New Zealand
Whakahoro

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Travelers at this place
  • Day76

    Mitten im Nirgendwo auf nem Pferd

    February 17, 2020 in New Zealand ⋅ ☁️ 19 °C

    Unsere neue Bleibe für die nächsten zwei Tage ist die Blue Duck Station, eine 7.200 Hektar große Hochlandfarm die nur über eine nicht asphaltierte Straße zu erreichen ist.
    Ich sage euch, das Stück war schlimmer als die Busfahrt in Nepal!!! 😂🙈
    Ich habe wirklich gedacht, gleich bricht der Bus auseinander!

    Dort, abgeschnitten vom Internet, gab es viel Land, Pferde, Schafe, einen Wasserfall, unendliche Wälder, viele Bienenvölker und ansonsten NICHTS!

    Nun...was macht man die ganze Zeit über hier?
    Genau! Wir buchen einfach Mal nen Ausritt mit nem Pferd!
    Hatte mir das irgendwie ganz schön vorgestellt, auf dem Rücken eines Pferdes über die grasbewachsene Landschaft hinauf in die Berge zu reiten um die fantastische Aussicht zu genießen...

    So die Theorie...

    Die Praxis sah da irgendwie anders aus:

    Zu Beginn wurde uns ein Helm verpasst und an einem Pferd gezeigt wie man auf und wieder absteigt, sowie man die Zügel richtig hält und dem Tier zu verstehen gibt wo es lang gehen soll.

    Ich durfte dann auch direkt als erste das "Vorführmodell" besteigen 🙈
    Der Aufstieg gelang mir erstaunlich leicht und kaum saß ich oben, setzte es sich auch schon direkt in Bewegung.
    Mir wurde zugerufen ich solle zur Gruppe zurück kommen, allerdings hatte ich, dank meiner nicht ganz ausreichenden Englischkenntnisse, nicht verstanden wie man denn nun "bremst" 😳🙈
    Irgendwie schaffte ich es dann doch das Pferd (er hieß übrigens Joe) zu wenden.
    Aber auch nur damit er direkt zur nächsten Wiese schritt und zu fressen begann...
    Dabei beugte er sich soweit nach unten, das ich Mühe hatte nicht vorne rüber zu fallen 🙄

    Als dann alle aufsaßen ging die Tour los.
    Ich hatte allerdings jetzt schon die Schnauze voll!

    Ich glaube Joe mochte es so überhaupt nicht das ich auf ihm saß. Ich hätte ihm so gerne gesagt, das daß absolut auf Gegenseitigkeit beruht!!!

    Denn ständig schliff er mich durch Disteln (und davon gab es auf dem Weg mehr als genug!), wenn ein Baum kam musste ich mich unter dem Ast her ducken denn er ging so das wir direkt darunter her kamen! Und wenn es steil bergab ging, lief er so nah am Abgrund das mich einzig und allein die Tatsache beruhigte das er wohl selbst nicht so scharf drauf war dort runter zu fallen.

    In dem Moment habe ich sehr auf die Intelligenz dieser Tiere vertraut!
    Denn wären sie so dämlich wie Wachteln, wären wir definitiv verloren gewesen!!!

    Mein Pferd hatte auch übelste Blähungen und darunter musste Claudia, die hinter mir herritt, sehr leiden 😂🙈

    Nach einer guten Stunde erreichten wir unseren höchsten Punkt und konnten kurz absteigen um uns die Füße zu vertreten.
    Das war auch dringend nötig!

    Als ich so um mein Pferd herum ging um die schöne Aussicht zu genießen, dachte ich nur bei mir: "Bitte tritt mich jetzt nicht den Berg runter!"
    Doch dann kam mir ein ganz anderer Gedanke: Das ist das pupsende Pferd!!!! 😳😳😳

    Ging aber alles gut!!! 😁

    Nach knapp 3 Stunden kamen wir endlich zurück zu der Farm und Joe und ich gingen Gott sei Dank wieder getrennte Wege!
    Denn in der letzten halben Stunde tat mir, vom Hintern an abwärts, einfach ALLES weh!!!!

