet K. allerdings ziemlich erheiternd, handelt es sich bei den Begleitern doch viel mehr um hiesige Agenten, die ausländische Diplomaten auf Schritt und Tritt verfolgen und alle ihre Aktivitäten und Kontakte dokumentieren. Klasse. Noch eine Regierung, die mich auf einer Liste potentieller Staatsfeinde führt. Danke. Kristy. Ich muss weg.
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  • Day67

    Wir freuen uns auf Myanmar...

    January 2, 2018 in Myanmar ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute ging es wieder früh los, denn unser Flug ab Bangkok Don Mueng Airport ging um 08.45 Uhr....pünktlich 2 Stunden vorher waren wir da und stellten uns in die Riesenschlange zum Check in.
    Ich nutzte die Zeit, um bei Thai Lion Air für unseren Rückflug von Myanmar über Bangkok nach Surathani noch Gepäck dazu zu buchen, was problemlos für 10 kg zum Preis von 350 THB ( ca. 9 Euro) ging.
    Hier erfuhr ich auch, dass dieser Flug um 4 Stunden verschoben wurde und bekam, das Angebot kostenlos auf einen früheren Flug umzubuchen. Was ich denn auch tat.
    Zwischenzeitlich war Marc schon fast dran beim Check in.....
    Eingecheckt waren wir und nun ab zur Sicherheitskontrolle, denn das Boarding sollte schon um 07.35 Uhr stattfinden....komisch, wenn wir doch erst um.08.45 Uhr fliegen.🤔
    In der Sicherheitskontrolle musste Marc sein gutes Schweizer Taschenmesser abgeben...oh nein......😔
    Im Flugzeug angekommen, ging es dann auch gleich los....30 Minuten früher als geplant......🤔?????
    Da hatten wir ja richtig Glück....🐖🍀🍀 Man sollte doch ab und an mal seinen Flug vorher checken....

    Myanmar, ehemals Burma liegt im Süden von China, Westen von Laos und Thailand und im Osten von Bangladesch ...und was wir gar nicht auf dem Schirm hatten auch im Osten/ Nordosten von Indien... Und den Einfluss des indischen Subkontinents, sahen wir sofort am Airport....die Männer trugen lange Tücher um die Hüfte geschwungen, sogenannte Longyis. Da wir nun auch weiter westlich sind, sind wir nur noch 5,5 Stunden unserer Zeit in Deutschland voraus.
    Zuerst hieß es für uns am Airport Geld holen, Myanmarische Kyat (MMK) Für einen Euro bekommt man 1680 MMK....schwierige Umrechnung.
    Danach waren SIM Karten für unsere Handys wichtig. Ich muss heute auch noch nach Deutschland telefonieren, um meinen Handyvertrag zu ändern.
    Für zwei SIM Karten für 30 Tage, eine mit 4 GB und eine mit 6 GB und Guthaben für 10 Minuten Telefonie nach Deutschland zahlen wir 23500 MMK (14,41 Euro)...richtig preiswert....

    Die ganze Zeit folgte uns schon ein freundlicher Taxifahrer, der uns für 11 USD oder 15000 MMK in unser Hotel Ruby Garden fahren wollte...und ohne uns was zu denken und ohne zu Verhandeln nahmen wir an....wir waren wohl zu müde....später erfuhren wir, dass es normalerweise nur 3500 bis 4000 MMK gekostet hätte...nun reisen wir schon so viel und haben es immer noch nicht gelernt....

    http://www.rubygardenhotel.com/

    Was auffällig ist, dass in Yangon keine Mopeds fahren....und das in Asien...Ein großer Offizier soll wohl mal einen Unfall mit einem Moped gehabt haben und daraufhin Mopeds in Yangon verboten haben.

    Nach einer Verschnaufpause in unserem Hotel wollen wir in die Stadt, um uns etwas ansehen. Wie kommen wir dahin? Mit dem Taxi.....und das Hotel ruft uns über Grab ein Taxi.
    Jetzt kommt endlich unsere schon in Kambodscha runtergeladene App zum Einsatz.
    Das Schöne daran ist, du gibst ein, wo du hin willst und du bekommst den Preis angezeigt (der immer bedeutend niedriger ist, als was dir die Taxifahrer an der Straße sagen) und wie viele Fahrer in deiner Nähe sind. Wenn du buchst, bekommst du Bescheid, welcher Fahrer die Fahrt angenommen hat mit Foto, Auto-und Telefonnummer und wo sich der Fahrer gerade befindet und wie lange er noch zu dir braucht.
    Und es sind gefühlt 80 % aller Autos hier in YangonTaxis.
    Wahnsinn.....weiß gar nicht, ob es so etwas wie Grab auch in Deutschland gibt.

    https://www.grab.com/sg/

    Was gibt es in der 5,2 Millionen Einwohnerstadt Yangon, der ehemaligen Hauptstadt, zu sehen?

    https://www.22places.de/yangon-tipps/

    - Shwedagon Pagode
    - Sule Pagode

    Die beiden Pagoden haben wir uns heute angeschaut.

    http://www.shwedagonpagoda.com.mm/

    Die Shwedagon Pagode ist sehr schön mit den vielen kleinen Pagoden um diese so große goldene Pagode, den vielen kleinen Tempeln mit verzierten Dächern und den vielen Blumen zum Teil als Pagode zurecht gesteckt.
    Und auch die Sule Pagode beim Schein der untergehenden Sonne war einfach schön.

