Nepal
Western Region

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.
Add to bucket listRemove from bucket list
Top 10 Travel Destinations Western Region
Show all
223 travelers at this place
  • Day31

    Trek D1 and D2

    September 27, 2019 in Nepal ⋅ ☁️ 9 °C

    Pokhara > Nayapul > Ulleri > Ghorepani

    2 premiers jours de trek humides on a pas eu bcp de chance avec la météo donc on a pas vue les pics (chaîne des Annapurnas) mais on s’est fait des copains pour les deux jours de descente et on a bien profité de la Forêt, des cascades et des petits villages traversés.Read more

  • Day380

    Nepal - ACAP sechste Etappe

    October 17, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 7 °C

    Von DANAQU (2200 Höhenmeter) nach Chame (2700 Höhenmeter)

    Der Tag startet mit kühlen 10 Grad und unserem Frühstück. Ich kämpfe mich aus dem warmen Bett, flitze ins Freie um zum Waschbecken zu gelangen. Typische Wohnzimmer, Bäder und Küchen, so wie wir sie heute kennen gibt es hier nicht.
    Neben der geschlossenen Hock-Klo-Kabine liegt meist ein Stein-Waschbecken, welches Wasser aus dem See gibt. Alles spielt sich im Freien ab. Die Küche ist oft nur abends warm, wenn für alle gekocht wird. Und auch der Ofen im Gemeinschaftsraum wird nur am Abend angefeuert, wenn genug Gäste da sind. So essen wir trockenen Reis und den Reispudding mit Ingwertee im Freien. Es ist ein offenes Gefühl. Als wäre man immer und überall mit der Natur verbunden. Doch es ist auch kalt. Und daran muss ich mich erstmal gewöhnen.
    Ralf hat für sich herausgefunden, dass er die meiste Energie am Morgen über Reis bekommt. Alles andere (außer Eier) birgt die Gefahr mit Gluten zu sein. Also gibt es trockenen Reis und er ist glücklich darüber. Außerdem lassen wir uns seit Jagat immer 4 Eier kochen. Sie sind unser Snack für unterwegs.
    Während wir frühstücken laufen schon die ersten Wanderer an uns vorbei. Manchmal irritiert mich das etwas. Sind wir zu spät dran? Und dann mache ich mir klar, dass wir unser Tempo selbst bestimmen. Wer weiß, vielleicht wollen diese Wanderer heute 20 Kilometer laufen.
    Für uns geht es gegen 8 Uhr Richtung Chame. 14 Kilometer und 500 Meter Anstieg auf kurzer Strecke am Anfang und Ende warten auf uns. Ich habe mich mental auf Höhe vorbereitet.
    Der Ort verabschiedet uns wieder mit Gebetsmühlen und fordert uns direkt heraus.
    Die Straße ist hier auch von einem Wasserfall (Siehe Bild) überspült und noch reißender als am Tag zuvor. Also heißt es wieder Steinchen hüpfen. Ich bin gestresst, weil sich große Gruppen von Wanderer hinter uns sammeln und anfangen mich zu überholen. Mitten auf dem Wasserfall. Mitten auf den rutschigen Steinen. Ich verstehe, dass ich langsamer bin, aber immerhin trage ich auch 8 Kilo und sie nur einen kleinen Tagesrucksack, weil sie einen Träger engagiert haben. Was ich im übrigen vollkommen okay finde. Vor allem, weil wir viele ältere Wanderer treffen, die eben durch die Hilfe der Träger, den Annapurna auch erkunden können. In dem Moment bin ich aber genervt und gestresst. Wenn ich hier ausrutsche wird das aufjedenfall wehtun und zudem haben wir keine warmen Wechselsachen. Und meine guten Socken, die bisher keine Blasen verursacht haben werden nass. Bei der Kälte.... Ich sag ja, ich bin gestresst. Und anstatt mich zu konzentrieren, denke ich an all den Wust. Dann sehe ich Ralf vor mir: "Stell den Kopf aus und fokussiere dich." scheiße er hat mich erwischt. Wahrscheinlich hat mich mein verkrampftes Gesicht verraten. Und mein fluchen.
    Am Ende überholt mich noch ein Sechsig-Jähriger mit einem weitem Sprung, aber ich komme auf der anderen Seite an. Das war wirklich nicht leicht. Und in diesem Moment weiß ich noch nicht, dass sich diese Herausforderung nochmal wiederholen wird.
    Direkt nach dem Wasserfall startet der Anstieg ins Grüne. 300 Meter direkt nach oben. Und so beginnen wir den Anstieg und ich liebe es. Meine Königsdiziplin. Wenn die Höhe nicht wäre, wäre ich nicht zu Bremsen. Aber bergauf laufen kann ich. Und so überhole ich einige Wanderer und erklimme den Weg in meinem Takt. Ralf ist immer etwas hinter mir. Er mag den Aufstieg langsamer angehen und so hat jeder seinen eigenen Rhythmus.
    Es schieben sich mit uns ungefähr 5 weitere Reisegruppen den schmalen Anstieg entlang. Wir überholen uns immer wieder, wenn jemand eine kurze Pause machen muss. So entsteht eine sehr dynamische Kette von ungefähr 50 Menschen. Und nach und nach werden die lächelnde Gesichter von hochroten Köpfen abgelöst. Und anstatt eines Kommentars bringt jeder nur noch ein Schnaufen hervor. Dieser Anstieg hat es wirklich in sich. Jeder spürt den Kampf seines Körpers. Und ich freue mich über die anderer um mich herum. Von ungefähr 25 Jahre bis ungefähr 65 Jahre ist alles dabei. Und jeder kämpft den Kampf mit sich. Wir durchqueren ein kleines Dorf namens Timang und nach einer kurzen Pause geht der Anstieg weiter. 2 Stunden kämpfen wir uns hinauf und am Ende applaudieren alle für jeden der am Rand des Aufstiegs auftaucht. Was für ein Gefühl.
