Norway
Engerdal

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19 travelers at this place
  • Day13

    Drevsjø: Norwegische Grenze

    July 13 in Norway ⋅ ☁️ 19 °C

    Als es heute Morgen an meiner Tür klopft, steht da ein kleines norwegisches Mädchen. Sie ist der erste Mensch den ich in Norwegen sehe, seit ich gestern spät Abends nach über 500 km Fahrt (echt zuviel mit dem Moped) endlich angekommen bin. "Vem är du?" ("Wer bist du denn?") frage ich sie. "Aminda". Ach ja, Aminda, die kleine Enkelin meines Gastgebers Arne, den ich nun bereits seit 8 Jahren direkt an der norwegisch/ schwedischen Grenze besuche, um hier meine Akkus aufzuladen, oder um von hier aus weiter nach Norwegen rein oder nach Norden bis auf die Lofoten zu fahren.
    Aminda babbelt mich auf Norwegisch voll, und ich babbel auf Schwedisch zurück. Sie versteht mich besser als ich sie. Sie merkt dass es nicht so läuft und sagt dann: "Ja, du redest ja auch Deutsch und ich Norwegisch". Ich schmelze dahin aber protestiere dass ich doch eigentlich Schwedisch rede, und dass sie mir einfach zeigen soll was sie will. Sie führt mich runter zum See, wo Arne bereits in einem seiner Boote mit einem anderen Jungen angelt. Aminda greift sich eine Schwimmweste, setzt sich ins Boot als Arne anlegt, und fordert eine Bootstour ein. Arne protestiert weil er gerade was anderes vorhat, aber die Kinder rühren sich kein Stück, bis er wieder mit ihnen ablegt.
    Das Grundstück liegt direkt an der Grenze, so dass man von hier der norwegischen Polizei dabei zusehen kann, wie sie ihre Grenze gegen ein Mega gefährliches Virus verteidigt. Mit einem Schlagbaum, um den einfach alle herumfahren, sobald die Polizei wieder weg ist, um sich mal um richtige Verbrechen zu kümmern, wie Arne sagt.
    Im zweiten Weltkrieg hat Arnes Großvater hier den norwegischen König vor den Deutschen versteckt, heute und seit letztem Jahr versteckt Arne hier einen Deutschen vor der norwegischen Polizei. Dieses Jahr darf ich eigentlich rein, wegen der Impfung, aber wohl nicht an diesem Grenzübergang. Also bin ich auch wie alle anderen um den bescheuerten Schlagbaum rumgefahren, als die Polizei schon im Bett war.
    Hier ist es wunderschön, kaum Menschen, baden, angeln, wandern, Beeren pflücken, manchmal Elche, und heute eine Kreuzotter am Haus (Arne meinte ich solle bitte aufpassen weil die tödlich sind, aber die seien eh nur da hinten am Haus und eigentlich auch friedlich 🥶) aber wegen dem Unsinn mit der Polizei an der Grenze bin ich genervt. Normalerweise fährt man von hier aus oft nach Schweden rüber, zum Beispiel zum Einkaufen. Das ist jetzt aber blöd, weil wenn die Polizei mich erwischt wenn ich zurück will muss ich nun vermutlich wieder drüben in Schweden warten bis die wieder nach Hause fahren, oder durchs Gebüsch zu Fuß rübergehen und mein Moped später holen. Habe jetzt in Norwegen eingekauft, für ca. 45 Euro, und obwohl ich nur die billigsten Sachen gekauft habe, habe ich jetzt nur ein bisschen Brot mit Marmelade, Remoulade, Saft, Spaghetti mit gehackten Tomaten, Bananen, Müsli, Salz und Öl.
    Arne hat mir heute angeboten dass ich ihm vielleicht ein bisschen zur Hand gehen kann, um dann gratis in meiner kleinen Hütte zu wohnen. Perfekt. Wenn das funktioniert, dann geht mein Plan voll auf, und die Reisekasse wird entlastet. So könnte ich es hier ne Weile aushalten, ohne so viel Geld auszugeben, das ich ja eigentlich für Südostasien wollte. Ein kleiner erster Job in Norwegen, mal sehen wie es läuft. Arne meinte er braucht nen Gärtner, und Donnerstag gehen wir wohl irgendwo ein paar Bäume fällen oder so.
    Macht es gut einstweilen! Anbei ein Paar impressionen.
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    Edith Nitsche

