Namibia
Dorado Park

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.
Add to bucket listRemove from bucket list
Travelers at this place
    • Day34

      Till

      August 16, 2021 in Namibia ⋅ ☀️ 24 °C

      Bon, c'était sa journée ... Quand tu vois ton prénom défiler sur un panneau, c'est trop la classe !!! Surtout quand tu es habitué à ne jamais le voir sur des tasses ou des bracelets 😬.

      On relève ensuite le défi des potes ... Till doit se prendre en photo devant 5 trains différents ... Trop fasse 😘 (merci le musée du train !) ... Bise spéciale pour Jules !

      Pourtant la journée n'avait pas bien commencé. On reçoit la visite de la proprio de l'hôtel a 10h pour nous dire que nous devons partir à 11h30 car la chambre n'est plus dispo 😱. Autant dire qu'on était en mode déploiement intégral (lessives + rangement des valises).
      Je suis en mode bien saoulé, heureusement qu'Elvina prend le relai ... Alors qu'elle venait de lancer la cuisson d'une carbonnade...

      On se trouve un autre appart en urgence (mieux situé et plus belle terrasse au passage 😯) et on laisse une grosse partie des affaires dans un petit local sur place ... Espérons que c'est sécurisé, on passera les reprendre demain !

      On passe le reste de la journée a organiser tests PCR/ bus/ location de camping car...
      Chaud, chaud, chaud 🥵 !
      Read more

      Traveler

      Génial!! Pour les trains. Je montre ça à Jules dès que nous le retrouvons après sa semaine chez Papy Mamie

      8/16/21Reply
      Traveler

      trop fort Till tu es le meilleur Par contre, trop facile pour le prénom. il est d origine allemande

      8/18/21Reply
       
    • Day23

      Windhoek

      November 24, 2021 in Namibia ⋅ ☀️ 30 °C

      Nach insgesamt mehr als 4000 km Strecke haben wir nun schweren Herzens unser Auto abgegeben. Die letzte Nacht in Namibia verbrachten wir anschließend in der Hauptstadt Windhoek. Von Windhoek hatten wir vorher nicht so viel Positives gehört. Wir selbst können den Eindruck auch nur bestätigen. Auf unserem kleinen Spaziergang durch die Innenstadt sind uns hier und da mal schöne Gebäude, wie die berühmte Kirche, begegnet. Generell ist es aber eine einfache afrikanische Großstadt mit wenig Charme.
      Nun sitzen wir am Flughafen und blicken zurück auf 3 Wochen Namibia, die wir so schnell bestimmt nicht vergessen werden. All unsere Erwartungen wurden in jedem Fall übertroffen. Die Natur und Tiere sind faszinierend, unsere Campsites waren total unterschiedlich und alle auf ihre Art schön, unser Dachzeit war viel größer und gemütlicher als wir gedacht hätten und besonders das viele Draußensein haben wir sehr genossen. Wir hätten definitiv noch 3 Wochen verlängern können. Aber es gibt ja immer ein Wiedersehen 😊
      Read more

      Traveler

      Mensch mensch mensch Isi und Thomas. Ich kann eure Gefühle sehr gut verstehen. Ich hatte Namibia und Südwestafrika gar nicht so auf dem Schirm als eventuelles Reiseziel, aber die Eindrücke von euren Bildern sind überwältigend. Aber auf zum nächsten Abenteuer. 😃

      11/25/21Reply
       
    • Day12

      Next stop: Windhoek

      April 23 in Namibia ⋅ ☀️ 24 °C

      Nach dem Wildlife gibt es nun ein wenig Großstadtfeeling. Ich hätte nicht gedacht, dass die Stadt so groß ist (ca. 500.000 Einwohner)…auf der anderen Seite jedoch wenig verwunderlich, da Namibia ja größtenteils aus der Wüste besteht und sich dort natürlich weniger Menschen ansiedeln.
      Nach einer kleinen Sightseeingtour haben wir eine schöne Skybar gefunden und lassen den Tag entspannt ausklingen.
      Leider ist heute schon Abschiedsstimmung angesagt, da hier für einige der Trip schon endet 🥺💔
      Read more

    • Day36

      Prepararifs

      August 18, 2021 in Namibia ⋅ ☀️ 24 °C

      Aujourd'hui, on achète les billets de bus pour aller en Afrique du Sud vendredi ...

