Nepal
Solukhumbū

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.
Top 10 Travel Destinations Solukhumbū
Show all
50 travelers at this place
  • Day25

    Zurück vom Everest

    October 8, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ -1 °C

    Hallo meine Lieben,
    schön wieder bei Euch im virtuellen Leben zu sein.
    Die letzten Tage hatten es in sich. Mir war bereits seit der Anreise ständig kalt. Eine Erkältung kam pünktlich zum Anstieg auf die 5000m Grenze. Das Gerotze hielt praktischerweise die Zigaretten auf Distanz.
    In der Höhe verlangsamen sich auch die einfachsten Denkprozesse - halbe Stunde Rucksack packen, 15 Minuten Denkarbeit für eine Bestellung “Spaghetti mit Käse“. Sonst faire Bedingungen. Kein Kopfschmerz, wenig Schnappatmung, erhöhter Herzschlag bei Anstrengung, immer Kraft im Körper.
    Wir hatten sehr viel Glück mit den Wetterbedingungen. Seit Namche Bazar kein Regen am Morgen oder am Tag. Der Himmel riss auf am sechsten Tag in Dingboche. In der entscheidenden Phase jeden Morgen klar. Später zogen aus den Tiefen langsam die Wolken hoch.
    Highlights: Kalla Patthar, Gletscher Base Camp, Lotse, Pumori, Ama Dablam.
    Soweit sehr zufrieden. Den Plan einen weiteren Pass von 5400m zu überqueren wurde von mir gecancelt und der Abstieg eingeleitet. Mir geht's auch schon wieder besser. Der Rückflug ist auf den 10. angesetzt, bleibt aber eine Trickkiste. Zur Zeit kommen und gehen aufgrund der Wolken in Lukla kaum Flugzeuge an.
    Auf bald ...
    Read more

    Conni Meyer

    Lieber Markus, schön, dass Du von den "größten" Höhen wieder zurück bist. Erkältung ist eine sch.... Krankheit, um so schlimmer, wenn man körperlich gefordert wird. Dieses einmalige Erlebnis wird Dir lange sehr präsent sein. Die Bilder sind beeindruckend. Nun hoffen wir, dass Dein Flug von Lukla klappt,wie vorgesehen. Wir drücken die Daumen. Weiterhin gute Genesung! Bis dann. Mampap

    10/8/19Reply
    Conni Meyer

    Habe ich vergessen : Wenn Du vor dem Flug noch Zeit hast........ bring mir einen Yeti mit!!! 😉. Mama

    10/8/19Reply
    Tobias Wichmann

    Ich hatte dir kurz mehr Unvernunft zugetraut und durch irgendwelche Umständ dich schon auf ca. 7000m vermutet. Dem ist ja gottseidank nicht so. Feine Aussichten da oben! Schön, dass das Etter mitgespielt hat. Jetzt komm mal wieder runter, sonst bekommst du noch Höhe. Liebe Grüße aus Münster un die echten Berge. 🗻⛩

    10/9/19Reply
    Tobias Wichmann

    Die Lilie aus der Kanalstraßenära!!!⚜️

    10/9/19Reply
     
  • Day50

    Trekking Himalaya: Tag 4-5

    November 11, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 2 °C

    Nach der zweiten Nacht in Namche Bazaar machen wir uns auf Richtung Westen. Unser Etappenziel ist das kleine Dörfchen Thame, während des Erdbebens 2015 heftig in Mitleidenschaft gezogen. Beinahe alle Häuser mussten neu erbaut werden. Heute sieht man davon natürlich nichts mehr.