    Wir haben uns behauptet und einen Weg der für 3 Stunden eingestuft wurde mit unseren Rucksäcken in 2 geschafft. Ich kann erst garnicht stolz darauf sein, bis Ralf mir alles nochmal vorrechnet und mich umarmt und abklatscht. Das wird ein Ritual für uns. Und jedesmal, wenn wir unsere Hände abklatschen verstehe ich, dass wir etwas gemeistert haben. Ich würde sonst vergessen auf mich stolz zu sein. Geht doch, dass was wir meistern und jeden Tag schaffen schnell in der Routine und im Rhythmus aller unter.
    Dann machen wir eine kurze Pause und setzen unsere Rucksäcke ab. Ralf kauft in einem kleinen Holzverschlag Äpfel und ich nehme zum ersten Mal unsere neue Umgebung war. Und ich sehe ihn! Den ersten 8000er mit Schneekuppel, "Manaslu". Um uns herum sind nur noch Nadelbäume und die Vegetation hat sich komplett geändert. Bananen wurden von Äpfel abgelöst. Und die Luft ist kalt, windig und trockener. Noch spüre ich die Höhe nicht und meine Lunge hat den Aufstieg sehr gut gemeistert.
    Wir laufen ins nächste Dorf und entscheiden uns für eine längere Mittagspause. Die Reisegruppen um uns entzerren sich mehr und mehr. Aber ihnen hat der Anstieg teilweise mehr zugesetzt. Wir vermuten, dass es daran liegt, dass die meisten sich nach Tal oder Darapanie mit dem Jeep fahren lassen. Sie sind also erst wenige Kilometer unterwegs. Wir haben an dieser Stelle schon knapp 60 Kilometer hinter uns.
    In Tanchok gibt es für uns Gemüsereis und eine große Kanne Ingwertee.
    Ab jetzt laufen wir nur noch Straße. 4km Straße und immer wieder donnern die Jeeps an uns vorbei. Nach Chame, unser heutiges Ziel, lassen sich ebenfalls viele fahren. Der Weg vom Start bis nach Chame ist 65 Kilometer am Abhang entlang und dauert bis zu 8 Stunden. Man sieht es den Gesichtern in den Jeeps an. Diese Tour ist keine Kaffeefahrt und zehrt sehr an den Nerven. Wir werden nur bestätigt: niemals Jeep fahren.
    Einige Wanderer, die wir in den Orten treffen, haben noch eine sehr aufgedrehte Energie. Man erkennt, wer noch nicht lange unterwegs ist. Wir spüren, dass die Tage in der Natur und die Anstrengungen mehr und mehr Spuren in uns hinterlassen. Und manchmal sind wir verwundert, wie positiv manche Wanderer über den Pass sprechen. Ich lasse mich davon einschüchtern und denke, dass sie mehr Erfahrung haben und wahrscheinlich wissen, wie hart der Anstieg wird. Wir werden viel später auf dieser Reise noch eines besseren belehrt und es zeigt sich, dass vieles Naivität und Hochmut war.
    Chame begrüßt uns in Grautönen. Es ist die Gebietshauptstadt. In Deutschland wäre es ein etwas größeres Dorf. Es gibt eine Bank, ein Krankenhaus, eine Polizei. Und ich tue mich schwer eine passende Unterkunft zu finden. Unsere Intuition und ein Tipp bringen uns bis zum Ende der "Stadt" und wir landen im "Royal Garden" und bezahlen für die Unterkunft 1,5 Euro (kein Tippfehler). Die Unterkunft ist etwas nobler. Und dadurch lässt der Besitzer nicht mit sich reden, ob wir die Übernachtung kostenlos bekommen. Natürlich kein Problem. Der Preis ist vollkommen okay. Das Verhandeln gehört hier einfach dazu. Und mir gefällt unser kleines Häuschen.
    Die Duschen sind wie immer einfach und hier auch direkt über dem Hockklo installiert. Wie praktisch.
    Ich freue mich auf eine heiße Dusche, werde aber enttäuscht und muss zum ersten Mal mit 12 Grad kaltem Wasser duschen. Woher ich das weiß? Die Dusche hat eine Temperaturanzeige und verhöhnt mich demonstrativ. Am Ende ist es meine Unwissenheit, die mich verhöhnt. Denn die Dusche hat nur Startschwierigkeiten und wenn ich Ralf daran rumbasteln lassen hätte, hätte ich heißes Wasser gehabt.
    Nagut. Dann eben wieder was gelernt.
    Mit kalten Füßen sitzen wir diesmal im gefüllten Gemeinschaftsraum. Hier knistert das Feuer und die Dhal Bats werden aufgetischt.
    Wir treffen alle wieder, die mit uns den Aufstieg gemeistert haben. Und wir erfahren, dass sich in Chame derzeit 400 Wanderer befinden.
    Was für ein Schock.
    Bei unserem nächsten Ziel gab es vor 6 Jahren als Ralf den Trek lief, noch nicht so viele Unterkünfte. Und generell haben alle an jetzt die gleichen Ziele. Durch die Höhe müssen wir nun die Etappen verkürzen.
    Ralf spricht mit dem Besitzer, der für uns in einer Unterkunft bei unserem nächsten Ziel reserviert. Das nächste Bett ist also gesichert und so fallen wir in Chame bei etwa 5 Grad in einen unruhigen Schlaf...
    Read more