      ... Petit trajet tranquillou Bilou de 24 heures 😱😬😱 ... Sans arrêt 😱😬😱.

      Bon, on y pense pas pour le moment, on profite du super pdj prépa par Côme sur la terrasse.

      Pour Daniel, on a vu le Range le plus long du monde !
      Pour Momo, la maison des Capricornes existe bel et bien !

      On a aussi réservé notre prochain moyen de transport ... Ce sera ... Un camping car !!!
      Encore une grosse négo qui nous permet d'avoir un prix tout doux (merci Elvina!!!)
      Read more

      Traveler

      Magnifique ce c-car !!! il ressemble un peu à notre 1er Laika ,avec son énorme capucine 🤩 vous allez voyager très confortablement !!! 🥳

      8/18/21Reply
      Traveler

      Top ce camping car, il a l'air immense. bon cap sur le sud !

      8/18/21Reply
      Traveler

      Génial le camping car!

      8/19/21Reply
      2 more comments
       
    • Day1

      Windhoek (Jour 1)

      September 5 in Namibia ⋅ ☀️ 31 °C

      Arrivés à Windhoek aux alentours de 14h, nous sommes conduit jusqu'à Savanah rental pour récupérer notre 4x4/maison pour les 2 prochaines semaines. Ensuite, direction le supermarché pour se ravitailler avant le départ. Nous arrivons finalement à Urban Camp à 19h, juste le temps de prendre une douche et de partir manger chez Joe's bar.Read more

      Traveler

      🥰

      Traveler

      C’est quoi?

      Traveler

      Notre tente pour la nuit !

      Traveler

      Ahah trop chouette 😘

       
    • Day15

      Tropic of Capricorn

      November 9, 2019 in Namibia ⋅ ☀️ 33 °C

      Heute hatten wir wieder eine lange Fahrt vor uns. Wir verabschiedeten uns von unseren herzlichen Gastgebern, die sich viel Mühe gaben, uns einen schönen Aufenthalt zu bieten. Es war schön, wieder auf einer Gästefarm mit Familienanbindung zu sein!
      Unser letzter Stop in Namibia ist Windhoek. Auf unserer Strecke liegt, ca. 25 km südlich vornRehoboth überquert man den südlichen Wendekreis, der in Afrikaans "Steenbokkerkring" genannt wird. Als Wendekreis bezeichnen Astronomen die beiden Breitenkreise, über denen die Sonne während der Sommerwende auf der jeweiligen Erdhalbkugel im Zenit steht. Im Norden ist das der Wendekreis des Krebses und hier im Süden der des Steinbocks. Danach wendet die Sonne ihren Lauf und nähert sich wieder dem Äquator.
      Also das obligatorische Foto gemacht und weiter gings.
      In Windhoek kamen wir nach einer weiteren kurzen Pause in Rehoboth um 15 Uhr an und bezogen unsere schönen Zimmer im Terra Afrika Guesthouse.
      Read more

    • Day15

      Windhoek am Abend

      November 9, 2019 in Namibia ⋅ 🌙 24 °C

      Den Nachmittag verbrachten wir im Garten der Lodge, gemütlich am Pool mit einem Getränk und etwas zum Lesen.
      Für den Abend reservierte uns die Gastgeberin einen Tisch in Joe's Bierhaus, das bei Touristen und Einheimischen beliebte Restaurant. (www.joesbeerhouse.com)
      Das Taxi wurde gleich dazu bestellt und brachte uns zum Restaurant und holte uns anschließend auch wieder ab. Es war nicht nur optisch ein Erlebnis, auch kulinarisch! Die Bilder werden das wohl so nicht wiedergeben, aber die Eindrücke bleiben.
      Wir genehmigten uns auch nach dem Essen einen leckeren einheimischen Kaktusfeigenschnaps und zurück in der Lodge musste Renates Rotwein noch dran glauben 🤣. Denn es war unser letzter Abend in Namibia.
      Read more