    Der Trek ist recht entspannt, wir gewinnen nur wenig Höhe (was gut ist, heute haben wir jeder schließlich wieder 13kg mehr zu tragen) und kommen bereits mittags in der Sunshine Lodge an. Die Zimmer alles andere als Sonnenschein (wie überall eben), der Gemeinschaftsraum dafür super gemütlich, irgendwie zu klein für die vielen Gäste, dadurch aber kuschelig warm geheizt. Wir hängen den Nachmittag in der Sonne draußen ab, bevor es zu kalt wird und wir drinnen weiter lesen, essen und Karten spielen. Und dann: ab in die Eis Höhle (unser Zimmer) 🥶

    Inzwischen merken wir übrigens beide leichte Symptome der Höhenkrankeit, die sich in schwerfälligem Atem, Kopfschmerzen und schlechtem Schlaf äußern. Soweit aber noch kein Grund zur Sorge. Wir befinden uns inzwischen auf 3.800m.

    Am nächsten Morgen geht's weiter durch das Tal Richtung Norden. Zum ersten Mal erleben wir den Vorteil, eine andere Route als die Mehrzahl zu nehmen - wir sind die meiste Zeit allein. Anfangs nur leicht ansteigend machen wir am Vormittag einen Tee Stopp, um danach den ersten heftigen Anstieg auf über 4000 HM zu stemmen. Puh, das ist hart. Uns bleibt beiden regelmäßig die Luft weg, wir müssen ständig Pause machen und pumpen wie Maikäfer. Nach 1 h ist das heutige Ziel jedoch erreicht - eine kleine sehr familiäre Lodge in Lunghden auf 4380m. Da wir hier schon am frühen Nachmittag ankommen und ganz allein sind, haben wir den Aufenthaltsraum für uns und können uns dort (dem einzigen warmen Raum) ausruhen, Zitronen-ingwer-Tee trinken und lesen.
    Kurz vor dem Abendessen kommt noch eine Israelin und so wird es ein kurzer Abend. Wir liegen 19.30 Uhr (!) im Bett um Kräfte für den großen Tag morgen zu sammeln: die Passüberquerung. 1.100 HM warten auf uns - mit Rucksack, Start ist 5.30 Uhr morgens bei - 5°C 😵😱 bei dem Gedanken wird Sabrina schon ganz anders... Die Frage des WARUM tut sich ihr öfter auf als Rouven, doch wir beide hoffen auf die Erleuchtung morgen, wenn es soweit ist.
    Read more

    .René.

    Sieht definitiv nicht wie Thüringer Wald aus 😊.

    11/16/19Reply
     
  • Day51

    Trekking Himalaya: Renjola Pass 5.369m

    November 12, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ -3 °C

    Der Pass-Tag. Er ist da.
    8h wandern, davon 5h steil bergauf.
    Über 1.100 HM müssen überwunden werden, von 4.230m auf 5.369m.

    Der Wecker klingelt viel zu früh. Punkt 4.45 Uhr reißt er uns aus dem Schlaf einer unruhigen, viel zu kalten Nacht.
    Noch Schlaftrunken geht der erste Griff zu den für den Aufstieg bereit gelegten Klamotten, zur Basis Schicht: T-Shirt, Unterwäsche, Socken. Vor dem Aufstehen kommen die Kleidungsstücke für 10 min mit in den Schlafsack, um sie aufzuwärmen. Nachts hat es im Zimmer bis zu -8°C und diese Temperatur nimmt gefühlt auch die Kleidung an.
    Es macht das Aufstehen leichter, wenn man in leicht vorgewärmte statt nahezu gefrorene Unterwäsche steigen kann.

    Aus dem Schlafsack schälen ist die erste Herausforderung des Tages. Bei Minusgraden anziehen & Rucksack packen kann in dieser Höhe schon zur ersten Schnappatmung des Tages führen.
    Zähne werden vor der Türe geputzt, während langsam die Dämmerung einsetzt. Schon hier in Lungden ist das Panorama beeindruckend und fast unwirklich. Im leicht rosafarbenen Licht der aufgehenden Sonne scheint die Umgebung zweidimensional, ähnlich einer gut gelungenen Fototapete. Der pfeifende Wind holt uns aber in die Realität zurück. Es geht los, der wahrscheinlich kräfteraubendste Tag der gesamten Exkursion steht bevor.
    Für ein ordentliches Frühstück ist es zu früh, sowohl für uns als auch für die Gastgeber. Gestärkt wird sich im Stehen mit einem dampfenden Tee und gefrorenen Müsli-Riegeln. Dann schnallen wir die 13kg Marschgepäck auf den Rücken und der Aufstieg beginnt.