    Gertraud M

    Darf ich mich dem Applaus anschließen!? 👏👏 Ganz großartig was du da machst, und WIE du das machst. Danke dass ihr mich immer wieder teilhaben lasst! Liebe Grüße

    11/2/19Reply
    Nolf Around The World

    Danke liebe Gertraud! Wir finden deine Abenteuer auch sehr spannend. Und ich denke wir werden uns deine Heimatregion auch mal genauer anschauen! So wunderschön! 🌸

    11/2/19Reply
     
  • Day377

    Nepal - Annapurna Circuit dritte Etappe

    October 14, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 15 °C

    Durch die Zeit beim Lehrer und seiner Familie konnten wir 7 Tage in das Leben der Nepalesen, die in den Bergen leben, eintauchen.
    Die Zeit richtet sich hier nach der Sonne. Sobald sie aufgeht, sind auch die Nepalesen wach und sobald sie untergeht, taucht sich das Dorf in Nachtruhe.
    Die Männer und Frauen verrichten ähnliche Arbeiten. Sie bestellen das Feld und tragen riesige Körbe voll mit Holz zu ihren Häusern. Getragen wird hier immer mit einem Korb auf dem Rücken, welcher mit einer Art Spanngurt über die Stirn gebunden wird. Die Last wird mit Kopf, Hals, Schultern und Rücken getragen.
    Es gibt auch Lastenträger, sogenannte Porter, für die Wanderer. Jeder der seinen Rucksack nicht selbst tragen will, kann sich einen Porter für die Strecke buchen. Er läuft sein eigenes Tempo und trägt meist drei Rucksäcke, die er zusammengebunden, im traditionellen Stil über seiner Stirn hält. Der absolute Wahnsinn! Denn jeder Porter trägt im Schnitt 30 Kilo und mehr.
    Der Job des Porters ist sehr angesehen. Trotzdem haben wir Mitleid, wenn wir ärmere Träger sehen, die mit Badelatschen bei knapp über Null Grad laufen.
    Darauf sollte wirklich geachtet werden! Anstelle diesen Porter nur zu engagieren, sollten die Touris dem Porter richtige Schuhe kaufen. Wanderschuhe sind nicht teuer in Nepal und Träger sollten mit Respekt behandelt werden.

    In den Bergen geht es den Nepalesen viel besser. Sie leben einfach, aber verdienen gutes Geld an den Wanderern. Für die sieben Tage müssen wir nichts für die Unterkunft zahlen. Die Nepalesen verdienen am Essen und meist wird auch nur das berechnet. Voraussetzung ist man isst nur in der Unterkunft, wo man auch übernachtet.

    Wir entscheiden uns für eine kurze Etappe nach meiner siebentägigen Krankheit. So laufen wir nur 3 Kilometer, die es aber insich haben.
    Direkt am Anfang müssen wir nochmal über die Hängebrücke, die wir schon einen Tag vorher überquert haben.
    Als wir mitten auf der Brücke stehen, sehe ich einen Esel am anderen Ende. Und noch einen. Und noch einen. "Der wird seine Esel doch nicht jetzt hier rüber treiben, wenn wir mitten drauf stehen!?" sage ich zu Ralf und genau in diesem Moment setzen sich die Esel in Bewegung. In meine Richtung. Und die Brücke beginnt zu vibrieren und zu schwingen. Ich frage mich noch wie wir aneinander vorbei kommen sollen, als mich ein Esel in die Seite drückt. Ich kann nicht anders als aufzuschreien. Es ist viel zu hoch für mich und ich hänge mit 6 Eseln in den Seilen. Der Bauer macht sich einen Scherz daraus. Hilft mir aber indem er meinen Körper so ausrichtet, dass ich an den Eseln vorbei komme. Für mich mit Höhenangst total der Horror und ich schwöre mir, dass ich nie wieder eine nepalesische Brücke betrete, wenn Esel in der Nähe sind.
    Danach beginnt ein Anstieg. Meine Lunge kämpft mit der Anstrengung und als wir an einer sehr steilen Treppe ankommen, kann ich nicht mehr. Meine Höhenangst meldet sich und mein Körper fühlt sich schwach an. So sitze ich am Ende der Treppe und fange an zu heulen als ein Wandererpärchen an uns vorbeigleitet und ohne Probleme die Treppe überwindet.
    Nach 20 Minuten sehe ich nur noch rot und peitsche schreiend die steile Treppe hoch. Theatralisch kann mir wohl niemand in diesem Moment etwas vormachen und auch mein Wanderstock muss herhalten als ich all meine Wut rausbrülle. Danach geht es mir besser und ich stehe am oberen Ende der Treppe. Geschafft und emotional ausgelaugt laufen wir weiter. Wir unterhalten uns mit einer Inderin, die schon kurz vorher unseren Weg gekreuzt hat und sich mit ihrem riesigen Rucksack, wie eine Schildkröte den Weg hochschleift. Wir machen zusammen eine Wasserpause in der sie uns erzählt, dass ihr Freund schon vorgelaufen wäre. Er ist Vlogger (Video-Blogger) und läuft den Circuit um einen Beitrag zu verfassen "Wie man als Inder ohne Geld den Annapurna Circuit läuft." ob er darin auch berichtet, dass seine Freundin, alle Sachen hinter ihm hergetragen hat? Ihr macht das nichts aus. Sie wirkt frei und glücklich. Ohne Karte und Ahnung, wo sie sich befindet, sendet sie eine SMS mit meinem Handy an ihren Freund. Sie treffen sich in Daraphani. Und Ralf zieht die Augenbrauen hoch. In Daraphani werden wir erst in 3 Tagen sein. Sie will heute noch 20km laufen. Eigentlich unmöglich. Aber sie scheint sehr motiviert. Wir drücken ihr die Daumen und verabschieden uns. Und die Schildkröte geht ihren Weg.
    Wir erreichen Jagat nach 2,5h und ich bin froh, dass unsere Etappe eine kürzere war. Außerdem landen wir in einer sehr netten Unterkunft. Der Besitzer "zwingt" mich eine Suppe zu essen um meinen Husten zu lindern. Außerdem lernen wir Landa und Lukas kennen. Landa hatte die gleichen Symptome wie ich. Sie ist aber schon in
    Kathmandu krank geworden und musste ihre Hochphase der Krankheit in der Stadt auskurieren. Leider laufen die beiden einen anderen Trek der sich in der nächsten Etappe von dem Circuit abzweigt und so müssen wir uns schon am Abend verabschieden.
    Wir schlafen in einem gemütlichen Doppelbett und mit Landas Husten im Ohr ein.
    Die Nacht wird gut und so können wir gestärkt und mit einem Lächeln in die nächste Etappe starten.
    Jetzt warten 10km auf uns...
    Read more