    Also Pferde sind zwar tolle Tiere, aber darauf zu reiten ist definitiv nichts für mich!!!! 😂😂😂
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    Zu gut die Geschichte xDd

    2/19/20Reply
     
  • Day123

    OFF

    January 16, 2020 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Kurze Zwischeninfo :-)

    Ich bin bis zum 21. Januar an der Blue Duck Station. Es gibt da kein Internet oder Wifi.

    Gestern Abend war ich am Lake Aniwhenua; Zuhause bei einer Maori Familie, die an dem wunderschönen See lebt. Nach dem Hangi (wird unter der Erde gekocht) hat uns Charles, der Vater der Familie, bei einem grossen Lagerfeuer Geschichten über seine Vorfahren erzählt und uns die Sternenbilder erklärt. Es war einer dieser besonderen Abende. Heute Morgen hat uns dieser kleine Junge dann noch verabschiedet.

    Ich bin gespannt auf die Erfahrung die nächsten Tage und freue mich euch dann davon zu erzählen. Ich melde mich sobald ich zurück in der Zivilisation bin.

    Bis dann, ich muss aufhören, mir wird schlecht im Bus :)
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    Alena Paganini

    Noooaahh ❤️

    1/16/20Reply
    Tobias Hollenstein

    Solche spezielle Abende vermisse ich hier😌😘

    1/17/20Reply

    So herzig!

    1/19/20Reply
     
  • Day45

    Whakahoro

    December 14, 2019 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Die Nacht war ganz ruhig (keine Autos), nur hat es ein paar Stunden geregnet. Am Morgen hatte der Regen aufgehört und ich konnte im Trockenen starten (das Zelt mußte ich leider nass einpacken).

    Bis Whakahoro waren es 25km Strasse. Am Anfang war es ein bisschen langweilig, nur Farmland, aber zum Ende zu kam Wald und weisse Felswände, die mich ein bißchen an Rügen erinnert haben 🤔
    Autos kamen leider keine vorbei, also nix mit Trampen...

    Gegen 13h war ich im Camp in Whakahoro. Hier hab ich jetzt 1,5 Tage Ruhe, bis am Montag Morgen die Kanufahrt losgeht. Die Gruppe, mit der ich starten werde, kommt erst morgen.

    Der Zeltplatz ist sehr einfach, das Wasser muss man filtern oder abkochen. Alles unter freiem Himmel. Dafür gibt es daneben das Blue Duck Café. Hier gabs dann erstmal einen Cappuccino und eine Quiche.

    Roman (der Schweizer) ist dann nachmittags auch noch eingetrudelt, seine Gruppe kommt auch erst morgen. Er macht aber die 5tägige Paddeltour und ich nur 3 Tage + 1 Tag Bike.

    Morgen ist Sonntag und Ruhetag 😃
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    Wayfaring Stranger

    Gut schaust du aus 😃😘

    12/16/19Reply
     
  • Day46

    Sonntag = Freitag

    December 15, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute war mein freier Tag. Eigentlich habe ich den ganzen Tag nur rumgegammelt und gegessen 😃. Um 9h war ich im Blue Duck zum Frühstück und fand heraus, dass man hier Wifi kaufen kann, daher konnte ich mich nun doch melden...

    Das Wetter war schön und ich konnte in Ruhe die nächsten Abschnitte vorbereiten. Dann gab es die Soup of the day und meine beiden Kanumitfahrer kamen an: Robyn aus NZ und Martin aus der Schweiz, heute NZ beide auch so in meinem Alter. Sie wohnen in Auckland und laufen auch den TA.

    Nachmittags schaute ich dann den Wetterbericht für die nächsten 3 Tage an - es soll regnen, viel regnen. Und nun sind wir nicht mehr sicher, ob es morgen überhaupt losgeht 😳. Das würde mich dann um Tage zurück werfen... Wir werden sehen. Telefonempfang ist hier nicht, also müssen wir abwarten...