    • Day51

      Windhoek

      February 6, 2020 in Namibia ⋅ ☀️ 27 °C

      By incident I manage to find an original Toyota alloy rim for my second spare tyre, for an unbeatable price, yeehaaaw! There are some workshops around with friendly, helpful, spontaneous people and great service. If you need your Toyota fixed in Windhoek, go to Auto Repairs Etzold! Otherwise there is not much to catch around here :-DRead more

    • Day151

      Windhoek - Willkommen in Namibia ❤️

      July 7 in Namibia ⋅ ☀️ 24 °C

      Am Morgen des 07.07.2022 kommen wir dann tatsächlich am Flughafen Hosea Kutako International Airport, ca. 40 km von Windhoek entfernt, an. Während wir uns total freuen, es endlich in die klare und noch angenehm kühle Luft des afrikanischen Landes geschafft zu haben, wartet schon das nächste Problem auf uns.
      Am Gepäckband kommt auch nach bereits ewigem, aber vergeblichem Warten nur noch mein Rucksack zur Abholung an 😖. Wir hatten damit gerechnet, dass die Campingsachen, die ja bereits einen Tag früher aus NYC ohne uns losgeflogen sind, nicht pünktlich ankommen würden, dass aber nun auch noch einer der beiden Rucksäcke unterwegs verloren geht, war nicht geplant. Und so stehen wir erst mal wieder in einer Schlange, um Zettel auszufüllen, den Inhalt der Gepäckstücke aufzulisten usw., um dann tot müde im Taxi zu unserer Unterkunft nach Windhoek zu sitzen.
      Wir kommen die nächste Tage in einer sehr geräumigen und schönen Wohnung mitten in der Stadt unter und freuen uns sehr über den Komfort. Tagsüber sind angenehme 25 Grad, in der Nacht kann es schon etwas frisch werden und bis zum Gefrierpunkt abkühlen. Wir sind aber sehr froh über diese „normalen“ und wieder menschenwürdigen Temperaturen 😅.

      Leider geht es Manu schon seit dem letzten Flug nicht so gut, auch ich merke die unglaubliche Müdigkeit und so gehe ich nur noch schnell ein paar Lebensmittel einkaufen und ansonsten ignorieren wir alle guten Ratschläge bezüglich des Jetlags und legen uns Mittags hin.
      Die nächsten zwei Tage passiert auch erstmal nicht viel, Manu geht es leider eher schlechter als besser, Fieber plus eine fette Erkältung (danke American Airlines 🖕🏽), wir versuchen täglich den Gepäckservice am Flughafen zu kontaktieren, schreiben online die Fluggesellschaften an, überlegen, wie es ohne Gepäck weiter gehen soll und schlafen zu völlig ungünstigen Tageszeiten, um dann die halbe Nacht wach zu liegen 🤣🙈.
      Der Versuch, in der kleinen Mall um die Ecke ein paar Jeans für Manu zu besorgen, scheitert schnell an der hier vorherrschenden Mode der skinny und super skinny Jeans 😅, da passen keine Fussballerwaden rein.

      Am Montag können wir morgens unseren Mietwagen abholen (ja, wir trauen uns noch mal 🤪🙈). Wir haben uns für einen kleinen PKW entschieden, da die Wagen mit Allradantrieb das doppelte kosten, die typischen hier vermieten Pickups mit Dachzelt alle schon ausgebucht (und ebenfalls sehr teuer) waren, wir (im
      Prinzip 😖) ja alles fürs Campen bereits aus den USA dabei haben, und die meisten Straßen, sprich Schotterpisten, auch gut ohne Allradantrieb befahrbar sind ✊🏻.
      Wir machen uns damit direkt auf den Weg zum Flughafen. Doch leider ist laut der dortigen Mitarbeiter nichts für uns angekommen, morgen soll aber eine weitere Maschine aus Doha landen. Also geht es unverrichteter Dinge wieder zurück in die Wohnung und während Manu sich weiter ausruht 😔, laufe ich ein wenig durch die Stadt und suche das Office von Qatar Airways. Das existiert aber nicht mehr und so klappere ich aber wenigstens die paar wenigen Sehenswürdigkeiten der Stadt ab.