    Gertraud M

    Ich bewundere deinen Mut und deine Offenheit, und wie du schreibst, abseits von Klischees und insta. Travel isn't always pretty... Pass gut auf dich auf und sei lieb gegrüßt! 🤗 Gertraud

    10/23/19Reply
    Nolf Around The World

    Danke liebe Gertraud! 🌸 Fühl dich gegrüßt und umarmt!

    10/23/19Reply
     
  • Day387

    Lang ist es her & Der Rückweg

    October 24, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 7 °C

    12.4.20
    Es ist lange her und trotzdem folgt mir der Gedanken seit Monaten, dass ich unsere "Nepal" Geschichte noch nicht beendet habe. Derzeit sind wir in Marokko in einem kleinen Küstendorf namens Tamraght. Uns geht es gut.
    Und heute morgen, als ich auf das Meer geschaut habe, von dem Appartement aus, was ich seit mehr als 3 Wochen nur dreimal verlassen habe, habe ich entschieden, die Geschichte von Nepal zu beenden.
    Meine Aufzeichnungen sind leider gelöscht worden in der Zeit. Ich werde trotzdem versuchen alle Details unseres Rückwegs zusammen zu tragen.
    Denn der Rückweg, nach der Entscheidung, dass wir Umkehren, war das Erschreckendste und Wundervollste der ganzen Reise.
    Liebe Omis & Mamas, seht diese folgenden Berichte vielleicht als ein kleines Ostergeschenk an euch, weil ihr meine Geschichten so gerne lest.