    Heute Vormittag brach eine Familie, Mutter mit 4 Kindern zwischen 6 und 12 Jahren zu einem Jagdausflug auf mit Jäger und Offroad-Wagen. Ein paar Stunden später kamen sie zurück : der Kleine hatte einen Hasen geschossen (sein erster 😳) und einer der älteren eine Ziege... Andere Länder, andere Sitten...
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    Heidrun Gabriel

    Ich drück dir die Daumen, dass der Wetterbericht sich irrt.... kommt bestimmt in NZ genauso vor wie hier🌞🌞🌞🤗

    12/15/19Reply
    ChrisWanderLust

    Ja, wahrscheinlich. 😃

    12/15/19Reply
     
  • Day51

    Blue Duck Station, 16./I7.10.2018

    October 17, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Schon recht früh haben wir das Maoridorf am Dienstagmorgen wieder verlassen. Einen kurzen Stop haben zuerst bei einer heißen Quelle eingelegt, ganz in der Nähe von der Stelle, bei der unser Boot vor ein paar Wochen kaputt gegangen ist und haben ein heiße Bad genossen.
    Einen weiteren Stop haben wir bei den Huka Falls eingelegt, einem sehr breiten und starken Wasserfall mit unglaublich eisblauen Wasser. Während die anderen der Reisegruppe in die nahegelegene Stadt Taupo gefahren sind, wurden die Verrückten unter uns (also mir inklusive) von einer weißen Limousine abgeholt, die uns direkt in das Skydiving Center Taupos gefahren hat.
    Dort habe ich den ersten Fallschirmsprung meines Lebens aus 12.000ft/ca. 4km Höhe gewagt. Zunächst war ich überhaupt nicht aufgeregt, ich hatte einen supernetten Guide, der mit mir zusammen springen sollte. Mit einem kleinen Flugzeug sind wir dann in die Luft gestartet, hatten einen grandiosen Ausblick über den See Taupo (der größte See Neuseelands, vergleichbar mit der Größe Singapurs), riesige Berge, die teilweise auch als Kulissen für die Herr der Ringe-Filme gedient haben und die ansonsten sehr flachen Grasflächen rund um Taupo.
    Erst als sich auf einmal die Flugzeugtüre öffnete und die ersten Paare gesprungen sind, ich nochmal einen Blick aus dem Fenster gewagt habe und gemerkt habe, wie hoch vier Kilometer eigentlich sind, habe ich mich gefragt, auf was ich mir da eigentlich schon wieder eingelassen habe.
    Aber da war es auch schon zu spät, schon saßen wir an der Luke, wo uns sehr starker Wind empfangen hat und dann hat uns mein Guide aus dem Flugzeug gestoßen. Die ersten 40 Sekunden des freien Falls waren ein grandioses Gefühl, irgendwie sind wir unglaublich schnell und doch in Zeitlupe gefallen, ich wusste nicht ob ich schreien oder lachen sollte, habe mich aber dann für ein breites Grinsen entscheiden, weil es einfach nur toll war. Dann bremste uns auf einmal ein starker Ruck aus, der Fallschirm hatte sich geöffnet. Die nächsten Minuten konnten wir dann den wundervollen Ausblick auf die Landschaft in Ruhe genießen, in denen ich sogar kurzzeitig selbst den Fallschirm steuern durfte. Auf jeden Fall ein absolut einmaliges Erlebnis, was super viel Spaß gemacht hat und ich jedem weiterempfehlen würde. (Video: https://order.picthrive.com/71005947-918f-4661-…)
    Kurze Zeit später hat uns dann der Bus wieder aufgesammelt und wir haben unseren Weg fortgesetzt, der uns durch rasch wechselnde Landschaftsbilder geführt hat. Zunächst sind wir durch den Tongariro Nationalpark gefahren, der uns durch eine Steppe und verschneiten Bergen am Horizont führte, wo wir nochmal einen bekannten Herr der Ringe - Drehort (Tawhai Falls) besucht haben, später haben die Region "Kingland" erreicht, damit die unzähligen Milchfarmen hinter uns gelassen und dafür in die Region der Schaffarmen gelangt (eine Schafsweide ist hier teilweise größer als ganze Dörfer in Deutschland).
    Auf einer solchen haben wir dann die letzten zwei Nächte verbracht. "Blue Duck Station" (benannt nach den fast ausgestorbenen Blue Ducks, von denen auf der Farm 1% der bestehenden Population leben und die hier geschützt werden) liegt irgendwo im Nirgendwo, abseits jeglicher Zivilisation und Handyempfang, die nur über eine einstündige Fahrt über eine sehr kurvige Schotterpiste, (wofür unser Busfahrer passenderweise den Song "Highway to Hell" aufgelegt hat) erreichbar ist.
    Während meine Mitreisenden viel Geld für Aktivitäten wie Horsetrekking und Quadsafaris ausgegeben haben, hatte ich hier eine sehr entspannte Zeit und konnte endlich mal ausschlafen - schließlich wurde ich die letzten 5 Wochen fürs Reiten und Quad fahren bezahlt und habe deshalb keine Aktivitäten gebucht.
    Nach dem Frühstück am Mittwoch habe ich stattdessen einen kleine Wanderung zu nahegelegenen Wasserfällen mit drei Engländerinnen unternommen und habe ansonsten meinen Tag mit Farmtiere streicheln und Sonnen verbracht. Abends saßen wir dann noch alle zusammen (wir sind dieses Mal eine sehr gemischte Reisegruppe mit Leuten aus Kanada, England, Schweden, Singapur, Irland,... und nur einer Deutschen außer mir) in der gemütlichen Küche und haben Spiele gespielt.
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    Ingrid Kinne