    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Sule_Pagoda

    Da wir neugierig waren, schauten wir uns die nahegelegene Shopping Mall auch gleich mal an und waren ziemlich überrascht dort ein sehr ansprechendes und gutes italienisches Restaurant als auch einen Supermarkt, indem es an westlichen Produkten an nichts fehlte, vorzufinden....

    Wir sind denn noch ein bißchen durch die Straßen zum Fluß runtergeschlendert und waren am Ende des Tages auch ganz schön geschafft.
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    Porzellan

    Wir wünschen weiterhin gute Reise

    1/2/18Reply
     
  • Day183

    Yangon - die Stadt ohne Mopeds

    August 7, 2018 in Myanmar ⋅ 🌧 26 °C

    Der Nachtbus brachte uns sicher nach Yangon, unser letzter Stopp im wunderschönen Myanmar. Yangon ist die grösste Stadt des Landes und zählt um die 5 Millionen Einwohner. Was hier jedoch anders ist als im Rest des Landes: eine frühere Regierung verbot, nach mehreren Unfällen, Mopeds in der ganzen Stadt. Es gibt also nur Autos und Busse hier - ihr könnt euch das Chaos bestimmt vorstellen. Naja, wir müssen ja nicht alles verstehen. 🤷‍♂

    Es gibt nicht wirklich viele Highlights in der City, sie erinnerte uns ein wenig an Ho Chi Minh City in Vietnam, auch da konnten wir uns irgendwie nicht anfreunden. Nichtsdestotrotz verbrachten wir einige Tage in Yangon und besichtigten die alten, britischen Kolonialgebäude, die Schwedagon Pagode, den Kandawgi Park und tuckerten mit dem Circular Train einmal rund um die Agglomeration.
    Die Schwedagon Pagode ist eine der wichtigsten, grössten Pilgerstätte der Burmesen und besticht durch das Funkeln des verbauten Goldes (tausende von Kilos anscheinend) und Edelsteinen.

    Das Wetter zwang uns, es etwas ruhiger anzugehen. Meist setzten die starken Niederschläge am frühen Nachmittag ein, so dass wir uns jeweils zeitlich wieder in die Unterkunft zurückziehen mussten. Glücklicherweise hatten wir da unterhaltsame Zimmergenossen aus aller Welt. :-)
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  • Day60

    Back to Yangon

    October 27, 2019 in Myanmar ⋅ ☀️ 29 °C

    Zur Abwechslung einmal mit dem Tag Bus geht es für knapp acht Stunden wieder von der Küste und dem Traumstrand zurück nach Yangon. Fühlt sich schon fast an wie nach Hause kommen. Wir steigen wieder im schönen hood Hostel ab.

    Wie immer kann man die vielen besonderen Eindrücke nicht mit Fotos adäquat festhalten. Wir fahren Kilometer lang durch dicht bewaldeten Jungle. An der Seite befinden sich vereinzelte Holzhütten auf Stelzen. Kurz vor Yangon befindet sich ein riesiges Slum, wo die Menschen in Baracken zwischen Müll und schmutzigen Gewässern hausen.

    Besonders eindrucksvoll sind auch immer die Raststationen. Hier weden Nahrungsmittel in unterschiedlichem Geschmacks- und Gefahrengrad angeboten.
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  • Day68

    Yangon ehemals Rangun

    January 3, 2018 in Myanmar ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute haben wir nach einem etwas gewöhnungsbedürftigen Frühstück und vor unserer Fahrt in die Stadt ein paar Buchungen für unsere weitere Reise erledigt.....

    Den Karaweik Palace, ein Wahrzeichen von Yangon, und den liegenden Buddha wollten wir uns heute ansehen.
    Der liegende Buddha, war mit seinem Porzellangesicht und seinen 70 m Länge schön und imposant anzuschauen. Und schöne Füße hat er auch noch.
    In der Pagode gab es aber noch so viele andere sehr fantasievolle Figuren....man könnte fast meinen, die Filmemacher von Fantasiefilmen holen sich hier ihre Inspirationen.
    Der Karaweik Palace befindet sich auf dem Kandawkiysee in einer Parkanlage und man kann dort Buffett Essen und sich traditionelle Tänze ansehen.

    https://karaweikpalace.com/

    Yangon hat so viele Gegensätze..... Einerseits hochmoderne saubere Shopping Malls, hübsche Pagoden und Tempel, Seen und Grünanlagen in der Stadt, alles hübsch beleuchtet.....und dann wieder graue triste Wohnhäuser, dunkle Straßen ohne Beleuchtung, Dreck, Schmutz und Abfall....
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You might also know this place by the following names:

Yangon (North)

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