      Aber zunächst ein paar Infos zur Geschichte Namibias und der nicht ganz so schönen Rolle der Deutschen.
      Die Kolonialisierung eines großen Teils des heutigen namibischen Staatsterritoriums begann Ende des 19. Jahrhunderts, als ein deutscher Unternehmer, ausgestattet mit staatlichen Garantien, dort Land erwarb. Inmitten des "Scramble for Africa" (etwa: Drängelei um Afrika) der europäischen Großmächte wollte auch das Deutsche Reich zur Kolonialmacht werden. Der Bremer Kaufmann Franz Adolf Lüderitz kaufte 1883 unter zweifelhaften Umständen Land im Südwesten des heutigen Namibia von den dort ansässigen Nama.
      Im August 1884 erklärte das Deutsche Kaiserreich dieses Gebiet zum "Schutzgebiet Deutsch-Südwestafrika" und taufte es „Lüderitzland“. Damit wurde es zur ersten deutschen Kolonie. Diese wurde in den Folgejahren erweitert und umfasste ab 1890 das gesamte Gebiet des heutigen Staates Namibia. Die Kolonialherren etablierten ein rassistisches System, in dem Deutsche die Oberschicht bildeten und die teils enteigneten Afrikanerinnen und Afrikaner als abhängige Arbeiterinnen und Arbeiter unterdrückt wurden. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 kamen 15.000 Siedler ins Land, darunter mehr als 12.000 Deutsche.
      Wiederholt erhoben sich in den Folgejahren die auf dem kolonialisierten Gebiet ansässigen Volksgruppen, darunter die Herero. Ihre Aufstände wurden gewaltsam niedergeschlagen. Im Januar 1904 nahmen bewaffnete Verbände der Herero erneut den militärischen Widerstand gegen die Kolonialmacht auf. Die deutschen Truppen reagierten mit extremer Härte und Brutalität. Nach der Schlacht am Waterberg flohen die Herero in die Omaheke-Halbwüste. Ihre deutschen Verfolger riegelten das Trockengebiet und die wenigen Wasserstellen ab. Auf den Befehl des Generalleutnants Lothar von Trotha hin, wurde auf alle, die zu fliehen versuchten, geschossen.
      Auch dem zunächst erfolgreichen Guerilla-Krieg der Nama, die sich dem Widerstand gegen die deutschen Kolonialtruppen angeschlossen hatten, setzte die Kolonialmacht eine Vernichtungsstrategie entgegen: Die Deutschen vergifteten Brunnen und zerstörten Nahrungsmittel. Die wenigen Überlebenden der Herero und Nama kamen in Internierungslager und wurden als Zwangsarbeiter eingesetzt. Schätzungen zufolge starben bis zu 80.000 Herero sowie mindestens 10.000 Nama. Historikerinnen und Historiker bewerten diesen Vernichtungskrieg heute mehrheitlich als ersten Genozid des 20. Jahrhunderts.

      Das Ende des Ersten Weltkrieges bedeutete auch das formale Ende des deutschen Kolonialreichs. Alle Kolonien gingen gemäß des Versailler Vertrags als Mandatsgebiete an den neu gegründeten Völkerbund, so auch Deutsch-Südwestafrika. Der Völkerbund übertrug 1921 das Mandat über Namibia an Südafrika, das Namibia wie eine fünfte Provinz verwaltete – inklusive seiner Homeland-Politik, die jeder Bevölkerungsgruppe ein festes Territorium zuteilte, und restriktiver Pass- und Arbeitsgesetze. In den 1950er Jahren etablierte Südafrika in seinen Provinzen das Apartheidsystem. Zu dieser Zeit formierte sich in Namibia der anti-koloniale Widerstand gegen Südafrika, der 1960 in die Gründung der Bewegung "South West African People's Organisation" (SWAPO, dt. Südwestafrikanische Volksorganisation) mündete. 1966 erkannten die Vereinten Nationen, als Nachfolger des Völkerbunds, Südafrika das Mandat über Namibia ab, was die südafrikanische Regierung jedoch ignorierte. Daraufhin nahm die SWAPO den militärischen Kampf auf.
      Zehn Jahre später, 1976, erkannte die UN-Vollversammlung die SWAPO als einzige legitime Vertretung des namibischen Volkes an. Doch erst mit Ende des Kalten Krieges und der schleichenden Erosion des Apartheid-Regimes in Südafrika wurde Namibias Selbstbestimmung Realität. Ende 1988 sagte Südafrika freie Wahlen für Namibia und damit die Freigabe des von ihm annektierten Gebietes zu. In internationalen Verträgen unter Beteiligung der UN und der SWAPO waren schon zuvor Grundsätze für Namibias zukünftige Verfassung festgeschrieben worden.