    Deine Erlebnisse werden immer spelaktuäler super cool

    10/18/18Reply
    Hiltrud Gottschalk

    Traudl Gottschalk Herrlich,was du alles erlebst,so ein Sprung aus dem Hubschrauber hätte mir auch Spaß gemacht..... V

    10/26/18Reply
    Fritz Engelhard

    Ich glaube fast, dass es dieser Wasserfall war, wo die mit dem Schlauchboot runter gefahren sind ...

    12/11/18Reply
     
  • Day76

    Bridge to Nowhere

    February 17, 2020 in New Zealand ⋅ ☁️ 22 °C

    Nach unserem Ausritt gingen Hillary ( eine Bus Mitreisende) und ich zum Wasserfall, denn wir hatten gehört das er sehr schön sein solle und außerdem erhofften wir uns einpaar von den selten Blue Ducks zu sehen.
    Davon gibt's nur ca. 2.500 Stück und 1% davon soll auf dem Gelände der Blue Duck Station leben.

    Auf dem Weg dorthin war auch ein Mann der zu einem der zahlreichen Bienenvölkern wollte und fragte ob wir ein Stück mit wollten.
    Na klar! Er fuhr in einer Mischung aus Kart und Strand-Buggy und die Fahrt über den Schotterweg hat richtig Spaß gemacht!
    Zudem bekamen wir noch einpaar interessante Infos zu den Manuka Wäldern durch die wir fuhren.

    So wusste ich z.B nicht, das nicht nur der beliebte Manuka Honig sondern auch das Teebaumöl von diesen Bäumen stammt!

    Am Wasserfall angekommen, zogen wir unsere Schuhe aus und liefen ins kalte Wasser.

    Im Anschluss gingen wir noch ein Stück weiter, leider immer noch keine blaue Ente gesehen, und kamen an ein Schild: "Bridge to nowhere"

    Naja...Das wollten wir uns dann doch Mal angucken, die Brücke ins Nirgendwo.