    Ganz in der Früh sind wir drei die einzigen auf dem gesamten Trail und freuen uns der mystischen Stimmung im Gebirge. Meditativ ist es zu Laufen, den eigenen Schritt- und Atemrythmus zu finden und sich gedanklich auf die folgenden steilen Passagen einzustellen.
    Trotz der frühen Stunde werden unsere Schritte kürzer, die Geschwindigkeit langsamer, das Atem und der Herzschlag schneller. Die Effekte der Höhe sind nicht mehr von der Hand zu weisen. Wir befinden uns in einem Korridor mit einer Sauerstoffsättigung der Luft von nur noch 50%! Hier sind nur noch die Nepalesen schnell unterwegs - oder eben die Touris die ihr Gepäck an Porter übergeben haben und den Aufstieg mit Tagesrucksack genießen können.
    Wir müssen auf uns aufpassen und die Signale des Körpers richtig deuten. Lal, unser Guide, ist sehr darum bemüht unseren Zustand einzuschätzen und die richtigen Tips zu geben.

    Mit Sicherheit gibt es einige denen der beschriebene Aufstieg ebenfalls leicht von der Hand gehen würde - für uns aber ist es ein hartes Stück Arbeit.
    Nach 3h mäßigem Aufstieg geht es dann ans Eingemachte.
    Die zurückliegende Strecke hat konditionell und muskulär ihre Spuren hinterlassen. Da wir abseits jeglicher Dörfer unterwegs sind bekommen wir auch keinen Nachschub für unser aufgebrauchtes Wasser - wir zehren also von dem was unser Körper hergibt. Und Snickers. Das Snickers nicht vergessen 😋
    Vor uns baut sie sich nun auf. Die Wand. Die letzten 370m Steigung vor dem Pass. Nahezu senkrecht nach oben.

    Unförmige, ungleichmäßige Steintreppen übersäht mit losen Geröll, kleinen Eispassagen und mörderischer Steigung. So schaut der Pfad aus, der sich im Zick Zack nach oben windet. Auch wenn Lal wiederholt ruft: „Gleich geschafft, noch 20 min, dann sind wir oben“ spüren wir weniger Motivation sondern mehr die schwindenden Kräfte.
    4 Schritte, schweres Atmen, kurze Pause, weiter. Steiler, rutschiger, eisiger. Minute für Minute. Der Wind pfeift. Sabrina stöhnt ein langezogenes „Ich kann nicht mehr“ und mobilisiert dabei ihre letzten Kräfte. Rouven motiviert weiter: „gleich geschafft!“.

    Und dann: Bäääm!! Wir sind auf dem Renjola Pass angekommen. Bei bestem Wetter, mit wolkenlosem Himmel. Vor uns zeigen sich alle Berge, die wir so gerne mal in Echt sehen wollten.
    Der Mt. Everest in seiner vollen Pracht, das Dach der Welt, daneben Lhotse, Nuptse, Lobuche, Changtse, Makalu, die Liste ist lange und die Berge wirklich hoch.
    Obwohl wir auf fast 5.400m stehen fühlt es sich beim Blick auf dieses Panorama so an als wären wir in Garmisch auf dem Parkplatz und würden zur Zugspitze hoch schauen. Verrückt.

    Ab diesem Moment ist es für uns unvorstellbar wie man die weiteren 3.500 hm überwinden kann um den Everest tatsächlich zu besteigen. Wir sind uns sicher, dieses Abenteuer steht nicht auf unserer Liste. Der Anblick genügt und es ist das tollste Panorama das wir bisher bei einem Picknick hatten. Wir sind begeistert und unser Berghunger ist befriedigt.