      Ende 1989 hielt Namibia die ersten allgemeinen und freien Wahlen ab, knapp 96 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten sich. In der verfassungsgebenden Versammlung, die zum ersten Parlament wurde, errang die SWAPO 41 der insgesamt 72 Sitze, die konservative „Democratic Turnhall Alliance“ (DTA, dt.: Demokratische Turnhallenallianz). Letztere hatte zuvor als von Südafrika akzeptierte Interimsregierung fungiert.
      Am 21. März 1990 wurde Namibia mit der Deklaration der ausgearbeiteten Verfassung schließlich unabhängig. SWAPO-Chef Sam Nujoma wurde als erster namibischer Präsident vereidigt. Seitdem ist das Land eine parlamentarische Präsidialdemokratie mit dem Parlament als Legislative und einem mit weitreichenden exekutiven Befugnissen ausgestatteten Präsidenten als Staatsoberhaupt. In der zweiten Kammer des Parlaments sitzen je drei Abgeordnete aus den 14 Regionen des Landes. Namibias Demokratie gilt als stabil, doch es mangelt an einer starken Opposition. Auch Abspaltungen der SWAPO konnten selten mehr als 10 Prozent der Stimmen erreichen.
      Zuletzt wählten die Namibierinnen und Namibier im November 2019 Parlament und Präsident. Hatte die SWAPO noch fünf Jahre zuvor mit 80 Prozent ihr bis dahin bestes Ergebnis erreicht, musste sie bei der letzten Wahl deutliche Verluste hinnehmen und verlor erstmals seit 1994 ihre Zweidrittelmehrheit. Als Grund galten insbesondere Korruptionsvorwürfe und eine instabile Wirtschaftslage mit hoher Arbeitslosigkeit. Hage Geingob, seit 2015 Präsident, konnte nur mit knappem Wahlerfolg eine zweite Amtszeit antreten.

      Eine der größten Herausforderungen für Namibia stellt nach wie vor die Umverteilung des seit der Kolonialzeit in wenigen Händen konzentrierten Landbesitzes dar. 30 Jahre nach der Unabhängigkeit und mehr als 100 Jahre nach der deutschen Kolonialherrschaft beschäftigen Fragen nach Entschädigungen für vergangenes Unrecht viele Namibierinnen und Namibier. Auch die Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia über den Genozid an den Herero und Nama sind weiterhin kompliziert, insbesondere angesichts der Forderung nach Reparationszahlungen, die die Bundesregierung ablehnt.

      Nun aber zu Windhoek: die Stadt ist mit knapp 450.000 Einwohnern die Hauptstadt und größte Stadt Namibias und liegt auf rund 1.700 Metern über dem Meeresspiegel und fast genau im geografischen Zentrum des Landes.

