New Zealand
Rainbow Point

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21 travelers at this place:

  • Day89

    Zeitvertreib von Sparfüchsen

    March 27 in New Zealand ⋅ ☁️ 19 °C

    Manchmal erscheint es so als sei Reisen eine nicht endene Kette von absoluten Highlights und Sehenswürdigkeiten, die sich gegenseitig zu übertreffen versuchen. Ein „Wow“ Erlebnis jagt das nächste, immer neue Eindrücke prasseln auf uns ein, Explosionen von einzigartigen Momenten und Emotionen. Zum Glück gibt es aber auch bei Reisenden so etwas wie einen unspektakulären und halbwegs gewöhnlichen Reisealltag und das ist auch gut so. Denn unser Kopf braucht manchmal auch einfach etwas Ruhe und Leere, um die Erlebnisse zu verarbeiten und sacken zu lassen, die Eindrücke reflektieren zu können. Die vergangenen drei Monate waren sehr intensiv. Durch das überwiegend wunderschöne sonnige Wetter war jeder Tag eine Verführung für einzigartige Ausflüge in der Natur und hat kaum Raum für echte Muse gelassen.

    Inzwischen ist aber auch in Neuseeland der Frühherbst angekommen, das Wetter wird instabiler, kühler und regnerischer. Der graue Himmel senkt die Motivation für Ausflüge und lässt uns manchmal auch wieder etwas träger werden. Es gibt zwar auch für Regentage unzählige Angebote für so genannte „Once in a lifetime experiences“ in der Umgebung, die ohne Probleme den ganzen Tag füllen können, aber gerade hier im Norden Neuseelands merken wir, dass die Kiwis gelernt haben, jegliche Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse auch gewinnbringend zu vermarkten. Viele Attraktionen kosten Eintritt oder werden nur als Tour-Paket angeboten. Und so hat fast jede Unternehmung auch ihren Preis (im Gegensatz zu den vielen Naturerlebnissen unserer bisherigen Reise, die doch weitestgehend kostenlos gewesen sind). Und viele Attraktionen scheinen sich auch zu wiederholen. Fast jede Region bietet Rafting-Touren, Treetop Walks, Mountain Biking, Bungee-Jumping und Farm Visits an, natürlich in den Flyern immer als „New Zealand‘s Finest“ und TripAdvisor #1 angepriesen.

    Als Langzeit-Reisende schauen wir natürlich auch etwas bewusster auf unser Budget, wissen den unzähligen Verlockungen zu widerstehen, die Werbeslogans richtig zu deuten und sind inzwischen bereits schon gut geübt darin, auch die vielen „Free Things to Do“ wahrzunehmen, die meistens erst auf den zweiten Blick in den Sinn kommen, die häufig aber sogar weniger touristisch und authentischer sind und mit denen sich ebenfalls hervorragend die Zeit vertreiben lässt. Beispiele hierfür sind: Besuche der öffentlichen Büchereien, kostenlose Kunstausstellungen, kleine Spaziergänge durch botanische Gärten, Parks oder entlang der Strandpromenade, Coffee Tasting in stylischen Coffee Shops (nicht ganz kostenlos, aber unverzichtbar 😉), Reiseblogs schreiben (so wie jetzt gerade), ein gutes Buch lesen oder Hörbuch hören, Serien- oder Filme bei Amazon Prime schauen (wesentlich günstiger als ins Kino zu gehen), Quatschfotos machen, durch die Städtchen schlendern und Street Art bestaunen, öffentliche Pianos bespielen (sofern vorhanden), Nachts in den Wald fahren und nach Glühwürmchen suchen, in natürlichen heißen Quellen baden, etwas leckeres selber Kochen, mal wieder etwas Sport machen, und vieles mehr...

    Und dann sind da natürlich auch noch die gewissen Pflichten von Reisenden, die ebenfalls den Alltag prägen, wie z.B., das nächste Reiseziel festlegen, Unterkünfte heraussuchen und buchen, Bewertungen für Unterkünfte schreiben, Gepäck auspacken und am nächsten Tag wieder einpacken (und dabei jedes Mal wieder festzustellen, dass es doch vorher irgendwie besser in den Rucksack gepasst hat), Wäsche waschen und trocknen, Ausgaben notieren und Reisekasse sortieren, von A nach B fahren, die Einkäufe für den Tag erledigen, und so weiter...

    Irgendwie gibt es also immer etwas zu tun. Das Schöne auf Reisen ist jedoch: Jeder Tag ist doch irgendwie anders und einzigartig, etwas ganz Besonderes und wir nehmen die Zeit viel bewusster wahr als den üblichen Alltag zu Hause.