    Erschöpft aber stolz und glücklich starten wir die 2,5h Abstieg ins nächstgelegene Dorf Gokyo, welches für zwei Nächte unsere Heimat sein wird. Ein wenig Karibik Feeling in der Höhe: kleine „Strände“ vor türkisblauem Wasser. So blicken wir auf den Gokyo See als wir unser Abendessen zu uns nehmen. Der folgende Tag soll einzig der Entspannung dienen - darauf freuen wir uns sehr!
    Read more

    Sonja Klein

    Ich bin froh, euch wohlauf zu sehen und freue mich über diese Bilder 😊

    11/15/19Reply
    Sonja Klein

    Whow 🙂

    11/15/19Reply
    Rouven Klein

    Der große, links über uns ist der Everest. Nicht zu glauben, dass der nochmal 3.500m höher ist als wir auf dem Bild...

    11/15/19Reply
    6 more comments
     
  • Day52

    Trekking Himalaya: der Tag danach

    November 13, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ -5 °C

    Wir schlafen aus. Kein Weckerklingeln. 7.45 Uhr öffnet Sabrina das erste Mal die Augen. Sonne scheint ins Zimmer. Erster Gedanke: heute müssen wir gar nichts. Vorallem aber nicht 1.000 HM überwinden 😁

    Unser Guide macht sich schon Sorgen als wir 8.45 Uhr in den Frühstücksraum stolpern, weil wir so spät dran sind. Nach einem Frühstück entscheiden wir, dass wir uns den 500 m höher liegenden Gipfel Gokyo Ri einfach schenken. Den besten Ausblick hatten wir gestern - besser kann es nicht werden. Also spazieren wir über die umliegenden Hügel, hören den knacken des Gletschers zu und machen immer wieder Pause auf einem Stein um uns die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen und das tolle panorama vollends zu genießen. Wir können uns kaum satt sehen. 🏔️⛰️🌞

    Wir nutzen die Mittagssonne und waschen und das erste Mal seit 7 (!) Tagen die Haare 😂 natürlich nicht unter einer warmen Dusche - aber seht selbst in den Bildern.
    Socken haben wir auch gleich mit gewaschen und in die Sonne zum trocken gehangen.

    Am Nachmittag werden wir eingeladen in eine kleine, provisorische "Klinik" zu einem kostenlosen Info-Gespräch über das Thema Höhen-Krankheit (Altitude Sickness). Sabrina hat im vornherein zwar schon viel darüber gelesen, doch fühlt es sich gut an von einer Ärztin zu hören, was es mit all den Symptomen auf sich hat und wann man sich wirklich Sorgen machen sollte.

    Sie erklärt uns, dass in der aktuellen Höhe nur noch 50% des uns gewohnten Sauerstoffs in der Luft vorhanden ist. (Wir sind bisher von mindestens 75% ausgegangen 🤷🏻‍♀️) Der Körper gleicht das aus, indem er mehr atmet, das Herz schneller schlagen lässt und den Stoffwechsel hoch schraubt. Eine vermehrte Produktion von roten Blutkörperchen findet erst nach mehren Wochen in diesen Höhen statt.

    Klassische, "milde" Symptome der Höhen-Krankheit sind Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Schlafstörung und Abgeschlagenheit. Treten Sie auf ist es wichtig, nicht weiter aufzusteigen sondern einen Tag Pause einzulegen. Lassen die Beschwerden nach, kann es weiter gehen. Wird es schlimmer, muss man umkehren.

    Ignoriert man schwerwiegende Symptome wie Kurzatmigkeit auch im Ruhezustand, schleimigen Husten oder anhaltenden Schwindel, so kann das bis zum Tod durch Lungen- oder Hirnödem führen. Leider kommt genau das immer wieder vor, weil Leute die Signale ihres Körpers nicht richtig deuten oder sie einfach ignorieren. So traurig, erst diese Woche ist hier im Ort ein 26-jähriger Mann genau daran gestorben. 😔 Dabei kann man erkrankte sehr gut und effizient behandeln, indem ihnen Sauerstoff zugeführt wird und sie schnell ins Flachland transportiert werden.