      Zuerst gehe ich zur deutschsprachigen, evangelisch-lutherischen Kirche, die dann doch recht klein daher kommt, zumindest im Vergleich zu unseren Kirchen.
      Aber sie steht schön, etwas erhöht und inmitten eines kleinen und wenig befahrenen Kreisverkehrs, mit Blick auf die Stadt.
      Gleich schräg dahinter befindet sich das Parlamentsgebäude von Windhoek, auch bekannt als Tintenpalast, als Anspielung auf den großen, unnützen Tintenverbrauch der Arbeiter 🤣. Er wurde vom deutschen Architekten Gottlieb Redecker entworfen und von der Firma Sander & Kock zwischen 1912 und 1913 aus regionalen Materialien als Verwaltungsgebäude für die deutsche Regierung errichtet. Bei dem Bauprojekt wurden Zwangsarbeiter von Herero und Nama eingesetzt, die, nachdem sie den Völkermord an den Herero und Namaqua überlebt hatten, in Konzentrationslager gebracht worden waren.
      Das Gebäude ist äußerlich nicht sonderlich spektakulär oder hübsch anzusehen, davor befinden sich aber noch die schönen Parlamentsgärten, die auch gerne von den Einheimischen zum Entspannen genutzt werden. Als ich da bin, ist er leider für Mäharbeiten abgesperrt und so schlendere ich weiter. Es geht noch vorbei am Unabhängigkeits-Gedenkmuseum und am High Court of Namibia, wo sich gerade zwei sehr glückliche Jura-Absolventen ablichten lassen 🥰.

      Am Dienstag geht es Manu schon deutlich besser und wir fahren am Morgen als erstes noch einmal zum Flughafen. Und diesmal haben wir etwas mehr Glück, Manus Rucksack ist da 🥳🥳🥳. Von unserem grünen Paket mit den Campingsachen ist zwar immer noch keine Spur zu sehen, aber immerhin können wir uns beide jetzt wieder ordentlich kleiden 😏. Die wirklich nette und sehr hilfsbereite Dame am Flughafen verspricht uns, die Augen nach dem grünen Paket offen zu halten und uns dann gleich anzurufen, sollte es auftauchen.
      Zurück in der Stadt, planen wir nun, morgen endlich loszufahren und eben erst einmal in Hotels/Lodges/B+B unterzukommen. Zum Glück finden sich in den etwas größeren Ortschaften auch preisgünstige Alternativen, die nicht mehr als ein Campingplatz kosten. Natürlich ist es ein bisschen weniger Abenteuer und keine Einsamkeit unter dem Sternenhimmel, aber besser als nichts.
      Am Mittwochmorgen gehen wir daher noch einmal in den Supermarkt und decken uns mit ein paar Kleinigkeiten ein.
      Hier gibt es richtig leckeres deutsches Brot 🤩🤩, man kann seine 5 Liter Wasserkanister für ca. 25 Cent pro Liter nachfüllen 👍🏽👍🏽, frische Milch ebenso und die Preise für Obst, Gemüse und eigentlich fast alles, bis auf Käse sind endlich wieder auf einem für uns normalen bis günstigen Niveau 🥳,

      Und dann geht es los - noch mit einem kurzen Stopp am National Heroes‘ Acre, dem offiziellen Kriegsdenkmal Namibias ein kleines Stück außerhalb von Windhoek.
      Die „Heroes Acre“ wurde von einem nordkoreanischen Staatsunternehmen in nur 13 Monaten gebaut. Es ist das offizielle Kriegerdenkmal Namibias und dient laut einer offiziellen Beschreibung der „Wahrung des Patriotismus und Nationalbewusstseins und der Weitergabe des Erbes an künftige Generationen Namibias“.
      Die Anlage basiert auf einem symmetrischen Polygon, mit einem großen Platz und einer Publikumstribüne mit 5.000 Sitzplätzen, einer Tribüne für Ehrengäste, dahinter die ewige Flamme. Eine Reihe von Treppen links und rechts führen bergauf zu den 174 Gräbern und dem Obelisken an der Spitze. Nur Personen, die offiziell zu Nationalhelden erklärt werden, erhalten eine Grabstätte und ein Staatsbegräbnis auf dem Heldenacker. Ein Ausnahmefall war die Umbettung des deutschsprachigen Namibiers Anton Lubowski, Rechtsanwalt und prominentes Mitglied der SWAPO-Partei in Namibia vor der Unabhängigkeit. Lubowski wurde im September 1989 vor seinem Haus mit Schüssen ermordet. Der Mord ist noch immer ungeklärt. Nach Rücksprache mit seiner Familie wurde Lubowski 2015 von Präsident Hage Geingob posthum zum Nationalhelden erklärt. Seine irdischen Überreste wurden im Rahmen eines Staatsakts vom Friedhof der Gemeinde Pionierspark auf den Heldenacker überführt.
      Es gibt eine hohe, halbkreisförmige Wand mit Metallskulpturen, die verschiedene Stadien des namibischen Befreiungskampfes darstellen. Vor dem Obelisken in der Mitte steht eine acht Meter hohe Statue des „unbekannten Soldaten“, dessen Gesicht dem des Gründungspräsidenten Sam Nujoma unverkennbar ähnelt.