    Und so waren wir letztendlich 4 Stunden unterwegs, waren sogar kurz im Nationalpark, sahen zwei wunderschöne Regenbogen Loris, allerdings keine blauen Enten und auch keine Brücke ins Nirgendwo 🤷

    Dann machten wir uns auf den Rückweg, denn unser Busfahrer sagte es gäbe Abends gutes Curry zu essen, zu dem wir uns daraufhin angemeldet hatten.

    Als wir am Fluß eine Ziege sahen, meinte Hillary: "Oh, guck Mal! Da ist eine Ziege! Hehe...und heute Abend ist sie in unserem Curry! 😁"

    Waaaaass?????

    Er sagte "Goat Curry" und nicht "Good Curry"!!! 😳😳😳

    Oh mein Gott... Da ich ihn nicht immer so gut verstand, hatte ich mich also nun zum Ziegen Curry angemeldet! 😂😂😂

    Allerdings muss ich im Nachhinein sagen daß es echt sehr gut war!
    Man schmeckte es nicht wirklich raus daß es Ziege war.
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  • Day86

    Whakahoro, Neuseeland

    January 4, 2017 in New Zealand ⋅ 🌙 16 °C

    Mit Stray ging es weiter in den Whakahoro national park, genauer zur blue duck station, einer Unterkunft mitten im nirgendwo, wo unser Busfahrer voller Euphorie eine Party organisierte. Seiner Meinung nach gehöre zu einer Party wohl auch Gesichtsfarbe, weswegen sich der ganze Bus das Gesicht bunt anmalte. Scheint wohl der neueste Trend zu sein 😂 Die Feier war zwar recht witzig, jedoch stand für den nächsten Tag das Tongario Crossing an, weswegen wir nicht allzu lange wach geblieben sind.Read more

  • Day123

    Blue Duck Station

    January 16, 2020 in New Zealand ⋅ ⛅ 25 °C

    5 Tage Abgeschiedenheit.

    Die letzten Tage waren wieder einmal unglaublich. Wir haben diese an der Blue Duck Station verbracht. Diese liegt im tiefen Hinterland Neuseelands.

    Es gibt da nur die eine Farm, auf der wir diese Tage verbracht haben. Am Morgen haben wir jeweils ausgiebig gefrühstückt, Wanderungen gemacht, viel im Wasserfall gebadet, gemeinsam gekocht und grilliert (die Jungs gingen Jagen, das Fleisch wurde jeweils am Abend gegessen), Reitausflüge gemacht (ich habe mich in mein Pferd Courage verliebt) und am Abend einfach am Lagerfeuer gesessen; wir erzählten uns Geschichten und spielten viele Kartenspiele.

    Wir hatten eine so tolle Gruppe und eine wunderschöne Zeit.

    Gestern habe ich das Tangariro Crossing gemacht, davon seht ihr Fotos im nächsten Beitrag.
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    Alena Paganini