    24.10.2019
    Es geht weiter. Es geht zurück.
    Als ich am Morgen in „Charme" im "Royal Garden" aufwache fühle ich mich schrecklich. Wir sind abgestiegen. Müsste es mir nicht besser gehen? Irgendetwas stimmt mit meinem Körper nicht und das macht mir Angst. Bevor ich es aber laut ausspreche, gehen wir frühstücken. Ich bekomme fast nichts runter. Und es ist ein Kraftakt gerade zu sitzen. Als hätte jemand meinen Gleichgewichtssinn ausgeknipst.
    Ralf spürt es. Ich rede zu wenig und meine Hautfarbe ist fahl. Er setzt mich in die Sonne und hofft, dass ich mich etwas aufwärme. Es ist immer noch sehr kalt hier oben und mein Inneres schlottert. Alle Touristen sind ausgeflogen. Sie haben sich weiter bergauf bewegt. Wir hatten noch ein kurzes Gespräch mit einem deutschen Pärchen. Wieder schwappt etwas Arroganz zu uns rüber. Sind alle Wanderer so? Oder muss ich eine „geschwellte Brust"-Einstellung haben um solche Wege hier zu meistern?
    Ich denke kurz an die Österreicher, die wir vor einer Ewigkeit auf dem Weg zum Pass getroffen haben. Der Mann schnaufte mich damals an, als ich meinte, dass wir wegen meinem Husten nicht mehr als 8 km am Tag schaffen. „Dann werdet ihr sehr lange brauchen."
    Ja, dachte ich. Aber wir haben auch Zeit.
    Und jetzt sitze ich hier in der Sonne und ich weiß: Auch diesen Abschnitt werde ich wieder sehen und es sind noch 3 Tagesetappen um dort wieder anzukommen.
    „Ich schaffe das nicht. Ich kann nicht mehr.", denke ich. Mein Herz beginnt zu rasen und ich beginne zu Husten, was mich völlig erschöpft.
    „Alles klar. Wir gehen ins Krankenhaus!!!", sagt Ralf. Auch, wenn ich mich erst dagegen wäre, lenke ich ein. Er hat recht. Und wir machen uns auf dem Weg zum Krankenhaus. Es liegt etwa 1km hinter unser Unterkunft. Kurz bevor wir uns dort hoch kämpfen, informiert sich Ralf, ob es noch Jeeps gibt, die nach unten fahren. WIR BRECHEN UNSERE REGEL. Schreit mein Bauch. ICH WILL NICHT MEHR LAUFEN. Schreit mein Kopf.
    Später werden wir froh sein, dass es keine Jeeps mehr ins Tal gab.
    Jetzt kämpfe ich mich zum Krankenhaus. Und ich bin der festen Überzeugung, dass ich die Höhenkrankheit habe.
    Nachdem wir uns einmal verlaufen, setze ich mich auf einen der 5 Plastikstühle vor einer Steinbaracke. Ich sitze vor dem Krankenhaus und Ralf versucht einen Arzt zu organisieren. Eine Nepalesin winkt mich nach einer gefühlten Ewigkeit rein. Aber ich bin nicht ungeduldig, nur dankbar.
    Sie misst meine Werte und erklärt mir, dass ich keine Höhenkrankheit habe. Meine Sauerstoffwerte seien super. Ich hätte aber zu hohen Blutdruck.
    Danach werde ich in das Arztzimmer gebeten. Die Räume in diesem „Krankenhaus" sind klein, feucht und kalt. Es sind Steinwände, wie im Mittelalter, und die Medikamente sind auf Hockern und Tischen in der Ecke gestapelt. Trotzdem macht der Arzt einen kompetenten Eindruck. Er hört mich ab. Möchte mir aber nicht so richtig zuhören. Es gäbe in den letzten Wochen viele Wanderer mit meinen Symptomen. Meiner Lunge ginge es gut und ich hätte nichts verschleppt. Dann stellt er drei Medikament auf den Tisch. Ein Hustensaft. Ein Hustenstiller für die Nacht. Ein Antibiotikum.
    „Drei Tage. Dann könnt ihr über den Pass.", sagt er.
    Ich muss ihn anschauen, als hätte er nicht alle Tassen im Schrank.
    Er achtet aber nicht auf mich. Schon die ganze Zeit, strahlt er Ralf an. Und dann reißt er plötzlich sein Oberteil auf. Und ein "Bayern München"-Trikot kommt zum Vorschein.
    Ich könnte weinen und lachen zugleich. Und dann entspanne ich mich etwas. Die Situation ist so bescheuert, dass ich mich trotzdem sicher fühle. Ich lasse die beiden über Fussball sprechen und Ruhe breitet sich in mir aus.
    Und dann kehrt Energie in meinen Körper zurück. Die brauchen wir, denn wir müssen noch eine Nacht in Charme bleiben, damit ich mich etwas erholen kann. Dafür brauchen wir aber eine neue Unterkunft, da der „Royal Garden" komplett ausgebucht ist. Nach einer langen Suche durch Charme, entscheiden wir uns für eine Unterkunft neben den heißen Quellen.
    Wir sind anfangs die einzigen Gäste und sie gibt uns einen Raum mit dem einzigen Fenster in der Dachschräge. Ich bin so dankbar dafür, denn das einzige was mir wirklich jede Energie zieht, sind dunkle, kleine Räume. Dieser hier ist alt, etwas schmuddelig, aber hell und die Bettwäsche und Decken weich und warm. Die beiden Frauen sind sehr nett und machen uns direkt eine Suppe und gebratenen Reis zum Mittag. Wir sitzen in der Sonne. Die einzige Sonne in Charme, denn nur hier kommt die Sonne an den Bergen vorbei. Und ich wärme mich auf. Immer noch spüre ich diese Übelkeit und mein Husten bricht nach und nach noch stark raus.
    Ich betrachte die Medikamente. Auf keinen Fall nehme ich nochmal Antibiotika im Ausland. Da hatte ich schon eine schlechte Erfahrung in Dahab gemacht. Aber der Hustensaft sollte gehen. Ist doch nur Hustensaft. Also nehme ich nach dem Mittag eine Kappe.
    Was ich etwa eine halbe Stunde danach bereue. Ich kann kaum noch sitzen oder sprechen. Mir ist plötzlich speiübel und alles dreht sich. Ich schleppe mich zum Bett und Ralf folgt mir. „Was ist los?", schaut er mich mit großen Augen an. „Keine Ahnung.", nuschel ich. „Es fühlt sich an als würde mein Körper runterfahren.", ich fühle mich elend. Und ich sehe die Verzweiflung in Ralfs Augen. Er tut mir so leid. Er recherchiert im Internet nach dem Hustensaft und bestätigt mir, dass ich gerade alle Nebenwirkungen durchmache, die in der Beilage stehen. Der Hustensaft setzt sich an irgendwelche Rezeptoren im Kopf.
    Na toll. Und schon beginnt ein Schüttelfrost. Mir ist so kalt. „Ich muss nur warten bis mein Körper den Hustensaft abgebaut hat.", nuschel ich.
    Nach einer Stunde kann ich mich etwas hochdrücken. „Ich will in die heiße Quelle.", sage ich. Wir sind erst unsicher wegen meinem Kreislauf. Aber der ist mir gerade egal. Mir ist so kalt. Ich muss diese Kälte rausziehen.
    Also nimmt mich Ralf unter die Arme und wir gehen 15 Meter zu der Quelle. Um uns herum springen 20 Russen in die Becken und waschen sich die Haare. Es ist so heiß, der meine Haut sofort krebsrot anläuft. Ich konzentriere mich auf meinen Atmen. Ralf stützt mich immer wieder, aber entspannt sich nach einer Weile neben mir, als er merkt, dass ich mich unter Kontrolle habe.
    Der Tag endet mit einem einfachen, aber sehr herzlichen Essen im Essensraum der Unterkunft. Sie machen für uns den Ofen an und zu unserer Überraschung liegt unser Zimmer genau darüber, weshalb wir die ganze Nacht ein molliges Zimmer haben werden. Ich bin am Abend noch erschöpft, aber ich spüre, wie mein Körper nach und nach lebendiger wird. Und auch das Abendessen schaffe ich mit etwas Mühe zu genießen.
    Der Raum in dem wir essen sieht aus wie aus einem billigen Bollywood-Film. Die bunte Deko ist eingegraut und die Hussen über den Stühlen haben ihre prachtvollen Jahre lange hinter sich. Trotzdem scheint der Raum ein wichtiger Raum für die Familie zu sein. Hier wurden Geschichten geschrieben. An den langen Tafeln wurde viel gefeiert. Und der alte Kitsch legt sich wie ein liebevoller Balsam auf unsere Seelen.
    Ralf und ich schlafen tief. Wir sind eingerollt in Decken, haben weiche Kissen und unsere Schlafsäcke halten die Kälte fern, die sich an der restlichen Ofenwärme vorbeidrängt.
    Am nächsten Tag begrüßen uns die ersten hellen Strahlen durch unser Dachfenster und wir machen uns bereit für den Abstieg.
    Mit "geschwellter Brust"-Einstellung strecke ich Charme die Zunge entgegen. Und lasse den Kampf hinter mir.
    Heute werden wir zurück zu unsere tibetanischen Unterkunft laufen. Ich freue mich auf die Hausherrin und ihre Küche, in der wir vor einer gefühlten Ewigkeit gesessen und ihr beim Kochen zugeschaut haben. Und in Wirklichkeit ist es gerade mal 5 Tage her. 5 Tage in denen sich so viel ändern kann.
    Jetzt genießen wir den Abstieg, vorbei an dem Tor zum Himmel, durch den Friedhof im Wald und durch kleine Dörfer.
    Wir haben eine neue Routine. Jede Stunde machen wir eine Pause, trinken Tee und ich gönne mir zum Mittag eine Nudelsuppe.
    Mit jedem Schritt sind wir wieder im Hier und Jetzt. Mit jedem Schritt fange ich an, das Wandern wieder zu genießen. … Fortsetzung folgt.
    Read more