      Nach einer guten Stunde hier, verabschieden wir uns aus Windhoek und sind gespannt, was uns in Namibia noch erwartet.
      Read more

      Traveler

      Danke für die sehr ausführliche, gute Beschreibung. Du hast dir viel Mühe gegeben und ich finde es toll, so auch Hintergrund wissen vermittelt zu bekommen 👍👋🍀💙

      7/18/22Reply
      Traveler

      Vielen Dank ❤️😊

      7/19/22Reply
      Katrin Tischler

      wow, was für ausführliche Informationen. Unglaublich spannend. Danke für dieses Wissen. Ich hoffe, Manu geht es inzwischen wieder besser.

      7/22/22Reply
      Traveler

      Immer gerne 😘. Wir fanden es auch super interessant und da kommt noch mehr in Kürze 😅🤯. Manu ist nach meiner Intensivpflege selbstverständlich wieder top fit 😇. Danke.

      7/22/22Reply
      Katrin Tischler

      Na bestens. Ganz liebe Grüße von uns an Euch. ❤️

      7/22/22Reply
      Traveler

      Danke und zurück ❤️

      7/22/22Reply
      Traveler

      Sehr interessant. Danke!

      7/24/22Reply
       
    • Day174

      Namibia - ein Rückblick

      July 30 in Namibia ⋅ ☀️ 21 °C

      Unser Rückblick zu 3 Wochen Roadtrip durch Namibia 🇳🇦

      Unsere Route zusammengefasst:
      Windhoek 🚘 Mariental
      Mariental 🚘 Keetmannshoop
      Keetmannshoop 🚘 Lüderitz
      Lüderitz 🚘 Namib Wüste
      Namib Wüste 🚘 Swakopmund
      Swakopmund 🚘 Etosha Nationalpark
      Etosha Nationalpark 🚘 Windhoek

      Unsere Highlights:

      Fish River Canyon (bei Keetmannshoop) - bei einem wunderschönen Sonnenaufgang die sich ständig in anderem Licht zeigende Landschaft mit Bergen und Schluchten bewundern.

      Lüderitz - die irre Geschichte der Diamantenstadt Kolmannskuppe erleben.

      Namib Wüste - ein unbeschreibliches Gefühl auf der Düne „Big Daddy“ zu stehen und die unendliche Weite der Wüste zu erleben.

      Etosha Nationalpark - wilde Tiere, vor allem die großen 😅, sind einfach toll außerhalb eines Zoos und ganz nah zu sehen.

      Unser Mietwagen - bis auf den Platten (was hier Standard ist) hat diesmal alles gehalten 👍🏽😅. Alles Andere war unsere Dummheit.

      Die Menschen - unglaubliche Freundlichkeit uns gegenüber.

      Das hat genervt:

      Etosha Nationalpark - Massentourismus, der auch irgendwie bei uns das Gefühl verursachte, dass die Tiere auch hier nicht mehr wirklich wild sind. Noch eine Safari wollen wir erstmal nicht machen.

      Preise - von einigen Sehenswürdigkeiten und Unterkünften bei solchen.

      Namibia hat unglaublich viel zu bieten, auch wenn gerade in der Trockenzeit natürlich die staubige Landschaft überwiegt und man viel zwischen den Highlights im Auto sitzen muss. Das lohnt sich aber durchaus und man wird mit irrer und einzigartiger Natur, wilden Tieren (auch außerhalb des Nationalparks), super interessanter, nicht immer schöner Geschichte und ganz vielen netten Menschen belohnt. Vermutlich auch wegen der deutschen Vergangenheit, war es wirklich eine besondere Reise, die uns zu vielen Gesprächen und Gedanken angeregt hat.
      Read more

    You might also know this place by the following names:

    Dorado Park

    Join us:

    FindPenguins for iOSFindPenguins for Android