    Unser Road Trip führt uns momentan zügig Richtung Norden, wo wir uns etwas mehr Zeit lassen wollen. Auf unseren Zwischenstopps liegt für die nächsten Tage das schöne, gepflegte Küstenstädtchen im Art-Deko Stil „Napier“ und der große „Lake Taupo“. Hier verbringen wir entspannte und ruhige drei Tage mit Street Walks, Kaffee Trinken, Honey Tasting (sündhaft teurer Honig, aber das Tasting war zum Glück umsonst), planschen in heißen Quellen, besichtigen tosenden Wasserfällen, fahren zu hochgelegenen Aussichtspunkten und machen viele der oben genannten „alltäglichen“ Dinge 😀 Uns wird alles andere als langweilig, aber dennoch haben wir ausreichend Zeit, um auch wieder mal etwas herunterzukommen und uns auch Gedanken über die Weiterreise machen zu können...

    Bemerkung: Da wir ja inzwischen relativ spontan von Tag zu Tag reisen, lernen wir viele interessante Fakten über unsere Reiseziele erst während unseres Besuchs oder sogar erst danach kennen. So wurde der Ort Napier zum Beispiel im Jahr 1931 bei einem Erdbeben nahezu vollständig zerstört, aber mit dem Einsatz von Helfern, Regierung und Einwohnern in nur knapp zwei Jahren wieder vollständig aufgebaut. Beeindruckende Leistung, wenn ich daran denke, welcher lausige Fortschritt auf manchen Baustellen zu Hause erzielt wird... 🙂 Die Fakten, die ich inzwischen über den Lake Taupo recherchiert habe, beeindrucken mich nicht minder. Dieser große See (von der Fläche etwa vergleichbar mit dem Bodensee) ist in Wirklichkeit der Kratersee eines Supervulkans, der vor 26500 Jahren entstanden ist. Immer noch aktiv, liegt sein letzter Ausbruch nur knapp 2000 Jahre zurück (gemessen am geologischen Zeitmaß eigentlich nur ein Wimpernschlag), und zählte zu den stärksten Vulkanausbrüchen der vergangenen 5000 Jahre. Fast schon ein wenig angsteinflößend, wenn man bedenkt, auf was für einem explosiven Pulverfass wir uns da eigentlich befunden haben...
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  • Day11

    Coromandel/Cooks Beach

    March 5 in New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    An der Skyline vom Auckland vorbei ging es im Richtung Halbinsel Coromandel. Bis zu unserem Ziel Cooksbeach lag eine rund 50km lange,kurvenreiche Strecke durch den Wald vor uns. Mal wieder eine Fahrt durch schönste Natur. Dort angekommen parkten wir auf einem Freedomcampground direkt ab Strand. Es war unglaublich heiss,wir packten unsere Badesachen und gingen sofort zum Strand um das kristallklare Wasser zu geniessen. Clemens hat heute das erste mal Sand an seinen Füssen gespürt und sich riesig gefreut.Leider macht uns sein komischer,immer schlimmer werdender Husten grosse Sorgen. Zum Abend hin machen wir uns so einen Kopf,dass wir noch im dunklen nach Thames (über eine Stunde kurvenreiche Fahrt wieder zurück) aufbrechen,damit wir in der Nähe eines Krankenhauses sind. Sonst hätten wir wohl die ganze Nacht kein Auge zubekommen.Read more

  • Day334

    SKYDIVING Taupo

    March 18 in New Zealand ⋅ ☀️ 21 °C

    Das wohl Beste und Krasseste was ich je in meinem Leben gemacht habe.
    Von 12000ft aus einem Flugzeug springen, 45 Sekunden freier Fall über Lake Taupo,
    Das Gefühl ist unbeschreiblich, man fliegt und fällt gleichzeitig, alles ist unwirklich, man kriegt keine Luft aber fühlt sich so frei wie nie zuvor, man denkt an garnichts und ist gleichzeitig damit beschäftigt zu verstehen, dass man gerade in tausenden Metern Höhe in einem Flugzeug saß und da raus gesprungen ist. Rechts und links nichts als Wolken und unter einem ein, jetzt nur noch klein wirkender See. Man schaut der Angst direkt ins Gesicht, Adrenalinkick beschreibt es nur ansatzweise, und danach pures Glück und HAPPINESS, kann ich nochmal?
    Was ein Ende meiner Zeit hier, es hätte nicht besser kommen können.
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  • Day62