    Soo unglaublich schön ❤️

    1/21/20Reply
     
  • Day53

    Time to say goodbye

    December 19, 2017 in New Zealand ⋅ ☀️ 24 °C

    Die letzten Tage auf der Blue Duck Station vergingen wie im Flug.
    An einem meiner freien Tage bekam ich glücklicherweise noch die Gelegenheit, am Horse Treck teilzunehmen. Den Vormittag verbrachte ich also damit, im Stall auszuhelfen und nach einer kurzen Einweisung ins Reiten ließen wir uns zweieinhalb Stunden auf dem Rücken der Pferde durch ein ursprünglich neuseeländisches Waldgebiet und über grüne Hügel tragen. Da es ein heißer Sommertag war, gingen wir Freiwilligen am Nachmittag alle zusammen im Retaruke River schwimmen und sonnten uns auf einem der Jetboote. Dass wir am Tag zuvor aufgrund des Mangels an anderen Aufgaben das Cafe weihnachtlich dekoriert hatten und Weihnachten kurz vor der Tür steht, wollte so gar nicht dazu passen.
    Mein letzter Arbeitstag war zwar eine Schicht im Cafe, doch zwischendurch durfte ich auch noch ein bisschen was von der Farmarbeit mitbekommen: Ich half Dan dabei, die Kühe zusammenzutreiben und ihnen ein Insektenschutzmittel auf den Rücken zu sprühen und konnte für zehn Minuten beim Scheren der Schafe zuschauen, das seit dem Vortag in vollem Gange war. Das hat mich sehr gefreut, da der Aufenthalt auf Blue Duck ansonsten eher eine Cleaning Experience als eine Farm Experience gewesen war und ich die ganze Zeit gerne etwas mehr Einblicke in das Farmen bekommen hätte.
    Anlässlich unserer baldigen Abreise nahm Dan am nächsten Tag fast alle von uns Eco-Warriors mit auf eine Jetboot-Tour. Die fand jedoch ein jähes Ende, als auf einmal ein bewusstloser Belgier in einem Schlauchboot an die Sandbank, auf der wir eine kurze Pause einlegten, gespült wurde. Wie sich herausstellte, war er ziemlich betrunken und sehr orientierungslos und verwirrt, als er von einer Menschentraube, unter der sich der Weihnachtsmann befand (Jannik hatte sich für den Dreh eines neuen Videos ein Weihnachtsmannkostüm übergezogen), umringt aufwachte. Da er völlig durchnässt war und zitterte, steckten wir ihn in das Weihnachtsmannkostüm, was ihn sehr amüsierte, fuhren ihn zurück und schickten einen Suchtrupp nach seinen Freunden aus, die zum Glück auch alle gefunden werden konnten. Im Nachhinein können auch wir über dieses Vorkommnis lachen, doch in dem Moment waren wir alle eher geschockt, da das Verhalten der Gruppe sehr leichtsinnig gewesen war und der Belgier mit großer Wahrscheinlichkeit an Unterkühlung hätte sterben können, wenn wir ihn nicht gefunden hätten.
    Ehe man sich versah, war dann auch schon unser letzter Tag auf der Blue Duck Station da, an dem wir mit vier unserer Mitfreiwilligen ein letztes Mal im Kajak den Whanganui River hinunter paddelten und heute Morgen hieß es in aller Frühe Abschied nehmen, bevor der Stray Bus uns einsammelte und uns mit in ein neues Abenteuer nahm.
    Unsere Zeit auf Blue Duck hat uns zahlreiche unvergessliche Erlebnisse und besondere Begegnungen beschert und uns eine ganz andere Lebensweise gezeigt, als die, die wir von zu Hause kannten. Wir hätten anfangs nie gedacht, dass uns der Abschied von diesem wunderschönen und freundlichen Ort einmal so schwerfallen würde.
    Read more

    Oliver Pfeifer

    Hallo Alicia, wir wünschen dir/euch weiterhin viel Spaß. Hoffentlich findet ihr eine nette Unterkunft. Wünschen euch schon jetzt ein frohes Weihnachtsfest, sind immer in Gedanken bei dir/ euch. Einen lieben Gruß aus Hildesheim von den Pfeifers 😘