    Gertraud M

    Hallo, bin erleichtert von euch zu hören, auch wenn es da wohl noch was Schwieriges zu berichten gibt? Ich hoffe ihr seid beide OK! Bleibt ihr vorerst in Marokko 🤔🤔😶? Alles alles Gute 🍀 und bleibt gesund! LG Gertraud

    4/12/20Reply
    Nolf Around The World

    Hallo liebe Gertrud! ❤️ Danke uns geht es sehr gut und wir sind froh, dass es dir in dieser Zeit auch gut geht! Wir bleiben erstmal in Marokko. Und sind mit der Entscheidung ganz glücklich. Es gibt auch nichts wirklich schwieriges mehr zu berichten. Alles gut soweit. Einige Momente waren noch etwas aufregend. 😃

    4/13/20Reply
    Kerstin Hiemer

    Danke, liebe Nori, ich freue mich, dass du weiter berichtest.... Bleibt beide schön gesund und zuversichtlich, alles Liebe von der einen Mama

    4/16/20Reply
     
  • Day180

    Chillen und Feiern in Pokhara

    February 12, 2020 in Nepal ⋅ ☀️ 13 °C

    Nach einer holprigen Busfahrt kommen wir in der großen aber doch übersichtlichen Stadt Pokhara an. Unser kleines aber feines Hotel liegt ganz in der Nähe des Fewa Sees an dessen buntem Strand es nur so wimmelt von Straßenverkäufern Restaurants und vor allem Menschen aus aller Welt. Sogar an einem Funpark mit einem rasenden Riesenrad soll es nicht mangeln. Die Läden am Straßenrand verkaufen schöne und hochwertige Produkte und die Kinder lassen es sich nicht nehmen etwas zu kaufen. Wir lernen viele nette Menschen kennen mit denen wir auch einmal eine Wanderung auf einen kleinen Berg mit Tempel machen. Von dort aus kann man ganz Pokhara überblicken. Alizas Geburtstag feiern wir gemütlich und teilweise in Funpark beim Bullen reiten. Unser Hotel verfügt auch über ein westliches Frühstücksbuffet und einen Pool, den wir trotz des nicht gerade heißen Wetters manchmal nutzen. Der Abschied am Donnerstag fällt uns schwer und wir kommen sicher nochmal zurück, doch zuerst müssen wir nach Kathmandu um unser Visum für Indien zu beantragen.Read more

  • Day13

    Sightseeing in Pokhara

    December 16, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 16 °C

    Heute, an meinem letzten Tag hier in Pokhara habe ich doch noch einiges besichtigen können.

    Denn ich lag leider die letzen 5 Tage flach....
    Hier muss man aber auch wirklich höllisch aufpassen was man isst!

    Da es mir heute deutlich besser ging und mein Hotelbesitzer es nicht mit ansehen konnte, daß das einzige was ich von Pokhara sehen sollte mein Hotelzimmer ist, bekam ich eine private Sightseeing Tour.

    Zuerst ging es nach Sarangkot, einem wunderschönen Aussichtspunkt von wo man einen fantastischen Ausblick auf den Himalaya hat! Besonders auf den Annapurna Massiv.
    Von dort aus starten auch zahlreiche Paragleiter. Und zwischen all den Paragleitern kreisen einige Adler ihre Bahnen 😍
    Ich wäre am liebsten auch geflogen, aber mein Guide meinte es wäre zu gefährlich wegen dem starken Wind den wir hatten.

    Dann auf zur Friedenspagode Shanti Stupa.

    Danach ging es zum Phewa-See wo wir mit einem der traditionellen Boote auf eine kleine Insel mit einem Tempel fuhren.

    Zum Schluss besuchten wir noch einen Wasserfall, den Devi's Fall und die Höhle in die dieser stürzt.
    Read more

    Sabine Krick

    😘…so schön…🙏

    12/16/19Reply

    Karin Blanke Du hast ja echt schönes Wetter da.