    Doch es gibt auch gutes zu berichten, denn die gemeinnützige Einrichtung bietet Portern (Menschen, die hier Essen, Trinken und Gepäck von Touristen rauf und runter tragen, häufig jedoch in Badelatschen und ohne dicke Kleidung) eine kostenlose Unterkunft, billiges Essen und medizinische Versorgung wenn nötig. Bezahlt wird das ganze indirekt durch Touristen die hier ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine wirklich gute Sache! Insgesamt ein aufschlussreicher Nachmittag 🔎

    Der restliche Tag verläuft ebenso entspannt, Tagebuch schreiben, lesen, Abendessen, Karten spielen. Das übliche eben 😉

    Da wir uns entschieden haben, keinen weiteren Pass zu queren, treten wir morgen den Rückweg an, es heißt also: Abstieg für die nächsten 4 Tage.
    Read more

    Rouven Klein

    Wer ist denn der alte Mann auf dem Bild, mit dem du da unterwegs bist, Sabrina??

    11/15/19Reply
    Sabrina Etzroth

    Das frage ich mich auch jeden Tag 🤔

    11/15/19Reply
    Sonja Klein

    😂

    11/15/19Reply
    6 more comments
     
  • Day446

    EBC Tag 8 : Kala Patthar - 5648m

    November 15, 2019 in Nepal ⋅ 🌙 -8 °C

    Aus dem harten Tag 2 machen wir auf Anraten des Guides einen ganz harten. Schon am Tag zuvor hatte er vorgeschlagen Base Camp und Kala Patthar an einem Tag zu machen. "Gute Wanderer schaffen das" meinte er. Ob wir dazu gehören? - Da waren wir uns nicht ganz sicher.

    Normalerweise endet Tag 8 nach der Rückkehr vom Base Camp. Am nächsten morgen steigt man dann auf den Kala Patthar Peak um den Sonnenaufgang über dem Everest zu besichtigen.

    Der Sonnenuntergang sei aber besser. Wir sind zeitig zurück und noch nicht am Ende. Also riskieren wir es. Nach einem kurzen Mittagessen in Gorak Shep brechen wir auf. 440 Höhenmeter geht es steil bergauf und wir sind schwer am kämpfen. Die dünne Luft macht uns besonders im oberen Drittel schwer zu schaffen. Mony zweifelt immer wieder, dass wir es rechtzeitig zum Sonnenuntergang auf den Gipfel schaffen. Das Tal liegt bereits im dunklen Schatten und es wird immer kälter und kälter. Jeder Meter kostet Überwindung aber schaffen will ich es.
    Der Kala Patthar Peak ist aber neben dem Base Camp und dem Chola Pass eines der Highlights. Aufgeben kommt nicht in Frage.
    Mit schimpfen, motivierten, gut zureden und anschreien schleifen wir uns gegenseitig weiter. Irgendwann dann nur stur und stumpf, schweigend und tief schnaufend schritt für schritt in die Höhe.

    Genau rechtzeitig sind wir oben. Naja fast oben - die letzten 30m sparen wir uns denn auf dem eigentlichen Peak, einer Felsnase auf dem Gipfel drängen sich schon dutzende Menschen und der Wind ist hier schneidend kalt. Trotz Handschuhe und dicker Socken sind Füße und Hände langsam taub. Ganz oben ohne jeden Schutz sitzen? Nein danke. Wo wir stehen ist hoch genug und wir haben Platz für Fotos.

    Erst scheint es, als wäre heute nichts mit Sonnenuntergang. Es wird einfach nur dunkler und mit jeder minute noch kälter.
    Aber Unsere Mühe wird belohnt. Wir haben richtig Glück.
    Genau richtigen Moment geben die Wolken den Blick auf den Everest frei und der höchste Berg der Welt leuchtet für uns Rot in der Sonne. Ein unfassbarer Anblick.