    Whanganui River Road + Streetfoodvans

    April 17, 2018 in New Zealand ⋅ 🌙 15 °C

    Nachdem unser Retter Colin uns heute Morgen nochmals das Auto überprüft hat und uns sein "Go" gegeben hat, bekamen wir noch einen heissen Kaffee und Müesli bei ihm und seiner Frau im selbstgebauten Haus (zusammengestellt aus zwei alten Railway-Häusern) Stolz zeigte er uns auch noch den oberen Stock, wo die Gäste sitzen können in der Lounge, mit Bar. Neben seinem Abschleppdienst, hat er nämlich noch eine Lodge und viele alte Autos + einen riesigen Schrottplatz und flickt überall Dinge für Leute. Jemand der anpackt. Wir nehmen uns die Empfehlung von Barbara zu Herzen anstatt über den Statehighway 4 nach Whanganui zu fahren stattdessen die Whanganui River Road entlang des gleichnamigen Flusses zu nehmen, welche weniger befahren aber viel schöner sein soll. Auch wenn mir mulmig ist zu fahren, steige ich wieder in den Van. Der erste Stopp ist die Tankstelle und wer fährt uns da über den Weg? Mathias von der Fähre. Und wo hat er geschlafen letzte Nacht? Auf dem Campingplatz wo wir hinwollten bevor wir feststeckten? Und wie weit wäre der Campingplatz entfernt gewesen, wenn wir nicht falsch abgebogen wären? Kein Kilometer :) Er kommt mit uns mit auf die abenteuerliche Fahrt, auf dieser wunderschönen Strasse. Es verkommen uns fast keine Autos, unterwegs hat es mehrere Maorisiedlungen und Örtchen die Namen tragen wie Piripiri, Jerusalem oder Athen. Beim Whanganui River Lookout geniessen wir ein feines Picknick und ich bin einfach nur froh, dass unser Van fährt, auch wenn er aufgrund von abgerutschten Strassen, die während der letzten Flut entstanden sind und nun geflickt werden müssen, viel mehr Gravelroad und Schlaglöcher gefahren ist, als erlaubt wäre.
    Am Abend suchen wir uns mit unseren beiden Vans ein schönes abgeschirmtes Plätzchen oberhalb von einem schwarzen Sandstrand in Opunake. Und da veranstalten wir unser kleines Streetfoodfestival. Sogar die Weingläser von unserem Van kommen zum Einsatz. Als Kerzenständer für die Rechaudkerzen. Und so geniessen wir einen schönen Abend mit Musik unter dem sternenüberzogenen Nachthimmel mit den krachenden Wellen im Hintergrund.
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  • Day61

    Ein etwas anders geplantes Tagesende

    April 16, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute Morgen ging es zuerst bei strömenden Regen auf ein wunderschönes altes Boot. Wir wollten die Maori Rock Carvings auf dem Lake Taupo betrachten. Man "hätte" vom See aus einen wunderschönen Ausblick auf verschiedene Berge und Vulkane, nur leider versteckten diese sich hinter einer dicken Wolkenschicht. Aber auch so waren die Carvings, die in den 70er Jahren angefertigt wurde wirklich schön anzusehen und auf der Rückfahrt wurden wir noch mit einem sehr speziellen Regenbogen am Horizont des Sees überrascht.
    Dann war "Haushalten" angesagt. Wäschesalon suchen, einkaufen und Greywaterstation suchen um unser Abwaschwasser etc. abzuleeren. Und dann die grosse Nachmittagsfüllende Aufgabe unseren Wassertank zu füllen... Zwar hat es an verschiedenen stellen Wasserhähnen jedoch keinen Schlüssel um diese aufzudrehen. An der vierten Stelle wurden wir dann fündig und das auch nur dank verschiedener wundervollen Neuseeländer, die uns halfen!
    Und dann gings los in Richtung Tongariro Nationalpark, nun natürlich bei strahlendem Sonnenschein. Die Fahrt entlang des Sees war sehr schön und die Freude die aufkommt, wenn einem ein anderes "Jucy-Fahrzeug" wild winkend entgegenkommt, ist jedes Mal gross.
    Und da waren wir also, mittlerweile bereits 7 Uhr abends und machten uns auf einer Strasse ins Nirgendwo zu einem Free Campsite "Ruatiti Domain". Ohne Strassenlicht, ohne Natelsignal, mit immer wieder grossen Steinen auf der Strasse. Und dann leider leider war unser App einer anderen Meinung als der Wahrheit entsprach und von einer Sekunde auf die nächste war der Campingplatz wieder 3km entfernt und nicht mehr wie vorher angegeben 200m, was mich veranlasste auf der Gravelroad in eine Toreinfahrt zu kehren. Anscheinend nicht meine beste Idee. Der Van war mit den Vorderreifen zu tief unten, spullte nur noch, konnte nicht rückwärtsfahren und unten tropfte Wasser raus. Wir komplett panisch, dass es irgendeine Bremsflüssigkeit war (es war nur das Wasser vom Wassertank, der überlief, weil der Van so schief stand) und so machten wir uns mit Stirnlampe und Rucksack bepackt auf den Weg, bereit nun mehrere Stunden zu laufen, bis wir wieder Empfang hätten um den Abschleppdienst zu rufen. Doch es kam alles anders. Keine 10 Minuten nach dem ich meine geniale Idee in Tat umgesetzt hatte, kam ein einziges Auto denselben falschen Weg hoch, ebenfalls zwei Camper. Wir winkten wie verrückt mit unseren Lampen, die zwei hielten und nahmen uns ohne zu überlegen mit, fuhren uns herum, bis wir Empfang hatten und warteten bis der Abschleppwagen kam. Wie zwei Engel, die zur richtigen Zeit am falschen/richtigen Ort waren. Wie dankbar ich war.
    Unser Retter Colin befestigte eine Seilwinde am Van, zog in raus und als ob er nicht schon genug getan hätte, durften wir bei ihm vor dem Haus campen, er machte uns Tee und wir durften sein WC benutzen und das einfach so! Neuseelands Menschen überraschen mich immer wieder und ich wünschte mir, dass wir nur ein kleines bisschen mehr so wären!
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