    😊 klingt wirklich gut, hab eine wundervolle Zeit ! ♡

    7/14/21Reply
     
  • Day11

    Femundsee

    July 24, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 9 °C

    Als wir am Femundsee ankommen ist es...genau wie es grad in Norwegen überall zu sein scheint: nämlich saukalt und windig ohne Ende. Die Suche nach einem geeigneten Platz zum Wildcampen müssen wir dann leider auch zerknirscht aufgeben. Jede mögliche Stelle ist mit No-Camping-Schildern und fetten Steinen abgesperrt. Vermutlich haben es hier etliche Camper übertrieben. Uns bleibt nichts anderes als der Campingplatz vom Femundtunet Hotel übrig. Eigentlich auch ganz nett dort, wir stehen direkt am Strand. Weil die Stimmung etwas getrübt ist, hat Gunther die großartige Eingebung und schlägt vor, im Restaurant essen zu gehen. Wunderbar! Wir sitzen in der gemütlichen, warmen Blockhütte, fast ganz allein und schauen dem Sturm draußen zu während wir uns Rentierburger, Fisch aus dem Femundsee und Panna Cotta mit Moltebeeren schmecken lassen. Dann geht’s ins Bett mit allen Decken und Schlafsäcken die wir haben. Wir beschließen dann nachdem wir wieder und wieder die Wetterkarten studieren, unsere Reisepläne zu ändern. Doch vorerst wollen wir den einzig schönen vorausgesagten Tag hier bleiben. Und zum Aufwachen ist es bereits aufgeklart, sodass wir den Vormittag im Windschatten gemütlich vertrödeln: Lesen, viel Kaffee, Hängematte schaukeln und Postkarten schreiben. Gunther und ich spielen Beachball. Dabei entscheiden wir per Ballwechselzählung, wie die Reise weitergeht. Dänemark 3-Norwegen 3 -Schweden 4. Somit ist es klar. dass wir nicht wie geplant am Femundsee Kanuwandern, sondern am Sonntag doch nach Schweden fahren werden. Als wir dafür alles geklärt haben, geht’s uns gleich nochmal besser und wir haben unsere gute Laune dann vollständig wiedergefunden.Read more

  • Day12

    Femundsee 2

    July 25, 2020 in Norway ⋅ ⛅ 13 °C

    Wir beschließen, für ein Mittagessen am Strand entlang zu wandern und dort auch was zu kochen. An einer schönen Stelle brutzeln wir Spiegeleier und anschließend gibt’s Lektion 1 im Steinchen ditschen. Der Himmel reißt auf und zum ersten Mal erahnen wir,was für eine Perle dieser See sein kann. Zurück am Campingplatz haben wir dann den Sonnenschein und wolkenloses Himmelblau und dann legt endlich auch der Wind eine Pause ein. Da wir ja nicht mehr auf große Paddeltour hier gehen werden, kommt dann wenigstens das SUP Board zum Einsatz. Die Mädels bleiben so lange auf dem jetzt spiegelblanken Wasser, bis sie eiskalte Füße kriegen. Selbst Gunther paddelt noch ne Runde mit und dreht danach noch eine kleine Runde mit dem Bike. Dabei trifft er sogar ein Rentier, was völlig entspannt vor ihm im Wald herumhopst. Wir Damen gehen nach der heißen Dusche und einem warmen Abendessen nochmal zum Strand und gucken uns den wunderschönen Sonnenuntergang an. Ganz schaffen wir den aber nicht, denn es wird bald wieder lausekalt. Gerne wären wir noch geblieben, am Strand und sowieso auch hier - vielleicht aber ein anderes Mal - nun freuen wir uns darauf, in Schweden noch unverhofft schöne 10 Tage zu genießen.Read more

    reisezeitzuzweit

    Tolle Fotos, traumhafte Landschaft!

    8/4/20Reply
     

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Engerdal, এঙ্গেরডাল, Kommun Engerdal, Engerdal kommune, Энгердал, Engerdals kommun, 恩厄達爾