    Allerdings ein kurzes Vergnügen. Schnell leuchtet nur noch die oberste Spitze des Everest. Im restlichen Himalaya ist es Nacht.
    Wir haben ALLES an was geht, trotzdem frisst sich die Kälte in die Knochen. Nichts wie runter von dem Fels !

    2-3 Stunden haben wir uns hoch gekämpft jetzt mit Stirnlampe wieder bergab. Langsam sind die Beine am Ende. Es war ein richtig anstrengender Tag für uns. Mit zittrigen Schritten und fast völlig am Ende betreten wir um 19:12 den Speisesaal unseres Teehauses. Da wird zum Glück geheizt und wir können auftauen. Ohne Frage der anstrengenste Tag bisher.

    Dafür haben wir uns Zeit frei geschaffen um morgen länger zu schlafen. Erst um 8 Frühstück !
    Wie sich zeigt, war es die richtige Entscheidung. Die Sonnenaufgangs Tour bricht nachts um 4 auf, wartet oben auf die Sonne und mehrere kommen mit Erfrierungen an Nase, Zehen und Fingern zurück. Die Armen, ich möchte mir nicht vorstellen wie es ist zur kältesten Stunde der Nacht da oben zu sitzen. Wir sind halt doch Wanderer und keine Bergsteiger, einfach nicht hart genug oder einfach nicht gut genug ausgerüstet.
    Read more

    ☀️🤩

    11/28/19Reply

    jedes bild ein traum !!!!

    12/30/19Reply
     
  • Day449

    EBC Tag 11 : Gokyo - 4750m

    November 18, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ -2 °C

    Der Weg nach Gokyo ist kaum der Rede wert. Nur 3h brauchen wir zur Durchquerung der Gletscherschneise. Es geht weder über lange Strecken Berg auf noch steil bergab. Ein steiler Abstieg am Anfang durchs Geröll und dann ein kurzer Aufstieg am anderen Ende. Danach einige km leicht bergab und wir sind zum Vormittag in Gokyo.

    Eigentlich steht für den Nachmittag noch ein weiterer Peak auf dem Plan. Wieder ein 5000der mit toller Aussicht. Aber wir haben kein Bock und lassen das bleiben.

    Wir wollen lieber um den See spazieren. Dessen unglaubliche Farbe genießen und auf der Terrasse des Ufer-Hotels (in dem wir leider nicht wohnen) eine überteuerte Cola genießen.

    Hier könnte man es aushalten.
    Read more

    Wow diese Farbe...!!!!!!!!!!

    11/28/19Reply

    mega :D :D

    12/30/19Reply
     
  • Day450

    EBC Tag 12 : Dole - 4220m

    November 19, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ -3 °C

    Die Schonfrist ist vorbei. Heute stehen 12 km auf dem Plan. Aber es ist eine der schönsten Etappen. Es geht erstmal lange leicht bergab. Vorbei an den herrlichen 3 Gokyo-Seen. Dann weiter am Fluss entlang und nach einem kurzen Aufstieg durch eine Hochebene. Die Wolken steigen aus dem Tal auf und verleihen der Landschaft mit den herumliegenden Findlingen und den vereinzelten, teilweise verfallenen Stein-Häuschen eine mystische Atmosphäre.

    Erst gegen Ende zieht es sich etwas. Trotzdem sind wir guter Dinge.
    Read more

    schon wieder strand

    12/30/19Reply

    haha du siehsch aus als wärst 3 jahre nich in der zivilisation gewesen

    12/30/19Reply
     
  • Day93

    Everest Base Camp Trek - Day 5

    December 1, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ -9 °C

    Tengboche - Dingboche
    Dingboche rest day 4,350m

    We woke up really early in Tengboche to start trekking. It's better to start early so we have the afternoon in the next place and if you start too late, then you have to stop for lunch. We really enjoy stopping for lunch and not have to trek any further. It was pretty cold in the morning. We all started out in jackets and mitts, but took them off when the sun came up.