    12/21/17Reply
    Alicia Schlüter

    Dankeschön ihr Lieben und viele Grüße aus Neuseeland zurück! ♡

    12/26/17Reply
     
  • Day7

    Ankunft auf der Blue Duck Station

    November 3, 2017 in New Zealand ⋅ 🌧 17 °C

    Die Blue Duck Station ist eine Schaf- und Rinderfarm in Whakahoro auf der Nordinsel Neuseelands, die sich gleichzeitig dem Naturschutz und vor allem dem Schutz der seltenen, vom Aussterben bedrohten Blue Duck verschrieben hat. Zwecks der Erhaltung dieser endemischen Art wurden überall auf der Farm verteilt etwa 450 Fallen für die unnatürlichen Fressfeinde der Blue Duck, also alle von den Europäern eingeschleppten Landsäugetiere (das einzige natürlich in Neuseeland vorkommende Landsäugetier ist die Fledermaus), aufgestellt und für die Sauberkeit des die Station durchziehenden Retaruke Rivers gesorgt. Darüber hinaus ist die Blue Duck Station ein beliebtes Reiseziel für Touristen aus aller Welt, die hier für ein oder zwei Tage in einer der fünf Lodges unterkommen und an Aktivitäten wie Tontaubenschießen, Reiten, Busch-Safaris oder sogar einer Jagd teilnehmen oder einfach die sie in alle Richtungen meilenweit umgebende, so ursprünglich wie möglich gehaltene hügelige Waldlandschaft durchstreifen können. Die Haupteinnahmequelle der Blue Duck Station ist jedoch der antibakteriell wirkende Manuka-Honig, den es ausschließlich in Neuseeland gibt. So viel zu der Farm, auf der wir aktuell unsere ersten WOOFing Erfahrungen als Eco-Warriors sammeln dürfen.

    Nach einer beinahe zweistündigen Busfahrt in die zunehmend wilde Natur Neuseelands, die eher an eine Achterbahnfahrt erinnerte, erreichten wir am Abend des 03.11. endlich das Cafe im Zentrum der Blue Duck Station. Wir hatten zwar keinen Kulturschock, als wir ein paar Tage zuvor in Neuseeland angekommen waren, doch als wir all die oben gegebenen Informationen in einer Einführungspräsentation erhielten, von unseren Mitfreiwilligen in unserem neuen Heim, einer einen halbstündigen Fußmarsch vom Cafe entfernten, mit Spinnenweben verhangenen Bruchbude, die liebevoll „The Cottage“ genannt wird, herumgeführt wurden und ebendiese uns gemäß des Ankunftsrituals für Neue von ihren blutigsten und brutalsten Erlebnissen berichteten, fühlten wir uns so weit weg von zu Hause, wie wir es tatsächlich sind. Dass bis auf eine holländische Sportjournalistin alle anderen Freiwilligen Deutsche in unserem Alter waren, überraschte uns schon gar nicht mehr und kam uns für den Anfang eigentlich sogar recht gelegen.
    Für unseren ersten Arbeitstag sah der wöchentliche Arbeitsplan das Ablaufen der Trap Line B vor. Wir bewaffneten uns also mit neuen Ködern (sehr zu meinem Entzücken zerhackte, frische Tierleber), einem GPS-Gerät und einer Schreibtafel und begaben uns mit einem unserer Mitfreiwilligen auf eine siebenstündige Wanderung durch das riesige Areal der Blue Duck Station. Auf sich durch Baumfarne, Wiesen und Manukawälder schlängelnden, matschigen Pfaden durchstreiften wir das hügelige, urwaldartige Gelände und kontrollierten dabei die fast 60 Fallen am Wegesrand, nahmen die teilweise schon halb zersetzen Kadaver der Ratten heraus, spannten sie wenn nötig neu auf, befüllten sie mit neuen Ködern und führten Liste darüber, was wir gefunden hatten. Letzteres war wohl die angenehmste Aufgabe, die glücklicherweise ich übernehmen durfte. Wir lauschten den fremdartigen Liedern der bunt schillernden Vögel und alles wirkte so pulsierend und lebendig, so friedlich und harmonisch. Wir fühlten uns nicht wie mitten im Nirgendwo, denn Nirgendwo impliziert Bedeutungslosigkeit und es fühlte sich keinesfalls bedeutungslos an: Man ertappte sich immer wieder dabei, wie sich ein Lächeln auf die Lippen schlich, wenn man den Blick über die tiefgrüne Umgebung streifen ließ. Nebenbei erfuhren wir durch unseren Mitfreiwilligen einige Hintergründe über die Farm, die uns das ganze etwas sinnvoller erschienen ließen als am Abend zuvor. Der anfängliche Schock war also vor allem wegen der wunderschönen Lage der Farm zum Glück recht schnell überwunden.
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You might also know this place by the following names:

Whakahoro

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