    12/16/19Reply

    Herzensgruß an Dich von Manu

    12/18/19Reply
     
  • Day5

    Highway to Hotel

    October 9, 2019 in Nepal ⋅ ⛅ 28 °C

    Nachdem der Wecker heute seeehr früh klingelte (Aarghhh...), ging es nach dem Frühstück im Hotel zum Bus nach Lumbini, dem Geburtsort Buddhas. Für die 290 Kilometer haben wir -sage und schreibe- 10,5 Stunden gebraucht! 😅
    Die Straßen in Nepal sind wirklich nicht gut ausgebaut, sodass der Bus durch die vielen Schlaglöcher nur langsam fahren konnte. Dafür konnten wir das "pralle nepalesische Leben" besonders hautnah erleben. 😆
    Außerdem entpuppte sich unser angemieteter Bus schnell als regelrechtes Bus-Sharing-Angebot: oft sammelten wir andere Leute mitten auf dem Weg auf und setzten sie anderswo wieder ab.
    Nach 10 Stunden der abenteuerlichen Bus-Tortur ... äh ... Bus-Tour wurden wir armen Geschöpfe ausgesetzt und mussten eine Weile warten, bis ein anderer Bus kam, der uns -stilecht mit Gepäck auf dem Dach- in den Süden Nepals nach Lumbini brachte.
    Read more

    Beate Sturm

    Du schreibst wirklich witzig! 😊

    10/9/19Reply
    Julius Böhme

    Dankeschön! Das gebe ich gern dem kleinen, tüchtigen Japaner weiter, der -eingesperrt im Badezimmer- noch immer Footprints für 50 Rupees pro Stück für mich schreibt.

    10/9/19Reply
    Beate Sturm

    🤗

    10/16/19Reply
     
  • Day59

    Rafting auf dem Trishuli River

    November 20, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 24 °C

    Nepal hat nicht nur Berge und Trekking zu bieten, sondern ist auch für seine Wildwasser und somit für Rafting und Kajak Touren bekannt.
    Heißt für uns: das wollen wir probieren 😉

    Morgens 7.00 sitzen wir im Bus und fahren von Kathmandu aus Richtung Südwesten. Ehrlich gesagt kennen wir unser Ziel nicht genau - und wie wir nach 2,5h Fahrt feststellen, auch die Entfernung nicht so richtig 😂

    Nach knapp 4h hält der Bus am linken Straßenrand. "Rafting!" hören wir es von vorne rufen - ja, das sind wir! So steigen wir und noch zwei weitere Touris aus und werden im Trishuli Rafting Center freundlich empfangen. Nach einem Mittagessen (Dal Bhat, was sonst 😁) geht's aufs Wasser. Insgesamt zu acht beginnt der Spaß. Mit den zwei Neuseeländern werden wir sofort warm und sind schnell ein Team. Die 4 Chinesen sind eher unerfahren - und auch leider nicht sehr kooperativ was das paddeln angeht. Und so dauert es nicht lange bis wir alle komplett nass sind 🙄😅

    Es geht insgesamt 3h flussabwärts. Dabei passieren wir einige Stromschnellen, die teilweise echt wild sind. Einige Spielchen führen dazu, dass u. a. Rouven ungewollt baden geht 🌊
    Dafür darf er in der Pause aber mal kayak fahren.

    Sehr unterhaltsame Stunden, wobei es am Ende echt kalt ist und wir uns am Straßenrand neben vorbei fahrenden Autos, Bussen und LKW umziehen 😅 dafür ist die warme Dusche umso schöner.

    Und: seit langem gönnen wir uns mal wieder ein paar Bierchen am Abend, da in unserem Hotel so etwas wie eine Schul-Abschlussfeier mit ca. 80 jugendlichen Nepalesen stattfindet. Unsere angewöhnte zu-Bett-geh-Zeit von 21 Uhr können wir aufgrund lauter Musik also nicht einhalten und müssen deshalb trinken 😅
    Read more

    R. E.

    Habe richtig erkannt ein Bierchen schmeckt immer ,Prost

    11/22/19Reply
    .Ines.

    Was man alles machen kann 🤣

    11/24/19Reply
     
  • Day12

    Fewa Lake von oben

    October 29, 2019 in Nepal ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute Morgen habe ich noch mal schnell das Hostel gewechselt und bin jetzt in gleichen Hostel wie Jill.
    Zum Frühstück haben wir uns mit Saphira getroffen und haben ganz entspannt, mit Blick auf den Lake gefrühstückt und hinterher noch Phase 10 gespielt.
    Jill und ich wollten heute gerne noch Paragleiten gehen. Heute Morgen hatten nur fast alle Geschäfte aufgrund des Festivals geschlossen - ein sehr merkwürdiger Zustand für Asien! Wir haben dann später aber doch noch einen Shop gefunden und er meinte, wenn wir es heute machen möchten, dann jetzt.
    Wir wurden zu unserem Hostel gefahren, haben uns feste Schuhe angezogen und dann los.
    Auf der Fahrt zum Startpunkt ist mir schon fast schlecht geworden! Der ist in einem Tempo die Straßen hochgefahren!!
    Und dann ging es auch schon gleich los.
    Es war super cool!! Auf der einen Seite die Berge, unter einem der See und das Annapurna Gebirge konnte man auch noch ein bisschen sehen. Sehr cooles Erlebnis!
    Wir haben uns später wieder mit Saphira getroffen und waren Abends lecker essen.
    Read more

    Oh Anne. Was du alles erlebst. Weiter viel Spass bei den neuen Entdeckungen

    10/31/19Reply

    Lg ulla

    10/31/19Reply

    Tolle Bilder vom paragleiten. LG Ulla

    10/31/19Reply
    3 more comments
     
  • Day370

    Nepal - Der Annapurna Circuit beginnt.