    We ended up by mostly trekking with a group of british people. We were around the same speed as them, and it wasn't until the end of the day when we slowed down that they went ahead of us. Most of the people we saw on the trail were people who we had talked to at some point, or at least recognized.

    It wasn't too hard at first, most of the day was a gradual incline with some flat and a bit of dowhill. At the end of the day however, it got way harder, when we got to the 45 mins of uphill and it ended up being a 6 hour day. Everyone who we had passed and all the signs had said we only had 30 minutes left, but it ended up being more like an hour and a half of trekking uphill!

    When we got to the first lodge, it was full so we had to go a little farther to the next lodge. We had lunch there and got settled and relaxed for the rest of the day!

    Sophie
    Read more

    Amanda Blair

    Breathtaking 💙

    12/14/19Reply
     
  • Day94

    Everest Base Camp - Day 6

    December 2, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ -10 °C

    Acclimization day: Dingboche

    On our rest day, we slept in until 8:30, which is sleeping in late for trekking. Usually, we have already been trekking for a half hour by this time and have been up since 6:00 a.m. When we woke up, it was below freezing in Dingboche and the windows all had ice in them.

    We stayed in Dingboche to acclimate and just relaxed for our rest day. My parents hiked up higher and figured out the trail for the next day so we wouldn't get lost, while me and Neve stayed at the lodge and read.

    In the afternoon, we read some more until 1:00. Then, we had lunch and headed over to the bakery.

    Everyday, the bakery here has a movie showing at 2:00. They have movies about helicopter rescues in the mountains, the Dawn Wall and Free Solo. Today, we got to watch Free Solo. We have seen Free Solo before, but it was really cool to watch it at an elevation of over 4,000 meters! We ordered tea and hot chocolate for the movie.

    When the movie was finished, we went back to our lodge to read and organize our stuff and start packing it up. Because our shoes are just regular running shoes and have ventilation, my parents decided to tape up the toes of our shoes with tuck tape so they will hopefully be warmer. It is supposed to be -10 tomorrow morning when we start trekking.

    Sophie
    Read more

  • Day5

    Namche Baazar

    September 8, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 10 °C

    At breakfast hall by 7.
    Out by 8.
    Had rice pudding - very satisfied cause at least today I’ll have something in my tummy. Yesterdays breakfast was grossly dissatisfying.

    Off we went.
    To summarize:
    Today was all uphill and killed my soul😂

    My phone was o my on 9% to begin with and as I usually use my photos as a memory prompt I hope i don’t forget things.

    Stairs, stairs, several bridge and a relentless fucking hill.

    Got a few sensational photos. The one of me standing by a sign has Everest’s tip in the background even though my phone is a piece of shit and blended it into cloud it was our first glimps and I promise it’s there lol.

    Walking in the shade is my jam. Sun destroys me and my steps become half size.

    We watched mules cross over the bridge which was pretty cool.
    It really does all blend in.

    You also spend 85% of the time looking at the ground, not up because you don’t want to trip.
    Considering it is a challenging walk I actually am bloody proud of my leg strength and perseverance. I struggled at the end, I couldn’t keep up with the others - I’m fine at my own pace so that’s exactly what I did. Took my time and kept my heart rate low. And I made it.
    Thankyou diamox. 😘😘😘

    Drank all my 3L on the walk.

    Beyond fucking thrilled to reach Namche Baazar. (11,155ft)
    City/town is awesome!! It’s on the side of a monuntain.

    We saw some wild mountain goats as we came in and girls going the washing in a fountain thing.

    We had lunch and I’ve just woken from a 2hr nap.

    Went for a 10 minute walk and a) found a cat and b) a memorial for the first female Sherpa to climb Everest. She died in 2007 - she fell 8000m which is truly horrifying. She was only 37. I love that there is a monument to her. Being a female Sherpa is presumable a big ass deal. We haven’t seen one yet.

    Had dinner then bed.
    I have some heartburn but I think that’s cause there was garlic in my tomato soup.
    Read more

You might also know this place by the following names:

Solukhumbū, Solukhumbu