    October 7, 2019 in Nepal ⋅ ⛅ 26 °C

    Die Fahrt mit dem privaten Fahrer ist entspannt, auch wenn du Straßen in Deutschland gesperrt wären. Unser Glück: der Fahrer liebt sein Auto und donnert nicht, wie ein Wilder am Abhang entlang.
    Und so erreichen wir Beshisahar 5 Stunden nach Abfahrt aus Kathmandu. Um uns herum breitet sich eine Berglandschaft aus und wir bekommen das erste Mal ein Gefühl dafür, was uns erwarten wird.

    Start Beshisahar 820 Höhenmeter:
    Wir wandern am ersten Tag 13km. Ich bin erstaunt, wie leicht uns der Start gelingt. Das Training in Vietnam hat vielleicht etwas gebracht.
    Auch wenn ich nach 4,5h froh bin endlich in
    Ngadi anzukommen. Die Unterkunft ist süß und liegt direkt am reißenden Fluss. Ich bin begeistert von der Gastfreundschaft und dem guten Essen. Natürlich gibt es 'Dal Bhat'. Es ist DAS Essen bei den Wanderern. Ralf sagt "Dal Bhat Power" am Abend gibt dir die nötige Energie zurück. Ich liebe das Gericht. Eine Zusammenstellung aus Reis, Linsensuppe, Kartoffel-Curry, Spinat und eingelegte Chilis. Und das beste: man kann so oft nachholen, wie man essen kann. Perfekt für den ausgelaugten Wanderkörper.
    Die Nacht wird der Horror. Ich schlafe kaum. Alle neuen Sachen sind so stark imprägniert, dass ich kaum Luft bekomme im Schlafsack. Ob es am Ende die Imprägnierung ist oder etwas was ich auf Kathmandu mitgebracht habe werden wir nie erfahren.

    2. Tag: Nagdi nach Ghermu 1130 Höhenmeter
    Der Weg nach Ghermu geht über Straßen und am Fluss entlang. Teilweise ist er beschwerlich wegen den Jeeps, die an uns vorbei donnern. Teilweise ist es beschwerlich weil wir in kurzer Zeit 500 Höhenmeter überwinden. Aber ich spüre noch etwas anderes. Ich fühle mich unwohl und kränklig und so langsam drückt sich eine Erkältung durch, die sich in Kathmandu schon angekündigt hat.
    Wir werden dann noch erfahren, dass es auch anderen ähnlich ergeht, wie mir und es sehr schwer ist nicht eine Krankheit aus Kathmandu mitzunehmen.
    Als wir um 16 Uhr in Germu ankommen bin ich am Ende meiner Kräfte und kann mich kaum noch ausziehen. Die warme Dusche rettet mich. Obwohl ich kaum die Brause halten kann. Unsere Unterkunft ist einfach und die Familie sehr nett.
    Sie werden sich noch wundern, denn wir werden 7 Tage hier bleiben. Und unser Zimmer wird zum Krankenzimmer umfunktioniert.
    Am Abend nach dem Essen sacke ich zusammen.
    Nasennebenhöhlen und alles was dazu gehört verklebt langsam. Am nächsten Morgen wache ich mit Fieber und Gliederschmerzen auf. Ich kann mich ehrlich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so krank war. Wahrscheinlich als Kind.
    Ich schaffe es nur mit Hilfe von Ralf aus dem Bett.
    Wir haben zum Glück alle nötigen Medikamente dabei. Also verschlinge ich Halstabletten und Ibu um das Fieber zu senken. Außerdem wird mir literweise Ingwertee gebraut. Es ist der schönste Ort den ich mir vorstellen kann um gesund zu werden.
    Die Unterkunft liegt mitten im Reisfeld mit Blick auf einen riesigen Wasserfall. Wunderschön.
    Und nach 4 Tagen habe ich genug. Genug vom krank sein. Genug vom Wasserfall. Genug von Nepal. Wieso bin ich eigentlich auf die dumme Idee gekommen hierher zu gehen?
    Ralf muntert mich auf, aber trotzdem vermisst er Vietnam auch. Oder Wärme. Oder eine einsame Insel. Wieso sind wir nicht auf die Malediven oder so? Tag 5 und Tag 6 verlaufen nun draußen. Wir beobachten die Natur und hören Hörbücher. Die Zeit verfliegt und ich werde von Tag zu Tag gesünder. Ralf überredet mich einen weiteren Tag zu warten, damit mein Husten noch mehr abklingt.
    Wir beobachten die Älteste der Familie beim Ernten des Reisfeldes. Die Frau ist über 80 und robbt den ganzen Tag auf allen Vieren und schneidet mit den Händen sowie einem Messer den Reis runter.
    Außerdem laufen wir zum nächsten Dorf und ich überquere die erste hohe Hängebrücke.
    Der Ort ist traumhaft und wir sind uns zum ersten Mal nicht mehr sicher, ob wir den Annapurna noch laufen werden. "Eine Etappe." sage ich. Eine Etappe und wir entscheiden dann.
    Also machen wir uns am achten Tag im Annapurna Gebiet auf den Weg nach Jagat...
    Read more

You might also know this place by the following names:

Pashchimanchal, Western Region, 서부 개발 지구, पश्चिमाञ्चल विकास क्षेत्र